Praxismodul „Aufgabenbewältigung in der Lebensumwelt Arbeit“

Fakultät

Wirtschafts- und Sozialwissenschaften

Version

Version 14.0 vom 27.05.2021

Modulkennung

22B1288-7

Modulname (englisch)

Fieldwork Education Module: Acitivities in Areas of Work

Studiengänge mit diesem Modul

Ergotherapie, Physiotherapie (dual) (B.Sc.)

Niveaustufe

2

Kurzbeschreibung

Das Modul vermittelt die spezifische Anwendung eines wissenschaftlich fundierten Therapieprozesses bei Störungen der Aufgabenbewältigung in der Lebensumwelt Arbeit.

Lehrinhalte
  • Identifikation und Behandlung von Störungen der Aufgabenbewältigung in der Lebensumwelt Arbeit:
  • Arbeitsdiagnostik
  • Berufliche Rehabilitation
  • Fachbereiche Neurologie, Psychiatrie, Orthopädie

    Diagnostik bei Störungen der Aufgabenbewältigung in der Lebensumwelt Arbeit:
  • Standardisierte, nichtstandardisierte Testverfahren und beobachtende Verfahren in der Diagnostik von Störungen der Aufgabenbewältigung in der Lebensumwelt Arbeit o kriteriums- und normbasierte Untersuchungsverfahren auf Aktivitäten- / Partizipationsebene (z.B. AMPS) o kriteriumsbasierte Untersuchungsverfahren zur Erfassung von Umwelt- und personenbezogenen Faktoren

    Interventionen bei Störungen der Aufgabenbewältigung in der Lebensumwelt Arbeit+ Restitutive Interventionsansätze: - Spezifische therapeutische Konzepte o PRPP - Interventionssystem o Verhaltenstherapeutische Ansätze o Alltags- und Lebensweltorientierte Therapie o Kompetenzzentrierte Methode o COGPACK – neuropsychologisches Therapieprogramm

    + Kompensatorische/substitutive Interventionsansätze o Alltagstraining o Arbeitsplatzanpassung o Jobcoaching+ Prävention o Arbeitsplatzberatung

    _________________________________________________ENOTHE-Kompetenzen aus dem Bereich - Kenntnisse in der Ergotherapie:Die Studierenden sind in der Lage, relevantes Wissen aus Biologie, Medizin, den Human- und Sozialwissenschaften sowie theoretischen Konzepten der Ergotherapie zusammen mit Theorienüber Handlung/Betätigung und Partizipation (Teilhabe) zu synthetisieren und exemplarisch auf einen Fall zu beziehen.Die Studierenden verstehen, wie durch Gesundheitsförderung, Prävention und (Wieder-) Eingliederung Gesundheit durch Betätigung gefördert, erhalten und wiederhergestellt werden kann.- Ergotherapie-Prozess und berufsspezifische Urteilsbildung:Die Studierenden wählen zielgruppenspezifisch geeignete Theorien, Praxismodelle und Methoden sowie Betätigungsformen aus. Sie modifizieren sie und wenden sie in einem nachvollziehbaren Problemlöseprozess an, um Klientinnen und Klienten, Individuen und Gruppen dabei zu unterstützen, ihren Bedürfnissen nach Betätigung und Gesundheit nachzukommen.
Lernergebnisse / Kompetenzziele

Wissensverbreiterung
Die Studierenden verfügen über ein breit angelegtes Wissen zu den typischen Störungen der Aufgabenbewältigung in der Lebensumwelt Arbeit – sie erklären multifaktorielle Erklärungszusammenhänge, Symptome und erfassen Auswirkungen auf die Teilhabe in den Lebensbereichen Arbeit und Freizeit.
Die Studierenden verfügen über ein breit angelegtes Wissen zu spezifischen Teilhabeeinschränkungen mit Fokus auf die Aufgabenbewältigung in der Lebensumwelt Arbeit und erkennen deren neuropsychologische und motorisch-funktionelle Auswirkungen.
Die Studierenden erfassen die Zusammenhänge von Störungen der Funktionen und Strukturen in komplexen Krankheits- und Störungsbildern und analysieren sie.
Sie kennen spezifische therapeutische Konzepte, haben theoretische Grundlagenkenntnisse zu ihren Ansätzen und Interventionen und können für therapeutische Zielgruppen ergotherapeutische Behandlungsperspektiven und Behandlungsansätze begründet darlegen.
Wissensvertiefung
Die Studierenden wissen um die Wechselwirkung zwischen Funktion / Dysfunktion, Aktivitätsanforderung, Kontexteinflüsse und können sie für Teilhabeeinschränkungen bei Störungen der Aufgabenbewältigung durch bestehende mentale Funktionsstörungen und Einschränkungen in der Mobilität erfassen.
Können - instrumentale Kompetenz
Die Studierenden nutzen die für die ergotherapeutische Behandlung wesentlichen Interventionsarten sowie Therapiemittel und setzen diese adäquat ein. Die Studierenden wenden Vorgehen in den Interventionen spezifischer therapeutischer Konzepte zielgruppenspezifisch an.
Die Studierenden nutzen arbeitstherapeutische Konzepte und leiten Maßnahmen wie Jobcoaching und Arbeitsanpassung zielgruppenorientiert ab und wenden sie an.
Können - kommunikative Kompetenz
Die Studierenden können therapeutische Befunde zusammenfassen, relevante Aspekte der Krankheits- und Störungsbilder beschreiben.
Sie können patientenzentriert therapeutische Maßnahmen/Interventionen erklären und anleiten.
Können - systemische Kompetenz
Die Studierenden identifizieren im Sinne einer umfassenden Evaluation alle Informationen (einschließlich verfügbarer Leitlinien und Evidenzbezüge), werten sie aus und treffen Schlussfolgerungen für ihr therapeutisches Handeln.
Sie können begründet therapeutische, präventive und rehabilitative Maßnahmen auswählen und durchführen.
Die Studierenden können auf der Basis des berufsspezifischen Reasoning grundlegende Schritte des Therapieprozesses im Hinblick auf Diagnostik und Intervention bei Störungen der Aufgabenbewältigung durch bestehende mentale Funktionsstörungen und Einschränkungen in der Mobilität planen, reflektieren und individuelle Modifikationen vornehmen.

Lehr-/Lernmethoden

Lernen in der Praxis; Supervision; kollegiale Beratung

Empfohlene Vorkenntnisse

Erfolgreicher Abschluss aller Module des ersten bis dritten Semesters

Modulpromotor

Berding, Jutta

Lehrende

Lehrende der Berufsfachschule

Leistungspunkte

10

Lehr-/Lernkonzept
Workload Dozentengebunden
Std. WorkloadLehrtyp
40individuelle Betreuung
220Einsatz am Lernort Praxis
Workload Dozentenungebunden
Std. WorkloadLehrtyp
20Literaturstudium
20Veranstaltungsvor-/-nachbereitung
Literatur

wird bei Bedarf zur Verfügung gestellt

Unbenotete Prüfungsleistung
  • Arbeitsprobe, praktisch
  • Projektbericht, schriftlich
Dauer

1 Semester

Angebotsfrequenz

Nur Sommersemester

Lehrsprache

Deutsch