Forschungswerkstatt
- Fakultät
Fakultät Wirtschafts- und Sozialwissenschaften (WiSo)
- Version
Version 1 vom 18.12.2025.
- Modulkennung
22M1181
- Niveaustufe
Master
- Unterrichtssprache
Deutsch
- ECTS-Leistungspunkte und Benotung
5.0
- Häufigkeit des Angebots des Moduls
nur Wintersemester
- Dauer des Moduls
1 Semester
- Kurzbeschreibung
In dem Modul Forschungswerkstatt sollen die Studierenden ihre Erfahrungen mit angewandter Forschung im Rahmen des Masterstudienganges verdichten, wobei alle Phasen des Forschungsprozesses nacheinander systematisch in den Blick genommen werden. Es werden zunächst theoretische Rahmungen und Konzeptionen zu Forschungsfragestellungen sowie methodische Forschungsdesigns entwickelt und gegeneinander abgewogen, bevor die Organisation des Forschungszugangs erarbeitet wird. Die Studierenden erhalten hiermit einen strukturierten Arbeitsrahmen in kleinen Gruppen, der die sich im vierten Semester anschließende Masterarbeit vorbereiten soll.
- Lehr-Lerninhalte
Die Forschungswerkstatt vertieft das bisher erworbene Wissen zur Praxis- und Evaluationsforschung und ermöglicht intensive Lern- und Qualifizierungsprozesse im Bereich der empirischen, angewandten Forschung. Die Studierenden konzipieren unter Anleitung eigene Forschungsprojekte als Beitrag zur Praxisentwicklung in ausgewählten Arbeits- und Handlungsfeldern der Sozialen Arbeit und erproben dabei Vorgehensweisen und Methoden der angewandten Forschung. Die intensive Auseinandersetzung mit der Konzeptualisierung sowie mit multimodalen Forschungsdesigns fördert die selbstständige Bearbeitung sozialarbeitswissenschaftlicher Fragestellungen. Im Rahmen der Forschungswerkstatt können die Studierenden Themen für die Masterarbeit generieren sowie das Forschungsvorgehen konzipieren. Es wird den Studierenden ein Rahmen geboten, in dem sie eigene Fragestellungen entwickeln und einen Forschungszugang organisieren können. Inhaltlich werden folgende Lehrinhalte vermittelt und Kompetenzen ausdifferenziert:
- Systematische Analyse nationaler und internationaler Fachliteratur sowie Ableitung von Forschungsdesideraten (Bereich Projektplanung);
- Inhaltliche Entwicklung von Forschungsprojekten und Erstellen von Exposés / Forschungsanträgen (Bereich Projektakquise);
- Planung und Reflektion der verschiedenen Phasen des Forschungsprozesses (Bereich Projektmanagement);
- Entwicklung interdisziplinärer Perspektiven auf Forschungsthemen (Bereich Netzwerkbildung & Transfer).
- Anwendung qualitativer und quantitativer Methoden der empirischen Sozialforschung (Bereich Projektdurchführung);
- Methodisches Vorgehen bei der Auswertung und Interpretation empirischer Daten einschließlich des Umgangs mit Auswertungssoftware (z.B. SPSS; Bereich Datenanalyse);
- Aufbereitung und Publikation von Forschungsergebnissen in Form von Präsentationen (z.B. Poster, Vortrag) sowie dem Erstellen wissenschaftlicher Beiträge (z.B. Abstract, Artikel, Projektbericht; Bereich Ergebnistransfer);
- Ableitung zukünftiger Forschungsfragen aus den Projektergebnissen (Bereich Projektplanung).
- Gesamtarbeitsaufwand
Der Arbeitsaufwand für das Modul umfasst insgesamt 150 Stunden (siehe auch "ECTS-Leistungspunkte und Benotung").
- Lehr- und Lernformen
Dozentengebundenes Lernen Std. Workload Lehrtyp Mediale Umsetzung Konkretisierung 35 Vorlesung Präsenz - 10 individuelle Betreuung Präsenz - Dozentenungebundenes Lernen Std. Workload Lehrtyp Mediale Umsetzung Konkretisierung 20 Veranstaltungsvor- und -nachbereitung - 50 Literaturstudium - 35 Rezeption sonstiger Medien bzw. Quellen -
- Weitere Erläuterungen
Zusammenarbeit mit Praxiseinrichtungen; Gruppendiskussion; Präsentationen.
- Unbenotete Prüfungsleistung
- Projektbericht (schriftlich) oder
- Projektbericht (mündlich)
- Bemerkung zur Prüfungsart
Es wird eine der drei Prüfungsformen in den ersten Wochen des Semesters ausgewählt und bekannt gegeben.
Die Portfolioprüfung umfasst insgesamt 100 Punkte und setzt sich aus einem Projektbericht, schriftlich (PSC) und einem Projektbericht, mündlich (PMU) zusammen. Der PSC wird mit 50 Punkten und der PMU wird mit 50 Punkten gewichtet.
Die Portfolioprüfung umfasst die Erstellung und Präsentation eines wissenschaftlichen Projektberichtes
Es wird einen Prüfer in allen Prüfungsformen geben.
- Prüfungsdauer und Prüfungsumfang
Projektbericht, mündlich: ca. 30 Minuten
Projektbericht, schriftlich: ca. 10-12 Seiten
Die Anforderungen werden in der jeweiligen Veranstaltung konkretisiert.
- Empfohlene Vorkenntnisse
Erfahrungen aus den Modulen Reallabor I & II
Grundkenntnisse der empirischen Sozialforschung
- Wissensverbreiterung
Die Studierenden können ihr bisher im Studienverlauf erworbenes Wissen zur angewandten Forschung in der Sozialen Arbeit miteinander verknüpfen und lernen die ersten Phasen des Forschungsprozesses (Konzeption, Design, Organisation) kennen, indem sie eigenständig ein Forschungsprojekt durchführen.
- Wissensvertiefung
Die Studierenden vertiefen ihr Wissen in den Bereichen Projektplanung, -akquise, und -management.
Die Studierenden vertiefen ihr Wissen in den Bereichen Projektdurchführung, -auswertung und Praxistransfer.
- Wissensverständnis
Die Studierenden können die methodologischen Prämissen und die "blinden Flecke" ihrer eigenen Forschung krititisch reflektieren.
- Nutzung und Transfer
Die Studierenden sind in der Lage, Forschungsprozesse zu initiieren. Sie können Forschungsdesiderate erkennen, Forschungsprojekte konzipieren, praxisrelevante Fragestellungen entwickeln sowie ein Forschungsdesign entwerfen.
Die Studierenden sind in der Lage, Forschungsprozesse durchzuführen und zu begleiten. Sie können für Forschungsprojekte geeignete Erhebungsinstrumente auswählen, empirische Daten fachgerecht auswerten sowie deren Implikationen für die Praxis erkennen.
- Wissenschaftliche Innovation
Die Studierenden können Forschungsbedarfe im Hinblick auf die Praxisentwicklung in der Sozialen Arbeit und ihrer Nachbargebiete kritisch reflektieren und darüber in einen (inter-) professionellen Diskurs in einem Expertennetzwerk treten.
- Kommunikation und Kooperation
Die Studierenden sind in der Lage, Forschungsbedarfe mündlich oder schriftlich zu präsentieren und dabei zielgruppenspezifische Anforderungen zu berücksichtigen.
- Wissenschaftliches Selbstverständnis / Professionalität
Die Studierenden können den Wert eines forschungsbasierten Zugangs für ihr eigenenes Selbstverständnis, aber auch ihrer Adressat*innen und die Profession Sozialer Arbeit benennen und fachlich begründen.
- Literatur
- Bortz, J. & Döring, N. (2009). Forschungsmethoden und Evaluation. Heidelberg: Springer. Bühl, A. (2016). SPSS 23. Hallbergmoos: Pearson.
- Kotthaus, Jochem (Hrsg.) (2020): FAQ Methoden der empirischen Sozialforschung für die Soziale Arbeit und andere Sozialberufe. Opladen/ Toronto: Verlag Barbara Budrich
- Maykus, S. (Hrsg.) (2010). Praxisforschung in der Kinder- und Jugendhilfe: Theorie, Beispiele und Entwicklungsoptionen eines Forschungsfeldes. 2. Aufl. Wiesbaden: Springer VS.
- Schaffer, H. (2014). Empirische Sozialforschung für die Soziale Arbeit: Eine Einführung. Freiburg: Lambertus.
- Schneider, A. (2016). Forschungsperspektiven in der Sozialen Arbeit. Schwalbach/Ts.: Wochenschau Verlag.
- Schneider, A., Rademaker, A.L., Lenz, A. & Müller-Baron, I. (Hrsg.) (2013). Soziale Arbeit – Forschung – Gesundheit: Forschung: bio-psycho-sozial. Leverkusen: Budrich.
- Töpfer, A. (2012). Erfolgreich Forschen: Ein Leitfaden für Bachelor-, Master-Studierende und Doktoranden, 3. Aufl. Berlin: Springer.
- Verwendbarkeit nach Studiengängen
- Soziale Arbeit: Teilhabe zukunftsorientiert gestalten
- Soziale Arbeit: Teilhabe zukunftsorientiert gestalten M.A. (01.09.2026)
- Modulpromotor*in
- Ley, Thomas
- Lehrende
- Ley, Thomas
- Mohr, Simon