Aerodynamik und Flugmechanik

Fakultät

Fakultät Ingenieurwissenschaften und Informatik (IuI)

Version

Version 1 vom 26.02.2026.

Modulkennung

11B2352

Niveaustufe

Bachelor

Unterrichtssprache

Deutsch

ECTS-Leistungspunkte und Benotung

5.0

Häufigkeit des Angebots des Moduls

nur Sommersemester

Dauer des Moduls

1 Semester

 

 

Kurzbeschreibung

Die Aerodynamik beschäftigt sich mit den Strömungsvorgängen bei der Bewegung eines Flächenflugzeuges in der irdischen Atmosphäre und den dabei wirkenden Luftkräften. Die Flugmechanik beschreibt mit Hilfe der Luft-, Triebwerks- und Trägheitskräfte die Leistung, die Stabilität, das Bewegungsverhalten und die Steuerbarkeit eines Luftfahrzeuges. Aerodynamik und Flugmechanik bilden die Grundlage für das Verständnis der Funktion von Luftfahrzeugen. Die Methoden, Gesetze und Phänomene der Aerodynamik und Flugmechanik werden vorgestellt und die Vorgehensweise bei der Auslegung und Nachrechnung von Luftfahrzeugen wird anhand von Beispielen, Rechnerübungen und Laborversuchen geübt.

Lehr-Lerninhalte

Aerodynamik des Tragflügels, des Rumpfes und der Leitwerke bei Unter- und Überschallanströmung. Propelleraerodynamik.

Vereinfachte Bewegungsgleichungen eines Flugzeuges als Starrkörper im Raum. Lösung der Gleichungen für Längs- und Seitenbewegung. Abschätzung der Flugleistungen, Flugeigenschaften, Stabilität und Steuerbarkeit.

Rechnerübungen: Numerische Berechnung der Strömung an Tragflächen und Flugzeugen.

Laborpraktikum: Windkanalmessungen an Tragflächen und Flugzeugen.

Gesamtarbeitsaufwand

Der Arbeitsaufwand für das Modul umfasst insgesamt 150 Stunden (siehe auch "ECTS-Leistungspunkte und Benotung").

Lehr- und Lernformen
Dozentengebundenes Lernen
Std. WorkloadLehrtypMediale UmsetzungKonkretisierung
45VorlesungPräsenz-
15Labor-Aktivität-
Dozentenungebundenes Lernen
Std. WorkloadLehrtypMediale UmsetzungKonkretisierung
40Arbeit in Kleingruppen-
20Hausaufgaben-
30Veranstaltungsvor- und -nachbereitung-
Benotete Prüfungsleistung
  • Klausur
Unbenotete Prüfungsleistung
  • experimentelle Arbeit
Prüfungsdauer und Prüfungsumfang

Benotete Prüfungsleistung

  • Klausur: siehe jeweils gültige Studienordnung

Unbenotete Prüfungsleistung

  • Experimentelle Arbeit: ca. 3 - 4 Versuche

Empfohlene Vorkenntnisse

Mechanik, Fluidmechanik, Thermodynamik, Mathematik (Algebra, Vektorrechnung, Integral- und Differentialrechnung, Numerische Verfahren), Messtechnik

Wissensverbreiterung

Die Studierenden erklären die Gesetze der Aerodynamik und Flugmechanik und beschreiben ihre Anwendungsgebiete.

Wissensvertiefung

Die Studierenden erkennen aktuelle Trends bei Entwicklungen in der Aerodynamik und Flugmechanik und erklären die Hintergründe dafür.

Wissensverständnis

Die Studierenden führen Entwurfsaufgaben und Nachrechnungen sowie Windkanalversuche und numerische Simulationen durch.

Die Studierenden präsentieren zu dem Fachgebiet vor unterschiedlichen Personenkreisen.

Die Studierenden berechnen, konstruieren und betreiben Flugzeuge.

Nutzung und Transfer

Absolventinnen und Absolventen können Wissen und Verstehen auf Tätigkeiten oder Beruf anwenden und Problemlösungen in der Aerodynamik und Flugmechanik erarbeiten oder weiterentwickeln.

Wissenschaftliche Innovation

Die Studierenden können Methoden und Verfahren konzipieren, die geeignet sind, ausgewählte Probleme der Aerodynamik und Flugmechanik systematisch zu bearbeiten und zu lösen.

Kommunikation und Kooperation

Absolventinnen und Absolventen formulieren innerhalb ihres Handelns Problemlösungen in der Aerodynamik und Flugmechanik und können diese im Diskurs mit Fachvertreterinnen und Fachvertretern sowie Fachfremden mit theoretisch und methodisch fundierter Argumentation begründen; sie kommunizieren und kooperieren mit anderen Fachvertreterinnen und Fachvertretern sowie Fachfremden, um eine Aufgabenstellung verantwortungsvoll zu lösen; sie reflektieren und berücksichtigen unterschiedliche Sichtweisen und Interessen anderer Beteiligter.

Wissenschaftliches Selbstverständnis / Professionalität

Absolventinnen und Absolventen entwickeln ein berufliches Selbstbild, das sich an Zielen und Standards professionellen Handelns in vorwiegend außerhalb der Wissenschaft liegenden Berufsfeldern orientiert; sie begründen das eigene berufliche Handeln mit theoretischem und methodischem Wissen; sie können die eigenen Fähigkeiten einschätzen, reflektieren autonom sachbezogene Gestaltungs- und Entscheidungsfreiheiten und nutzen diese unter Anleitung;
erkennen situationsadäquat Rahmenbedingungen beruflichen Handelns und begründen ihre Entscheidungen verantwortungsethisch; sie reflektieren ihr berufliches Handeln kritisch in Bezug auf gesellschaftliche Erwartungen und Folgen.

Literatur

[1] Schlichting, H.; Truckenbrodt, E.: Aerodynamik des Flugzeuges, Band 1 und 2, Springer Verlag.

[2] Bohl, W.; Elmendorf, W.: Technische Strömungslehre. Vogel Verlag.

[3] Böswirth, L.; Bschorer, S.: Technische Strömungslehre. Springer Vieweg Verlag.

[4] Kümmel, W.: Technische Strömungsmechanik. Teubner Verlag.

[5] Sigloch, H.: Technische Fluidmechanik. Springer Vieweg Verlag. [6] Surek, D.; Stempin, S.: Angewandte Strömungsmechanik. Teubner Verlag.

Verwendbarkeit nach Studiengängen

  • Fahrzeugtechnik (Bachelor)
    • Fahrzeugtechnik B.Sc. (01.09.2025)

  • Maschinenbau im Praxisverbund
    • Maschinenbau im Praxisverbund B.Sc. (01.03.2026)

  • Aircraft and Flight Engineering
    • Aircraft and Flight Engineering B.Sc. (01.09.2025)

  • Maschinenbau (Bachelor)
    • Maschinenbau B.Sc. (01.09.2025)

    Modulpromotor*in
    • Schmidt, Ralf-Gunther
    Lehrende
    • Schmidt, Ralf-Gunther