Mentale Funktionen - Perzeptive und kognitive Dimensionen menschlicher Aktivität - Physiotherapie
- Fakultät
Fakultät Wirtschafts- und Sozialwissenschaften (WiSo)
- Version
Version 1 vom 03.07.2025.
- Modulkennung
22B1289-2
- Niveaustufe
Bachelor
- Unterrichtssprache
Deutsch
- ECTS-Leistungspunkte und Benotung
5.0
- Häufigkeit des Angebots des Moduls
nur Wintersemester
- Dauer des Moduls
1 Semester
- Besonderheiten des Moduls
Dieses Modul wird an der kooperierenden Berufsfachschule gelehrt und entsprechend der gültigen Reglungen im NHG zur Anerkennung von beruflich erworbenen Kompetenzen auf das Studium angerechnet.
- Kurzbeschreibung
Die Studierenden erwerben Kenntnisse über die Strukturen des Nervensystems und der Neurophysiologie, um damit den Gegenstand der Physiotherapie, die normale Bewegung, verstehen und erklären zu können. Der Schwerpunkt liegt auf den anatomischen Strukturen und den ebenfalls damit einhergehenden globalen und spezifischen mentalen Funktionen.
Darüber hinaus befasst sich das Modul mit den perzeptiven und kognitiven Dimensionen des Menschen in der Aktivität Lernen und Wissensanwendung aufbauend auf dem Wissen über die Strukturen und Funktionen des Nervensystems.
- Lehr-Lerninhalte
- Mentale Funktionen und Strukturen des Nervensystems
1.1 Strukturen des Nervensystems
1.1.1 Anatomie des zentralen, peripheren und vegetativen Nervensystems
1.1.2 Neurophysiologie mit dem Fokus auf der Entstehung der Bewegung, der sensomotorischen Funktionskreise, der Organisation der vegetativen und motorischen Prozesse, der Verarbeitung sensorischer Informationen und der Programmierung und Regulation motorischer und emotionaler Reaktionen
1.1.3 Anatomie der Sinnesorgane
1.1.4 Sinnesphysiologie
1.2 Mentale Funktionen und die damit in Zusammenhang stehenden Funktionskreise
1.2.1 Funktionen des Bewusstseins, der Orientierung, der Aufmerksamkeit, des Gedächtnisses in Bezug zu den anatomischen Strukturen und den physiologischen Prozessen
1.2.2 Antrieb und psychomotorische Funktionen
1.2.3 Funktionen der Wahrnehmung und des Denkens - Perzeptive und kognitive Dimensionen menschlicher Aktivität
2.1 Lernen und Lernprozesse
2.1.1 Komponenten des Lernens auf der Grundlage der Neuroplastizität des Gehirns und in Bezug zum motorischen Lernen (Aufmerksamkeit, Motivation, Emotion)
2.1.2 Lern- und Verhaltenstheorien (Konditionierung, kognitive Lerntheorien, Steuerung von Lernprozessen)
2.1.2 Funktionen der Wahrnehmung (visuelle, auditive, olfaktorische, gustatorische, taktile, propriozeptive Wahrnehmung)
2.1.3 Bewusste sinnliche Wahrnehmung in der Aktivität
2.2 Gedächtnis
2.2.1 Klassifikationen des Gedächtnisses
2.2.2 Neurowissenschaftliche Grundlagen des Gedächtnisses (Papez-Kreislauf)
2.2.3 Gedächtnisbildung und Vergessen
- Mentale Funktionen und Strukturen des Nervensystems
- Gesamtarbeitsaufwand
Der Arbeitsaufwand für das Modul umfasst insgesamt 150 Stunden (siehe auch "ECTS-Leistungspunkte und Benotung").
- Lehr- und Lernformen
Dozentengebundenes Lernen Std. Workload Lehrtyp Mediale Umsetzung Konkretisierung 30 Vorlesung Präsenz - 25 Seminar Präsenz - 15 betreute Kleingruppen Präsenz - 10 Übung Präsenz - Dozentenungebundenes Lernen Std. Workload Lehrtyp Mediale Umsetzung Konkretisierung 20 Veranstaltungsvor- und -nachbereitung - 10 Literaturstudium - 20 Arbeit in Kleingruppen - 20 Prüfungsvorbereitung -
- Weitere Erläuterungen
Die Anzahl der Semesterwochenstunden (SWS) richtet sich nach den Vorgaben der Berufsfachschulen.
- Unbenotete Prüfungsleistung
- Klausur und Arbeitsprobe (praktisch)
- Prüfungsdauer und Prüfungsumfang
Die Prüfungsleistungen richten sich nach den Anforderungen der Berufsfachschule und werden in der jeweiligen Veranstaltung konkretisiert.
- Empfohlene Vorkenntnisse
keine
- Wissensverbreiterung
Die Studierenden verfügen über ein fachbezogenes, breit angelegtes Wissen zu neuroanatomischen und -physiologischen Grundlagen sowie zu den mentalen Funktionen und den damit im Zusammenhang stehenden Funktionskreisen als Komponenten menschlicher Bewegungs-, Lern- und Wissensanwendungsprozesse. Die Studierenden identifizieren anatomische Strukturen an anatomischen Modellen.
Kompetenzbereiche nach MPhG: Ausbildungsziel Physiotherapie (DQR 6) - Stand 24.06.2019:
I. Bewegung als zentrales Einflusssystem der Physiotherapie auf Gesundheit und Teilhabe verstehen und evaluieren
1.a
- Wissensvertiefung
Die Studierenden beschreiben ihr anatomisches und physiologisches Wissen und setzen dieses mit den neuesten Forschungsergebnissen in Verbindung.
Kompetenzbereiche nach MPhG: Ausbildungsziel Physiotherapie (DQR 6) - Stand 24.06.2019:
I. Bewegung als zentrales Einflusssystem der Physiotherapie auf Gesundheit und Teilhabe ver-stehen und evaluieren
1. a
VII. Das eigene Handeln auf der Grundlage von den aktuell bestverfügbaren wissenschaftlichen Erkenntnissen und berufsethischen Werthaltungen und Einstellungen untermauern, reflektieren, begründen und weiterentwickeln.
1. a, b, c
- Wissensverständnis
Die Studierenden begründen und reflektieren kritisch fachliche und praxisrelevante Aussagen zum Zusammenwirken der neuroanatomischen und physiologischen Systeme.
Kompetenzbereiche nach MPhG: Ausbildungsziel Physiotherapie (DQR 6) - Stand 24.06.2019:
VII. Das eigene Handeln auf der Grundlage von den aktuell bestverfügbaren wissenschaftlichen Erkenntnissen und berufsethischen Werthaltungen und Einstellungen untermauern, reflektieren, begründen und weiterentwickeln.
1. c
- Nutzung und Transfer
Die Studierenden wenden das neuroanatomische Wissen und das der neurophysiologischen Grundlagen samt den mentalen Prozessen wie Lernstrategien und Gedächtnisbildung in Bezug auf sich und dem eigenen Verhalten, sowie auf die weiterführenden Krankheitsbilder und Entstehungsmechanismen, an.
Kompetenzbereiche nach MPhG: Ausbildungsziel Physiotherapie (DQR 6) - Stand 24.06.2019:
I. Bewegung als zentrales Einflusssystem der Physiotherapie auf Gesundheit und Teilhabe verstehen und evaluieren
1. b
- Kommunikation und Kooperation
Die Studierenden transferieren die Erkenntnisse einerseits in fachspezifische Sprache zur Kommunikation mit dem Fachkollegium und medizinischem Fachpersonal und andererseits in patientengerechte Sprache zur Kommunikation mit den Patienten und Patientinnen bzw. Klienten und Klientinnen für Erklärungen des eigenen Handelns oder zu medizinischen Sachverhalten.
Kompetenzbereiche nach MPhG: Ausbildungsziel Physiotherapie (DQR 6) - Stand 24.06.2019:
IV. Kommunikation, Beratung und Edukation personen- und situationsbezogen gestalten.
1. b
- Wissenschaftliches Selbstverständnis / Professionalität
Die Studierenden schätzen und reflektieren ihren erlernten Wissensstand über anatomische Strukturen anhand von Übungen (z.B. Abfragen und Demonstrationen) an Modellen ein.
Kompetenzbereiche nach MPhG: Ausbildungsziel Physiotherapie (DQR 6) - Stand 24.06.2019:
VII. Das eigene Handeln auf der Grundlage von den aktuell bestverfügbaren wissenschaftlichen Erkenntnissen und berufsethischen Werthaltungen und Einstellungen untermauern, reflektieren, begründen und weiterentwickeln.
1. a
- Literatur
- Garzorz, N. (2009). Neuroanatomie. München: Elsevier, Urban & Fischer
- Kipp, M. & Radlanski, K. (2018). Neuroanatomie. (2. Auflage). Berlin: KVM
- Schäfers, A. (k.D.). Gehirn & Lernen. Verfügbar unter www.gehirnlernen.de
- Schellhammer, S. (2002). Bewegungslehre, Motorisches Lernen in der Physiotherapie. München: Elsevier. Urban & Fischer
- Trepel, M. (2011). Neuroanatomie, Struktur und Funktion. (5. Auflage). München: Elsevier, Urban & Fischer
Die angegebene Literatur, sowie weitere zusätzliche Literatur wird im Rahmen des Unterrichts bekannt gegeben bzw. zur Verfügung gestellt.
- Verwendbarkeit nach Studiengängen
- Ergotherapie, Physiotherapie (dual)
- Ergotherapie, Physiotherapie (dual), B.Sc. (01.09.2024)
- Modulpromotor*in
- Armijo-Olivo, Susan
- Lehrende
- Armijo-Olivo, Susan
- Weitere Lehrende
Lehrende der Berufsfachschule