Elektrische Maschinen und Antriebe

Fakultät

Fakultät Ingenieurwissenschaften und Informatik (IuI)

Version

Version 1 vom 23.01.2026.

Modulkennung

11B2001

Niveaustufe

Bachelor

Unterrichtssprache

Deutsch

ECTS-Leistungspunkte und Benotung

5.0

Häufigkeit des Angebots des Moduls

nur Sommersemester

Dauer des Moduls

1 Semester

 

 

Kurzbeschreibung

Im Modul "Elektrische Maschinen & Antriebe" lernen die Studierende wie elektrische Maschinen und Antriebe entwickelt und eingesetzt werden. 

Ziel des elektrischen Antriebes ist mechanischen Bewegungsenergie in elektrische Energie (Generator) sowie elektrische Energie in mechanische Energie (Motor) zu wandeln.

Der Elektrische Antriebe ist der klassische Kernbereich der Mechatronik. Zunächst bildet der Elektrische Motor, die ihn speisende Leistungselektronik sowie die Mess-, Regelungs- und Mikroprozessortechnologie die Hardware des Antriebs. Thermische und konstruktive Konzepte ergänzen dies. Die digitale Meßwertaufbereitung, -verarbeitung, Regelungsalgorithmen, Ansteuerverfahren und KI-Methoden bilden die Software des Antriebs. Somit besteht ein klassischer Antrieb aus Maschinenbau, Elektrotechnik und Informatik sprich Mechatronik. 

Die Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten in diesem Bereich weiten sich bedingt durch die Energiewende und die immer leistungsfähigeren Rechnersysteme immer weiter aus und sind eine der wichtigsten gesellschaftlichen Betätigungsfelder für Forscher und Ingenieure. Die meiste regenerative elektrische Energie wird durch elektrische Antriebe gewonnen. Etwa die Hälfte der elektrischen Energie wird in elektrischen Antrieben in mechanische Energie gewandelt. Daraus folgt das Energieeffizienz das große Zukunftsthema der Antriebstechnik ist.

Mithilfe neuer Technologien lassen sich elektrische Antriebssysteme heute etwa um den Faktor 50.000 mal schneller berechnen als noch vor wenigen Jahren damit wird es möglich diese Systeme in Echtzeit zu simulieren und die virtuelle mit der realen Entwicklungswelt bedingt durch die Echtzeitfähigkeit der Methoden zu koppeln. Neue Konzepte, sehr komplexe Optimierungen werden ermöglicht es entstehen hochinnovative neue Produkte, welche in einem breiten Bereich der Lastkollektive eine sehr hohe Effizienz bieten. Die Energiewende wird möglich.  

Lehr-Lerninhalte

  1. Elektromechanische Energiewandler
  2. Gleichstrommotor
  3. Asynchronmotor
  4. Synchronmotor
  5. Simulation elektrischer Maschinen
  6. Zweistufige Stromrichter für Spannungszwischenkreis-Umrichter
  7. Simulation zweistufiger Stromrichter
  8. Regelkonzepte für elektrische Antriebe
  9. Simulation elektrischer Antriebe

Gesamtarbeitsaufwand

Der Arbeitsaufwand für das Modul umfasst insgesamt 150 Stunden (siehe auch "ECTS-Leistungspunkte und Benotung").

Lehr- und Lernformen
Dozentengebundenes Lernen
Std. WorkloadLehrtypMediale UmsetzungKonkretisierung
45VorlesungPräsenz oder Online-
15Labor-AktivitätPräsenz oder Online-
Dozentenungebundenes Lernen
Std. WorkloadLehrtypMediale UmsetzungKonkretisierung
30Veranstaltungsvor- und -nachbereitung-
60Prüfungsvorbereitung-
Benotete Prüfungsleistung
  • Hausarbeit oder
  • Klausur
Unbenotete Prüfungsleistung
  • experimentelle Arbeit
Prüfungsdauer und Prüfungsumfang

Benotete Prüfungsleistung:

Hausarbeit: ca. 15-25 Seiten, ggf. dazugehörige Erläuterung: ca. 15 Minuten

Klausur: siehe jeweils gültige Studienordnung

Unbenotete Prüfungsleistung:

Experimentelle Arbeit:  Experiment: insgesamt ca. 5 Versuche

Empfohlene Vorkenntnisse

Mathematische Grundlagen

Physikalische Grundlagen

Leistungselektronische Bauteile (Si-MOSFET, SI-IGBT, SiC-MOSFET, GaN)

Netzgeführte Stromrichter, Selbstgeführte Stromrichter

Messerfassungen für leistungselektronische Schaltungen

Ansteuerschaltungen für verschiedene Halbleiterschalter und leistungselektronische Topologien

Steuerverfahren für Stromrichter mit Spannungszwischenkreis

Drehzeigermodulation

Stromregelung

Wissensvertiefung

Die in den Grundlagenfächern des Studiengangs vermittelten Wissensfelder werden vertieft und darüber hinaus neue Wissensgebiete erschlossen.

Wissensverständnis

Die Studierenden verstehen die physikalischen und logischen Zusammenhänge von elektrischen Maschinen, Leistungselektronik, Regelungstechnik, Modellierung und Simulation von Antriebssystemen.

Nutzung und Transfer

Die Studierenden sind in der Lage einfache Antriebssysteme zu modellieren und zu simulieren. 

Kommunikation und Kooperation

Die Studierenden kommunizieren und Kooperieren in Gruppen um eine gestellte antriebstechnische Aufgabe zu modellieren, simulieren und bewerten zu können.

Literatur

Dieter Anke, Leistungselektronik, Oldenbourg Verlag 2000Rainer Jäger, Edgar Stein; Leistungselektronik; VDE-Verlag 2013Rainer Jäger, Edgar Stein; Übungen zur Leistungselektronik; VDE-Verlag 2013Felix Jenni / Dieter Wüest, Steuerverfahren für selbstgeführte Stromrichter, Teubner Verlag 1995Uwe Probst, Leistungselektronik für Bachelors, Hanser Fachbuchverlag 2015Joachim Specovius,Grundkurs Leistungselektronik,Vieweg 2017

Fischer, Rolf: Elektrische Maschinen, Carl Hanser Verlag, Auflage:16, 2013
Farschtschi, Ali: Elektromaschinen in Theorie und Praxis, VDE Verlag, Auflage:3, 2016
Kremser, A.: Elektrische Maschinen und Antriebe / Grundlagen, Motoren und Anwendungen, Springer Vieweg; Auflage:4, 2013
Seinsch, H.O.: Grundlagen elektrischer Maschinen und Antriebe, Teubner Verlag, Auflage:3, 1993
Müller, Ponick: Grundlagen elektrischer Maschinen, Wiley-VH Verlag, Auflage:10, 2014

Verwendbarkeit nach Studiengängen

  • Mechatronik
    • Mechatronik B.Sc. (01.09.2025)

    Modulpromotor*in
    • Pfisterer, Hans-Jürgen
    Lehrende
    • Pfisterer, Hans-Jürgen