Ergonomie 2 - Kultur und Nutzung
- Fakultät
Fakultät Ingenieurwissenschaften und Informatik (IuI)
- Version
Version 1 vom 25.02.2025.
- Modulkennung
11B1216
- Niveaustufe
Bachelor
- Unterrichtssprache
Deutsch, Englisch
- ECTS-Leistungspunkte und Benotung
5.0
- Häufigkeit des Angebots des Moduls
nur Wintersemester
- Dauer des Moduls
1 Semester
- Besonderheiten des Moduls
Zunehmende bilinguale Abhaltung des Moduls, in Kooperation mit internationalen Partnern.
- Kurzbeschreibung
Die Disziplin Produktgestaltung beschäftigt sich neben rein ästhetischen Fragestellungen der Produktentwicklung und der Nutzbarkeit im Kontext (funktional, als auch emotional).
Ein Produkt ist vor allem dann gut gestaltet, wenn es durch die Nutzer*innen möglichst komfortabel und logisch bedienbar ist und deren Interaktionswelt bereichert. Dazu ist das Wissen, um einer guten Bedienbarkeit, zugrundeliegende Verhältnisse zwischen Nutzer*innen und Produkt wichtig.
Die Veranstaltung dient der Vermittlung methodisch richtiger und effektiver Analysen dieser Verhältnisse und der entsprechenden Anwendung und Evaluation gestalteter Parameter in Form von Gestaltungsaufgaben. Die vermittelten Inhalte der Veranstaltung versetzen die Studierenden in die Lage objektive Analysen und Entwurfsprozesse in einem menschzentrierten Produktentwicklungsprozess anzuwenden.
Die Veranstaltung fokussiert nicht nur das den Studierenden bekannte Lebensumfeld, sondern auch internationale und interkulturelle Kontexte. Die Veranstaltung sensibilisiert die Studierenden für neue Kontexte und Nutzer*innen. Sie bereitet die Studierenden auf Analyse- und Entwurfsaufgaben im internationalen Kontext vor.
- Lehr-Lerninhalte
1. Methoden der Ergonomie und UX
1.1. Status Quo in der Forschung und Anwendung
1.2 Welche Methoden zur Evaluation existieren
1.3 Bewertung
2. Anwendung
2.1 Testen und Evaluation von Methoden
2.2 Anwendung an praktischen Produkten und Entwurfsarbeiten
3. Transformation in den Produkt-Entwicklungsprozess
3.1 Modifikation und Personalisierung von Methoden
3.2 Weiterentwicklung
- Gesamtarbeitsaufwand
Der Arbeitsaufwand für das Modul umfasst insgesamt 150 Stunden (siehe auch "ECTS-Leistungspunkte und Benotung").
- Lehr- und Lernformen
Dozentengebundenes Lernen Std. Workload Lehrtyp Mediale Umsetzung Konkretisierung 30 Seminar Präsenz - 30 Übung Präsenz - Dozentenungebundenes Lernen Std. Workload Lehrtyp Mediale Umsetzung Konkretisierung 50 Hausaufgaben - 10 Literaturstudium - 30 Arbeit in Kleingruppen -
- Benotete Prüfungsleistung
- Hausarbeit
- Unbenotete Prüfungsleistung
- Präsentation
- Prüfungsdauer und Prüfungsumfang
Benotete Prüfungsleistung: Hausarbeit 30-50 Seiten
Unbenotete Prüfungsleistung: 15 Min. Päsentation
- Empfohlene Vorkenntnisse
Erfolgreiche Teilnahme an der Veranstaltung 'Ergonomie 1'
- Wissensverbreiterung
Die Studierenden sind in der Lage Kenntnisse der Ergonomie und User Experience, sowie deren Evaluierungsmethoden und Werkzeuge in den Designprozess zu integrieren und anzuwenden.
- Wissensvertiefung
Die Studierenden, die dieses Modul erfolgreich studiert haben, wissen um die ergonomischen und emotionalen Anforderungen der Nutzer*innen. Sie können die Ergonomie in den Entwicklungsprozess einbetten und zur Zielerreichung sinnvoll nutzen. Sie wissen um die psychologischen Aspekte bei der Entwicklung interagierender Systeme im internationalen und interkulturellen Kontext und Umfeld (Mensch-Maschine-Umwelt)
Im Rahmen der Veranstaltung sind Exkursionen zu Firmen, Museen oder Ausstellungen geplant und können auf freiwilliger Basis von den Studierenden wahrgenommen werden.
- Wissensverständnis
Die Studierenden, die dieses Modul erfolgreich studiert haben, verstehen etablierte und neue Methoden der wissenschaftlichen Auseinandersetzung im ergonomischen Kontext und setzen eine Reihe von Standard- und einige fortgeschrittene Verfahren und Methoden ein, um Daten zu verarbeiten und strukturiert darzustellen, um so Informationen zu gewinnen, zu bearbeiten und zu reflektieren.
- Nutzung und Transfer
Die Studierenden, die dieses Modul erfolgreich studiert haben, können das Usability Engineering und UX in den Entwicklungsprozess einbetten und zur Zielerreichung sinnvoll nutzen, sie kennen die Grundlagen zur Auslegung von Interaktionssystemen. Sie sind in der Lage Gender und Diversity Aspekte in Entwicklung einzubringen.
- Wissenschaftliche Innovation
Die Studierenden sind nach erfolgreichem Abschluss des Projektes in der Lage ihre eigene Position zu reflektieren, sie hinterfragen etablierte Methoden und Verfahren der Disziplin und entwicklen daraus eigene Methoden und Verfahren zur ergonomischen Analyse und Entwicklung
- Kommunikation und Kooperation
Die Studierenden, die dieses Modul erfolgreich studiert haben, unterziehen Ideen, Konzepte, Informationen und Themen, die im allgemeinen Kontext der ergonomischen Entwicklung gebraucht werden, einer kritischen Analyse und Bewertung, sie nutzen eine Reihe analytischen Verfahren, um gestalterisch begründete Problemlösungen zu ausgewählten und/oder Standardproblemen/-themen zu formulieren. Sie sind in der Lage ihr Wissen - im internationalen Kontext und im Team - in der Analyse und Entwicklung anzuwenden und zu argumentieren.
- Wissenschaftliches Selbstverständnis / Professionalität
Die Studierenden entwicklen auf Basis des Gelernten ein individuelles Verständnis der Disziplin und der Inhalte, sie argumentieren nicht mher aus ihrer eigenen Position heraus, sondern auf Basis wissenschaftlicher Methodiken und Verfahren, sowie selbst durchgeführter Experimente und Entwicklungen, welche empirisch abgesichert sind. Die Studierenden können zwischen eigener Erfahrung und allgemeingültigen Wissens unterscheiden und dieses Wissen reflektiert anwenden. Sie können recherchiertes Wissen reflektiert in einen individuellen Entwicklungsprozess integrieren und das Wissen transferieren.
- Literatur
K. H. E. Kroemer u. H. B. Kroemer, Ergonomics – How to Design for Ease and Efficiency, New Jersey 2002
Holger Luczak, Arbeitswissenschaft, 2.Aufl., Berlin 1998
Wesley E Woodson, Human factors design handbook, information and guidelines for the design of systems, facilities, equipment, and products for human use, New York 1981
Hans-Jörg Bullinger, Ergonomie, Produkt- und Arbeitsplatzgestaltung, Stuttgart 1994
Ulrich Burandt, Ergonomie für Design und Entwicklung, Köln 1978
Stephan C. Amberg, Barbara Groos, Arne Schäffler, Mensch, Körper, Krankheit Anatomie, Physiologie, Krankheitsbilder, Lehrbuch und Atlas für die Berufe im Gesundheitswesen, München 1999
Gui Bonsiepe, Interface, Design neu begreifen, Mannheim 1996
Anja Kiehn u. Ina Titzmann, Typographie interaktiv!, Berlin u. Heidelberg 1998
Anton Stankowski u. Karl Duschek, Visuelle Kommunikation, Berlin 1989
Open Design Now - Why Design cannot remain exclusive, Bas van Abel, BIS, 2011
Universal Design, Oliver Herwig,Birkhäuser, 2008
ToDo - Die neue Rolle der Gestaltung in einer veränderten Welt, Florian Pfeffer, Hermann Schmidt, 2014
- Verwendbarkeit nach Studiengängen
- Industrial Product Design
- Industrial Product Design B.A. (01.09.2024)
- Modulpromotor*in
- Hofmann, Thomas
- Lehrende
- Hofmann, Thomas