Qualitätsbeeinflussende Anbau- und Nacherntefaktoren

Fakultät

Agrarwissenschaften und Landschaftsarchitektur

Version

Version 23.0 vom 23.03.2018

Modulkennung

44B0362

Modulname (englisch)

Cultivation and Postharvest Factors Affecting Crop Quality

Studiengänge mit diesem Modul
  • Wirtschaftsingenieurwesen Lebensmittelproduktion (B.Eng.)
  • Wirtschaftsingenieurwesen Agrar/Lebensmittel (B.Eng.)
Niveaustufe

2

Kurzbeschreibung

Die Erzeugung von Nahrungspflanzen und das Handling der Ernteprodukte haben maßgeblichen Einfluss auf die Qualität und Sicherheit von Lebensmitteln. Eine verantwortliche Tätigkeit z.B. im Bereich des Rohstoffeinkaufs oder der Qualitätssicherung in der Lebensmittelindustrie setzt daher vertiefte Kenntnisse zu qualitätsrelevanten Rohstoffparametern und den Möglichkeiten ihrer Beeinflussung voraus. Hierauf aufbauend können Ansätze zur Optimierung der Anbau- und Nachernteprozesse entwickelt und in das stufenübergreifende Qualitätsmanagement der Lebensmittelproduktion implementiert werden.

Lehrinhalte

1 Qualitätskriterien für pflanzliche Lebensmittelrohstoffe
2 Belastung von Lebensmittelrohstoffen mit Kontaminanten
2.1 Schwermetalle (Kontaminationswege, Faktoren, Ansatzpunkte zur Verminderung)
2.2 Radionuklide (Kontaminationswege, Faktoren, Ansatzpunkte zur Verminderung, Fallbeipiele Tschernobyl und Fukushima)
3 Unerwünschte Pflanzeninhaltsstoffe
3.1 Arten und Vorkommen unerwünschter Pflanzeninhaltsstoffe
3.2 Fallbeispiele: Nitrat und Oxalsäure in Gemüse
4 Wertgebende Pflanzeninhaltsstoffe
4.1 Proteine – Fallbeispiele Back- und Braugetreide
4.2 Kohlenhydrate – Fallbeispiele Zuckerrübe und Stärkekartoffel
4.3 Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Inhaltstoffe – Fallbeispiele Gemüse und Obst
5 Schadorganismen als Verursacher von qualitativen Ertragsverlusten
5.1 Viren und Bakterien
5.2 Pilzliche Schaderreger und Mykotoxine
5.3 Tierische Schädlinge
6 Pflanzenschutzverfahren
6.1 Nichtchemischer Pflanzenschutz
6.2 Chemische Pflanzenschutzverfahren
6.3 Pflanzenschutzmittelrückstände
6.4 Auswirkungen des chemischen Pflanzenschutzes auf die Umwelt
6.5 Pflanzenschutz im integrierten und ökologischen Anbau
7 Strategien zur Optimierung der Rohstoffqualität – Fallbeispiel Babynahrung
7.1 Kontrollierter Vertragsanbau
7.2 Verringerung der Rückstandbelastung
7.3 Reduktion der Mykotoxinbelastung
7.4 Minimierung des Schwermetall- und Nitratgehaltes
7.5 Erhöhung des Gehaltes an erwünschten Pflanzeninhaltsstoffen
7.6 Verbesserung von sensorischen Eigenschaften

Lernergebnisse / Kompetenzziele

Wissensverbreiterung
Studierende, die dieses Modul erfolgreich absolviert haben, sind mit den Qualitätskriterien von pflanzlichen Lebensmittelrohstoffen vertraut.
Wissensvertiefung
Studierende, die dieses Modul erfolgreich absolviert haben, verfügen über detailliertes Wissen zum Einfluss von Anbau- und Nacherntemaßnahmen auf die Qualität und Sicherheit von pflanzlichen Lebensmittelrohstoffen.
Können - instrumentale Kompetenz
Studierende, die dieses Modul erfolgreich absolviert haben, sind in der Lage, die Qualität von pflanzlichen Lebensmittelrohstoffen anhand von Analyseergebnissen zu bewerten.
Können - kommunikative Kompetenz
Studierende, die dieses Modul erfolgreich absolviert haben, können wissenschaftlich fundierte Ansätze zur Optimierung der Rohstoffqualität von pflanzlichen Lebensmitteln darstellen und erklären.

Können - systemische Kompetenz
Studierende, die dieses Modul erfolgreich absolviert haben, sind befähigt, Strategien zur Verbesserung der Rohstoffqualität zu entwickeln und in das stufenübergreifende Qualitätsmanagement der Lebensmittelproduktion zu implementieren.

Lehr-/Lernmethoden

Vorlesung mit integrierten Übungen

Empfohlene Vorkenntnisse

Bestandenes Modul "Erzeugung pflanzlicher Rohstoffe"

Modulpromotor

Daum, Diemo

Lehrende
  • Daum, Diemo
  • Neubauer, Christian
Leistungspunkte

5

Lehr-/Lernkonzept
Workload Dozentengebunden
Std. WorkloadLehrtyp
60Vorlesungen
Workload Dozentenungebunden
Std. WorkloadLehrtyp
30Veranstaltungsvor-/-nachbereitung
30Literaturstudium
30Prüfungsvorbereitung
Literatur

Bundesinstitut für Risikobewertung (2010): Aufnahme von Umweltkontaminaten über Lebensmittel.

Diehl, J. F. (2003): Radioaktivität in Lebensmitteln, Wiley-VCH Verlag, Weinheim.

Dirschauer, C. et al. (2009): In Lebensmitteln unerwünscht – Rückstände, Verunreinigungen, Schadstoffe. AID-Heft 1391, AID-Infodienst, Bonn.

Dunkelberg, H. et al. (2007): Handbuch der Lebensmitteltoxikologie, Wiley-VCH Verlag, Weinheim.

Hallmann, J. et al. (2007): Phytomedizin - Grundwissen Bachelor. Ulmer-Verlag, Stuttgart.

Rimbach, G. et al. (2015): Lebensmittel-Warenkunde für Einsteiger, 2. Auflage. Springer Verlag, Berlin.

Springett, M. B. (2001): Raw Ingredient Quality in Processed Foods – The Influence of Agricultural Principles and Practices, Aspen Publishers Inc., Gaithersburg, Maryland.

Prüfungsleistung
  • Klausur 2-stündig
  • Mündliche Prüfung
Bemerkung zur Prüfungsform

Standardprüfungsform: Klausur 2-stündigAuswahl der alternativ angegebenen Prüfungsform wird ggf. von den Prüfern zu Veranstaltungsbeginn bekannt gegeben.

Dauer

1 Semester

Angebotsfrequenz

Nur Sommersemester

Lehrsprache

Deutsch

 

Kontakt

Hochschule Osnabrück
University of Applied Sciences
Albrechtstr. 30
49076 Osnabrück
Telefon: +49 541 969-0
Fax: +49 541 969-2066
E-Mail: webmaster@hs-osnabrueck.de

© 2020 HOCHSCHULE OSNABRÜCK
UNIVERSITY OF APPLIED SCIENCES

Besuchen sie uns

Logo 50 Jahre Hochschulen für Angewandte Wissenschaften