Neuromuskuloskelettale Funktionen von Haltung und Bewegung - Grundlagen und untere Extremität
- Fakultät
Fakultät Wirtschafts- und Sozialwissenschaften (WiSo)
- Version
Version 1 vom 03.07.2025.
- Modulkennung
22B1289-3
- Niveaustufe
Bachelor
- Unterrichtssprache
Deutsch
- ECTS-Leistungspunkte und Benotung
5.0
- Häufigkeit des Angebots des Moduls
nur Wintersemester
- Dauer des Moduls
1 Semester
- Besonderheiten des Moduls
Dieses Modul wird an der kooperierenden Berufsfachschule gelehrt und entsprechend der gültigen Reglungen im NHG zur Anerkennung von beruflich erworbenen Kompetenzen auf das Studium angerechnet.
- Kurzbeschreibung
Mobilität als menschliche Aktivität ist ein zentraler Gegenstand des therapeutischen Handelns in den Gesundheitsfachberufen. Dieses Modul befasst sich mit dem Verständnis der menschlichen Mobilität, verstanden als Bewegung durch Änderung der Körperposition oder -lage oder Verlagerung von einem Platz zu einem anderen, mit der Bewegung von Gegenständen durch Tragen, Bewegen oder Handhaben, mit der Fortbewegung durch Gehen, Rennen, Klettern oder Steigen sowie durch den Gebrauch verschiedener Transportmittel (ICF, S.103). Auf der Basis anatomischer und physiologischer Kenntnisse sowie der konzeptuellen und theoretischen Grundlagen motorischer Entwicklung und Lernprozesse erwerben die Studierenden ein grundlegendes Verständnis normgerechter Haltung und Bewegung. Sie lernen Haltung und Bewegung zu beobachten, zu beschreiben und im Hinblick auf zu Grunde liegende motorische Fähigkeiten zu analysieren. Die Studierenden nutzen Kenntnisse aus der Anatomie und Physiologie, um neuromuskuloskeletale und bewegungsbezogene Funktionen und Strukturen der unteren Extremität zu beschreiben und zu analysieren sowie Haltung und Bewegung als Komponenten der menschlichen Mobilität analysieren.
- Lehr-Lerninhalte
- Grundlagen von Haltung und Bewegung
1.1 Beobachtung und Analyse von gesunder Haltung und Bewegung
1.1.1 Grundlagen von Haltung und Bewegung
1.1.2 Bewegungs- und Haltungsanalysen
1.1.3 Funktionelle Bewegungslehre (FBL)
1.2 Grundlagen der Analyse von motorischen Fähigkeiten
- Koordination, Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit analysieren
1.3 Motorische Entwicklung
1.3.1 Sensomotorische Entwicklung /motorische Ontogenese
1.3.2 Theorien des neuromotorischen Lernens - Neuromuskuloskelettale Funktionen von Haltung und Bewegung – Schwerpunkt untere Extremität
2.1 Struktur- und Funktionselemente von Haltung und Bewegung der unteren Extremität
2.1.1 Allgemeine Anatomie
2.1.2 Funktionelle Anatomie des Bewegungssystems
2.1.3 Zell- und Muskelphysiologie
2.2 Biomechanische Prinzipien
- Angewandte Physik und Biomechanik
- Grundlagen von Haltung und Bewegung
- Gesamtarbeitsaufwand
Der Arbeitsaufwand für das Modul umfasst insgesamt 150 Stunden (siehe auch "ECTS-Leistungspunkte und Benotung").
- Lehr- und Lernformen
Dozentengebundenes Lernen Std. Workload Lehrtyp Mediale Umsetzung Konkretisierung 30 Vorlesung Präsenz - 25 betreute Kleingruppen Präsenz - 25 Seminar Präsenz - Dozentenungebundenes Lernen Std. Workload Lehrtyp Mediale Umsetzung Konkretisierung 20 Veranstaltungsvor- und -nachbereitung - 30 Arbeit in Kleingruppen - 20 Prüfungsvorbereitung -
- Weitere Erläuterungen
Die Anzahl der Semesterwochenstunden (SWS) richtet sich nach den Vorgaben der Berufsfachschulen.
- Unbenotete Prüfungsleistung
- Arbeitsprobe (praktisch) oder
- Referat (mit schriftlicher Ausarbeitung) oder
- mündliche Prüfung
- Prüfungsdauer und Prüfungsumfang
Die Prüfungsleistungen richten sich nach den Anforderungen der Berufsfachschule und werden in der jeweiligen Veranstaltung konkretisiert.
- Empfohlene Vorkenntnisse
Parallele Teilnahme am Modul „Reflektierte Praxis: Haltung und Bewegung–Grundlagen und untere Extremität“
- Wissensverbreiterung
Die Studierenden benennen ihr fachbezogenes, breit angelegtes Wissen zu anatomischen, physiologischen, physikalischen und biomechanischen Aspekten menschlicher Bewegung. Die Studierenden vernetzen Grundlagenwissen der Anatomie, Physiologie und Biomechanik der unteren Extremität mit den Theoriebezügen des motorischen Lernens und analysieren auf dieser Basis Komponenten menschlicher Haltung und Bewegung. Die Studierenden identifizieren anatomische Strukturen der unteren Extremität. Sie entwickeln und demonstrieren ihre Fertigkeiten in der Palpation.
Kompetenzbereiche nach MPhG: Ausbildungsziel Physiotherapie (DQR 6) - Stand 24.06.2019:
I. Bewegung als zentrales Einflusssystem der Physiotherapie auf Gesundheit und Teilhabe verstehen und evaluieren
1.a
- Wissensvertiefung
Die Studierenden erläutern ihr vertieftes Wissen zu neurowissenschaftlichen Grundlagen und Theorien des motorischen Lernens. Die Studierenden identifizieren anatomische Strukturen der unteren Extremität und ziehen relevantes anatomisches und physiologisches Wissen heran, um zugrundeliegende Funktionen und Strukturen zu analysieren.
Kompetenzbereiche nach MPhG: Ausbildungsziel Physiotherapie (DQR 6) - Stand 24.06.2019:
I. Bewegung als zentrales Einflusssystem der Physiotherapie auf Gesundheit und Teilhabe verstehen und evaluieren
1. a, b
- Wissensverständnis
Die Studierenden erklären die Anatomie und Physiologie unter Berücksichtigung der dynamischen Wechselwirkungen der menschlichen Strukturen und Funktionen mit Fokus auf das muskuloskelettale System.
Kompetenzbereiche nach MPhG: Ausbildungsziel Physiotherapie (DQR 6) - Stand 24.06.2019:
I. Bewegung als zentrales Einflusssystem der Physiotherapie auf Gesundheit und Teilhabe verstehen und evaluieren
1. a
- Nutzung und Transfer
Die Studierenden wenden ihr erlerntes Wissen über anatomische Strukturen der unteren Extremität an, indem sie an sich selbst und den Mitstudierenden diese Strukturen palpieren.
Sie wenden spezifische Prinzipien und Theorien aus der Physik und Biomechanik auf die Physiotherapie an.Kompetenzbereiche nach MPhG: Ausbildungsziel Physiotherapie (DQR 6) - Stand 24.06.2019:
I. Bewegung als zentrales Einflusssystem der Physiotherapie auf Gesundheit und Teilhabe verstehen und evaluieren
1. b
- Kommunikation und Kooperation
Die Studierenden identifizieren und benennen anatomische Strukturen der unteren Extremität, und sind in der Lage diese adressatenorientiert zu erläutern. Sie nutzen einerseits die fachspezifische Sprache zur Kommunikation mit dem Fachkollegium und medizinischem Fachpersonal und andererseits die patientengerechte Sprache zur Kommunikation mit den Patienten / Klienten für Erklärungen des eigenen Handelns oder zu medizinischen Sachverhalten.
Kompetenzbereiche nach MPhG: Ausbildungsziel Physiotherapie (DQR 6) - Stand 24.06.2019:
IV Kommunikation, Beratung und Edukation personen- und situationsbezogen gestalten
1. b
- Literatur
- Behrends, J., Bischofberger, J., Deutzmann, R., Ehmke, H., Frings, S. (2021). Duale Reihe Physiologie. (4. unveränderte Auflage). Stuttgart: Thieme
- Hüter-Becker, A. & Dölken, M. (2011). Biomechanik, Bewegungslehre, Leistungsphysiologie, Trainingslehre. (2. Auflage). Stuttgart: Thieme
- Internationale Arbeitsgemeinschaft Functional Kinetics FBL Klein-Vogelbach. (2019). Verfügbar unter www.fbl-klein-vogelbach.org
- Schünke, M., Schulte, E., Schuhmacher, U., Voll, M. & Wesker, K. (2018). PROMETHEUS. Allgemeine Anatomie und Bewegungssystem. LernAtlas der Anatomie. (5. Auflage). Stuttgart: Thieme
- Spirgi-Gantert, I. & Werbeck, B. (2003). FBL Klein-Vogelbach Functional Kinetics. Ballübungen. Berlin: Springer.
- Spirgi-Gantert, I. & Suppè, B. (2005). FBL Klein-Vogelbach Functional Kinetics. Behandlungstechniken. Berlin: Springer.
- Spirgi-Gantert, I. & Suppè, B. (2012). FBL Klein-Vogelbach Functional Kinetics. Therapeutische Übungen. Berlin: Springer.
- Spirgi-Gantert, I. & Suppè, B. (2014). FBL Klein-Vogelbach Functional Kinetics. Die Grundlagen. Berlin: Springer.
Die angegebene Literatur, sowie weitere zusätzliche Literatur wird im Rahmen des Unterrichts bekannt gegeben bzw. zur Verfügung gestellt.
- Verwendbarkeit nach Studiengängen
- Ergotherapie, Physiotherapie (dual)
- Ergotherapie, Physiotherapie (dual), B.Sc. (01.09.2024)
- Modulpromotor*in
- Piekartz, Herman Josef Maria
- Lehrende
- Piekartz, Herman Josef Maria
- Weitere Lehrende
Lehrende der Berufsfachschule