Werkstoff- und Produktanalytik

Fakultät

Fakultät Ingenieurwissenschaften und Informatik (IuI)

Version

Version 1 vom 19.12.2025.

Modulkennung

11B2349

Niveaustufe

Bachelor

Unterrichtssprache

Deutsch

ECTS-Leistungspunkte und Benotung

5.0

Häufigkeit des Angebots des Moduls

nur Sommersemester

Dauer des Moduls

1 Semester

 

 

Kurzbeschreibung

Werkstoff- und Oberflächenanalyseverfahren sind heute ein fester Bestandteil des ingenieurtechnischen Alltags. Dies gilt insbesondere für Bereiche, in denen Produkte aus verschiedenen Werkstoffen angewendet oder hergestellt werden. Um geeignete Materialien auszuwählen und Herstellungsprozesse zuverlässig bewerten zu können, sind Kenntnisse sowohl über die schnelle Bestimmung der Zusammensetzung und Gefüge als auch über die Prüfung der Oberflächenbeschaffenheit unerlässlich.

Lehr-Lerninhalte

1. Abbildende und analytische Verfahren zur Werkstoff- und Produktanalyse, Auflösung und Nachweisgrenzen

2. Durchführungsprinzipien der Werkstoffanalytik und Produktanalyse

3. Material-, Gefüge- und Strukturanalyse - Auswahl und Auflösungsgrenzen geeigneter Verfahren für kristalline Werkstoffe

4. Grundlagen der Oberflächen- und Tiefenprofilanalyse, praktische Hinweise und Auflösungsgrenzen für überwiegend kristalline Werkstoffe


Gesamtarbeitsaufwand

Der Arbeitsaufwand für das Modul umfasst insgesamt 150 Stunden (siehe auch "ECTS-Leistungspunkte und Benotung").

Lehr- und Lernformen
Dozentengebundenes Lernen
Std. WorkloadLehrtypMediale UmsetzungKonkretisierung
45VorlesungPräsenz-
15Labor-AktivitätPräsenz-
Dozentenungebundenes Lernen
Std. WorkloadLehrtypMediale UmsetzungKonkretisierung
15Arbeit in Kleingruppen-
30Prüfungsvorbereitung-
30Veranstaltungsvor- und -nachbereitung-
15Erstellung von Prüfungsleistungen-
Benotete Prüfungsleistung
  • Klausur
Unbenotete Prüfungsleistung
  • experimentelle Arbeit
Prüfungsdauer und Prüfungsumfang

Benotete Prüfungsleistung
- Klausur: siehe jeweils gültige Studienordnung

Unbenotete Prüfungsleistung
- Experimentelle Arbeit: Das Praktikum beinhaltet 4-6 Praktikumsversuche, mit einem entsprechenden Protokoll.

Empfohlene Vorkenntnisse

In dem Modul werden grundlegende Kenntnisse aus Physik und Werkstofftechnik erwartet.

Studierenden, die ihre Kenntnisse und Fertigkeiten vor Beginn des Moduls auffrischen möchten, wird folgende Grundlagenliteratur empfohlen: 

Oettel, H., & Schumann, H. (Eds.). (2011). Metallografie: mit einer Einführung in die Keramografie. John Wiley & Sons.

Wissensverbreiterung

Die Studierende kennen die Standardmethoden zur Gefüge und Oberflächenuntersuchung sowie die grundlegende Verfahrensschritte bei der Werkstoffanalyse und können die Ergenisse bewerten.

Wissensvertiefung

Studierende verfügen über detailliertes Wissen und Verständnis im Bereich der Werkstoffanalytik, das den aktuellsten Erkenntnis-/Forschungsstand widerspiegelt. Sie verfügen über ein grundlegendes Wissen zu den Versuchsbedingungen und Analyseabläufen.

Wissensverständnis

Sie können die Vor- und Nachteile der Methoden definieren. Sie können die einfachen Grundverfahren der Mikroskopie und Spektrometrie selbstständig durchführen.

Nutzung und Transfer

Die Studierenden können Prüf- und Analysevorschriften für Standardanwendungen firmenindividualisiert abzuleiten.

Kommunikation und Kooperation

Nach Abschluss des Moduls werden die Studierenden in der Lage sein, effektiv mit anderen Fachleuten in Hinblick auf praxisrelevante, analytische, materialspezifische Fragestellungen zu kommunizieren, sei es innerhalb ihres Fachgebiets oder auch mit Personen aus anderen Disziplinen. Sie werden in der Lage sein, analytische Aufgabenstellungen effizient und zielorientiert zu lösen und die Ergebnisse angemessen zu interpretieren und zu präsentieren.

Wissenschaftliches Selbstverständnis / Professionalität

Studierende können nach dem Absolvieren des Moduls die gerätespezifischen Analysegrenzen und Fehler reflektieren und daraus geeignete analytische Techniken für konkrete Fragestellungen kosteneffizient auswählen und die Notwendigkeit sachlich vertreten.

Literatur

  1. Seidel, W. W., & Hahn, F. (2018). Werkstofftechnik: Werkstoffe-Eigenschaften-Prüfung-Anwendung. Carl Hanser Verlag GmbH Co KG.
  2. Romeis, B. (2019). Mikroskopische Technik. Walter de Gruyter GmbH & Co KG.
  3. Hunger, H. J. (Ed.). (1995). Werkstoffanalytische Verfahren: eine Auswahl; mit 39 Tabellen. Dt. Verlag für Grundstoffindustrie.
  4. Oettel, H., & Schumann, H. (Eds.). (2011). Metallografie: mit einer Einführung in die Keramografie. John Wiley & Sons.
  5. Ehrenstein, G. W. (2019). Mikroskopie: Lichtmikroskopie, Polarisation, Rasterkraftmikroskopie, Flureszenzmikroskopie, Rasterelektronenmikroskopie. Carl Hanser Verlag GmbH Co KG.
  6. Spieß, L., Teichert, G., Schwarzer, R., Behnken, H., Genzel, C., Spieß, L., ... & Genzel, C. (2019). Methoden der röntgenbeugung. Moderne Röntgenbeugung: Röntgendiffraktometrie für Materialwissenschaftler, Physiker und Chemiker, 167-234.
  7. Volk, R. (2018). Rauheitsmessung: Theorie und Praxis. Beuth Verlag.

Verwendbarkeit nach Studiengängen

  • Dentaltechnologie
    • Dentaltechnologie B.Sc. (01.09.2025)

  • Nachhaltige Materialtechnologie und Produktentwicklung im Praxisverbund
    • Nachhaltige Materialtechnologie und Produktentwicklung im Praxisverbund B.Sc. (01.09.2025)

  • Nachhaltige Materialtechnologie und Produktentwicklung
    • Nachhaltige Materialtechnologie und Produktentwicklung B.Sc. (01.09.2025)

    Modulpromotor*in
    • Strickstrock, Monika
    Lehrende
    • Strickstrock, Monika