Risikomanagement
- Fakultät
Fakultät Wirtschafts- und Sozialwissenschaften (WiSo)
- Version
Version 1 vom 08.12.2025.
- Modulkennung
22M0145
- Niveaustufe
Master
- Unterrichtssprache
Deutsch
- ECTS-Leistungspunkte und Benotung
5.0
- Häufigkeit des Angebots des Moduls
nur Wintersemester
- Dauer des Moduls
1 Semester
- Kurzbeschreibung
Die Teilnehmer sollen Risiken in Industrie-, Handels- und Dienstleistungsunternehmen erkennen und unter Finanz.- und Controllingaspekten bewerten können. Sie sollen die Wirkungen von Risiken auf Liquidität und das Eigenkapital sowie Maßnahmen zur Risikosteuerung bestimmen und beurteilen lernen. Ferner werden Sie in die Lage versetzt einen Risikomanagementprozess in Unternehmen neu aufzusetzen oder bestehende Prozesse zu evaluieren.
- Lehr-Lerninhalte
(1) Risiko in Produktions- und Dienstleistungsunternehmen, Risikotypen: Absatz, Finanz, Produktions, Organisations-Risiken; Psychologische Aspekte (2) Rechtliche Rahmenbedingunen (3) Risikozyklus-Modell (4) Empirische Risikoforschung (5) Risikoerfassung mit EPKs (6) Finanzrisiken und Finanzinstrumente zur Absicherung von Risiko (6) Risikobewertung über Risk Map (7) Risikokombination (7.1) Varianz-Kovarianz-Ansatz (7.2) MonteCarloSimulation (7.3) RiskManagement mit Excel (7.4) RiskManagementSoftware (8) VaR-Modell und Anwendung auf F/S (8.1) EaR (8.2) CFaR (9) Risiko-Steuerung (10) Risiko-Controlling, Risk-Reporting Entscheidungen unter Risiko, Kategorisierung von Risiken, Risikoidentifikation, Risikomessung und -bewertungsverfahren auch von Risikokombinationen (Simulation), Risikoprofile, Risikopolitik, risikobezogenes Reporting, Software zum Risk Management
- Gesamtarbeitsaufwand
Der Arbeitsaufwand für das Modul umfasst insgesamt 150 Stunden (siehe auch "ECTS-Leistungspunkte und Benotung").
- Lehr- und Lernformen
Dozentengebundenes Lernen Std. Workload Lehrtyp Mediale Umsetzung Konkretisierung 45 Seminar Präsenz - Dozentenungebundenes Lernen Std. Workload Lehrtyp Mediale Umsetzung Konkretisierung 30 Veranstaltungsvor- und -nachbereitung - 30 Prüfungsvorbereitung - 45 Referatsvorbereitung -
- Benotete Prüfungsleistung
- Klausur oder
- Portfolio-Prüfungsleistung oder
- Referat (mit schriftlicher Ausarbeitung)
- Bemerkung zur Prüfungsart
Die Portfolio-Prüfung umfasst insgesamt 100 Punkte und setzt sich zusammen aus einer Klausur (K1) und der schriftlichen Fallstustudie (FSS). Die K1 und die FSS werden jeweils mit 50 Punkten gewichtet.
- Prüfungsdauer und Prüfungsumfang
Klausur: Siehe jeweils gültige Studienordnung
Referat: ca. 20-30 Minuten, dazugehörige Ausarbeitung: ca. 5-10 Seiten
Portfolio-Prüfung:
- Klausur: Siehe jeweils gültige Studienordnug
- Fallstudie, schriftlich: ca. 10 Seiten
Die Anforderungen werden in der jeweiligen Veranstaltung konkretisiert.
- Empfohlene Vorkenntnisse
Bachelor-Kenntnisse in Betriebswirtschaftslehre, insb. im Bereich Finanzen und Controlling
- Wissensverbreiterung
Studierende, die dieses Modul erfolgreich absolviert haben, können Risiken in Unternehmen erkennen und unter Controlling- und Finanzaspekten bewerten. Ferner werden Sie in die Lage versetzt einen Risikomanagementprozess in Unternehmen neu aufzusetzen oder bestehende Prozesse zu evaluieren.
- Wissensvertiefung
Die Unternehmenssteuerung wird aus dem Blickwinkel des Risikoaspektes im Spannungsfeld zur Rentabilität und auch Liquidität tiefergehend analysiert und Tools zur besseren Entscheidungsfindung erlernt, analysiert und angewendet.
- Wissensverständnis
Die Studierenden werden in die Lage versetzt die Ergebnisse der eigenen Risikomessung und Bewertung oder von Dritten einschätzen, zu hinterfragen und das eigene Tun zu reflektieren.
- Nutzung und Transfer
Die Studierenden können nach Abschluss des Moduls eigene Risiken und Risiken im Unternehemsumfeld einschätzen, bewerten und Handlungskonsequenzen ableiten.
- Wissenschaftliche Innovation
Risikoentstehung, -bewertung und -bewältigung sind dynamische Prozesse. Unternehmen müssen ihre Prozesse regelmäßig hinterfragen und anpassen auf gepolitische Änderungen oder Herausforderungen im Wertschöpfungsprozess. Hier gilt es regelmäßig neue Hypothesen für ein verbessertes Risikomanagement aufzustellen und zu testen.
- Kommunikation und Kooperation
Die für viele unternehmensinterne und für -extern Stakeholder oft abstrakten Risikobegriffe wie Value-at-Risk oder Monte-Carlo-Simulation müssen adressatenadäquat kommuniziert und eingeordnet werden.
- Wissenschaftliches Selbstverständnis / Professionalität
Studierenden werden in die Lage versetzt Ergebnisse von Risikomanagementprozessen Dritter kritisch zu reflektieren. Vor dem Hintergrund verdichteter Kennzahlen und automatisierter Prozesse gewinnt dies noch an Bedeutung.
- Literatur
Gleißner, Grundlagen des Risikomanagements, Hull: Risikomanagement: Banken, Versicherungen und andere Finanzinstitutionen (2016), Zantrow/Dinauer et al.: Finanzwirtschaft des Unternehmens: Die Grundlagen des modernen Finanzmanagements (2016); Romeike/Hager: Erfolgsfaktor Risiko-Management 4.0: Methoden, Beispiele, Checklisten Praxishandbuch für Industrie und Handel (2020)
- Verwendbarkeit nach Studiengängen
- Controlling und Finanzen
- Controlling und Finanzen M.Sc. (01.09.2026)
- Modulpromotor*in
- Arnsfeld, Torsten
- Lehrende
- Arnsfeld, Torsten
- Lepelmeier, Dirk