Chemische Verfahrenstechnik
- Fakultät
Fakultät Ingenieurwissenschaften und Informatik (IuI)
- Version
Version 1 vom 04.02.2026.
- Modulkennung
11B2139
- Niveaustufe
Bachelor
- Unterrichtssprache
Deutsch
- ECTS-Leistungspunkte und Benotung
5.0
- Häufigkeit des Angebots des Moduls
nur Sommersemester
- Dauer des Moduls
1 Semester
- Kurzbeschreibung
Die Chemische Verfahrenstechnik beschäftigt sich mit der Durchführung chemischer Reaktionen im technischen Maßstab sowie mit der Berechnung und Auslegung der dafür erforderlichen Reaktoren. Sie stellt damit das Bindeglied zwischen der Chemie und den Ingenieurwissenschaften dar. In dieser Lehrveranstaltung werden, aufbauend auf der Stöchiometrie, der Thermodynamik und der Kinetik chemischer Reaktionen, die Idealreaktoren vorgestellt und die Unterscheidungsmerkmale vermittelt. Des Weiteren wird auf die Verweilzeitverteilung sowie auf Modelle zur Beschreibung von Realreaktoren eingegangen.
- Lehr-Lerninhalte
1. Einführung in die Grundbegriffe der chemischen Verfahrenstechnik
2. Grundlagen chemischer Reaktionen (Stöchiometrie, Thermodynamik, Kinetik)
3. Modellierung idealer Reaktoren unter deren Verschaltung bei isothermer Betriebsweise
4. Modellierung idealer Reaktoren bei nicht-isothermer Betriebsweise
5. Grundlagen zur experimentelle Bestimmung der Verweilzeit
6. Verweilzeitverhalten von idealen und realen Reaktoren
7. Vorstellung von Modellen zur Beschreibung realer Reaktoren
8. Laborübungen
- Gesamtarbeitsaufwand
Der Arbeitsaufwand für das Modul umfasst insgesamt 150 Stunden (siehe auch "ECTS-Leistungspunkte und Benotung").
- Lehr- und Lernformen
Dozentengebundenes Lernen Std. Workload Lehrtyp Mediale Umsetzung Konkretisierung 45 Vorlesung Präsenz - 15 Labor-Aktivität Präsenz - Dozentenungebundenes Lernen Std. Workload Lehrtyp Mediale Umsetzung Konkretisierung 50 Veranstaltungsvor- und -nachbereitung - 20 Prüfungsvorbereitung - 20 Erstellung von Prüfungsleistungen -
- Benotete Prüfungsleistung
- Klausur oder
- mündliche Prüfung
- Unbenotete Prüfungsleistung
- experimentelle Arbeit
- Bemerkung zur Prüfungsart
Die Wahl der Prüfungsart aus den vorgegebenen Optionen obliegt den jeweils Prüfenden.
Die Wahl der Prüfungsart wird den Studierenden zu Semesterbeginn mitgeteilt.
- Prüfungsdauer und Prüfungsumfang
Benotete Prüfungsleistung:
- Klausur: siehe jeweils gültige Studienordnung
- Mündliche Prüfung: siehe jeweils gültigen Allgemeinen Teil der PrüfungsordnungUnbenotete Prüfungsleistung:
- Experimentelle Arbeit: ca. 2-4 Versuche
- Empfohlene Vorkenntnisse
In diesem Modul werden Kenntnisse der Mathematik, Chemie, Bilanzierung und der Thermodynamik vorausgesetzt.
- Wissensverbreiterung
Die Studierenden der Hochschule Osnabrück, die dieses Modul erfolgreich studiert haben, kennen die technisch wichtigen Reaktortypen für die Umsetzung einfacher Reaktionssysteme und können auf Grundlage der Eigenschaften einer chemischen Reaktion und unter Berücksichtigung von Stoff- und Energiebilanzen Idealreaktoren sowohl einzeln als auch in verschiedenen Verschaltungen bilanzieren und sind in der Lage, für einfache Parallel- und Folgeraktionen den am besten geeigneten Reaktor auswählen und die optimalen Betriebsbedingungen des Reaktors zu berechnen. Sie können experimentelle Daten einer einfachen Reaktion und zur Verweilzeitmessung auswerten und auf die Modelle zur Beschreibung idealer und realer Reaktoren übertragen.
- Wissensvertiefung
Die Studierenden sind in der Lage, die grundlegende Vorgehensweise sowohl zur Auswahl als auch zur Berechnung der Betriebsparameter chemischer Reaktoren zu erklären.
- Wissensverständnis
Die Studierenden können Ergebnisse von Laborversuchen auf Basis der theoretisch vermittelten Kenntnisse reflektieren und im Hinblick auf eine definierte Fragestellung bewerten.
- Nutzung und Transfer
Die Studierenden können das erlente Grundlagenwissen auf betrieblich durchgeführte Prozesse übertragen und dieses Wissen sowohl für den Betrieb als auch für die Optimierung der eingesetzten Reaktoren anwenden.
- Wissenschaftliche Innovation
Die Studierenden können neuartige oder weiterentwickelte Prozesse aus dem Bereich der chemischen Verfahrenstechnik analysieren und optimieren.
- Kommunikation und Kooperation
Die Studierenden können auf kompetente Weise mit Vertretern unterschiedlicher Fachrichtungen kommunizieren und diese informieren.
- Wissenschaftliches Selbstverständnis / Professionalität
Die Studierenden werden aufgrund der Vorlesungsinhalte und der Laborversuche in die Lage versetzt, die Ergebnisse durchgeführter Versuche zu analysieren und zu reflektieren.
- Literatur
Skript zur Vorlesung
Levenspiel, O. (1999): Chemical Reaction Engineering, 3. Auflage, Wiley & Sons Inc., New York
Baerns, M.; Behr, A.; Brehm, A.; Gmehling, J.; Hinrichsen, K.; Hofmann, H.; Renken, A.; Onken, U.; Pallovits,R. (2013): Technische Chemie, 2. Auflage, Wiley-VCH, Weinheim
Fitzer, E.; Fritz, W. (2013): Technische Chemie: Einführung in die chemische Reaktionstechnik; 3. Auflage, Springer Verlag, Berlin
Müller-Erlwein E. (1992): Chemische Reaktionstechnik, B. Teubner Verlag, Stuttgart
Hagen, J. (2004): Chemiereaktoren: Auslegung und Simulation, Wiley-VCH, Weinheim
- Verwendbarkeit nach Studiengängen
- Bioverfahrenstechnik in der Lebensmittelindustrie
- Bioverfahrenstechnik in der Lebensmittelindustrie B.Sc. (01.09.2025)
- Energie-, Umwelt- und Verfahrenstechnik
- Energie-, Umwelt- und Verfahrenstechnik B.Sc. (01.09.2025)
- Modulpromotor*in
- Frieling, Petra
- Lehrende
- Frieling, Petra