Transformative Kompetenzen (II): Kollaboratives Projektmanagement
- Fakultät
Fakultät Wirtschafts- und Sozialwissenschaften (WiSo)
- Version
Version 1 vom 14.11.2025.
- Modulkennung
22M1182
- Niveaustufe
Master
- Unterrichtssprache
Deutsch
- ECTS-Leistungspunkte und Benotung
5.0
- Häufigkeit des Angebots des Moduls
nur Sommersemester
- Dauer des Moduls
1 Semester
- Kurzbeschreibung
Projektmanagement ist einerseits ein altes Thema, andererseits hat es stets aktuelle Relevanz. Im Management, das gilt für den Profitbereich genauso wie für den Nonprofitbereich, gibt es immer wieder Themenstellungen, die gemeinsam mit anderen, die nicht alle am selben Ort sein müssen, meistens über längere Zeiträume zu bewältigen sind. Auch im sozialen Bereich gibt es Teams mit Projektaufgaben. Im Laufe der Zeit haben sich viele Erkenntnisse zum Projektmanagement ergeben, bspw. zu Philosophien und Mindsets, zur Planung, zur Unterstützung mittels Software. Traditionelles Projektmanagement wird von agilem Projektmanagement unterschieden, wobei das Ausmaß der (Selbst-)Steuerung im Projektablauf und die Berücksichtigung von Dynamik unter anderem von Bedeutung sind. Bei komplexen Projekten mit standortübergreifender Zusammenarbeit wird kollaboratives Projektmanagement als zukunftsfähige Methodik genannt. Wesentliches Merkmal des kollaborativen Projektmanagements ist die Dezentralisierung. Größere, komplexe Pläne werden in kleinere, beherrschbare Teilumfänge untergliedert und an Verantwortliche aus unterschiedlichen Fachbereichen und Standorten übergeben. Damit setzt kollaboratives Projektmanagement auf die Eigenverantwortung und Vernetzung aller am Projekt Beteiligten. Die Schnittstellen sind stets im Blick, adäquate Koordination und Abstimmung findet statt. Alle Beteiligten sind vernetzt und durchgehend am Planungs- und Steuerungsprozess beteiligt. Sie tragen somit eine hohe Eigenverantwortung.
- Lehr-Lerninhalte
Praxisorientierte Erkundungen spezifischer Probleme und Herausforderungen des Projektmanagements in verschiedenen Handlungsfeldern. Erlernte Erkenntnisse aus der Literatur werden analysiert und anhand von Praxisbeispielen aufgearbeitet. Möglich ist auch, an eigenen Transformationskonzepten zu arbeiten.
- Gesamtarbeitsaufwand
Der Arbeitsaufwand für das Modul umfasst insgesamt 150 Stunden (siehe auch "ECTS-Leistungspunkte und Benotung").
- Lehr- und Lernformen
Dozentengebundenes Lernen Std. Workload Lehrtyp Mediale Umsetzung Konkretisierung 24 Seminar Präsenz - 6 Übung Präsenz - 10 betreute Kleingruppen Präsenz - 5 individuelle Betreuung Präsenz - Dozentenungebundenes Lernen Std. Workload Lehrtyp Mediale Umsetzung Konkretisierung 50 Literaturstudium - 10 Peer-Feedback - 45 Veranstaltungsvor- und -nachbereitung -
- Weitere Erläuterungen
-
- Benotete Prüfungsleistung
- Klausur oder
- Portfolio-Prüfungsleistung
- Bemerkung zur Prüfungsart
Die Portfolio-Prüfung umfasst insgesamt 100 Punkte und setzt sich aus einer K1 mit 50 Punkten und einem Referat mit 50 Punkten zusammen.
- Prüfungsdauer und Prüfungsumfang
Klausuren: Siehe jeweils gültige Studienordnung
Referat: Max. 45 Minuten mit einer schriftlichen Ausarbeitung von ca. 5-8 Seiten
Die Bedingungen werden in der Lehrveranstaltung konkretisiert.
- Empfohlene Vorkenntnisse
Keine
- Wissensverbreiterung
Die Studierenden kennen die unterschiedlichen Ansätze des Projektsmanagements. Studierende, die dieses Modul erfolgreich studiert haben, können systematisch die wesentlichen Herausforderungen im Projektmanagement identifizieren und mit Praxisbeispielen in Einklang bringen.
- Wissensvertiefung
Die Studierenden diskutieren unterschiedliche Ansätzes des Projektsmanagements. Sie demonstrieren Ihre Fähigkeit, Ansätzes des Projektsmanagements aus anderen Bereichen oder Branchen auf den sozialen Sektor zu übertragen und die Bedeutung des kollaborativen Projektmanagements bei Fragestellungen aus dem sozialen Sektor zu erkennen.
- Wissensverständnis
Studierende analysieren ihre Vorkenntnisse und interpretieren dieses Verständnis auf Basis der Modulinhalte zum Projektmanagement und insbesondere zum kollaborativen Projektmanagement neu. Eigene Schlussfolgerungen werden gezogen.
- Nutzung und Transfer
Die Studierenden integrieren das vorhandene und das neue Wissen, um (kollaboratives) Projektmanagement anwenden zu können.
- Wissenschaftliche Innovation
Studierende erarbeiten selbstständig Einsatzbedingungen und beschäftigen sich mit Limitationen des kollaborativen Projektmanagements auf Basis der vorhandenen Erkenntnisse. Sie können Forschungsfragen hierzu entwerfen inklusive konkreter Wege der Operationalisierung.
- Kommunikation und Kooperation
Das Modul beinhaltet einen intensiven Austausch untereinander und mit Personen aus der Praxis.
- Wissenschaftliches Selbstverständnis / Professionalität
Da viele Grundlagen zum Projektmanagement bzw. zum kollaborativen Projektmanagement im Profitbereich entwickelt wurden und teilweise mit bestimmten Branchen verbunden sind, ist die eigene Fähigkeit zu abstrahieren von Bedeutung. Es ist zu hinterfragen, welche Inhalte in unterschiedliche Kontexte passen und einzuordnen, welche Methoden passen.
- Literatur
Dechange, Andre (2024): Projektmanagement -Schnell erfasst, 2. Auflage, Springer Gabler
Irmisch, Stefan (2022): Erfolgreich Projekte planen und umsetzen, Springer Gabler
- Verwendbarkeit nach Studiengängen
- Soziale Arbeit: Teilhabe zukunftsorientiert gestalten
- Soziale Arbeit: Teilhabe zukunftsorientiert gestalten M.A. (01.09.2026)
- Modulpromotor*in
- Eggers, Sabine
- Lehrende
- Eggers, Sabine