Biomaterialien

Fakultät

Fakultät Ingenieurwissenschaften und Informatik (IuI)

Version

Version 3 vom 26.03.2026.

Modulkennung

11B2305

Niveaustufe

Bachelor

Unterrichtssprache

Deutsch

ECTS-Leistungspunkte und Benotung

5.0

Häufigkeit des Angebots des Moduls

nur Sommersemester

Dauer des Moduls

1 Semester

 

 

Kurzbeschreibung

Technische Werkstoffe aus Metall oder Keramik können als Biomaterialien fungieren und im Hinblick auf die Ansprüche für die Integration in den lebenden Organismus weiterentwickelt werden. Welche Ansprüche an Biomaterialien dieser Werkstoffgruppen für unterschiedliche Indikationen existieren und welche Herausforderungen bei der Weiterentwicklung dieser im Bereich der LifeScience zu meistern sind erlernen die Studierenden in diesem Modul.

Lehr-Lerninhalte

Biomaterialien in dem Bereich der Life Science

1  Definitionen - Was sind Biomaterialinen und Beispiele (bioinert, bioaktiv, biokompatibel)

2  kristalline Biomaterialien in der Anwendung

   2.1 metallische Biomaterialien (Bspw. Formgedächtnislegierungen Ni-Ti; korrosionsbeständige Chirurgenstähle, Titanlegierungen, CoCr-Basis, Magnesiumlegierungen) 

     2.1.1 Anforderungsprofile

     2.1.2 Herstellungstechnologien

     2.1.3 Beeinflussbare Materialparameter und Eigenschaftskontrolle

     2.1.4 Praxisbeispiele in der Anwendung

   2.2  keramische /glaskeramische Biomaterialien (aktive und passive Biokeramiken und Glaskeramiken; Bsp: Hydoxylapatit - allgemein Calciumphosphate und Oxidkeramiken)

     2.2.1 Anforderungsprofile

     2.2.2 Herstellungstechnologien

     2.2.3 Beeinflussbare Materialparameter und Eigenschaftskontrolle

     2.2.4 Praxisbeispiele in der Anwendung

3 Oberflächen und Verbunde - Grenzflächenreaktionen und deren Analytik

Gesamtarbeitsaufwand

Der Arbeitsaufwand für das Modul umfasst insgesamt 150 Stunden (siehe auch "ECTS-Leistungspunkte und Benotung").

Lehr- und Lernformen
Dozentengebundenes Lernen
Std. WorkloadLehrtypMediale UmsetzungKonkretisierung
45VorlesungPräsenz-
15SeminarPräsenz-
Dozentenungebundenes Lernen
Std. WorkloadLehrtypMediale UmsetzungKonkretisierung
30Veranstaltungsvor- und -nachbereitung-
30Prüfungsvorbereitung-
15Referatsvorbereitung-
15Literaturstudium-
Benotete Prüfungsleistung
  • Referat (mit schriftlicher Ausarbeitung) oder
  • Klausur
Bemerkung zur Prüfungsart

Die Wahl der Prüfungsart aus den vorgegebenen Optionen obliegt den jeweils Prüfenden.

Die Wahl der Prüfungsart wird den Studierenden zu Semesterbeginn mitgeteilt.

Prüfungsdauer und Prüfungsumfang

  • Referat: 20 Minuten Präsentation; dazugehörige Ausarbeitung 5-10 Seiten. Das Referat kann in Gruppenleistung erbracht werden.
  • Klausur: siehe jeweils gültige Studienordnung

Empfohlene Vorkenntnisse

Empfohlene Vorkenntnisse aus den Bereichen Werkstofftechnik: Metallkunde, Glas und Keramik und grundlegende Kenntnisse der Chemie.

Studierenden, die ihre Kenntnisse und Fertigkeiten vor Beginn des Moduls auffrischen möchten, wird folgende Grundlagenliteratur empfohlen:

Bergmann, W. (2013). Werkstofftechnik 1: Struktureller Aufbau von Werkstoffen-Metallische Werkstoffe-Polymerwerkstoffe-Nichtmetallisch-anorganische Werkstoffe. Carl Hanser Verlag GmbH Co KG.

Bergmann, W., & Leyens, C. (2021). Werkstofftechnik 2: Anwendung. Carl Hanser Verlag GmbH Co KG.

Wissensverbreiterung

Studierende können die wesentlichen Gruppen und Materialbeispiele der metallischen und keramischen Biomaterialien differenzieren.

Wissensvertiefung

Die Studierenden können verschiedene Materialbeispiele hinsichtlich ihrer Eigenschaften und Anwendungsmöglichkeiten erklären.

Wissensverständnis

Die Studierenden können Empfehlungen für indikationsbezogene Materialauswahl geben und reflektieren dabei notwendige Eigenschaften für den konkreten Einsatz.

Kommunikation und Kooperation

Die Studierenden können ihre Arbeitsergebnisse zu aktuellen Entwicklungen im Bereich der Biomaterialien mündlich und schriftlich in klar strukturierter Form präsentieren.

Literatur

  1. Epple, M. (2013): Biomaterialien und Biomineralisation: Eine Einführung für Naturwissenschaftler, Mediziner und Ingenieure. Springer-Verlag.
  2. Wintermantel, E., & Ha, S. W. (2009): Medizintechnik: Life Science Engineering. Springer Science & Business Media.
  3. Park, J. (2009). Bioceramics: properties, characterizations, and applications (Vol. 741). Springer Science & Business Media.
  4. Long M., Rack H. J. (1998), Titanium alloys in total joint replacement–a materials science perspective, Biomaterials 19, pp. 1621–1639.
  5. Brunette D. et al. (2001), Titanium in Medicine: Material Science, Surface Science, Engineering, Biological Responses and Medical Applications, Springer.
  6. Anene, F. A., et al. "Biomedical materials: A review of titanium based alloys." Proceedings of the Institution of Mechanical Engineers, Part C: Journal of Mechanical Engineering Science 235.19 (2021): 3792-3805.
  7. Brunke, Florian. Ti 15Mo und Ti 13Nb 13Zr: Qualifizierung von Titanlegierungen der zweiten Generation für den Einsatz in der Medizintechnik. Cuvillier Verlag, 2019.
  8. Arnold, Bozena. Zirkon, Zirkonium, Zirkonia-ähnliche Namen, verschiedene Materialien. Springer Spektrum, 2019.

Verwendbarkeit nach Studiengängen

  • Dentaltechnologie
    • Dentaltechnologie B.Sc. (01.09.2025)

  • Nachhaltige Materialtechnologie und Produktentwicklung im Praxisverbund
    • Nachhaltige Materialtechnologie und Produktentwicklung im Praxisverbund B.Sc. (01.09.2025)

  • Nachhaltige Materialtechnologie und Produktentwicklung
    • Nachhaltige Materialtechnologie und Produktentwicklung B.Sc. (01.09.2025)

    Modulpromotor*in
    • Neunzehn, Jörg
    Lehrende
    • Neunzehn, Jörg