Pathologie und Differenzialdiagnose: Theorie



Version

Version 7.0 vom 16.04.2015

Modulkennung

22M0704

Modulname (englisch)

Pathology and Differential Diagnosis: Theory

Studiengänge mit diesem Modul

Manuelle Therapie (OMT) (M.Sc.)

Niveaustufe

4

Kurzbeschreibung

Dieses Modul liefert die theoretischen Grundlagen auf denen die physiotherapeutische Differenzialdiagnose basiert. Pathologien der verschiedenen Organsysteme und des Muskelapparats werden in ihrer Spezifität wahrgenommen und differenziert. Dadurch wird das Erkennen von krankhaften Mustern während einer physiotherapeutischen Befunderhebung geschult und vertieft. Der Umgang mit aktueller Literatur und neuen Untersuchungsinstrumenten wird systematisch in das Modul integriert. Neben den theoretischen Grundlagen werden die kommunikativen Kompetenzen der Studierenden verbessert.

Lehrinhalte
  • Grundprinzipien von Befund, Diagnose und interdisziplinärer Zusammenarbeit sowie deren Rechtsgrundlage
  • Theoretische Vertiefung der “Yellow Flags“ und “Red Flags“ in Zusammenhang mit dem neuromuskuloskelettalen System
  • Pathologie und relevante physiotherapeutische Differenzialdiagnose von Erkrankungen des Bewegungssystems
  • Pathologie und relevante physiotherapeutische Differenzialdiagnose von Erkrankungen des Nervensystems und der Psyche
  • Pathologie und relevante physiotherapeutische Differenzialdiagnose von Erkrankungen des Uro-/Genitalsystems
  • Pathologie und relevante physiotherapeutische Differenzialdiagnose von Erkrankungen des kardiovaskulären Systems
  • Pathologie und relevante physiotherapeutische Differenzialdiagnose von Erkrankungen des Gastrointestinalsystems
  • Pathologie und relevante physiotherapeutische Differenzialdiagnose von Erkrankungen des endokrinen Systems
  • Pathologie und relevante physiotherapeutische Differenzialdiagnose von Kopf- und Gesichtsschmerz
  • Notfallmanagement

    Die Lerninhalte entsprechen im Übrigen den Vorgaben zur Erlangung der Voraussetzungen einer eingeschränkten Heilpraktikererlaubnis im Bereich Physiotherapie (sog. "sektoraler Heilpraktiker"). Der Fokus dieses Modules liegt hierbei v.a. auf der Vermittlung von theoretischen Grundlagen und Voraussetzungen zur Indikationsstellung für physiotherapeutische Maßnahmen und dem Risikoscreening zur Gefahrenabwehr inklusive der Kenntnisse der möglichen Therapiealternativen, Nebenwirkungen und Komplikationen multiprofessioneller Behandlung und der Maßnahme zur Integration in die Gesellschaft

    Selbststudium:Das Selbststudium zu diesem Modul fordert von den Studierenden das Lesen und Bearbeiten von Literatur zum Fachgebiet der Pathologie und Differenzialdiagnostik. Zur klinischen Reflexion werden Übungsgruppen gebildet und Fallstudien mit dem Schwerpunkt Differenzialdiagnose bearbeitet. Zudem beinhaltet das Selbststudium die Vorbereitung von Referaten und praktischen Demonstrationen in Gruppenarbeit.

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    IFOMPT-Kriterien:D2, 3, 4, 5, 6;K1, 2, 3, 4, 9, 11, 14, 15;S1, 3
Lernergebnisse / Kompetenzziele

Wissensverbreiterung
Die Studierenden kennen das System der „Red Flags“ und „Yellow Flags“ mit deren Bedeutung und Konsequenzen für ihre therapeutischen Entscheidungen.
Sie kennen relevante Erkrankungen des Bewegungssystems, des Nervensystems, des Urogenitalsystems, des kardiovaskulären Systems, des gastrointestinalen Systems und des endokrinen Systems mit ihren Auswirkungen und beitragenden Faktoren auf neuromuskuloskelettale Funktionsstörungen.
Wissensvertiefung
Die Studierenden weisen ein detailliertes und breites Wissen über Erkrankungen des Bewegungssystems, des Nervensystems, des Urogenitalsystems, des kardiovaskulären Systems, des gastrointestinalen Systems und des endokrinen Systems auf. Sie verstehen die Zusammenhänge zwischen neuromuskuloskelettalen und organischen Funktionsstörungen.
Können - instrumentale Kompetenz
Die Studierenden führen Befunderhebungen und physiotherapeutische Differenzialdiagnosen durch. Dabei setzen sie ihr Wissen über relevante Erkrankungen des Bewegungssystems, des Nervensystems, des Urogenitalsystems, des kardiovaskulären Systems, des gastrointestinalen Systems und des endokrinen Systems ein und erkennen Zusammenhänge. Sie haben theoretische Kenntnisse möglicher Yellow Flags und Red Flags der besprochenen Erkrankungen. Die Studierenden beherrschen ein adäquates Notfallmanagement in der manualtherapeutischen Praxis.
Können - kommunikative Kompetenz
Die Studierenden sind in der Lage, differenzialdiagnostische Befunderhebungen durchzuführen und dabei ihre kommunikativen Fähigkeiten zu nutzen, um im Gespräch mit dem Patienten entscheidende Informationen schnell zu erfassen und diese in ihr Clinical Reasoning einzubauen. Sie können Patienten systematisch und wissenschaftlich fundiert befragen, um effektiv und effizient zu einer manualtherapeutischen (neuromuskuloskelettalen) Diagnose zu gelangen. Sie besprechen Problemfälle aus der Pathologie, die die Basis klinischer Muster sein können, im Team, um gemeinsam eine Behandlungsstrategie zu entwickeln. Sie kommunizieren mit anderen Berufsgruppen oder verweisen an diese, um eine optimale Therapie für den individuellen Patienten zu finden.
Können - systemische Kompetenz
Die Studierenden haben durch die theoretischen Kenntnisse die Möglichkeit, schneller therapeutische Entscheidungen für den individuellen Patienten zu treffen. Dabei greifen sie bereits auf zahlreiche klinische Muster zu, die sie durch ihre therapeutische Erfahrung und ihr fundiertes Wissen entwickelt haben und die sie zum schnellen und sicheren Erkennen von klinischen Zusammenhängen befähigen.

Sie erkennen ihre eigenen therapeutischen Grenzen und verweisen gegebenenfalls an andere Mitglieder des multiprofessionellen Teams.

Lehr-/Lernmethoden

Vorlesungen, Gruppenarbeiten, Fallstudien, Selbststudium

Empfohlene Vorkenntnisse

Vertiefung und Anwendung evidenzbasierter Praxis: Lendenwirbelsäule und untere Extremität

Modulpromotor

Zalpour, Christoff

Lehrende
  • Zalpour, Christoff
  • Peter Glatthaar
Leistungspunkte

5

Lehr-/Lehrkonzept
Workload Dozentengebunden
Std. WorkloadLehrtyp
20Vorlesungen
10Übungen
Workload Dozentenungebunden
Std. WorkloadLehrtyp
20Literaturstudium
50Kleingruppen
50Prüfungsvorbereitung
Literatur
  • CC Goodman and C Snyder (2013): Differential Diagnosis for Physiotherapists – Screening for Referral, 4th ed. Saunders, Elsevier.
  • WG Boissonault (Ed) (1995): Examination in Physical Therapy; Churchill Livingstone, Elsevier.
  • WG Boissonault (Ed) (2010) Primary Care for the Physical Therapist: Examination and Triage, Churchill Livingstone, Elsevier.
Prüfungsleistung
  • Klausur 1-stündig und Assignment
  • Klausur 2-stündig
Dauer

1 Semester

Angebotsfrequenz

Nur Wintersemester

Lehrsprache

Deutsch

 



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