Umweltchemie und -analytik

Fakultät

Fakultät Ingenieurwissenschaften und Informatik (IuI)

Version

Version 1 vom 07.01.2026.

Modulkennung

11B2143

Niveaustufe

Bachelor

Unterrichtssprache

Deutsch

ECTS-Leistungspunkte und Benotung

5.0

Häufigkeit des Angebots des Moduls

nur Sommersemester

Dauer des Moduls

1 Semester

 

 

Kurzbeschreibung

Ziel der Umwelttechnik ist die Planung, der Bau und der Betrieb von umwelttechnischen Anlagen zur Vermeidung von Umweltbelastungen. Grundlage hierfür sind u.a. Kenntnisse in den Bereichen der Umweltchemie und der Umweltanalytik. In dieser Lehrveranstaltung wird ein umfassendes Grundlagenwissen der Umweltchemie und –analytik vermittelt. Im Themenbereich Umweltchemie wird auf die in den Umweltkompartimenten Wasser, Boden und Luft ablaufenden Prozesse eingegangen und die Eigenschaften ausgewählter Chemikalien sowie deren Wirkung auf die Kompartimente Wasser, Boden, und Luft vorgestellt. Im Themenbereich Umweltanalytik werden ausgewählte analytische Verfahren, die für die Charakterisierung der Kompartimente Wasser, Luft und Boden sowie für die Überprüfung gesetzlich vorgeschriebener Grenzwerte geeignet sind, behandelt. Weiterhin wird auf das Konzept genormter Analysenverfahren sowie auf die Problematik der repräsentativen Probennahme und Probenaufbereitung eingegangen. Die Auswertung von und Bewertung von Analysenergebnisse wird anhand von Beispielen geübt.

Lehr-Lerninhalte

1 Chemie der Umweltkompartimente Wasser, Boden, Luft

2 Eigenschaften ausgewählter Chemikalien und deren Wirkung auf die Kompartimente

3 Grundlagen der Umweltanalytik (Probennahme, Probenaufbereitung, analytische Verfahren zur Charakterisierung der Umweltkompartimente)

4 Laborübungen

Gesamtarbeitsaufwand

Der Arbeitsaufwand für das Modul umfasst insgesamt 150 Stunden (siehe auch "ECTS-Leistungspunkte und Benotung").

Lehr- und Lernformen
Dozentengebundenes Lernen
Std. WorkloadLehrtypMediale UmsetzungKonkretisierung
45VorlesungPräsenz-
15Labor-AktivitätPräsenz-
Dozentenungebundenes Lernen
Std. WorkloadLehrtypMediale UmsetzungKonkretisierung
70Veranstaltungsvor- und -nachbereitung-
20Referatsvorbereitung-
Benotete Prüfungsleistung
  • Klausur oder
  • mündliche Prüfung oder
  • Hausarbeit
Unbenotete Prüfungsleistung
  • experimentelle Arbeit
Bemerkung zur Prüfungsart

Die Wahl der Prüfungsart aus den vorgegebenen Optionen obliegt den jeweils Prüfenden. 
Die Wahl der Prüfungsart wird den Studierenden zu Semesterbeginn mitgeteilt.

Prüfungsdauer und Prüfungsumfang

Benotete Prüfungsleistung
- Klausur: siehe jeweils gültige Studienordnung
- mündliche Prüfung: siehe jeweils gültigen Allgemeinen Teil der Prüfungsordnung (ATPO)
- Hausarbeit: ca. 10 Seiten

Unbenotete Prüfungsleistung
- experimentelle Arbeit: 2-4 Versuche

Empfohlene Vorkenntnisse

In diesem Modul werden Kenntnisse der Mathematik, der Bilanzierung, der Chemie und Thermodynamik vorausgesetzt.

Wissensverbreiterung

Die Studierenden, die dieses Modul erfolgreich studiert haben, verfügen über umfassende Grundlagenkenntnisse in den Bereichen Umweltchemie und –analytik. Sie kennen die Prozesse, die in den Kompartimenten Wasser, Boden und Luft ablaufen, sowie die Eigenschaften wichtiger Umweltschadstoffe und deren Einfluss auf die Kompartimente. Die Studierenden sind informiert über die wesentlichen Verfahren der Umweltanalytik, der Wichtigkeit einer repräsentativen Probennahme und  Probenaufbereitung.

Wissensvertiefung

Die Studierenden können die Wirkung von relevanten Schadstoffen auf die Kompartimente Wasser, Boden und Luft sowie die Eignung umweltanalytische Verfahren zur Bestimmung dieser Schadstoffen unter Berücksichtigung analytischer Normvorschriften erklären.

Wissensverständnis

Die Studierenden kennen die wichtigsten chemischen Prozesse, die in den Umweltkompartimenten ablaufen, und sind in der Lage, den Einfluss von Schadstoffen zu bewerten. Sie sind vertraut mit umweltanalytischen Messverfahren und den ihnen zugrunde liegenden physikochemischen Prinzipien. Sie sind in der Lage, Analyseergebnisse kritisch zu beurteilen.

Nutzung und Transfer

Die Studierenden können die durch Schadstoffe bedingten Umweltbelastungen bewerten und sind in der Lage, auf der Basis von Normvorschriften und gesetzlichen Vorgaben, Verfahren der Umweltanalytik als Instrument zur objektiven Bewertung von Umweltzuständen auszuwählen.

Wissenschaftliche Innovation

Die Studierenden können an Projekten zur Entwicklung neuer Verfahren zur Analyse von umweltrelevantenten Stoffen beitragen.

Kommunikation und Kooperation

Die Studierenden können Problemlösung zu ausgewählten Fragestellungen entwickeln und können diese im Diskurs mit Fachvertreterinnen und Fachvertretern sowie Fachfremden mit theoretisch und methodisch fundierter Argumentation begründen.

Wissenschaftliches Selbstverständnis / Professionalität

Die Stdierenden können neuartige oder weiter entwickelte Methoden zur Erfassung und zur Analyse von Umweltchemikalien verstehen und anwenden.

Literatur

Koß, V. (1997): Umweltchemie, Springer-Verlag, Berlin Heidelberg

Bliefert, C. (2002):  Umweltchemie, 3. Auflage, Wiley-VCH, Weinheim

Marr, I., Cresser, M., Ottendorfer (1988): Umweltanalytik – Eine allgemeine Einführung, Georg Thieme Verlag, Stuttgart, New York

Verwendbarkeit nach Studiengängen

  • Bioverfahrenstechnik in der Lebensmittelindustrie
    • Bioverfahrenstechnik in der Lebensmittelindustrie B.Sc. (01.09.2025)

  • Energie-, Umwelt- und Verfahrenstechnik
    • Energie-, Umwelt- und Verfahrenstechnik B.Sc. (01.09.2025)

    Modulpromotor*in
    • Frieling, Petra
    Weitere Lehrende

    N.N.