Datengetriebene (KI-)Entwicklung
- Fakultät
Fakultät Ingenieurwissenschaften und Informatik (IuI)
- Version
Version 1 vom 26.02.2026.
- Modulkennung
11M2000
- Niveaustufe
Master
- Unterrichtssprache
Deutsch
- ECTS-Leistungspunkte und Benotung
5.0
- Häufigkeit des Angebots des Moduls
unregelmäßig
- Dauer des Moduls
1 Semester
- Kurzbeschreibung
Die Kompetenz im Umgang mit komplexen, polystrukturierten Daten nimmt in der Elektrotechnik eine zunehmend größere Rolle ein. Gerade in Bezug auf Themen wie Industrie 4.0, Internet of (all) Things, Wearables und Big Data werden Daten erzeugt, die ohne fundierte Kenntnisse im Umgang mit Datenbanken nicht mehr beherrschbar sind. Kenntnisse im fortgeschrittenen Datenmanagement einschl. Big Data sowie deren Analyse mit Künstliche Intelligenz werden häufig als innovationstreibende Kenntnisse angesehen. Aufgrund der Vielzahl der in der Elektrotechnik erfassbaren Daten gilt dies besonders auch in dieser Domäne. Im vorliegenden Modul werden daher die für die Durchführung von KI-Entwicklungen notwendigen Kenntnisse des Datenmanagements vermittelt (Enabler), um darauf aufbauend einen Einstieg in moderne KI-Entwicklung von der Datenerfassung bis zum (Edge-)Deployment zu erhalten.
- Lehr-Lerninhalte
- Einführung in die Künstliche Intelligenz
- Daten und Metadaten
- Datenbankmanagementsysteme (Relational, NoSQL)
- CRUD-Operationen
- Datengetriebene Prozesse und Architekturen (Data Warehousing, KI-Prozessmodelle)
- Fortgeschrittenes Datenmanagement (Big Data, Distributed Ledger, Spatio-Temporal-Databases)
- Datenintegration
- Hypothesennutzende vs. Hypothesengenerierende Datenanalyse
- Klassen von Lernverfahren (unsupervised, supervised, semi-supervised, self-supervised)
- Klassifikation, Clustering und Assoziationsanalyse
- Ausgewählte Algorithmen und Anwendungen
- Deployment von KI-Modellen (z.B. Edge)
- Praktische Übungen
- Anwendungsbeispiele
- Gesamtarbeitsaufwand
Der Arbeitsaufwand für das Modul umfasst insgesamt 150 Stunden (siehe auch "ECTS-Leistungspunkte und Benotung").
- Lehr- und Lernformen
Dozentengebundenes Lernen Std. Workload Lehrtyp Mediale Umsetzung Konkretisierung 15 Vorlesung Präsenz oder Online - 15 betreute Kleingruppen Präsenz oder Online - 15 Seminar Präsenz oder Online - Dozentenungebundenes Lernen Std. Workload Lehrtyp Mediale Umsetzung Konkretisierung 45 Arbeit in Kleingruppen - 45 Erstellung von Prüfungsleistungen - 15 Veranstaltungsvor- und -nachbereitung -
- Benotete Prüfungsleistung
- Hausarbeit oder
- Projektbericht (schriftlich)
- Unbenotete Prüfungsleistung
- experimentelle Arbeit oder
- regelmäßige Teilnahme
- Bemerkung zur Prüfungsart
Die Auswahl der benoteten und unbenoteten Prüfungsarten aus den vorgegebenen Optionen obliegt der jeweiligen Lehrperson. Diese hält sich dabei an die jeweils gültige Studienordnung.
- Prüfungsdauer und Prüfungsumfang
Benotete Prüfungsleistung:
- Hausarbeit: 10-20 Seiten, dazugehörige Erläuterung: ca. 20 Minuten
- Projektbericht (schriftlich): 10-20 Seiten, dazugehörige Erläuterung: ca. 20 Minuten
Unbenotete Prüfungsleistung:
- Experimentelle Arbeit: Experiment: insgesamt ca. 5 Versuche
- Regelmäßige Teilnahme: Anwesenheit von mind. 80% der Veranstaltung
- Empfohlene Vorkenntnisse
Umgang mit Office-Produkten, grundlegende Informatik-Kenntnisse (Bachelorniveau Elektrotechnik), Programmierkenntnisse in einer Programmiersprache, Mathematikkenntnisse (Bachelorniveau)
- Wissensverbreiterung
Studierende, die dieses Fach erfolgreich studiert haben, kennen aktuelle Datenbanktechnologien und deren Anwendungsgebiete. Sie verfügen über vertiefte Kenntnis moderner Datenanalyseprozesse des Machinellen Lernens als Teilbereich der Künstlichen Intelligenz.
- Wissensvertiefung
Die Studierenden verfügen zusätzlich über umfangreiches Spezialwissen über praxisnahe Anwendungen datenintegrierender, speichernder und analysierender Systeme.
- Wissensverständnis
Die Studierenden können geeignete DBMS sowie KI-Algorithmen aufgabenbezogen auswählen und einsetzen.
- Nutzung und Transfer
Die Studierenden sind in der Lage, aktuelle Datenbanktechnologien als Teil komplexer elektrotechnische Projekte einzusetzen und deren Anwendung mit bereits erworbenen Kompetenzen kombinieren. Sie können neue Datenanalysemethoden erlernen und diese in den Kontext verteilter und mobiler Anwendungen einordnen. Sie führen dazu in einem festgelegten Rahmen Forschungs- und Entwicklungsprojekte durch und setzen diese prototypisch um.
- Kommunikation und Kooperation
Die Studierenden können aktuelle Forschungsergebnisse im Rahmen formeller Präsentationen einem Fachpublikum vorzustellen. Sie sind befähigt zur kritischen Fachdiskussion mit Anwendern, Datenbankexperten, Software-Entwicklern und Data Scientists.
- Literatur
Elmasri, Navathe: Grundlagen von Datenbanksystemen (2011) Kleuker: Grundkurs Datenbankentwicklung: Von der Anforderungsanalyse zur komplexen Datenbankanfrage (2016) EMC Education Servcie: Data Science and Big Data Analytics: Discovering, Analyzing, Visualizing and Presenting Data (2015) Kotu, Vijay: Predictive Analytics and Data Mining: Concepts and Practice with RapidMiner (2014) Han, Kamber: Data Mining: Concepts and Techniques (Morgan Kaufmann Series in Data Management Systems) (2911)
- Verwendbarkeit nach Studiengängen
- Fahrzeugtechnik (Master)
- Fahrzeugtechnik M.Sc. (01.09.2025)
- Mechatronic Systems Engineering
- Mechatronic Systems Engineering M.Sc. (01.09.2025)
- Elektrotechnik (Master)
- Elektrotechnik M.Sc. (01.09.2025)
- Modulpromotor*in
- Tapken, Heiko
- Lehrende
- Tapken, Heiko