Anlagentechnik in der Bioproduktion
- Fakultät
Fakultät Ingenieurwissenschaften und Informatik (IuI)
- Version
Version 1 vom 23.02.2026.
- Modulkennung
11B2136
- Niveaustufe
Bachelor
- Unterrichtssprache
Deutsch
- ECTS-Leistungspunkte und Benotung
5.0
- Häufigkeit des Angebots des Moduls
nur Wintersemester
- Dauer des Moduls
1 Semester
- Kurzbeschreibung
Die Studierenden lernen die wesentlichen Herausforderungen und deren Lösung bei der Planung von Produktionsanlagen der Food- und Live-Sciences-Industrie kennen. Themenschwerpunkte sind die hier allgemeingültigen Aufgabenstellungen wie Erstellung von Fließschemata, Materialflussanalyse und Ablaufplanung von Batchproduktionen. Wesentlicher Bestandteil der Vorlesung ist die Prozessleittechnik mit den Inhalten Messtechnik, Regelungstechnik und Automation. Weiterhin werden die wichtigsten Ausrüstungsgegenstände vorgestellt und die Auslegung geübt. Dazu zählen Rohrleitungen, Pumpen, Verdichter, Tanks und Mischer.
Neben der technischen Planung stellt die Ermittlung des Herstellpreises sowie die Optimierung des Prozesses hinsichtlich ökonomischer Aspekte einen wichtigen Planungsschritt dar. Der Lerninhalt wird an einem konkreten Projekt erarbeitet.
- Lehr-Lerninhalte
1 Einführung
2 Grundbegriffe der Fabrikplanung (am Beispiel einer Hefefabrik) 2.1 Konzeptplanung 2.2 Fließschemata und Materialflußanalyse
3 Anlagenelemente 3.1 Grundlagen des hygienischen Designs 3.2 Reaktoren und Tanks 3.3 Mess-, Regel- und Prozessleittechnik 3.4 Rohrleitungen, Ventile 3.5 Pumpen, Verdichter
4 Erarbeiten eines PID am Beispiel in Kleingruppen
- Gesamtarbeitsaufwand
Der Arbeitsaufwand für das Modul umfasst insgesamt 150 Stunden (siehe auch "ECTS-Leistungspunkte und Benotung").
- Lehr- und Lernformen
Dozentengebundenes Lernen Std. Workload Lehrtyp Mediale Umsetzung Konkretisierung 52 Vorlesung Präsenz - 8 betreute Kleingruppen Präsenz - Dozentenungebundenes Lernen Std. Workload Lehrtyp Mediale Umsetzung Konkretisierung 30 Veranstaltungsvor- und -nachbereitung - 30 Arbeit in Kleingruppen - 20 Prüfungsvorbereitung - 10 Literaturstudium -
- Benotete Prüfungsleistung
- Klausur oder
- mündliche Prüfung oder
- Referat (mit schriftlicher Ausarbeitung)
- Bemerkung zur Prüfungsart
Standardprüfungsform: Klausur, 2-stündig (alternative Prüfungsform ggf. vom Prüfer auszuwählen und bei Veranstaltungsbeginn bekannt zu geben)
- Prüfungsdauer und Prüfungsumfang
Benotete Prüfungsleistung:
Klausur: siehe jeweils gültige Studienordnung
Mündliche Prüfung: siehe Allgemeiner Teil der Prüfungsordnung
Referat: ca. 15 - 20 Minuten, dazugehörige Ausarbeitung: ca. 8 - 12 Seiten
- Empfohlene Vorkenntnisse
Mathematik, Physik, Grundlagenkenntnisse der Verfahrenstechnik
- Wissensverbreiterung
Die Studierenden haben eine Übersicht über die wesentlichen Aspekte der Planung von Produktionsanlagen der Lebensmittelindustrie.
Sie sind in der Lage geplante Prozesse mittels der grafischen Methoden abzubilden und Alternativen zu diskutieren und zu bewerten.
Die Studierenden kennen die wichtigsten Ausrüstungsgegenstände von biotechnischen Prozessanlagen Sie sind in der Lage Rohrleitungen, Pumpen und Ventile für die gestellte AUfgabe auszuwählen und zu spezifizieren.
- Wissensvertiefung
Die Wissensvertiefung findet in erster Linie durch das Erarbeiten von Aufgaben in Kleingruppen statt. Hier werden Blockschemata und R&I-Schemata erstellt sowie Anlagenelemente ausgelegt. Die Ergebnisse werden präsentiert, erläutert und diskutiert.
- Wissensverständnis
Die Studierenden sind in der Lage, die Herstellung biotechnologischer Produkte in eine Konzept- und Anlagenplanung umzusetzen. Neben der technischen Planung stellt die Ermittlung des Herstellpreises sowie die Optimierung des Prozesses hinsichtlich ökonomischer Aspekte einen wichtigen Planungsschritt dar. Die Studierenden setzen verschiedenen Methoden ein, um wesentliche Aspekte anhand von Beispielen zur Nachhaltigkeit und Sicherheit industrieller Produktion zu bewerten und zu präsentieren.
Die Studierenden können anhand von Prozessbeschreibungen Produktionsprozesse auf die Kernaspekte Nachhaltigkeit und Sicherheit bewerten. Die Studierenden besitzen berufsbezogene Fähigkeiten, um Standardaufgaben im Bereich der technischen Betriebs- und Produktionsleitung systematisch zu analysieren und zu lösen.
- Nutzung und Transfer
keine, da Grundlagenmodul
- Wissenschaftliche Innovation
keine, da Grundlagenmodul
- Wissenschaftliches Selbstverständnis / Professionalität
keine, da Grundlagenmodul
- Literatur
Schwister, K. und Leven, V.: Verfahrenstechnik für Ingenieure, Hanser Verlag, München, 2019
Winter, H.; Prozessleittechnik in Chemieanlagen, Europa Verlag, Haan, 2018
- Verwendbarkeit nach Studiengängen
- Bioverfahrenstechnik in der Lebensmittelindustrie
- Bioverfahrenstechnik in der Lebensmittelindustrie B.Sc. (01.09.2025)
- Modulpromotor*in
- Schmitz, Ulrich
- Lehrende
- Schmitz, Ulrich