Integriertes neuromuskuloskelettales Assessment und Management



Version

Version 8.0 vom 16.04.2015

Modulkennung

22M0710

Modulname (englisch)

Integrated Neuro Musculoskeletal Assessment and Management

Studiengänge mit diesem Modul

Manuelle Therapie (OMT) (M.Sc.)

Niveaustufe

5

Kurzbeschreibung

In diesem Modul werden im Rahmen der medizinischen Trainingstherapie verschiedene Trainingsgeräte als Unterstützung von neuromuskuloskelettalen Assessments und Behandlungen getestet und auf ihr Anwendungsgebiet hin überprüft. Die Entwicklung von Funktionstrainingsprinzipien und -strategien sowie deren Anwendung bei verschiedenen neuromuskulären Pathologien sind außerdem Inhalt des Moduls. Hervorgehoben wird die Behandlung des Lumbal Syndroms anhand eines Clinical Reasoning Prozesses. Darüber hinaus werden zusätzlich zervikale und kraniomandibuläre Dysfunktionen in differenzial diagnostischen Prozessen beleuchtet. Die Studierenden erfahren das Continuing Professional Development, in dem therapeutische Fähigkeiten ständig wiederholt, überdacht und verbessert werden.

Lehrinhalte
  • Block 1 Medizinische Trainingstherapie
  • Funktion der Trainingsgeräte und Anwendungsmöglichkeiten
  • Muskuläres Funktionstraining, Strategien und Prinzipien
  • Anwendung bei verschiedenen neuromuskulären lumbalen und zervikalen Syndromen

    Block 2 Lumbale Syndrome
  • Assessment und Behandlung von Lumbalen Syndromen
  • Managementstrategien der Lumbalen Syndrome
  • Patientenvorstellungen und Clinical Reasoning-Strategien

    Block 3 Zervikale und Kraniomandibuläre Dysfunktionen
  • Vertiefte neuromuskuloskelettale Funktionsdiagnose und Behandlung der zervikalen Wirbelsäule (oberer Quadrant)
  • Differenzierungstechniken kraniozervikal vs. kraniomandibulär
  • Management von verschiedenen kraniomandibulär-zervikalen Syndromen wie Diskusverlagerungen, Myogene Dysfunktionen, propriozeptive Störungen und Tender- bzw. Triggerpoints

    ---

    IFOMPT-Kriterien:A1, 2, 3;D1, 3, 4, 5, 6, 10;K1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17, 18;S1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9
Lernergebnisse / Kompetenzziele

Wissensverbreiterung
Die Studierenden verfügen über vertiefte theoretische und klinische Kenntnisse in Bezug auf verschiedene Lumbalsyndrome wie z. B. apophyseale Verschleißungsmuster, lumbale Instabilität, Lumbalstenosen, chronische Diskus- und Nervenwurzelprobleme. Sie verfügen über vertiefte theoretische und klinische Kenntnisse im Bereich komplexer Syndrome der kraniomandibulären und zervikalen Region wie z. B. Diskusverlagerungen, zervikaler Kopfschmerz und Gehirnerschütterungen.

Die Studierenden erweitern ihre Kenntnisse zu Funktionen und Anwendungsmöglichkeiten der Medizinischen Trainingstherapie (MTT), v. a. bei neuromuskulären lumbalen und zervikalen Syndromen. Sie bauen ihr Wissen über Strategien und Prinzipien der MTT aus. Neuromuskuloskelettale Prinzipien sind bekannt und können in die manualtherapeutischen Behandlungen integriert werden.
Wissensvertiefung
Die Studierenden entwickeln eigene wissenschaftliche Fragestellungen auf der Basis ihres umfangreichen theoretischen und klinischen Wissens zum neuromuskulären Assessment und Management bei verschiedenen klinischen Syndromen.
Können - instrumentale Kompetenz
Die Studierenden führen medizinische Trainingstherapien bei lumbalen und zervikalen Syndromen durch. Sie integrieren ihr Wissen über Kontraindikationen und Pathologien in ihr Behandlungsmanagement. Die Studierenden wenden die jeweiligen manualtherapeutischen Behandlungsstrategien sowie gezielte manualtherapeutische Techniken an. Sie sind in der Lage, verschiedene differenzialdiagnostische Tests der Lumbalregion, der kraniomandibulären Region und der kraniozervikalen Region anzuwenden und unter Berücksichtigung der Kontraindikationen und Indikationen Behandlungsstrategien zu entwickeln.
Können - kommunikative Kompetenz
Die Studierenden legen ihre therapeutischen Entscheidungen transparent dar und erläutern theoretische und klinische Zusammenhänge neuromuskulärer Phänomene. Sie sind in der Lage, ihr Clinical Reasoning zu verbalisieren und ihre Assessment- und Managementstrategien darzulegen. Sie argumentieren ihre Entscheidungen auf der Basis ihres theoretischen Wissens und ihrer klinischen Erfahrungen.
Können - systemische Kompetenz
Die Studierenden integrieren ihr Wissen zu neuromuskulären Assessments und Managementstrategien in die Behandlung komplexer Symptomkonstellationen. Sie sind in der Lage, ihr Wissen und ihr Clinical Reasoning in neuen, unbekannten Fällen anzuwenden und Transfers zu leisten. Dabei entwickeln die Studierenden ihre Clinical Reasoning Fähigkeiten kontinuierlich weiter. Durch die Vernetzung der Wissensgrundlagen mit klinischen Erfahrungen entwickeln sie klinische Muster, auf die sie zugreifen können. Sie nutzen der Situation angemessene, unterschiedliche Reasoning Strategien. In der Auswahl ihrer Clinical Reasoning Strategie sind sie flexibel und schnell. Dabei reflektieren sie ihr Vorgehen selbstständig und kontinuierlich und entwickeln ihre therapeutischen Fähigkeiten im Sinne des Continuing Professional Development weiter.

Lehr-/Lernmethoden

Vorlesungen, Praktische Demonstrationen, Übungen und Fallstudien

Empfohlene Vorkenntnisse

Motorehabilitation und Reedukation

Modulpromotor

von Piekartz, Harry

Lehrende
  • von Piekartz, Harry
  • Gunnar Licht, Hans Schindler, Cesar Fernandez de las Penas, Robert Pfund
Leistungspunkte

10

Lehr-/Lehrkonzept
Workload Dozentengebunden
Std. WorkloadLehrtyp
75Vorlesungen
Workload Dozentenungebunden
Std. WorkloadLehrtyp
225Veranstaltungsvor-/-nachbereitung
Literatur
  • Pfund R, Fritz Zahnd F (2005): Differentiation, Examination and Treatment of Movement Disorders in Manual Therapy. Elsevier.
  • Pfund R, Laube R, Zahnd F (2010): In 7 Phasen zum Erfolg- ein Programm für Patienten mit Hüft- oder Knie-TEP. Pt_Zeitschrift für Physiotherapeuten 62: 44-47.
  • Bogduk N (1992): Die Schmerzpathologie der lumbalen Bandscheibe. Man Med 30: 8-16.
  • Freemont et al (1998): Einwachsen von Nerven in erkrankte intervertebrale Bandscheiben bei chronischen Rückenschmerzen. Journal SVOMP 2: 5-9.
  • Saal JA (1996): Natural History and Nonoperative Treatment of Lumbar Disc Herniation. Spine 21: No 245.
  • Jenis LG, An HS (2000): Spine update. Lumbar foraminal stenosis. Spine 25: 389-394.
  • Johnsson KE, Uden A, Rosen I (1992): The natural course of lumbar spinal stenosis. Clin Orthop 279: 82-6.
  • Johnsson KE, Redlund-Johnell I, Uden A, Willner S (1989): Preoperative and postoperative instability in lumbar spinal stenosis. Spine 14: 591-3.
  • Higbie EJ, Seidel-Cobb D, Taylor LF, Cummings GS (1999): Effect of head position on vertical mandibular opening. J Orthop Sports Phys Ther 29(2): 127-30
  • Hülse M (1998): Klinik der Funktionsstörungen des Kopfgelenkbereiches. In: Hülse M, Neuhuber WL, Wolff HD: der kraniozervikale Übergang, Springer Berlin.
  • Huggare J, Houghton P (1996): Associations between atlantoaxial and craniomandibular anatomy. Growth Dev Aging 60(1): 21-30.
  • von Piekartz HJM (2000): Kraniofaciale Dysfunktionen und Schmerzen. Thieme, Stuttgart.
  • Hollmann W, Strüder HK (2009): Sportmedizin: Grundlagen für körperliche Aktivität, Training und Präventivmedizin, 5. Auflage. Schattauer-Verlag.
  • Froböse I, Nellessen-Martens G, Wilke C (2009): Training in der Therapie. Grundlagen und Praxis. 3. Auflage. Elsevier, Urban & Fischer-Verlag.
  • Westerhuis, P, Wiesner, R (2013): Klinische Muster in der Manuellen Therapie, Thieme, Stuttgart, 2. Auflage.
Prüfungsleistung
  • Projektbericht
  • Hausarbeit
  • Praktische Prüfung und mündliche Prüfung
Bemerkung zur Prüfungsform

Folgende Prüfungsformen stehen zur Auswahl: Praktische Prüfung + Mündliche Prüfung oder Projektbericht oder Hausarbeit

Dauer

1 Semester

Angebotsfrequenz

Nur Wintersemester

Lehrsprache

Deutsch

 



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