Zivilgesellschaft konkret in der digitalen Zukunft: Engagement, Partizipation und demokratisches Handeln
- Fakultät
Fakultät Wirtschafts- und Sozialwissenschaften (WiSo)
- Version
Version 2 vom 24.04.2025.
- Modulkennung
22B1857
- Niveaustufe
Bachelor
- Unterrichtssprache
Deutsch
- ECTS-Leistungspunkte und Benotung
5.0
- Häufigkeit des Angebots des Moduls
nur Wintersemester
- Dauer des Moduls
1 Semester
- Kurzbeschreibung
“Engagement managen, Gemeinwohl stärken!” lautet das Motto für den Studiengang „Öffentliches Management“. Um dem gerecht zu werden, ist es unerlässlich, dass die Studierenden selbst Erfahrungen mit freiwilligem Engagement gemacht haben oder mindestens, die Erfahrungen freiwillig Engagierter kennen. Das Modul bietet deshalb die Gelegenheit, sich selbst im Engagement für andere auszuprobieren oder kleine Studien zum freiwilligen Engagement durchzuführen. Die Relexion der Praxiserfahrung und/oder der Auswertung von Studienergebnissen soll dazu beitragen, eigene Werte für das spätere berufliche Handeln aber auch für das eigene Engagement im Sinne des Gemeinwohls auszuprägen. Dabei berücksichtigen die Studierenden insbesondere auch digitale Konzepte für zivilgesellschaftliches Engagement, die für Zukunftsfähigkeit von Engagement, Partizipation und demokratisches Handeln sorgen.
- Lehr-Lerninhalte
Das Modul bietet die Auswahl von zwei Optionen: den „Service Track“ oder den „Theorie Track“. Kernelement des Moduls ist der „Service Track“, bei dem die Studierenden in Zusammenarbeit mit Osnabrücker Einrichtungen ein Semester lang in freiwilligem Engagement Aufgaben wahrnehmen, die dem Allgemeinwohl dienen. Die Lerneffekte entstehen vor allen Dingen durch die praktischen Tätigkeiten selbst und ihre anschließende Reflexion. Eine allgemeine Vorbereitung in Form eines Workshops baut auf den Lehrinhalten der Module „Einführung in die Politik- und Sozialwissenschaften“ sowie „Praxis der Politik- und Sozialwissenschaften“ auf und führt inhaltlich in das Thema ein. Sie definiert zudem die Grundlagen der abschließenden Reflexion.
Studierenden wählen eine Praxiseinrichtung, in der sie einmal pro Woche einige Stunde tätig sind. In einem Workshop am Semesterende findet die Reflexion dieser Praxiszeit statt. Dabei verfolgen Lehrende und Studierende gemeinsam das Ziel, die Erfahrungen im Sinne der Persönlichkeitsbildung festzuhalten, zu diskutieren und zu reflektieren. Die Reflexion ist obligatorischer Teil der Prüfungsform „Praxisbericht“.
Hinweis: Um die Freiwilligkeit der zu leistenden Arbeit zu bewahren, ist das Modul binnendifferenziert. Die Studierenden müssen zum Ende des 2. Fachsemesters mitteilen, ob sie den „Service Track“ mit praktischer, ehrenamtlicher Arbeit verfolgen möchten, oder den „Theorie Track“, bei dem sie sich eher theoretisch – z.B. in Form von Befragungen oder Literaturarbeit – mit dem Thema „Ehrenamt“ bzw. „zivilgesellschaftlichem Engagement / Freiwilligenarbeit" befassen möchten.Kerninhalte:
- Sozialwissenschaftliche und historische Kenntnisse zum freiwilligen Engagement in Deutschland
- Bedeutung von freiwilligem Engagement für Demokratie und Zivilgesellschaft (Makro-, Meso- und Mikro-Ebene inkl. individuelle und gesellschaftliche Wertebildung)
- Sozial- und verhaltenswissenschaftliche Erkenntnisse zur Motivation zu freiwilligem Engagement
- Basiskenntnisse und Kriterien-Entwicklung für die Praxisreflexion (Service-Track) und die Analyse von sozialwissenschaftlichen Studien (Theorie-Track) inkl. Grundlagen zur qualitativen Forschung.
- Gesamtarbeitsaufwand
Der Arbeitsaufwand für das Modul umfasst insgesamt 150 Stunden (siehe auch "ECTS-Leistungspunkte und Benotung").
- Lehr- und Lernformen
Dozentengebundenes Lernen Std. Workload Lehrtyp Mediale Umsetzung Konkretisierung 60 Praxisprojekt Präsenz - Dozentenungebundenes Lernen Std. Workload Lehrtyp Mediale Umsetzung Konkretisierung 90 Veranstaltungsvor- und -nachbereitung -
- Benotete Prüfungsleistung
- Projektbericht (schriftlich) oder
- Projektbericht (medial)
- Prüfungsdauer und Prüfungsumfang
Projektbericht, schriftlich: ca. 10 Seiten, exklusive Anhang
Projektbericht, medial: ca. 30 Minuten
Die Anforderungen werden in der jeweiligen Veranstaltung konkretisiert.
- Empfohlene Vorkenntnisse
Module "Einführung in die Politik- und Sozialwissenschaften" und "Praxis der Politik- und Sozialwissenschaften"
- Wissensverbreiterung
Die Studierenden kennen die jüngsten Forschungsergebnisse zum gesellschaftlichen Engagement in Deutschland. Die Studierenden kennen die gesellschaftliche Dynamik, die die Motivlagen für freiwilliges Engagement bestimmt. Sie sind sich der Bedeutung von digitalen Innovationen bewusst, die auf diesen gesellschaftlichen Sektor Einfluss nehmen.
- Wissensvertiefung
Die Studierenden können die Bedeutung freiwilligen Engagements für das Gemeinwohl einschätzen. Die Studierenden können die Werthaltungen benennen, die freiwilliges Engagement leiten.
- Wissensverständnis
Die Studierenden sind in der Lage, die mit Leid einhergehenden und Leid verursachenden Werteinstellungen in der Gesellschaft kritisch zu reflektieren. Die Studierenden kennen die institutionellen Bedingungen, die freiwilliges Engagement fördern, und können daraus Schlüsse für das Management von Engagement ziehen.
- Nutzung und Transfer
Die Studierenden kennen ihre persönlichen Möglichkeiten und Grenzen des Dienstes am Mitmenschen. Die Studierenden entwickeln die Bereitschaft zu eigenem gesellschaftlichen Engagement.
- Kommunikation und Kooperation
Die Studierenden sind in der Lage, anderen Menschen mit Empathie zu begegnen. Die Studierenden versuchen, hilfsbedürftige Menschen in der Wiederherstellung oder Aufrechterhalten ihrer Handlungsmöglichkeiten zu unterstützen.
- Literatur
aktuelle Berichte und Reporte / Studien zu zivilgesellschaftlichem Engagement, Freiwilligenarbeit etc.
- Verwendbarkeit nach Studiengängen
- Öffentliches Management
- Öffentliches Management, B.A. (01.09.2024)
- Modulpromotor*in
- Loer, Kathrin
- Lehrende
- Loer, Kathrin