Compilerbau
- Fakultät
Fakultät Ingenieurwissenschaften und Informatik (IuI)
- Version
Version 1 vom 23.01.2026.
- Modulkennung
11M0662
- Niveaustufe
Master
- Unterrichtssprache
Deutsch
- ECTS-Leistungspunkte und Benotung
5.0
- Häufigkeit des Angebots des Moduls
unregelmäßig
- Dauer des Moduls
1 Semester
- Kurzbeschreibung
Die Konstruktion von Übersetzern (Compilern) ist eine alte und reife, aber immer noch aktuelle Disziplin der Informatik. Sie verbindet wie kaum eine andere Disziplin theoretische, praktische und technische Informatik. Formale Sprachen und Automatentheorie sind ebenso wichtig wie die Architektur der Zielprozessoren und Fragen des Entwurfs eines großen Software-Systems. Compilerbau-Techniken und -Werkzeuge sind auch dann nützlich, wenn man keinen vollständigen Übersetzer entwickeln will - beispielsweise zum Parsen unterschiedlichster Text- und Dateiformate, bei der Programmparallelisierung, -analyse und -optimierung oder bei der Entwicklung domain-spezifischer Sprachen im Software- und Hardware-Bereich.
- Lehr-Lerninhalte
- Grundlagen
- Lexikalische Analyse
- Syntaktische Analyse
- Semantische Analyse
- Zwischencode-Erzeugung
- Code-Generierung
- Weiterführende Themen
- Gesamtarbeitsaufwand
Der Arbeitsaufwand für das Modul umfasst insgesamt 150 Stunden (siehe auch "ECTS-Leistungspunkte und Benotung").
- Lehr- und Lernformen
Dozentengebundenes Lernen Std. Workload Lehrtyp Mediale Umsetzung Konkretisierung 30 Vorlesung - 15 Übung - Dozentenungebundenes Lernen Std. Workload Lehrtyp Mediale Umsetzung Konkretisierung 45 Veranstaltungsvor- und -nachbereitung - 15 Literaturstudium - 30 Prüfungsvorbereitung - 15 Arbeit in Kleingruppen -
- Benotete Prüfungsleistung
- mündliche Prüfung oder
- Klausur oder
- Projektbericht (schriftlich)
- Unbenotete Prüfungsleistung
- experimentelle Arbeit
- Bemerkung zur Prüfungsart
Die Prüfungsform wird vom Dozenten gewählt (Klausur, mündl. Prüfung oder Projektbericht). Für das Praktikum gibt es einen Leistungsnachweis (in Form einer Experimentellen Arbeit).
- Prüfungsdauer und Prüfungsumfang
Benotete Prüfungsleistung
- Projektbericht (schriftlich): ca. 15-20 Seiten ; Erläuterung: ca. 20 Minuten
- mündliche Prüfung: siehe Allgemeiner Teil der Prüfungsordnung
- Klausur: siehe Studienordnung
Unbenotete Prüfungsleistung
- Experimentelle Arbeit: insgesamt ca. 9 Versuche
- Empfohlene Vorkenntnisse
In dem Modul werden Kenntnisse in Programmierung und Software Engineering sowie Grundkenntnisse der Technischen Informatik (Rechnerarchitektur oder Mikrorechnertechnik) vorausgesetzt.
- Wissensverbreiterung
Die Studierenden erhalten in diesem Modul ein breites Wissen über die Konstruktion von Compilern. Sie haben einen Überblick über die gesamte Übersetzung von der lexikalischen Analyse bis zur Codegenerierung.
- Wissensvertiefung
Die Studierenden vertiefen in diesem Modul ihr Wissen über Programmiersprachen, formale Sprachen und Prozessor-Befehlssätze. Sie erhalten ein tiefergehendes Verständnis über die Zusammenhänge zwischen Sprachen (Hochsprachen, Assemblersprachen), Automatentheorie und Compilern.
- Wissensverständnis
Die Studierenden kennen verschiedene Klassen formaler Sprachen und die zugehörigen Verfahren und Algorithmen. Diese können zur Entwicklung von Compilern oder anderen Programmen zur Analyse und Verarbeitung textueller Daten eingesetzt werden.
- Literatur
- A. V. Aho, M. S. Lam, R. Sethi, J. D. Ullman: "Compilers: Principles, Techniques, and Tools", Addison-Wesley Longman, 2nd ed. 2006
- A. W. Appel, M. Ginsburg: "Modern Compiler Implementation in C", Cambridge University Press, 2004
- W. M. Waite, G. Goos: "Compiler Construction", Springer, 1985
- U. Kastens: "Übersetzerbau", Oldenbourg, 1990
- Verwendbarkeit nach Studiengängen
- Informatik
- Informatik M.Sc. (01.09.2025)
- Modulpromotor*in
- Weinhardt, Markus
- Lehrende
- Weinhardt, Markus