Application Design

Fakultät

Ingenieurwissenschaften und Informatik

Version

Version 31.0 vom 24.10.2017

Modulkennung

11B0610

Modulname (englisch)

Application Design

Studiengänge mit diesem Modul

Media & Interaction Design (B.A.)

Niveaustufe

1

Kurzbeschreibung

Design ist (weitgehend) unsichtbar. Dennoch hat gerade das grafische Visualisieren der digitalen Prozesse von Computern auf einem Display zur erfolgreichen Durchdringung unseres Alltags geführt. Von Beginn an bediente sich die Ästhetik Grafischer User Interfaces sozio-kultureller Assoziationen und Transformationen. Die zunehmende Darstellungsqualität von Displays, ihre Miniaturisierung und das Integrieren von Sensorik haben dazu beigetragen, dass auf Displays dargestellte Grafische User Interfaces heute die zentrale Schnittstelle zwischen zahlreichen ganz unterschiedlichen Devices und ihren Nutzer sind.Im Rahmen des Moduls untersuchen die Studierenden die ästhetischen und sozio-kulturellen Aspekte der Interaktion mit Softwareanwendungen und -produkten mittels Grafischer User Interfaces. Ausgehend von unterschiedlichen Gestaltungsansätzen (Abstraktion, Assoziation, Interpretation, Provokation, Reflexion, Transformation) setzen Sie ihr erlangtes Wissen praktisch in mehreren Stegreifentwürfen um. Die teilweise ungewohnten Perspektiven fördern dabei die Entwicklung innovativer Lösungen.Die Studierenden erarbeiten sich, ergänzt durch die in den Modulen »Usability und Psychologie« vermittelten Gestaltungsaspekte der praktischen Nutzbarkeit, die Grundlagen einer ganzheitlichen Gestaltungsauffassung.

Lehrinhalte

▪ Historie der Gestaltung Grafischer User Interfaces▪ ästhetische Aspekte der Interaktion mittels Grafischer User Interfaces▪ sozio-kulturelle Aspekte der Interaktion mittels Grafischer User Interfaces▪ unterschiedliche Gestaltungsansätze wie Abstraktion, Assoziation, Interpretation, Provokation, Reflexion, Transformation▪ Mobile Application Design▪ Web Application Design

Lernergebnisse / Kompetenzziele

Wissensverbreiterung
Die Studierenden, die dieses Modul erfolgreich studiert haben, verfügen ein breites Wissen zur Historie und Entwicklung der Gestaltung Grafischer User Interfaces. Sie verstehen die ästhetischen und sozio-kulturellen Aspekte der Gestaltung von Softwareanwendungen und -produkten.
Wissensvertiefung
Die Studierenden, die dieses Modul erfolgreich studiert haben, verfügen über detailliertes Wissen zu ausgewählten Bereichen der Gestaltung der Interaktion mit Softwareprodukten und -systemen.
Können - instrumentale Kompetenz
Die Studierenden, die dieses Modul erfolgreich studiert haben, analysieren und bewerten die Gestaltungsqualitäten der Interaktion mit Softwareprodukten und -systemen in Bezug auf ihren Einsatzzweck und ihre Zielgruppe. Sie gestalten die Interaktion mit Softwareanwendungen und -systemen.
Können - kommunikative Kompetenz
Die Studierenden, die dieses Modul erfolgreich studiert haben, können die im Rahmen der Gestaltung der Interaktion mit einer Softwareanwendung oder einem Softwaresystem getroffene Entscheidungen und entwickelten Lösungen vor unterschiedlichen Zielgruppen strukturiert und sicher kommunizieren und fundiert begründen.
Können - systemische Kompetenz
Die Studierenden, die dieses Modul erfolgreich studiert haben, gestalten selbstständig und mit berufstypischen Methoden die Interaktion mit Softwareproukten und -systemen.
Sie passen die Gestaltungsmethoden den Anforderungen der Entwurfsaufgabe an.

Lehr-/Lernmethoden

Das Modul wird als Projektmodul durchgeführt. Es werden mehrere Kurzprojekte erarbeitet, die unterschiedliche Gestaltungsansätze widerspiegeln:▪ Seminaristischer Input▪ selbstständige Erarbeitung spezifischen Inputs durch die Studierenden in Kleingruppen▪ Zusammenführung des erarbeiteten Inputs und Austausch▪ Bearbeitung der Kurzprojekte in Kleingruppen▪ begleitende Beratung und Betreuung durch die/den Lehrenden▪ fachadäquate Präsentation der Ergebnisses▪ Diskussion der erarbeiteten Lösungen und Erarbeitung der Lessons Learned

Empfohlene Vorkenntnisse

Grundlagen der Gestaltung, Grundlagen der Programmierung

Modulpromotor

Arndt, Henrik

Lehrende

Arndt, Henrik

Leistungspunkte

10

Lehr-/Lernkonzept
Workload Dozentengebunden
Std. WorkloadLehrtyp
30Seminare
22betreute Kleingruppen
Workload Dozentenungebunden
Std. WorkloadLehrtyp
128Kleingruppen
90Projekt
30Veranstaltungsvor-/-nachbereitung
Literatur

▪ Max Bense: Zeichen und Design – Semiotische Ästhetik, Agis, 1971▪ Lucius Burckhardt: Design ist unsichtbar – Entwurf, Gesellschaft und Pädagogik, Martin Schmitz Verlag, 2012▪ David Carson: The End of Print, Bangert, 1995▪ Anthony Dunne: Hertzian Tales – Electronic Products, Aesthetic Experience, and Critical Design, MIT Press, 2006▪ Jochen Gros: Grundlagen einer Theorie der Produktsprache, Hefte 1 (Einführung), Heft 4 (Symbolfunktionen), Hochschule für Gestaltung, Offenbach am Main, 1983, 1987▪ Klaus Krippendorff: Die semantische Wende – Eine neue Grundlage für Design, Birkhäuser, 2012▪ Paul Kunkel, Digital Dreams – The Work of the Sony Design Center, Universe, 1999▪ Bill Moggridge: Designing Interactions, MIT Press, 2007▪ Philips Design: Creating Value by Design – Facts, V + K Publishing, 1998▪ Dan Saffer: Designing for Interaction – Creating Innovative Applications and Devices, Pearson, 2009▪ Susann Vihma: Products As Representations – A Semiotic and Aesthetic Study of Design Products, University of Art and Design Helsinki, 1995

Prüfungsleistung
  • Projektbericht, schriftlich
  • Experimentelle Arbeit
Unbenotete Prüfungsleistung

Experimentelle Arbeit

Prüfungsanforderungen

Kenntnisse über ästhetische und soziokulturelle Aspekte des Application Design sowie über gängige Gestaltungsansätze. Kompetenz in der eigenständigen Umsetzung von Application Design Projekten geringem Umfangs.

Dauer

1 Semester

Angebotsfrequenz

Nur Sommersemester

Lehrsprache

Deutsch