Elektrotechnisch-physikalische Grundlagen für Technische Informatik

Fakultät

Fakultät Ingenieurwissenschaften und Informatik (IuI)

Version

Version 1 vom 23.01.2026.

Modulkennung

11B1210

Niveaustufe

Bachelor

Unterrichtssprache

Deutsch

ECTS-Leistungspunkte und Benotung

5.0

Häufigkeit des Angebots des Moduls

nur Wintersemester

Dauer des Moduls

1 Semester

 

 

Kurzbeschreibung

Die gesamte heute eingesetzte Informatik-Infrastruktur beruht auf der Nutzung elektronischer Rechenanlagen. Die zugrundeliegende Elektrotechnik stellt eine technische Nutzung physikalischer Gegebenheiten dar. Dabei hängt die Zuverlässigkeit und Lebensdauer technischer Systeme wesentlich von thermischen Effekten ab. Daher wird in der Veranstaltung auch die Wärmelehre als Teilgebiet der Physik behandelt. Studierende, die dieses Modul erfolgreich absolviert haben, kennen die grundlegenden Gesetze der Elektrotechnik einschließlich der Laufzeiteffekte von Signalen auf Leitungen. Ebenso kennen sie die wesentlichen Begriffe der Wärmelehre und deren Bedeutung für die Zuverlässigkeit von informationstechnischen Anlagen. Schließlich kennen die Absolventen dieses Moduls die wichtigsten elektronischen Bauelemente und grundlegende Prinzipien von Sensoren.

Lehr-Lerninhalte

1. Grundgrößen der Physik/Elektrotechnik

2. Kirchhoffsche Gesetze

3. Energie, Leistung, Wirkungsgrad

4. Kapazität und Induktivität

5. Ideale Leitungen

6. Wärmekapazität und -leitung

7. Ausfallraten und Lebensdauer realer Systeme

8. Sensorik

Gesamtarbeitsaufwand

Der Arbeitsaufwand für das Modul umfasst insgesamt 150 Stunden (siehe auch "ECTS-Leistungspunkte und Benotung").

Lehr- und Lernformen
Dozentengebundenes Lernen
Std. WorkloadLehrtypMediale UmsetzungKonkretisierung
30Vorlesung-
15Übung-
15Labor-Aktivität-
Dozentenungebundenes Lernen
Std. WorkloadLehrtypMediale UmsetzungKonkretisierung
30Veranstaltungsvor- und -nachbereitung-
10SonstigesPraktika vorbereiten
30SonstigesVersuchsausarbeitungen erstellen
20Prüfungsvorbereitung-
Benotete Prüfungsleistung
  • Klausur
Unbenotete Prüfungsleistung
  • experimentelle Arbeit
Bemerkung zur Prüfungsart

Klausur: siehe gültige Studienordnung

Experimentelle Arbeit: Versuche

Prüfungsdauer und Prüfungsumfang

Klausur: Siehe gültige Studienordnung

Experimentelle Arbeit: ca. 5 Versuche zu je 90 min

Empfohlene Vorkenntnisse

Mathematische Grundkenntnisse aus der Schulausbildung werden vorausgesetzt.

Wissensverbreiterung

Die Studierenden, die dieses Modul erfolgreich studiert haben, kennen Grundbegriffe der Mechanik und die Grundbegriffe der Elektrotechnik sowie grundlegende Eigenschaften elektrischer Bauelemente und idealer Leitungen. Ebenso verfügen sie über grundlegende Kenntnisse der Wärmelehre und kennen die Auswirkungen von Wärme auf Lebensdauer und Zuverlässigkeit informationstechnischer Systeme. Die erfolgreichen Absolventen des Moduls kennen auch wichtige Sensorprinzipien.

Wissensvertiefung

Die Studierenden können einfache elektrische Netzwerke berechnen. Sie können die Bedeutung von dabei betrachteten Größen wie Energie, Leistung und Wirkungsgrad auf den Ressourcenverbrauch einschätzen. Auch sind sie in der Lage, den Zusammenhang zwischen Komplexität auszuführender Programmoperationen und dem dafür erforderlichen Energieaufwand zu erklären.

Desweiteren können sie Laufzeiteffekte für Signale auf Leitungen in ihrer Bedeutung für Rechnersysteme beurteilen.

Nach erfolgreichem Abschluss des Moduls sind die Studierenden in der Lage, grundlegende Aspekte der Funktion elektrotechnischer Systeme zu beschreiben.

Kommunikation und Kooperation

Die Studierenden, die dieses Modul erfolgreich abgeschlossen haben, können sich mit anderen Studierenden über die von ihnen zu bearbeitenden Fragestellungen austauschen und sie können eine entsprechende Zusammenarbeit untereinander organisieren. Die Ergebnisse ihrer experimentellen Arbeit können sie in einer kurzen Ausarbeitung geeignet zusammenfassen.

Die Studierenden, die dieses Modul erfolgreich abgeschlossen haben, wenden Begriffe im Zusammenhang mit elektrotechnischen Komponenten informationstechnischer Anlagen korrekt an. Sie können Aussagen zur Zuverlässigkeit von Computersystemen in Abhängigkeit von Umgebungsbedingungen treffen. Desweiteren können sie Laufzeiteffekte für Signale auf Leitungen in ihrer Bedeutung für Rechnersysteme beurteilen.

Literatur

K. Lüders: Grundlagen der Physik kurz und knapp, Springer Verlag

W. Stolz: Starthilfe Physik, 4. Auflage, Teubner 2005

J. Rybach: Physik für Bachelors, 3. Auflage, Hanser 2013

T. Harriehausen et al.: Moeller Grundlagen der Elektrotechnik, Springer Vieweg

Lindner et al.: Taschenbuch der Elektrotechnik und Elektronik, Fachbuchverlag Leibzig

Verwendbarkeit nach Studiengängen

  • Informatik - Technische Informatik
    • Informatik - Technische Informatik B.Sc. (01.09.2025)

    Modulpromotor*in
    • Emeis, Norbert
    Lehrende
    • Emeis, Norbert