Berufliche Identitätsbildung

Fakultät

Wirtschafts- und Sozialwissenschaften

Version

Version 5.0 vom 08.01.2016

Modulkennung

22079124

Modulname (englisch)

Professional Identity in Midwifery

Studiengänge mit diesem Modul

Midwifery (B.Sc.)

Niveaustufe

1

Kurzbeschreibung

Die Kenntnisse der Berufsgeschichte und der aktuellen Rahmenbedingungen des beruflichen Handelns sind die Voraussetzung für einen kritischen Umgang mit der eigenen beruflichen Sozialisation und Identität. Das Modul soll einen Zugang zur Reflexion der beruflichen Rolle ermöglichen.

Lehrinhalte

1 Geschichte des Hebammenberufes
2 Nationale und internationale Verbandsarbeit
3 Berufsgesetz und Ethik Codex
4 Determinanten beruflicher Sozialisation
5 Interdisziplinäre Zusammenarbeit
6 Fachgesellschaften

Lernergebnisse / Kompetenzziele

Wissensverbreiterung
- Die Studierenden kennen die historische Entwicklung des Hebammenberufes.
- Die Studierenden kennen die Strukturen und Organe der nationalen und internationalen Berufsorganisationen.
- Die Studierenden kennen die berufsethischen Codices des Hebammenwesens und anderer Gesundheits- und Sozialberufe.
- Die Studierenden kennen die Hebammen-Vergütungsvereinbarung.

Wissensvertiefung
- Die Studierenden reflektieren die Rahmenbedingungen des Hebammenwesens und deren Einfluss auf die berufliche Sozialisation.
- Die Studierenden verstehen die Bedeutung beruflicher Verbandsarbeit auf nationaler und internationaler Ebene für die Entwicklung des Berufes.
- Die Studierenden verstehen den Ethik-Codex für Hebammen und seine Implikationen für die Betreuung von Frauen und Familien.

Können - instrumentale Kompetenz
- Die Studierenden können die Vergütung für erbrachte Hebammenleistungen errechnen.

Können - kommunikative Kompetenz
- Die Studierenden sind in der Lage, aktuelle Entwicklungen im Hebammenwesen auf der Basis grundlegender rechtlicher, ethischer und ökonomischer Aspekte zu diskutieren.
- Die Studierenden erörtern mit Vertretern/Vertreterinnen anderer Sozial- und Gesundheitsberufe den Betreuungsbedarf einer Frau und ihrer Familie.

Können - systemische Kompetenz
- Die Studierenden erkennen in der Betreuung weiteren Unterstützungsbedarf durch das interdisziplinäre Helfersystem und ziehen andere Berufsgruppen hinzu.

Lehr-/Lernmethoden

Die Veranstaltung wird seminaristisch durchgeführt; dazu arbeiten die Studierenden mit unterschiedlichen Seminarbeiträgen, Diskussionsrunden und ausgewählten Texten. Die zentralen Lehr- und Lernmethoden im Kontext des Moduls sind: Diskussionen, Fallstudien, Gruppenarbeiten, Vorträge, Exkursionen, Teilnahme an Fortbildungsveranstaltungen, Selbststudium und Rollenspiele sowie studentische Referate. Die erarbeiteten Inhalte sind in Fallstudien bzw. Fallkonferenzen auf Anwendungsbeispiele zu übertragen.

Empfohlene Vorkenntnisse

keine

Modulpromotor

Hellmers, Claudia

Lehrende
  • Hellmers, Claudia
  • zu Sayn-Wittgenstein-Hohenstein, Friederike
  • Lehrende an mit dem Studiengang Midwifery B.Sc. kooperierenden Hebammenschulen
Leistungspunkte

5

Literatur

Bryar, R. (2003): Theorie und Hebammenpraxis. Bern: Verlag Hans Huber.

Bund Deutscher Hebammen e. V. (Hrsg.) (2006): Zwischen Bevormundung und beruflicher Autonomie. Stuttgart: Hippokrates.

Diefenbacher, M.; Schroth, U. (2004): Praxisratgeber Recht für Hebammen. Stuttgart: Hippokrates-Verlag.

Hiersche, F. (2003): Die rechtliche Position der Hebamme bei der Geburt. Frankfurt am Main: Lang.

Horschitz, H.; Kurtenbach, H. (2003): Hebammengesetz. Hannover: Elwin Staude Verlag.

Jones, S. (2003): Ethik und Hebammenpraxis. Bern: Verlag Hans Huber.

Lisner, W. (2006): "Die Hüterinnen der Nation"?: Hebammen in der Zeit des Nationalsozialismus am Beispiel des Landes Lippe. Hannover: Univ., Diss.

Loytved, C. (2001): Dem Hebammenwissen auf der Spur: zur Geschichte der Geburtshilfe. 2. Auflage. Osnabrück : Univ., AGW, Gesundheits- und Krankheitslehre, Psychosomatik.

Loytved, C. (2001): Von der Wehemutter zur Hebamme: die Gründung von Hebammenschulen mit Blick auf ihren politischen Stellenwert und praktischen Nutzen. Osnabrück: Univ.-Verl. Rasch.

Metz-Becker, M. (1999): Hebammenkunst gestern und heute: zur Kultur des Gebärens durch drei Jahrhunderte. Marburg: Jonas-Verlag.

Opitz-Kreuter, S.; Mändle, C. (Hrsg.) (2014): Das Hebammenbuch. Lehrbuch der praktischen Geburtshilfe. 6. Auflage. Stuttgart: Schattauer.

Präventionsmappe "Sexuell übertragbare Krankheiten". Köln: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Rockenschraub, A. (2005): Gebären ohne Aberglauben. 3. Auflage. Wien: Facultas.

Schlumbohm, Jürgen (2012): Lebendige Phantome. Ein Entbindungshospital und seine Patientinnen 1751-1830. Göttingen: Wallstein-Verlag.

Schlumbohm, Jürgen (Hrsg.) (1998): Rituale der Geburt: eine Kulturgeschichte. München: Beck.

Siegemund, Justine (2000). Die Königl. Preußische und Chur-Brandenb. Hof-Wehe-Mutter, Das ist: ein höchst nöthiger Unterricht von schweren und unrecht stehenden Geburthen. Ausgabe: Reprint der Ausg. Berlin 1752. Hannover : Staude.

Spitzer, B. (1999): Der zweite Rosengarten: eine Geschichte der Geburt. Hannover : Staude.

Stiefel, A.; Geist, C.; Harder, U. (Hrsg.) (2013): Hebammenkunde: Lehrbuch für Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett und Beruf. 5. Auflage. Stuttgart: Hippokrates.

Tiedemann K. (2001): Hebammen im Dritten Reich. Frankfurt a. M.: Mabuse.

Zeitschrift für Hebammenwissenschaft (Journal of Midwifery Science). Deutsche Gesellschaft für Hebammenwissenschaft.

Unbenotete Prüfungsleistung
  • Klausur 2-stündig
  • Klausur 1-stündig und Assignment
  • Referat
  • Hausarbeit
  • Fallanalyse
  • Praktische Übung
Dauer

1 Semester

Angebotsfrequenz

Nur Wintersemester

Lehrsprache

Deutsch