Berufs- und Arbeitspädagogik im Bereich Bau

Fakultät

Agrarwissenschaften und Landschaftsarchitektur

Version

Version 14.0 vom 07.03.2018

Modulkennung

44B0511

Modulname (englisch)

Professional Education and Training in the Construction

Studiengänge mit diesem Modul
  • Baubetriebswirtschaft Dual (B.Eng.)
  • Ingenieurwesen im Landschaftsbau (B.Eng.)
  • Landschaftsbau (Bachelor) (B.Eng.)
Niveaustufe

3

Kurzbeschreibung

Kompetenzen im Personalmanagement sind für akademische Fach- und Führungskräfte im Baubetrieb eine wichtige Voraussetzung, um Geschäftsprozesse erfolgreich gestalten und weiterentwickeln zu können. Die Berufs- und Arbeitspädagogik vermittelt die hierfür erforderlichen Grundlagen am Beispiel des Handlungsfeldes "Betriebliches Ausbildungsmanagement", sowohl aus gesamtbetrieblicher Sicht wie aus Ausbildersicht. Anknüpfend an ihre eigenen Praxiserfahrungen werden die dual Studierenden zu kritischer Reflexion, Theorie-Praxis-Transfer und Gestaltungsoptimierung im Spannungsfeld von pädagogischen, betriebswirtschaftlichen und rechtlichen Anforderungen befähigt. Die Perpektive wird systematisch auf Personalführung und Personalentwicklung von Beschäftigten insgesamt erweitert. Die vermittelten Kompetenzen schließen die Anforderungen der Kammerprüfung nach der Ausbilder-Eignungsverordnung vom 21.1.2009 mit ein.

Lehrinhalte
  1. Grundlagen berufs- und arbeitspädagogischen Handelns
    1.1 Berufskonzept und Kompetenzmodell
    1.2 Duales Ausbildungssystem am Beispiel der Bauwirtschaft
    1.3 Entwicklungs- und lernpsychologische Konzepte
    1.4 Führungs- und Kommunikationsmodelle
    1.5 Ein QM-orientiertes Prozessmodell der Ausbildung
  2. Planung, Vorbereitung und Einstellung
    2.1 Systematik der personalen und betrieblichen Eignungsanforderungen
    2.2 Bedarfsermittlung, Kosten, personelle Ressourcen
    2.3 Planung der Lernphasen
    2.4 Instrumente der Bewerberakquise, Auswahlprozess
    2.5 Gestaltungsoptionen beim Ausbildungsvertrag
  3. Durchführung
    3.1 Analyse der Lernvoraussetzungen des Auszubildenden
    3.2 Spezieller Motivations-, Förder- und Forderbedarf
    3.2 Auswahl und Steuerung lernförderlicher Aufträge und Geschäftsprozesse
    3.2 Lernerfolgskontrollen
    3.3 Konfliktlösung, interkulturelle Aspekte
  4. Abschluss
    4.1 Mitwirkung an Prüfungen
    4.2 Beendigung der Ausbildung, Ausbildungszeugnis
    4.3 Perspektiven von Personalentwicklung und Weiterbildung
Lernergebnisse / Kompetenzziele

Wissensverbreiterung
Die Studierenden eignen sich ein umfassendes, prozess- und qualitätsorientiertes Wissen in den Handlungsfelder des betrieblichen Ausbildungsmanagements an (Planung, Vorbereitung, Durchführung, Abschluss). Sie entwickeln ein kritisches Verständnis der berufspädagogischen Methoden, der relevanten Theorien und Konzepte des Berufsbildungssystems, der Entwicklungs- und Lernpsychologie, der Führungs- und Kommunikationsstile und des Berufsbildungs- und Arbeitsrechts. Sie verstehen insbesondere die Schlüsselrolle des Kompetenzbegriffs für berufs- und arbeitspädagogisches Handeln. Sie begründen die besonderen rechtlichen Regelungen des Ausbildungsverhältnisses, vergleichen sie mit denen des Arbeitsnehmerstatus' und können die Gestaltungs- und Mitwirkungsmöglichkeiten aus betrieblicher Sicht beurteilen.

Wissensvertiefung
Die Studierenden vertiefen ihr Wissen, indem sie ihre eigenen betrieblichen Erfahrungen im Bereich des Ausbildungsmanagement neu reflektieren, interpretieren und bewerten. Sie leisten einen Theorie-Praxis-Theorie-Transfer und entwickeln ein vertieftes Verständnis der betrieblichen Personalentwicklung und ihrer Verbesserungspotentiale.

Können - instrumentale Kompetenz
Die Studierenden setzen berufs- und arbeitspädagogische Methoden angemessen ein. Sie können die Bestimmungen der einschlägigen Gesetze anwenden und auslegen. Sie können das Gelernte in einer praktischen Ausbildungseinheit anwenden, dokumentieren und begründen.

Können - kommunikative Kompetenz
Die Studierenden lernen in exemplarischen Übungen und Rollenspielen, Auszubildende in konkreten Ausbildungssituationen zu begleiten und Rückmeldung zum Lernstand zu geben. Sie können Informationen für die Geschäftsführung relevant und entscheidungsorientiert aufbereiten. Sie können Konflikte im Gespräch bearbeiten und zu lösen versuchen.

Können - systemische Kompetenz
Die Studierenden können Ausbildung als qualitätsgeleiteten Prozess unter Berücksichtigung der relevanten Akteure planen, steuern und bewerten. Sie sind in der Lage, Ausbildungsmaßnahmen auftrags- und geschäftsprozessorientiert auszuwählen, pädagogisch, wirtschaftlich und rechtlich zu begründen, mit beteiligten Akteuren innerhalb und außerhalb des Unternehmens zweckgerichtet und sachkundig zusammenzuarbeiten und eigene Konzepte zur Qualitätssicherung zu entwickeln. Sie können mit einschlägigen Gesetzen umgehen und deren Gestaltungsspielräume nutzen. Sie können fachliche Impulse zur eigenen beruflichen Weiterentwicklung und zur Personalentwicklung ihres Betriebes geben.

Lehr-/Lernmethoden

VortragFallstudienGruppenarbeitenExpertengesprächeDiskussionenSelbststudiumwissenschaftliches Praxisprojekt (Konzeption einer Ausbildungseinheit)

Empfohlene Vorkenntnisse

Abschluss des Moduls "Maschinen- und Arbeitswirtschaft"

Modulpromotor

Hornoff, Elke

Lehrende
  • Kühne, Christiane
  • Glauser, Susanne
Leistungspunkte

5

Lehr-/Lernkonzept
Workload Dozentengebunden
Std. WorkloadLehrtyp
60Seminare
Workload Dozentenungebunden
Std. WorkloadLehrtyp
30Veranstaltungsvor-/-nachbereitung
32Prüfungsvorbereitung
28Literaturstudium
Literatur

Literaturliste wird zur Verfügung gestellt. Im folgenden eine Auswahl:Arnold, R., A. Krämer-Stürzl (2005). Berufs- und Arbeitspädagogik. Leitfaden der Aus¬bildungs¬praxis in Produktions- und Dienstleistungsberufen. 2., überarb. Aufl. Berlin.Gessler, M. (2010). "Das Kompetenzmodell." In Bröckermann, R., M. Müller-Vorbrüggen, Hgg. (2010). Handbuch Personalentwicklung. Die Praxis der Personalbildung, Personalförderung und Arbeitsstrukturierung. 3., überarb. u. erw. Aufl. Stuttgart. S. 43 - 62.Hurlebaus, O. (2011). Rechtratgeber Berufsbildung. Handbuch für die Praxis. 24., neu bearb. Aufl. Berlin.Sackmann - das Lehrbuch für die Meisterprüfung. Teil IV: Berufs- und Arbeitspädagogik. Ausbildung der Ausbilder. 40. Aufl. Düsseldorf. 2010.Schelten, A. (2010). Einführung in die Berufspädagogik. 4., überarb. u. aktualisierte Aufl. Stuttgart.Gesetze und Verordnungen:einschlägige Ausbildungsordnung sowie Rahmenlehrlplan der BerufsschuleBerufsbildungsgesetz, Handwerksordnung, JugendarbeitsschutzgesetzArbeitszeitgesetz, BundesurlaubsgesetzTarifvertragliche Regelung (exemplarisch)Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz

Prüfungsleistung

Klausur 2-stündig

Unbenotete Prüfungsleistung

Teilnahme Seminar

Prüfungsanforderungen

Das Konzept des Moduls schließt die Anforderungen der Kammerprüfung nach der Ausbilder-Eignungsverordnung (AEVO) vom 21.1.2013 mit ein. Sofern die Studierenden diese Prüfung ebenfalls ablegen wollen, müssen sie sich getrennt bei der Handwerkskammer anmelden (gebührenpflichtig). Das Prüfungskonzept ist als Doppelprüfung gestaltet: Die Modulklausur der Hochschule zählt gleichzeitig als schriftliche Prüfung nach der AEVO

Dauer

1 Semester

Angebotsfrequenz

Wintersemester und Sommersemester

Lehrsprache

Deutsch

 

Kontakt

Hochschule Osnabrück
University of Applied Sciences
Albrechtstr. 30
49076 Osnabrück
Telefon: +49 541 969-0
Fax: +49 541 969-2066
E-Mail: webmaster@hs-osnabrueck.de

© 2020 HOCHSCHULE OSNABRÜCK
UNIVERSITY OF APPLIED SCIENCES

Besuchen sie uns

Logo 50 Jahre Hochschulen für Angewandte Wissenschaften