Chemie für Energie-, Umwelt- und Verfahrenstechnik

Fakultät

Fakultät Ingenieurwissenschaften und Informatik (IuI)

Version

Version 1 vom 06.01.2026.

Modulkennung

11B1110

Niveaustufe

Bachelor

Unterrichtssprache

Deutsch

ECTS-Leistungspunkte und Benotung

5.0

Häufigkeit des Angebots des Moduls

nur Sommersemester

Weitere Hinweise zur Frequenz

The module "Chemistry for Energy, Enviromental and Process Engineering" is only offered in the summer semester.

Dauer des Moduls

1 Semester

 

 

Kurzbeschreibung

Eine Vielzahl industriell durchgeführter Prozesse dient der Herstellung chemischer Produkte. Für ein Verständnis dieser Verfahren sind Kenntnisse über die chemischen Eigenschaften der Edukte und Produkte sowie über die für die Qualitätssicherung eingesetzten Analysenverfahren erforderlich. In dieser Lehrveranstaltung werden die Grundlagen der analytischen Chemie und die Grundlagen der anorganischen Chemie vermittelt. Ausgewählte, industriell durchgeführte Verfahren werden vorgestellt.

Lehr-Lerninhalte

Vorlesung

  1. Grundlagen der Analaytischen Chemie
  2. Nasschemische Analyseverfahren
  3. Trennverfahren in der Analytischen chemie
  4. Instrumentelle Analyseverfahren
  5. Grundlagen der Anorganischen Chemie
  6. Technische Herstellung von Metallen
  7. Chemie der Hauptgruppenelemente, Vorstellung von ausgewählten industriell durchgeführten Prozessen
  8. Chemie ausgewählter Übergangsmetalle

Praktikum

  • Gravimetrie, Redoxtitration, komplexometrische Titration
  • Ionenaustauscherverfahren (Bestimmung der Wasserhärte)
  • Adsorption von Essigsäure an Aktivkohle
  • Photometrische Analyse einer Eisensalzlösung
  • Synthese von Essigsäureethylester, Aufbereitung und Analyse des Reaktionsgemisches

Gesamtarbeitsaufwand

Der Arbeitsaufwand für das Modul umfasst insgesamt 150 Stunden (siehe auch "ECTS-Leistungspunkte und Benotung").

Lehr- und Lernformen
Dozentengebundenes Lernen
Std. WorkloadLehrtypMediale UmsetzungKonkretisierung
30VorlesungPräsenz-
30Labor-AktivitätPräsenz-
Dozentenungebundenes Lernen
Std. WorkloadLehrtypMediale UmsetzungKonkretisierung
50Veranstaltungsvor- und -nachbereitung-
40Rezeption sonstiger Medien bzw. Quellen-
Weitere Erläuterungen

Das Modul umfasst einen theoretischen und einen praktischen Teil. Im Praktikum sind Versuche durchzuführen und die Ergebnisse im Rahmen eines Laborjournals zu dokumentieren und zu bewerten.

Benotete Prüfungsleistung
  • Klausur oder
  • mündliche Prüfung
Unbenotete Prüfungsleistung
  • experimentelle Arbeit
Bemerkung zur Prüfungsart

Die Wahl der Prüfungsart aus den vorgegebenen Optionen obliegt den jeweils Prüfenden. 
Die Wahl der Prüfungsart wird den Studierenden zu Semesterbeginn mitgeteilt.

Die für dieses Modul zu erbingenden Leistungen umfassen sowohl eine 2-stündige Klausur als auch die erfolgreiche Teilnahme an den experimentellen Arbeiten. In Ausnahmefällen kann auch alternativ eine mündliche Prüfung zu der 2-stündigen Klausur angesetzt werden. Durchgeführte Laborübungen sind in Form eines Laborhandbuches zu dokumentieren und auszuwerten.

Prüfungsdauer und Prüfungsumfang

Benotete Prüfungsleistung
- Klausur: siehe jeweils gültigen Studienordnung
- mündliche Prüfung: siehe jeweils gültigen Allgemeinen Teil der Prüfungsordnung

Unbenotete Prüfungsleistung
- experimentelle Arbeit: ca. 4-5 Versuche mit Laborhandbuch

Empfohlene Vorkenntnisse

In diesem Modul werden grundlegende Kenntnisse der Chemie vorausgesetzt, wie sie in den Einführungsmodulen erworben werden. Insbesondere ist ein Basiswissen zur Stöchiometrie erforderlich.

Wissensverbreiterung

Die Studierenden, die dieses Modul an der Hochschule Osnabrück erfolgreich studiert haben, sind mit den Grundlagen der Anorganischen und der Analytischen Chemie vertraut. Sie besitzen Kenntnisse über die Eigenschaften wichtiger Elemente und deren Verbindungen sowie über deren Bedeutung in Industrie, Technik und Umwelt. Sie verfügen über Kenntnisse der nasschemischen und instrumentellen Analytik.

Wissensvertiefung

Die Studierenden sind in Lage, Zusammenhänge zwischen Stoffeigenschaften und Reaktivität herstellen. Sie sind mit einfachen analytischen Verfahren vertraut und können Analysenergebnisse wissenschaftlich darstellen, auswerten und dokumentieren.

Wissensverständnis

Die Studierenden sind in der Lage, selbstständig einfache analytische Bestimmungen im Labor praktisch durchzuführen und die Ergebnisse zu bewerten. Sie können Informationen zu den Eigenschaften von Elementen und anorganischen Verbindungen recherchieren und hinterfragen.

Nutzung und Transfer

Die Studierenden kennen die Grundlagen einfacher, in Analysenlaboratorien eingesetzter Verfahren und sind in der Lage, entsprechende Analysenergebnisse zu bewerten. Darüber hinaus sind sie in der Lage, für eine einfache analytische Fragestellung eine geeignete analytische Methode auszuwählen.

Kommunikation und Kooperation

Die Studierenden können mit Vertretern anderer Disziplinen, u.a. aus dem Bereich der Chemie, über Eignung und Einsatzmöglichkeit einfacher Verfahren der chemischen Analytik sowie über die Eigenschaften und die Reaktivität einfacher anorganischer Verbindungen fachkompetent diskutieren.

Literatur

  • Skripte für die Vorlesung und das Praktikum
  • Kunze, U., Schwedt, G. (2009): Grundlagen der qualitativen Analyse, 6. Auflage, Wiley-VCH, Weinheim
  • Skoog, D.; Holler, F.; Crouch, S. (2013): Instrumentelle Analytik, 6. Auflage, Springer Spektrum (Verlag)
  • Hollemann E;  Wiberg, E. (2007): Lehrbuch der anorganischen Chemie;  103. Auflage, Walter de Gruyter & Co., Berlin, New York

Verwendbarkeit nach Studiengängen

  • Energie-, Umwelt- und Verfahrenstechnik
    • Energie-, Umwelt- und Verfahrenstechnik B.Sc. (01.09.2025)

    Modulpromotor*in
    • Frieling, Petra
    Lehrende
    • Frieling, Petra