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            <title>Neuigkeiten an der Hochschule Osnabrück</title>
            <link>https://www.hs-osnabrueck.de/</link>
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            <language>de-DE</language>
            
                <copyright>Hochschule Osnabrück</copyright>
            
            
            <pubDate>Fri, 22 May 2026 07:48:38 +0200</pubDate>
            <lastBuildDate>Fri, 22 May 2026 07:48:38 +0200</lastBuildDate>
            
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                        <pubDate>Wed, 03 Sep 2025 08:00:00 +0200</pubDate>
                        <title>Mentor*innen im Fokus:  Vier Stimmen über Engagement, Teamwork und Herausforderungen</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2025/09/mentorinnen-im-fokus-vier-stimmen-ueber-engagement-teamwork-und-herausforderungen/</link>
                        <description>Wir haben vier engagierte Mentoren interviewt, die sich in verschiedenen Bereichen des Mentor*innenprogramms am Institut für duale Studiengänge einbringen und jeweils ein Team anführen. Lukas Hartmann (Ersti-Wochenende), Hannes Hagen (Partyplanung), Jona Hesselmann (Team-Building) und Felix Wallmeier (Mentor*innenfahrt) sprechen in diesem Interview über ihre Motivation, die schönsten Momente und die Herausforderungen ihrer Aufgaben.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p class="text-justify"><strong>Was hat euch dazu bewegt, Teil des Mentor*innenprogramms des dualen Studiums zu werden, und was bedeutet diese Rolle für euch??</strong></p>
<p class="text-justify"><strong>Lukas Hartmann:</strong> Für mich war es von Anfang an wichtig, ein gutes Miteinander an der Hochschule zu fördern. Als ich selbst im ersten Semester war, haben mir die Mentor*innen sehr geholfen, mich zurechtzufinden. Diese Unterstützung wollte ich weitergeben. Es macht mir Spaß, mit neuen Studierenden zu arbeiten und ihnen den Einstieg zu erleichtern. Außerdem schätze ich das Gemeinschaftsgefühl, das durch die Zusammenarbeit entsteht.</p>
<p class="text-justify"><strong>Hannes Hagen:</strong> Ich bin eigentlich durch die Partyplanung in das Mentor*innenprogramm gekommen. Ich habe schon immer gerne Events organisiert, und das bot sich hier perfekt an. Als ich dann gesehen habe, wie viel Einfluss Mentor*innen auf die Atmosphäre und das Gemeinschaftsgefühl an der Hochschule haben können, wollte ich mich noch stärker einbringen. Die Möglichkeit, Veranstaltungen zu planen und gleichzeitig das Miteinander am Campus Lingen positiv zu beeinflussen, motiviert mich bis heute.</p>
<p class="text-justify"><strong>Jona Hesselmann:</strong>&nbsp;Mich hat die Idee gereizt, eine Ansprechperson für andere Studierende zu sein. Als ich selbst neu war, hatte ich viele Fragen und Unsicherheiten, die durch die Mentor*innen des IDS geklärt wurden. Das hat mir damals sehr geholfen. Dieses Gefühl möchte ich nun an andere weitergeben. Gleichzeitig finde ich es spannend, Verantwortung zu übernehmen und aktiv das Hochschulleben mitzugestalten.</p>
<p class="text-justify"><strong>Felix Wallmeier:</strong> Als ich neu an die Hochschule kam, haben die Mentor*innen einen unglaublich positiven Eindruck hinterlassen. Sie waren nicht nur super organisiert, sondern auch immer ansprechbar und hilfsbereit. Das hat mich inspiriert. Jetzt, als Leiter der Mentor*innenfahrt, habe ich die Chance, dieses Teamgefühl weiterzugeben und gleichzeitig unsere Gruppe enger zusammenzubringen.</p>
<p class="text-justify">&nbsp;</p>
<p class="text-justify"><strong>Wie schafft ihr es, eure Aufgaben als Mentoren mit dem Studium zu vereinbaren?</strong></p>
<p class="text-justify"><strong>Lukas Hartmann:</strong>&nbsp;Es braucht auf jeden Fall eine gute Organisation. Mein Kalender ist mein wichtigstes Werkzeug, und ich plane jede Woche im Voraus. Dabei ist es wichtig, Prioritäten zu setzen und sich Unterstützung aus dem Team zu holen, wenn es nötig ist.</p>
<p class="text-justify"><strong>Hannes Hagen:</strong>&nbsp;Für mich steht die Freude an der Arbeit im Vordergrund. Wenn man Spaß an seinen Aufgaben hat, lässt sich die Zeit dafür immer finden. Natürlich gibt es stressige Phasen, aber die Energie und Freude, die ich durch die Planung und Durchführung von Veranstaltungen gewinne, gleicht das aus.</p>
<p class="text-justify"><strong>Jona Hesselmann:</strong>&nbsp;Es hilft, dass wir im Team arbeiten. Wir teilen die Aufgaben und unterstützen uns gegenseitig, sodass niemand alles allein stemmen muss. Es gibt zwar auch herausfordernde Zeiten, aber die schönen Momente und die Dankbarkeit der Studierenden machen das mehr als wett.</p>
<p class="text-justify"><strong>Felix Wallmeier:</strong>&nbsp;Ein gutes Zeitmanagement hilft mir, um Studium, das Mentor*innenprogramm und mein Privatleben unter einen Hut zu bringen. Außerdem motiviert es mich zu sehen, wie unsere Arbeit den Campus-Alltag beeinflusst.</p>
<p class="text-justify"><strong>Gibt es eine Veranstaltung, die euch besonders in Erinnerung geblieben ist?</strong></p>
<p class="text-justify"><strong>Lukas Hartmann:</strong>&nbsp;Für mich war das Ersti-Wochenende ein echtes Highlight. Es war großartig zu beobachten, wie schnell die neuen Studierenden miteinander ins Gespräch kamen und wie viel Freude sie hatten. Solche Momente machen deutlich, wie wichtig unsere Arbeit ist.</p>
<p class="text-justify"><strong>Hannes Hagen:</strong>&nbsp;Die Semester-Ausstiegsparty ist mein persönlicher Favorit. Die entspannte Atmosphäre nach den Klausuren und die Begeisterung der Studierenden sorgen jedes Mal für einen besonderen Abend – der perfekte Abschluss des Semesters.</p>
<p class="text-justify"><strong>Felix Wallmeier:</strong> Die Mentor*innenfahrt in diesem Jahr war für mich ein unvergessliches Erlebnis. Trotz einiger Herausforderungen während der Planung hat am Ende alles gepasst, und es war großartig zu sehen, wie sehr die Gruppe zusammengewachsen ist.</p>
<p class="text-justify"><strong>Was macht euer Mentor*innenteam so besonders?</strong></p>
<p class="text-justify"><strong>Lukas Hartmann:</strong>&nbsp;Unser Team zeichnet sich durch unseren Teamgeist und kreative Ideen aus. Wir sind eine Gruppe von unterschiedlichen Persönlichkeiten, die sich super ergänzen. Genau das macht unsere Zusammenarbeit spannend und produktiv.</p>
<p class="text-justify"><strong>Hannes Hagen:</strong> Unser Team ist besonders, weil wir nicht nur zusammenarbeiten, sondern auch gemeinsam feiern können. Die Events, die wir organisieren, bringen die Studierenden näher zusammen und schaffen unvergessliche Momente.</p>
<p class="text-justify"><strong>Jona Hesselmann:</strong> Wir sind ein Team, das sich gegenseitig unterstützt und respektiert. Jede*r bringt seine und ihre individuellen Stärken ein, was uns als Gruppe erfolgreich macht. Außerdem haben wir alle viel Spaß an dem, was wir machen und das spürt man auch.</p>
<p class="text-justify"><strong>Felix Wallmeier:</strong> Ich würde sagen, unser Team hat eine besondere Energie.&nbsp;Trotz der unterschiedlichen Aufgaben und Herausforderungen ziehen wir immer an einem Strang. Uns verbindet das gemeinsame Ziel, anderen zu helfen und die Hochschule noch ein Stück besser zu machen.</p>
<p class="text-justify"><strong>Vielen Dank euch allen für das Gespräch und euer Engagement im Mentor*innenprogramm!</strong></p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Thu, 14 Aug 2025 14:50:20 +0200</pubDate>
                        <title>Ein Auslandssemester mal zwei</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2025/08/ein-auslandssemester-mal-zwei/</link>
                        <description>Während ihres dualen Bachelorstudiums absolvierte Karina Lewschukow ein Auslandssemester in Nordmazedonien bei ihrem Praxispartner Meyer &amp; Meyer. Nun plant sie bereits ihr nächstes Auslandssemester – diesmal während ihres Masterstudiums. Im Interview spricht Karina über ihre Motivation, in eine neue Arbeitskultur einzutauchen, und die vielen Vorteile, die sie aus ihrem Aufenthalt in Nordmazedonien mitgenommen hat. Sie erzählt, wie sie sprachliche Herausforderungen bewältigte und gibt hilfreiche Tipps für dual Studierende, die ebenfalls ein Auslandssemester in Betracht ziehen.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p class="text-justify"><strong>Warum hast du dich entscheiden, während des dualen Studiums ein Auslandssemester zu machen?&nbsp;</strong></p>
<p class="text-justify">Ich wollte unbedingt neue Eindrücke sammeln, Auslandserfahrungen machen und eine andere Arbeitskultur kennenlernen. Gleichzeitig war es mir wichtig, in diesem Umfeld selbstständiger zu arbeiten. Diese Erfahrung hat mir so gut gefallen, dass ich bereits den nächsten Schritt plane: Auch im Master möchte ich wieder ins Ausland gehen!</p>
<p class="text-justify"><strong>Wie hast du dich während deines Auslandssemesters in die neue Umgebung und das Arbeitsumfeld eingefunden?</strong></p>
<p class="text-justify">Bereits in den ersten Tagen konnte ich mich gut an das entspanntere Arbeitsklima und die neue Kultur gewöhnen. Auch habe ich mich mit meiner Kollegin dort direkt gut verstanden und das hat den Einstieg erleichtert – wir haben viel gemeinsam unternommen, was mir half, mich schneller in der neuen Umgebung einzuleben. &nbsp;</p>
<p class="text-justify">Meine Englischkenntnisse konnte ich in dem Land auch verbessern. Die Landessprache habe ich aber nicht versucht zu lernen. Da ich Russisch spreche, was dem Mazedonischen sehr ähnelt, konnte ich mich dennoch gut verständigen.&nbsp;</p>
<p class="text-justify"><strong>Gibt es Herausforderungen, denen du begegnet bist?</strong></p>
<p class="text-justify">Ich könnte mir vorstellen, dass die kyrillische Schrift für einige eine Herausforderung darstellt, da außerhalb der Firma kaum Englisch gesprochen wurde. Für mich war das jedoch kein Problem, da ich durch meine Russischkenntnisse die Sprache gut verstehen konnte. Andere Schwierigkeiten hatte ich ebenfalls nicht. Ich hatte sogar ein Auto zur Verfügung, mit dem ich zur Arbeit fahren konnte, und fand auch schnell Anschluss. Und wenn mir meine Kolleg*innen in Nordmazedonien mal eine Frage nicht beantworten konnten, habe ich mich eigenständig organisiert und Unterstützung aus Deutschland gesucht.</p>
<p class="text-justify">&nbsp;</p>
<p class="text-justify"><strong>Was rätst du anderen dual Studierenden, die ein Auslandssemester machen möchten?</strong></p>
<p class="text-justify">Mein Rat an dual Studierende, die ein Auslandssemester planen, ist, sich rechtzeitig mit der Organisation zu befassen – mindestens sechs Monate im Voraus. Es ist ratsam, frühzeitig mit Vorgesetzten oder der Ausbildungsleitung in Kontakt zu treten, um sich über Möglichkeit und die Projekte oder Abteilungen im Ausland zu informieren. Dabei ist es oft einfacher, ein Projekt in einem Bereich zu wählen, in dem man bereits Erfahrung gesammelt hat, da man so schneller einsteigen kann und sich besser zurechtfindet.</p>
<p class="text-justify">Offenheit und Kommunikationsfreude sind ebenfalls entscheidend. Es ist wichtig, aktiv auf Menschen zuzugehen und Kontakte zu knüpfen, da dies nicht nur im beruflichen Kontext von Vorteil ist, sondern auch hilft, sich in einem fremden Land besser einzuleben. Netzwerken ist wichtig – egal, ob man in der Heimat oder im Ausland ist.</p>
<p class="text-justify">Für mich als BWL-Studierende gab es in meinem Fall viele Optionen für ein Auslandssemester, da zahlreiche Fachbereiche wie Finanzbuchhaltung, Personalmanagement oder Einkauf auch in internationalen Unternehmen vertreten sind. Diese Vielseitigkeit macht es einfacher, eine geeignete Stelle im Ausland zu finden und wertvolle internationale Erfahrungen zu sammeln. Das gilt aber nicht nur für BWL – auch Studierende anderer Fachrichtungen, wie etwa der Informatik oder Ingenieurwesen, haben vielfältige Möglichkeiten, Auslandserfahrungen in ihrem Bereich zu machen.</p>
<p class="text-justify"><strong>Lieber ein Auslandssemester in der Theorie- oder in der Praxisphase?</strong></p>
<p class="text-justify">In der Theoriephase müssen wir innerhalb von zehn Wochen sechs Module absolvieren, was meiner Meinung nach zu wenig Zeit ist, um das Land und die Kultur richtig kennenzulernen. Zudem muss man berücksichtigen, dass die Semesterzeiten und die Vorlesungsdauer sowie Prüfungstermine im In- und Ausland oft komplett unterschiedlich sein können. Ein Auslandssemester während der Praxisphase lässt sich hingegen viel besser in das Studium integrieren. Das setzt aber voraus, dass der Praxispartner Standorte im Ausland hat.</p>
<p class="text-justify"><strong>Ein paar abschließende Worte:</strong></p>
<p class="text-justify">Abschließend möchte ich sagen: Mein Auslandssemester war eine großartige Erfahrung, die ich jedem nur empfehlen kann. Wenn du die Chance hast, so etwas zu machen – nutze sie auf jeden Fall!</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Tue, 15 Jul 2025 10:00:00 +0200</pubDate>
                        <title>Oliver Wannink: Vom Campus in die Zukunft</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2025/07/oliver-wannink-vom-campus-in-die-zukunft/</link>
                        <description>Oliver Wannink hat nach seinem erfolgreichen dualen Bachelorstudium in „Wirtschaftsinformatik“ am Campus Lingen den Schritt in den dualen Master „Führung und Organisation“ (FuO) mit der Studienrichtung Wirtschaftsinformatik gewagt. In diesem Blog berichtet er, was ihn an diesem Bereich besonders fasziniert, welche Unterschiede er zwischen dem Bachelor- und Masterstudium sieht und warum er sich für das duale Masterstudium am Campus Lingen entschieden hat. </description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Nach deinem dualen Bachelorstudium in „Wirtschaftsinformatik“ hier am Campus hast du dich für den dualen Master „Führung und Organisation“ (kurz: FuO) mit der Studienrichtung Wirtschaftsinformatik entscheiden. Was begeistert dich an diesem Bereich?</strong></p>
<p>„Bereits im Bachelor hat mich die Kombination aus Informatik und Wirtschaft begeistert. Nach meiner Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration war es für mich die perfekte Mischung, denn es geht nicht nur darum IT-Systeme zu verstehen, sondern wie man diese gezielt einsetzen kann, um unternehmerische Prozesse effizienter zu gestalten und Innovationen voranzutreiben. Der Masterstudiengang „Führung und Organisation“ ergänzt dies perfekt. Hier wird der Fokus noch stärker auf strategische Fragestellungen und Leadership gelegt – alles Themen, die in der Praxis relevant sind, wenn man später Teams führen oder digitale Transformationsprozesse begleiten möchte.</p>
<p><strong>Was sind die größten Unterschiede zwischen dem dualen Bachelor- und Masterstudium und was war das entscheidende Argument den dualen Master am Campus Lingen zu machen?</strong></p>
<p>„Das duale Bachelorstudium war für mich bisher die intensivere Erfahrung – vor allem, was den sozialen Austausch betrifft. Durch die regelmäßigen Theorie- und Praxisphasen war ich über mehrere Wochen hinweg am Campus und konnte viele persönliche Kontakte knüpfen und mich kontinuierlich mit meinen Kommiliton*innen austauschen. Im Masterstudium sind wir nur zwei Wochen – aufgeteilt auf zwei Module – im Semester vor Ort. Zudem kommt noch die jeweilige Prüfungsphase mit den Präsentationen. Der Rest findet im Unternehmen oder im Selbststudium statt. Das bedeutet zwar weniger soziale Kontakte, bringt aber auch neue Herausforderungen und Freiheiten mit sich. Vor allem durch die eigenständigen reflexionsorientierten Transferstudien (RTS) – das sind Studienarbeiten, mit einem Umfang von ca. 15-20 Seiten mit denen ich auf Basis der Theorie des Moduls Aufgabenstellungen in meiner beruflichen Praxis bearbeite. So ziehe ich einen sehr großen Nutzen aus dem Studium.</p>
<p>Ich habe mich für das duale Masterstudium am Campus Lingen entschieden, weil es mir die Möglichkeit bietet, Vollzeit zu arbeiten und gleichzeitig zu studieren. Für mich ist das die ideale Kombination, um Theorie und Praxis direkt zu verbinden und dabei finanziell unabhängig zu bleiben.“</p>
<p><strong>Auf welche Module des dualen Masters freust du dich besonders? </strong></p>
<p>„Im kommenden Semester freue ich mich besonders auf das Modul „Führung in der digitalen Wirtschaft“. Die Frage, wie man Teams in einer zunehmend digitalen Arbeitswelt erfolgreich führt, ist für mich besonders relevant, vor allem aufgrund meiner Erfahrungen mit Homeoffice und Remote-Arbeit.</p>
<p>Im ersten Semester fand ich das Modul „Organisationskommunikation und Unternehmensführung“ besonders spannend. Darüber hinaus ist die Zusammenarbeit mit Lehrenden wie Prof. Dr. Bernd Ruping, der theaterpädagogische Ansätze in seine Vorlesungen integriert, sehr inspirierend.“</p>
<p><strong>Was hat dir bisher im Studium besonders geholfen, dich beruflich weiterzuentwickeln?</strong></p>
<p>„Besonders hilfreich waren die Reflexionsorientierten Transferstudien und der Einsatz von theoretischen Modellen im Unternehmenskontext. Dadurch konnte ich Theorie und Praxis direkt miteinander verknüpfen und wertvolle Einblicke in meine zukünftigen Aufgabenbereiche gewinnen. Auch der Austausch mit Kommiliton*innen und Lehrenden hat mir neue Perspektiven eröffnet.“</p>
<p><strong>Was macht den Studienstandort Lingen für dich besonders?</strong></p>
<p>„Lingen ist ein kompakter und persönlicher Studienort. Die Betreuung durch die Lehrenden ist hervorragend, und die enge Verbindung zur Hochschule hat meine Studienzeit unvergesslich gemacht. Auch die Stadt selbst hat ihren Charme – von Veranstaltungen bis hin zum Weihnachtsmarkt.“</p>
<p><strong>Wo siehst du dich in zehn Jahren?</strong></p>
<p>„Im Moment kann ich noch nicht genau sagen, wo ich in zehn Jahren stehen werde. Mein Ziel ist es, nach und nach mehr Verantwortung zu übernehmen und vielleicht ein kleines Team zu führen. Wo mich die Reise letztlich hinführt, wird sich mit der Zeit ergeben.“</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                    <item>
                        <guid isPermaLink="false">news-14087</guid>
                        <pubDate>Wed, 30 Apr 2025 11:00:00 +0200</pubDate>
                        <title>Nachhaltigkeit in der Wirtschaft: Steffens Perspektive aus dem dualen Studium</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2025/04/nachhaltigkeit-in-der-wirtschaft-steffens-perspektive-aus-dem-dualen-studium/</link>
                        <description>In diesem Blog haben wir bereits zahlreiche spannende Geschichten aus der Welt der dualen Studiengänge vorgestellt. Heute stellen wir euch Steffen Bültel, 24 Jahre alt, vor. Er ist dualer Masterstudent im Studiengang „Technologieanalyse, -engineering und -management“ mit der Studienrichtung Wirtschaftsingenieurwesen am Campus Lingen. In diesem Beitrag teilt er seine Erfahrungen aus dem dualen Bachelorstudium und seine Entscheidung für den dualen Masterstudiengang in Lingen.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wie bist du damals auf das IDS aufmerksam geworden?</strong></p>
<p>„Ich bin 2018 durch Jobmessen in der Region auf das IDS aufmerksam geworden. Zu der Zeit habe ich mehrere Messen in der Grafschaft und im Emsland zum Thema Ausbildung und Karriere besucht, bei denen Unternehmen und auch Hochschulen ihre Angebote präsentierten. Dort kam ich mit mehreren Unternehmensvertretern ins Gespräch, die mit dem IDS kooperieren. Das hat mich dazu gebracht, mich genauer mit den Studienmöglichkeiten in Lingen zu befassen. Das IDS hat mich mit seinem praxisnahen Konzept und der engen Verzahnung von Theorie und Praxis sofort überzeugt.“</p>
<p><strong>Wie hast du dein duales Bachelorstudium am Campus Lingen in Erinnerung behalten?</strong></p>
<p>„Die drei Jahre meines Bachelorstudiums waren intensiv, aber auch unglaublich bereichernd. Der Wechsel zwischen Hochschule und Unternehmen hat mir geholfen, sowohl die theoretischen als auch die praktischen Aspekte meines Studiums umfassend kennenzulernen. Besonders wertvoll waren für mich die Erfahrungen, die ich als Mentor und später als Mentor*innensprecher gesammelt habe. Diese Rolle hat nicht nur meine zwischenmenschlichen Fähigkeiten geschärft, sondern auch dazu beigetragen, dass ich mich beruflich und persönlich weiterentwickeln konnte.“</p>
<p><strong>Du studierst nun im zweiten Semester des Masterstudiengangs „Technologieanalyse, -engineering und -management“. Warum hast du dich für die Studienrichtung Wirtschaftsingenieurwesen entschieden?</strong></p>
<p>„Von Anfang an war klar, dass ich im ingenieurwissenschaftlichen Bereich arbeiten wollte, vor allem im Fahrzeugbau, der mich schon immer fasziniert hat. Nach Gesprächen mit verschiedenen Hochschulen und Unternehmen habe ich mich für <a href="https://www.hs-osnabrueck.de/wirtschaftsingenieurwesen-beng-dual-standort-lingen-ems/" target="_blank">Wirtschaftsingenieurwesen</a> entschieden, da es eine ideale Kombination aus Technik und Wirtschaft bietet. Die Perspektiven im Projektmanagement und in der Organisationsentwicklung haben mich dabei besonders angesprochen.“</p>
<p><strong>Wem würdest du den dualen Master „Technologieanalyse, -engineering und -management“ empfehlen?</strong></p>
<p>„Der Studiengang ist ideal für alle, die sich breit aufstellen möchten und eine Schnittstellenposition im Unternehmen anstreben. Man erlernt Grundlagen aus verschiedenen Bereichen und kann sich später spezialisieren, wie ich es im Projektmanagement getan habe. Besonders für diejenigen, die noch nicht genau wissen, welche Richtung sie einschlagen wollen, bietet der Studiengang zahlreiche Optionen.“</p>
<p><strong>Wie gefällt dir Lingen abseits des Hochschulkontexts?</strong></p>
<p>„Lingen ist für mich ein besonderer Ort. Ich verbinde viele positive Erinnerungen mit der Stadt und habe hier nicht nur beruflich, sondern auch privat viel erlebt. Auch heute bin ich noch gerne in Lingen, da es für mich ein Stück Heimat geworden ist.“</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <guid isPermaLink="false">news-14034</guid>
                        <pubDate>Wed, 16 Apr 2025 10:00:00 +0200</pubDate>
                        <title>Die Masterabsolvent*innen verewigen sich</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2025/04/die-masterabsolventinnen-verewigen-sich/</link>
                        <description>Am Samstag, den 25. Januar 2025, wurde am IDS eine besondere Tradition fortgesetzt: die feierliche Verlegung der Jahrgangsplatte auf unserem Walk of Fame im Innenhof des Instituts für Duale Studiengänge für die Absolvent*innen des Jahrgangs 2021. Fünf ehemalige Studierende waren stellvertretend vor Ort, um dieses Ereignis zu begleiten. In unserem Interview erzählen sie, wie die Plattenverlegung verlief, welche Herausforderungen sie dabei meistern mussten und warum dieser Moment für sie so bedeutungsvoll war. Zudem blicken sie auf ihre Studienzeit zurück, berichten von ihren beruflichen Wegen nach dem Abschluss und geben Einblicke in ihre Pläne für die Zukunft.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Hallo zusammen! Ihr fünf wart stellvertretend für alle Absolvent*innen eines Jahrgangs hier am IDS, um die Jahrgangsplatte 2021 feierlich zu verlegen. Wie ist es dazu gekommen? Wer hatte die Idee, und wie lief die Organisation ab?</strong></p>
<p><strong>Janina:</strong> „In unserem Bachelorball-Komitee haben wir uns darüber unterhalten, dass die Jahrgänge vor uns so eine Jahrgangsplatte verlegt haben. Mittlerweile ist das ja ein richtiger Walk of Fame geworden, weil schon sehr viele Jahrgänge eine Platte mit einem Stern verlegt haben. Wir fanden die Idee ebenfalls total super und haben uns dafür entschieden.“</p>
<p><strong>Marit:</strong> „Ich hatte die Möglichkeit, an der Steinlegung teilzunehmen, war aber nicht in die Organisation eingebunden. Diese lag vollständig in den Händen des Teams, welches den Bachelorball organisiert hat.“</p>
<p><strong>Wie habt ihr den Tag der Plattenverlegung erlebt? Gab es besondere Momente oder Herausforderungen, die euch in Erinnerung geblieben sind?</strong></p>
<p><strong>Tom:</strong> „Am Samstagnachmittag haben wir uns am IDS getroffen, wo Prof. Dr.Ing. Arens-Fischer uns in Empfang nahm. Nach einer kurzen Begrüßung bei Kaffee und Snacks haben wir uns den Walk of Fame angesehen und gemeinsam die ideale Position für unsere Platte ausgewählt. Dann ging es an die Arbeit: Zunächst musste eine Bodenplatte entfernt werden, bevor wir die neue einsetzen konnten.“</p>
<p><strong>Marcel:</strong> „Nachdem wir die erste Platte herausgenommen hatten, lief alles ziemlich reibungslos, und wir konnten unseren Stern schnell und fachgerecht verlegen. Zum Abschluss des Tages haben wir mit allen, die an der Verlegung beteiligt waren, sowie einigen weiteren Kommiliton*innen aus unserem Jahrgang noch einen gemütlichen Abend mit gutem Essen verbracht.“</p>
<p><strong>Habt ihr eine Zeitkapsel unter die Steinplatte gelegt und wenn ja, was war drin? </strong><br> <strong>Marcel: </strong>„Ja, wir haben uns entschieden, eine Zeitkapsel zu vergraben. Was genau darin ist, bleibt ein Geheimnis … Ich kann nur sagen, dass wir ein paar richtig coole Dinge hineingepackt haben, die die besonderen Umstände unseres Studienbeginns aber auch unsere Studienzeit geprägt haben.“</p>
<p><strong>Steht ihr noch regelmäßig mit euren ehemaligen Kommiliton*innen in Kontakt? Gibt es vielleicht sogar besondere Traditionen, die ihr bis heute pflegt?</strong></p>
<p><strong>Tom:</strong> „Auf jeden Fall! Vor allem mit denjenigen, mit denen ich in Lerngruppen oder Projekten enger zusammengearbeitet habe, halte ich weiterhin guten Kontakt. Eine feste Tradition gibt es bisher noch nicht – es ist ja erst ein halbes Jahr vergangen! Aber ich bin sicher, dass es in Zukunft das ein oder andere Wiedersehen geben wird, vielleicht sogar mit einer neuen Tradition.“</p>
<p><strong>Andrej:</strong> „Ja, ich habe auch heute noch mit vielen meiner ehemaligen Kommiliton*innen Kontakt. Zwar haben sich unsere Wege nach dem Abschluss in verschiedene Richtungen entwickelt, aber mit einigen pflege ich weiterhin einen engen Austausch.“</p>
<p><strong>Euer Bachelorabschluss ist geschafft – was steht als Nächstes an? Masterstudium, Führungsposition oder doch direkt die Weltherrschaft?<strong> </strong></strong></p>
<p><strong>Janina:</strong> „Sowas von Weltherrschaft…! Bevor es soweit ist, werde ich mich weiter in der Logistik festigen und dafür sorgen, dass mit Süßwaren beladene LKWs von Storck pünktlich in den Läden ankommen. Es ist nicht die Weltherrschaft, aber trotzdem ganz schön komplex und herausfordernd.“</p>
<p><strong>Tom:</strong> „Meine Firma hat mich als Product Owner übernommen. Ich projektiere und entwickle die Field Service Applikationen für die Firma Hörmann. Akademisch ist aber noch nicht Schluss – 2025 plane ich, meinen Master anzuschließen. Ich habe vor, den dualen Master in <a href="/studium/studienangebot/master/fuehrung-und-organisation-ma-dual-standort-lingen-ems/">Führung und Organisation</a> in Lingen zu absolvieren.</p>
<p><strong>Marit:</strong> „Ich mache meinen Master in Wirtschaftsingenieurwesen mit Schwerpunkt Energiewirtschaft. In etwa 1,5 Jahren werde ich mein Studium abschließen und dann voraussichtlich Vollzeit arbeiten.“</p>
<p><strong>Andrej:</strong> „Ich habe zwar über ein Masterstudium nachgedacht, mich aber letztlich dagegen entschieden – nicht, weil mir eine Weiterbildung nicht offensteht, sondern weil ich in meiner aktuellen Position viel Gestaltungsspielraum habe, um innovative Lösungen direkt umzusetzen. Langfristig strebe ich eine Führungsrolle an, in der ich meine Erfahrung und Ideen gezielt einbringen kann.“</p>
<p><strong>Marcel:</strong> „Ehrlich gesagt, kann ich das momentan noch nicht genau sagen. Ein weiteres Studium reizt mich auf jeden Fall, aber im Moment stehen andere Pläne wie ein möglicher Umzug oder berufliche und private Projekte im Vordergrund. Sicher ist aber: Mein Bildungsweg ist noch nicht abgeschlossen, und es wird definitiv weitergehen.“</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Wed, 19 Mar 2025 12:45:05 +0100</pubDate>
                        <title>Steffen Möhlenkamp: mit Disziplin und Planung zum Jahrgangsbesten</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2025/03/steffen-moehlenkamp-mit-disziplin-und-planung-zum-jahrgangsbesten/</link>
                        <description>Mit 26 Jahren hat Steffen Möhlenkamp bereits einen herausragenden Erfolg erzielt: Er schloss sein duales Bachelorstudium in „Management betrieblicher Systeme“ mit der Studienrichtung Betriebswirtschaft als Jahrgangsbester ab. Im Interview erzählt er, wie er trotz zahlreicher Herausforderungen diese Spitzenleistung erreichte, welche Rolle seine Kommiliton*innen und sein Unternehmen dabei spielten und welche Pläne er für die Zukunft verfolgt.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Steffen, nach deiner Ausbildung hast du dich für ein duales, berufsintegrierendes Studium entschieden. Was ist das Besondere an der berufsintegrierenden Studienform?</strong></p>
<p>„Das duale Studium in dem berufsintegrierenden Studienformat ist besonders interessant für Personen, die eine abgeschlossene Ausbildung haben und in einem Unternehmen einer Berufstätigkeit nachgehen. Der Job erfordert es, dass man in jeder Woche im Unternehmen ist, so dass wir nicht, wie die meisten anderen Studierenden, im Blockmodell studieren, sondern immer freitags und samstags am Campus sind. Dann dauert das Studium auch 8 Semester. Das war genau das richtige Studienmodell für mich. Nach meiner Ausbildung zum Industriekaufmann bei der Firma Röchling wollte ich richtig Arbeiten und Berufserfahrung sammeln. Gleichzeitig reichte mir aber mein Ausbildungsabschluss noch nicht und ich wollte mein Wissen vertiefen und erweitern. Anfangs war ich mir jedoch unsicher, welchen Weg ich einschlagen sollte. Nach gründlicher Überlegung entschied ich mich für das duale Bachelorstudium in „Management betrieblicher Systeme“ mit dem Schwerpunkt Betriebswirtschaft. Die Kombination aus theoretischem Wissen und praktischer Anwendung im Unternehmen hat mich besonders gereizt.“</p>
<p><strong>Und du hast das Studium nicht nur erfolgreich abgeschlossen, sondern wurdest auch als Jahrgangsbester ausgezeichnet. Wie hast du diesen Moment erlebt?</strong></p>
<p>„Das war eine riesige Überraschung für mich! Ich hatte überhaupt nicht damit gerechnet und erfuhr erst bei der Abschlussfeier von der Auszeichnung. In dem Moment war ich völlig überwältigt. Auf der Bühne gingen mir so viele Gedanken durch den Kopf – die ganze harte Arbeit der letzten vier Jahre, die Herausforderungen, die ich gemeistert habe und natürlich die Freude darüber, dass sich all das gelohnt hat. Gleichzeitig war ich auch ein bisschen wehmütig, weil das Studium damit endgültig abgeschlossen war. Ich habe die Zeit am Campus Lingen mit meinen Kommiliton*innen sehr genossen und es ist schon ein besonderes Gefühl, wenn so ein Kapitel im Leben zu Ende geht.“</p>
<p><strong>Eine solche Leistung erfordert sicherlich viel Disziplin und gutes Zeitmanagement. Hattest du eine spezielle Strategie, um all das unter einen Hut zu bekommen?</strong></p>
<p>„Das war definitiv eine der größten Herausforderungen. Besonders am Anfang war es schwierig, da ich direkt von der Schule und Berufsschule kam, wo man noch viel Unterstützung bekommt. Im Studium musste ich dann lernen, mich selbst zu organisieren und zu motivieren. Ich habe schnell erkannt, dass ein gutes Zeitmanagement unerlässlich ist. Meine Strategie bestand darin, die Praxis-Transfer-Projekte (PTPs) so früh wie möglich in Angriff zu nehmen und abzuschließen. So konnte ich genügend Zeit einplanen, um mich auf die Klausuren vorzubereiten und die Vorlesungsinhalte nachzuarbeiten. Jede Woche habe ich versucht, den Stoff zusammenzufassen und zu wiederholen, um am Ende des Semesters nicht unter Zeitdruck zu geraten.“</p>
<p><strong>Wer waren die wichtigsten Ansprechpartner*innen für dich während des Studiums, und wie haben sie dir geholfen? </strong></p>
<p>„Ich wusste immer, dass ich mich an Sebastian Kizinna, den Betreuer des Studiengangs „Management betrieblicher Systeme“, wenden konnte. Besonders wertvoll war auch der Austausch mit meinen Kommiliton*innen. Wir haben uns gegenseitig motiviert, vor allem in schwierigen Phasen. In solchen Momenten war es hilfreich, mit den anderen zu sprechen, sich gegenseitig zu unterstützen und zusammen Lösungen zu finden. Auch mein Praxisbetrieb Röchling hat mir den Rücken freigehalten, insbesondere während der Prüfungsphasen.“</p>
<p><strong>Das duale Studium verbindet Theorie und Praxis. Welche Herausforderungen sind dir dabei begegnet?</strong></p>
<p>„Definitiv gab es einige. Besonders herausfordernd fand ich bestimmte Module, in denen die Verbindung zwischen Theorie und meiner Arbeit im Vertrieb nicht sofort klar war. Ein Beispiel ist die finanzwirtschaftliche Unternehmensbewertung, die oft sehr abstrakt wirkte. Andererseits gab es auch praxisnahe PTPs, etwa im Marketing oder Produktmanagement, wo ich meine täglichen Aufgaben im Unternehmen direkt einbringen konnte.“</p>
<p><strong>Du hast jetzt dein Bachelorstudium erfolgreich abgeschlossen und bist fest bei Röchling angestellt. Welche nächsten Schritte planst du? Hast du konkrete Ziele für die kommenden Jahre?</strong></p>
<p>„In den nächsten Jahren möchte ich mich beruflich weiterentwickeln und die Chancen nutzen, die sich mir bieten. Ein Masterstudium plane ich ebenfalls, bin mir aber noch unsicher, in welche Richtung es gehen soll. Neben Beruf und Studium möchte ich auch die Zeit nachholen, die durch die Pandemie verloren ging. Reisen und Zeit mit Freunden stehen ganz oben auf meiner Liste.“</p>
<p><strong>Hast du abschließend noch einen Rat für diejenigen, die über ein duales Studium nachdenken?</strong></p>
<p>„Ich kann das duale Studium am Campus Lingen nur empfehlen. Es ist zwar anspruchsvoll und erfordert Disziplin sowie ein gutes Zeitmanagement, aber die Verbindung von Theorie und Praxis ist einfach einzigartig. Besonders der Campus in Lingen hat mir viel gebracht, und ich bin überzeugt, dass jede*r, der diesen Weg wählt, davon profitieren wird. Die vier Jahre sind zwar fordernd, aber definitiv machbar. Wer sich engagiert und das Studium ernst nimmt, wird dafür belohnt. Mein Tipp: Traut euch und probiert es aus – es lohnt sich in jedem Fall!“</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Wed, 05 Mar 2025 10:00:00 +0100</pubDate>
                        <title>Zwischen Bayern und Lingen: Warum Tim Haid auf das IDS setzt</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2025/03/zwischen-bayern-und-lingen-warum-tim-haid-auf-das-ids-setzt/</link>
                        <description>Tim Haid hat sich für einen Weg entschieden, der Flexibilität, interdisziplinäres Denken und Zukunftsperspektiven vereint. Der duale Masterstudent studiert Technologieanalyse, -engineering und -management mit der Studienrichtung Wirtschaftsingenieurwesen am Campus Lingen und verbindet dabei berufliche Praxis mit akademischen Herausforderungen. Als Gasthörer nutzt er ein besonderes Studienmodell, das es ihm ermöglicht, sein Studium bereits vor der vollen Berufserfahrung zu beginnen. Im Interview erzählt Tim, wie er Studium und Beruf zwischen Bayern und Lingen meistert, warum ihn Wirtschaftsingenieurwesen begeistert und welche Ziele er anstrebt.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Hallo Tim. Warum hast du dich für den dualen Master in Lingen entschieden?</strong></p>
<p><strong>„</strong>Für mich war es wichtig, ein Studium zu finden, das breit gefächert ist und mich nicht zu sehr auf ein spezifisches Fachgebiet festlegt. Dieser Master klang für mich spannend, weil er neben den spezifischen Schwerpunktsetzungen auch darauf abzielt, Konzepte zu vermitteln, mit denen man Probleme analysieren und lösen kann, unabhängig vom Themenfeld. In den fachspezifischen Schwerpunkten geht es um Spezialwissen. Aber es gibt in dem Masterstudium auch die Möglichkeit, den Fokus darauf zu richten, wie man Zusammenhänge erkennt und neue Lösungen erarbeitet. Das finde ich besonders zukunftsorientiert, weil sich viele Berufsfelder in den nächsten Jahren weiterentwickeln werden. Mit dem Studiengang kann ich flexibel auf neue Anforderungen reagieren.“</p>
<p><strong>Warum hast du die Studienrichtung Wirtschaftsingenieurwesen gewählt?</strong></p>
<p><strong>„</strong>Ich wollte mich möglichst breit aufstellen. Mein Ziel war es, mein technisches Wissen aus dem Bachelor weiter auszubauen, aber auch betriebswirtschaftliche Kompetenzen zu erlangen. Wirtschaftsingenieurwesen ist für mich der perfekte Mittelweg, um beide Welten zu verbinden. Später in meinem Beruf möchte ich sowohl die technischen als auch die wirtschaftlichen Anforderungen eines Projekts verstehen und mitgestalten können. Es geht mir darum, interdisziplinär zu denken und zu handeln – also nicht nur auf einer Ebene zu bleiben, sondern technische Herausforderungen auch im wirtschaftlichen Kontext zu lösen.“</p>
<p><strong>Du bist aktuell Gasthörer. Was bedeutet das?</strong></p>
<p><strong>„</strong>Als Gasthörer habe ich die Möglichkeit, mit dem Studium zu starten, obwohl ich noch nicht das geforderte Jahr Berufserfahrung vorweisen kann. Es ist sozusagen eine Sonderregelung, die mir erlaubt, mein Masterstudium aufzunehmen, während ich parallel Berufserfahrung sammle. Der Ablauf des Studiums ist dabei identisch mit dem regulären Weg: Die Module, Prüfungen und Anforderungen sind genau dieselben, und meine erbrachten Leistungen werden vollständig anerkannt. Nach einem Jahr werde ich dann normal immatrikuliert, sobald ich die nötige Berufserfahrung offiziell nachweisen kann.“</p>
<p><strong>Du wohnst und arbeitest in Bayern. Die Vorlesungs- und Prüfungsphasen finden aber in Lingen statt. Wie organisierst du dich in deinem Studium?</strong></p>
<p><strong>„</strong>Das erfordert natürlich ein bisschen Planung, aber es funktioniert besser, als man denkt. Mein Studium ist blockweise organisiert, das heißt, ich bin nicht ständig in Lingen, sondern komme nur für bestimmte Vorlesungs- und Prüfungsphasen an den Campus. Dazwischen habe ich Zeit, mich auf meine Arbeit zu konzentrieren oder Studieninhalte nachzuarbeiten. Da ich durch meinen Job im Außendienst ohnehin viel unterwegs bin, bin ich lange Fahrten gewöhnt. Die Strecke von etwa viereinhalb Stunden nach Lingen nehme ich also relativ entspannt. Ich plane meine Reisen so, dass ich sie effizient mit meiner Arbeit kombinieren kann. Zum Beispiel fahre ich direkt nach einem Kundentermin in Richtung Lingen, was mir zusätzliche Zeit spart.“</p>
<p><strong>Wie unterstützt dein Unternehmen dich bei deinem Master?</strong></p>
<p><strong>„</strong>Mein Arbeitgeber hat mich in meiner Entscung für den Master von Anfang an unterstützt. Sie übernehmen die Studiengebühren, was natürlich eine finanzielle Entlastung für mich ist. Außerdem durfte ich meine Arbeitszeit auf 80 % reduzieren, um mehr Freiraum für das Studium zu haben. Das war eine wichtige Voraussetzung für mich, denn der duale Master erfordert eine Menge Zeit und Einsatz. Mein Unternehmen hat mir diese Flexibilität eingeräumt, weil sie den Mehrwert sehen, den ich durch die zusätzlichen Qualifikationen auch in die Firma einbringe.“</p>
<p><strong>Wie hat dein Unternehmen auf deine Pläne reagiert, den Masterstudiengang in Lingen zu absolvieren?</strong></p>
<p><strong>„</strong>Das war tatsächlich überraschend unkompliziert. Es war von Anfang an klar, dass es meine Entscheidung ist, welchen Master ich machen möchte und wo ich ihn mache. Mein Unternehmen hat meinen Vorschlag akzeptiert, ohne viele Fragen zu stellen und mir dann die Unterstützung gegeben, die ich für die Umsetzung brauchte. Ich denke, sie vertrauen darauf, dass ich weiß, was ich tue, und sehen es positiv, dass ich mich weiterentwickeln möchte.“</p>
<p><strong>Wie sehen deine Pläne für die Zukunft aus?</strong></p>
<p><strong>„</strong>Mein erster Schritt ist natürlich, den Master erfolgreich abzuschließen. Danach möchte ich gerne ins Ausland gehen, um internationale Erfahrungen zu sammeln. Vielleicht ergibt sich das sogar schon während des Studiums, falls sich Projekte in anderen Ländern ergeben. Unsere Firma hat zum Beispiel einen Standort in England und ich könnte mir gut vorstellen, dort für ein Jahr oder länger zu arbeiten. Insgesamt möchte ich mich beruflich weiterentwickeln und möglichst viele verschiedene Aufgabenbereiche kennenlernen, um meine Kompetenzen zu erweitern. Langfristig möchte ich in einer Führungsposition arbeiten, in der ich technische und wirtschaftliche Themen miteinander verbinden kann.“</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Wed, 29 Jan 2025 07:33:00 +0100</pubDate>
                        <title>Annika Hans: Banking und Finanzen treffen auf neue Perspektiven</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2025/01/annika-hans-banking-und-finanzen-treffen-auf-neue-perspektiven/</link>
                        <description>Nach ihrem Bachelorstudium in „Banking and Finance“ hat sich Annika Hans für das duale Masterstudium am Campus Lingen entschieden. Sie studiert „Führung und Organisation“ mit der Studienrichtung „Controlling und Finanzen“. Warum sie diesen Weg eingeschlagen hat, wie sie ihren beruflichen Alltag mit dem Studium kombiniert und welche Perspektiven sie für die Zukunft sieht, erfahrt ihr in unserem neusten Blogbeitrag.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Warum hast du dich für den Masterstudiengang „Führung und Organisation“ mit der Studienrichtung „Controlling und Finanzen“ in Lingen entschieden?</strong></p>
<p>„Ich habe meinen Bachelor an der Berufsakademie für Bankwirtschaft absolviert und fand das duale Studienmodell von Anfang an sehr passend für mich. Für meinen Master wollte ich weiterhin berufstätig bleiben und nicht komplett aus dem Arbeitsalltag aussteigen – dafür bietet Lingen die perfekte Möglichkeit. Die Blockphasen, bei denen sich eine Woche Studium und mehrere Wochen Praxis abwechseln, sind optimal strukturiert. Außerdem wollte ich mich nicht nur auf Bankwirtschaft festlegen, sondern meinen Horizont erweitern. Die Studienrichtung Controlling und Finanzen bietet eine gute Kombination aus fachlicher Expertise und der Entwicklung von übergreifenden Fähigkeiten, wie Organisation und strategischem Denken. Diese Kompetenzen sind für meinen aktuellen Job als Firmenkundenberaterin besonders wichtig. Mein Ziel ist es, nicht nur fachlich fit zu sein, sondern auch die „softe“ Ebene von Führung und Organisation besser zu verstehen.“</p>
<p><strong>Welche Vorkenntnisse aus deinem Bachelor sind für den Master besonders hilfreich?</strong></p>
<p>„Im Master werden Grundlagen in Betriebswirtschaftslehre und für meine Studienrichtung teils Finanzwesen vorausgesetzt, die ich im Bachelor bereits gut erlernt habe. Theoretische Modelle, die wir häufig in Reflexionsorientierten Transferstudien (RTS) anwenden, sind mir vertraut. Diese Basis erleichtert den Einstieg in die Module des dualen Masters erheblich.“</p>
<p><strong>Was macht für dich den Reiz eines Masterstudiums im Vergleich zum Bachelor aus?</strong></p>
<p>„Ich bevorzuge den Master, weil man in dieser Phase des Lebens bereits einen gefestigten Job hat und eigenständig arbeiten kann. Während des Bachelors sucht man häufig noch seinen Platz, sammelt Erfahrungen und durchläuft verschiedene Abteilungen. Im Master schätze ich besonders die größere Freiheit und die Übernahme von Verantwortung.“</p>
<p><strong>Hast du Tipps, wie man das duale Masterstudium mit dem Beruf erfolgreich kombiniert?</strong></p>
<p>„Frühzeitige Planung ist im dualen Studium entscheidend. Da die meisten Aufgaben in der Freizeit anfallen, ist es hilfreich, klare Ziele zu setzen und strukturiert darauf hinzuarbeiten. Gleichzeitig sollte man sich nicht zu sehr unter Druck setzen und genug Pufferzeiten einplanen. Dabei sollte man den Überblick behalten und sich bewusst Pausen gönnen.“</p>
<p><strong>Wem würdest du den dualen Master in Lingen empfehlen?</strong></p>
<p>„Das Studium ist ideal für alle, die sich beruflich weiterentwickeln möchten, ohne ihren Job aufzugeben. Die Kombination aus Theorie und Praxis bereichert sowohl fachlich als auch persönlich. Besonders die Kombination aus Blockphasen und Reflexionsarbeiten macht es möglich, neue Erkenntnisse direkt in den Arbeitsalltag zu integrieren. Wer Wert auf Austausch mit Kommiliton*innen und praxisnahe Inhalte legt, ist hier genau richtig.“</p>
<p><strong>Wie sehen deine beruflichen Ziele nach dem Studium aus?</strong></p>
<p>„Derzeit arbeite ich als Firmenkundenberaterin – eine Position, die perfekt zu meinen Interessen und Fähigkeiten passt. Nach dem Bachelor habe ich als Vertriebsassistentin im Firmenkundebereich begonnen und bin über eine Traineestelle in die Beratung gewechselt. Mittelfristig möchte ich die bereits bestehenden Kundebeziehungen weiter ausbauen und die Verantwortung über größere Firmenkundenmandate übernehmen.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <guid isPermaLink="false">news-12664</guid>
                        <pubDate>Wed, 08 Jan 2025 10:00:00 +0100</pubDate>
                        <title>&#039;Ein Studium wie ein Adler&#039; - Josefa Shi über den Bachelorstudiengang Wirtschaftsingenieurwesen</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2025/01/frauenpower-im-ingenieurwesen-josefa-shi-ueber-ihre-studienwahl-und-erfahrungen-im-maennerdominierten-wirtschaftsingenieurwesen/</link>
                        <description>Josefa Shi hat sich für einen Weg entschieden, der Theorie und Praxis optimal verbindet. Die 21-jährige studiert dual Wirtschaftsingenieurwesen im dritten Semester und arbeitet bei ELA Container in Haren. Ihr Studium bietet ihr nicht nur die Möglichkeit, sich sowohl in technischen als auch in wirtschaftlichen Themen zu spezialisieren, sondern auch das Gelernte direkt in ihrem Arbeitsalltag anzuwenden. Im Interview berichtet Josefa von den Herausforderungen und Chancen ihres Studiums, den spannenden Projekten, die sie umgesetzt hat und warum sie Wirtschaftsingenieurwesen mit einem Adler vergleicht.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Was gefällt dir am Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen besonders?</strong></p>
<p>„Ich mag besonders die Abwechslung zwischen den technischen und wirtschaftlichen Modulen. So erhalte ich einen umfassenden Einblick in beide Themenfelder und sehe, wie sie sich gegenseitig ergänzen. In den technischen Modulen wie z.B. Physik oder Mechanik habe ich ein tieferes Verständnis für den Aufbau unserer Produkte entwickelt, während die wirtschaftlichen Module wie z.B. Marketing mir helfen, die Prozesse unseres Unternehmens besser einzuordnen. Gerade diese Vielseitigkeit macht das Studium für mich so spannend.“</p>
<p><strong>Wie erlebst du den Theorie-Praxis-Transfer im Studium?</strong></p>
<p>„Für mich ist es unglaublich hilfreich. Im dualen Studium kann ich theoretische Inhalte direkt in der Praxis anwenden, was das Verständnis enorm erleichtert. Ein gutes Beispiel dafür war ein Projekt aus meinem ersten Semester. In meinem Unternehmen konnte ich die Inhalte aus dem Marketing-Modul nutzen, um die Social-Media-Präsenz zu analysieren und Verbesserungsvorschläge zu machen.</p>
<p>Gleichzeitig haben mir technische Module wie Physik geholfen, die mechanischen Abläufe in unserem Betrieb besser zu verstehen. Solche Projekte zeigen, wie eng Theorie und Praxis im Studium verknüpft sind.“</p>
<p><strong>Welche Prüfungsformen gibt es im dualen Studium in Lingen und welche bevorzugst du?</strong></p>
<p><strong>„</strong>Wir haben verschiedene Prüfungsformen, von klassischen Klausuren bis hin zu den sogenannten PTPs (Praxis-Transfer-Projekte). Besonders gut gefallen mir die PTPs, da sie mehr Zeit bieten, sich intensiv mit einem Thema zu beschäftigen. Während man in einer Klausur oft nur 90 Minuten hat, um sein Wissen abzurufen, ermöglichen es PTPs tiefer in die Materie einzutauchen. Ich schätze es, wenn ich meine Gedanken strukturiert präsentieren und Lösungen entwickeln kann, die direkt in der Praxis genutzt werden können.“</p>
<p><strong>Welche Fähigkeiten konntest du durch dein Studium bisher entwickeln?</strong><strong> </strong></p>
<p>„Mein Studium hat mir ein tieferes technisches Verständnis vermittelt, insbesondere in Bereichen wie dreidimensionalem Denken, das ich durch Module wie Technische Physik und Konstruktionslehre deutlich verbessert habe. Gleichzeitig habe ich gelernt, technische und wirtschaftliche Aspekte miteinander zu verknüpfen – eine Fähigkeit, die in meinem Job besonders wichtig ist, da ich oft mit Abteilungen zusammenarbeite, die entweder technisch oder wirtschaftlich ausgerichtet sind. Zudem hat das Studium meine Problemlösungsfähigkeiten und mein Zeitmanagement deutlich verbessert, da ich regelmäßig zwischen Theorie und Praxis wechsle.“</p>
<p><strong>Gab es ein Modul, das dir besonders im Gedächtnis geblieben ist?</strong></p>
<p>„Auf jeden Fall! Technische Physik im ersten Semester hat mir besonders gut gefallen, weil unser Professor viele Experimente eingebaut hat, die die theoretischen Konzepte greifbarer gemacht haben. Auch Fluidmechanik war ein Highlight. Zwar war es anspruchsvoll, aber die praktischen Beispiele und Experimente haben die Inhalte verständlich gemacht. Zum Beispiel haben wir berechnet, welche Kräfte auf Objekte wirken, und das dann in realen Tests überprüft. Solche praktischen Erfahrungen bleiben nachhaltig im Gedächtnis.“</p>
<p><strong>Wirtschaftsingenieurwesen kombiniert Technik und Wirtschaft. Was gefällt dir an dieser Mischung besonders?</strong></p>
<p>„Die Kombination aus Technik und Wirtschaft ist das Herzstück unseres Studiengangs. Viele Ingenieure sind technisch sehr versiert, haben aber oft keinen direkten Blick für die wirtschaftlichen Zusammenhänge. Als Wirtschaftsingenieurin kann ich beides vereinen: technische Probleme lösen und gleichzeitig die wirtschaftlichen Konsequenzen im Blick behalten. Ein gutes Beispiel ist die Materialauswahl in der Produktion. Dabei kann ich sowohl die technischen Anforderungen als auch eine Kosten-Nutzen-Analyse berücksichtigen. Diese Fähigkeit macht uns zu wichtigen Schnittstellen im Unternehmen und ermöglicht einen ganzheitlichen Blick auf komplexe Prozesse.“</p>
<p><strong>Welches Tier würde deinen Studiengang am besten beschreiben? </strong></p>
<p>„Gute Frage. Ich würde sagen ein Adler passt perfekt. Er hat den Überblick, ist stark und anpassungsfähig. Das spiegelt unseren Studiengang wider: Wir lernen, unterschiedliche Perspektiven zu berücksichtigen, interdisziplinär zu denken und trotzdem auf die Details zu achten.“</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Thu, 12 Dec 2024 14:00:00 +0100</pubDate>
                        <title>Zwei Städte, ein Studium: Sina Popkes Einblicke ins Wechselwohnen </title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2024/12/zwei-staedte-ein-studium-sina-popkes-einblicke-ins-wechselwohnen/</link>
                        <description>Das Leben zwischen zwei Städten kann für duale Studierende eine große Herausforderung dar-stellen, insbesondere wenn es darum geht, eine geeignete Wohnung zu finden. Das Konzept des Wechselwohnens bietet hierbei eine funktionierende Lösung. Wechselwohnen bedeutet, zwei Studierende teilen sich eine Wohnung in dem sie zu unterschiedlichen Zeiträumen dort leben. Studierende haben die Möglichkeit, an zwei Orten zu wohnen, ohne eine zu starke finanzielle Belastung tragen zu müssen.
In Lingen ermöglicht das Studentenwerk Osnabrück Studierenden, über ein spezielles Portal Gesuche nach Wohnraum einzustellen oder passende Angebote zu suchen. Dabei ist es für Stu-dierende wichtig anzugeben, für welchen Zeitraum des Jahres sie eine Wohnung suchen. Vo-raussetzung dafür ist, dass die Personen an der Hochschule immatrikuliert ist. 
Das Studentenwerk Osnabrück bietet zudem eigene Wohnungen, wie am Lingener Wasserturm, an, wo es insgesamt 89 Einzelappartements gibt, von denen viele von Wechselwohner*innen belegt sind. Diese Mischung aus temporären und dauerhaften Mietern hilft, den Wohnraumbe-darf auszugleichen. 
Ein Beispiel für die erfolgreiche Nutzung des Wechselwohnens ist Sina Popke. Sie studiert BWL dual im 3. Semester. Sina erzählt uns im Interview, wie sie dieses Konzept für sich nutzt, um die Anforderungen ihres dualen Studiums zu bewältigen. Sie teilt ihre Erfahrungen und beschreibt die Vorteile, die das Wechselwohnen für sie mit sich bringt.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Hallo Sina, du machst Wechselwohnen. Was genau bedeutet das? </strong></p>
<p><strong>„</strong>Genau, beim Wechselwohnen pendle ich zwischen zwei Wohnorten. In Versmold, in der Nähe meines Arbeitgebers in Halle Westfalen, wohne ich normalerweise. Für die Theoriephasen ziehe ich dann nach Lingen, wo ich in einer WG lebe. Dort teile ich mir ein Zimmer mit einem Wohnpartner, aber wir sind nie gleichzeitig da – ich bin in der Wohnung, wenn ich in der Theoriephase bin, und er ist da, wenn ich in der Praxisphase bin. So teilen wir uns nicht nur das Zimmer, sondern auch die Mietkosten, was sehr praktisch ist.“</p>
<p><strong>Was genau sind Theorie- und Praxisphasen? </strong></p>
<p>“Im dualen Studium ist das Semester in eine Theoriephase, in der wir im Studium hier in Lingen sind und eine Praxisphase aufgeteilt, die im Unternehmen stattfindet. Dabei ist das duale Studium so organisiert, dass die Hälfte der Studierenden in einer Theoriephase sind und die andere Hälfte in der Praxisphase. Ca. alle 3 Monate wechseln die Studierenden ihre Phase.</p>
<p>Mein Unternehmen ist die August Storck KG in Halle Westf. Das ist von Lingen zu weit entfernt, um täglich hin und her zu fahren. Daher ziehe ich für die Theoriephase immer nach Lingen.“</p>
<p><strong>Wie bist du auf das Konzept des Wechselwohnens aufmerksam geworden? </strong></p>
<p><strong>„</strong>Ich habe davon zum ersten Mal erfahren, als ich mich mit älteren Studierenden aus meinem Unternehmen unterhalten habe. Schnell kam die Frage auf, wie man das Wohnen organisiert, wenn man nur für drei Monate in Lingen ist. An meiner Hochschule gibt es das A- und B-Block-System, bei dem die Studierenden in zwei Gruppen aufgeteilt sind und sich im Studium abwechseln. Das hat super gepasst, weil man sich so mit jemandem zusammentun kann, der im anderen Block ist, und gemeinsam eine Wohnung anmieten kann.“</p>
<p><strong>Wie hast du deinen Wohnpartner gefunden? </strong></p>
<p><strong>„</strong>Im ersten Semester hat mich eine dual Studierende aus meinem Unternehmen angesprochen, die schon länger in einer WG in Lingen wohnte. Sie war im A-Block und ich startete mein 1. Semester im B-Block, sodass wir die Wohnung optimal gemeinsam nutzen konnten. Nachdem sie ihr Studium beendet hat, bin ich die Hauptmieterin der Wohnung geworden, anschließend habe ich mir einen Untermieter bzw. eine Untermieterin gesucht. Das war ziemlich einfach, da ich in einer großen WG lebe und meine Mitbewohner*innen mich mit anderen Studierenden vernetzt haben. So habe ich jemanden aus dem fünften Semester gefunden, der während meiner Praxisphase in meinem Zimmer wohnt.“</p>
<p><strong>Wie organisiert ihr euch dabei? </strong></p>
<p><strong>„</strong>Bei der Wohnungsbesichtigung habe ich ihm zunächst erläutert, wie der Alltag in der WG aussieht – etwa den Putzplan und welche Küchenschränke er nutzen kann. Wir haben dann einige Regeln festgelegt, um ein harmonisches Wechselwohnen zu gewährleisten. Zwischendurch kommunizieren wir, um sicherzustellen, dass alles in Ordnung ist und keine Fragen offenbleiben. Bisher klappt das alles sehr entspannt.“</p>
<p><strong>Welche Vorteile siehst du im Wechselwohnen? </strong></p>
<p>„Ich schätze es sehr, die Möglichkeit zu haben, ein zweites Zuhause zu schaffen, ohne dauerhaft von meinem ursprünglichen Wohnort wegziehen zu müssen. Dadurch kann ich in Lingen neue Freundschaften knüpfen und das Leben dort in vollen Zügen genießen. Ein weiterer Gesichtspunkt ist natürlich, die Fahrtzeitersparnis von täglich ca. 3 Stunden.“</p>
<p>Ein weiterer großer Vorteil des Wechselwohnens ist, dass ich keine Miete zahlen muss, für die Zeit, in der ich nicht in Lingen bin. Zusätzlich werde ich glücklicherweise während meiner Theoriephase finanziell von meinem Unternehmen unterstützt. Besonders interessant finde ich zudem auch das WG-Leben, da man viele verschiedene Menschen aus unterschiedlichen Studiengängen und Bereichen trifft. So entsteht ein bunter Mix aus Erfahrungen und Persönlichkeiten.“</p>
<p><strong>Gibt es auch Herausforderungen? </strong></p>
<p>„Ja, definitiv. Der Umzug alle drei Monate stellt eine Herausforderung dar. Man muss jedes Mal überlegen, welche Sachen man mitnimmt, und diese dann hin und her transportieren. Dafür ist oft ein ganzes Wochenende notwendig, um sich wieder einzurichten und alles zu organisieren. Zusätzlich muss man das Zimmer nach jeder Theoriephase komplett freiräumen, da der andere Wohnpartner natürlich auch seine eigenen Dinge mitbringt. Man hat also kein festes Zuhause, das man einmal gemütlich einrichten kann, sondern muss ständig alles ein- und ausräumen.“</p>
<p><strong>Würdest du etwas am Konzept verbessern? </strong></p>
<p>„Ich hatte persönlich keine Probleme, eine Wohnung zu finden, aber ich habe von anderen gehört, dass das nicht immer so leicht ist. Es wäre eventuell hilfreich, wenn die Hochschule oder die Unternehmen mehr Unterstützung bei der Wohnungssuche leisten könnten, besonders für neue Studierende. Unternehmen könnten beispielsweise die interne Kommunikation zwischen „Alt-Dualis“ und „Erstis“ fördern.“</p>
<p><strong>Würdest du das Wechselwohnen anderen dual Studierenden empfehlen? </strong></p>
<p>„Auf jeden Fall! Ich halte es für eine hervorragende Möglichkeit, während des Studiums selbstständig zu werden. Lingen ist eine wunderschöne Stadt, und es macht viel Spaß, das Leben dort mit den Kommiliton*innen zu genießen. Darüber hinaus ermöglicht das WG-Leben viele neue Menschen kennenzulernen, was eine wertvolle Erfahrung ist. Ich kann das Konzept definitiv weiterempfehlen.“</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Mon, 02 Dec 2024 16:19:49 +0100</pubDate>
                        <title>Erfolgreich im dualen Studium: Lena Schlüter zeigt, wie es gehen kann</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2024/12/erfolgreich-im-dualen-studium-lena-schlueter-zeigt-wie-es-gehen-kann/</link>
                        <description>Lena Schlüter ist ein waschechtes Kind des dualen Studiums: 2021 schloss sie ihren dualen Bachelor in Betriebswirtschaftslehre am Campus Lingen ab und absolvierte 2024 erfolgreich den berufsbegleitenden Master „Führung &amp; Organisation“. Heute ist sie als HR-Projekt- und Prozessmanagerin beim NEXT NOZ Expert Team, einer Tochtergesellschaft der Neuen Osnabrücker Zeitung, tätig. Im Interview teilt Lena Einblicke in ihren Studienweg, die Herausforderungen in ihrem Berufsalltag und die prägenden Erfahrungen, die sie auf ihrem Karriereweg gesammelt hat.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Was hat dich dazu bewogen, dich für ein duales Studium am IDS zu entscheiden?</strong></p>
<p>„Ein duales Studium stand bei mir von Anfang an ganz oben auf der Liste. Ich schätze Effizienz, und die Kombination aus Ausbildung und Studium innerhalb von nur drei Jahren war für mich ideal. Die Neue Osnabrücker Zeitung mit der Ausbildung zur Medienkauffrau bot zudem eine spannende Alternative zur klassischen Industriekauffrau. So entstand mein Plan A – und zum Glück ist dieser auch aufgegangen.“</p>
<p><strong>Welche Momente aus deiner Studienzeit sind dir besonders im Gedächtnis geblieben?</strong></p>
<p>„Ich denke dabei sofort an sowohl positive als auch herausfordernde Erlebnisse. Leider war meine Bachelorzeit stark von Corona geprägt, was auch die Prüfungen beeinflusste. 2020 wurden die Abschlussprüfungen meiner Ausbildung verschoben, sodass sie zeitgleich mit der Klausurenphase der Hochschule stattfanden. Das hat selbst die organisiertesten Studierenden nervös gemacht.</p>
<p>Positiv bleibt mir aber vor allem die gemeinsame Zeit mit meinen Kommiliton*innen in Erinnerung. Im Bachelor konnten wir viel miteinander unternehmen und trotz des dualen Studiums das Studentenleben genießen. Im Master waren es vor allem die intensiven fachlichen Diskussionen und der Austausch von Erfahrungen, die für mich besonders wertvoll waren.“</p>
<p><strong>Wie verlief der Übergang vom dualen Studium in den Beruf? Gab es Herausforderungen, auf die du nicht vorbereitet warst?</strong><br> „Der Übergang war für mich nicht komplett neu, da ich nach dem Studium in der Mediengruppe geblieben bin und zur Verwaltungsgesellschaft NEXT NOZ Expert Team gewechselt bin. Dadurch waren mir die Strukturen und die Personen bereits vertraut. Trotzdem war es ein Unterschied, nicht mehr Azubi, sondern festangestellte Mitarbeiterin zu sein.</p>
<p>Zwei Dinge sind mir dabei besonders in Erinnerung geblieben: Zum einen hat mir das Studium sehr geholfen, weil ich gelernt habe, strukturiert an Aufgaben heranzugehen. Nach dem Abschluss von Bachelor und Ausbildung wurde mir aber klar, dass es keine klar definierten Arbeitsaufträge mehr gibt – ich musste meinen eigenen Weg finden, um Ziele zu erreichen. Gerade darauf bereitet das Studium gut vor.</p>
<p>Nach dem Master gab es kaum neue Herausforderungen, da ich bereits in meiner aktuellen Position gearbeitet habe.“</p>
<p><strong>Welche Fähigkeiten, die du während des Studiums entwickelt hast, helfen dir heute in deiner aktuellen Position bei der NEXT?</strong></p>
<p>„An erster Stelle steht definitiv die Fähigkeit, strukturiert zu arbeiten – etwas, das in berufsbegleitenden Studiengängen unverzichtbar ist. Auch das wissenschaftliche Arbeiten spielt eine große Rolle in meinem Berufsalltag. Probleme gezielt zu analysieren, klare Zielsetzungen zu formulieren und passende Methoden für die Lösung auszuwählen, fällt mir dadurch deutlich leichter.“</p>
<p><strong>Du bist heute bei der NEXT als HR-Projekt- und Prozessmanagerin tätig. Was sind deine Hauptaufgaben und wie hat sich dein Weg zu dieser Position entwickelt?</strong></p>
<p>„Ich habe während meines Masters als Projektassistenz im Bereich Personal-Abrechnung &amp; Service angefangen. Inzwischen bin ich nicht mehr in einer unterstützenden Rolle, sondern leite eigenständig verschiedene Projekte. Ein Beispiel dafür ist die Einführung eines neuen Intranets für die Mediengruppe, die ich Anfang des Jahres gemeinsam mit meinen Kolleg*innen umgesetzt habe.</p>
<p>Aktuell liegt mein Fokus auf der Modernisierung der Systemlandschaft im Personalbereich. Dabei entwickle ich Strategien für die technische Umsetzung, führe neue Systeme ein und gestalte das Change Management – von der Einrichtung der Systeme über Schulungen bis hin zur nachhaltigen Integration.</p>
<p>Zusätzlich bin ich für die Optimierung der Prozesse im HR-Bereich verantwortlich. Meine Aufgabe ist es, effiziente Abläufe zu gestalten, sei es in Zusammenarbeit mit den Systemen oder an den Schnittstellen verschiedener Abteilungen.</p>
<p>Zu dieser Position bin ich durch meine Weiterentwicklung innerhalb des Unternehmens gekommen, unterstützt durch die Kompetenzen, die ich im Studium erworben habe.“</p>
<p><strong>Welche Ziele hast du dir für deine Karriere in den kommenden Jahren gesetzt?</strong></p>
<p>„Mein größtes Ziel ist es, die Freude an meinem Job zu bewahren. Da die Arbeit viel Zeit und Energie erfordert, ist es mir wichtig, morgens mit Motivation und Begeisterung in den Tag zu starten.</p>
<p>Gleichzeitig möchte ich mich persönlich weiterentwickeln, insbesondere in den Bereichen Kommunikation und Rhetorik. Diese Themen faszinieren mich, und ich möchte meine Fähigkeiten in diesem Bereich gezielt ausbauen. Klare und transparente Kommunikation schafft nicht nur Verständnis, sondern motiviert auch – ein Aspekt, den ich in meiner Arbeit weiter stärken möchte.</p>
<p>Insgesamt steht für mich das Lernen und persönliches Wachstum im Vordergrund. Wo mein Weg im Job genau hinführt, lasse ich bewusst offen. Ich möchte flexibel bleiben, neue Chancen entdecken und mich darauf konzentrieren, was mir Freude bereitet.“</p>
<p><strong>Welche Ratschläge hast du für Absolvent*innen, die kurz vor ihrem Berufseinstieg stehen?</strong><br> „Macht euch keinen zu großen Druck, was eure Karriereplanung angeht. Geduld war nie meine Stärke, und es fiel mir oft schwer zu akzeptieren, dass manche Entwicklungen Zeit brauchen – manchmal mehr als nur ein paar Wochen.</p>
<p>Denkt daran, dass es viele Wege gibt, in einem Unternehmen etwas zu bewirken, ohne unbedingt eine Führungsposition einzunehmen. Es sind oft nicht die Entscheider*innen, die den Unterschied machen, sondern diejenigen, die die Entscheidungen umsetzen und vorantreiben.</p>
<p>Ein weiterer Tipp: Große Unternehmen haben zwar oft einen klangvollen Namen und bieten langfristig viele Möglichkeiten, aber kleinere Unternehmen können euch oft schneller die Chance geben, in strategische Entscheidungen eingebunden zu werden und wertvolle Erfahrungen zu sammeln.</p>
<p>Lasst euch also Zeit, eure Stärken zu entdecken, und betrachtet den Weg als euer Ziel. Die besten Entwicklungen passieren oft Schritt für Schritt.“</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Wed, 20 Nov 2024 15:20:45 +0100</pubDate>
                        <title>Nachhaltigkeit in der Wirtschaftsinformatik: Brams Erfahrungen im dualen Studium</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2024/11/nachhaltigkeit-in-der-wirtschaftsinformatik-brams-erfahrungen-im-dualen-studium/</link>
                        <description>In diesem Blog haben wir in den vergangenen Monaten Mentor*innen, Alumni und Professor*innen zu Wort kommen lassen. Doch eines fehlt noch: Erstsemester! Wir sprechen heute mit Bram Karman, einem 20-jährigen Erstsemester im Studiengang „Wirtschaftsinformatik und nachhaltige IT“, und werfen einen Blick auf seine Erfahrungen im dualen Studium. Bram gibt uns Einblicke in seinen Alltag als dualer Student und erklärt, wie seine Leidenschaft für Informatik schon in der Kindheit begann und warum nachhaltige IT für ihn nicht nur ein Beruf, sondern ein wichtiger Schritt in die Zukunft ist.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Hallo Bram. Was hat dich dazu motiviert, diesen Studiengang zu wählen?</strong></p>
<p>„Informatik hat mich schon immer fasziniert. Bereits als Kind habe ich viel mit Hardware gearbeitet, PCs zusammengebaut und natürlich auch Videospiele gespielt. Mein Bruder, der Programmierer ist, hat mich früh in die Softwareentwicklung eingeführt – etwa im Alter von 13 oder 14 Jahren. Er zeigte mir Grundlagen zu Webseiten und JavaScript. Ein reines Informatikstudium wirkte auf mich jedoch etwas zu theoretisch. Deshalb habe ich mich für Wirtschaftsinformatik entschieden, da es die perfekte Kombination aus Informatik und BWL bietet.“</p>
<p><strong>Du bist im ersten Semester und hast sicher schon bemerkt, dass ein duales Studium deutlich praxisorientierter ist als ein klassisches Studium. Wie erlebst du das bisher?</strong></p>
<p>„Auf jeden Fall! Im Betrieb arbeite ich viel mit Datenbanken, und während der Theoriephase haben wir das Thema in Modulen wie „Einführung in die Wirtschaftsinformatik“ ebenfalls behandelt. Es ist spannend zu sehen, wie Theorie und Praxis sich gegenseitig ergänzen. Vor dem Studium hatte ich kaum Erfahrung mit Datenbanken, daher war der Einstieg an der Hochschule für mich besonders hilfreich.“</p>
<p><strong>Der Studiengang heißt „Wirtschaftsinformatik und nachhaltige IT“. Wie findest du es, dass Nachhaltigkeit ein zentraler Bestandteil des Studiengangs ist?</strong></p>
<p>„Ich finde es großartig, dass der Aspekt der Nachhaltigkeit immer stärker in den Fokus rückt. Für Unternehmen gewinnt dieses Thema zunehmend an Bedeutung – sei es durch effizientere Lösungen oder durch kompaktere Codes. Solche Ansätze sind nicht nur umweltfreundlich, sondern schaffen auch klare Wettbewerbsvorteile. Es ist ein zukunftsweisendes Thema, das Unternehmen dabei unterstützt, sich am Markt abzuheben.“</p>
<p><strong>Wie stark ist Nachhaltigkeit in deinem Studiengang verankert, und woran wird das konkret deutlich?</strong></p>
<p>„Besonders im Programmier-Vorlesungen legen wir großen Wert darauf, wiederverwendbaren und kompakten Code zu schreiben. Es geht darum, effizient zu denken und unnötig komplizierte Lösungen zu vermeiden. Auch in Modulen wie Wirtschaftsinformatik spielt Nachhaltigkeit eine Rolle. Wir hatten bereits praxisorientierte Aufgaben, bei denen es darum ging, nachhaltige Lösungen zu entwickeln.“</p>
<p><strong>Wie würdest du den Unterschied zwischen „nachhaltiger IT“ und „herkömmlicher IT“ beschreiben?</strong></p>
<p>„Nachhaltige IT legt den Fokus auf langfristige, umweltfreundliche und gesellschaftlich vorteilhafte Lösungen.&nbsp; Es geht darum, Strategien zu entwickeln, die nicht nur dem Unternehmen zugutekommen, sondern auch der Umwelt und der Gesellschaft. Dabei spielt der soziale Aspekt eine größere Rolle und sorgt dafür, dass nachhaltige Strategien für alle von großem Nutzen sind.“</p>
<p><strong>In ein paar Jahren wirst du deinen Abschluss in der Tasche haben. Was möchtest du dann als „nachhaltiger Wirtschaftsinformatiker“ erreichen?</strong></p>
<p>„Mit dem Abschluss stehen mir viele Wege offen. Ich könnte zum Beispiel in Bereichen tätig werden, die sich auf Datenanalyse und die Entwicklung effizienter Lösungen spezialisieren. Auf jeden Fall möchte ich die IT dazu nutzen Prozesse in Unternehmen nachhaltiger zu machen. Noch ist es schwer zu sagen, in welche Richtung es genau gehen wird, aber mein Ziel ist es, nachhaltige und effiziente Strategien voranzutreiben und damit einen positiven Beitrag zu leisten.“</p>
<p><strong>Du hast deine erste Theoriephase hinter dir und befindest dich jetzt Mitten in deiner Praxisphase. Welche Herausforderungen und Chancen siehst du bisher im Modell des dualen Studiums?</strong></p>
<p>„Eine große Chance liegt darin, Theorie und Praxis direkt miteinander zu verknüpfen – das ist ein klarer Vorteil gegenüber einem klassischen Studium. Herausfordernd kann es manchmal sein, Studium und Arbeit sowie das eigene Zeitmanagement gut zu organisieren, aber mit der richtigen Struktur lässt sich das gut meistern. Außerdem sammelt man früh wertvolle Einblicke in die Arbeitsweise eines Unternehmens – Erfahrungen, die man in einem klassischen Studium ohne längere Praktika nicht in dieser Form bekommt.“</p>
<p><strong>Würdest du dich wieder für diesen dualen Studiengang entscheiden?</strong></p>
<p>„Ja, auf jeden Fall. Bis jetzt macht es mir wirklich großen Spaß. Besonders Module wie Technische Informatik, die stark auf Informatik ausgerichtet sind und logisches Denken erfordern, finde ich sehr spannend. Auch die Auseinandersetzung mit der Geschichte der Informatik im Modul Wirtschaftsinformatik fand ich überraschend interessant.“</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Wed, 13 Nov 2024 19:04:29 +0100</pubDate>
                        <title>Engagement im dualen Studium: Andrej Gossen über seine Zeit als Sprecher der IDS-Mentor*innen</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2024/11/engagement-im-dualen-studium-andrej-gossen-ueber-seine-zeit-als-sprecher-der-ids-mentorinnen/</link>
                        <description>Andrej Gossen hat nicht nur erfolgreich sein duales Studium in Wirtschaftsinformatik am Institut für Duale Studiengänge (IDS) abgeschlossen, sondern auch aktiv das Campusleben mitgestaltet. Als Sprecher der IDS-Mentor*innen war er aktiv daran beteiligt, das Netzwerk der dual Studierenden zu stärken und den Austausch zwischen den verschiedenen Studienformen am Campus Lingen zu fördern. Im Interview erzählt der 26-jährige von seiner Zeit bei den Mentor*innen des IDS, welche Aufgaben er dabei als Sprecher übernahm und warum sich jede*r dual Studierende bei den Mentor*innen engagieren sollte.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Hallo Andrej. </strong><strong>Du warst während deines Studiums bei den Mentor*innen aktiv. Was genau machen die Mentoren*innen des IDS</strong><strong>?</strong></p>
<p><strong>„</strong>Die Mentor*innen sind dual Studierende, die ihre Kommiliton*innen unterstützen und das Campusleben aktiv mitgestalten. Sie helfen dabei, Herausforderungen des Studiums zu meistern, bieten Orientierung und organisieren verschiedene Events, um (dual) Studierende miteinander zu vernetzen. Ihr Ziel ist es, dass sich die Studierenden am Campus Lingen wohlfühlen und niemand sich allein gelassen fühlt – besonders in den ersten Semestern. Sowohl durch soziale als auch akademische Veranstaltungen tragen sie dazu bei, das Studium für alle Beteiligten zu bereichern.“</p>
<p><strong>Du warst auch Sprecher der Mentor*innen, was waren da deine Aufgaben?</strong></p>
<p>„Als Sprecher stand ich hauptsächlich in engem Kontakt mit dem IDS, insbesondere mit Katrin Dinkelborg-Ripperda. Meine Hauptaufgabe war es, das Team zu koordinieren und Komitees zu organisieren. Dabei habe ich regelmäßig mit den Mitgliedern gesprochen und die Aufgaben abgestimmt. Eine wichtige Aufgabe bestand darin, dass sich die Mitglieder in der Studierendenschaft umhörten, um Verbesserungspotenzial zu identifizieren und Vorschläge zu erarbeiten. Während meiner Amtszeit habe ich viele Gespräche geführt. Ziel war es, die Trennung zwischen dualen Studierenden und Studierenden aus dem klassischen Studienmodell aufzuheben und die Zusammenarbeit zu intensivieren. Ein wesentlicher Teil meiner Arbeit bestand darin, Kommunikationswege zu schaffen und den Austausch zwischen den Gruppen zu fördern. Dazu habe ich regelmäßig Treffen organisiert, um sicherzustellen, dass alle Stimmen gehört werden und gemeinsam an Verbesserungen gearbeitet wird.“</p>
<p><strong>Wie hast du deine Zeit als Sprecher in Erinnerung behalten?</strong></p>
<p><strong>„</strong>Die Zeit verging wie im Flug und hat mir viel Spaß gemacht. Das Studium war anspruchsvoll, aber die Arbeit mit den Mentor*innen hat mir großen Freude bereitet. Man lernt viele neue Menschen kennen und kann das Campusleben aktiv mitgestalten. Besonders genossen habe ich die Zusammenarbeit mit anderen engagierten Studierenden, die ebenso motiviert waren, den Campus zu verbessern. Dabei sind nicht nur tolle Projekte entstanden, sondern auch Freundschaften, die über das Studium hinaus bestehen bleiben. Die Erfahrungen als Sprecher haben mich sowohl persönlich als auch beruflich geprägt. Ich habe gelernt, Verantwortung zu übernehmen, Teams zu leiten und kreative Lösungen für Herausforderungen zu entwickeln.“</p>
<p><strong>Was hast du in deinen Praxisphasen gemacht? Wie konntest du in dieser Zeit deine Sprecherrolle wahrnehmen?</strong></p>
<p>„In den Praxisphasen übernimmt der Mentor*innenrat viele Aufgaben, wobei auch Studierende aus jüngeren Semestern eingebunden werden. Vieles lief dabei routiniert ab, wie zum Beispiel die Planung von Partys oder die Betreuung des Instagram-Kanals. Bei auftretenden Problemen stand ich zur Verfügung, um Lösungen zu finden. Dank unserer WhatsApp-Gruppen und der engen Zusammenarbeit im Team funktionierte die Kommunikation auch aus der Distanz reibungslos. Es war beruhigend zu wissen, dass jede*r im Team seinen und ihren Beitrag leistet, um die Ziele der Mentor*innen zu erreichen.“</p>
<p><strong>Wie unterstützt das IDS die Mentor*innen?</strong></p>
<p><strong>„</strong>Das IDS stellt uns Plattformen wie das Erstsemester-Wochenende zur Verfügung, bei dem wir aktiv mitwirken können. Sie bieten uns logistische und organisatorische Unterstützung, was Vieles erleichtert. Ohne das IDS wären unsere Möglichkeiten zur Vernetzung und Eventorganisation deutlich eingeschränkt. Diese Hilfe geht jedoch über das Offensichtliche hinaus: Wir erhalten Zugang zu Ressourcen, Räumen und administrativer Unterstützung. Diese umfassende Unterstützung ist ein wesentlicher Bestandteil unseres Erfolgs und hilft uns dabei, unsere Ideen in die Tat umzusetzen.“</p>
<p><strong>Was wünschst du dir für die Zukunft der Mentor*innen?</strong></p>
<p><strong>„</strong>Ich hoffe, dass zukünftige Mentor*innen weiterhin den Dialog und die Zusammenarbeit fördern, um ein starkes und unterstützendes Netzwerk innerhalb der Studierendenschaft zu schaffen. Es wäre großartig, wenn die Mentor*innen als feste Institution etabliert würden, die langfristig das Campusleben positiv beeinflusst."</p>
<p><strong>Warum sollen sich dual Studierende bei den Mentor*innen engagieren?</strong></p>
<p><strong>„</strong>Ein duales Studium ist zwar anspruchsvoll, aber das Engagement bei den Mentor*innen bietet die Chance, das Campusleben aktiv mitzugestalten und neue Menschen kennenzulernen. Es ist weniger stressig, als viele vermuten, da man sich die Aufgaben gut aufteilen kann. Außerdem ist es eine großartige Gelegenheit, Freundschaften zu schließen und den Campus positiv zu verändern. Jede*r, der/die sich bei den Mentor*innen einbringt, trägt dazu bei, das Studium für alle zu verbessern. Dabei lernt man nicht nur, Verantwortung zu übernehmen und im Team zu arbeiten, sondern auch wertvolle Soft Skills wie Kommunikation und Organisation.“</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Wed, 09 Oct 2024 10:00:00 +0200</pubDate>
                        <title>Zwischen Theorie und Praxis: Mats Altevolmer über seinen Weg zum Jahrgangsbesten</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2024/10/zwischen-theorie-und-praxis-mats-altevolmer-ueber-seinen-weg-zum-jahrgangsbesten/</link>
                        <description>Mats Altevolmer ist 21 Jahre alt und hat vor kurzem sein duales Studium im Bereich „Engineering Technischer Systeme“ mit dem Schwerpunkt Technische Informatik erfolgreich abgeschlossen. Während seines Studiums hat er nicht nur an Vorlesungen teilgenommen und Klausuren geschrieben, sondern auch in Spelle intensive Praxisphasen bei dem KRONE Business Center DigITal (KBC DigITal), dem Inhouse-IT-Dienstleister der KRONE Gruppe, absolviert. Besonders bemerkenswert: Mats schloss sein Studium als Jahrgangsbester ab. Im Interview erzählt er, wie er die Balance zwischen Studium und Praxis gemeistert hat, welche Unterstützung er von seinem Unternehmen erhielt und welche spannenden Pläne er für die Zukunft schmiedet.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Du hast dich direkt nach dem Abitur für ein duales Studium entschieden. Was hat dich damals dazu bewogen?</strong></p>
<p>„Schon in der Schule haben mich die MINT-Fächer – Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik – sehr interessiert. Ich komme aus dem Emsland, und der Landmaschinenhersteller KRONE ist bei uns sehr bekannt. In der Oberstufe habe ich ein Schülerpraktikum in der IT bei dem KBC DigITal absolviert und das Unternehmen KRONE auf verschiedenen Berufsmessen näher kennen gelernt. Dabei bin ich auf das Institut für duale Studiengänge (IDS) und die Möglichkeit eines dualen Studiums aufmerksam geworden. Die Idee, schon während des Studiums praktische Erfahrung zu sammeln und Theorie und Praxis direkt miteinander zu verknüpfen, hat mir sehr gut gefallen. So habe ich mich schließlich bei dem KBC DigITal beworben und diesen Weg eingeschlagen.“</p>
<p><strong>Das duale Studium erfordert ein sehr gutes Zeitmanagement. Welche Strategien haben dir geholfen das Studium zu meistern?</strong></p>
<p>„Ja, das duale Studium erfordert phasenweise ein sehr gutes Zeitmanagement. Insbesondere in Prüfungsphasen oder bei umfangreichen Projekten wie der Bachelorarbeit sind eine gute Planung und Koordination unerlässlich. Für mich war es immer hilfreich, mich mit meinen Kommiliton*innen auszutauschen. Wir haben uns gegenseitig unterstützt, gemeinsam an Lösungen gearbeitet und häufig den Rat unserer Dozent*innen eingeholt. Ein weiterer wichtiger Faktor war natürlich auch die Unterstützung durch mein Praxisunternehmen. KRONE hat mir in vielen Situationen den Rücken freigehalten, sodass ich mich besser auf mein Studium konzentrieren konnte. Trotzdem habe ich darauf geachtet, mir regelmäßig Pausen für Hobbys wie Sport oder Zeit mit Freunden zu gönnen. Das hat mir geholfen, den Kopf freizubekommen und anschließend wieder konzentriert weiterarbeiten zu können.“</p>
<p><strong>Wie genau hat dich dein Praxispartner während deines dualen Studiums unterstützt?</strong></p>
<p>„KRONE war von Anfang an ein starker Partner. Während der Praxisphasen konnte ich immer auf die Unterstützung meiner Ausbilder*innen und Kolleg*innen zählen, die mir auch bei den theoretischen Studieninhalten hilfreich zur Seite standen. Besonders wertvoll war, dass mein Ausbilder und sogar mein Chef selbst dual in Lingen studiert haben. Sie kennen das duale Studium und wissen genau, welche Herausforderungen ich zu meistern hatte. Zudem haben sie mir immer hilfreiche Tipps gegeben und mich bei meinen Praxis-Transfer-Projekten unterstützt. Diese enge Verzahnung von Theorie und Praxis ist wirklich der größte Vorteil des dualen Studiums, da man das theoretisch Gelernte direkt anwenden kann.“</p>
<p><strong>Du hast dein Studium nicht nur erfolgreich abgeschlossen, sondern wurdest auch Jahrgangsbester. Wie hast du diese Auszeichnung erlebt?</strong></p>
<p>„Um ehrlich zu sein, war ich ziemlich überrascht, als ich die Auszeichnung erhielt. In unserem Studiengang gibt es verschiedene Fachrichtungen, und ich hatte nicht damit gerechnet, Jahrgangsbester zu werden. Dass ich ausgezeichnet werde, wusste ich im Vorfeld nicht, daher war der Moment auf der Bühne etwas ganz Besonderes für mich. Natürlich habe ich mich riesig gefreut, insbesondere, weil mich mein Studienfach sehr interessiert und ich intensiv daran gearbeitet habe. Dieser Erfolg war jedoch auch das Ergebnis der Unterstützung meiner Mitstudierenden und von KRONE. Nach der Verleihung haben wir den Erfolg dann gebührend gefeiert.“</p>
<p><strong>Viele denken, dass jemand, der Jahrgangsbeste*r wird, wahrscheinlich rund um die Uhr lernt. War das bei dir so?</strong></p>
<p>„Nicht ganz! Natürlich habe ich viel Zeit in mein Studium investiert, aber die Themen haben mir auch sehr viel Spaß gemacht und ich hatte dennoch Freizeit und konnte das Studentenleben genießen. Da ich jedoch pendelte und nicht direkt in Lingen wohnte, habe ich einige Partys unter der Woche verpasst. Trotzdem hatte ich genug Abwechslung und konnte in meiner Freizeit entspannen. Für mich war es wichtig, immer ein gutes Gleichgewicht zwischen Studium, Praxis im Betrieb und Freizeit zu finden.“</p>
<p><strong>Jetzt hast du dein Studium abgeschlossen und bist deinem Praxispartner treu geblieben. Was steht als Nächstes an? Hast du Pläne für die Zukunft?</strong></p>
<p>„Ja, ich bin jetzt fest im Bereich Informationssicherheit bei dem KBC DigITal angestellt. Mein nächstes großes Abenteuer ist ein sechsmonatiger Aufenthalt in den USA, wo ich an unserem KRONE-Standort in Memphis arbeiten werde. Mittelfristig plane ich, noch ein Masterstudium zu absolvieren. Meine berufliche Zukunft sehe ich zum jetzigen Zeitpunkt aber definitiv bei KRONE und freue mich darauf, an spannenden Projekten weiterzuarbeiten und mich beruflich und persönlich weiterzuentwickeln.“</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Wed, 02 Oct 2024 16:31:21 +0200</pubDate>
                        <title>Grenzenloses Lernen: Jakob Schwering und seine Praxisphase in Österreich</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2024/10/grenzenloses-lernen-jakob-schwering-und-seine-praxisphase-in-oesterreich/</link>
                        <description>Jakob Schwering studiert den dualen Studiengang Betriebswirtschaftslehre am Campus Lingen. Unterstützt wird er dabei von seinem Praxisunternehmen, Firma ELA Container. Warum er seine Praxisphase in Österreich verbringen wird, was seine Aufgaben bei seinem Praxisunternehmen sind und warum man als dualer Student nicht in Deutschland bleiben muss, erfahrt ihr in diesem Blogbeitrag.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Hallo Jakob. </strong><strong>Du arbeitest bei ELA Container. </strong><strong>Was sind deine Aufgaben und in welchem Bereich bist du tätig?</strong></p>
<p>„Bei meinen Praxispartner ELA durchlaufe ich während der drei Jahre meines dualen Studiums verschiedene Abteilungen. Ich war schon in der Buchhaltung, im Einkauf, im Vertrieb, in der Auftragskoordination und in der Logistik tätig. Es gibt insgesamt über 25 verschiedene Abteilungen. Momentan bin ich im Vertrieb. Es ist wirklich sehr interessant, weil wir das, was wir im Studium lernen, direkt in der Praxis anwenden können und weil ich mir auch später sehr gut vorstellen könnte, im Vertriebsaußendienst zu arbeiten.“</p>
<p><strong>Nächstes Jahr gehst du ins Ausland. Bleibst du dabei deiner Firma treu und arbeitest nur an einem anderen Standort?</strong></p>
<p>„Ja, genau. Mein Auslandsaufenthalt ist während der Praxisphase ab Februar geplant. ELA hat weltweit mehrere Standorte und ich habe die Möglichkeit bekommen, an einem Standort im Ausland zu arbeiten. Ich habe gezielt danach gefragt, weil mich das sehr interessiert. Die Firma ELA Container ist ein großes Unternehmen mit über 1.400 Mitarbeiter*innen, alleine hier am Hauptstandort in Haren arbeiten über 700 Mitarbeiter*innen. Die Standorte im Ausland sind hingegeben viel kleiner, was für mich den besonderen Reiz ausmacht. Ich finde es spannend, in einer Umgebung zu arbeiten, in der jede*r jede*n kennt – wie eine kleine Familie. Ich freue mich schon wirklich sehr drauf.“</p>
<p><strong>Wohin genau geht es?</strong></p>
<p>„Es geht sehr wahrscheinlich nach Österreich, ins Oberösterreich.“</p>
<p><strong>War es deine Entscheidung, nach Österreich zu gehen?</strong></p>
<p>„Ja, das war mein Wunsch. Normalerweise verbringen wir nur wenige Tage an anderen Standorten für einzelne Abstimmungen oder Aufbauarbeiten. Ich wollte aber die Möglichkeit nutzen, um länger an einem Standort zu arbeiten, um intensiver in die dortigen Arbeitsabläufe zu schauen und die Kolleg*innen dort besser kennenzulernen, weil ich mir vorstellen kann, auch später nach meinem dualen Studium in einer der Niederlassungen im Süden zu arbeiten, zum Beispiel in Österreich, Schweiz oder Bayern. Daher möchte ich mir das jetzt mal anschauen und auch beruflich erleben.“</p>
<p><strong>Wie wirst du dort wohnen und wie wird dein Leben dort aussehen?</strong></p>
<p>„ELA unterstützt mich dabei zu 100 %. Es wird noch geklärt, wo ich dort genau eingesetzt und wem ich unterstellt sein werde, da es nicht so oft vorkommt, dass jemand für eine so lange Zeit ins Ausland geht. Aber mein Unternehmen war von Anfang an offen dafür und unterstützt mich, sodass ich mich auch um die Unterkunft und ein Mietauto nicht kümmern muss. Das organisiert das Unternehmen.“</p>
<p><strong>Viele denken, dass duale Studierende nicht ins Ausland gehen können. Was sagst du dazu?</strong></p>
<p>„Ich finde, wenn man es wirklich will, ist alles möglich. Bei kleineren Unternehmen kann es manchmal schwieriger sein, vor allem, wenn sie keine Niederlassungen im Ausland haben. Aber bei größeren Unternehmen wie ELA gibt es solche Möglichkeiten. Deshalb ist es wichtig, sich bereits vor Beginn des dualen Studiums Gedanken darüber zu machen, bei welchem Unternehmen man einsteigen möchte und welche beruflichen Ziele man verfolgt. Für mich war ELA die perfekte Wahl.“</p>
<p><strong>Worauf freust du dich in Österreich am meisten?</strong></p>
<p>„Ich bin gespannt auf die Arbeit dort und möchte vor allem sehr viel lernen, aber ich freue mich auch sehr auf das Skifahren und die Berge.“</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <guid isPermaLink="false">news-12900</guid>
                        <pubDate>Wed, 11 Sep 2024 08:20:23 +0200</pubDate>
                        <title>Dual und Ausland? Absolut! Felix Schuler macht es vor</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2024/09/dual-und-ausland-absolut-felix-schuler-macht-es-vor/</link>
                        <description>Felix Schuler zeigt, dass man dual studieren und gleichzeitig internationale Erfahrungen sammeln kann. Aktuell im dritten Semester, arbeitet er bei Hellmann Worldwide Logistics - derzeit an einer der Zweigstellen im Ausland. 
Wo genau er sich gerade befindet, was er dort macht und was ihn überrascht hat, erfahrt ihr in diesem Beitrag.
</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Hallo Felix! Du arbeitest bei Hellmann Worldwide Logistics, einem großen, weltweit agierenden Unternehmen. Was sind deine Aufgaben dort?</strong></p>
<p>„Das hängt von der Abteilung ab, in der ich gerade arbeite. In jeder Praxisphase lerne ich andere Produkte und Abteilungen kennen, von organisatorischen über operative Aufgaben bis hin zum Marketing. Momentan bin ich in der Seefrachtabteilung. Diese Abteilung habe ich mir selbst ausgesucht. Dort lerne ich zurzeit, wie Seefracht funktioniert und wie man Transporte organisiert.“</p>
<p><strong>Das klingt ja, als wärst du gerade in Hamburg?</strong></p>
<p>„Nein, nicht ganz. Gerade bin ich in Gdingen in Polen. Das ist in der Nähe von Danzig.“</p>
<p><strong>Wie bist du darauf gekommen, dorthin zu gehen?</strong></p>
<p>„Die Kommunikation mit unseren internationalen Standorten erfolgt ausschließlich auf Englisch. Ich wollte meine Englischkenntnisse verbessern und ich war noch nie in Polen. Dieses Land war für mich neu und ich denke, es ist immer gut, eine neue Kultur kennenzulernen. Es ist wirklich schön hier. Die Menschen sind sehr nett und freundlich, aber es gab auch einige Überraschungen.“</p>
<p><strong>Hast du ein Beispiel für eine Überraschung?</strong></p>
<p>„Ja, ich wohne in einem Studentenheim direkt an der Ostsee. An meinem ersten Abend habe ich ein Wildschwein direkt vor dem Gebäude gesehen - mitten in der Stadt! Das war wirklich abenteuerlich.“</p>
<p><strong>Worauf sollten duale Studierende achten, wenn sie ins Ausland gehen wollen?</strong></p>
<p>„Man sollte frühzeitig mit den Betreuenden im Unternehmen klären, wann ein Auslandsaufenthalt möglich ist. Vorausplanung und gute Vorbereitung sind dabei entscheidend. Zur guten Vorbereitung gehört auch, sicherzustellen, dass man seine Praxistransferprojekte (PTP) auch am ausländischen Standort bearbeiten kann. Bei mir läuft das momentan sehr gut“</p>
<p><strong>Hattest du Bedenken, bevor du ins Ausland gegangen bist?</strong></p>
<p>„Nein, ich war sehr entspannt. Meine Familie und meine Freunde haben alle gefragt, ob ich nicht nervös sei, aber ich war zuversichtlich. Ich bin immer für was Neues zu haben und habe mich schnell zurechtgefunden, auch ohne Polnisch-Kenntnisse. Wichtige Schilder lasse ich mir einfach mit dem Handy übersetzen und im Unternehmen hier können auch alle Englisch sprechen. Genau das war ja auch mein Ziel, diese Erfahrungen zu machen und meine Englischkenntnisse zu erweitern. “</p>
<p><strong>Viele denken, dass duale Studenten nicht ins Ausland gehen können. Was sagst du dazu?</strong></p>
<p>„Das stimmt nicht. Während des dualen Studiums kann man definitiv ins Ausland gehen – sowohl in der Theorie- als auch in der Praxisphase. In der Praxisphase absolviert man die Zeit in einer Niederlassung des Praxisunternehmens im Ausland, lernt dort die Arbeitsabläufe kennen und taucht in eine neue Kultur ein. Auch während der Theoriephase gibt es Möglichkeiten, Auslandserfahrungen zu sammeln. Es lohnt sich, den Auslandswunsch schon im Vorstellungsgespräch oder später während der Ausbildung mit den Betreuenden zu besprechen.“</p>
<p><strong>Worauf freust du dich jetzt noch in Polen</strong><strong>?</strong></p>
<p>„Ich freue mich darauf noch weitere Abteilungen unseres Unternehmens in Polen kennenzulernen, um das mit den deutschen Standorten vergleichen zu können. Und außerdem möchte ich das Land weiter kennenlernen. Hier gibt es einen großen Hafen den ich gerne Erkunden möchte. Und nächsten Monat findet ein Flugwettbewerb eines großen Energydrink-Herstellers in Gdingen statt. Es ist viel los hier.“</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                    <item>
                        <guid isPermaLink="false">news-12823</guid>
                        <pubDate>Wed, 28 Aug 2024 10:00:00 +0200</pubDate>
                        <title>Technologieanalyse, -engineering und -management –  ein Masterstudium, das begeistert!</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2024/08/technologieanalyse-engineering-und-management-ein-masterstudium-das-begeistert/</link>
                        <description>Lukas Puhl ist ein Paradebeispiel dafür, wie eine akademische Laufbahn perfekt fortgesetzt werden kann. Nach seinem dualen Bachelor entschied er sich, sowohl bei seinem Praxispartner, der Ruhr Oel GmbH – BP Gelsenkirchen, als auch am Campus in Lingen zu bleiben und dort einen dualen Master in Technologieanalyse, -engineering und -management mit Schwerpunkt Wirtschaftsingenieurwesen zu absolvieren. Im Interview spricht er über die Besonderheiten des IDS, das facettenreiche Leben in Lingen und Gelsenkirchen den Arbeitsaufwand einer RTS.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Du hast im Bachelor ETS – chemische Verfahrenstechnik studiert und dich dann im Master auf Wirtschaftsingenieurwesen spezialisiert. </strong><strong>Was begeistert dich daran?</strong></p>
<p>„Im Studiengang Engineering technischer Systeme habe ich mir ein tiefgehendes Know-How im Bereich chemischer Verfahrenstechnik erarbeitet. Da lag der Fokus ganz klar überwiegend auf den Ingenieurwissenschaften. Nun, im Masterstudium begeistert mich vor allem, dass ich die gelernten technologisch-verfahrenstechnischen Inhalte vertiefen und diese darüber hinaus mit Elementen der „Führung und Organisation“ verknüpfen kann. Das ist im Berufsalltag ein echter Gewinn für mich.</p>
<p><strong>Im Master gab es eine neue Prüfungsform namens RTS, die im Wesentlichen eine ausführliche Hausarbeit darstellt. Wie viel Zeit hast du dafür ungefähr investiert? </strong></p>
<p>„Um ehrlich zu sein, kann ich das nicht präzise angeben, da es stark variiert. Es gibt Tage, an denen ich bis zu acht Stunden arbeite, dann nach Hause gehe und sofort weitermache. Aber natürlich gibt es auch Tage, an denen man nach Hause kommt und nicht an einer RTS arbeiten möchte. Es ist daher schwierig, eine konkrete Zahl zu nennen, zumal das auch vom Thema abhängt, dass man sich vornimmt. In einer RTS, also einer reflexionsorientierten Transferstudie, wird ja ein Thema, das ich selbst wähle, sowohl theoretisch als auch praktisch beleuchtet. Dabei steht immer das Ziel im Vordergrund, dieses Thema für meinen Arbeitsplatz nutzbringend einzusetzen. Bislang ist mir das immer ganz gut gelungen.“</p>
<p><strong>Wie lief die Auswahl des Themas für deine RTS? Gab es dabei Schwierigkeiten für dich?</strong><br> „Also, bei mir hat die Themenfindung bisher ziemlich gut funktioniert. Vielleicht liegt das auch daran, dass ich in der Chemieindustrie arbeite, wo wir stark durch umweltpolitische Faktoren beeinflusst sind und uns in einem Transformationsprozess befinden. Das bedeutet, dass es viele Prozesse gibt, die verbessert werden können, insbesondere hinsichtlich der CO2-Einsparung. Einige dieser Prozesse sind noch nicht so effizient, wie sie sein könnten. Daher gelingt es mir recht gut, passende Themen zu finden. Ich denke, es gibt derzeit mehr mögliche Themen als je zuvor.“</p>
<p><strong>Und was hat dich dazu bewogen, </strong><strong>noch einen Master zu machen? Und warum in Lingen?</strong></p>
<p>„Ein Masterstudium erweitert meine beruflichen Möglichkeiten erheblich. Es vertieft mein bisher erlangtes Wissen und ermöglicht mir eine breitere Aufstellung. Der Schwerpunkt in Wirtschaftsingenieurwesen bietet mir fundierte Kenntnisse im Bereich Führung und Organisation. Das IDS in Lingen bietet den Vorteil, dass die Lehrinhalte direkt mit der beruflichen Praxis verknüpft werden, insbesondere durch die RTS und andere praxisnahe Ansätze.“</p>
<p><strong>Wie gut siehst du dich durch das duale Masterstudium beruflich vorbereitet?</strong></p>
<p>„Ich fühle mich beruflich sehr gut vorbereitet. Bereits zu Beginn meines Studiums habe ich mich für eine Karriere in Richtung Führungsposition entschieden, und meine derzeitige Position spiegelt das wider. Im Verlauf meines Studiums habe ich gelernt, in verschiedenen Zukunftsszenarien für das Unternehmen zu denken, was sowohl mir als auch dem Unternehmen zugutekommt.“</p>
<p><strong>Hast du eine konkrete Berufsvorstellung? </strong></p>
<p>„Derzeit arbeite ich als Betriebsingenieur in einer Olefinanlage (Steam-Cracker). Ich plane, dort noch eine Weile zu bleiben, um wertvolle Praxiserfahrungen zu sammeln. Langfristig könnte ich mir vorstellen, Betriebsleiter für einen spezifischen Bereich zu werden.“</p>
<p><strong>Dein Tipp für Studierende zum Thema Führung und Organisation.</strong></p>
<p>„Die Vorlesungen über Führung und Organisation haben mich gut auf die praktische Anwendung vorbereitet. Verschiedene theoretische Ansätze können besonders hilfreich sein, um ein Verständnis für Führung zu entwickeln. Letztlich können jedoch „echte“ Erfahrungen und Kompetenzen nur im betrieblichen Alltag gesammelt werden, unabhängig davon, wie viel über Führung in der Theorie gelehrt wird.“</p>
<p><strong>Was schätzt du am meisten am IDS, nachdem du nun schon sechs Jahre bei uns bist?</strong></p>
<p>„Obwohl ich keinen direkten Vergleich habe, da ich ausschließlich in Lingen studiert habe, ist mir aufgefallen, dass das IDS im Vergleich zu den Studiengängen enger Freunde und Bekannten eine familiäre Atmosphäre bietet. Die Studiengruppen sind ziemlich klein, was ich sehr schätze. Auch die Verwaltung und die Mitarbeiter*innen des IDS sind immer ansprechbar, sowohl vor Ort als auch während der Praxisphasen, wenn man nicht in Lingen ist.“</p>
<p><strong>Hast du einen Geheimtipp für Lingen?</strong></p>
<p>„Ein besonderer Tipp für Lingen ist die Alte Posthalterei am Marktplatz. Dort kann man nicht nur ausgezeichnet essen, sondern auch Biere aus aller Welt verkosten. Sie sind bekannt als „der größte Bieranbieter in der Region“ und bieten eine beeindruckende Vielfalt an Sorten. Vor allem im Frühling und Sommer finden bei gutem Wetter regelmäßig Veranstaltungen wie Biertastings statt.“</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <guid isPermaLink="false">news-12807</guid>
                        <pubDate>Wed, 21 Aug 2024 10:00:00 +0200</pubDate>
                        <title>POV: dein Praxistransferprojekt wird in der Praxis umgesetzt</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2024/08/pov-dein-praxistransferprojekt-wird-in-der-praxis-umgesetzt/</link>
                        <description>Während seines dualen BWL-Bachelorstudiums mit dem Schwerpunkt Controlling hat Linus Kühl ein spannendes PTP-Projekt entwickelt, das vor einiger Zeit bei Hellmann Worldwide Logistics umgesetzt wurde. Seinem Praxispartner ist er seit 2019 nämlich treu geblieben – auch während und nach seinem Masterstudium.
Im Interview erzählt er von der ersten Idee über die Entwicklung bis hin zur Umsetzung des PTP-Projekts und erklärt, wie es bei Hellmann integriert wurde.
</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Du bist deinem Praxispartner auch nach deinem Studium treu geblieben. Was macht Hellmann Logistics und wie hat sich dein beruflicher Weg dort entwickelt? </strong></p>
<p>„Hellmann ist ein globaler Logistikdienstleister mit einem Netzwerk in über 170 Ländern. Durch den Einsatz moderner Technologien und innovativer Ansätze bieten wir effiziente, nachhaltige und kundenorientierte Logistiklösungen. Unter anderem hat Hellmann spezielle Lösungen für den Transport von Solarmodulen und ist besonders im Bereich der Nachhaltigkeit aktiv.</p>
<p>Während meines dualen Studiums in Lingen hatte ich die Möglichkeit, verschiedene spannende Abteilungen kennen zu lernen. Vor einiger Zeit war ich im Auftrag von Hellmann für sechs Wochen in Hongkong und fand es faszinierend, die dortige Kultur und Arbeitsweise kennenzulernen.“</p>
<p><strong>Was waren deine Aufgaben während des Studiums und was machst du jetzt? </strong></p>
<p>„Bei Hellmann hatte ich bereits in meiner ersten Praxisphase die Möglichkeit, spannende und verantwortungsvolle Aufgaben zu übernehmen. Die Organisation des Schienengüterverkehrs zwischen Europa und Asien war ein sehr spannender Einstieg in die Welt der Logistik und des internationalen Güterverkehrs.</p>
<p>Am dualen Studium gefällt mir besonders, dass ich in jeder Praxisphase einen neuen Bereich kennenlernen konnte. Die Möglichkeit, einen unkomplizierten Einblick in mehr als sechs verschiedene Unternehmensbereiche zu bekommen, ist ein großer Vorteil, wenn es darum geht, sich für einen Beruf nach dem dualen Studium zu entscheiden und ein gutes Netzwerk im Unternehmen aufzubauen.</p>
<p>Nach meinem dualen Studium und einem Jahr im Management des internationalen Hellmann-Netzwerks bin ich nun Senior Controller. In dieser Funktion organisiere ich das ESG(/Nachhaltigkeits)-Reporting und wirke an der Konzernberichterstattung der Unternehmensgruppe mit.“</p>
<p><strong>Während deines Bachelorstudiums hast du ein PTP-Projekt entwickelt, das in deinem Unternehmen bereits umgesetzt wurde. Kannst du uns etwas darüber erzählen, wie du auf die Idee gekommen bist?</strong></p>
<p>„Die Praxistransferprojekte (PTP) sind ein guter Einstieg, um eigene Ideen zu entwickeln und Innovationen in einem strukturierten Prozess in das Unternehmen zu bringen. Die PTP bieten die Möglichkeit, auf Basis der Vorlesungsinhalte Innovations- und Optimierungspotenziale im Unternehmen zu analysieren und dann erste Grundlagen für die Operationalisierung dieser Potenziale zu legen.</p>
<p>Während meiner Praxiseinsätze habe ich festgestellt, dass es eine Herausforderung sein kann, in hunderten von Ländern und tausenden von Personen den richtigen Ansprechpartner zu finden. Deshalb habe ich ein Tool entwickelt, das es ermöglicht, anhand verschiedener Kriterien den richtigen Ansprechpartner*in zu identifizieren und ihn direkt per E-Mail zu kontaktieren. Für ein Unternehmen mit über 10.000 Mitarbeitern erhöht ein solches Tool die Effizienz der internen Kommunikation. Der auf Basis des PTP entwickelte Prototyp wurde anschließend von unserer IT-Abteilung implementiert. Das Tool ist nun zentral auf der Startseite unseres Intranets zu finden und steht allen Kolleg*innen weltweit zur Verfügung. Die Idee kam mir, als ich darüber nachdachte, welche Art von PTP ich im Modul Informationsmanagement und ERP-Systeme schreiben wollte. Ohne das PTP als Ausgangspunkt wäre das Projekt nicht zustande gekommen.“</p>
<p><strong>Bist du stolz darauf, </strong><strong>dass du deine theoretische Idee in die Praxis umsetzen konntest?</strong></p>
<p>„Ja, sehr sogar! Ich hätte nie gedacht, dass eine "kleine Idee" im Rahmen eines PTP am Ende zehntausend Menschen zur Verfügung steht und so zentral im Unternehmen implementiert wird. Neben mir waren noch andere Kolleg*innen beteiligt, was zu einem sehr guten Endprodukt geführt hat. Alleine wäre es nicht möglich gewesen. Ich habe viel Unterstützung von unserer IT-Abteilung und meinen Vorgesetzten erhalten. Außerdem ist Hellmann ein sehr innovatives Unternehmen, in dem Ideen und Eigeninitiative geschätzt werden - auch das war ein Erfolgsfaktor bei der praktischen Umsetzung."</p>
<p><strong>Gerade in Führungspositionen sind solche innovativen Ideen sehr wichtig. Kannst du dir vorstellen, in einer Führungsrolle tätig zu sein?</strong></p>
<p>„Was ich meinem Unternehmen schätze, ist, dass es nicht von der Funktion abhängt, ob man gute Ideen umsetzen kann, sondern von der Qualität der Ideen. In den letzten Jahren durfte ich viele Aufgaben mit besonderer fachlicher Verantwortung übernehmen, wie zum Beispiel die Leitung der Entwicklung unserer konzernweiten Vertragsdatenbank und den anschließenden Roll-out. Es macht mir Spaß, Projekte zu leiten. Deshalb nehme ich auch an einem internen Entwicklungsprogramm teil, das unter anderem Führungstechniken beinhaltet und über das ich auch einige Zeit in Hongkong verbringen durfte.“</p>
<p><strong>Welche beruflichen Ziele hast du noch?</strong></p>
<p>„Gemeinsam mit meinen Kolleg*innen möchte ich im kommenden Jahr unsere Nachhaltigkeitsberichterstattung weiter vorantreiben. Ich sehe viele beeindruckende Projekte, die sich positiv auf Gesellschaft und Umwelt auswirken. Es ist mir daher ein persönliches Anliegen, die Berichtsstrukturen in diesem Bereich weiter auszubauen, um diese Projekte somit zu unterstützen.“</p>
<p><strong>Was macht dich glücklich – egal ob beruflich oder privat?</strong></p>
<p>"Mich macht es glücklich, Neues zu lernen und etwas Positives zu bewirken. Nach dem Abitur habe ich zum Beispiel ein freiwilliges Ökologisches Jahr gemacht. Deshalb freue ich mich, dass ich bei Hellmann die Möglichkeit habe, die beiden Themen, die mir am Herzen liegen – nämlich Nachhaltigkeit und Finanzen – zusammenzubringen und auch umzusetzen. Außerdem gefällt mir der interkulturelle Austausch mit Kolleg*innen von über 100 verschiedenen Nationen im Unternehmen und der Internationalität der Logistik im Allgemeinen habe ich diesen Austausch auch in meinem Berufsleben.“</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Wed, 14 Aug 2024 11:02:20 +0200</pubDate>
                        <title>Von der „Nummer“ zur wertgeschätzten Studentin</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2024/08/von-der-nummer-zur-wertgeschaetzten-studentin/</link>
                        <description>Laura Schöttler absolviert den dualen Master „Führung und Organisation“ mit dem Schwerpunkt Unternehmenskommunikation. Ihr Praxispartner ist die Maschinenfabrik Bernhard Krone in Spelle, bei der sie im Marketing und in der internen Kommunikation tätig ist. Im Interview erzählt sie, warum sie so gerne am IDS studiert, welche Tipps sie neuen Studierenden mit auf den Weg gibt und was man in Lingen nicht verpassen sollte.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Du hast deinen Bachelorabschluss am IDS gemacht. Was hast du nach deinem Abschluss gemacht und warum hast du dich für ein duales Masterstudium entschieden?</strong></p>
<p>„Nach meinem Bachelorabschluss habe ich Vollzeit bei meinem Praxisunternehmen, der Firma Krone, gearbeitet – zunächst in der Disposition und später im Marketing. Seitdem bin ich dort hauptsächlich für die interne Kommunikation verantwortlich. Direkt nach dem Bachelor kam ein Masterstudium für mich nicht in Frage. Im Laufe der Zeit habe ich in meinem Job gemerkt, dass ich mich weiter spezialisieren möchte. Deshalb habe ich mich im Master auf Unternehmenskommunikation fokussiert und wollte zudem die Gelegenheit nutzen, mich persönlich weiterzuentwickeln. Da ich bereits meinen Bachelor dual am IDS absolviert habe, wusste ich, dass mir die Kombination aus Theorie und Praxis besser liegt. Außerdem ist es vorteilhaft, während des Studiums eigenes Geld zu verdienen und Arbeit und Studium zu verbinden. Nach meinem Bachelorabschluss 2019 habe ich drei Jahre pausiert und mich dann entschieden, den Master zu beginnen.“</p>
<p><strong>Im Master erwartet die Studierenden eine neue Form der Prüfungsleistung: die reflexionsorientierte Transferstudie (RTS), die im Wesentlichen einer Fallstudie entspricht. Laura, wie war deine Erfahrung mit deiner ersten RTS? </strong></p>
<p>„Die erste RTS ist natürlich immer aufregend. Aus dem Bachelor hatte ich schon ein wenig Erfahrung mit den PTPs, den Praxistransferprojekten, die ich als kleinere Vorstufe zur RTS sehe. Es ist normal, dass man anfangs mit Respekt an eine RTS herangeht, weil es etwas völlig Neues ist. Zu Beginn fühlt man sich etwas orientierungslos. Zum Glück kannte ich jemanden, der den Studiengang schon abgeschlossen hatte, und konnte mich mit ihr austauschen. Sie zeigte mir grob, wie eine RTS aussehen kann. Dennoch ist jede RTS sehr individuell, es gibt kein festes Schema, das man einfach anwenden kann.“</p>
<p><strong>Wie gut fühlst du dich karrieretechnisch durch dein duales Masterstudium vorbereitet, und hast du konkrete berufliche Vorstellungen? </strong></p>
<p>„Natürlich ist es immer eine individuelle Entscheidung. Ein Masterstudium fördert sowohl die Selbstbildung als auch das eigenständige Lernen. Besonders ein duales Masterstudium bietet zudem eine fundierte Grundlage, um praktische Erfahrungen zu reflektieren und Verbesserungsvorschläge zu entwickeln. Beides zusammen schafft hervorragende Voraussetzungen, um im Berufsleben mehr Verantwortung zu übernehmen. Ich würde mich definitiv wieder dafür entscheiden, da die Studienrichtung gut zu meinen beruflichen Perspektiven im Marketing und in der Kommunikation passt und möglicherweise auch im Personalbereich.“</p>
<p><strong>Was sollten neue Studierende unbedingt wissen? Gibt es etwas, das du gerne schon zu Beginn erfahren hättest?</strong></p>
<p>„Am Anfang habe ich mich nicht getraut, die Lehrenden anzusprechen. Vor meinem dualen Bachelorstudium war ich an einer größeren Universität. An meiner vorherigen, größeren Universität fühlte man sich oft wie eine anonyme Nummer, und die Lehrkräfte zeigten wenig Interesse oder reagierten nicht auf Fragen. Deshalb habe ich die Möglichkeit, am IDS mit den Lehrenden ins Gespräch zu kommen, anfangs kaum genutzt. Erst gegen Ende habe ich erkannt, dass die Lehrenden tatsächlich daran interessiert sind, sich mit den Studierenden auszutauschen, was einen großen Mehrwert bietet.“</p>
<p><strong>Hast du einen Geheimtipp für Lingen?</strong></p>
<p>„Ich finde den Marktplatz besonders schön, vor allem im Sommer, wenn man draußen sitzen kann. Es gibt viele Restaurants, in denen man hervorragend essen kann. Auch der Kanal ist sehr empfehlenswert. Dort kann man wunderbar spazieren gehen und sich einfach mal hinsetzen und entspannen.“</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Wed, 07 Aug 2024 11:54:23 +0200</pubDate>
                        <title>Ronja Schiefelbein: über Präsenzphasen, Lingen und das duale Masterstudium</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2024/08/ronja-schiefelbein-ueber-praesenzphasen-lingen-und-das-duale-masterstudium/</link>
                        <description>Ronja Schiefelbein arbeitet in Hamburg in der Betriebsleitung einer Sortieranlage für Bau- und Gewerbeabfälle. Parallel dazu befindet sie sich im sechsten Semester ihres Masterstudiums in Technologieanalyse, -engineering und -management (TAEM). Nach ihrem Bachelorstudiumentschied sie sich für den Master für ein duales Studium. In diesem Beitrag erläutert sie, warum sie diesen Wechsel vom Vollzeitstudium zum dualen Modell vollzogen hat und welche Unterschiede zwischen diesen beiden Studienformaten bestehen.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ronja, wie bist du auf das duale Masterstudium in Lingen aufmerksam geworden?</strong></p>
<p>„Nach meinem Vollzeit-Bachelorstudium in Umwelttechnik habe ich ein Praxissemester absolviert, in dem ich meine Bachelorarbeit in einem Unternehmen geschrieben habe. Danach hatte ich den Wunsch, weiterhin praktisch tätig zu sein und mich gleichzeitig weiterzubilden. So bin ich schnell auf das berufsintegrierende duale Studium gestoßen. Besonders gefiel mir daran, dass Theorie und Praxis nicht getrennt nebeneinander verlaufen, sondern miteinander verzahnt und integriert sind. Diese Kombination war für mich auf Anhieb die richtige Wahl.“</p>
<p><strong>Wie verliefen die Gespräche mit deinem Arbeitgeber bezüglich des dualen Studiums?</strong></p>
<p>„Bevor ich mich für das Studium in Lingen entschied, war für mich klar, dass ich ein duales Studium absolvieren möchte. Daher habe ich bereits im Vorfeld mit meinem Arbeitgeber darüber gesprochen und herausgefunden, wie er dazu steht. In meinem Unternehmen hatte bisher noch niemand dual studiert. Glücklicherweise waren meine Chefs sehr offen dafür. Ich habe mich auch ausführlich über das Modell informiert und überlegt, was das für meinen Arbeitgeber bedeutet. Wie oft würde ich fehlen? Könnte ich meine normale Arbeit weiterhin erledigen? Welche Vorteile hätte das für meinen Arbeitgeber?“</p>
<p><strong>Du hast ja bereits Erfahrung mit einem klassischen Studienmodell. Du kennst also die verschiedenen Studienformen. Was schätzt du am dualen Studium besonders? </strong></p>
<p>„Besonders schätze ich die kleinen Studiengruppen und die individuelle Betreuung. Während meines Bachelorstudiums an einer Universität waren wir 1.200 Studierende, und ich fand es schwierig, Kontakte zu knüpfen. Am IDS (Institut für Duale Studiengänge) gefällt mir, dass man sich untereinander kennt, immer Ansprechpartner*innen hat und auf Menschen aus verschiedenen Berufszweigen trifft. Der Erfahrungsaustausch ist dort viel intensiver als in der normalen Arbeitswelt.“</p>
<p><strong>Im dualen Masterstudium wird ja jedes Modul im Rahmen einer 6-wöchigen Präsenzwoche gelehrt. Welche Herausforderungen ergaben sich dabei für dich?</strong></p>
<p>„Diese Präsenzphasen waren für mich immer sehr wertvoll, da man seine Kommiliton*innen persönlich trifft und sich intensiv mit den Themen des Moduls auseinandersetzt, anstatt alles nebenbei zu erledigen, denn man studiert sechs Tage am Stück von morgens bis abends nur dieses eine Modul. Natürlich läuft die Arbeit im Hintergrund weiter und viele von uns müssen abends nach den Veranstaltungen noch ihre E-Mails checken, aber das ist normal. Trotzdem bieten diese Wochen immer eine willkommene Unterbrechung des Arbeitsalltags.“</p>
<p><strong>Und zum Abschluss: Was ist dein Lingener Geheimtipp?</strong></p>
<p>„Ich komme aus der Großstadt, und Lingen bietet für mich immer eine willkommene Auszeit in Ruhe und Natur. Ich gehe gerne an den Kanal oder in den Wald, um abzuschalten. Für jemanden, der aus der Gegend kommt, ist das vielleicht weniger aufregend, aber Lingen hat auch eine kleine, charmante Kneipenszene zu bieten.“</p>
<p><strong>Danke, dass du dir die Zeit genommen hast!</strong></p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <guid isPermaLink="false">news-12696</guid>
                        <pubDate>Wed, 17 Jul 2024 13:56:14 +0200</pubDate>
                        <title>Ein Blick hinter die Kulissen mit Prof. Dr. Rosa Mazzola</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2024/07/ein-blick-hinter-die-kulissen-mit-prof-dr-rosa-mazzola/</link>
                        <description>In unserem Format „Ein Blick hinter die Kulissen mit…“ stellen wir Ihnen einmal im Monat Lehrende oder Mitarbeitende der Hochschule vor, die Sie im Laufe Ihres Studiums am Campus Lingen am Institut für Duale Studiengänge (IDS) oder schon vorher im Informationsprozess kennenlernen können. Diesmal im Interview: Prof. Dr. Rosa Mazzola.
Seit 2018 lehrt Prof. Dr. Rosa Mazzola an der Hochschule Osnabrück im dualen Studiengang Pflege. Sie ist Professorin für Pflegewissenschaft mit Schwerpunkten auf familienorientierte Pflege, psychische Krisensituationen, Betreuung von Menschen mit Behinderungen und gelingendes Altern.
Im Jahr 1986 absolvierte Prof. Dr. Mazzola ein Pflegepraktikum im Kreiskrankenhaus Erbach als Vorbereitung auf ihre Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin. Sie promovierte 2015 im Fachbereich Human- und Gesundheitswissenschaften an der Universität Bremen und setzte ihre Weiterqualifizierung in Bereichen wie Mentale Gesundheit und Gerontologie kontinuierlich fort.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Sie lehren am IDS im Studiengang Pflege. </strong><strong>Was zeichnet den Studiengang besonders aus?</strong></p>
<p>„Der duale Studiengang Pflege wird am Campus Lingen – am Institut für duale Studiengänge – und in Osnabrück angeboten. Im Jahr 2018 wurde ich am Standort Lingen zur Professorin für Pflegewissenschaft berufen. Das IDS bietet eine breite Palette dualer Studiengänge, darunter Pflege dual, der praktische Erfahrung mit wissenschaftlichem Wissen verbindet. Das Besondere am Pflegestudiengang ist, dass er nicht nur einen Lernort, sondern drei hat, nämlich die Hochschule, die Pflegefachschule und die Praxiseinrichtung. Die Studierenden erwerben ihre Kenntnisse an der Hochschule, in der Berufsfachschule und in der Praxis. Nach erfolgreichem Abschluss erhalten sie den Bachelor of Science (B.Sc.) sowie den Berufsabschluss zur Pflegefachfrau bzw. zum Pflegefachmann.“</p>
<p><strong>Gibt es ein Modul, das Sie besonders gerne unterrichten</strong><strong>?</strong></p>
<p>„Meine Hauptarbeitsgebiete umfassen die mentale Gesundheit und gesundes Altern. Diese faszinierenden Themen bearbeite ich gemeinsam mit den Studierenden im Modul "Pflege von Menschen in somatischen und psychischen Krisen". Eine zentrale Botschaft dieses Moduls lautet: Keine Gesundheit ohne mentale Gesundheit.</p>
<p><strong>Das Berufsfeld der Pflege </strong><strong>sieht sich aktuell mit Herausforderungen wie Fachkräftemangel und schwierigen Arbeitsbedingungen konfrontiert. Welche Hoffnungen haben Sie für die Zukunft in diesem Bereich</strong><strong>?</strong></p>
<p>„Es ist bemerkenswert, dass alle Beteiligten das Potenzial der Pflegeberufe für Prävention und Gesundheitsförderung in einer Gesellschaft des längeren Lebens erkennen und entsprechende Maßnahmen ergreifen. Zum Beispiel wurden Förderprogramme für die Pflegeausbildung und das Pflegestudium ins Leben gerufen. Zudem ist es entscheidend, gemeinsam an den Arbeitsbedingungen zu arbeiten, um eine gesunde Zukunft zu sichern.“</p>
<p><strong>Was würden Sie Studierenden sagen, die eigentlich gerne Pflege studieren möchten, sich aber von den zahlreichen Herausforderungen im Berufsfeld abschrecken lassen? </strong></p>
<p>„Es lohnt sich, in die Pflege zu gehen – es ist ein Beruf mit Zukunft und einer der sinnvollsten Berufe auf dem Arbeitsmarkt. Das erworbene Fachwissen und die praktischen Fähigkeiten kommen nicht nur den Menschen mit Gesundheitsproblemen zugute, sondern auch einem selbst. Denn wann sonst erfahre ich so viel über die eigene Gesundheit, darüber, was mich gesund hält, und wie ich mit den Alltagsbelastungen zurechtkomme?“</p>
<p>Doch das Wichtigste am Pflegestudiengang ist, wir arbeiten mit Menschen, die Hilfe benötigen und diese Hilfe auch wertschätzen und das macht natürlich sehr viel Freude zu sehen wie wir diese Menschen in Ihrer persönlichen Situation untertützen können.</p>
<p><strong>Auf was freuen Sie sich diesen Sommer besonders</strong><strong>?</strong></p>
<p><strong>„</strong>Auf eine weitere Radtour zur Küste und den Blick auf die Wellen.“</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Wed, 03 Jul 2024 10:00:00 +0200</pubDate>
                        <title>Arne Seipolt: Vom Maschinenbau zum Experten für künstliche Intelligenz</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2024/07/arne-seipolt-vom-maschinenbau-zum-experten-fuer-kuenstliche-intelligenz/</link>
                        <description>Arne Seipolt hat einen beeindruckenden Werdegang: Nach der Realschule absolvierte er eine Ausbildung und holte anschließend das Abitur nach, um Maschinenbau zu studieren. Danach entschied er sich dann für das duale Studium „Engineering Technischer Systeme“. Anschließend absolvierte er erfolgreich den dualen Masterstudiengang Technologieanalyse, -engineering und -management. Während des Masterstudiums entdeckte er seine Leidenschaft für Künstliche Intelligenz und schreibt nun seine Dissertation über die Optimierung von Produktionsprozessen mittels KI. Neben seiner Promotion arbeitet er an einem Forschungsprojekt zur Digitalisierung der Produktion bei Krone. Sein Ziel ist es, Produktionsanlagen durch digitale Zwillinge und maschinelles Lernen zu optimieren. Wie er das alles unter einen Hut bekommt, erzählt er uns im Interview. </description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Sie haben am IDS sowohl das Bachelorstudium „Engineering technischer Systeme“ mit dem Studienrichtung Verfahrenstechnik und chemische Prozesstechnik als auch das Masterstudium „Technologieanalyse, -engineering und -management“ absolviert. &nbsp;Womit beschäftigen Sie sich derzeit am meisten und welcher Bereich macht Ihnen am meisten Spaß?</strong></p>
<p>„Ich habe meinen Bachelor in Verfahrenstechnik und chemische Prozesstechnik gemacht und während meines Masters im Anlagenbau gearbeitet. Jetzt konzentriere ich mich auf künstlicher Intelligenz. Ich arbeite an meiner Dissertation, deren Ziel es ist, bestehende Produktionsprozesse mithilfe von KI und digitalen Zwillingen zu optimieren. Dabei geht es darum, automatisierte digitale Abbilder von realen Produktionsanlagen zu erstellen und diese zu verbessern, unabhängig davon, ob es sich um chemische Prozesstechnik oder klassische Montage handelt. Aktuell bin ich im Forschungsprojekt <a href="https://edna-projekt.de/" target="_blank" rel="noreferrer">EDNA </a>tätig, das in Kooperation mit Krone und dem Brüggenwerk in Herzlake die Digitalisierung der Produktion vorantreibt. Hier kann ich die Algorithmen, die ich für meine Dissertation entwickle, in der Praxis testen.“</p>
<p><strong>Sie promovieren an der Talentakademie Smart Factory and Products zum Thema „Simulation Based Production Scheduling with Reinforcement Learning” unter der Betreuung von Prof. Dr. Buschermöhle. Was hat Sie dazu bewogen, dieses Thema zu wählen, und was finden Sie daran besonders interessant?</strong></p>
<p>„Während meines Masterstudiums habe ich gesehen, wie intensiv computergestützte Prozesse für moderne Technologien genutzt werden. Manuelle Berechnungen werden kaum noch durchgeführt, stattdessen wird versucht, so viel wie möglich zu automatisieren. Mit grundlegenden Programmierkenntnissen kann man hier viel erreichen. Das hat mich motiviert, mich intensiv mit dem Programmieren zu beschäftigen, bis ich schließlich selbst neuronale Netzwerke programmieren konnte. So kam ich zu meinem jetzigen Forschungsthema.“</p>
<p><strong>Neben Ihrer Promotion arbeiten Sie auch als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Forschungsprojekt EDNA. Was sind Ihre Aufgaben dort und wie bringen Sie beides unter einen Hut?</strong></p>
<p>„Im Forschungsprojekt <a href="https://edna-projekt.de/" target="_blank" rel="noreferrer">EDNA </a>geht es unter anderem darum, die Produktion von Krone im Werk in Herzlake mithilfe von digitalen Zwillingen und Edge Computing zu digitalisieren. Mein Arbeitspaket konzentriert sich darauf, digitale Zwillinge und maschinelle Lernverfahren in die Produktion zu integrieren. Das bedeutet, dass ich digitale Abbilder von realen Produktionsprozessen erstelle und optimiere. Diese Aufgaben passen hervorragend zu meiner Dissertation, wodurch es mir leichtfällt, beides zu koordinieren, da die Arbeiten sich gegenseitig ergänzen.“</p>
<p><strong>Wollten Sie schon immer promovieren?</strong></p>
<p>„Nein, ursprünglich wollte ich nach meiner Ausbildung einfach Ingenieur werden und hatte keine festen Pläne darüber hinaus. Während des Bachelorstudiums habe ich mich dann entschieden, noch einen Master zu machen. Während des Masterstudiums kam dann der Gedanke an eine Promotion auf, und etwa ein Jahr vor dem Abschluss habe ich mich konkret für eine Promotion entschieden. Das Thema meiner Masterarbeit war dafür ideal und ich konnte darauf konnte.“</p>
<p><strong>Wie fühlt es sich an, jetzt dort zu sein, wo Ihre Professor*innen zu Beginn ihrer Karriere standen? Ist es Ihr Ziel, eine Professur anzustreben?</strong></p>
<p>„Derzeit bin ich auch in der Lehre tätig. Es bereitet mir Freude und ich bin zu gleichen Teilen im <a href="https://edna-projekt.de/" target="_blank" rel="noreferrer">EDNA-Projekt</a> und an der <a href="https://www.hs-osnabrueck.de/wir/jobs-und-karriere/karriereziel-haw-professur/mein-weg-in-die-haw-professur/talentakademien/talentakademie-smart-factory-products/" target="_blank">Talentakademie Smart Factory and Products eingesetzt</a>. Letztere dient der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Es ist durchaus ein Ziel für mich, in die Lehre zu gehen. Aber was ich in drei Jahren machen werde, kann ich jetzt noch nicht sagen, da meine Dissertation im Moment meine volle Aufmerksamkeit erfordert.“</p>
<p><strong>Zwei Studiengänge und jetzt die Promotion in Lingen. </strong><strong>Was motiviert Sie dazu, hier zu bleiben?</strong></p>
<p>„Sowohl im Bachelor- als auch im Masterstudium hat mich besonders das Studienkonzept überzeugt, das einen direkten Praxisbezug ermöglicht. Im Vergleich zu anderen Hochschulen ist das Konzept hier am IDS deutlich praxisorientierter. Die enge Verzahnung mit der realen Arbeitswelt durch Praxistransferprojekte (PTP) hat mir immer gut gefallen. Ich persönlich lerne am besten, wenn ich das Gelernte in de Praxis anwenden kann, sei es durch das Verfassen von Ausarbeitungen oder durch praktische Arbeitserfahrung. Das war für mich effektiver als das reine Lernen für Klausuren.“</p>
<p><strong>Konnten Sie das Gelernte immer direkt bei Ihrem Praxispartner anwenden?</strong></p>
<p>„Mit den grundlegenden Modulen gestaltet sich das natürlich etwas schwieriger. Reine Mathematik wird im Unternehmensalltag selten benötigt, sodass man kreativ werden muss, um eine Anwendung dafür zu finden. Trotzdem sammelt man wertvolle Erfahrungen. Besonders in den späteren Semestern, wenn man verschiedene Module miteinander verknüpfen kann und längere Praxistransferprojekte verfasst, hat man die Möglichkeit, reale Probleme zu lösen.“</p>
<p><strong>Sie haben bereits Auslandserfahrung gesammelt. Welche Länder haben Sie besucht, und könnten Sie sich vorstellen, in Zukunft auch im Ausland zu arbeiten?</strong></p>
<p>„Vor Beginn meiner Promotion habe ich bei meinem Arbeitgeber gearbeitet, bei dem ich auch meinen Master gemacht habe. Dort haben wir den Bau einer Ölrecyclinganlage geplant, die später in China in Betrieb genommen wurde. Damals war ich während der Corona-Pandemie in China. Obwohl ich mich familiär etwas gebunden fühle, schließe ich nicht aus, in Zukunft im Ausland zu arbeiten. Ich werde nicht dauerhaft ins Ausland gehen, um dort zu leben und zu arbeiten. Aber ich kann es mir durchaus vorstellen, für ein deutsches Unternehmen im Ausland zu arbeiten.“</p>
<p><strong>Was macht Ihnen Angst oder Freude, wenn Sie an die verbleibende Zeit Ihrer Promotion denken?</strong></p>
<p>„Das ist eine gute Frage. Im Moment habe ich wirklich nur wenig Freizeit. Es wird sicher schön sein, irgendwann wieder mehr Zeit für mich zu haben. Gleichzeitig finde ich es aber auch befriedigend, ein klares Ziel vor Augen zu haben und darauf hinzuarbeiten.“</p>
<p><strong>Gibt es noch einen Ratschlag, den Sie zukünftigen Promovierenden mitgeben möchten?</strong></p>
<p>„Für diejenigen, die ein Thema haben, dass sie über einen längeren Zeitraum - vielleicht drei bis fünf Jahre - intensiv bearbeiten möchten, ist eine Promotion sicherlich eine Option.“</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Wed, 12 Jun 2024 15:00:00 +0200</pubDate>
                        <title>Über Mentoring, Zeitmanagement und Zeitkapseln</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2024/06/ueber-mentoring-zeitmanagement-und-zeitkapseln/</link>
                        <description>Während seines dualen Studiums war Miguel Schmock von Ohr Mentor am IDS und in praktisch allen Gremien aktiv. Durch sein Engagement hat er ein umfangreiches Netzwerk aufgebaut und viele unvergessliche Erlebnisse geschaffen. Von 2020 bis 2023 absolvierte er seinen dualen Bachelor in Wirtschaftsingenieurwesen und arbeitet bis heute bei Yachtglass, einem Unternehmen der Hero Group. Im Interview teilt er seine Erfahrungen als Mentor und enthüllt, was sich in der Zeitkapsel seines Abschlussjahrgangs verbirgt. Außerdem diskutieren wir über die Vergangenheit und Zukunft.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Miguel, wir haben dich bereits im <a href="https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2023/02/miguel-schmock-von-ohr-bist-du-ein-vorbild-fuer-andere-studierende/" target="_blank">Februar des letzten Jahres</a> zum Thema Mentoring am IDS interviewt, als du noch studiert hast.</strong> <strong>Was hat sich seitdem bei dir im Leben verändert? </strong></p>
<p>„An der Hochschule war ich sehr aktiv im Bereich des Ehrenamts, insbesondere im Mentoring und in der Gremienarbeit. Leider ist diese Aktivität nun nicht mehr möglich. Aktuell arbeite ich Vollzeit bei Yachtglass, einem Unternehmen der Hero Group, als Business Developer im Bereich Spezialsicherheitsverglasung. Mein Studium im Bereich Wirtschaftsingenieurwesen hat mir ein umfangreiches Hintergrundwissen vermittelt, das ich nun in meiner Arbeit einbringen kann. Die schnellen Wechsel zwischen den Rollen als Student, Mentor, in der Gremienarbeit und im Beruf gehören nun der Vergangenheit an.“</p>
<p><strong>Vermisst du das Mentoring-Programm?</strong></p>
<p>„Definitiv. Mir hat es Spaß gemacht Studierende vom ersten Semester an zu begleiten, als Ansprechpartner zur Verfügung zu stehen und zu beobachten, wie sie ihre eigenen Netzwerke aufbauen und Freundschaften schließen. Zusätzlich zu meiner Rolle als Mentor war ich auch im Mentoren-Rat aktiv, wo es darum geht, das Programm aktiv weiterzuentwickeln.“</p>
<p><strong>Während deiner Studienzeit hast du dich intensiv an der Hochschule engagiert, sowohl als Mentor als auch durch deine Präsenz in verschiedenen Gremien. Wie hast du es geschafft, während deines Studiums mit deinen vielfältigen Aktivitäten umzugehen?</strong></p>
<p>„Das duale Studium bringt eine gewisse Belastung mit sich, da das Semester auf drei Monate komprimiert ist. Es erfordert ein gutes Zeitmanagement, um zusätzlich Gremienarbeit und das Mentoring-Programm unter einen Hut zu bringen. Während des Studiums habe ich vor allem gelernt, Aufgaben nach ihrer Wichtigkeit und Dringlichkeit zu priorisieren, was auch als Eisenhower-Prinzip bekannt ist. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist es, Zeit für sich selbst einzuplanen – das ist ebenfalls eine Lektion, die man erst lernen muss.“</p>
<p><strong>Warum sollte man Mentor am IDS werden? </strong><strong>Und wie funktioniert das genau?</strong></p>
<p>„Wenn man Freude daran hat, als Ansprechpartner und Motivator für Studierende aufzutreten und gerne in einer Gruppe etwas Bedeutendes aufbauen möchte, dann ist die Rolle des Mentors genau das Richtige. Interessierte können sich mit einem kurzen Motivationsschreiben bewerben. Anschließend wird ein Gespräch vereinbart, und wenn die bestehenden Mentoren feststellen, dass die Person wirklich interessiert und engagiert ist, wird sie in das Programm aufgenommen. Die Teilnahme wird auch durch ein Zertifikat der Hochschule bestätigt.“</p>
<p><strong>Du hast dich nun dafür eingesetzt, dass euer Jahrgang am IDS durch eine eigene Steinplatte verewigt wird. Wie ist es dazu gekommen? Was wurde in der Zeitkapsel versteckt?</strong></p>
<p>„Früher war es eine Tradition, den eigenen Studiengang durch eine Steinplatte im Innenhof des IDS zu verewigen. Diese Tradition endete im Jahr 2015, aber wir wollten sie gerne wiederbeleben und eine bleibende Erinnerung an unsere Zeit an der Hochschule schaffen. Während meiner nächsten Praxisphase habe ich diese Idee meinem Praxispartner Hero Glas vorgestellt, der sich sofort bereit erklärte, unsere Steinplatte zu sponsern. In der Zeitkapsel haben wir verschiedene Erinnerungsstücke aus unserem Jahrgang platziert, die uns verbinden, geprägt haben und an die wir gerne zurückdenken. Die genauen Inhalte bleiben jedoch ein Geheimnis.“</p>
<p><strong>Wie denkst du, wird die Ausgrabung der Zeitkapsel im Jahr 2123 ablaufen?</strong></p>
<p>„Ich hoffe, dass die Zeitkapsel zu diesem Zeitpunkt noch intakt ist *<em>lacht*</em>. Ich gehe davon aus, dass neugierige Menschen sich dann fragen werden, was die Studierenden im Jahr 2023 bewegt hat. Welche Themen haben sie interessiert? Was hat ihre Gedanken beschäftigt? Ich bin zuversichtlich, dass wir genug bedeutsame Gegenstände in die Zeitkapsel gelegt haben, um sich ein gutes Bild davon machen zu können.“</p>
<p><strong>Was ist dir an deinem Studium besonders in Erinnerung geblieben? </strong></p>
<p>„Insbesondere die Begegnungen und Erfahrungen bleiben in Erinnerung. Das IDS bietet einen Raum, um sich sowohl persönlich als auch fachlich weiterzuentwickeln. Besonders die Möglichkeiten am Campus Lingen, wie das Mentoring und die Gremienarbeit, sind mir im Gedächtnis geblieben. Ich schätze das Engagement der Hochschule sehr. Wenn mich jemand fragen würde, ob ich das duale Studium noch einmal machen würde, würde ich definitiv Ja sagen und es auch jedem empfehlen.“</p>
<p><strong>Wann hast du das letzte Mal gelacht?</strong></p>
<p>„Vor einer halben Stunde. Mein Arbeitskollege und ich haben beide die gleichen Teile bestellt, um ein Produkt zu testen. Das ist uns aber erst beim Testen aufgefallen.“</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Wed, 29 May 2024 10:00:00 +0200</pubDate>
                        <title>„Nebenbei promovieren“: Zwischen Berufsalltag und Promotion</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2024/05/nebenbei-promovieren-zwischen-berufsalltag-und-promotion/</link>
                        <description>Ann-Kathrin Weidlich ist bereits seit 2015 an der Hochschule Osnabrück am Campus Lingen. Sie hat ihr duales Bachelorstudium Wirtschaftsingenieurwesen und den dualen Masterstudiengang Technologieanalyse, -engineering und -management am IDS erfolgreich abgeschlossen. Zwei Jahre später entschied sie sich für eine Promotion. Neben der Promotion arbeitet sie als Teamleiterin bei Lindschulte Industrial Engineering. Wie es dazu kam, wie sie das meistert und wo sie ihre Zukunft sieht, erfahrt ihr im Interview. </description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Du hast am Institut für Duale Studiengänge Wirtschaftsingenieurwesen (Bachelor) und Technologieanalyse, -engineering und -management (Master) studiert. Warum hast du dich für diese Studiengänge entschieden?</strong></p>
<p>„Schon in der Schule haben mir die Fächer Physik und Chemie gefallen und auch das Thema Forschung hat mich interessiert. Für mich war schon früh klar, dass ich ein technisch orientiertes Studium absolvieren möchte. In den Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen bin ich dann eher reingerutscht, was den Vorteil hatte, dass ich mich zu diesem Zeitpunkt noch nicht auf einen Bereich festlegen musste. Das Studium ließ mir viele Möglichkeiten offen, da man sich sowohl betriebswirtschaftlich, als auch in Richtung Technik und Ingenieurwesen orientieren kann. Man lernt spannende Themenfelder wie Technologie- und Innovationsmanagement kennen, die einen über den Tellerrand hinausblicken lassen. Ich habe mich schließlich für die Vertiefungsrichtung Projektmanagement im Bachelorstudium und Verfahrenstechnik im Masterstudium entschieden. Beide Vertiefungen sind eine gute Grundlage für die Arbeit in einem Ingenieurbüro für Anlagen und Verfahrenstechnik. Außerdem ist die Berufserfahrung aus dem dualen Studium für den Einstieg sehr hilfreich.“</p>
<p><strong>War es schon immer dein Traum zu promovieren? </strong></p>
<p>„Schon während meiner Schulzeit fand ich es spannend, wenn uns Leute aus der Industrie oder von der Universität unterrichtet haben. Auch im Bachelor- und Masterstudium habe ich die Arbeit der Lehrenden sehr geschätzt und der Gedanke, in ihre Fußstapfen zu treten, hat mich zur Promotion motiviert. Ob ich nach der Promotion tatsächlich in die Lehre gehe, werde ich zu gegebener Zeit entscheiden.“</p>
<p><strong>Neben deiner Promotion arbeitest du auch. Wie schaffst du es, Arbeit und Promotion unter einen Hut zu bringen?</strong></p>
<p>„Angefangen habe ich als Projektingenieurin bei Lindschulte und bin jetzt als Teamleiterin für den Bereich Energyconsult &amp; Concepts verantwortlich. Dabei geht es um die Dekarbonisierung von Industrie und Gewerbe, insbesondere um die Transformationsberatung aber auch um das Engineering zur Umsetzung solcher Dekarbonisierungsmaßnahmen.&nbsp; Aus den Problemstellungen der Kunden im Energiebereich entwickelte sich schließlich die erste Idee für mein Dissertationsthema. Meine Dissertation trägt den Arbeitstitel „Erneuerbare Energiesysteme in Industrie- und Gewerbegebieten: Potenziale, Technologien und strategische Herausforderungen für Unternehmen“ <a href="/gewerbequartier/">(GewerbeQuartier | Hochschule Osnabrück)</a>. Durch meinen Beruf war ich mit dem Thema auch auf der praktischen Ebene vertraut.<br> Da ich im dualen Studium gelernt habe, zwei Ziele parallel zu verfolgen, also einerseits zu arbeiten und andererseits zu studieren, wusste ich bereits, wie ich mit der Herausforderung umgehen musste.“</p>
<p><strong>Du promovierst seit Juni letzten Jahres. Wie läuft es bisher und was macht dir besonders viel Spaß?</strong></p>
<p>„Inhaltlich gefällt es mir sehr gut. Wenn man anfängt, hat man erst einmal sehr viele Ideen und bekommt auch viel Input. Auch während der Bearbeitung bekommt man immer wieder neue Anregungen, Ideen und lernt neue Projekte kennen. Auf einer Konferenz habe ich mit verschiedenen Menschen diskutiert und diesen Austausch finde ich sehr interessant. Gleichzeitig ist es schwierig, in den drei Jahren, auf die die Stelle befristet ist, durch den immer wiederkehrenden Input fertig zu werden, aber man muss sich das Ziel setzen.“</p>
<p><strong>Was macht dir Angst bzw. Freude, wenn du an die nächsten zwei Jahre denkst, in denen du noch promovieren wirst?</strong></p>
<p>„Eine Herausforderung für mich ist die Zeit, denn ich promoviere und bin gleichzeitig berufstätig. Ich würde fast sagen, ich promoviere nebenbei und bin hauptsächlich berufstätig. Im schlimmsten Fall verliert man die Motivation, weil sich die Zeit hinzieht. Man muss für sich wissen, warum man diese Doppelbelastung auf sich nimmt. Man muss sich selbst motivieren können, und in der Lage sein, die eigene Arbeit am Promotionsthema immer wieder kritisch zu hinterfragen.</p>
<p>Ich habe mein Thema gefunden, das motiviert mich. Außerdem kann ich meine persönlichen Fähigkeiten in verschiedenen Bereichen erweitern, zum Beispiel beim Netzwerken auf Konferenzen, beim Präsentieren komplexer Zusammenhänge oder beim wissenschaftlichen Schreiben für Publikationen.</p>
<p>Im Beruf wird man von den Kunden und den Aufgaben getrieben. Bei einer Promotion kann ich mich auf das konzentrieren, was mich persönlich interessiert. Die Promotion bietet mir die Möglichkeit, mich fachlich und persönlich weiterzuentwickeln – darauf freue ich mich.“</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Wed, 22 May 2024 16:21:53 +0200</pubDate>
                        <title>Ein Blick hinter die Kulissen mit Ulla Wermeling</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2024/05/ein-blick-hinter-die-kulissen-mit-ulla-wermeling/</link>
                        <description>In unserem Format „Ein Blick hinter die Kulissen mit…“ stellen wir Ihnen einmal im Monat Lehrende oder Mitarbeitende der Hochschule vor, die Sie im Laufe Ihres Studiums am Campus Lingen am Institut für Duale Studiengänge (IDS) oder schon vorher im Informationsprozess kennenlernen können. Diesmal im Interview: Urszula Wermeling. Ulla (wie sie liebevoll von Kolleg*innen genannt wird) arbeitet seit Januar 2020 als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Duale Studiengänge in Lingen. In unserem Blogbeitrag gibt sie Einblicke in ihre Arbeit am IDS und erzählt uns, warum sie für ihren Beruf brennt. Außerdem verrät sie, was sie vorher gemacht hat und welche Pläne sie für die Zukunft hat.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Hallo Ulla, seit wann bist du am IDS und welche Stelle hast du hier?</strong></p>
<p>„Ich bin seit Januar 2020 am IDS und habe zunächst in Vollzeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin in einem BMBF-Projekt gearbeitet, in dem wir digital und virtuell unterstützte Lehr-/Lernszenarien für Pflege- und Medizinstudierende entwickelt haben. Seit Mai 2022 bin ich zu 50% wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Labor- und Studierendenbetreuung im Studiengang Pflege (dual) am Campus Lingen und seit Februar 2024 zu weiteren 50% in einem EU-Projekt, in dem wir zusammen mit niederländischen Partner*innen u.a. Module zum Einsatz von Technologien und Innovationen in der Pflege entwickeln.“</p>
<p><strong>Was hast du vorher gemacht?</strong></p>
<p>„Von 2012 bis 2016 habe ich als zweite Lingener Kohorte den Studiengang Pflege (dual) in Kombination mit einer Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin an der Akademie St. Franziskus absolviert. In dieser Zeit war das Bonifatius Hospital mein Praxispartner.</p>
<p>Danach habe ich 1,5 Jahre auf einer neurologischen Frührehastation und weitere 1,5 Jahre in einem ambulanten Pflegedienst als B.Sc. Gesundheits- und Krankenpflegerin gearbeitet. Während dieser Zeit absolvierte ich meinen Master in Pflegewissenschaft und arbeitete als wissenschaftliche Hilfskraft in zwei Forschungsprojekten am Campus Lingen.“</p>
<p><strong>Was sind deine konkreten Aufgaben am IDS?</strong></p>
<p>"Ich betreue sowohl Studieninteressierte als auch Studierende des dualen Studiengangs Pflege. Neben der Planung und Organisation von Veranstaltungen kümmere ich mich um die Betreuung der Pflegepraxiseinrichtungen. Außerdem betreue ich den Instagram-Kanal (@pflege_dual_lingen_hsos) und bin für die Inhalte des dualen Studiengangs Pflege auf der Website der Hochschule verantwortlich.<br> Zum dualen Studiengang Pflege gehört auch ein eigenes Labor. Hier bin ich für die Ausstattung und die Technik zuständig. Außerdem unterstütze ich die Entwicklung und Durchführung von Lehrveranstaltungen im Labor.<br> Mein dritter Aufgabengenbereich ist die Forschung. Im aktuellen Forschungsprojekt bin ich unter anderem für die Entwicklung von Lernmodulen zum Einsatz von innovativen Technologien in der Pflegepraxis zuständig.“</p>
<p><strong>Was gefällt dir besonders an deiner Arbeit?</strong></p>
<p>„Mir gefallen die Abwechslung und der Kontakt mit jungen Menschen, die sich für den spannenden Pflegeberuf begeistern. Gleichzeitig interessiere ich mich für moderne Technologien wie Virtual Reality oder andere Innovationen im Zusammenhang mit der hochschulischen Pflegeausbildung. Ich finde es spannend, am aktuellen Puls der Zeit zu arbeiten und etwas Sinnvolles für die Gesellschaft zu tun. Außerdem komme ich durch mein Forschungsprojekt viel herum, auch bei unseren niederländischen Nachbarn.“</p>
<p><strong>Warum hast du dich für die Pflege entschieden?</strong></p>
<p>„Ich wollte schon immer mit Menschen arbeiten, aber dann habe ich gemerkt, dass der Pflegeberuf noch viel mehr zu bieten hat! Mein Beruf verbindet ein systemrelevantes, modernes und dynamisches Tätigkeitsfeld mit vielen Möglichkeiten, mich immer wieder nach meinen persönlichen Interessen weiterzuentwickeln. Und das Schönste daran ist, dass ich mit Menschen arbeiten und ihnen helfen kann.“</p>
<p><strong>Was macht das duale Pflegestudium am IDS besonders?</strong></p>
<p>„Wir bieten den Studierenden nicht nur durchdachte und sehr moderne Lehr-/ Lernmethoden für den Theorie-Praxis-Transfer, sondern haben auch die Möglichkeit, unsere Studierenden bei Bedarf sehr eng zu betreuen um ihnen die Vielfältigkeit des Pflegestudiums zu erschließen.“</p>
<p><strong>Beschreibe das Pflegestudium bitte in wenigen Worten. </strong></p>
<p>„Innovative Lehre auf hohem fachlichem Niveau sowie eine enge Betreuung auf Augenhöhe durch motivierte und engagierte Dozierende und Mitarbeitende.“</p>
<p><strong>Zusammen mit Prof. Dr. Mazzola und einigen Kolleg*innen warst du bei der Gestaltung des Pflegelabors aktiv mitbeteiligt. Was lernen die Studierenden im Labor?</strong></p>
<p>„Das Pflegelabor basiert auf der Vorarbeit von Frau Prof. Dr. Seeling und Isabel Alsmann, die bereits vor einigen Jahren mit der konzeptionellen Entwicklungsarbeit begonnen haben.<br> Aktuell arbeiten wir im Team mit Frau Prof. Dr. Mazzola, Frau Alsmann, Frau Diepen und mir an der Entwicklung verschiedener Lehr- und Prüfungsformate und der Ausstattung des Laborbereichs für Training und Transfer in der hochschulischen Pflegeausbildung. Hier wird vor allem das Konzept des simulationsbasierten Lernens und der OSCE-Prüfungen (Objective Structured Clinical Examination) umgesetzt. Die Studierenden sollen in einer risikofreien und geschützten Umgebung mit Hilfe modernster Technik ihre Handlungs- und Kommunikationskompetenzen fördern und sich selbst reflektieren können.<br> Beispielsweise können die Studierenden Situationen aus der Praxis mit Schauspielpatient*innen oder im Rollenspiel unter Videoaufzeichnung nachstellen und anhand der Aufzeichnungen im Rahmen des Debriefings sich selbst und ihr Handeln reflektieren, um daraus zu lernen.“</p>
<p><strong>Ein Blick in die Glaskugel: Wie stellst du dir das Pflegelabor in 5 Jahren vor? </strong></p>
<p>„Wir planen, unsere Simulationssettings in Zukunft noch realitätsnäher zu gestalten. Dazu sollen austauschbare Fotowände angeschafft werden, die unseren Experimentalraum in ein Patientenzimmer im Krankenhaus oder auch in ein Wohnzimmer im ambulanten Pflegesetting verwandeln. Außerdem würden wir gerne, je nach geplantem Szenario, einen Pool an Schauspielpatient*innen aufbauen und einen High Fidelity Simulator anschaffen. Auch unsere Video- und Tonaufzeichnungsmöglichkeiten werden sich in naher Zukunft weiterentwickeln.<br> Mein Wunsch ist es, im Rahmen eines Kooperationsvertrages immer wieder aktuelle Pflegeroboter mit den Studierenden zu erforschen und für die Praxis testen zu können. Es gibt viele Dinge, die uns oft erst während der Entwicklung einfallen, aber das macht die Arbeit im Labor auch so spannend!“</p>
<p><strong>IDS: Welche besonderen Momente sind die aus deiner Zeit am IDS besonders in Erinnerung geblieben?</strong></p>
<p>„Durch den Verlust unserer Kollegin denke ich oft an die tollen Teamevents und Dienstreisen oder Veranstaltungen mit Frau Prof. Dr. Seeling zurück. Aber auch die jährlichen Zeugnisübergaben, die ich schon einige Male begleiten durfte, und der Bachelorabschlussball sind meine persönlichen Highlights.“</p>
<p><strong>Wie verbringst du deine Freizeit? </strong></p>
<p>„Am liebsten im Garten oder in der Natur. Außerdem interessiere ich mich für die Aquaristik.“</p>
<p><strong>Hast du eine Buch- oder Podcast-Empfehlung? </strong></p>
<p>„Der Übergabe-Podcast - dort wird über aktuelle Themen der Pflege berichtet, wobei häufig Expert*innen zu einem Austausch über bestimmte Themen hinzugezogen werden.“</p>
<p><strong>Welche Sprache würdest du gern sprechen und warum? </strong></p>
<p>„Im Moment würde ich gerne Niederländisch lernen. Das wäre ein Mehrwert für unser aktuelles Kooperationsprojekt mit niederländischen Partnern.“</p>
<p><strong>Was ist deine beste Eigenschaft? </strong></p>
<p>„Ich arbeite sehr strukturiert und gewissenhaft und hoffe so, immer ein gutes Ergebnis zu erzielen.“</p>
<p><strong>Wenn du dir eine Superkraft aussuchen könntest, welche wäre das? </strong></p>
<p>„Das ist keine einfache Frage... Ich würde gerne durch Berührung heilen können. Damit könnte ich viel Gutes tun.“</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Wed, 08 May 2024 09:12:00 +0200</pubDate>
                        <title>Zwischen dualem Masterstudium und Mutterschaft</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2024/05/zwischen-dualem-masterstudium-und-mutterschaft/</link>
                        <description>Lena Nguyen-Roth ist eine ganz normale Studentin – und doch etwas Besonderes. Die 26-jährege studiert den dualen Masterstudiengang Führung und Organisation mit dem Schwerpunkt Kommunikation. Sie besucht Vorlesungen, schreibt Prüfungen und hat klare Zukunftspläne. Doch Lena ist nicht nur Studentin, sondern auch Mutter einer acht Monate alten Tochter. Für viele mag das das Ende der Karriere bedeuten, für Lena nicht. Im Interview erzählt sie, wie sie alles unter einen Hut bekommt. Außerdem erklärt sie, was einen Campus kinderfreundlich macht und warum manche Dinge einfach ausprobiert werden müssen.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Du bist nicht nur duale Studentin, sondern auch Vollzeitmutter. Wie ist es, diese beiden Rollen zu vereinen?</strong></p>
<p>„Eigentlich ist es ziemlich schwierig, muss ich sagen. Früher konnte man sich einfach ein paar Stunden hinsetzen und konzentriert an einer Reflexionsorientierten Transferstudie (RTS) arbeiten, die ja eine obligatorische Prüfungsleistung in einem Modul ist, oder für eine Klausur lernen, aber jetzt muss ich ständig unterbrechen oder eine Betreuung für mein Kind organisieren. Aber ich bin dankbar für die Flexibilität des IDS, besonders was die Vorlesungswoche betrifft. Für jedes Modul habe ich immer eine Vorlesungswoche, und bei den letzten beiden Modulen konnte ich dank einer Kommilitonin die Vorlesungen sogar online verfolgen. Das ist notwendig, da ich mein Kind noch nicht länger als ein paar Stunden betreuen lassen kann. Es ist zwar möglich, aber definitiv nicht mehr so einfach wie früher, sich nach der Arbeit intensiv mit dem Thema einer RTS zu beschäftigen. Das erfordert viel Umgewöhnung und Organisation.“</p>
<p><strong>Warum hast du dich dafür entschieden, weiter zu studieren, obwohl es für viele unvorstellbar ist?</strong></p>
<p>„Weil ich mein Studium nicht unterbrechen möchte. Außerdem finde ich es schwierig, wieder anzufangen, wenn man einmal aufgehört hat und ich habe schon viel erreicht und möchte nicht kurz vor dem Ziel aufgeben. Bisher habe ich das noch sehr gut gemeistert und bin stolz . Solange das so ist, will ich weitermachen.“ Aufgeben, ohne es überhaupt versucht zu haben, kommt für mich nicht in Frage.</p>
<p><strong>Unterstützt dich die Hochschule oder dein Arbeitgeber dabei in irgendeiner Weise?</strong></p>
<p>„Ja, mein Arbeitgeber war schon immer sehr entgegenkommend. Ich kann zum Beispiel von zu Hause aus arbeiten und habe flexible Arbeitszeiten.</p>
<p>Beim IDS habe ich vorher mit Frau Dinkelborg-Ripperda gesprochen, die mir versichert hat, dass ich dort Unterstützung bekomme. Ich habe zum Beispiel einen Familienpass bekommen. Wenn ich zum Beispiel für meine Masterarbeit mehr Zeit brauche, kann ich damit eine Verlängerung der Bearbeitungszeit beantragen. Bisher konnte ich bei den Dozierenden die Vorlesungen online verfolgen, was mir sehr geholfen hat. So konnte ich mich zu Hause um mein Kind kümmern, es schlafen legen, stillen und trotzdem so viel wie möglich von der Vorlesung mitbekommen.“</p>
<p><strong>Hast du durch deine Rolle als Mutter etwas gelernt, das dir beim IDS geholfen hat?</strong></p>
<p>„Ja, ich denke, dass man nicht immer alles im Voraus planen kann und dass man manchmal die Dinge nehmen muss, wie sie kommen. Ich habe schon vorher gelernt, mich ganz gut selbst zu organisieren. Aber mit einem Kind muss man sich noch mehr selbst organisieren und auch mit zusätzlichen Belastungen umgehen können. Die Kompetenz zur Selbstorganisation wird definitiv gesteigert.“</p>
<p><strong>Wie gut ist denn der Campus deiner Meinung nach auf Mütter und ihre Bedürfnisse eingestellt?</strong></p>
<p>„Ich finde es gut, dass es zum Beispiel einen Stillraum in der Mensa gibt. Aber ich finde auch, dass es in Lingen ein bisschen an Kinderbetreuung fehlt. Es wäre schön, wenn Eltern die Möglichkeit hätten, ihre Kinder während einer Vorlesung betreuen zu lassen. Ich denke, dass kann für junge Mütter oder Väter eine zusätzliche Hürde oder ein Hindernis sein, ein Studium zu beginnen. Vor allem, wenn man nicht die familiäre Unterstützung hat, die ich jetzt habe, ist es wirklich schwierig, Kinderbetreuung und Studium unter einen Hut zu bringen.“</p>
<p><strong>Hast du zum Schluss noch einen Tipp für andere Mütter oder Väter, die über ein duales Studium nachdenken?</strong></p>
<p>„Ich finde, es ist wichtig, Dinge auszuprobieren, auch wenn sie schwierig erscheinen. Es besteht immer die Möglichkeit zu scheitern, aber wenn man es nicht versucht, weiß man nie, was möglich gewesen wäre, oder?“</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Wed, 24 Apr 2024 15:00:00 +0200</pubDate>
                        <title>Zwei duale Studiengänge und ein Praxispartner – geht das?</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2024/04/zwei-duale-studiengaenge-und-ein-praxispartner-geht-das/</link>
                        <description>Bereits seit 2018 studiert die 24-jährige Kim Schürmann am IDS in Lingen. Ihr Praxispartner, die Westfalen AG, begleitet sie nicht nur während ihres dualen Bachelorstudiums der Betriebswirtschaftslehre, sondern auch im anschließenden dualen Masterstudium „Führung und Organisation“ – beides in Lingen. Ihr beruflicher Werdegang bei der Westfalen AG führte sie zuletzt in den Bereich Projektmanagement. Mit Beginn des Masterstudiums spezialisierte sie sich auf Digitalisierung und Nachhaltigkeit - eine Richtung, die sie von Anfang an begeisterte.
Welche Rolle Nachhaltigkeit in ihrem Studium und Beruf spielt, was Kim Schürmann aus dem Studium in ihrem Beruf umsetzen konnte und warum sie sich für ein duales Studium in Lingen entschieden hat, erzählt sie im Interview. </description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wie bist du auf den Bachelorstudiengang Betriebswirtschaftslehre hier in Lingen aufmerksam geworden? </strong></p>
<p>Das war eigentlich ein Zufall. Ich war auf der Jobmesse in Münster und hatte schon länger vor, ein duales Studium zu machen. Allerdings schreckte mich die Vorstellung ab, jeden Samstag in der Hochschule zu sitzen, wie es bei einigen dualen Studiengängen an manchen Hochschulen ja der Fall ist. Am Stand der Westfalen AG erfuhr ich, dass sie schon lange Praxispartner des Instituts für Duale Studiengänge (IDS) in Lingen sind. Sie erzählten mir vom Blockmodell, bei dem man erst zehn bis zwölf Wochen studiert und dann 14 bis 16 Wochen beim Praxispartner arbeitet. Außerdem hätte man samstags nur selten Vorlesungen an der Hochschule. Das Modell hat mir sehr gut gefallen, weil ich mich im Blockmodell besser auf das Studium konzentrieren konnte. Ich hatte auch ein Studentenleben, zumindest in der ersten Hälfte des Hochschulblocks *lacht* - und dann wurde es natürlich stressiger.&nbsp; Aber das ist normal, wenn am Ende der Hochschulphase die Prüfungen anstehen.</p>
<p><strong>Du hast dual Betriebswirtschaftslehre studiert, dein Praxispartner war die Westfalen AG, bei der du bis heute noch arbeitest und für dein Masterstudium hast du dich auf Digitalisierung und Nachhaltigkeit spezialisiert. Welche Rolle spielt Nachhaltigkeit bei deiner Arbeit?</strong></p>
<p>Für die Westfalen AG ist Nachhaltigkeit ein zentrales Thema bei allen Geschäftsaktivitäten – zum Beispiel bei den Tankstellen im Geschäftsbereich Mobility. Die Mobilitätswende erfordert, dass unser Unternehmen nachhaltiger wird: Zum einen durch gesetzliche Verpflichtungen, zum anderen durch unsere Unternehmensstrategie. Schon unser Unternehmensleitbild „Wir machen Fortschritt nachhaltig“ macht deutlich, dass wir über die gesetzlichen Anforderungen hinaus den Anspruch haben, nachhaltige Produkte und Dienstleistungen anzubieten. Dabei haben wir, neben den ökologischen, auch soziale und ökonomische Aspekte im Blick.</p>
<p><strong>Hast du in deinem Studium etwas gelernt, was du in deinem Unternehmen anwenden kannst – vor allem in Bezug auf Nachhaltigkeit?</strong></p>
<p>Heute weiß ich, dass analytisches Denken und wissenschaftliches Arbeiten, das ich im Studium gelernt habe, meine Arbeit erleichtern. In meinem Bachelorstudium gab es leider noch keine direkten Nachhaltigkeitsmodule, aber das sich ja ab dem kommenden Wintersemester ändern. Trotzdem hat Nachhaltigkeit auch in meinem Bachelorstudium eine Rolle gespielt und wurde auch in verschiedenen Modulen behandelt. Das hat mein Interesse, in diesem Bereich weiterzuarbeiten, sehr gefördert.</p>
<p><strong>Das ist richtig! Ab Herbst 2024 werden drei nachhaltigkeitsorientierte duale Studiengänge angeboten: „Betriebswirtschaft und nachhaltiges Management", "Wirtschaftsinformatik und nachhaltige IT" und "Wirtschaftsingenieurwesen und nachhaltige Entwicklung“. Was sind die Vorteile dieser Studiengänge?</strong></p>
<p>So wie ich die Studiengänge verstehe, wird das Thema Nachhaltigkeit wirklich vertiefend behandelt und das ist bei einem so komplexen Thema, bei dem man ja drei verschiedene Perspektiven miteinander verbindet – nämlich Ökologie, Ökonomie und Soziales – eine Herausforderung, aber auch sinnvoll.</p>
<p>Ich denke, dass der Bereich Nachhaltigkeit deutlich an Bedeutung gewinnen wird – das merken wir auch bei der Westfalen AG. Zum einen durch gesetzliche Vorgaben, zum anderen aber auch, weil unsere Kunden und natürlich auch die Gesellschaft dies von den Unternehmen erwarten. Insofern wird es in Zukunft für den Erfolg von Unternehmen wichtig sein, gute Nachhaltigkeitskonzepte zu haben.</p>
<p><strong>Du absolvierst deinen Master „Führung und Organisation“ ebenfalls dual in Lingen. Was hat dich daran gereizt bzw. warum wieder Lingen? </strong></p>
<p>Dafür gibt es mehrere Gründe: Ich wollte auch im Master Samstagsveranstaltungen, Abendvorlesungen und Fernstudium vermeiden. Ich persönlich finde es sehr schön und wichtig, mit Leuten in Kontakt zu sein, die das Gleiche studieren und sich nach den Vorlesungen gerne treffen. Das hat in Lingen sehr gut funktioniert. Außerdem hat mir das Blockmodell auch schon im Bachelorstudium gefallen, deshalb wollte ich es auch im Masterstudium beibehalten. Meiner Meinung nach lassen sich Studium und Beruf so sehr gut vereinbaren, da die Vorlesungsblöcke, mit jeweils einer Woche für jedes Modul, sehr kurz sind. Außerdem haben mir die Inhalte des Studiums gefallen. Ich finde Moderation und Beratung sehr cool. Wenn man Leute für die Nachhaltigkeit im Unternehmen gewinnen will, dann muss man das Thema im Unternehmen moderieren und die Leute informieren, was Nachhaltigkeit ist und wie man Nachhaltigkeit erreichen kann. Erst dann stehen alle dahinter.&nbsp; Ich habe bereits alle Schwerpunktmodule absolviert, die mich schon extrem weitergebracht haben. Auch der Praxistransfer hier in Lingen bekommt von mir einen Pluspunkt.</p>
<p><strong>Du lebst und arbeitest ja in Münster. Die Stadt ist ja wesentlich größer als Lingen. </strong></p>
<p>Lingen ist eine Stadt, die groß genug ist, um nach den Vorlesungen an der Hochschule auch mal Spaß zu haben, feiern zu gehen oder durch die Läden zu bummeln, aber auch klein genug, um sich nicht wie in einer Großstadt zu verlieren. Man trifft immer sehr viele Studierende in der Stadt, sodass man sehr schnell in Kontakt kommt und auch über die Vorlesungen hinaus in Kontakt bleibt, was sehr schön ist.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Wed, 17 Apr 2024 15:08:38 +0200</pubDate>
                        <title>Constanze Nailis&#039; Vereinbarkeit von beruflicher Entwicklung und persönlicher Leidenschaft</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2024/04/constanze-nailis-vereinbarkeit-von-beruflicher-entwicklung-und-persoenlicher-leidenschaft/</link>
                        <description>Constanze Nailis hat ihre Masterarbeit im Studiengang „Führung und Organisation“ mit der Note 1,0 abgeschlossen und kann mit ihren 26 Jahren bereits auf eine beeindruckende Karriere zurückblicken. Mittlerweile ist sie als Beraterin im Bereich CIO Advisory bei der KPMG tätig. Ihr Masterstudium absolvierte sie bei ihrem Praxispartner, der Stadtwerke Osnabrück AG. Dort stieg sie während ihres dualen Masterstudiums schnell von der Projektassistentin im Immobilienbereich zur Vorstandsreferentin des Unternehmens auf. Während des Masterstudiums entdeckte sie ihre Liebe zur Moderation und Beratung. Wie sie zur Moderation kam, was das duale Studium am IDS der Hochschule Osnabrück für sie bedeutet und wie ihre Zukunft aussieht, erzählt sie uns im Interview.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wie bist du zu deinem dualen Masterstudium hier am IDS gekommen?</strong></p>
<p>„Bei meinem Kooperationspartner im dualen Bachelorstudium, dm-drogerie markt, wurde sehr viel Wert auf kulturelle Themen und die kontinuierliche Weiterbildung der Mitarbeiter*innen gelegt, was mich sehr begeisterte. Auf der Suche nach einem dualen Masterstudium, das ich aufgrund meiner Vorerfahrungen mit dem dualen System bevorzugte, stieß ich bei meiner Recherche auf den Studiengang „Führung und Organisation“. Hier sprach mich vor allem der Studienschwerpunkt „Moderation und Beratung“ an, der mir unter anderem versprach, mir die Entwicklung und Moderation von Reflexionsprozessen im Rahmen der Organisations- und Personalentwicklung zu vermitteln. Das hat mich überzeugt. Nachdem ich den Studiengang gefunden hatte, habe ich mich initiativ bei den Stadtwerken Osnabrück beworben und konnte glücklicherweise auch dort anfangen.“</p>
<p><strong>Die Entscheidung, den Master am IDS zu machen, stand für dich also schon relativ früh fest. Was spricht sonst noch für das IDS?</strong></p>
<p>„Vor allem der Masterstudiengang hat mich überzeugt. Üblicherweise wählt man im dualen System zuerst ein Unternehmen aus, bei mir war es jedoch umgekehrt. Am IDS haben mich die Qualität des Studiums und die wissenschaftliche Ausrichtung überzeugt. Zuvor absolvierte ich ein duales Bachelorstudium an einer anderen Hochschule. Wenn man mich heute fragt, was ich im Master gelernt habe und was mich immer noch voranbringt, dann ist es definitiv das wissenschaftliche Arbeiten und die damit verbundene Systematik. Die systematische Herangehensweise, die ich dort erlernt habe, unterstützt mich in meiner beruflichen Praxis. Die Studieninhalte im Bereich Moderation und Beratung haben mich besonders weitergebracht, denn in der Unternehmensführung ist eine beratende und moderierende Rolle fast immer gefragt, sei es in der Projektorganisation oder in der klassischen Mitarbeiterführung. Neben den theoretischen Inhalten haben vor allem die praktischen Moderationserfahrungen, die ich sammeln konnte, meinen Horizont erweitert.“</p>
<p><strong>Wie hat dich dein Arbeitgeber bei deinem Studium unterstützt? </strong></p>
<p>„Der Arbeitgeber hat einen Studienkooperationsvertrag abgeschlossen, d.h., er hat sich bereit erklärt, für die Dauer meines Studiums als „Forschungspartner“ zu fungieren und ich habe diese Möglichkeit intensiv genutzt. Im Rahmen des Studiums sind sogenannte RTS (Reflexionsorientierte Transferstudien) zu verfassen, in denen ich Problemstellungen und Herausforderungen des Unternehmens aufgegriffen und mit wissenschaftlichen Methoden untersucht habe. Ich hatte Zugang zu allen Daten und sonstigen Ressourcen, die ich für meine Transferstudie benötigte.</p>
<p>Zeitlich habe ich mich selbst organisiert. Zu Beginn des Studiums habe ich ein Modell gewählt, bei dem ich eine vertragliche Arbeitszeit von 30 Stunden pro Woche hatte, sodass ich bei regulärer Arbeitszeit die notwendigen Überstunden ansammeln konnte, um die nötige Freizeit für das Studium zu haben. Mit neuen Herausforderungen und Rollen, die ich übernommen habe, hat sich meine Arbeitszeit natürlich erhöht. Meine Erfahrung zeigt, dass das Studium auch mit einer Vollzeitstelle gut zu bewältigen ist und nicht zu kurz kommt. Aber das muss jede*r für sich selbst ausprobieren und auch mit den persönlichen Neigungen abstimmen. Im Laufe meines Studiums habe ich mit meinen Kommiliton*innen viele verschiedene Zeitmodelle gesehen.“</p>
<p><strong>Konntest du die erlernten Inhalte deines Masterstudiums in deinem Unternehmen gut umsetzen?</strong></p>
<p>„Ich denke, das Wichtigste, was ich im Rahmen des Masterstudiums entwickelt habe, ist die Kompetenz, die Praxis mit wissenschaftlichen Methoden zu analysieren und fundierte Lösungen für aktuelle Aufgabenstellungen zu erarbeiten. Dabei geht es nicht immer nur um die direkte Anwendung des konkret in einem Modul erlernten Wissens, sondern vielmehr um die Entwicklung einer bestimmten Arbeitsweise und Haltung. Diese hat mich beruflich vorangebracht und meine persönliche Entwicklung gestärkt.“</p>
<p><strong>Du hast deine Masterarbeit mit der Note 1,0 abgeschlossen. Herzlichen Glückwunsch! Möchtest du ein paar Worte zu deiner Masterarbeit sagen?</strong></p>
<p>„In meiner Masterarbeit habe ich mich mit dem Thema „Stadtwerke im Fadenkreuz multipler Stakeholder“ beschäftigt und zunächst analysiert, welche unterschiedlichen Stakeholdergruppen es gibt und wie deren unterschiedliche Ziele miteinander vereinbar sind. Im Mittelpunkt meiner praktischen Forschung stand die Frage, wie groß der Einfluss der Stakeholdergruppen auf die strategische Ausrichtung des Unternehmens ist und worauf dieser Einfluss beruht. Das Thema hatte einen direkten Bezug zu meiner beruflichen Praxis als Vorstandsreferentin, in der ich die Arbeit von Vorstand und Aufsichtsrat eng begleitet habe. Auch in Zukunft werde ich mich weiter wissenschaftlich mit dem Thema Governance auseinandersetzen.“</p>
<p><strong>Du hast dich auch über dein Studium hinaus stark am IDS engagiert - unter anderem mit deinen Moderationskenntnissen. Kannst du uns erzählen, wie es dazu kam?</strong></p>
<p>„In einem der ersten Module des Schwerpunktes „Moderation und Beratung“ wurden wir Studierenden von Herrn Prof. Dr. Arens-Fischer und den Dozierenden gefragt, ob jemand aus unserer Studierendengruppe Interesse hätte, eine Konferenz zu moderieren. Gemeinsam mit drei weiteren Studierenden haben wir uns dieser Herausforderung gestellt und die Moderation der Online-Konferenz „Zukunft duales Studium“ vorbereitet und durchgeführt. Später haben Alexander Redder und ich als Duo verschiedene Veranstaltungen moderiert. Das erste „Live-Event“ war die Zeugnisübergabe der Bachelorabsolvent*innen im Jahr 2021 während der Corona-Phase im „Autokino“. Auch bei anderen Veranstaltungen wie der Campus Convention, Campus im Dialog und den Workshops am Ersti-Wochenende waren wir unterwegs. Dabei wurden wir von Benjamin Häring, Lehrkraft für besondere Aufgaben am Campus Lingen und einem sehr erfahrenen Moderator, unterstützt. Mittlerweile ist das Moderieren zu einem geschätzten Hobby und Nebenjob geworden, der einen wunderbaren Ausgleich zu meiner doch sehr anderen beruflichen Praxis bietet.“</p>
<p><strong>Welche Tipps würdest du Studieninteressierten mit auf den Weg geben?</strong></p>
<p>„Es ist sehr wichtig, nach links und rechts zu schauen und offen für Neues zu sein. Schaut, was ihr persönlich aus dem IDS mitnehmen könnt. Ich habe mich zum Beispiel nicht nur auf das Thema der Moderation konzentriert, weil es eine Pflichtübung war, sondern weil es mir Spaß gemacht hat, mich zu engagieren. Dadurch habe ich eine engere Bindung zum IDS entwickelt und konnte mehr aus meinem Studium mitnehmen. Das eigene Engagement spielt - wie eigentlich überall - auch im Studium eine große Rolle.</p>
<p>Weitere wichtige Aspekte waren für mich die Begegnungen mit unterschiedlichen Menschen während des Studiums. Im dualen Studium kann man sein berufliches und persönliches Netzwerk stark erweitern und wertvolle Kontakte knüpfen. Man wächst in dieser Zeit zusammen, das war für mich etwas ganz Besonderes. Deshalb ist es wichtig, mutig zu sein und Neues auszuprobieren. Ein duales Masterstudium ist anspruchsvoll, aber mit genügend Engagement absolut machbar. Am Anfang waren mir die Noten nicht so wichtig und die persönliche und fachliche Entwicklung standen für mich im Vordergrund. Im Laufe des Studiums hat mich dann aber der Ehrgeiz gepackt und ich wollte unbedingt gut abschließen. Wichtig ist, dass man das Beste aus seiner persönlichen Situation macht.“</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Wed, 10 Apr 2024 13:32:47 +0200</pubDate>
                        <title>Sportlich studieren, studiert spielen: Wie Chaine Konjer Studium und Sport vereint</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2024/04/sportlich-studieren-studiert-spielen-wie-chaine-konjer-studium-und-sport-vereint/</link>
                        <description>Wer im Studium gut sein will, darf keine zeitraubenden Hobbys haben. Für Chaine Konjer ist dieses Klischee überholt. Denn die 20-Jährige spielt professionell Volleyball und damit in Sachen Zeitmanagement in einer ganz eigenen Liga. Außerdem studiert sie im 4. Semester Wirtschaftsingenieurwesen bei ihrem Praxispartner GE-Wind Energy. Wie sie trotzdem alles unter einen Hut bekommt und welcher Professor in ihrem Volleyballteam nicht fehlen darf, erzählt sie im Interview.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Eine Frage zu Beginn: Was macht das duale Studium für dich besonders?</strong></p>
<p>„Ich persönlich finde es sehr gut, dass man nicht immer nur den theoretischen Teil hat, sondern auch über 3 Jahre Praxiserfahrung sammelt. Natürlich ist die Theorie nicht immer direkt auf die Praxis übertragbar, aber ich muss schon sagen, dass ich mit dem dualen Modell besser lernen kann. Man verbindet gedanklich immer die Theorie mit der Praxis, sowohl in der Hochschulphase als auch im Unternehmen. Ich glaube, das ist eine wirklich gute Sache für die Zukunft.“</p>
<p><strong>Wenn andere nach den Vorlesungen an der Hochschule nach Hause gehen und sich entspannen, machst du das Gegenteil. Du spielst Volleyball und das sehr erfolgreich. In der 2. Bundesliga Pro. Bei welchem Verein und auf welcher Position?</strong></p>
<p>„Genau, ich spiele bei den Skurios Volleys Borken und bin dort Zuspielerin. Ich bin die, die immer den zweiten Ball spielt oder vielleicht in Fußballsprache übersetzt, die die Vorlage macht. Damit die anderen dann den Punkt machen können.“</p>
<p><strong>Du betriebst neben deinem dualen Studium Leistungssport. Wie bekommst du beides unter einen Hut?</strong></p>
<p>„Ich gebe zu, dass es manchmal wirklich nicht einfach ist, gerade weil man auch mal Abendveranstaltungen hat. Außerdem fahre ich noch eine Stunde vom Campus nach Borken, wo ich dann abends trainiere. Da muss man schon manchmal Kompromisse machen, aber grundsätzlich habe ich das bisher immer ganz gut hinbekommen.“</p>
<p><strong>Was machst du, wenn es mal eng wird und ein wichtiges Spiel in die Prüfungsphase fällt? Wie setzt du dann Prioritäten?</strong></p>
<p>„Ich habe schon die eine oder andere schwierige Situation gehabt, denn wenn wir zum Beispiel im Süden spielen und dann vielleicht schon am Freitag früh losfahren, ist das schwierig. Ich habe es tatsächlich einmal so gemacht, dass ich die Klausur geschrieben habe und dann alleine nach Bayern gefahren bin. Da waren die anderen schon mit dem Bus vorgefahren. Ich habe es dann noch rechtzeitig zum Spiel geschafft. Außerdem ist mein Praxisbetrieb auch sehr kooperativ und unterstützt mich mit viel Flexibilität.</p>
<p><strong>Wie wirst du denn von deinem Unternehmen unterstützt?</strong></p>
<p>„Mein Praxisunternehmen kennt meine Situation. Sie wissen, dass ich vielleicht mal eine Vorlesung am Samstag nicht besuchen kann. Das ist für GE-Wind Energy kein Problem. Da muss ich mir keine Sorgen machen. Für das Unternehmen ist es nur wichtig, dass ich mich selbst organisiere und mein Studium schaffen.“</p>
<p><strong>Was sind den deine Ziele? Beruflich und sportlich.</strong></p>
<p>„Ja, mein großer Traum ist es, in die erste Bundesliga aufzusteigen. Ob ich das schaffe, weiß ich natürlich nicht. In meiner sportlichen Karriere kann ich mir vorstellen, noch ein oder zwei Jahre in der zweiten Liga zu spielen und dann zu schauen, ob es für mehr reicht.</p>
<p>Beruflich wäre es für mich ein großer Traum, meinen Bachelor zu machen und dann noch einen dualen Master dranzuhängen.“</p>
<p><strong>Hast du beim Volleyball etwas gelernt, das dir beim IDS geholfen hat?</strong></p>
<p>„Ich glaube, was man als Mannschaftssportler*in grundsätzlich lernt, ist Teamwork und einen echten Teamcharakter zu entwickeln. Natürlich ist es wichtig, gemeinsam Ziele zu erreichen. Das ist sowohl für die Arbeit im Unternehmen als auch für das Studium wichtig. Das duale Studium sieht ja auch Gruppenarbeiten während des Studiums vor, zum Beispiel Systemanalyse im 2. Semester. Ich persönlich arbeite sehr gerne im Team, auch im Studium.</p>
<p>Dann ist ein weiterer wichtiger Punkt, der mich sehr geprägt hat, der Ehrgeiz, den man für sich selbst entwickelt. Also ich glaube, im Studium ist eine gewisse Portion Ehrgeiz wirklich wichtig, um in den Prüfungsphasen nicht aufzugeben.“</p>
<p><strong>Mal angenommen, wir stellen ein Volleyballteam aus Hochschulprofessor*innen zusammen. Wen würdest du aufstellen?</strong></p>
<p>„Das müsste ich mir überlegen. Also ich glaube, für den Teamgeist wäre Prof. Frederik Ornau auf jeden Fall dabei. Einfach zum Wohlfühlen. Ich glaube, er würde für eine gute Stimmung im Team sorgen.“</p>
<p><em>Vielen Dank für das Interview, viel Erfolg bei den nächsten Prüfungen und vielleicht sehen wir dich bald in der ersten Liga.</em></p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <guid isPermaLink="false">news-12172</guid>
                        <pubDate>Wed, 03 Apr 2024 10:16:58 +0200</pubDate>
                        <title>Ein Blick hinter die Kulissen mit Melanie Reichert</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2024/04/ein-blick-hinter-die-kulissen-mit-melanie-reichert/</link>
                        <description>In unserem Format „Ein Blick hinter die Kulissen mit…“ stellen wir Ihnen einmal im Monat Lehrende oder Mitarbeitende der Hochschule vor, die Sie im Laufe Ihres Studiums am Campus Lingen am Institut für Duale Studiengänge (IDS) oder vorher beim Informationsprozess kennenlernen können. Diesmal im Interview: Melanie Reichert.
Melanie Reichert ist erst seit August 2023 Teil des IDS-Teams. In unserem Blogbeitrag erzählt sie uns, welche Position sie in der Verwaltung hat, was sie vorher gemacht hat und was ihre Pläne für die Zukunft sind.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Hallo Melanie, seit wann bist du am IDS und welche Stelle hast du hier?</strong></p>
<p>Hi, ich bin jetzt seit August 2023 am IDS und in der Verwaltung schwerpunktmäßig für die Studiengänge Pflege sowie Multiprofessionelle Gesundheits- und Sozialversorgung zuständig, unterstütze aber auch bei der Verwaltung aller anderen dualen Studiengänge. Das ist typisch für uns in der Verwaltung, dass wir unsere Schwerpunkte haben, aber es ist auch wichtig, dass man sich gegenseitig hilft und vertreten kann, falls mal jemand krank oder im Urlaub ist.</p>
<p><strong>Was hast du vorher gemacht? Welchen Background hast du?</strong></p>
<p>Direkt nach der 10. Klasse habe ich eine Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement gemacht und anschließend zwei Jahre in Vollzeit in diesem Beruf gearbeitet.</p>
<p><strong>Was sind deine konkreten Aufgaben in der Verwaltung?</strong></p>
<p>Am IDS bin ich für die verwaltenden Aufgaben der Studierendenbetreuung zuständig.</p>
<p>Dazu gehört die Verwaltung der Prüfungsakten der Studierenden, die Klausureinsicht, die Entgegennahme von Prüfungsleistungen, die Verwaltung der Anwesenheitslisten, die Vereinbarung von Prüfungsterminen und vieles mehr.</p>
<p>Wie bereits erwähnt, liegt mein Schwerpunkt auf den Studiengängen Pflege und Multiprofessionelle Gesundheits- und Sozialversorgung, kurz GSV. Hier betreue ich auch die Praxiseinrichtungen, z.B. in Bezug auf die Studienverträge.</p>
<p><strong>Was gefällt dir an deiner Arbeit am besten?</strong></p>
<p>Was mir an meiner Arbeit am besten gefällt, ist der kollegiale Zusammenhalt und der Kontakt zu den Studierenden und Lehrenden. Ich lerne viele unterschiedliche Persönlichkeiten kennen und das macht mit besonders viel Spaß.</p>
<p><strong>Ein Blick in die Glaskugel. Wo siehst du dich selbst in fünf Jahren?</strong></p>
<p>Nun, ich hoffe, dass ich auch in fünf Jahren immer noch hier in der Verwaltung arbeite, weil es mir wirklich Spaß macht. Parallel dazu überlege ich, wie ich mich am besten weiterbilden kann – z.B. ein berufsintegrierendes duales Studium. Das würde mir neue Perspektiven eröffnen.</p>
<p><strong>Und was machst du in deiner Freizeit?</strong></p>
<p>Ich unternehme viel mit Freunden und fahre sehr gerne Motorrad. Vor allem im Sommer mache ich viele Motorradtouren.</p>
<p><strong>Hast du einen Podcast-Tipp?</strong></p>
<p>In letzter Zeit höre ich sehr gerne "Afterhour unzensiert", von der ich mir im November eine Liveshow anschauen werde.</p>
<p><strong>Welche Sprache würdest du gerne sprechen und warum?</strong></p>
<p>Ich würde gerne Spanisch sprechen, einfach weil ich diese Sprache einfach cool finde und es Spaß macht, sie zu hören. Außerdem gefällt mir das Land sehr.</p>
<p><strong>Was ist deine beste Eigenschaft?</strong></p>
<p>Nun, meine Freunde würden sagen, dass ich nett, freundlich und für jeden Spaß zu haben bin. Aber das ist nur die eine Seite. Was mir persönlich noch wichtig ist, dass man sich auf mich verlassen kann und ich gründlich bin.</p>
<p><strong>Wenn du dir eine Superkraft aussuchen könntest, welche wäre das?</strong></p>
<p>Alle Sprachen der Welt sprechen.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                    <item>
                        <guid isPermaLink="false">news-12097</guid>
                        <pubDate>Thu, 14 Mar 2024 13:15:47 +0100</pubDate>
                        <title>Vom Technischen Produktdesigner zum dualen Masterabschluss</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2024/03/vom-technischen-produktdesigner-zum-dualen-masterabschluss/</link>
                        <description>Nach seiner Ausbildung zum Technischen Produktdesigner bei KTR GmbH entschied sich Jannes Schomaker für ein duales Studium „Engineering Technischer Systeme“ mit dem Schwerpunkt Maschinenbau. Weil ihm auch das gefiel, hängte er gleich noch den dualen Master „Technologieanalyse, Engineering und Management“ mit dem Schwerpunkt Wirtschaftsingenieurwesen hinten dran. Wie es dazu kam und warum er sich ausgerechnet für die Hochschule Osnabrück und das IDS in Lingen entschieden hat, erzählt er in seinem Blogbeitrag. </description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Jannes, erzähl uns doch bitte, wie du auf das IDS aufmerksam geworden bist und warum du dich für das duale Studium in Lingen entschieden hast?</strong></p>
<p>„Nach dem Abitur war für mich klar, dass ich nicht studieren, sondern eine Ausbildung machen wollte. Bei meiner Suche bin ich auf den Beruf des Technischen Produktdesigners gestoßen. Dieser Beruf schien perfekt für mich zu sein, da er besonders zu meinen Hobbies passte und die Anforderungen gleichzeitig meine Stärken waren. Ein Studium kam für mich zu dem Zeitpunkt noch nicht in Frage.</p>
<p>Dann habe ich mich bei KTR GmbH, einem Maschinenbauunternehmen, beworben und dort meine Ausbildung begonnen, die mir sehr viel Spaß gemacht hat. Im Laufe der Zeit habe ich gemerkt, dass der Maschinenbau ein interessanter Bereich für mich ist, weswegen ich mich bei Hochschulen informiert habe, was dort möglich ist. Ich bin dann letztendlich beim IDS hängengeblieben, weil man nicht jede Woche für ein paar Stunden zur Uni fahren muss, sondern einen Cut hat, wo man sich 10-14 Wochen auf die Arbeit bei der Firma KTR konzentrieren kann und die 10 Wochen danach mit dem Kopf beim Studium ist. So bietet das Studium in Lingen viel Praxiserfahrung und gleichzeitig gute theoretische Vorlesungen, deren Inhalte man direkt in der Praxisphase anwenden kann. Gleiches gilt auch für die Reflexionsorientierten Transferstudien (RTS) im Master- und die Praxistransferprojekte (PTP) im Bachelorstudium, die man semesterbegleitend schreibt. Die Ausarbeitung ist nicht immer einfach, aber diese Berichte helfen einem die Inhalte besser zu verstehen und praxisnäher zu sehen. Daher hat mich das Modell in Lingen wirklich überzeugt.“</p>
<p><strong>Wie hast du dich für den Master entschieden? War für dich sofort klar, dass du auch den Master in Lingen machen möchtest?</strong></p>
<p>„Ich habe mich dann auch nach dem Modell entschieden. Denn es gibt sehr viele Mastermodelle auf dem Markt, die alle über einen längeren Zeitraum gehen. Vier oder sogar fünf Jahre lang muss man mehrmals die Woche nach der Arbeit zur Hochschule fahren und zusätzlich jeden Samstag – das vermischt sich zu sehr. Da finde ich die Trennung zwischen der Theorie- und Praxisphase in Lingen sehr gut. Das heißt natürlich nicht, dass man die beiden Komponenten unabhängig voneinander betrachtet, sondern dass man in der Praxisphase die theoretischen Inhalte viel besser und konzentrierter anwenden kann und umgekehrt.“</p>
<p><strong>Welche Tipps würdest du zukünftigen Studierenden für ein duale Studium mit auf den Weg geben?</strong></p>
<p>„Man sollte sich auf jeden Fall Lerngruppen suchen, um mit Kommiliton*innen auf ähnlichem Niveau zu lernen und sich gegenseitig zu unterstützen. Ich würde auch empfehlen nach Möglichkeit in eine WG zu ziehen oder das Wechselwohnen in Anspruch zu nehmen. So kann man nach einem langen Tag mit Vorlesungen und Lernen abends noch etwas mit Freunden unternehmen. Diesen Ausgleich braucht man während des dualen Studiums. Wenn man nur am Schreibtisch sitzt, dann ist die Luft schnell raus und man kann sich immer weniger zum Lernen motivieren.</p>
<p>Achtet auf Abwechselung und genießt mit euren Kommilliton*innen auch die Zeit außerhalb des Studiums.</p>
<p>Für das Masterstudium kann ich nur empfehlen, sich frühzeitig Gedanken über die Meisterarbeit machen sollte. Es ist sehr hilfreich, dass man mit der Ausarbeitung der RTS-Themen schon eine erste Grundlage für seine Masterarbeit schaffen kann. Es ist hilfreich ein großes Thema mit vielen kleinen Ausarbeitungen vorzubereitet.</p>
<p>Wenn man eine RTS schreibt, sollte man möglichst ein Thema wählen, das auch eine Relevanz für das Unternehmen hat. Dann macht es viel mehr Spaß, die Reflexionsorientierten Transferstudien (RTS) zu schreiben.</p>
<p>Nicht zu lange ausruhen, früh anfangen zu lernen, da 10 Wochen sind schnell vorbei sein können.“</p>
<p><strong>Würdest du dich wieder für ein Studium am IDS entscheiden? Würdest du das Studium weiterempfehlen, wenn ja, warum, wenn nein, warum nicht?</strong></p>
<p>„Ich würde es auf jeden Fall wieder machen und auch wieder mit der Firma KTR. Denn die Firma hat viel dazu beigetragen und mir das Studium ermöglicht. Wenn es im Unternehmen Spaß macht, sollte man es auf jeden Fall machen. Man selbst lernt dadurch sehr viel und auch Unternehmen profitieren immer wieder von Nachwuchs und neuen theoretischen Ansätzen und Sichtweisen.</p>
<p>Ich würde das IDS auch auf jeden Fall weiterempfehlen, wenn man den entsprechenden Ehrgeiz mitbringt und am Ball bleibt. Man muss sich einfach gut organisieren und mit Zeitdruck umgehen können. Aber wenn man das mitbringt, ist das duale Studium perfekt. Man hat extrem viel Berufserfahrung und im besten Fall sogar schon einen Arbeitgeber, bei dem man bleiben möchte.“</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Fri, 08 Mar 2024 08:56:21 +0100</pubDate>
                        <title>Als Powerfrau im stereotypen Männerberuf</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2024/03/als-powerfrau-im-stereotypen-maennerberuf/</link>
                        <description>Anna Brinkel ist 23 Jahre jung und arbeitet seit Beginn ihres dualen Bachelorstudiums bei der Firma REKERS GmbH Maschinen- und Anlagenbau. Studium und Unternehmen haben sie überzeugt, so dass sie sich nach zwei Jahren Vollzeitbeschäftigung bei REKERS GmbH für ein duales Masterstudium in Technologieanalyse, -engineering und -management mit dem Schwerpunkt Wirtschaftsingenieurwesen (M. Eng.) entschied. Heute studiert und arbeitet sie in einem Job, der ihr Spaß macht und kümmert sich ganz nebenbei um die 30 Pferde auf dem Hof ihrer Mutter. Außerdem reitet sie selbst drei eigene Pferde und ist mit ihnen im Turniersport unterwegs. Wie sie das alles schafft und was sie täglich antreibt, hat sie uns im Interview erzählt.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Du hast nach deinem Bachelorabschluss zwei Jahre Vollzeit gearbeitet und dich dann entschieden, wieder zu studieren. Hast du die Hochschule vermisst oder was hat dich dazu bewogen?</strong></p>
<p>Eigentlich wollte ich direkt nach dem Bachelor mit dem Master beginnen. Als ich 2021 meinen Bachelor gemacht habe, war die Corona-Pandemie in vollem Gang und ich habe für mich gemerkt, dass ich nicht gerne von zu Hause aus studiere und den ganzen Tag auf Bildschirme starre. Studieren bedeutet für mich auch den Kontakt zu Kommiliton*innen und den fachlichen und nicht-fachlichen Austausch untereinander zu haben. Und im Master gibt es kleine Gruppen – bei mir sind es gerade mal 11 Leute. So ein Masterstudium lebt vom Austausch untereinander und beim Online-Studium entsteht dann schon eine Distanz zwischen allen. Auch wenn es meinem Studium und meinen Noten nicht geschadet hätte, habe ich mich entschieden, erst einmal weiter zu arbeiten und als sich die Situation beruhigt hatte, habe ich mich direkt beworben und bin wieder an die Hochschule gegangen.</p>
<p><strong>Wie kombinierst du derzeit die wirtschaftliche und technische Sichtweise deines Studiums mit deinen Erfahrungen im Beruf? Gibt es Widersprüche, Überschneidungen oder ergänzt sich beides besonders gut?</strong></p>
<p>Da ich Technologieanalyse, -engineering und -management mit dem Schwerpunkt Wirtschaftsingenieurwesen (M. Eng.) studiere, kann ich zwischen Modulen aus den beiden Fachrichtungen mit wirtschaftlichen und technischen Inhalten wählen. In einem Semester belege ich also ein ingenieurwissenschaftliches und ein wirtschaftswissenschaftliches Modul, die ich frei wählen kann. In der Praxisphase schreibe ich dann die RTS und dabei habe ich den Vorteil, dass ich bei REKERS sowohl die wirtschaftsbezogenen als auch die technischen Themen&nbsp;bearbeiten und auch die Schnittstellen zwischen beiden betrachten kann. In der Projektierung, in der ich bei REKERS tätig bin, habe ich den Markt, die Kundenwünsche, aber auch technische Innovationen im Blick. Bei diesen Aufgaben muss ich sowohl kaufmännische als auch technische Bereiche miteinander verknüpfen und kann so auch die Brücke zwischen Theorie und Praxis schlagen und immer wieder Vergleiche zum jeweils anderen Bereich ziehen und daraus lernen.</p>
<p><strong>Wieso ist die Firma REKERS GmbH als Praxispartner und Arbeitgeber besonders gut geeignet?</strong></p>
<p>REKERS ist ein mittelständisches Familienunternehmen mit dem Sitz in Spelle und beschäftigt derzeit 180 Mitarbeiter*innen, davon ca. 20 Auszubildende. Daran sieht man schon, dass das Unternehmen sehr an jungen Nachwuchskräften interessiert ist und das merkt man auch im täglichen Geschäft. Außerdem sind bei der REKERS GmbH alle Fachbereiche unter einem Dach vereint, so dass man in alle Bereiche reinzuschnuppern kann und immer projektbezogen arbeitet. So sieht man bei uns, wie ein Produkt von der Idee und dem ersten Angebot bis zur Auftragserteilung, der Produktion und Inbetriebnahme vor Ort beim Kunden wächst. Das ist ein toller Prozess, den man beobachten kann und bei dem man am Ende sieht, wofür man gearbeitet hat.</p>
<p><strong>Du hast als junge Frau mit 18 Jahren in der Produktion angefangen und bist damit in einen stereotypen Männerberuf eingestiegen. Was rätst du anderen Frauen, die sich für diese Bereiche interessieren, aber von Vorurteilen eingeschüchtert sind?</strong></p>
<p>Da sage ich ganz klar: GO FOR IT! Macht es einfach! Man muss seine Selbstzweifel beiseiteschieben und mit seinem Ehrgeiz da reingehen und sich beweisen. Am Anfang war ich die einzige Frau in der Produktion mit 70 anderen Männern. Das ist zunächst einschüchternd und komisch. Und die ersten Wochen sind vielleicht nicht einfach, aber das sind sie für niemanden. Jede*r lernt erst einmal. Aber wenn man sich die Zeit nimmt und nicht gleich aufgibt, dann merken die Männer auch ganz schnell, dass man in vielen Dingen pfiffiger ist und dass Arbeit und Geschlecht eigentlich nichts miteinander zu tun haben.</p>
<p><strong>Oft herrscht das Vorurteil, dass man als dual Studierender keine Freizeit hat. Tatsächlich hast du sogar eine sehr intensive Freizeitprogramm, dem du jeden Tag nachgehst. Wie sieht dein Alltag neben dem Studium und Arbeit aus?</strong></p>
<p>Meine Mama hat einen landwirtschaftlichen Betrieb, der schon eine lange Familientradition hat. Meine Großeltern haben den Hof damals von einem klassischen landwirtschaftlichen Betrieb in einen Pferdebetrieb umgewandelt und meine Mama führt das jetzt weiter und ist auch selbstständig mit einem Ausbildungs- und Pensionsbetrieb. Derzeit haben wir 30 Pferde auf dem Hof, die natürlich täglich versorgt werden müssen, das heißt, sie müssen gefüttert werden, sie müssen mit frischem Stroh versorgt werden, sie müssen auf die Weide und wieder zurück in den Stall gebracht werden. Ich habe selbst drei Sportpferde, mit denen ich im Dressur- und Springreiten unterwegs bin. Ich trage viel Verantwortung für die Tiere und muss daher jeden Tag nach der Arbeit in den Stall, um meine Tiere zu pflegen und zu trainieren. Wenn man bedenkt, dass ich jeden Tag bis 16:00 oder 17:00 Uhr arbeite und pro Pferd etwa zwei Stunden brauche, kann man sich vorstellen, wie mein Tag aussieht und wie viel Zeit ich täglich im Stall verbringe. Es ist anstrengend, aber es steckt eine große Leidenschaft dahinter, ohne die das alles nicht möglich wäre. Ich muss zwar sagen, dass mir das Lernen sehr leicht fällt und ich nicht viele Stunden brauche, um die Inhalte zu verstehen, aber trotzdem ist es absolut möglich, neben dem dualen Studium noch Freizeit zu haben und diese auch zu genießen.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Wed, 28 Feb 2024 09:42:18 +0100</pubDate>
                        <title>Mit Storck in Berlin</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2024/02/mit-storck-in-berlin/</link>
                        <description>Die duale Studentin Hanna Hülsing studiert Betriebswirtschaft am Campus Lingen und verbrachte im vergangenen Jahr mehrere Wochen in Berlin. Auf den ersten Blick recht unspektakulär, doch die Bedeutung wird klar, wenn man erfährt, dass sie dort die Praxisphase ihres dualen Studiums absolvierte. Hannas Praxispartner, die Firma Storck, bei der sie im zweiten Jahr ihres dualen Studiums ist, bot ihr im vergangenen Jahr die Möglichkeit, an einem der Berliner Standorte des Unternehmens zu arbeiten. Im Interview erzählt sie von ihrer Zeit in Berlin und von den Vorteilen des dualen Studiums.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Deine Praxisphasen absolvierst du in Halle (Westfalen) - dem größten Standort der Firma Storck. Wie kam es dazu, dass du die Praxisphase deines dualen Studiums in Berlin absolviert hast?</strong></p>
<p>„Das stimmt. Normalerweise absolviere ich meine Praxisphasen am Standort Halle (Westfalen). Im zweiten Ausbildungsjahr werden aber alle dual Studierenden der Firma Stock für ein Praxissemester in Berlin eingesetzt. Dort ist die Marketingabteilung und dementsprechend wurde ich im Marketing, genauer gesagt im Research Management, eingesetzt.“</p>
<p><strong>Wie war dein Einstieg dort?</strong></p>
<p>„Vom Research Management Team wurde ich von Anfang an herzlich aufgenommen. Die Kolleg*innen in Berlin waren sehr offen und hilfsbereit. Zusammen mit anderen dual Studierenden hatten wir außerdem die Möglichkeit, einen Tag lang die Produktion zu besichtigen, wo uns alle Abläufe genau erklärt wurden.“</p>
<p><strong>Gab es auch Punkte, die dir vor deiner Praxisphase Angst gemacht haben und wie siehst du diese anfänglichen Bedenken im Nachhinein?</strong></p>
<p>„Natürlich, hatte ich anfangs Bedenken wegen Größe und Anonymität der Stadt. Ich fragte mich, ob es überhaupt möglich sein würde, neue Leute kennenzulernen.</p>
<p>Rückblickend waren diese Bedenken unbegründet. Ich war positiv überrascht, wie offen und hilfsbereit die Berliner tatsächlich sind. Während der Zeit bin ich aktiv auf andere Menschen zugegangen und habe sehr viele Fragen gestellt. Dabei ist mir bewusst geworden, wie international Berlin eigentlich ist. Es wird viel Englisch gesprochen.“</p>
<p><strong>Mit welchen zwei Adjektiven würdest du deine Praxisphase in Berlin beschreiben?</strong></p>
<p>„Abwechslungsreich und aufregend. Die Vielfalt Berlins sorgte für Abwechslung. Während meiner Zeit dort habe ich einen Einblick in die dortige Arbeitskultur bekommen und interessante Unterschiede entdeckt. Ich habe mit verschiedenen Menschen vor Ort zusammengearbeitet und tiefgehende Einblicke in die Welt der Marktforschung und die vielfältigen Facetten gewonnen.<br> Da ich im Sommer dort war, gab es in der Stadt immer etwas Neues zu entdecken. Es gab immer etwas zu tun und das war das Aufregende.<br> Für mich war es eine einmalige Chance, für eine gewisse Zeit in Berlin zu arbeiten und ich würde es immer wieder machen und wirklich allen empfehlen.“</p>
<p><strong>Wo siehst du die Vorteile eines dualen Studiums?</strong></p>
<p>„Ich sehe das duale Studium als eine sehr gute Möglichkeit, praktische Erfahrungen auf der Basis der theoretischen Kenntnisse zu sammeln. Gerade im Marketing ist der Theorie-Praxis-Transfer sehr wichtig. In meinem Fall konnte ich die theoretische Grundlage aus dem Modul Marketing direkt in der Marketingabteilung in Berlin anwenden. Die Verwendung bereits bekannter Begrifflichkeiten aus dem Modul erleichterte mir die Arbeit in der Praxisphase erheblich, da ein direkter Bezug hergestellt werden konnte. Außerdem halte ich die Berufserfahrung während des dualen Studiums für sehr wichtig, da sie den späteren Berufseinstieg sehr erleichtert.“</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Thu, 22 Feb 2024 16:05:11 +0100</pubDate>
                        <title>Jobeinstieg als Teamleader</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2024/02/jobeinstieg-als-teamleader/</link>
                        <description>Der 25-jährige Jan-David Stärk arbeitet als Teamleader bei der HANSALOG GmbH &amp; Co. KG. Sein duales Masterstudium „Führung und Organisation“ hat er im vergangenen Jahr als Jahrgangsbester abgeschlossen. Im Interview erzählt er, wie er es geschafft hat, schon während des Studiums eine Führungsposition zu übernehmen und wie er sein Studium und den Beruf unter einen Hut bekommen hat.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Du hast dein Masterstudium „Führung und Organisation“ als Jahrgangsbester abgeschlossen. Hat dich diese Auszeichnung unter Druck gesetzt und ist damit auch eine gewisse Erwartungshaltung verbunden?</strong></p>
<p>„Die Auszeichnung als Jahrgangsbester sehe ich eher als Anerkennung meiner Leistungen und als Ansporn für zukünftige Herausforderungen. Der gesamte Jahrgang Führung und Organisation war insgesamt sehr engagiert und interessiert und dass es mich getroffen hat, ist am Ende des Tages sicher auch ein bisschen Glück. Und ja, eine gewisse Erwartungshaltung ist sicherlich mit der Auszeichnung verbunden. Ich glaube, die kommt weniger von den anderen und viel mehr von mir selbst. Ich sehe das als einen positiven Ansporn, sowohl im akademischen als auch im beruflichen Kontext weiterzumachen.“</p>
<p><strong>War es schwierig, das Studium mit der Arbeit im Unternehmen zu vereinbaren?</strong></p>
<p>„Es war auf jeden Fall ein Koordinationsaufwand, sowohl zwischen der Hochschule als auch zwischen der Arbeit. Ich hatte das Glück, dass mein Arbeitgeber mich dabei sehr unterstützt hat. Sowohl bei der Planung der Studienzeiten als auch fachlich mit Tipps und Ideen.“</p>
<p><strong>Erzähle uns von deinem Praxispartner. Wer war das und was hast du dort gemacht?</strong></p>
<p>„Ich habe bei der HANSALOG-Gruppe in Ankum gearbeitet. Das mache ich immer noch. Das Unternehmen entwickelt Software für das Personalmanagement und ich habe dort in der Softwareentwicklung für eine neue Cloud HR-Anwendung gearbeitet und durfte mit zunehmendem Erfolg im Studium auch mehr Verantwortung im Unternehmen übernehmen.“</p>
<p><strong>Du bist seit Anfang 2022 Teamlead des Qualitätssicherungsteams - damals warst du noch im Masterstudium. Wie hast du es geschafft, schon während deines Studiums eine so verantwortungsvolle Aufgabe zu bekommen?</strong></p>
<p>„Ich habe bei der HANSALOG als Softwareentwickler angefangen und hatte 2022 die Möglichkeit und die Chance mit einem Team mehr Verantwortung für einen bestimmten Bereich dieser Software zu übernehmen. Das war im Qualitätsmanagement. Da geht es um so Sachen wie Qualitätssicherung, Dokumentation für die Kunden und das Set in Level Support. Wie man das macht, ist eigentlich kein großes Geheimnis. Der Trick ist einfach, dass man Lust darauf hat. Man muss sich für den Job engagieren, man muss es wollen, man muss Ideen einbringen. Teamwork ist sehr wichtig und dann kommt früher oder später die Chance. Man muss sie nur ergreifen und anpacken!“</p>
<p><strong>Warum sollte man dual studieren?</strong></p>
<p>„Das Schöne am dualen Studium am IDS ist, dass es neben der Verbindung von Theorie und Praxis ein sehr breites Modulangebot gibt, sodass man auch individuelle Interessen entwickeln kann. Das gilt auch für das duale Masterstudium, aber das Wichtigste ist natürlich, dass man das studiert, worauf man wirklich Lust hat. Ich persönlich würde das duale Studium in Lingen auf jeden Fall weiterempfehlen. Nicht nur, weil mir der Studiengang sehr gut gefallen hat, sondern auch das Umfeld, vor allem das Lernumfeld.“</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Wed, 14 Feb 2024 13:46:42 +0100</pubDate>
                        <title>Pflege ist nicht gleich Pflege</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2024/02/pflege-ist-nicht-gleich-pflege/</link>
                        <description>Meike ist 22 Jahre alt und hat direkt nach ihrem Abi das duale Pflegestudium am Institut für duale Studiengänge der Hochschule Osnabrück begonnen. Seit September 2023 hat sie ihren Bachelor als Studien- und Jahrgangsbeste abgeschlossen und ist erfolgreich ins Berufsleben gestartet. Im Interview erzählt sie, wie ihr Alltag derzeit aussieht, welche Pläne sie für die Zukunft hat und wie das Studium sie darauf vorbereitet hat.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wie sieht dein Leben nach dem Studium aus?</strong></p>
<p>„Nach dem Studium bin ich wieder in meine Heimat, das Münsterland, gezogen. Dort bin ich aktuell in einer inklusiven Kita eines Familienzentrums tätig. Ich betreue dort unter anderem Kinder mit Behinderungen und übernehme Aufgaben im Bereich ihrer speziellen Förderung.“</p>
<p><strong>Was nimmst du aus dem dualen Pflegestudium mit?</strong></p>
<p>„Das Studium hat mir die Menschen mit Beeinträchtigung viel nähergebracht und mich sensibler für sie gemacht. Pflege umfasst eben nicht nur die „klassische“ Krankenpflege, sondern viel mehr. Ich kann sagen, dass das Studium meinen Horizont erweitert hat. In meinem jetzigen Tätigkeitsfeld finde ich sehr viele Parallelen zum Studium, die mir im Alltag immer wieder helfen. Beispielsweise brauchen Kinder mit Beeinträchtigungen in der Kita einen ähnlichen Umgang, wie pflegebedürftige Menschen in Pflegeeinrichtungen. Viele Modelle oder Theorien decken sich mit der täglichen Arbeit. Außerdem habe ich durch das Studium gelernt, Dinge kritisch zu hinterfragen und auch wissenschaftlich fundierte Methoden anzuwenden. Die Hochschule hat mir mit dem Pflegestudium also eine sehr gute Basis geboten, die man gut für den direkten Berufseinstieg, aber auch für Weiterbildungen nutzen kann. Deshalb möchte ich in der Zukunft gerne Pflege und Pädagogik verbinden.“</p>
<p><strong>Wie war dein Auslandspraktikum und würdest du den anderen Pflegestudierenden empfehlen, ein Semester im Ausland zu verbringen? </strong></p>
<p>„Ich war im Rahmen meines Praxisprojektes im Ausland. Ich würde jeder und jedem empfehlen, ein Praktikum im Ausland zu machen. Ich habe ein Semester in den Niederlanden in einer Einrichtung für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen verbracht. Dort habe ich mich zum Beispiel um Menschen mit Suchtproblemen gekümmert. Besonders spannend war es für mich zu sehen, dass akademisch ausgebildete Pflegekräfte in anderen Ländern viel mehr integriert und geschätzt werden als hier in Deutschland. Ich hoffe, dass sich die Einstellung zum Pflegeberuf in Deutschland insgesamt ändert.</p>
<p>Durch das Praxisprojekt im Ausland, das im dualen Pflegestudiengang der Hochschule gefördert wird, habe ich besonders wertvolle internationale Einblicke erhalten.&nbsp; Neben dem Pflegesystem selbst lernt man natürlich auch ganz andere Mentalitäten kennen. Besonders gut hat mir zum Beispiel gefallen, wie die Niederländer*innen ihre Arbeit ständig gemeinsam reflektiert und immer sofort angesprochen haben, was an einer Arbeitsweise gut oder verbesserungswürdig ist. Und das versuche ich jetzt hier in meinen Alltag umzusetzen, um das System ein bisschen zu verbessern. Alleine für diese Erfahrung und dieses Wissen lohnt es sich meiner Meinung nach für jede und jeden ein Auslandspraktikum zu machen.“</p>
<p><strong>Wie denkst du rückblickend über dein Studium und die Pflege?</strong></p>
<p>„Ich finde den Pflegeberuf und auch das duale Studium in Lingen nach wie vor super und würde es jederzeit wieder machen. Allerdings bringt der Pflegeberuf einige Aspekte mit sich, über die man sich im Vorfeld bewusst sein sollte. Schichtdienst, enge Zeitpläne und die Bereitschaft, intensiv mit Menschen zu arbeiten. Das ist aber auch das, was mir an dem Beruf am meisten gefällt. Zeit mit Menschen zu verbringen, sich um sie zu kümmern und einfach für sie da sein. Ein Pflegestudium würde ich jedem empfehlen. Man lernt dort spannende Inhalte aus einem sehr breiten Themenspektrum und wie man sieht, stehen einem danach viele Möglichkeiten offen. Die Pflege ist sehr abwechslungsreich. Ich habe mir zum Beispiel auch überlegt, nach dem Studium in die psychiatrische Pflege zu gehen oder in der Notaufnahme zu arbeiten – das wäre alles möglich gewesen. Nach dem Studium stehen einem also viele Wege offen.“</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Wed, 07 Feb 2024 14:46:48 +0100</pubDate>
                        <title>Von der Hochschule in die Fachzeitschrift</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2024/02/von-der-hochschule-in-die-fachzeitschrift/</link>
                        <description>Lina Schröder hat etwas geschafft, was nicht vielen Studierenden gelingt. Sie hat in einer Fachzeitschrift veröffentlicht. Lina studierte bis zum Sommer 2023 Wirtschaftsingenieurwesen (dual) und ihr Praxispartner war die Firma Westnetz, bei der sie heute fest angestellt ist. Ihr Beitrag ist in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Gochermann im ew Magazin erschienen. Im Interview erzählt sie, wie es dazu kam, was sie jetzt macht und wie es ist, Jahrgangsbeste zu sein.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Du hast im November letzten Jahres einen Beitrag im ew Magazin veröffentlicht. Welches Thema beinhaltet dein Beitrag?</strong></p>
<p>„Den Beitrag habe ich zusammen mit Prof. Dr. Gochermann verfasst. Der Titel lautet: „Bewertung von Technologien zur Dekarbonisierung der Verteilnetze“. Der Inhalt überschneidet sich mit meiner Bachelorarbeit. In meiner Bachelorarbeit habe ich Technologien zur Dekarbonisierung recherchiert und diese für den Einsatz bei Stadtwerken bewertet. Dabei stand die Frage im Vordergrund, welche Technologien sich für den Strom- oder auch für den Gasbereich eignen und für welche Art von Stadtwerken sie geeignet sind, um die Strom- und Gasnetze zu dekarbonisieren, also auf erneuerbare Energien umzustellen.“</p>
<p><strong>Dein Beitrag ist also ein Outcome aus deiner Bachelorarbeit? </strong></p>
<p>„Genau, der Artikel baut auf den Ergebnissen meiner Bachelorarbeit auf bzw. beinhaltet diese in einer etwas anderen Darstellungsform, also kürzer gefasst und eben die Ergebnisse noch einmal etwas anders dargestellt.“</p>
<p><strong>Warum hast du dir dieses Thema für deine Bachelorarbeit gewählt?</strong></p>
<p>„Ich habe mein duales Studium bei Westnetz, einem großen Verteilnetzbetreiber in Deutschland, gemacht. Bei meiner Arbeit wurde ich täglich mit dem Thema „Erneuerbare Energien“ konfrontiert. Da die Westnetz oft mit Stadtwerken kooperiert, kennen wir die Fragestellungen der Stadtwerke sehr gut. Meine Bachelorarbeit habe ich bei der Firma ESK geschrieben - einem Tochterunternehmen der Westenergie. Die Firma entwickelt Dekarbonisierungsstrategien für Stadtwerke oder auch für Unternehmen und da habe ich nach Grundlagen gesucht. Auf Basis dieser Strategien habe ich die Dekarbonisierungstechnologien analysiert.“</p>
<p><strong>Warum hast du den Beitrag im EWE Magazin veröffentlicht? Wie bist du bei der Auswahl des Mediums vorgegangen?</strong></p>
<p>„Ich habe mich lange vorher informiert, welche Magazine in Frage kommen. Außerdem habe ich mich mit dem Kommunalen Partnermanagement hier bei Westnetz ausgetauscht – denn die betreuen die Stadtwerke oder auch die Kommunen. Dort habe ich erzählt, dass Prof. Dr. Gochermann mir nach dem Kolloquium vorgeschlagen hat, dass sich meine Arbeit für einen breiteren Lesekreis eignet, da viele Unternehmen und Stadtwerke vor ähnlichen Herausforderungen stehen. Die Wahl fiel auf das EWE Magazin, das Trends und Hintergründe rund um Energie, IT und Telekommunikation aufgreift. Wir haben den Verlag angesprochen und im Oktober 2023 erschien die Sonderausgabe „Stadtwerke Spezial“ zu diesem Thema. Das passte also sehr gut.“</p>
<p><strong>Nicht jeder Studierende veröffentlicht die Ergebnisse seiner Bachelorarbeit - wie fühlt sich das denn an?</strong></p>
<p>„Stimmt, das macht nicht jeder und ich war nach dem Kolloquium auch sehr überrascht über das Angebot. Ich habe mich riesig gefreut, weil es wirklich eine super Chance ist, gerade auch mit dem Professor zusammen etwas zu veröffentlichen. Es ist schon verrückt, dass es jetzt einen gemeinsamen Artikel von uns gibt.“</p>
<p><strong>Du hast drei Jahre am IDS studiert. Wie erinnerst du dich an deine Zeit am IDS?</strong></p>
<p>„Auf jeden Fall sehr gut! Das duale Studium gliedert sich in Theorie- und Praxisphasen. In den Praxisphasen habe ich bei der Firma Westnetz gearbeitet. Dort habe ich viele Einblicke in verschiedene Abteilungen bekommen. Alle 3-4 Wochen hatte ich einen neuen Einsatz, das hat super viel Spaß gemacht und in der Theoriephase an der Hochschule gefiel mir die Abwechslung der Module. Der Mischung aus technischen und wirtschaftlichen Modulen in meinem Wirtschaftsingenieur-Studium war eine sehr gute Mischung. Auch das Schreiben der PTPs hat mir geholfen, die Theorie mir der Praxis zu verknüpfen, auch wenn es nicht immer einfach war. Dieses duale Studienmodell war genau das Richtige für mich.“</p>
<p><strong>Du warst Jahrgangsbeste. Wenn ich an die Auszeichnung als Jahrgangsbeste denke, kommen mir Bilder von Arbeit bis spät in die Nacht und von durchgemachten Wochenenden in den Sinn. Wie sah die Realität aus?</strong></p>
<p>„Also in den Theoriephasen waren die Wochenenden schon sehr lernintensiv. Aber das war bei meinen Kommilitonen auch so. In den Praxisphasen war dann wieder mehr Zeit zum Durchatmen. Aber gerade in der Prüfungsvorbereitung haben wir alle schon viel am Schreibtisch und in der Bibliothek gesessen, aber das gehört ja auch irgendwie zum dualen Studium dazu. Umso schöner ist es dann, wenn die Prüfungen geschafft sind. Und für mich war es eine große Ehre ausgezeichnet zu werden. Das wusste ich vorher gar nicht, das hat mich überrascht.“</p>
<p><strong>Würdest du deinem „Ich“ nochmal raten, ein duales Studium zu absolvieren oder nicht?</strong></p>
<p>„Ja, würde ich auf jeden Fall. Es war eine anstrengende, aber auch eine schöne Zeit, ich habe super viel gelernt und bin oft über mich hinausgewachsen. Deshalb würde ich es auf jeden Fall wieder machen.“</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Wed, 31 Jan 2024 15:00:00 +0100</pubDate>
                        <title>Ein Auslandssemester während des dualen Studiums ist doch nicht möglich! Oder doch? </title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2024/01/ein-auslandssemester-waehrend-des-dualen-studiums-ist-doch-nicht-moeglich-oder-doch/</link>
                        <description>Das Auslandssemester in den USA zu verbringen ist der Traum vieler Studierenden, doch für Jan Meyer wurde dieser Traum zur Wirklichkeit. Der Wirtschaftsinformatikstudent befindet sich derzeit im fünften Semester seines dualen Studiums und absolviert seine Praxisphase seit dem letzten Jahr in Charlotte (USA). Unterstützt wird er dabei von seinem Praxispartner – Firma Hellmann in Osnabrück. Im Rahmen unseres Interviews gewährt er Einblicke in kulturelle Unterschiede, erzählt von seinen Tätigkeiten vor Ort und gibt anderen Studierenden wertvolle Empfehlungen, wie auch sie während ihres dualen Studiums ihren Traum vom Auslandssemester verwirklichen können.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Jan, du befindest dich seit dem letzten Jahr in den USA. Wie kam es dazu?</strong></p>
<p>„Mein Praxispartner ist die Firma Hellmann in Osnabrück. Hellmann ist ein internationales Logistikunternehmen und kümmert sich um weltweite Warentransporte. Bereits während meiner Bewerbungsphase bin ich auf die Firma aufmerksam geworden, da ich vorrangig bei einem internationalen Unternehmen arbeiten wollte. Während meines Vorstellungsgesprächs bei Hellmann hat das Unternehmen Werbung für die Auslandspraxisphasen gemacht, was mich sehr angesprochen hat, denn mein Wunsch war es, von Anfang an dual zu studieren, aber dennoch die Möglichkeit zu haben, für einen Zeitraum ins Ausland zu gehen. Ich fand es cool, diese Erfahrung während meiner Praxisphase mitzunehmen. Dabei hat mich insbesondere der kulturelle Austausch gereizt.“</p>
<p><strong>War es von vornherein klar, dass du in die USA gehst?</strong></p>
<p>„Nein, das wurde erst im Verlauf entschieden. Bei der Firma Hellmann bin ich als Wirtschaftsinformatiker hauptsächlich in der IT eingesetzt, also durchlaufe ich in meinen Praxisphasen alle drei Monate die verschiedenen IT-Abteilungen der Firma. So lerne ich nach und nach die verschiedenen IT-Teams und die neuen Bereiche kennen, in denen ich die erlernte Theorie in die Praxis umsetzen kann. Das ist natürlich hilfreich, um sein Potenzial zu entwickeln und zum Ende des Studiums sich in eine Richtung zu spezialisieren.</p>
<p>Nachdem ich mich bei der Firma „eingelebt“ hatte, informierte ich mich über die Möglichkeiten eines Auslandeinsatzes. Unter der Berücksichtigung meiner Wunschliste hat mir Hellmann angeboten, in den USA das Digital Transformation &amp; Innovation Team in Charlotte, USA, zu unterstützen.“</p>
<p><strong>Was war die größte Umstellung für dich?</strong></p>
<p>„Grundsätzlich musste ich mich nicht großartig umstellen. Die Kolleg*innen sind genauso nett wie in Deutschland. Die Prozesse gleichen sich ebenfalls. Allerdings unterscheidet sich die kulturelle Ausrichtung. Die Leute hier sind etwas kommunikativer und neugieriger. Zudem unterscheidet sich meiner Meinung nach die Arbeitsmoral in den USA im Vergleich zu Deutschland. Hier liegt der Fokus stärker auf Arbeiten. Der private Austausch, wie man den in Deutschland kennt, wird dort deutlich weniger gelebt.“</p>
<p><strong>Hattest du Sorgen vor deinem Auslandsaufenthalt? Wie war dein Einstieg dort?</strong></p>
<p>„Ich hatte eher Fragen als Sorgen. Wie gestalte ich mein Privatleben? Wie werde ich von Kolleg*innen vor Ort aufgenommen?</p>
<p>Mein Einstieg war einigermaßen entspannt. Ich habe mich recht schnell eingelebt. Leider habe ich hier vor Ort noch nicht so viele Leute in meinem Alter kennengelernt. Dennoch sind hier alle sehr nett und offen. Ich werde oft nach Feierabend eingeladen – beispielsweise war ich bei einer Familie beim Thanksgiving-Essen dabei. Das war eine spannende Erfahrung für mich.“</p>
<p><strong>Was empfiehlst du anderen dual Studierenden, die auch ins Ausland wollen?</strong></p>
<p>„Ich würde jedem dualen Studierenden empfehlen, die Chance zu nutzen, ins Ausland zu gehen, wenn diese Option vom Unternehmen geboten wird. Den kulturellen Austausch bekommt man nach dem dualen Studium wahrscheinlich nicht mehr so einfach. Nach dem Bachelorstudium wird man als Mitarbeiter mit vielen neuen Aufgaben konfrontiert sein und nicht mehr die Zeit haben, um für einen längeren Zeitraum ins Ausland gehen zu können. Traut euch, ich bin sicher, so etwas bereut man nicht.“</p>
<p><strong>Hat sich dein Englisch verbessert?</strong></p>
<p>„Absolut. Ich finde es total beeindruckend, wie sich mein Englisch innerhalb von ein paar Wochen verbessert hat. Bereits nach kurzer Zeit konnte ich meine sprachlichen und grammatikalischen Defizite ausbessern. Ich spreche die Sprache mittlerweile sehr fließend und manchmal denke ich sogar Englisch und allein dafür hat sich mein Auslandsaufenthalt schon gelohnt.“</p>
<p><strong>Könntest du dir vorstellen dauerhaft in den USA zu leben? </strong></p>
<p>„Für mich persönlich kommt eine Auswanderung nicht in Frage. Ich bin eher ein deutsches Kind. Ich habe mir in Deutschland meinen privaten Kreis aufgebaut und möchte diesen auf keinen Fall aufgeben. Aus meinem Umfeld können es sich aber einige vorstellen, eines Tages auszuwandern.“</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Wed, 24 Jan 2024 09:41:18 +0100</pubDate>
                        <title>Drei Studiengänge, zwei Führungspositionen und ein großer Plan</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2024/01/drei-studiengaenge-zwei-fuehrungspositionen-und-ein-grosser-plan/</link>
                        <description>Alexander ist 24 Jahre jung und kommt gebürtig aus Essen. 2017 hat er sein duales Bachelorstudium im Bereich &quot;Engineering technischer Systeme&quot; mit dem Schwerpunkt Maschinenbau begonnen und seitdem eine beachtliche Karriere als Student und Mitarbeiter zurückgelegt. Nach dem erfolgreichen Abschluss seines Bachelorstudiums entschied er sich, den Masterstudiengang &quot;Technologieanalyse, -engineering und management&quot; am Institut für duale Studiengänge in Lingen zu beginnen. Ende des letzten Jahres schloss er das Masterstudium als Jahrgangs- und Studiengangsbester ab. Sein Praxispartner, die Erdölraffinerie bp in Gelsenkirchen - ein globales Energieunternehmen, bei dem Alexander auch heute noch tätig ist – unterstützte ihn dabei kontinuierlich. Wir haben ihn gefragt, welche beruflichen Stationen er seit seinem Abschluss durchlaufen hat, welche Herausforderungen er dabei erlebt hat und welche Pläne er für seine Zukunft schmiedet.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Alexander, erzähl doch bitte, welche Aufgaben du bei bp übernommen hast.</strong></p>
<p>„Mit zunehmendem theoretischen Wissen und praktischer Berufserfahrung machte ich erste Karriereschritte im Unternehmen. Vom Trainee entwickelte ich mich zum Area Maintenance Engineer, dann zum Maintenance Excellence Specialist und schließlich übernahm ich meine erste Führungsrolle als Asset Squad Maintenance Lead. Während meiner beruflichen Entwicklung ließ ich auch die Weiterbildung nicht aus den Augen und entschied mich für einen weiteren Master in "Führung und Organisation" am IDS.</p>
<p>Betrieblich qualifizierte ich mich seit dem 01.12.2023 zum Operations Excellence Superintendent und bis seitdem jüngster Bereichsleiter in der 115-jährigen Geschichte des Unternehmens und kann nun auch bei der Gestaltung der Zukunft der Raffinerie mitwirken.“</p>
<p><strong>Was sind die größten aktuellen Herausforderungen für dich?</strong></p>
<p>„Das Übernehmen der Führungsaufgaben im Dezember 2023 bedeutete für mich, dass ich mich in einer neuen Rolle finden und einen unbekannten Bereich erarbeiten musste. Diese bringt zunächst viel Verantwortung und viele Aufgaben mit sich, die mich zu Beginn etwas einschüchterten. Aber das gehört dazu! Ich bin mir sicher, dass ich das hinkriege!</p>
<p>Und durch meinen aktuellen Masterstudiengang kehre ich immer mal wieder zur Hochschule zurück und kann mich dort mit vielen Gleichgesinnten über ähnliche Herausforderungen austauschen. Auch wenn wir aus verschieden Branchen kommen, so lernen und besprechen wir gemeinsam verschiedenste Herangehensweisen - das ist enorm hilfreich. Es ist wichtig, sich bewusst zu machen, dass das Übernehmen von Führungsaufgaben einen Lernprozess darstellt, und der Austausch mit anderen bietet wertvolle Perspektiven und Lösungsansätze, selbst wenn sie in unterschiedlichen Bereichen tätig sind.“</p>
<p><strong>Wie hat dich das duale Studium an der Hochschule Osnabrück in Lingen auf deine Karriere vorbereitet?</strong></p>
<p>„Vor allem möchte ich betonen, wie sehr mich die kontinuierliche Unterstützung des IDS über die Jahre beeindruckt hat. Die Studiengänge haben mir besonders gut vermittelt, wie wichtig es ist, sich schnell neue Kenntnisse anzueignen und diese mit neuen wissenschaftlichen Qualitäten zu verknüpfen. Die berufsintegrierenden Studiengänge legen großen Wert auf eine systematische Verbindung zwischen theoretischen Studieninhalten und praktischen Arbeitsinhalten. Dadurch wird eine zielgerichtete Kompetenzentwicklung gefördert, indem Probleme aus der täglichen Arbeitswelt systematisch reflektiert werden.</p>
<p>Die Module, insbesondere die abschließende reflexionsorientierte Transferstudie, schaffen eine effektive Theorie-Praxis-Relation. Diese ermöglicht es mir, die erlernten Studieninhalte direkt in der Arbeitspraxis anzuwenden. Gleichzeitig kann ich&nbsp;theoretische Inhalte in meinem beruflichen Umfeld reflektieren, verbessern oder sogar in Frage stellen. Denn auch im alltäglichen Arbeitsleben findet Wissenschaft statt.“</p>
<p><strong>Was passiert nach den beiden Masterstudiengängen? Hast du bereits konkrete Pläne?</strong></p>
<p>„Nach dem Abschluss meines dritten Studiums bin ich sicher, vorerst kein weiteres Masterstudium zu beginnen. Stattdessen strebe ich an, mich strategisch günstig in Wissenschaft und Praxis zu positionieren. Mein Wunsch wäre natürlich noch einen Schritt weiter zu gehen und eine Industriepromotion aufzunehmen. Gleichzeitig bin ich nach wie vor von meiner Arbeit bei bp begeistert und plane, weiterhin im Bereich Operations tätig zu sein.</p>
<p>In den nächsten drei Jahren sehe ich mich also weiterhin in Gelsenkirchen und Essen. Aber längerfristig möchte ich auch einige der internationalen Standorte von bp kennenlernen.“</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Mon, 17 Apr 2023 09:23:10 +0200</pubDate>
                        <title>Lernen lernen - Wenn das Lernen schwer fällt</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2023/04/lernen-lernen-wenn-das-lernen-schwer-faellt/</link>
                        <description>Vom Kindergarten, über die Grundschule, die weiterführende Schule bis schließlich zur Hochschule, lernen wir täglich viele neue Dinge. Manche Inhalte verankern sich unbewusst in unserem Gedächtnis, andere müssen in einem aktiven und bewussten Lernprozess aufgenommen werden. Einigen scheint alles nur so zuzufliegen, während andere mit viel Mühe und Durchhaltevermögen zu Lernen versuchen und manchmal auch unter Lernschwierigkeiten leiden.

Welche Schwierigkeiten es gibt, wo ihre Ursachen liegen und wie sie sich beheben lassen, erfahren Sie in diesem Beitrag.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Was ist Lernen überhaupt?</strong><br> &nbsp;</p>
<p>In erster Näherung ist Lernen die Fähigkeit, das Wahrgenommene aufgrund früherer Erfahrungen zu<strong> </strong>ergänzen und so Wissen zu erwerben, zu erweitern und zu speichern.</p>
<p>Der Lernvorgang war erfolgreich, wenn das Erlernte abrufbar gehalten wird, sodass zu einem späteren Zeitpunkt darauf zurückgegriffen werden kann.</p>
<p>Zu einer Lernschwierigkeit kommt es also folglich dann, wenn kein Wissen erworben wurde oder dieses nicht abrufbar gehalten werden kann, sodass es keinen nachhaltigen Nutzen mit sich bringt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Wie kommt es zu Lernschwierigkeiten?</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Lernschwierigkeiten können unterschiedliche Ursachen und Formen haben. Vor allem der Wechsel vom Lernen in der Schule zum Lernen an der Hochschule oder der Universität weist oft Hürden auf.<br> &nbsp;</p>
<p>An der Hochschule erfolgt Lernen auf mehrerlei Weise, zum einen durch das Vermitteln von Lernstoff in Lehrveranstaltungen durch Lehrende und zum anderen durch das selbstständige Nach- und Vorbereiten von Lerninhalten. Hinzu kommen noch Prüfungen, Präsentationen und Abgaben von Ausarbeitungen, die selbständig vorzubereiten sind. Dem selbstständigen Lernen kommt damit im Studium eine hohe Bedeutung zu, die sich auch durch eine entsprechend hohe Workload ausdrückt. Das eigenständige Lernen ist also unerlässlich.</p>
<p>Wenn man frisch von der Schule kommt, bedarf es manchmal einer längeren Eingewöhnung an diese Selbständigkeit – und manchmal stellen sich auch echte Lernschwierigkeiten ein, für die es aber auch &nbsp;Lösungen gibt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Welche Lernschwierigkeiten gibt es?</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Eine mangelnde (Selbst-)Motivation und ein unzureichendes Zeitmanagement sind zwei gängige &nbsp;Probleme im Lernprozess, die jedoch große Defizite in den Lernergebnissen aufweisen können.</p>
<p>Auch wenn genügend Motivation vorhanden ist, kann es leicht passieren, dass die benötigte Zeit für das Lernen unterschätzt wird oder Aufgaben falsch priorisiert werden. Diese Arten der Lernschwierigkeiten lassen sich im Allgemeinen ganz gut beheben.</p>
<p>Kognitive Schwierigkeiten, die dazu führen, dass es schwerfällt, sich Lernstoff anzueignen und zu speichern, benötigen häufig eine intensive Betreuung, um Verbesserungen zu erzielen.</p>
<p>Oft lässt sich auch der soziale Aspekt als ein Grund für erschwertes Lernen nennen. Einigen fällt es nämlich schwer, allein zu lernen und generell hilft es, wenn man mit Kommiliton*innen über Lernstoff sprechen kann. So geben sich Studierende in Lerngruppen gegenseitig fachliche und &nbsp;mentale Unterstützung. Hier ist ein besonderes Augenmerk auf die Zusammensetzung der Gruppe zu legen, damit sich ein positives Zusammenwirken auch tatsächlich einstellt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Wie lassen sich die Schwierigkeiten beheben?</strong><br> &nbsp;</p>
<p>Grundsätzlich gib es viele Möglichkeiten und Anlaufstellen, um an diesen Schwierigkeiten zu arbeiten. Auch die Hochschule stellt dafür einige Angebote zur Verfügung.<br> Die erste Anlaufstelle ist das Büro für Studierenden- und Unternehmensbetreuung (StuBe), deren Mitarbeitenden eine erste Einschätzung für Ursachen der Lernschwierigkeiten vornehmen können. Je nachdem, wo die Ursachen liegen, können die Mitarbeitenden entweder an die richtigen Stellen verweisen oder selbst beraten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Liegt die Ursache im Bereich mangelnder Motivation im Studienfach oder in Modulinhalten, so können die Studiengangverantwortlichen oder Lehrenden sicher helfen. Sind die Ursachen vielschichtig, z.B. weil sich persönliche Umstände im Studium verändert haben, gesundheitliche Probleme auftreten oder sich schon ein kleiner bis großer Prüfungsstau entwickelt hat, dann stehen die Beratenden des Büros von der Ursachensuche bis zur Lösung des individuellen Problems an der Seite ihrer Studierenden. Sie helfen vor allem dabei, mit ihren Studierenden nach individuell möglichen Lösungen zu suchen. Was Studierende als eine hilfreiche Lösung erachten, ist eine sehr individuelle Einschätzung, die auf der aktuellen Situation basiert. Während den einen ein straffer Zeitplan hilft, brauchen andere vielleicht genau das Gegenteil. Die Beratenden des Büros StuBe helfen, diese individuellen Lösungen zu entwickeln, denn wichtig ist es, dass die Lösung für die Person so realistisch ist, dass sie nach der Beratung bestenfalls selbstständig mit eigenen Ressourcen weiter arbeiten kann.</p>
<p><br> Reicht das Problem über das Aufgabenfeld der StuBe hinaus und es handelt sich beispielsweise um tieferliegende, lang anhaltende Motivationsprobleme oder kognitive Schwierigkeiten, hilft die StuBe, die richtigen Stellen zu finden, z.B. die Psychosoziale Beratungsstelle (PSB) des Studentenwerks Osnabrück.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Lernschwierigkeiten sind eine häufig auftauchende Herausforderung im Studium. Alle, die sich in so einer Herausforderung sehen, sind sicher nicht allein damit. Wichtig ist es, sie sich einzugestehen und sich zu überwinden, rechtzeitig nach Hilfe zu fragen. Vergessen Sie nicht, dass die verschiedenen Anlaufstellen genau für diese Hilfe und Unterstützung eingerichtet wurden und dass sie mit Ihnen ein gemeinsames Ziel verfolgen: dass Sie gut und gesund Ihr Studium abschließen können. Falls Sie sich weiter über genannte Stellen informieren oder die Leistungen in Anspruch nehmen möchten, finden Sie hier die Kontaktdaten:</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Studierendenberatung Duales Studium (StUBe)</strong><strong>: </strong></p>
<p>E-Mail: <a href="mailto:betreuung-ids@hs-osnabrueck.de">betreuung-ids@hs-osnabrueck.de</a></p>
<p>Webseite: <a href="https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge" target="_blank">https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge</a>&nbsp;&nbsp;</p>
<p>Telefon: 0591 800 98 739</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Studierendensekretariat:</strong></p>
<p>Webseite:&nbsp;<a href="https://www.hs-osnabrueck.de/wir/organisation/organisationseinheiten/studierendensekretariat/immatrikulations-und-pruefungsangelegenheiten/" target="_blank">Immatrikulations- und Prüfungsangelegenheiten | Hochschule Osnabrück (hs-osnabrueck.de)</a>&nbsp;</p>
<p>E-Mail: <a href="mailto:k.lager@hs-osnabrueck.de">k.lager@hs-osnabrueck.de</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Psychosozialen Beratungsstelle des Studentenwerks Osnabrück:</strong></p>
<p>Telefon: +49 541 969-2580</p>
<p>E-Mail: <a href="mailto:psb@sw-os.de">psb@sw-os.de</a></p>
<p>Webseite: <a href="https://www.studentenwerk-osnabrueck.de/de/beratung/psychologische-beratung.html" target="_blank" rel="noreferrer">https://www.studentenwerk-osnabrueck.de/de/beratung/psychologische-beratung.html</a><br> &nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                    </item>
                
                    <item>
                        <guid isPermaLink="false">news-10544</guid>
                        <pubDate>Mon, 27 Mar 2023 11:35:00 +0200</pubDate>
                        <title>Pascal Schuh: Einblicke in den Werdegang eines Pflege-Alumni </title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2023/03/pascal-schuh-einblicke-in-den-werdegang-eines-pflege-alumni-dual/</link>
                        <description>Pascal Schuh erlangte mit seinem dualen Studium der Pflege beim IDS nicht nur den Bachelor of Science, sondern auch das Staatsexamen als Pflegefachperson. Mit dieser Grundlage arbeitet er heute im Bonifatius Hospital in Lingen und engagiert sich im wissenschaftlichen Komitee. Dort gestaltet er die Zukunft der Pflege aktiv mit. </description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Was macht Ihnen am meisten Spaß an Ihrer Arbeit?</strong></p>
<p>Schuh: Am meisten Spaß macht mir wirklich der Kontakt mit Menschen. Darüber hinaus ist es spannend, Verantwortung zu übernehmen und zu koordinieren. Aber im Vordergrund steht für mich der Kontakt mit Menschen.</p>
<p><strong>Wo arbeiten Sie heute und wie sind Sie darauf gekommen?</strong></p>
<p>Schuh: Im Moment arbeite ich auf Station im Bonifatius Hospital (Boni) hier in Lingen. In der studentischen Ausbildung war ich in der Hedon Klinik, der neurologischen Reha, aber nach vier Jahren wollte ich mal etwas Neues ausprobieren. Da ich schon viel Gutes vom Boni gehört habe und zuvor auch schon einmal auf einer Station dort eingesetzt war, habe ich mich für diese Einrichtung entschieden.</p>
<p><strong>Warum haben Sie Pflege (dual) studiert? Und in welcher Einrichtung sind zu diesem Zeitpunkt gewesen?</strong></p>
<p>Schuh: Das kam eigentlich eher zufällig. Ich war während meines Abiturs auf einer Jobmesse in Lingen, wo sich auch die Akademie St. Franziskus vorgestellt hat. Der soziale Bereich hat mich schon immer interessiert und bei deren Präsentation des dualen Studiums fühlte ich mich sofort angesprochen. Da ich gebürtig aus Lingen komme, hat es sich angeboten, diesen Weg auszuprobieren. Ich wusste nicht genau, was auf mich zukommt, da ich vorher kein Praktikum oder eine Ausbildung absolviert habe. Aber es hat mir sofort gefallen und ich bin immer noch in diesem Berufsfeld tätig.</p>
<p><strong>Haben Sie nach dem Bachelorstudium noch weitere Abschlüsse oder Weiterbildungen angestrebt?</strong></p>
<p>Schuh: Nach dem Studium bin ich voll in den Beruf eingestiegen. Jetzt fange ich an, am Boni in das WKT, das sogenannte wissenschaftliche Komitee, zu gehen. Hier beschäftigen wir uns zum Beispiel mit der Optimierung von Abläufen, Entlassungsmanagement oder dem Patientenwohlergehen. Am interessantesten ist es, die verschiedenen Abläufe, die seit Jahren etabliert sind, zu reflektieren und zu optimieren.&nbsp;Dabei ist die Reflexion von etablierten Standards und deren Optimierung nicht nur spannend, sondern auch sehr nützlich. Zudem finde ich die aktuellen Wissenstände und Studien zum Beispiel in der Versorgung oder zu Patientenkontaktinformationen sehr interessant.&nbsp;</p>
<p><strong>Würden Sie sich rückblickend wieder für diesen dualen Studiengang und diesen Weg entscheiden?</strong></p>
<p>Schuh: Ja, denn mein duales Studium ist sehr gut gelaufen. Da ich erst in der Hedon Klinik war und dann ins Bonifatius Hospital gewechselt bin, habe ich viele unterschiedliche Fachbereiche kennengelernt. So war ich vorher in der Neurologie und bin jetzt in der Inneren. Also, würde ich rückblickend alles genau so wieder machen.</p>
<p><strong>Was war Ihr Lieblingsmodul, und warum? </strong></p>
<p>Schuh: Am spannendsten war wirklich das Praxissemester. Da haben wir über 12 Wochen eine Praxisarbeit geschrieben, und meine bezieht sich auf das Hospiz. Das war nicht nur eine sehr gute Vorbereitung auf die Bachelorarbeit, sondern auch eine wertvolle Erfahrung in der wissenschaftlichen Arbeit. Ich habe mich im Rahmen meiner Praxisarbeit damit beschäftigt, mithilfe von pflegerischen Maßnahmen das Wohlbefinden von Patienten zu steigern. Da im Hospiz Menschen auf ihrem letzten Lebensweg begleitet werden, ist es eine sehr prägende Erfahrung, die auch viel Einfühlungsvermögen erfordert.</p>
<p><strong>Was sind heute Ihre Aufgabenschwerpunkte?</strong></p>
<p>Schuh: Im Fokus steht die Patientenversorgung. Ich habe meist eine Patientengruppe mit 12 bis 15 Personen, je nachdem wie voll die Station ist. Ich bin dann für die komplette Versorgung verantwortlich. Dazu gehört auch, mit den Ärzt*innen zu kommunizieren, Entlassungen planen, die Diagnostik und die Medikation. Zurzeit absolviere ich noch drei Wochen in der Notaufnahme, um die Tätigkeitsfelder dort besser kennenzulernen: Von der Patientenaufnahme über die Notfallversorgung und die weiteren Behandlungen. Außerdem führe ich einzelne Koordinationsaufgaben durch, wie zum Beispiel die Bettenplanung.</p>
<p><strong>Was würden Sie bis jetzt als Ihre größte Herausforderung beschreiben?</strong></p>
<p>Schuh: Ich denke, die Bachelorarbeit ist immer eine große Herausforderung, da darin immer viel Arbeit steckt. Aber auch der Einstieg in den Beruf ist herausfordernd. Obwohl wir während des dualen Studiums sehr gut darauf vorbereitet wurden, ist es doch etwas anderes, nun in Vollzeit zu arbeiten. Während des Studiums waren wir 30 Stunden in der Praxis und hatten in der restlichen Zeit Vorlesung oder waren in der Fachschule. Der Umstieg von Teilzeit in Vollzeit ist schon eine Umstellung.</p>
<p><strong>Welchen Ratschlag würden Sie gerne den jetzigen Pflege-Dual-Studierenden geben?</strong></p>
<p>Schuh: Auf jeden Fall keine Angst vor Neuem und vor Verantwortung zu haben. Man arbeitet immer im Team und ist nie wirklich allein. Es gibt immer Kolleg*innen, die einem helfen. So war es auch bei mir. Im Nachhinein muss ich sagen, dass man auch mit jeder neuen Aufgabe besser wird. Wenn die Kolleg*innen oder die Stationsleitung euch etwas anvertraut, dann traut euch auch, Verantwortung zu übernehmen. Das Schöne am dualen Studium ist wirklich die Vielfalt an Aufgaben und der Zusammenhalt in den Teams. Seid offen für neue Herausforderungen!</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Mon, 27 Feb 2023 19:46:03 +0100</pubDate>
                        <title>Messe-Hilfskräfte: Repräsentant*innen des dualen Studiums</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2023/02/messe-hilfskraefte-repraesentantinnen-des-dualen-studiums/</link>
                        <description>Oliver und Henrik engagieren sich neben ihrem dualen Studium als Messe-Hilfskräfte und präsentieren das IDS sowie die dualen Studiengänge bei Karrieremessen und Schulbesuchen. Im Interview berichten die beiden Studenten von ihrer Motivation für diesen Nebenjob.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Der erste Eindruck zählt. Das gilt nicht nur für Studieninteressierte im Bewerbungsprozess, sondern auch für Unternehmen und Hochschulen bei Informationsveranstaltungen. Das IDS verfolgt dabei den Ansatz, aktuell Studierende bei derartigen Events mit einzubinden. „Es wirkt gleich authentischer, wenn diese von ihren Erfahrungen mit dem dualen Studium berichten“, erzählt <a href="https://www.hs-osnabrueck.de/personensuche/az-item/kerperien-alina/" target="_blank">Alina Kerperien</a><u>,</u> wissenschaftliche Mitarbeiterin im Büro für Studierenden- und Unternehmensbetreuung am IDS. Konkret sind die Studierenden, die bei hochschulinternen Events, Karrieremessen und Schulbesuchen unterstützen, als studentische Hilfskräfte für Messen beschäftigt. Im Interview berichten die dualen Studenten Oliver Wannink (Wirtschaftsinformatik) und Henrik Hüsers (Wirtschaftsingenieurwesen), was diese Tätigkeit ausmacht.</p>
<p><br> <strong>Wie seid ihr auf die Tätigkeit als Messe-Hilfskraft aufmerksam geworden?</strong></p>
<p>Oliver: Ich habe bei den <a href="https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/bewerbung-und-studium/talent-day/" target="_blank">Talent Days</a> 2021 ausgeholfen. Anschließend wurde ich von Alina gefragt, ob ich mir nicht vorstellen kann, als Messe-Hilfskraft zu arbeiten. Seitdem habe ich immer mal wieder vereinzelt Veranstaltungen begleitet. Richtig dabei bin ich aber seit dem August letzten Jahres.</p>
<p>Henrik: Bei mir lief es fast genauso. Ich habe gehört, dass Studierende für die Talent Days 2022 gesucht werden. Da war ich dann das erste Mal aktiv und wurde auch direkt angesprochen, ob ich mir eine Anstellung für weitere Veranstaltungen und Messen vorstellen könnte. Für mich klang das direkt interessant. Mein erster richtiger Messeeinsatz fand wie bei Oliver im August 2022 statt.</p>
<p><br> <strong>Was motiviert euch, zusätzlich zu eurem dualen Studium und Engagement als Mentoren als Messe-Hilfskräfte tätig zu sein?</strong></p>
<p>Henrik: Die Arbeit auf Messen macht mir einfach Spaß. Ich mag es, offen auf Leute zuzugehen und andere Unternehmen kennenzulernen, die sich auf der Messe präsentieren. Zudem gefällt mir das duale Studium richtig gut. Dafür stehe ich gerne und freue mich, wenn ich die Information neuer dual Studierender unterstützen kann.</p>
<p>Oliver: Mir macht es generell Spaß, meine Erfahrungen mit dem dualen Studium mit interessierten Schüler*innen aber auch Messebesucher*innen zu teilen.</p>
<p><br> <strong>Habt ihr selbst auch schon auf der anderen Seite gestanden und als Studieninteressierte Veranstaltungen vom IDS wahrgenommen?</strong></p>
<p>Oliver: Nach meinem Abitur habe ich die Jobmesse in Lingen besucht, wo auch das IDS präsent war. Intensiver über das duale Studium habe ich mich dann bei den Talent Days informiert. Für mich war es sehr hilfreich, dass dual Studierende dort direkt von ihren Eindrücken erzählt haben.</p>
<p>Henrik: Mein Interesse an einem dualen Studium wurde beim Studieninformationstag am Campus Lingen geweckt. Dort hatte ich die Möglichkeit, an verschiedenen Workshops teilzunehmen und mich direkt mit den dual Studierenden auszutauschen. Deshalb finde ich es das Konzept gut, dass wir auf Veranstaltungen immer mit einem Mitarbeitenden und einem Studierenden präsent sind und aus verschiedenen Perspektiven berichten können.</p>
<p><br> <strong>Was sind eure Aufgaben als studentische Hilfskraft für Messen?</strong></p>
<p>Oliver: Wir halten Vorträge über das duale Studium an Schulen und stehen auf Karrieremessen Rede und Antwort für Studieninteressierte. Bei beiden Veranstaltungsformen gehen wir auf alle möglichen Fragen ein und berichten von unseren eigenen Erfahrungen. So können wir Unterstützung beim Orientierungsprozess bieten. Zudem zeigen wir auf, welche dualen Studienmöglichkeiten es gibt.</p>
<p>Henrik: Man sollte hier auch zwischen den Gruppen an Studieninteressierten unterscheiden. Es gibt Personen, die sich allgemein für das duale Studium interessieren. Darüber hinaus gibt es die, die bereits einiges über die duale Studienform wissen, aber noch unsicher sind, auf welchen Studiengang sie sich bewerben sollen. Und zuletzt gibt es Personen, die bereits einen Studienplatz sicher haben, jedoch mehr über das Geschehen am Campus und die Wohnmöglichkeiten in Lingen erfahren möchten. Die drei Gruppen verfolgen also unterschiedliche Beratungsziele.</p>
<p><br> <strong>Gibt es Veranstaltungsformate, die euch besonders viel Spaß machen?</strong></p>
<p>Henrik: Ich bin am liebsten auf Messen. Trotz der vielen Menschen vor Ort ist es möglich, ein persönliches Gespräch zu führen und auf die individuellen Wünsche und Fragen der Studieninteressierten einzugehen. Zudem finde ich es spannend, dass so viele verschiedene Unternehmen und Hochschulen dort vertreten sind und ihre Ausbildungskonzepte vorstellen.</p>
<p>Oliver: Ich finde die Schulbesuche besonders interessant. Für mich ist das auch eine gute Gelegenheit, um an meiner Präsentationsweise und meinem Auftreten zu arbeiten. Durch diese Erfahrungen wird man in der Hochschule oder im Unternehmen immer sicherer.</p>
<p><br> <strong>Gibt es eine Gesprächssituation, die euch besonders in Erinnerung geblieben ist, weil sie bspw. so skurril war?</strong></p>
<p>Henrik: Ich hatte vor Kurzem ein Gespräch mit einem Studieninteressierten, der zwei Zusagen für ein duales Studium bei unterschiedlichen Unternehmen und Hochschulen hatte. Hier hatte ich die Chance die Vorteile von unserem Campus und dem Studium am IDS herauszuarbeiten und ihn so von uns zu überzeugen. Das skurrile an der Situation war jedoch, dass der Vater sich nach der Frauenquote am Campus erkundigt hat. Er hatte wohl Sorge, dass sein Sohn nur mit Männern studiert.</p>
<p>Oliver: Ich denke da besonders an meine Schulbesuche. Es kommt schonmal vor, dass Lehrkräfte während des Vortrags den Klassenraum verlassen oder später dazu kommen. Einmal ist eine Lehrerin zu spät gekommen, hat mich gebeten, nochmal neu zu starten, mich zwischendurch in ein Gespräch verwickelt und dann doch wieder den Raum verlassen. Die Störung geht also weniger von den Studieninteressierten, sondern eher vom Umfeld aus.</p>
<p><br> <strong>Wie gut lässt sich eure Tätigkeit als Hilfskraft mit dem dualen Studium vereinen?</strong></p>
<p>Henrik: Wir haben einen Plan mit allen Messen für das aktuelle Jahr. Dort können wir uns weit im Voraus eintragen. Viele der Messen sind zudem am Wochenende und kollidieren daher nicht mit der Arbeit oder Vorlesungen. Mir persönlich macht es auch nichts aus, mal einen Samstag auf einer Messe zu verbringen, da mir die Arbeit ja Spaß macht.&nbsp;</p>
<p>Oliver: Natürlich ist das ein zusätzlicher Aufwand neben dem dualen Studium. Als Messe-Hilfskraft kann man sich aber wie gesagt frühzeitig für die Veranstaltungen eintragen und so langfristig planen. Arbeitstechnisch war das bisher nie ein Problem für mich. Mein Arbeitgeber findet es sogar gut, dass ich das duale Studium repräsentiere.</p>
<p><br> <strong>Wie stimmt ihr euch mit den anderen Hilfskräften ab?</strong></p>
<p>Henrik: Über Microsoft Teams. Wir haben eine Gruppe mit den wissenschaftlichen Mitarbeitenden des IDS und Hilfskräften. Im Dateibereich befinden sich dort alle Unterlagen. Zudem können im Chat Anfragen gestellt werden, wenn noch kurzfristig Unterstützung benötigt wird.</p>
<p>Oliver: Die Abstimmung unter den beiden Personen, die dann für die jeweilige Veranstaltung eingeteilt sind, funktioniert dann meist auf kurzem Weg über WhatsApp. Den Großteil der Vorbereitung übernimmt das IDS. Wir helfen dann bei der Vorbereitung des Messestands kurz vor Beginn der Veranstaltung und schauen uns bei Vorträgen natürlich im Vorfeld die Präsentationsunterlagen an.</p>
<p><br> <strong>Was habt ihr aus eurer Tätigkeit als Messe-Hilfskraft gelernt?</strong></p>
<p>Henrik: Ich habe gelernt, dass es besonders wichtig ist, die Gesprächsatmosphäre so zu gestalten, dass sich alle Beteiligten wohlfühlen. Zumal wir häufig auf junge Leute treffen, die zum ersten Mal in solch einer Situation sind und ein wenig unsicher auftreten. Zudem werden die Studieninteressierten auf Karrieremessen ohnehin mit einer Vielzahl an Informationen konfrontiert. Deshalb versuche ich mit so wenig Worten wie möglich über das duale Studium zu informieren und das wirklich wichtige für die jeweilige Person herauszustellen.</p>
<p>Oliver: Für mich ist es die Kommunikation und Offenheit gegenüber anderen Menschen. Darüber hinaus habe ich ein besseres Verständnis dafür bekommen, wie man am besten präsentiert und das duale Studiensystem so vermittelt, dass es für alle verständlich ist.</p>
<p><br> <strong>Was meint ihr, sollten potenzielle Hilfskräfte für diese Tätigkeit mitbringen?</strong></p>
<p>Oliver: Man sollte auf jeden Fall kommunikativ und freundlich sein. Zudem sollte man das eigene Studium gut finden. Man kann andere nicht vom dualen Studium begeistern, wenn man selbst keine Freude daran hat.</p>
<p>Henrik:&nbsp;Da stimme ich zu. Als Hilfskraft muss man nicht alles über das duale Studium wissen. Viel wichtiger ist es, mit Überzeugung dabei zu sein. Zumal die Ansprechpartner*in der Studierendenbetreuung, was das Wissen über die dualen Studiengänge und -formen anbelangt, immer unterstützen kann.</p>
<p><br> <strong>An wen muss man sich wenden, wenn man selbst Messe-Hilfskraft werden möchte?</strong></p>
<p>Henrik: Am besten wendet man sich an die <a href="https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/bewerbung-und-studium/beratung-und-betreuung/#c8933400" target="_blank">Studierenden- und Unternehmensbetreuung des IDS</a>.<br> Oliver: Genau, gerne können uns Interessierte auch auf dem Campus ansprechen.</p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Fri, 17 Feb 2023 08:55:26 +0100</pubDate>
                        <title>Ein Blick hinter die Kulissen mit Benjamin Häring</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2023/02/ein-blick-hinter-die-kulissen-mit-benjamin-haering/</link>
                        <description>In unserem Format „Ein Blick hinter die Kulissen mit…“ stellen wir Ihnen einmal im Monat Lehrende oder Mitarbeitende der Hochschule vor, die Sie im Laufe Ihres Studiums am Campus Lingen am Institut für Duale Studiengänge (IDS) oder vorher beim Informationsprozess kennenlernen können. Dieses Mal im Interview: Benjamin Häring.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Er ist Theaterpädagoge (B.A.) und Master of Biographical and Creative Writing und arbeitet seit 2012 als Lehrkraft für besondere Aufgaben an allen Instituten der Hochschule Osnabrück am Campus Lingen und vertritt am IDS die Schwerpunkte Kooperation und Konfliktlösung / Kommunikation und Rhetorik.</p>
<p>Häring arbeitete als Wissenschaftlicher Mitarbeiter in unterschiedlichen Forschungsprojekten der Hochschule Osnabrück. Von 2003-2004 absolvierte er eine Moderationsausbildung an der Hanseatischen Akademie für Marketing und Medien in Hamburg und verbindet in seiner Arbeit Elemente der zielgerichteten Kommunikation mit Elementen der Darstellenden Kommunikation. 2020 nahm er am Zertifikatsprogramm „Gross National Happiness Practitioner“ vom Eurasia Learning Institute for Happiness and Wellbeing in Kooperation mit der Hochschule Osnabrück teil. Seit 2022 absolviert er eine Meditations- und Achtsamkeitslehrerausbildung. Benjamin Häring arbeitet zudem als Improvisationstheaterschauspieler und ist festes Ensemblemitglied beim Placebotheater in Münster.</p>
<p><strong>Wie haben Sie sich entschieden, Lehrender am IDS zu werden?</strong></p>
<p>Häring: Durch meine Tätigkeit im Rahmen der Forschungsprojekte am IDS der Hochschule Osnabrück habe ich die Chance erhalten meine Erfahrungen im Rahmen von Lehrveranstaltungen einzubringen. Auch die anderen Institute hatten Interesse an der Theaterpädagogik und so habe ich mich im Jahre 2012 auf eine ausgeschriebene Stelle beworben und hatte das Glück seitdem institutsübergreifend in der Lehre tätig zu sein.</p>
<p><strong>Wie sehen die Aufgaben in Ihrem Arbeitsalltag aus?</strong></p>
<p>Häring: Mein Alltag besteht aus einer Vielfalt an Aufgaben. Ich habe eine Lehrbefreiung für das Präsidium, wo ich unterschiedliche Veranstaltungsformate von der UAS7 Roadshow, der Verleihung des Deutschlandstipendiums bis hin zu Fachtagungen (mit)-konzeptioniere und durchführe. Gerne lasse ich mich dabei von Studierenden unterstützen, die z.B. den Master „Führung und Organisation“ studieren und die von mir gezielt auf solche Moderationen vorbereitet werden. Dies geschieht z.B. durch Coachings. Dadurch können wir den Lernort Hochschule noch ganzheitlicher nutzen. Gerne tausche ich mich mit Kolleg*innen über ihre Forschungsprojekte aus und bringe mich bei Bedarf auch gerne ein, indem ich z.B. Ideen für die Gestaltung von Meilensteinen im Forschungsprozess einbringe oder über meinen Tellerrand schaue und mit Interesse auf neue Forschungsvorhaben schaue. Meine Hauptaufgabe und zum Glück auch Leidenschaft besteht darin, die Lehre für die Studierenden ansprechend zu gestalten und auszubringen. Hierbei erweitert sich das Spektrum immer weiter. So gehören zu meinen vertretenen Themengebieten in der Lehre Mindful (Self-) Leadership, Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation, Konfliktlösung und Improvisationstheater. Letzteres nutze ich nicht nur bei den Lehrveranstaltungen für die Theaterpädagog*innen, sondern bette diese auch in IDS-Module wie Kommunikation und Rhetorik ein. Kein Tag ist wie der andere und was ich wirklich liebe ist die Vielseitigkeit meines Berufes.</p>
<p><strong>Welcher Moment ist Ihnen bei der Zusammenarbeit mit IDS-Studierenden besonders in Erinnerungen geblieben?</strong></p>
<p>Häring: Die Zeugnisvergabe ist in jedem Jahr ein emotionaler Moment. Außerdem sind es natürlich auch die Lehrveranstaltungen an sich, bei denen wir intensiv an den Themen und Herausforderungen aus dem Betrieb der Studierenden arbeiten. Das Besondere an den dualen Studierenden ist, dass sie die Relevanz der Lehrinhalte in der Praxis erkennen und ein starkes Erkenntnisinteresse mitbringen. Gerade in meinem Modul, welches sehr kommunikationsorientiert ist und die Möglichkeit bietet unterschiedliche Dinge auszuprobieren, ist die Begeisterung dafür, die Inhalte in die Praxis übertragen zu können, schon von Anfang an spürbar.</p>
<p><strong>Was gefällt Ihnen am Konzept des dualen Studiums?</strong></p>
<p>Häring: Mir gefällt das Konzept des dualen Studiums aus unterschiedlichen Gründen. Es ist spannend zu sehen, wie die Studierenden im Spannungsfeld der beiden Lernorte Hochschule und Betrieb ihre Kompetenzen einbringen und weiterentwickeln. Dieser Prozess erfolgt nicht immer linear und logisch, sondern manchmal erfordert es von den Studierenden auch Geduld und die Bereitschaft sich selber einzubringen und aktiv zu werden. Die Studierenden bringen Themen mit, die sie erlebt haben und herausfordernde Fallbeispiele, die wir dann im geschützten Raum reflektieren und bearbeiten können. In meinem Modul können die Studierenden Verhaltensmöglichkeiten und Techniken der Kommunikation erproben und varrieren, die anschließend in der betrieblichen Realität zur Anwendung kommen können. &nbsp;</p>
<p><strong>Was glauben Sie, schätzen Ihre Studierenden besonders an Ihnen?</strong></p>
<p>Häring: Ich glaube, ich bin sehr offen für Anregungen und bringe immer wieder neue Impulse mit. Ich habe mich in den zehn Jahren meiner Lehrtätigkeit stetig weiterentwickelt. Aktuell steht bei der Akkreditierung der Studiengänge das Thema Nachhaltigkeit im Vordergrund und ich habe mich durch Zertifikatskurse, die ich im Bereich Gross National Happiness gemacht habe, weitergebildet. Außerdem versuche ich in meinen Lehrveranstaltungen Herausforderungen offen zu begegnen und Innovationen zuzulassen. Dadurch entstehen für die Studierenden Freiräume, die nicht festgefahren sind. Außerdem können Studierende mir selbst Themen vorschlagen, die sie beschäftigen und die loten wir dann gemeinsam aus.</p>
<p><strong>Wie verbringen Sie ihre Freizeit?</strong></p>
<p>Häring: Ich spiele leidenschaftlich gern Improvisationstheater. Ich finde es sehr wichtig sich mit Kunst und Kultur zu beschäftigen und stehe regelmäßig selbst auf der Bühne. Außerdem spiele ich gerne Handpan und während der Corona-Pandemie habe ich das Karaoke singen für mich entdeckt. Ansonsten bin ich viel unterwegs und gehe gerne spazieren.<br> Ich mag es mich weiterzubilden und verbringe gerne Zeit mit einem bedeutsamen Thema oder einer Person nach dem Motto &nbsp;„Ein Tag mit…“ An so einem selbst gestalteten Forschungstag kann es passieren, dass ich mich mit Reden, Interviews, Artikeln und Büchern von z.B. Roger Willemsen beschäftige. Den hätte ich gerne persönlich kennengelernt und bedaure es sehr, dass er viel zu früh verstorben ist. Solche Forschungstage sind für mich eine ganz wunderbare Sache, um mich intensiv mit andere Sichtweisen, Persönlichkeiten und Inhalten zu konfrontieren.</p>
<p><strong>Wenn Sie so gerne lesen, haben Sie bestimmt auch eine Buchempfehlung für die Studierenden, oder?</strong></p>
<p>Häring: Aktuell lese ich “Autokorrektur-Mobilität für eine lebenswerte Welt” von Katja Diehl.<br> Was ich gerne auch in meinen Modulen empfehle, ist “Future skills: 30 zukunftsentscheidende Kompetenzen und wie wir sie lernen können”. Das ist ein praxisnahes Buch für Zukunftsgestalter, wo viele unterschiedliche Ansätze thematisiert werden, wie der Transformationsprozess sich aus verschiedenen Perspektiven moderieren, begleiten und gestalten lässt.&nbsp;</p>
<p><strong>Welchen Podcast hören Sie zurzeit am liebsten?</strong></p>
<p>Häring: „Alles gesagt“ von der ZEIT ist sehr hörenswert.</p>
<p><strong>Welche drei Eigenschaften beschreiben ihre Persönlichkeit am besten?</strong></p>
<p>Häring: Kreativ, loyal &amp; humorvoll.</p>
<p><strong>Was war diese Woche Ihr Highlight?</strong></p>
<p>Häring: Ich hatte gestern ein ganz tolles Gespräch mit dem Leiter der Hochschulförderung. Ich schätze es sehr mit meinen Kolleg*innen in den produktiven Austausch gehen zu können und gemeinsam an neuen Formaten zu arbeiten. An der Hochschule arbeiten kompetente und tolle Menschen und es ist ein Geschenk, dass ich zu vielen von ihnen ein freundschaftliches Verhältnis haben darf. Außerdem habe ich unser Gespräch hier auch sehr genossen. ;)</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <guid isPermaLink="false">news-10334</guid>
                        <pubDate>Mon, 13 Feb 2023 12:19:00 +0100</pubDate>
                        <title>Miguel Schmock von Ohr: Bist du ein Vorbild für andere Studierende?</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2023/02/miguel-schmock-von-ohr-bist-du-ein-vorbild-fuer-andere-studierende/</link>
                        <description>Am Campus Lingen ist Miguel Schmock von Ohr ein bekanntes Gesicht. Der 22-Jährige studiert dual im fünften Bachelorsemester Wirtschaftsingenieurwesen und engagiert sich als Mentor sowie in sämtlichen Hochschulgremien. Im Interview berichtet Miguel von seinem Weg hierher und seinen Ehrenämtern.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Auf den ersten Blick wirkt Miguel wie ein richtiger Überflieger. Dass er hart dafür arbeiten musste und viele Begleiter aus seinem schulischen Umfeld ihm diesen Weg nicht zugetraut hätten, überrascht. „Es war nicht von vornherein geplant, dass ich überhaupt Abitur mache und dann noch studiere. Ehrenamtlich engagiert habe ich mich vorher auch noch nie“, berichtet Miguel. Umso zufriedener ist er, dass er im dualen Studium nicht nur sein Wissen vertieft, sondern auch gleichzeitig im Beruf Fuß fasst und anderen Studierenden als Mentor zur Seite stehen kann.</p>
<p><strong>Wie bist du auf das duale Studium und dein Kooperationsunternehmen Hero-Glas aufmerksam geworden?</strong></p>
<p>Miguel: Nach meinem Abitur war ich ein halbes Jahr in San Francisco. Vor dem Auslandsaufenthalt habe ich mich bereits über die dualen Studienmöglichkeiten beim Bewerbertag 2019 am Campus Lingen informiert und mich während meiner Zeit in den USA bei einigen Unternehmen beworben. Ein Freund hat mir dann mein Kooperationsunternehmen Hero-Glas empfohlen, die mich recht schnell zum Vorstellungsgespräch eingeladen haben und mir im Anschluss sogar freigestellt haben, ob ich Betriebswirtschaft oder Wirtschaftsingenieurwesen studieren möchte. Ich habe mich für Letzteres entscheiden, um im Grundstudium sowohl die betriebswirtschaftliche als auch die technische Seite kennenzulernen.</p>
<p><strong>Wie bist du von deinem ersten Bildungsabschluss zum dualen Studium gekommen?</strong></p>
<p>Miguel: Nach der Grundschule hatte ich lediglich eine Hauptschulempfehlung. Meine Mutter hat sich aber dafür eingesetzt, dass ich eine Realschule besuche. Der Start dort war auch ein wenig holprig. Mit der Zeit habe ich aber Motivation entwickelt und die zehnte Klasse sogar mit dem erweiterten Sekundarabschluss beendet. Das hat selbst den Rektor überrascht. Deshalb ging es nicht wie ursprünglich geplant mit einem Berufsvorbereitungskurs (an dem ich auch zwei Tage teilnahm), sondern mit dem Wirtschaftsabitur für mich weiter. Nach meinem Abitur wollte ich dann gerne studieren. Mir war aber klar, dass das mit meinen Englischkenntnissen gerade im internationalen Kontext schwierig werden würde. Deshalb habe ich mich dafür entschieden, ein halbes Jahr im Ausland zu verbringen. Das war aber eher spontan als langfristig geplant.</p>
<p><strong>Gibt es Schlüsselsituationen, die dich rückblickend dazu motiviert haben, in deiner beruflichen und schulischen Laufbahn immer ein Stück weiterzugehen?</strong></p>
<p>Miguel: In der Realschule wollte ich zwischenzeitlich gerne zur Bundespolizei und habe mich auch dort beworben. Beim Einstellungs- und Auswahlverfahren wurde ich abgelehnt, was mich sehr gestört hat. Von dort an habe ich mich immer sehr bemüht, hart für meine Ziele zu arbeiten. Mir ist bewusst geworden, dass ich im Leben nichts geschenkt kriege. Ich habe Ehrgeiz entwickelt und mich selbst intrinsisch motiviert. Ich habe meine Entscheidung für einen höheren Bildungsabschluss als Türöffner für weitere Möglichkeiten gesehen. Das hat mich motiviert.</p>
<p><strong>Du bist der Erste in deiner Familie mit einer akademischen Laufbahn. Ergeben sich daraus für dich Vor- oder Nachteile?</strong></p>
<p>Miguel: Für mich ist es kein Nachteil, der erste mit einer akademischen Laufbahn in meiner Familie zu sein. Meine Eltern sind sehr offen für meinen Bildungs- und Berufsweg und hören mir auch gerne zu. Ich glaube, dass Eltern mit akademischem Abschluss vielleicht mehr im Thema sind und ein Studium und die Anforderung an Studierende besser nachvollziehen können. Meine Eltern unterstützen mich aber überall, wo sie können, und da bin ich sehr dankbar für.</p>
<p><strong>Gab es neben deiner Familie Personen, die dich im Laufe der Zeit besonders motiviert haben, möglicherweise wie ein*e Mentor*in für dich waren?</strong></p>
<p>Miguel: Mein bester Freund hat mich immer sehr unterstützt, aber eine*n richtige*n Mentor*in kann ich nicht benennen. Es sind eher Leute, die ich als Vorbild sehe und mich mit ihrem Lebenslauf inspirieren. Ein guter Bekannter ist zum Beispiel Diplomingenieur und heute Geschäftsführer in Papenburg bei einem Automotive-Betrieb. Sein Werdegang hat mich beeindruckt. Er ist auch ein wichtiger Ansprechpartner für mich im dualen Studium geworden. Gerade zu Beginn des Studiums war der Technikbereich für mich absolutes Neuland. Mein Bekannter hat mir beim Lernen geholfen, indem er die Brücke von der Theorie zur Praxis geschlagen hat, sodass die Inhalte besser verständlich waren. Er hat mich in gewisser Weise dadurch gelotst und mir die Unsicherheit genommen, die wahrscheinlich jeder zu Beginn des Studiums hat.</p>
<p><strong>Du engagierst dich selbst als Mentor und in sämtlichen Gremien der Hochschule. Woher kommt dein Antrieb für ehrenamtliche Tätigkeiten?</strong></p>
<p>Miguel: Ich habe mich tatsächlich vor dem Studium nie ehrenamtlich engagiert. In der Hochschule hat sich das dann zu 180 Grad gewandelt. Ich habe viele Studierende kennengelernt, die als Mentor*innen tätig waren. Die waren immer sehr hilfsbereit und haben durch ihr Engagement spannende Kontakte knüpfen können. Deshalb war mir schnell klar, dass ich das auch machen möchte. So kann ich das, was ich von meinen damaligen Mentor*innen gelernt habe, auch weitergeben. Das motiviert mich besonders. Daneben bin ich auch in den Hochschulgremien aktiv und bei einer Organisation außerhalb der Hochschule. Diese nennt sich „Nacht in Lingen“. Im Team organisieren wir dort Events für junge Erwachsene. In meinen ehrenamtlichen Tätigkeiten arbeite ich also hauptsächlich mit Menschen in meinem Alter zusammen. Es macht einfach Spaß mit jungen Leuten, die motiviert sind, gemeinsam was zu bewegen, Zeit zu verbringen.</p>
<p><strong>Besitzt du Eigenschaften, die dich durch deinen Bildungsweg von anderen Studierenden unterscheiden?</strong></p>
<p>Miguel: Ich glaube, ich bin einfach geübter darin, in das kalte Wasser zu springen. Ich habe eine Mentalität nach dem Motto „Ich mach das jetzt einfach." So war es zum Beispiel auch mit meinem Auslandsaufenthalt. Zudem bin ich es gewohnt für meinen Erfolg hart zu arbeiten. Das war in der Realschule so und ist heute immer noch der Fall. Dadurch bin ich aber auch sehr routiniert im Lernen. Das kommt mir sicherlich an einigen Stellen zugute.</p>
<p><strong>Gibt es Entscheidungen in deinem Lebensweg, die du rückblickend anders treffen würdest?</strong></p>
<p>Miguel: Bis jetzt nicht, ich würde den Weg immer wieder genauso gehen, auch mit dem dualen Studium. Meine Herangehensweise würde ich allerdings ändern. Ich musste bei meinen bisherigen Stationen bis zum Ende zittern, ob das wirklich funktioniert. Deshalb versuche ich jetzt immer frühzeitig zu planen. Gerade plane ich zum Beispiel, was nach dem Bachelorstudium kommt.</p>
<p><strong>Dann werfen wir mal einen Blick in die Zukunft. Was kommt denn nach dem Bachelor?</strong></p>
<p>Miguel: Das lote ich gerade aus. Wenn ich ein Masterstudium aufnehmen sollte, dann in Vollzeit. Ich würde gerne auch diese Studienform kennenlernen und das Studentenleben in vollen Zügen genießen. Aber bisher ist noch nichts entschieden, zumal ich mir am Campus und im Unternehmen bereits ein gutes Standing aufbauen konnte.&nbsp;</p>
<p><strong>Abschließend noch eine Frage: Siehst du dich mit deinem Bildungs- und Berufsweg als Vorbild für andere Studierende?</strong></p>
<p>Miguel: Ich denke, mein Weg zeigt, dass man mit einem Ziel vor Auge alles schaffen kann, egal, wo man steht. Man muss immer einen Schritt weitergehen, auch wenn es mal der Sprung in das kalte Wasser ist. Für mich hat sich eindeutig gezeigt, dass die schnellsten und besten Erfolge „Out of the comfort zone“ entstehen. Ich werde stetig versuchen, meine nächsten Ziele im Leben zu erreichen. Als Mentor und auch als Person bemühe mich sehr andere zu motivieren, ihre eigenen, ganz persönlichen Ziele zu erreichen. Ich liebe es andere bei ihrem Erfolg zu sehen bzw. sie auf ihrem Weg zu begleiten.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Mon, 23 Jan 2023 11:00:53 +0100</pubDate>
                        <title>Ein Blick hinter die Kulissen mit Stefan Schlangen</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2023/01/ein-blick-hinter-die-kulissen-mit-stefan-schlangen/</link>
                        <description>In unserem Format „Ein Blick hinter die Kulissen mit…“ stellen wir Ihnen einmal im Monat Lehrende oder Mitarbeitende der Hochschule vor, die Sie im Laufe Ihres Studiums am Campus Lingen am Institut für Duale Studiengänge (IDS) oder vorher beim Informationsprozess kennenlernen können. Dieses Mal im Interview: Stefan Schlangen.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Stefan Schlangen lehrt seit 2012 in Gebieten der Betriebswirtschaftslehre an der Hochschule Osnabrück und ist nebenbei als Gastprofessor in China tätig. Was er besonders an seiner Lehrtätigkeit und dem Austausch mit seinen Studierenden schätzt, beantwortet er im Interview.</p>
<p>1995 bis 2001 studierte Schlangen selbst Betriebswirtschaft an der Universität Osnabrück und wurde danach Assistenz der Geschäftsleistung bei der Deutschen Bank. Später promovierte Schlangen an seiner ehemaligen Universität. Anschließend arbeitete er als Projektmanager beim Sparkassenberatungshaus NordOst GmbH in Hannover. Nun ist er Professor an der FOM in Münster und im März wechselt er an die Hochschule Ruhr West in Mülheim. Zusätzlich lehrt Herr Schlangen seit über 10 Jahren an der Hochschule Osnabrück.</p>
<p><strong>Wann haben Sie gemerkt, dass Sie als Dozent arbeiten möchten?</strong></p>
<p>Schlangen: Das war ein glücklicher Zufall. Ich war bis 2012 Unternehmensberater und bin im selben Jahr Vater geworden. Als Unternehmensberater, der von montags bis freitags unterwegs war, habe ich mich dann gefragt, ob ich meine Tochter so aufwachsen sehen möchte. Ich habe gesehen, dass an der Hochschule Osnabrück die Möglichkeit gab, als Dozent tätig zu werden und tatsächlich meine erste Bewerbung überhaupt geschrieben. Vor 10 Jahren habe ich als Hochschuldozent angefangen und finde, es war eine sehr gute Entscheidung. Auch wenn es keine bewusste Entscheidung war, möchte ich den Beruf heute nicht mehr missen.</p>
<p><strong>Warum haben Sie sich für die Lehre an der Hochschule Osnabrück entschieden und was hat Sie vom IDS überzeugt?</strong></p>
<p>Schlangen: Ich habe bereits an der Universität Osnabrück studiert und mich mit meiner Frau, die gebürtige Osnabrückerin ist, für den Standort entschieden. Außerdem hat es mich dann wieder zur Universität bzw. der Hochschule gezogen.</p>
<p>Besonders wichtig ist für mich die Zusammenarbeit mit den Studierenden. Das macht mir viel Spaß. Ich habe sehr unterschiedliche Lehrerfahrung, da meine eigentliche Professur sich in Münster an der FOM befindet. Die Qualität der Lehrveranstaltungen und die Leistungen der Studierenden sind am IDS sehr hoch. Zusätzlich wird der Studiengang vom Institut sehr gut organisiert.</p>
<p><strong>Wie finden Sie das Konzept des dualen Studiums?</strong></p>
<p>Schlangen: Ein duales Studium ist heutzutage ein ideales Studienkonzept. Es ist förderlich für die Studierenden, die Theorie durch die Praxisverzahnung besser zu verstehen und die Konzepte in der Praxis selbst anzuwenden. Aber ich finde auch, dass ich von den Studierenden selbst viel lernen kann, da sie verschiedene und aktuelle Praxisbeispiele aus ihren Betrieben in die Vorlesung mitbringen. Beide Seiten profitieren unglaublich davon.</p>
<p><strong>Vor Ihrer Zeit als Dozent haben Sie als Projektmanager beim Sparkassenberatungshaus in Hannover gearbeitet. Was waren damals Ihre Aufgaben?</strong></p>
<p>Schlangen: Ich komme beruflich aus dem Finanzdienstleistungsbereich und habe auch im selben Bereich promoviert. Hauptsächlich ging es um Personalmanagementthemen wie Führungskräftetrainings oder leistungsorientierte Vergütung. Weiterhin habe ich Daten erhoben, um Balanced Score Cards in Unternehmen einzuführen. Da nicht alle Daten aus Fragebögen gezogen werden, habe ich persönlich auch Kunden befragt und Maßnahmen evaluiert.</p>
<p><strong>Welches Arbeitsprojekt von Ihren vorherigen Arbeitsstellen ist Ihnen besonders in Erinnerungen geblieben? Was hat es so besonders gemacht?</strong></p>
<p>Schlangen: Ich habe damals ein übergreifendes Projekt mit vielen Sparkassen aus Niedersachsen betreut, bei dem wir eine Online-Beratung eingeführt haben. Ein Beratungsprojekt mit 40 Sparkassen einzuführen, war sehr anspruchsvoll und herausfordernd. Bei dem Projekt hatte ich auf der einen Seite viel Kundenkontakt und auf der anderen Seite hat die Organisation eine große Rolle gespielt. Das Projekt war facettenreich und sehr vielfältig.</p>
<p><strong>Wieso haben Sie sich für die Betriebswirtschaftslehre entschieden? Welches Thema mögen Sie am liebsten?</strong></p>
<p>Schlangen: Ich muss ehrlich sagen, dass ich zu der Betriebswirtschaftslehre auch zufällig gekommen bin, *lacht*. Ich habe nach dem Abitur angefangen Mathematik zu studieren, aber konnte mir mit dem Studieninhalt nicht vorstellen, was ich damit später anfangen kann. Mich hat die Praktikabilität und die Anwendung der Modelle überzeugt, zu der Betriebswirtschaftslehre zu wechseln. Es ist in der Betriebswirtschaftslehre möglich, anwendungsorientierte Konzepte schnell in Unternehmen umzusetzen. Das ist sowohl für die Studierenden als auch die Betriebe hilfreich.</p>
<p>Ein Schwerpunkt meiner Tätigkeit liegt im Personalbereich, aber mir gefällt auch die Verschiedenartigkeit der Problemstellung, mit denen mich die dual Studierenden konfrontieren. Hier finde ich die Diskussionen mit den Studierenden höchst interessant, besonders, wenn man nicht immer eine vorgefertigte Antwort im Kopf hat und sich darauf einlässt.</p>
<p><strong>Wie gefällt Ihnen die Arbeit mit den Studierenden an der Hochschule?</strong></p>
<p>Schlangen: Mir gefällt es sehr gut, aber ich finde es auch gleichzeitig sehr herausfordernd. In der Lehre kommt es vor, dass die Studierenden mit den unterschiedlichsten betrieblichen Hintergründen vor einem sitzen und man beispielsweise mit dem internationalen Key-Account-Management konfrontiert wird. Die Fragen der Studierenden sind dann teilweise sehr tief gängig, was mich dementsprechend fordert.</p>
<p><strong>Welcher Moment ist Ihnen in Ihrer Zeit als Dozent am IDS am meisten in Erinnerungen geblieben?</strong></p>
<p>Schlangen: Das sind zwei Momente. Ich kann mich noch gut daran erinnern, als mich Herr Arens-Fischer gefragt hat für den dualen Bereich tätig zu werden. Zu dem Zeitpunkt habe ich erst zwei Jahre an der Hochschule gelehrt und noch kaum Erfahrung als Dozent besessen. Ich habe mich damals gefragt, ob ich die dual Studierenden überhaupt unterrichten kann. Rückblickend hat mich die Entscheidung genau in die richtige Richtung gelenkt.</p>
<p>Und der zweite Moment war, als die Projektleiterin der Hochschule auf mich zukam und mich für eine Gastprofessur in China ansprach. Damals suchten sie einen Lehrenden für das Personalmanagement in Shanghai und ich habe mir wieder die Frage gestellt, ob ich das kann. Ich hatte zwar schon Erfahrung durch mein Studium „Internationales Management“ und habe in China bereits gearbeitet, aber wurde hier nochmal ins kalte Wasser geworfen. Wenn Sie mich vor 10 Jahren gefragt hätten, hätte ich niemals gedacht, dass ich mich zum einen auf dual Studierende konzentrieren und zum anderen gleichzeitig die Möglichkeit wahrnehme, interkulturell mit chinesischen Studierenden zusammenzuarbeiten.</p>
<p><strong>Können Sie den Studierenden einen Einblick in Ihre Gastprofessur geben?</strong></p>
<p>Schlangen: Ich bin zutage immer noch in meiner Gastprofessur in China tätig und betreue dort auch Bachelorarbeiten. Vor Corona bin ich für die entsprechenden Vorlesungen und Bachelorprüfungen vor Ort gewesen. Im Moment läuft die Lehre online weiter und ich unterrichte auf Englisch und Deutsch. Leider spreche ich kein chinesisch.&nbsp;&nbsp;</p>
<p><strong>Da haben Sie eine gute Überleitung vorgegeben. Welche Sprache würden Sie gerne sprechen?</strong></p>
<p>Schlangen: Tatsächlich chinesisch. Ich kann ein bisschen Zählen, aber ich verwechsle immer “bezahlen” und “Reis”. Dann muss ich immer gucken, ob ich die Rechnung oder noch ein Schälchen Reis bekomme, *lacht*.</p>
<p><strong>Wie verbringen Sie Ihre Freizeit?</strong></p>
<p>Schlangen: Am liebsten mit meiner Familie. Letztens war ich im Ski-Urlaub mit meiner Tochter und das hat viel Spaß gemacht. Ansonsten spiele ich wöchentlich Tennis und grille sehr gerne.</p>
<p><strong>Welches Buch sollten die Studierenden unbedingt gelesen haben?</strong></p>
<p>Schlangen: Aktuell habe ich „Lichtblick statt Blackout“ von Vince Ebert gelesen. Der Physiker beschäftigt sich kritisch mit dem Umgang der Klimapolitik.</p>
<p><strong>Welche Serie haben Sie zuletzt gesehen?</strong></p>
<p>Schlangen: Ich bin ein Star-Trek Enterprise Fan und habe auf Paramount Plus die neue Serie Star Trek: Strange New Worlds verschlungen.</p>
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                        <pubDate>Mon, 16 Jan 2023 14:55:00 +0100</pubDate>
                        <title>How to: Zeitmanagement</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2023/01/how-to-zeitmanagement/</link>
                        <description>Ein Praxistransferprojekt nach dem anderen, die Klausurenphase rückt näher oder auf der Arbeit stapeln sich die Aufgaben? Statt Nachtschichten einzulegen und Dauergast beim Kaffee-Automaten zu sein, lässt sich der Studien- und Arbeitsalltag durch optimiertes Zeitmanagement erleichtern. Wir verraten drei Tipps für das „perfekte“ Zeitmanagement!</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Ein duales Studium verlangt Studierenden einiges ab. In den Praxisphasen haben die Studierenden haben einen weitgehend geregelten Arbeitsalltag, werden durch ihre Aufgaben zu einem verantwortungstragenden Teil des Kooperationsbetriebs und vertiefen den <a href="/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/theorie-praxis-transfer/">Theorie-Praxis-Transfer</a> durch Praxistransferprojekte (PTPs). Im Wechsel mit diesen Praxisphasensind die dual Studierenden in der Hochschule (Theoriephase). Dort nehmen sie an Vorlesungen teil und schreiben ihre Klausuren. Um alle To-Dos und die Freizeitgestaltung unter einen Hut zu bekommen, gibt es einige Tricks, um sich die Zeitplanung zu erleichtern.</p>
<p><u>1. Die Grundlage für erfolgreiches Zeitmanagement: Der Wochenplan</u></p>
<p>Ein gut durchdachter Wochenplan ist die sicherste Grundlage für gutes Zeitmanagement.</p><ul> 	<li><strong>Tools:</strong> Optimales Zeitmanagement klappt am besten mit den richtigen Werkzeugen. Es ist egal, ob dafür eine reguläre Kalenderapp, einen physischen Kalender oder ein A3-Papier zum Arbeiten oder Planen genutzt wird.</li> 	<li><strong>Überblick:</strong> Gerade, wenn Termine und Aufgaben einen überhäufen, lässt sich schnell der Überblick verlieren. Daraus kann ein Gefühl der Überforderung entstehen. Oft hilft es, alle Termine und Aufgaben mit Fälligkeitsdatum in Ruhe einzutragen und sich einen Überblick zu verschaffen. Durch diesen lässt sich schnell erkennen, wann was erledigt sein soll oder stattfindet. Sinnvoll kann es dabei sein, verschiedene Aufgabencluster in unterschiedlichen Farben zu unterteilen.</li> 	<li><strong>Puffer einbauen:</strong> Wenn Termine von der Arbeit und Aufgaben aus der Hochschule erst einmal festgehalten werden, fällt oft auf, dass doch ein paar Tage Luft dazwischenliegen. Dies kann die „Ich-weiß-nicht-wo-mir-der-Kopf-steht“-Panik lösen und hilft bei der Selbstorganisation. Auch unvorhersehbare Arbeitsbelastungen können durch Pufferzeiten besser bewältigt werden, sodass ein unvorhersehbarer Zwischenfall nicht den ganzen Plan durcheinanderbringt.</li> 	<li><strong>Vorbereitung:</strong> In einem Wochenplan lassen sich schnell freie Zeitfenster überblicken, die bewusst genutzt werden können. Wenn alle festen Termine eingeteilt sind, können restliche Aufgaben wie die Nachbereitung von Vorlesungen oder Hobbys direkt verteilt werden. Dadurch können freie Zeitfenster besser genutzt werden und es entstehen keine unnötigen Leerläufe. Zudem kann man durch das Einteilen und Planen auch beruhigter und entspannter in die Woche starten, da man sich perfekt vorbereitet fühlt.</li> </ul><p><u>2. Effizienz und Priorität</u></p>
<p>Beim Zeitmanagement geht es nicht nur darum Aufgaben zu erledigen, sondern die <em>wichtigen und dringenden</em> Aufgaben zu erledigen. Und das klappt nur, wenn Aufgaben priorisiert und effizient erledigt werden.</p><ul> 	<li><strong>Priorisierung</strong>: Auch, wenn es oft so scheinen mag, das alle Aufgaben dringend und wichtig sind, ist meist doch eine Priorisierung mit Abstufungen möglich. Bei genauem Blick können die Aufgaben nach ihrer faktischen Dringlichkeit priorisiert werden. Oft müssen gar nicht alle To-dos sofort erledigt werden, sondern haben noch ein paar Tage Zeit. In diesem Zuge kann auch festgestellt werden, dass manche Aufgaben erst viel später erledigt werden müssen oder bewusst nach hintern verlegt werden können. So bleibt für alle Aufgaben mehr Zeit und mehr Konzentration. In einem zweiten Step kann dann die Relevanz der jeweiligen Aufgabe bewertet werden. Damit die vorher bestimmte Dringlichkeit nicht den Blick auf die zu bewertende Wichtigkeit trübt, bietet es sich an, dazwischen eine Pause einzulegen und sich erst danach der zweiten Bewertung zu widmen. Anschließend können die Aufgaben bspw. in die Eisenhower Matrix eingeordnet werden.</li> 	<li><strong>Effizienz:</strong> Effiziente Wochenplanung ist eine individuelle Angelegenheit, da es hierbei darauf ankommt, selbst zu überlegen, <u>wann</u> Aufgaben am besten erledigt werden können. In der Zeitplanung sollten drei Überlegungen bedacht werden: 	<ul> 		<li>Aufgabenzeit richtig einschätzen. 		<ul> 			<li>Beispiel 1: Wenn bereits bewusst ist, dass bei einem bestimmten Veranstaltungsmodul Schwierigkeiten bestehen, dann hilft es, sich etwas mehr Zeit beim Vor- oder Nachbereiten einzuplanen. Das kann vorzeitigen Unterbrechungen des Workflows entgegenwirken und den Stress kurz vor der Prüfung oder Abgabe reduzieren.</li> 		</ul> 		</li> 		<li>Aufgaben nach Wochentagen planen. 		<ul> 			<li>Beispiel 2: Wer sich freitags kaum noch auf die Aufgaben konzentrieren kann, weil die Vorfreude für das Wochenende zu groß ist, sollte sich aufwendigere Aufgaben eher für den Anfang der Woche einteilen. Indem besonders zeitaufwendige oder schwierige Aufgaben am Montag bereits abgearbeitet werden, wird ebenfalls die Hürde des Prokrastinierens direkt am Anfang gemeistert und die restlichen Aufgaben können entspannt im Laufe der Woche erledigt werden.</li> 		</ul> 		</li> 		<li>Aufgaben nach Tageszeiten planen. 		<ul> 			<li>Beispiel 3: Auch der natürliche Biorhythmus kann bei der Aufgabeneinteilung eine besondere Rolle spielen. Wer morgens noch etwas Zeit zum wach werden braucht, sollte die Lerneinheiten lieber auf den Nachmittag oder Abend legen. Die Zeit morgens kann stattdessen für körperliche Aufgaben wie Aufräumen, Sport oder den Wocheneinkauf genutzt werden.</li> 		</ul> 		</li> 		<li>Aufgaben mit Ritualen verbinden. 		<ul> 			<li>Beispiel 4: Durch die Praxisphasen haben dual Studierende nicht immer die Möglichkeiten, sich bei Aufgaben für die Hochschule nach bevorzugten Tageszeiten zu richten. Für diesen Übergang kann es helfen, sich nach Ritualen zu richten. Manchmal kann dual Studierenden der Umschwung von Arbeit zum Lernen schwerfallen. Um sich besser in bevorstehende Aufgaben oder Lernsessions einstellen zu können, kann es helfen, wiederkehrende Rituale einzuführen und dadurch eine Verbindlichkeit herzustellen. Das kann eine Tasse Kaffee auf dem Sofa sein, bevor man sich ans Lernen setzt oder ein wiederkehrender Ort wie der Schreibtisch, wo nur gelernt oder gearbeitet wird, aber nicht gegessen.</li> 		</ul> 		</li> 	</ul> 	</li> </ul><p><u>3. FreiZEIT einplanen</u></p>
<p>Freizeit ist wichtig, um effizient und effektiv andere Aufgaben erledigen zu können. Wer die innere Batterie nicht zu 100% auflädt, kann schwer 100% im Studium oder bei der Arbeit leisten. Deshalb sollte die freie Zeit bei der Wochenplanung priorisiert und immer mit eingeplant werden. Wer die morgendliche Joggingrunde, gemeinsame Abendessen mit Freund*innen oder den faulen Sonntag nicht missen möchte, sollte diese bewusst einplanen. Und vor allem: <u>bewusst genießen.</u> Für das bewusste Genießen und Entspannen der freien Zeit kann vor allem die Gewissheit, seine Zeit und Aufgaben bereits vorher sorgfältig eingeplant zu haben, helfen.</p>
<p>Unser 4. (Geheim-)Tipp: Ein Workshop zum Zeitmanagement. Die Studierendenberatung steht den Studierenden bei allen Herausforderungen des dualen Studiums zur Seite und bietet ab Februar wieder Veranstaltungen an, um das duale Studium möglichst reibungslos und sorgenfrei zu gestalten.</p>
<p>Für weitere Informationen zu dem Zeitmanagement-Workshop können sich interessierte Studierende bei der<a href="https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/#c29715" target="_blank"> Studierendenbetreuung</a> melden, um Hilfestellung bei der Priorisierung von Aufgaben oder bei der Gestaltung von Lern- und Arbeitstechniken zu erhalten.</p>
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                        <pubDate>Mon, 09 Jan 2023 13:56:00 +0100</pubDate>
                        <title>Gastbeitrag: Meine Praxisphase in Berlin </title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2023/01/gastbeitrag-meine-praxisphase-in-berlin/</link>
                        <description>Janina Räker studiert Betriebswirtschaftslehre dual am Campus Lingen in Kooperation mit dem Süßwarenhersteller August Storck KG. Im Gastbeitrag berichtet sie über ihre Praxispha-se in Berlin, welche Bedenken sie hatte und wie sie sich durch diese Erfahrung persönlich weiterentwickeln konnte.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p class="MsoPlainText">Hi, ich bin Janina und studiere dual BWL am Campus Lingen. Mein Studium ist im Blockmodell organisiert, das heißt, dass ich etwa alle drei Monate zwischen Theorie- und Praxisphasen wechsle. Die Theo­riephasen finden immer am Campus Lingen statt. Die Praxisphasen können jedoch variieren. Überwiegend finden sie an der Produktions­stätte in Halle (Westf.) statt. Dort durchlaufe ich bei jedem Wechsel eine andere Abteilung, um einen Gesamtüberblick über die verschiedenen Bereiche zu bekommen und herauszufinden, in welchem Bereich ich nach meinem dualen Studium gerne arbeiten möchte.</p>
<p class="MsoPlainText">Die letzte Praxisphase war für mich allerdings besonders, da ich zum ersten Mal an unserem Standort in Berlin eingesetzt war. Dieser Einsatz ermöglicht uns dual Studierenden und Azubis Einblicke in den Vertriebs- und / oder Marketingbereich des Unternehmens. Meine dortige Einsatzabteilung deckte eine Mischung aus Marketing und Projektmanagement ab. Die Besonderheit hierbei ist, dass die Auftraggeber aus den Bereichen des nationalen und des internationalen Marketings vereint sind. Das bedeutet, dass sowohl Projekte und Prozesse in Deutschland als auch in den inter­nationalen Landesgesellschaften betrachtet werden. Dadurch habe ich an Meetings mit ausländischen Kolleg*innen teilnehmen dürfen, vieles über die Hintergründe der verschiedenen Produkte lernen und eigenständig an produktbezogenen Projekten mitarbeiten können.</p>
<p class="MsoPlainText">Anfangs habe ich mir viele Gedanken gemacht, dass ich nun alleine in Berlin arbeite und lebe. Zwar waren noch eine weitere duale Studentin und vier Industriekaufleute aus Halle gleichzeitig mit mir am Standort in Berlin eingesetzt, jedoch war es für mich ein ganz anderes Gefühl, aus der gewohnten Umgebung raus in eine Millionenstadt zu ziehen. Meine anfänglichen Bedenken haben sich aber schnell gelegt und ich habe mich super in Berlin einleben können. Es war total spannend in einer Stadt mit so viel Diversität leben und arbeiten zu dürfen. So habe ich die Stadt ganz anders erlebt, als ich sie mir vorgestellt habe. Die vielen verschiedenen Sprachen, das lebendige Treiben und manchmal auch das planlose Herumlaufen, die meist überfüllten U-Bahnen / Trams etc. und ich selbst mitten drin. Insbesondere die vielen Insidertipps von meinen Arbeitskolleg*innen haben mich noch einmal eine ganz andere Seite von Berlin sehen und erleben lassen. Ich glaube nicht, dass ich vorher auf die Idee gekommen wäre, das RAW-Gelände zu besichtigen und in der sog. Teledisko Spaß zu haben.</p>
<p class="MsoPlainText">Durch dieses dreimonatige Erlebnis habe ich nicht nur meinen intellektuellen Horizont durch die Arbeit und kulturellen Erlebnisse wie Museumsbesuche erweitern können, sondern auch meine Persönlichkeit weiter ausgeprägt. In dieser Zeit habe ich gelernt, wie ich mich alleine in einer fremden Stadt zurechtfinden kann. Ich habe besonders mitnehmen können, wie schön es ist, selbst zu merken, dass ich mich weiterentwickelt habe.</p>
<p class="MsoPlainText">Ich kann nur jeder Person raten eine solche Möglichkeit zu nutzen, wenn der Kooperationsbetrieb Standorte in anderen Städten hat und auch aktiv danach zu fragen. Es war eine unfassbar schöne Zeit, die mir immer in Erinnerung bleiben wird und eine tiefere Verbindung zum Unternehmen aufgebaut hat.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Mon, 02 Jan 2023 09:38:04 +0100</pubDate>
                        <title>Ein Blick in die Zukunft – Mit einem dualen Master baut sich Dennis Tegeder berufliche Perspektiven auf</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2023/01/ein-blick-in-die-zukunft-mit-einem-dualen-master-baut-sich-dennis-tegeder-berufliche-perspektiven-au/</link>
                        <description>Mit den Abschlüssen von zwei berufsintegrierenden Studiengängen in der Tasche blickt Dennis Tegeder in die Zukunft. Im Interview berichtet er über seine Erfahrungen aus dem dualen Studium, seiner aktuellen Tätigkeit beim Bauunternehmen Hofschröer und seinen Zukunftsvorstellunge</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Nach seiner schulischen Ausbildung zum Technischen Assistenten für Informatik entschied sich Tegeder zunächst für eine duale Ausbildung zum Industriekaufmann. Danach folgten das duale (berufsintegrierende) Bachelorstudium&nbsp;<strong>Management betrieblicher Systeme - Betriebswirtschaftslehre</strong> und das berufsintegrierende Masterstudium&nbsp;<strong>Führung und Organisation </strong>in der Studienrichtung Wirtschaftsinformatik.<strong> </strong>Während seines dualen Studiums, das er auch bei seinem jetzigen Arbeitgeber absolviert hat, war Tegeder hauptsächlich im Bereich des Controllings tätig und beschäftigte sich dort vorwiegend mit dem Reporting.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p class="paragraph"><strong>Aus welchen Gründen haben Sie sich für ein duales Masterstudium am Campus Lingen entschieden? </strong></p>
<p class="paragraph">Tegeder: Nach meinem Bachelorabschluss fühlte ich mich noch nicht am Ende meiner wissenschaftlichen Ausbildung angekommen. Mir ist klargeworden, dass ich mich fachlich noch weiter professionalisieren wollte. Über die Webseite des IDS bin ich auf das Angebot des dualen Masters gestoßen und habe mich bei der Studienberatung informiert. Mein Arbeitgeber hat die Idee gleich unterstützt. Die Inhalte des dualen Masterstudiengangs <a href="https://www.hs-osnabrueck.de/studium/studienangebot/master/fuehrung-und-organisation-ma-dual-standort-lingen-ems" target="https://www.hs-osnabrueck.de/studium/studienangebot/master/fuehrung-und-organisation-ma-dual-standort-lingen-ems">Führung und Organisation</a> mit der Studienrichtung Wirtschaftsinformatik passten perfekt zu mir.&nbsp;</p>
<p class="paragraph">&nbsp;</p>
<p class="paragraph"><strong>War die Wahl Ihrer Studienrichtung „Wirtschaftsinformatik“ ein großer Nutzen für Ihre berufliche Zukunft?</strong><strong>&nbsp;</strong></p>
<p class="paragraph">Tegeder: Auf jeden Fall, denn ich bekam unter anderem einen fundierten Einblick in die Themenfelder der Datenanalytik und Formen der Künstlichen Intelligenz (KI). Daraus konnte ich wichtige Inhalte mitnehmen und in meinem jetzigen Arbeitsbereich Controlling anwenden. Dort werden die verschiedensten Szenarien mit KI durchgerechnet und die gelernten Modelle aus dem Studium kommen auch zum Einsatz.&nbsp; Die Studienrichtung Wirtschaftsinformatik war ebenfalls Goldwert für mich, da ich mich auch mit den Prozessen der Digitalisierung auseinandergesetzt habe. Generell ist es für mich von enormem Vorteil, dass ich durch die Wahl der Studienrichtung Wirtschaftsinformatik bei technischen Diskussionen mitreden und Prozesse für die Zukunft des Unternehmens mitgestalten kann.</p>
<p class="paragraph">&nbsp;</p>
<p class="paragraph"><strong>Reflexionsorientierte Transferstudien (RTSn), werden dazu genutzt, einen Theorie-Praxis-Transfer von der Hochschule in das Unternehmen zu gewährleisten – Welche Themen haben Sie persönlich als auch beruflich weitergebracht? </strong></p>
<p class="paragraph">Tegeder: Es fing schon mit meiner ersten RTS an. Da habe ich mich mit dem Thema Selbstführung und Führungstechniken beschäftigt. Diese Ausarbeitung war gerade am Anfang sehr sinnvoll, da ich das Thema anschließend auf meinen eigenen beruflichen als auch studentischen Alltag anwenden konnte. Tatsächlich habe ich mich auch zweimal mit dem Themenfeld der KI befasst und versucht Bauprojekt-Ergebnisse zu prognostizieren und mit unterschiedlichen Methoden zu analysieren. Das ist für mich ein sehr spannendes Thema, sodass ich mich auch heute noch damit beschäftige.</p>
<p class="paragraph">&nbsp;</p>
<p class="paragraph"><strong>Der Theorie-Praxis-Transfer ist ein wichtiger Baustein im dualen Masterstudium. Dies haben Sie durch die Anfertigung der RTSn gelernt und genutzt. Machen Sie das heute auch noch so, wenn es ein Problem zu lösen gibt?</strong></p>
<p class="paragraph">Tegeder: Ich nutze die wissenschaftliche Arbeit und die Verbindung von Theorie und Praxis noch genauso, wenn ich vor einem Problem stehe. Es ist für mich schon zu einer Gewohnheit geworden, die ein oder andere Methodik oder Technik bei einem Problem aufzugreifen. Das, was ich im Studium gelernt habe, ist für mich wirklich praxisrelevant – auch in Zukunft. Allerdings vermisse ich persönlich den (digitalen) Zugang zur Hochschulbibliothek.</p>
<p class="paragraph">&nbsp;</p>
<p class="paragraph"><strong>Womit haben Sie sich in Ihrer Masterarbeit beschäftigt</strong><strong> und welchen Nutzen hatte Ihr Unternehmen davon?</strong></p>
<p class="paragraph">Tegeder: Wie bereits erwähnt, arbeite ich im Controlling und mein bisheriger Schwerpunkt lag im Reporting. Die Hauptaufgabe ist daher das Erstellen von Berichten und das Entwickeln von innovativen Dashboard-Lösungen. Was mir jedoch ein stückweit für meinen Job gefehlt hatte, war die übergreifende integrierte Finanzplanung. Mein Ziel war es, dieses Themenfeld mit meiner Masterarbeit im Unternehmen voranzubringen. Die Kunst bestand besonders darin, die Chancen und Risiken von Investitions- und Finanzszenarien zu identifizieren, zu bewerten und dann in die Erfolgsplanung zu integrieren. Ich habe dazu Interviews mit Expert*innen im Unternehmen geführt und diese Daten auf Basis eines Modells wissenschaftlich ausgewertet. Das Thema meiner Masterarbeit ist so gut angekommen, dass mein Unternehmen sich dazu entschieden hat, eine digitale Lösung für ein Financial-Performance-Measurement zu etablieren. So hatte die Masterarbeit einen großen Impact und sorgt nun dafür, dass wir noch professioneller planen können.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p class="paragraph"><strong>Welche Vorteile sehen Sie für Kooperationsunternehmen, wenn sie duale Masterstudierende beschäftigen?</strong><strong> </strong></p>
<p class="paragraph">Tegeder: Als ehemaliger Student sehe ich für Unternehmen große Vorteile. Neue Verfahren, Techniken und Methoden aus der Wissenschaft können auf die Unternehmenspraxis übertragen werden. Neben der im dualen Studium üblichen, engen Zusammenarbeit von Hochschule und Betrieb können Studierende aus unterschiedlichen Unternehmen ein Thema aus dem Studium gemeinsam bearbeiten und in der Praxis prüfen.</p>
<p class="paragraph">Das Netzwerk, das sich Studierende im dualen Masterprogramm am Campus Lingen aufbauen, löst eine gute Verbindung zu verschiedensten Branchen und Unternehmen aus. Das war auch für mich sehr wertvoll, da man viel voneinander lernen und auch im Beruf Probleme oder Fragen durch gegenseitige Unterstützung leichter lösen kann. Von diesen Kontakten profitiert auch das Unternehmen.</p>
<p class="paragraph">&nbsp;</p>
<p class="paragraph"><strong>Welchen Rat würden Sie Young Professionals für ihr duales Masterstudium mit auf den Weg geben, damit sie ihren Weg in die Zukunft finden?&nbsp;</strong></p>
<p class="paragraph">Tegeder: Auf jeden Fall gilt, immer an seinen Zielen dranzubleiben und sich von Rückschlägen nicht unterkriegen zu lassen. Man sollte jedes bestandene Modul als einen Erfolg für sich sehen und immer neugierig bleiben. Außerdem ist jede RTS eine Chance, neue Themenfelder für sich selbst, aber auch für sein Unternehmen zu erschließen. Schlussendlich sollte man den Blick fürs große Ganze nicht verlieren und das große Ziel „den Abschluss“ im Auge behalten.</p>
<p class="paragraph">&nbsp;</p>
<p class="paragraph"><strong>Wo sehen Sie sich in fünf Jahren? Welche Ziele und Perspektiven haben Sie für Ihre berufliche Zukunft?</strong><strong>&nbsp;</strong></p>
<p>Tegeder: Erst einmal möchte ich gerne das Controlling in meinem Unternehmen noch weiter voranbringen. Dafür habe ich jetzt das passende Rüstzeug.</p>
<p>Darüber hinaus möchte ich auch gerne mehr Verantwortung übernehmen und langfristig in eine Leitungsposition hineinwachsen. Ich möchte die Zukunft mitgestalten und bin gerne bereit die dafür notwendige Verantwortung zu übernehmen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Tue, 20 Dec 2022 14:30:38 +0100</pubDate>
                        <title>Ein Blick hinter die Kulissen mit Katrin Dinkelborg-Ripperda</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2022/12/ein-blick-hinter-die-kulissen-mit-katrin-dinkelborg-ripperda/</link>
                        <description>In unserem Format „Ein Blick hinter die Kulissen mit…“ stellen wir Ihnen einmal im Monat Lehrende oder Mitarbeitende der Hochschule vor, die Sie im Laufe Ihres Studiums am Campus Lingen am Institut für Duale Studiengänge (IDS) oder vorher beim Informationsprozess kennenlernen können. Dieses Mal im Interview: Katrin Dinkelborg-Ripperda.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Katrin Dinkelborg-Ripperda beschreibt sich selbst „als ein Kind des dualen Studiums“. Sie studierte den dualen Bachelorstudiengang Betriebswirtschaftslehre und anschließend Innovationsmanagement. Seit zwölf Jahren ist sie inzwischen fester Teil des IDS, leitet die Studierenden- und Unternehmensbetreuung (StuBe) und arbeitet in der „Forschungsstelle Duales Studium“. Außerdem ist sie die Besitzerin von <a href="https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2022/08/ein-blick-hinter-die-kulissen-mit-winnie/" target="_blank">Winnie</a>, welcher ebenfalls schon Gast dieses Interviewformats war</p>
<p><strong>Warum haben Sie sich am IDS beworben? </strong></p>
<p>Ripperda: Der Weg begann tatsächlich nicht damit, dass ich mich aktiv beworben habe, sondern durch einen Anruf von Herrn Arens-Fischer zur Weihnachtszeit. Er sagte mir, dass eine Stelle frei wäre, für die eine Nachbesetzung gesucht wird und ob ich nicht Lust hätte, mich zu bewerben. Im Januar war das Bewerbungsgespräch und im Februar fing ich auch schon an.</p>
<p><strong>Wie hat sich das IDS über die letzten zwölf Jahre verändert? </strong></p>
<p>Ripperda: Da weiß ich gar nicht, wo ich anfangen soll. Es hat sich sehr viel verändert. Einer meiner ersten Aufgaben bestand darin, zu helfen, die dualen Masterstudiengänge einzuführen. Auch war es unser Ziel die Forschung im und um das duale Studium heraus auszubauen und das Studienangebot nicht nur mit den Masterstudiengängen, sondern auch mit mehr Studienrichtungen und Vertiefungen zu vergrößern, um für Studierende und ihre Partnerunternehmen noch attraktiver zu werden. Es ging also nicht zuletzt auch um Wachstum, um die neu entstandenen Angebote auch zu füllen: 1000 dual Studierende waren das Ziel – von damals 300. Außerdem hatten wir einen zweiten Standort an der Kaiserstraße aufgebaut und es war auch meine Aufgabe, diesen zu beleben. Hinter uns fand der Ausbau der Halle statt. Ich kann mich noch gut daran erinnern, mit Gummistiefeln dort durchgelaufen zu sein.</p>
<p><strong>Haben Sie ein persönliches Lieblingsprojekt aus Ihrer bisherigen Zeit am IDS? Wenn ja, worum ging es und was hat es besonders gemacht?</strong></p>
<p>Ripperda: Ich habe ein Lieblingsprojekt und eine -aufgabe. Ich habe immer gerne Studierende betreut, weil es eine erfüllende Aufgabe ist. Jede*r Studierende ist individuell und jeder Fall ist anders. Deshalb ist es auch eine Lieblingsaufgabe: es gibt nicht immer den „richtigen Rat“ oder die „richtige Lösung“, also etwas, was wir als Beratende immer wiederholen. Wir müssen uns auf jede Person und Situation einzeln einlassen und überlegen, was individuell helfen könnte. Das ist ein gemeinsamer Entwicklungsprozess, denn die Studierenden müssen im Gespräch dann abwägen, was möglich erscheint und was nicht. Unsere Beratung ist darauf ausgerichtet, Studierende in ihrer Entwicklung zu unterstützen. Wichtig ist mir, die Studierenden zu befähigen, dass sie ihre Herausforderungen und Situationen selbst richtig einschätzen und dann eigene Lösungen finden können. Das bringt den Studierenden für ihre weitere Entwicklung am meisten. Wenn wir im oder nach dem Studium Feedback von den Studierenden erhalten, dass unsere Ratschläge und unsere Beratung ihnen geholfen haben, dann war und ist das immer das allergrößte für mich. Das verbindet einander nachhaltig. Bis heute habe ich noch viel Kontakt zu ehemaligen Studierenden, die ich beraten habe.</p>
<p>Mein Lieblingsprojekt ist das Forschungsprojekt „ID3AS“, welches wir 2016 gewonnen haben. Das war ein grenzübergreifendes Projekt zu Sensortechnologien. Das gefiel mir besonders, weil ich an der deutsch-niederländischen Grenze aufgewachsen bin und beide Sprachen fließend spreche. Als ich nach Lingen gezogen bin, hatte ich diesen Bezug verloren, aber durch das Projekt konnte ich diesen wieder herstellen. Die Entwicklung neuer Technologien ist das, was mich am meisten fasziniert und auch Teil des Innovationsmanagements ist. Einer meiner Arbeits- und Forschungsschwerpunkte ist auch, wie Innovationen ausgelöst werden und man sie erfolgreich in Organisationen umsetzt. Damit das gelingt, müssen sich meist zwei Beteiligte verändern: die Mitarbeitenden, aber auch die Organisation selbst.</p>
<p><strong>An welchem Projekt arbeiten Sie aktuell? Können Sie dieses den Leser*innen näherbringen?</strong></p>
<p>Ripperda: Durch meine zwei Arbeitsstellen habe ich aktuell zwei verschiedene Projekte. Im Rahmen meiner Tätigkeit in der Forschungsstelle bin ich verantwortlich für unsere <a href="https://www.hs-osnabrueck.de/forschungsstelle-duales-studium/" target="_blank">deutschlandweite Systemstudie zum Dualen Studium</a>. Hier erforsche ich das Duale Studium zusammen mit allen drei Gruppen, also dual Studierenden, Hochschulen und Unternehmen. Wir erheben Daten von den unterschiedlichsten dualen Studiengängen in ganz Deutschland. Das ist super interessant, weil man durch den Vergleich dieser drei Zielgruppen sehen kann, wo das Duale Studium noch weiterentwickelt werden kann.</p>
<p>In der StuBe erstellen wir aktuell ein Beratungsportfolio, das die Vielfalt unserer Beratung transparenter macht: Es sollen Angebote in Präsenz und virtuelle Einheiten, Einzel- und Gruppenformate, sowie Informations- und Beratungsangebote in einer Übersicht strukturierter dargestellt werden. &nbsp;Wir erhoffen uns davon, dass sich unsere Studierenden so eine bessere Übersicht verschaffen und sich bedarfsorientiert daran bedienen können. Durch die Struktur des Portfolios können die Studierenden also selbst feststellen, wo sie Beratungsbedarf haben und auf der Basis können sie dann Beratungsleistungen in Anspruch nehmen, die sie wollen und brauchen.</p>
<p><strong>Wie sieht Ihr Arbeitsalltag aus und welche Aufgaben kommen auf Sie zu?</strong></p>
<p>Ripperda: Das Schönste ist, dass ich eigentlich gar keinen festen Arbeitsalltag habe. Ich arbeite an verschiedenen Tagen an unterschiedlichen Projekten. Bei mir ist kein Tag wie der andere und das mag ich besonders.</p>
<p><strong>Was gefällt Ihnen am Konzept des dualen Studiums besonders?</strong></p>
<p>Ripperda: Ich halte das duale Studium für nachhaltig attraktiv, weil sich dual Studierende durch den Lernort Hochschule wissenschaftlich qualifizieren und durch den Lernort Betrieb den Vorteil haben, diese Lerninhalte an der Praxis zu spiegeln. Diese Verbindung von Wissenschaft und Praxis und die damit einhergehenden, breiteren Reflexionsmöglichkeiten unterstützen meines Erachtens eine persönliche wie fachliche Weiterentwicklung der Studierenden am intensivsten.</p>
<p><strong>Wie würden Sie das IDS in zwei Worten beschreiben?</strong></p>
<p>Ripperda: Ehrgeizig und persönlich!</p>
<p><strong>Welcher Moment ist Ihnen aus Ihrer Zeit am IDS besonders in Gedanken geblieben?</strong></p>
<p>Ripperda: Einen Moment auszusuchen ist sehr schwierig, da ich unzählige Erinnerungen an viele Studierende habe. Besonders in Erinnerung ist mir die Beratung einer Person geblieben, die schon seit jungen Jahren an Belastungsdepressionen erkrankt war. Im vierten Semester hat sie sich mir anvertraut, weil sie einen Prüfungsstau hatte. Zuerst war ich überrascht, dass sie sich in ein Studienformat begeben hat, welches für herausfordernde Phasen bekannt ist. Nach ein paar Tagen ist mir bewusst geworden, dass ich diese Entscheidung bewundernswert finde: die Person hatte sich von ihrer Krankheit nicht vom dualen Studium abhalten lassen und entschieden, daran zu wachsen. Ihr Bewusstsein über die eigenen Fähigkeiten und auch Grenzen hat mich beeindruckt. Ich war sehr berührt, als die Person das Studium erfolgreich abschloss. Sie hat mir abends bei der Abschiedsfeier etwas Selbstgebasteltes geschenkt, was ich bis heute in Ehren halte. Für mich persönlich habe ich aus diesem Fall gelernt, wie wichtig Zuhören und Verstehen der individuellen Situation in der Rolle als Beraterin ist und dass diese beiden Fähigkeiten bei guter Beratung einen großen Anteil im Gespräch haben müssen. Wir haben schließlich nie ein vollständiges Bild unserer Studierenden, die in die Beratung kommen, sondern immer nur einen Auszug. Entsprechend sensibel muss Beratung erfolgen.</p>
<p><strong>Was war Ihr Highlight dieser Woche?</strong></p>
<p>Ripperda: Das war ein Gespräch mit einer Kollegin. Wir sind im Team sehr eng im Kontakt und beraten uns kollegial regelmäßig. Sie hat mich persönlich um einen Rat gefragt und mich darum gebeten, nicht als Kollegin, sondern zuerst als Mentorin auf diese Frage zu antworten. Es ist schön, dass wir uns auch innerhalb unseres Teams immer um Rat fragen und beraten können. Das setzt Vertrauen voraus, das nicht selbstverständlich ist.</p>
<p><strong>Welche Charaktereigenschaften schätzen Ihre Mitmenschen besonders an Ihnen?</strong></p>
<p>Ripperda: Ehrlichkeit, Flexibilität und mein Fachwissen über das Duale Studium.</p>
<p><strong>Welches Buch konnten Sie das letzte Mal nicht mehr aus der Hand legen?</strong></p>
<p>Ripperda: Das Buch war von Natalie Amiri und heißt „Zwischen den Welten: Von Macht und Ohnmacht im Iran“.</p>
<p><strong>Welchen Podcast hören Sie am liebsten?</strong></p>
<p>Ripperda: Ich bin ein Podcast-Freak! „Das Politikteil“ von der Zeit und „Bauerfeind + Kuttner“ höre ich immer gerne. Ansonsten „Toast Hawaii“!</p>
<p><strong>Was darf im Kühlschrank nie fehlen?</strong></p>
<p>Ripperda: Hafermilch, Beeren und Quark für Winnie.</p>
<p><strong>Was sind Ihre Hobbys?</strong></p>
<p>Ripperda: Ich sitze einen Großteil meiner Woche im Garten, wo ich Gemüse und Obst anbaue. Außerdem dekoriere ich mit Vorliebe mein Haus. Aktuell sitze ich an einem Adventskranz passend zur Weihnachtszeit. In meiner Freizeit bin ich sehr kreativ unterwegs. Ich plotte auch gerne und bastle alles Mögliche: ob Deko, Karten oder Hundehalsbänder. &nbsp;Kreativ sein hilft mir abzuschalten.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Mon, 12 Dec 2022 11:00:00 +0100</pubDate>
                        <title>Stefan Hagmann: Die digitale Transformation aktiv mitgestalten</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2022/12/die-digitale-transformation-aktiv-mitgestalten/</link>
                        <description>Im Job von Absolvent Stefan Hagmann dreht sich alles um das Thema Digitalisierung. Den Grundstein für seine Karriere legte er zunächst mit einem dualen Bachelor- und dann weiterführend Masterstudium. Im Interview berichtet Hagmann, welche Kenntnisse aus dem dualen, berufsintegrierenden Studium ihm dabei helfen, Herausforderungen im Arbeitsalltag erfolgreich zu meistern.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Ob digitale Vertriebsunterstützung, Kundenplattformen oder Shopsysteme; in seiner Tätigkeit als Digital Sales Developer gestaltet Stefan Hagmann den digitalen Wandel bei dem Landtechnikhersteller Amazonen-Werke H. Dreyer SE &amp; Co. KG aktiv mit. Begonnen hat<strong> </strong>er seine Karriere bei Amazone 2015 mit dem dualen Bachelorstudium Wirtschaftsingenieurwesen. Im Anschluss ging es mit dem berufsintegrierenden Masterstudiengang Technologieanalyse, -engineering und -management in die Verlängerung, den er als Jahrgangsbester abschloss.</p>
<p><strong>Sie haben sowohl den Bachelor als auch den Master dual bei Amazone absolviert. Wieso haben Sie sich zu Beginn für ein duales Bachelorstudium beim IDS entschieden?</strong></p>
<p>Hagmann: Mich haben die dualen Studiengänge sehr interessiert; vor allem der Verbund aus Theorie und Praxis. Deshalb habe ich mir aktiv die kooperierenden Unternehmen des IDS angeschaut. Da ich auf einem landwirtschaftlichen Betrieb groß geworden bin, sind mir insbesondere die Unternehmen aus der Agrarbranche aufgefallen, unter anderem auch Amazone. Im Assessment Center und Bewerbungsgespräch habe ich direkt gemerkt, dass das Unternehmen sehr gut zu mir und meinen Vorstellungen passt. Umso glücklicher war ich, als ich die Zusage erhalten habe.</p>
<p><strong>Wie hat sich das duale Bachelorstudium bei Amazone gestaltet?</strong></p>
<p>Hagmann: Die dual Studierenden durchlaufen verschiedene Abteilungen des Unternehmens und lernen so die unterschiedlichsten Fachbereiche kennen. Gerade im Studiengang <a href="/wirtschaftsingenieurwesen-beng-dual-standort-lingen-ems/">Wirtschaftsingenieurwesen</a><em> </em>ist das Themenfeld sehr breit gefächert: Vom Qualitätswesen über das Produktmarketing und den Vertrieb habe ich einige Abteilungen gesehen. Auf diese Weise konnte ich das Unternehmen deutlich besser kennenlernen und verstehen.&nbsp;</p>
<p><strong>Woher kam der Impuls, den dualen Master in <a href="/studium/studienangebot/master/technologieanalyse-engineering-und-management-meng-dual-standort-lingen-ems/">Technologieanalyse, -engineering und -management </a>noch anzuschließen?</strong></p>
<p>Hagmann: Gegen Ende des Bachelorstudiums setzt man sich im Unternehmen zusammen und lotet aus, wie sich die berufliche Zukunft gestalten soll. Ich habe vor allem die Bereiche Marketing und Vertrieb für mich entdeckt und wollte daher gerne weiter bei Amazone arbeiten, aber eben auch den Master machen. Damals war eine Stelle als Customer-Relation-Management (CRM) Manager ausgeschrieben, um ein neues CRM-System im Unternehmen einzuführen. Das hat sich für mich angeboten, sodass ich nach meinem Bachelor auf internationaler Ebene das CRM-System ausgerollt habe. Dadurch bin ich viel tiefer als erwartet in Themen wie digitale Kundenportale und Customer Journey eingestiegen, sodass ich meinen Verantwortungsbereich während des Masterstudiums auch kontinuierlich erweitern konnte.</p>
<p><strong>War Ihre Berufstätigkeit denn immer gut mit dem dualen Studium vereinbar?</strong></p>
<p>Hagmann: Im Bachelorstudium sind die Praxis- und Theoriephase deutlich stärker voneinander getrennt als im Master. Da kann man sich in der jeweiligen Phase auch zu 100&nbsp;% auf die Theorie oder die Tätigkeit im Unternehmen konzentrieren. Das war super zu vereinbaren. Im Master hat sich das anders gestaltet. Das Studium war viel mehr auf den Beruf ausgerichtet. Ich habe vierzig Stunden in der Woche gearbeitet und eher „nebenbei“ studiert. Der Master zeichnete sich zudem durch eine viel stärkere Verschmelzung von Theorie und Praxis aus, die auch zielgerichteter war, da die Projekte in Form der <a href="https://www.hs-osnabrueck.de/partner-dual/pruefungsformen-des-theorie-praxis-transfers/reflexionsorientierte-transferstudie/" target="_blank">Reflexionsorientierten Transferstudien (RTS)</a> stärker auf meine Tätigkeit bei Amazone ausgerichtet waren.&nbsp;</p>
<p><strong>Hatten Ihre Vorgesetzten Verständnis für Ihre Studienprojekte und wurde Ihre Transferleistung auch gewürdigt?</strong></p>
<p>Hagmann: Ja, auf jeden Fall. Man braucht den Vorgesetzten jedoch keine zwanzigseitige wissenschaftliche Arbeit in die Hand drücken, sondern sollte die Ergebnisse betriebsgerecht aufbereiten, sodass sie auch im stressigen Arbeitsalltag schnell zu erfassen sind. Ich habe die RTSn zudem für Themen genutzt, mit denen ich mich sonst aus zeitlichen Gründen nicht so im Detail beschäftigt hätte. Die Erkenntnisse konnte ich dann sehr gut im Unternehmen anbringen und auch für meine Argumentationen nutzen.</p>
<p><strong>Wie sieht Ihr jetziger Arbeitsalltag im Digital Sales Development aus? Was sind Ihre Aufgabenschwerpunkte?</strong></p>
<p>Hagmann: Im Moment führen wir im Endkundenbereich das Portal „myAMAZONE“ ein. Meine Aufgabe ist es, das Portal zu internationalisieren, das heißt Kontakt zu unseren internationalen Vertriebsgesellschaften, -partner*innen und Importeur*innen aufzunehmen und das Thema zu platzieren. Ich unterstütze bei Fragen und bin in die Weiterentwicklung des Portals involviert. Daneben darf ich meine anderen Projekte natürlich nicht aus den Augen verlieren wie z.&nbsp;B. die Payment-Abwicklung. Zusammengefasst ist es viel Projektarbeit, Koordination mit unseren Vertriebspartnern und letztlich der Austausch mit der IT und externen Dienstleistern, um alle Digitalisierungsprojekte gemäß bestehender Anforderungen zu realisieren.</p>
<p><strong>Was macht Ihnen am meisten Spaß an Ihrer Arbeit?</strong></p>
<p>Hagmann: Am meisten Spaß macht es, wenn man merkt, dass es richtig vorwärtsgeht. Es ist schön zu sehen, wenn die Entwickler*innen eine super Arbeit leisten, das Team funktioniert und Anforderungen innerhalb von einer Woche umgesetzt werden. Was mir auch sehr viel Freude bereitet, ist der internationale Austausch. Ich finde es immer spannend, mit den internationalen Vertriebspartnern zu sprechen, aber auch verschiedene Vertriebsstandorte zu besuchen, sich die Strukturen vor Ort anzuschauen und den Kolleg*innen bei Digitalisierungsthemen zur Seite zu stehen.</p>
<p><strong>Welche Herausforderungen begegnen Ihnen hingegen im Arbeitsalltag?</strong></p>
<p>Hagmann: Es ist eine Herausforderung, den ganzen Workload zu organisieren und Projekte neben einem vollen Tagesgeschäft zu priorisieren. Zudem stehe ich auch mal vor Aufgaben, für die ich nicht direkt eine Lösung parat habe, sondern mir diese Schritt für Schritt erarbeiten muss. Zuletzt die Internationalisierung, die mir einerseits sehr viel Freude bereitet, aber eben auch herausfordernd sein kann. Die Länder haben verschiedene Vertriebsebenen und -strukturen und manchmal bestehen auch sprachliche Barrieren.</p>
<p><strong>Gibt es Skills aus Ihrer Studienzeit, die Ihnen helfen, mit Herausforderungen umzugehen?</strong></p>
<p>Hagmann: Auf jeden Fall das methodische Handwerkszeug aus dem dualen Studium. Das hat man im Bachelor schon recht gut gelernt, aber im Master nochmal perfekt vertieft. Im Prinzip geht es darum, dass es für Probleme im beruflichen Alltag nicht immer direkt Lösungsstrategien gibt. Man wird vor eine Herausforderung gestellt, hat im ersten Moment keine Ahnung, wie man damit umgehen soll, aber die Fähigkeit, selbstständig eine Methodik zu entwickeln, um eine Lösung zu erarbeiten.</p>
<p><strong>Können Sie Ihr methodisches Wissen auch an die aktuellen dual Studierenden bei Amazone weitergeben?</strong></p>
<p>Hagmann: Mein Arbeitsbereich ist in der Abteilungsrotation der dual Studierenden integriert. Deswegen sitzen diese auch bei mir und unterstützen mich in meinen Aufgaben. Häufig erhalte ich Anfragen für Abschlussarbeiten und Projektstudien, was sich darin begründet, dass ich das duale Studiensystem sehr gut verstehe, aber auch noch viele offene Fragen bestehen, wie wir uns in der Digitalisierung weiterentwickeln. Letztendlich profitieren beide Seiten, ich bekomme Forschungsinput und gleichzeitig kann ich meine Erfahrungen aus dem dualen Studium weitergeben.</p>
<p><strong>Wenn Sie mit den dual Studierenden zusammenarbeiten, was ist Ihr persönlicher Ratschlag an sie?</strong></p>
<p>Hagmann: Mein Ratschlag ist es immer, sich Themen auszusuchen, an denen man wirklich Spaß hat. Wenn man für ein Thema brennt, dann kommt der Rest von allein, dann hat man auch mal Bock, eine extra Stunde zu machen. Ich will auch nicht sagen, dass eine Bachelorarbeit in jedem Fall Spaß machen muss, aber das Thema muss passen.&nbsp;</p>
<p><strong>Können Sie abschließend die drei größten Vorteile des dualen Studiums benennen?</strong></p>
<p>Hagmann: Die Vereinbarkeit von Beruf und Studium war für mich ein riesiger Vorteil. Das hat sich im Nachhinein als sehr hilfreich erwiesen, weil man im Berufsleben bereits Fuß gefasst hat. Zudem ist der Transfer der Theorie in die Praxis sehr gewinnbringend. Häufig hört man Leute sagen: „Das, was ich im Studium gelernt habe, ist schön und gut, aber brauche ich jetzt im Berufsalltag nicht mehr." Das kann ich gar nicht so recht glauben. Ich habe eher das Gefühl, dass denen die Methodik fehlt, die Inhalte auch wirklich anzuwenden. Dazu muss ich sagen, dass mein Studium sehr methodisch aufgebaut war. Es wurde ein starker Fokus auf die Problemlösungsfähigkeit gelegt und das kommt mir jetzt zugute.</p>
<p><strong>Würden Sie sich rückblickend wieder für ein duales Studium entscheiden?</strong></p>
<p>Hagmann: Ich hätte es genauso wieder gemacht. Das liegt auch daran, dass ich mit Amazone wirklich einen guten Partner hatte, die mich immer unterstützt und mir die notwendige Freiheit gegeben haben. Ich bin in meiner aktuellen Tätigkeit sehr zufrieden. Mir macht mein Job Spaß und ich kann viel bewegen. Das duale Studium hat mich gut darauf vorbereitet.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Mon, 05 Dec 2022 10:24:00 +0100</pubDate>
                        <title>Start ins duale Studium: Von Beginn an Verantwortung für eigene Projekte </title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2022/12/start-ins-duale-studium-von-beginn-an-verantwortung-fuer-eigene-projekte/</link>
                        <description>Lea Reekers und Marten Deters starteten in das erste Semester ihres dualen Bachelorstudiums mit einer Praxisphase bei ihren Kooperationsunternehmen FUCHS und GE Renewable Energy. Im Interview berichten sie von ihren individuellen Erfahrungen beim Einstieg in die betriebliche Praxis.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Ob Gewürzherstellung oder Planung und Installation von Windkraftanlagen: Die beiden dual Studierenden hatten bereits in den ersten Wochen in ihren Betrieben die Möglichkeit, eigene Projekte zu koordinieren und umzusetzen. Marten profitierte dabei vor allem von seinen Vorkenntnissen aus seiner vorherigen Berufsausbildung zum Mechatroniker: „Durch meine Ausbildung, die ich ebenfalls bei GE Renewable Energy absolviert habe, konnte ich mein Wissen aus den Bereichen Fertigung und Service direkt anbringen. Dadurch wurde ich relativ schnell in verschiedene Projekte meines ersten Fachbereichs, dem Advanced Manufacturing Engineering, eingebunden.“ <strong>Persönliches Highlight von Marten</strong>, der sich für den Studiengang <a href="/studium/studienangebot/bachelor/ets-mechatronik-beng-dual-standort-lingen-ems/">Engineering technischer Systeme</a> mit Schwerpunkt Mechatronik entschieden hat, war die Begleitung der sogenannten Fit-Up-Tests, bei denen geprüft wird, ob Bauteile von Zulieferern auch in der Praxis funktionieren. Neben diesen Tests begeisterte ihn auch ein Kaizen-Workshop. „Kaizen ist eine japanische Methode, bei der ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess angestrebt wird. Eine Woche lang habe ich die Arbeitsvorgänge im Bereich der Produktion analysiert und dadurch einen ganz anderen Blick für die Fertigung entwickelt“, berichtet er.</p>
<p>Der erste <strong>Praxiseinsatz von Lea </strong>gestaltete sich hingegen weniger technisch, denn Lea studiert <a href="/bachelor/betriebswirtschaft-ba-dual-standort-lingen-ems/">Betriebswirtschaft</a> und durchläuft daher verschiedene Verwaltungsbereiche der FUCHS Gruppe. Die Einkaufsabteilung stellte für Lea die erste Praxisstation dar. Positiv überrascht hat sie die Offenheit der Kolleg*innen, sie direkt in verschiedene Projekte und Aufgaben einzubinden. Zudem schätzt sie die intensive Betreuung durch ihre Ansprechpartnerin. „Mir wurden alle Prozesse sehr anschaulich erklärt, von der Erfassung der Bestände über die Anlegung von Kontrakten und die Auswahl der Lieferanten bis hin zum letztendlichen Bestellvorgang“, fasst Lea zusammen. Auf diese Weise habe sie die Zusammenhänge besser verstehen können, gerade weil dies bei einem großen Konzern zu Beginn schwerfallen kann.</p>
<p>Neben dem Arbeitsalltag stand auch die <strong>Vernetzung mit den Kolleg*innen</strong> auf dem Programm der beiden Erstsemesterstudierenden. Gelungen sei dies vor allem durch das bestehende Netzwerk an Auszubildenden und dual Studierenden in den jeweiligen Unternehmen. Zudem wurden in beiden Betrieben Einführungsveranstaltungen für die neuen Azubis und dual Studierenden durchgeführt. Marten resümiert: „Obwohl ich das Unternehmen mit seinen Strukturen nach vier Jahren schon sehr gut kenne, war die Einführung hilfreich, um sich mit den anderen dual Studierenden zu vernetzen.“ Er ist froh, dass er mit der Praxisphase in das duale Studium gestartet ist. Als vorteilhaft empfindet er das Praxiswissen, das man mit an den Campus nehmen kann. Das bestätigt auch Lea: „Wenn man schon einen ersten Einblick in die Produkte und Prozesse des Unternehmens bekommen hat, fällt der Einstieg leichter. Mit dem Wissen konnte ich gut in die Theorie starten.“</p>
<p><strong>In der Theorie </strong>angekommen, waren die beiden glücklich, einige bekannte Gesichter vom Ersti-Wochenende wiederzutreffen. Durch die Veranstaltungen der Mentor*innen entwickele sich nun auch am Campus Lingen ein gutes Netzwerk. „Erst gestern waren wir mit allen essen und anschließend noch Billard spielen“, erzählt Marten mit einem Augenzwinkern. Überrascht waren die beiden Studierenden vom umfangreichen, fachlichen Input, der in den Vorlesungen vermittelt wird. Umso mehr freuen sie sich, dass ihre Vorgänger*innen in den Unternehmen sie jederzeit unterstützen. „Meine Ansprechpartnerin in der ersten Abteilung hat gerade das duale Studium beendet und konnte mir viel über die Lehre am Institut für Duale Studiengänge berichten. Ich konnte mit ihr alle Fragen besprechen, da sie genau weiß, wie es ist, in das duale Studium zu starten“, berichtet Lea.</p>
<p>Mit Blick auf die<strong> zweite Praxisphase</strong> freuen sich die beiden Studierenden bereits auf ihren nächsten Fachbereich. Marten ist besonders begeistert von dem Gestaltungsraum, den dual Studierende bei GE haben: „Wir können die Rotation durch die Unternehmensbereiche selbst beeinflussen. Ich denke, so kann ich mich sehr gut auf den Job als Ingenieur vorbereiten.“</p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Mon, 14 Nov 2022 10:31:00 +0100</pubDate>
                        <title>Start ins duale Studium: Gruppendynamik statt Grüppchenbildung</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2022/11/start-ins-duale-studium-gruppendynamik-statt-grueppchenbildung/</link>
                        <description>Für Eva Lakebrink (Wirtschaftsingenieurwesen) und Felix Wallmeier (Wirtschaftsinformatik) begann das duale Bachelorstudium mit einer 10-wöchigen Theoriephase am Campus Lingen. Im Interview berichten sie von ihren individuellen Erfahrungen und Eindrücken, die sie in ihren ersten Wochen am Campus gesammelt haben.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Am Campus Lingen sind die dualen, praxisintegrierenden Bachelorstudiengänge (<a href="/bachelor/betriebswirtschaft-ba-dual-standort-lingen-ems/">Betriebswirtschaft</a>, <a href="/studium/studienangebot/bachelor/ets-elektrotechnik-beng-dual-standort-lingen-ems/">Engineering technischer Systeme</a>, <a href="/wirtschaftsinformatik-bsc-dual-standort-lingen-ems/">Wirtschaftsinformatik </a>und <a href="/wirtschaftsingenieurwesen-beng-dual-standort-lingen-ems/">Wirtschaftsingenieurwesen</a>) im Blockmodell organisiert. Dieses zeichnet sich durch den Wechsel von Theoriephasen an der Hochschule und Praxisphasen in den Kooperationsbetrieben aus. Aufgrund der Menge an Studierenden werden die Studiengruppen am Institut für Duale Studiengänge in zwei Blöcke (A und B) aufgeteilt: so befindet sich immer ein Teil der Studierenden am Campus, während der andere in dieser Zeit wertvolle Praxiserfahrung in den Unternehmen sammelt.</p>
<p>Eva und Felix starteten mit unterschiedlichen <strong>Vorkenntnisse</strong> in das duale Studium: Während Eva in einer dreijährigen Berufsausbildung zur Technischen Produktdesignerin ihr Praxisunternehmen, die Johannes Lübbering GmbH, bereits kennenlernen konnte, ist die betriebliche Praxis für Felix Neuland. „Im Gegensatz zu einigen Kommiliton*innen konnte ich in den Lehrveranstaltungen noch kein Wissen aus der Praxis einbringen“, berichtet er. Dennoch sieht Felix einen Vorteil darin, mit der Theoriephase zu starten. Dadurch, dass ein Großteil der Studierenden vor dem ersten Theorieblock max. zwei bis drei Wochen im Unternehmen eingesetzt war, fiel es einfacher sich auch unternehmensübergreifend zu vernetzen. „Wenn man in eine Gruppe kommt, in der sich einige untereinander aus der Praxisphase schon kennen, ist es schwieriger Anschluss zu finden“, resümiert Felix.</p>
<p>Zur <strong>Vernetzung</strong> beigetragen habe auch das Ersti-Wochenende, das im August stattgefunden hat. Vor allem der Mix aus Workshops, in denen Methoden zur Bewältigung von Herausforderungen im dualen Studium vorgestellt wurden, und Abendprogramm hat den beiden Studierenden sehr gut gefallen. Eva empfand dabei den Kontakt zu den <a href="https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2022/08/mentorinnensprecher-mit-leib-und-seele/" target="_blank">Mentor*innen</a> als besonders hilfreich. „Es war sehr cool, dass uns ein Mentor über das Wochenende begleitet hat, so hatten wir keine Hemmungen all unsere Fragen zu stellen“, berichtet sie. Auch über das Ersti-Wochenende hinaus nahmen die Mentor*innen eine wichtige Funktion für die neuen Studierenden ein. Als Ansprechpartner*innen in den WhatsApp-Gruppen konnten sie auf unkomplizierte Weise auf die verschiedenen Anliegen der Erstsemesterstudierenden reagieren. Zudem stellten die Mentor*innen ein vielfältiges Programm auf die Beine. Dazu gehörten beispielsweise die Campus Olympiade und die Ersti-Party. Auch für den B-Block, der Anfang November in die Theoriephase startete, bieten die Mentor*innen viele <a href="https://www.instagram.com/mentoren.ids/" target="_blank" rel="noreferrer">Veranstaltungen</a> im laufenden Semester an. Eva und Felix sind froh, dass sie diese Veranstaltungen wahrgenommen haben und für die Studienphase nach Lingen gezogen sind. Dadurch mussten sie keine Zeit in das Pendeln investieren und konnten flexibel an allen interessanten Events teilnehmen.</p>
<p>Mit fortschreitendem Semester haben sich die Aktivitäten von Eva und Felix gewandelt. „Anfangs haben wir immer zusammen gegrillt, später wurde zusammen gelernt“, erzählt Eva mit einem Augenzwinkern. Im Allgemeinen war sie sehr positiv davon überrascht, wie effektiv sie in der Gruppe lernt. Besonders der starke <strong>Gruppenzusammenhalt </strong>trage dazu bei, dass das Lernen ihr einfacher fällt. Felix schätzt zudem die Gruppengröße in seinem Studiengang. „So bekommt man einen guten Kontakt zueinander und entwickelt auch einen direkten Draht zu den Lehrenden“, erklärt er. Bei der Frage, welche Module ihnen am meisten Spaß gemacht haben, mussten beide Studierende nicht lange überlegen. Eva begeistert sich vor allem für das Modul Mechanik. Felix hat insbesondere an der Technischen Informatik und an Mathe Gefallen gefunden. Beide Studierende eint ihr Interesse an Technik und Wirtschaft, dass sie in ihren jeweiligen Studiengängen Wirtschaftsingenieurwesen und Wirtschaftsinformatik super miteinander kombinieren können. Felix berichtet: „Die reine Informatik oder die reine Wirtschaft wären mir zu trocken gewesen. Für mich passt es gut, beide Bereiche miteinander zu kombinieren.“</p>
<p>In Hinblick auf die<strong> erste Prüfungsphase </strong>fühlten sich die beiden Studierenden gut vorbereitet, was sich auch in dem guten Gruppenzusammenhalt begründet, der sich in ihren jeweiligen Studiengängen entwickelt habe. Trotzdem betont Eva, dass sie und ihre Kommiliton*innen sehr nervös waren, was sie in ihrer ersten Prüfungsphase erwartete. Der anderen Studiengruppe, die gerade in die Theorie startet, empfiehlt sie, nach den ersten Partys frühzeitig mit dem Lernen zu beginnen, denn die Prüfungen kommen dann doch schneller als gedacht. Mit Blick auf die<strong> erste Praxisphase</strong> im Unternehmen ist Felix neugierig, wie sich sein Arbeitsalltag gestaltet. Er freut sich darauf die Unternehmensstrukturen und seine Kolleg*innen bei der Windmöller und Hölscher KG kennenzulernen. Für Eva ist es vorrangig das Wiedersehen mit den bekannten Kolleg*innen, was die Vorfreude ausmacht. Zudem schaut sie auf die ersten Praxistransferprojekte (PTPs). „Ich bin ein Mensch, der gerne projektorientiert arbeitet, deshalb bin ich gespannt, wie ich die ersten PTPs meistern werde.“ Zur Vorbereitung wurden sie in der Einführungs- und Lehrveranstaltungen zum wissenschaftlichen Arbeiten bereits mit dem Theorie-Praxis-Transfer, der am IDS aktiv gelebt wird, vertraut gemacht. Wie genau sich dieser Transfer gestaltet und welche Bedeutung die PTPs im dualen Studium haben, erfahren Sie in einem eigenen <a href="https://www.hs-osnabrueck.de/nachrichten/2020/11/praxistransferprojekte-und-ihre-bedeutung-fuer-das-duale-studium/" target="_blank">Blogbeitrag</a>.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Wed, 09 Nov 2022 15:30:00 +0100</pubDate>
                        <title>Manja Veltmann: Vom berufsintegrierenden Studium zur Geschäftsführerin des Familienunternehmens</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2022/11/manja-veltmann-vom-berufsintegrierenden-studium-zur-geschaeftsfuehrerin-des-familienunternehmens/</link>
                        <description>Manja Veltmann hat ihr duales Studium Management betrieblicher Systeme mit einem besonderen Kooperationsunternehmen und einer ebenso besonderen Chefin absolviert: im Familienunternehmen mit ihrer Mutter. Veltmann berichtet im Interview von ihrer Zeit im dualen Studium und wie es ist, mit der eigenen Mutter, ein Unternehmen zu führen. </description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Manja Veltmann: Vom berufsintegrierenden Studium zur Geschäftsführerin des Familienunternehmens&nbsp;</strong></p>
<p>Manja Veltmann hat ihr duales Studium Management betrieblicher Systeme mit einem besonderen Kooperationsunternehmen und einer ebenso besonderen Chefin absolviert: im Familienunternehmen mit ihrer Mutter. Veltmann berichtet im Interview von ihrer Zeit im dualen Studium und wie es ist, mit der eigenen Mutter, ein Unternehmen zu führen.&nbsp;</p>
<p>Nach ihrer Ausbildung zur Hotelfachfrau entschied Manja Veltmann, bei ihrer Mutter im Unternehmen „Büro AM MARKT“ einzusteigen und den dualen Bachelorstudiengang Management betrieblicher Systeme - Betriebswirtschaft (2011-2016) zu belegen. Heute teilt sie sich die Geschäftsführung des Familienunternehmens mit ihrer Mutter und ist selbst Mutter von zwei kleinen Kindern.&nbsp;&nbsp;</p>
<p><strong>Wieso haben Sie sich damals für einen dualen, berufsintegrierenden Bachelorstudiengang entschieden?&nbsp;</strong></p>
<p>Veltmann: Ich fand die Verknüpfung von Theorie und Praxis sehr spannend und wollte nicht auf das Einkommen verzichten, welches ich damals verdient habe. Dann bin ich auf das Institut für Duale Studiengänge gestoßen und habe mich mit Katrin Dinkelborg-Ripperda in Verbindung gesetzt. Nach einem gemeinsamen Gespräch war mir klar, dass das Studienangebot genau das war, was ich gesucht habe.&nbsp;</p>
<p>Die Verbindung zwischen den Lehrinhalten der Hochschule und meiner beruflichen Praxis haben mir sehr gut gefallen und mir geholfen, mir die Theorie in der praktischen Anwendung besser vorzustellen.&nbsp;</p>
<p><strong>Was war die größte Herausforderung im berufsintegrierenden Studium für Sie?&nbsp;</strong></p>
<p>Veltmann: Die größte Herausforderung war gleichzeitig auch das, was mir am dualen Studium am meisten gefallen hat, nämlich die Theorie in der Praxis tatsächlich umzusetzen. Ich muss ehrlich gestehen, dass mich auch die Praxistransferprojekte (PTPs) vor eine große Herausforderung gestellt haben, weil ich das wissenschaftliche Arbeiten erst einmal lernen musste. Hinzu kam, dass die Module am Anfang des Studiums sehr grundlagenorientiert waren, weshalb es mir schwerfiel, einen anwendungsorientierten Theorie-Praxis-Transfer zu meinem Unternehmen herzustellen. Mir hat der Austausch mit den anderen Studierenden immer sehr weitergeholfen. Wir standen alle vor denselben Herausforderungen und wussten aber auch, wofür wir das duale Studium machen.&nbsp;</p>
<p><strong>Wie haben Sie die Vereinbarkeit von Studium und Berufstätigkeit wahrgenommen?&nbsp;</strong></p>
<p>Veltmann: Ich habe die Vereinbarkeit sehr gut wahrgenommen. Dadurch, dass mein Kooperationsbetrieb mein Familienunternehmen war, habe ich großen Rückhalt und viel Feedback erfahren. Auch die Mitarbeitenden hatten immer viel Verständnis für mich, wenn ich mich zeitweise eher auf das Studium konzentrieren musste. Natürlich war es eine Herausforderung, vier Tage in der Woche zu arbeiten, dann noch freitags und samstags nach Lingen zu fahren, aber es hat sich gelohnt. Die Module fand ich größtenteils spannend und mit meinen Kommiliton*innen habe ich mich gut verstanden. Das hat mir das ganze Studium erleichtert und ich konnte mich auf die Vorlesungen freuen.&nbsp;&nbsp;</p>
<p><strong>Wie sieht Ihr Arbeitsalltag jetzt aus und wie sieht es heute bei der Vereinbarkeit zwischen Beruf und Privatleben aus?&nbsp;</strong></p>
<p>Veltmann: Jetzt arbeite ich 35 Stunden im Büro und bin Mama von zwei kleinen Kindern. Oft wird gesagt „selbst“ und „ständig“, aber davon weiche ich eigentlich ab. Ich genieße es Geschäftsführerin zu sein und kann ständig ich selbst sein. Klar, bin ich Zuhause oft mit dem Kopf bei der Arbeit oder im Büro im Kopf bei den Kindern. Ich empfinde das aber nicht als Belastung, sondern empfinde es mit dem Studium im Hintergrund, als eine Art Selbstverwirklichung.&nbsp;</p>
<p><strong>Haben Sie Tipps für effektives Zeitmanagement?&nbsp;</strong></p>
<p>Veltmann: Ja! Macht ohne schlechtes Gewissen Pause! Gerade nach den Vorlesungen dachte ich mir abends, dass ich, statt Netflix zu gucken, lieber lernen sollte. Das ist aber kontraproduktiv. Damit ich mit voller Energie weiterarbeiten kann, ist es wichtig, dass ich vorher den Kopf abschalten und mir Ruhe gönnen konnte.&nbsp;</p>
<p><strong>Welche Aufgaben gehören zu Ihrem Arbeitsalltag?&nbsp;</strong></p>
<p>Veltmann: Wir sind B2B-Dienstleister rund um alle Bürotätigkeiten eines Unternehmens. Wir sind also das typische Back-Office von Unternehmen und unterstützen diese bei ihren Büro-Aufgaben. Ich stelle sicher, dass wir diese Dienstleistungen für unsere Kund*innen sehr gut erbringen. Deshalb bin ich für unsere Mitarbeitenden die zentrale Ansprechpartnerin. Außerdem kümmere ich mich um die Unternehmensberatung und Existenzgründung. Seit August haben wir uns ein neues Geschäftsfeld erarbeitet und bieten Instagram-Support für Unternehmen an. Dieser Bereich ist momentan im Aufbau und da fließt mein Herzblut rein.&nbsp;</p>
<p><strong>Was konnten Sie aus Ihrer Studienzeit für Ihren jetzigen Beruf mitnehmen?&nbsp;</strong></p>
<p>Veltmann: Ich durfte meine Bachelorarbeit damals bei Prof. Dr. Gochermann schreiben und habe über die Gründung unserer eigenen GmbH geschrieben. Das Thema meiner Bachelorarbeit war die Entwicklung eines Konzepts zur strategischen Ausrichtung der neuzugründenden GmbH unter Übernahme und Ergänzung des Geschäftsmodels des Vorgängerunternehmens. Auf diese Bachelorarbeit schaue ich auch heute noch gerne zurück. Natürlich sind wir von einigen Plänen abgewichen, aber diese Bachelorarbeit war lange wie unser Navigationssystem. Auch Module wie B2B Marketing oder Unternehmensführung haben mich sehr weitergebracht. Da findet mein Praxistransfer immer noch statt.&nbsp;</p>
<p><strong>Was macht Ihnen am meisten Spaß an Ihrer Arbeit?&nbsp;</strong></p>
<p>Veltmann: Mir macht der Austausch mit anderen Unternehmer*innen am meisten Spaß und, dass ich Unternehmen helfen kann, neue Ideen direkt umzusetzen.&nbsp;</p>
<p><strong>Wie ist es, mit der eigenen Mutter zusammen zu arbeiten?&nbsp;&nbsp;</strong></p>
<p>Veltmann: Ich arbeite nicht nur mit meiner Mutter zusammen, sondern auch mit meinem Vater, der bei uns angestellt ist. Es ist eine Herausforderung, machen wir uns nichts vor. *lacht* Dadurch, dass wir generationsübergreifend arbeiten, sind wir in manchen Punkten unterschiedlicher Meinung – wir können aber auch voneinander lernen. Ich bin bereit, einige Strukturen beizubehalten, weil sie sich bewährt haben, aber manches muss sich immer mal wieder ändern. Ich würde sagen, dass unsere Beziehung durch unsere Zusammenarbeit gewachsen ist und sie sehr vertraut ist. Manchmal reicht ein Blick zwischen meiner Mutter und mir und wir wissen, was die andere denkt oder vorhat. Ich bekomme bei unserem Instagram-Projekt eine Art Vorschuss-Lorbeeren. Meine Mutter vertraut mir bei dem Ausbau dieses Bereichs.&nbsp;&nbsp;</p>
<p>Für mich persönlich ist herausfordernd, dass ich mich als Geschäftsführerin auf Augenhöhe vor meiner Mutter oder auch den Mitarbeitenden, die mich vorher nur als studierende Tochter der Chefin wahrgenommen haben, behaupten muss. Zudem ist es gerade hier in der ländlichen Region eine Besonderheit, dass wir zwei Frauen den Familienbetrieb leiten – oft heißt es bei Familienunternehmen ja „Vater und Sohn“.&nbsp;&nbsp;</p>
<p><strong>Wie würden Sie das berufsintegrierende Studium am IDS in 3 Worten beschreiben?&nbsp;</strong></p>
<p>Veltmann: Eine große Familie.&nbsp;&nbsp;</p>
<p>Am IDS hatte jeder ein offenes Ohr. Mit Katrin Dinkelborg-Ripperda habe ich bis heute noch Kontakt. Wenn ich mal eine Frage habe, dann darf ich mich an Prof. Dr. Gochermann wenden und ihm schreiben. Es hört mit dem dualen Studium nicht einfach auf, sondern eine Familie ist auch nach einer bestimmten Zeit für einen da.&nbsp;</p>
<p><strong>Haben Sie einen Ratschlag für Studierende?&nbsp;</strong></p>
<p>Veltmann: Am Ball bleiben. Der Weg zieht sich manchmal hin wie Kaugummi, aber auch die nervigen PTPs lohnen sich im Nachhinein. *lacht*&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Fri, 04 Nov 2022 13:53:00 +0100</pubDate>
                        <title>Geeignete Methoden für Praxistransferprojekte – Teil 4: Systematische Literaturanalyse</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2022/11/geeignete-methoden-fuer-praxistransferprojekte-teil-4-systematische-literaturanalyse/</link>
                        <description>Im vierten Teil dieser Reihe zu wissenschaftlichen Methoden für Praxistransferprojekte (PTPs) steht die systematische Literaturanalyse im Mittelpunkt. Mit ihr kann der aktuelle Stand der Forschung ermittelt werden.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><a href="/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/theorie-praxis-transfer/">PTPs</a> sind schriftliche Ausarbeitungen, in denen dual Studierende eine betriebliche Fragestellung theoriegeleitet bearbeiten müssen. Hintergrundinformationen bieten die Beiträge „Praxistransferprojekte und ihre Bedeutung für das duale Studium“ und „Tipps und Tricks fürs nächste PTP“. Bisher wurden die Methoden <em>Beobachtung,</em> <em>Dokumentenanalyse</em> und <em>Arbeitsplatzanalyse</em> vorgestellt (siehe unten).</p>
<p><strong>Systematische Literaturanalyse </strong></p>
<p>Die systematische Literaturanalyse (SLA) ist eine Methode, um zu einer Forschungsfrage den aktuellen Literaturstand systematisch reproduzierbar zu identifizieren und auszuwählen (vgl. Fink, 2019). Darüber hinaus kann sie genutzt werden, um Ergebnisse zusammenzufassen, zu kritisieren und / oder zu integrieren.</p>
<p>Im Gegensatz zu einer „nicht strukturierten Literaturanalyse“ werden bei der SLA alle methodischen Schritte der Literaturanalyse durchlaufen, die Ergebnisse jeweils detailliert dokumentiert und die Filterkriterien zur Literatursuche offengelegt. Dadurch wird die Literaturauswahl transparent und nachvollziehbar.</p>
<p><strong>Die Phasen der systematischen Literaturanalyse</strong></p>
<p>Das Konzept der SLA beruht auf der Arbeit von Arlene Fink (Grundlagenliteratur). Jan vom Brocke reflektierte die Ergebnisse von Fink kritisch in verschiedenen Papern und hat auf dieser Basis ein Kreislaufmodell entworfen.</p>
<p>Nach vom Brocke unterteil sich die SLA in fünf Phasen (Erweiterung des Modells von Fink): 1. Definition des Umfangs, 2. Überblick über das Thema, 3. Literaturrecherche, 4. Literaturanalyse und Synthese und zuletzt 5. Literaturagenda.</p>
<p>Im Rahmen der <u>ersten Phase</u> wird zunächst eine übergeordnete Forschungsfrage festgelegt und der inhaltliche Fokus definiert, auf den die Literatursuche ausgerichtet werden soll. Dabei ist es wichtig, die Forschungsfrage klar und deutlich zu formulieren, um die weitere Arbeit darauf auszurichten. Um das tun zu können, muss zunächst das Untersuchungsfeld abgesteckt werden. Bei der Anfertigung von PTPs liegt dieses im Unternehmen. Deshalb ist zunächst zu schauen, welche Probleme im betrieblichen Untersuchungsfeld auftreten, welche Ziele verfolgt werden und ob es dazu schon Beschreibungen (z.B. aus einer <em>Beobachtung</em> oder einer ersten <em>Betrachtung von Dokumenten</em>) gibt. Hier können wichtige Stichwörter identifiziert werden, die dann den Einstieg in die Themenübersicht erleichtern.</p>
<p>In der <u>zweiten Phase</u> wird sich ein Überblick über das Thema verschafft. In diesem Rahmen wird geschaut, welche Fach- und Forschungsbereiche eine Problemstellung adressiert. Daraus werden möglichst präzise weitere Forschungsfragen abgeleitet. Hier ist auch Raum, für die Entwicklung eigener Fragen und Ideen, die in der weiteren Analyse berücksichtigt werden können.</p>
<p>In der <u>dritten Phase</u> findet die Literaturrecherche statt. Dabei werden Stichwörter und Datenbanken sowie die Methode und Suchstrategie festgelegt. Die Stichwortauswahl orientiert sich an den Forschungsfragen. Sollten die Ergebnisse unbefriedigend sein, nicht verzweifeln und stattdessen die Stichwortauswahl reflektieren und Kommiliton*innen um Hilfe bitten. Hinsichtlich der Wahl der Datenbanken darf in der Arbeit nicht vergessen werden, diese schlüssig zu begründen. Eine Suchmaschine für Literaturrecherche wissenschaftlicher Dokumente ist Google Scholar, die Volltexte von lizensierten und nicht lizensierten Büchern durchsucht. Bei der Methode eignen sich die vorwärts- und rückwärtsgerichtete Suche. Werden diese Strategien angewendet, wird das Ziel schneller erreicht.</p>
<p>Bei der Auswahl der Quellen ist genau darauf zu achten, dass im wissenschaftlichen Kontext nur wissenschaftliche Quellen verwenden werden. Dazu gehören wissenschaftliche Fachbücher, wissenschaftliche Lehrbücher, Veröffentlichungen in wissenschaftlichen Zeitschriften sowie Forschungsberichte und wissenschaftliche Internetquellen. Besonders bei den Internetquellen muss man ganz genau schauen, ob es sich wirklich um wissenschaftliche Seiten handelt. Nicht-zitierfähige sind private Webseiten, Websites von kommerziellen Einrichtungen, Seminar- und Hausarbeiten anderer Studierender, Boulevardzeitungen und -zeitschriften sowie Vorlesungsskripte. Dazu zählen beispielsweise Wikipedia, Gabler Wirtschaftslexikon, die Tagesschau, hausarbeiten.de und die AUTO Bild. Falls Sie sich an dieser Stelle fragen, ob das schon vorkam – ja, kam es ;) Werden unwissenschaftliche Quellen genutzt, schmälern diese die Argumentationskraft der gesamten Arbeit und führen im schlimmsten Fall zu einer nicht bestandenen Prüfungsleistung.</p>
<p>Die dritte Phase umfasst die Datenanalyse, bei der relevante Informationen und Daten extrahiert werden (inhaltliche Auswertung).</p>
<p>In der vierten Phase erfolgt die Literatursynthese. Im Rahmen dieser werden die Daten entlang der Forschungsfragen und/oder Zielsetzung beschrieben. Außerdem erfolgt die Interpretation der Daten und die Ergebnisse werden für die Beantwortung der Forschungsfragen zusammengefasst. Danach werden Forschungslücken identifiziert und reflektiert.</p>
<p><strong>Learnings</strong></p>
<p>Im Rahmen der Methodennutzung geht es im Studium nicht „nur“ darum, wissenschaftlich zu arbeiten und eine Hausarbeit/ein PTP abzulegen, sondern auch darum, sich Kompetenzen anzueignen und möglicherweise für das Kooperationsunternehmen einen Nutzen zu generieren. Auf der einen Seite lernt man viel Theorie und erkennt, wie die zu einem praktischen Untersuchungsfeld passt. Auf der anderen Seite kann man lernen, schnell den Inhalt eines Textes zu erfassen und versteht, warum Abstracts wichtig für eine Veröffentlichung sind und was in ein Abstract gehört, damit es aussagekräftig ist. Falls es Studierenden gelingt, durch die Literaturanalyse einen Impuls für die Lösung eines Praxisproblems zu liefern, entsteht kann das Kooperationsunternehmen davon profitieren und vielleicht sogar Geld sparen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Literatur und Empfehlungen</p>
<p>Fink, A. G. (2019). Conducting Research Literature Reviews. From The Internet To Paper. 5. Ausgabe. UCLA: Los Angeles.</p>
<p>Vom Brocke, J., Simons, A., Niehaves, B., Niehaves, B., Reimer, K., Plattfaut, R. &amp; Cleven, A. (2009). Reconstruction The Giant: On The Importance Of Rigour In Documentin</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Wed, 02 Nov 2022 11:08:00 +0100</pubDate>
                        <title>Geeignete Methoden für Praxistransferprojekte – Teil 3: Die Arbeitsplatzanalyse</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2022/11/geeignete-methoden-fuer-praxistransferprojekte-teil-3-die-arbeitsplatzanalyse/</link>
                        <description>Im dritten Teil dieser Reihe zu wissenschaftlichen Methoden für Praxistransferprojekte (PTPs) steht die Methode der Arbeitsplatzanalyse im Mittelpunkt. Sie ist ein geeignetes Instrument zur Themenfindung und kann somit sehr hilfreich für die PTPs sein.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><a href="/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/theorie-praxis-transfer/">PTPs</a> sind schriftliche Ausarbeitungen, in denen dual Studierende eine betriebliche Fragestellung theoriegeleitet bearbeiten müssen. Hintergrundinformationen bieten die Beiträge „<a href="https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2020/11/praxistransferprojekte-und-ihre-bedeutung-fuer-das-duale-studium/" target="_blank">Praxistransferprojekte und ihre Bedeutung für das duale Studium</a>“ und „<a href="https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2022/04/tipps-und-tricks-fuers-naechste-ptp/" target="_blank">Tipps und Tricks fürs nächste PTP“. </a>Im ersten Beitrag dieser Reihe haben wir die Methode der <em><a href="https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2022/10/geeignete-methoden-fuer-praxistransferprojekte-teil-1-die-beobachtung/" target="_blank">Beobachtung</a></em> und im zweiten die <em><a href="https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2022/10/geeignete-methoden-fuer-praxistransferprojekte-teil-2-die-dokumentenanalyse/" target="_blank">Dokumentenanalyse</a></em> vorgestellt. In diesem folgt die <em>Arbeitsplatzanalyse</em>, die im dualen Studium darauf abzielt, dass die dual Studierenden ihre Arbeitsplätze im Betrieb in den Blick nehmen, sie analysieren und auf die Planung und Steuerbarkeit ihrer (Arbeitsplatz-) Entwicklung verbessern. Durch die wissenschaftsbasierte Reflektion der Aufgaben, Bedingungen und Rollen eines Arbeitsplatzes können die Studierenden im Betrieb akademische Kompetenzen erwerben.</p>
<p><strong>Die Arbeitsplatzanalyse</strong></p>
<p>Der Begriff <em>Arbeitsplatzanalyse</em> ist Programm: Die Methode bietet eine systematische Struktur, mit der Arbeitsplätze (mit ihren Aufgaben, Konzepten, Methoden, Instrumenten, Arbeitsbeziehungen zu direkten Kolleg*innen und anderen Arbeitsplätzen) eingehend beschrieben, analysiert und reflektiert werden können. Die Analyseform eignet sich dabei vor allem für die Untersuchung von Einflussgrößen auf Routineaufgaben, die in jedem Fachbereich eines Unternehmens zu finden sind. Diese Aufgaben bilden die Basis für die gegenwärtige Wertschöpfung im Betrieb und sind deshalb für die dual Studierenden ein sehr relevantes Tätigkeits- und Erfahrungsfeld während ihrer Praxisphasen. Hier sammeln die Studierenden schon während des dualen Studiums Berufserfahrung.</p>
<p>Die Betrachtung des Arbeitsplatzes kann auf unterschiedlichen Kompetenzniveaus erfolgen. Als Einstieg bietet sich die Entwicklung eines <em>Beschreibungsmodells </em>für den Arbeitsplatz an (beschreibende Arbeitsplatzanalyse). Darauf aufbauend kann mit einem höheren Kompetenzniveau der Arbeitsplatz auch als <em>wissenschaftlicher Reflexionsgegenstand</em> angesehen werden (reflektierende Arbeitsplatzanalyse). Dabei werden Aufgaben, Bedingungen und Beziehungsmuster des Arbeitsplatzes in Frage gestellt. Bestenfalls können Studierende darüber ihren Unternehmen bei der Verbesserung der Arbeitsplätze einen Mehrwert bieten.</p>
<p><strong>Arbeitsplatzanalyse als Beschreibungsmodell</strong></p>
<p>Um den Arbeitsplatz in seiner Gesamtheit wissenschaftlich wahrzunehmen, muss dieser zunächst vollständig erfasst und beschrieben werden. Dafür gliedert sich die <em>Arbeitsplatzanalyse</em> in drei Teile: Die Erfassung und Beschreibung der 1. Aufgaben, 2. Bedingungen und 3. Rollen.</p>
<p>Bei der Aufgabenanalyse werden die Aufgaben, die an einem Arbeitsplatz bewältigt werden systematisch erfasst und gegliedert. Dazu wird zunächst die Funktion des Arbeitsplatzes im Unternehmen identifiziert und daraus abgeleitet, welche Hauptaufgaben der Arbeitsplatz innehat. Danach folgt die Aufgliederung dieser in kleinschrittigere Tätigkeiten. Zudem werden Zusammenhänge der Tätigkeiten bis hin zu den Arbeitsprozessen erfasst. Darauf setzt dann die Erfassung der Bedingungen der Aufgabenbewältigung auf. In diesem Zusammenhang wird untersucht, welche Instrumente (z.B. digitale Instrumente, sonstige Arbeitshilfen) am Arbeitsplatz genutzt werden, wie dieser organisiert ist und welche Rahmenbedingungen zu beachten sind, um die Aufgaben zu erledigen. Mit Rahmenbedingungen sind z.B. Verordnungen, Arbeitsschutzmaßnahmen, Datenschutzregeln etc. gemeint. Als drittes Element der Arbeitsplatzanalyse folgt die Beziehungsanalyse, in der die Interaktionen eines Arbeitsplatzes in den Blick genommen werden – also welche Beziehungen bestehen zu anderen Arbeitsplätzen und welcher Art ist die Interaktion (z.B. ein Informationsaustausch oder die Weitergabe von Daten). Hieraus ergeben sich in der Regel unterschiedliche Rollen für einen Arbeitsplatz, denn es ist ein Unterschied, ob mit Kund*innen, Zulieferern oder Kolleg*innen im Controlling, im Einkauf, in der IT oder in der Produktentwicklung kommuniziert wird.</p>
<p>Entscheidend bei der Erstellung des Beschreibungsmodells ist es, dass systematisch deskriptiv (beschreibend) gearbeitet wird, um die Vollständigkeit sicherzustellen. Insofern geht es zunächst noch nicht darum, Hypothesen zu generieren, sondern alle relevanten Aufgaben, Bedingungen, Beziehungsstrukturen und -muster zu erfassen. Die methodischen Grundlagen dafür bieten die <em><a href="https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2022/10/geeignete-methoden-fuer-praxistransferprojekte-teil-1-die-beobachtung/" target="_blank">Beobachtung</a></em> und die <em><a href="https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2022/10/geeignete-methoden-fuer-praxistransferprojekte-teil-2-die-dokumentenanalyse/" target="_blank">Dokumentenanalyse</a></em>.</p>
<p>Wurde ein Arbeitsplatz vollständig erfasst, können daraus Anforderungen an die Kompetenzen von Arbeitsplatzinhaber*innen abgeleitet werden (Erstellung eines Stellenprofils).</p>
<p><strong>Reflektierende Arbeitsplatzanalyse </strong></p>
<p>In der reflektierenden Arbeitsplatzanalyse wird der Arbeitsplatz auf Veränderungsbedürftigkeit und -fähigkeit untersucht. Die Analyse erfolgt hypothesengeleitet. Eine Hypothese könnte zum Beispiel sein, dass die Einführung eines bestimmten Rechnersystems die Effizienz des Arbeitsplatzes steigert.</p>
<p>Bei der Herangehensweise wird zunächst auf die oben beschriebene Struktur zurückgegriffen und zusätzlich werden die „Ziele der Aufgaben und die Ausführung der Aufgaben, die Arbeitsbedingungen und die Rollen auf Basis von Hypothesen in den Blick genommen“ (Arens-Fischer &amp; Dinkelborg, 2021, S. 77). Die Studierenden sollen über diese Herangehensweise dazu befähigt werden, dass ihnen erstens im Berufsalltag Unregelmäßigkeiten und unerwünschte Begleiterscheinung auffallen (<em>Veränderungsbedürftigkeit</em>) und sie zweitens mit ihrem wissenschaftlichen Know-how prüfen, ob die Anwendung einer Theorie eine Verbesserung des Arbeitsplatzes hervorbringen könnte (<em>Veränderungsfähigkeit</em>). Im ersten Fall sind Praxisprobleme und im zweiten Fall ist eine Vermutung der Anlass für die Analyse. Gemein haben die Herangehensweisen, dass dual „Studierende Hypothesen bilden, worin die Probleme begründet und wie sie zu lösen sind“ (ebd.).</p>
<p><strong>Erweiterte Arbeitsplatzanalyse</strong></p>
<p>Die erweiterte Arbeitsplatzanalyse nimmt das Arbeitsumfeld und die Betriebsumwelt in den Blick und prüft, ob sich aus Veränderungen des Umfelds Veränderungsbedarf ergibt. Diese Herangehensweise soll die Studierenden dazu befähigen, den Blick zu weiten und Ursachen-Wirkungs-Beziehungen (Hypothesen) über ihren unmittelbaren Arbeitsplatz hinaus zu identifizieren. So könnte sich beispielsweise aus einer Veränderung des Umweltbewusstseins der Gesellschaft eine veränderte Erwartung der Kund*innen an die Nachhaltigkeit eines Produktherstellers begründen. Daraus ergeben sich dann auch Wirkungen für jeden Arbeitsplatz. Die erweiterte Arbeitsplatzanalyse fördert somit auch die Kompetenzen, in Ursache-Wirkungszusammenhängen zu denken und zu handeln.</p>
<p>Um die Handhabung der Methode zu erleichtern, haben Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Arens-Fischer und Katrin Dinkelborg-Ripperda Leitfragen für die einzelnen Bereiche entwickelt. Dadurch können dual Studierende ihre Herangehensweise besser strukturieren, nach Wirkbezügen suchen und Themen für die PTPs herausfinden und vorschlagen.</p>
<p><strong>Die Bedeutung der Arbeitsplatzanalyse für die PTPs </strong></p>
<p>Die Methode <em>Arbeitsplatzanalyse</em> dient im Rahmen der PTPs vorrangig zwei Zwecken: Zum einen hilft sie dabei, ein Thema bzw. ein Problem / Phänomen für ein PTP aufzudecken und zum anderen, strukturiert und wissenschaftlich fundiert die Auswahl des PTP-Themas zu begründen. Daher sollten die Studierenden während der Praxisphase ihren Arbeitsplatz immer hinsichtlich Aufgaben, Bedingungen und Rollen kritisch reflektieren und ihre Themenauswahl über die drei Teilanalysen begründen.</p>
<p>Für den Aufbau eines PTPs folgt daraus, dass die Ergebnisse einer <em>Arbeitsplatzanalyse</em> gleich zu Beginn in der Einleitung eingebaut werden sollten. Daraus ergibt sich der Anlass für einen Untersuchungsbereich und die Ableitung/Begründung des Themas sowie dessen Abgrenzung zu weiterführenden Themen.</p>
<p>Tiefergehende Informationen zur Methode der Arbeitsplatzanalyse gibt es in der Bibliothek. Studierende wenden sich bei Fragen zu Ihren PTPs bitte immer zuerst an ihre Lehrenden. Beratungen zu PTPs nehmen darüber hinaus auch Myriam Erath und Marcel Laufmöller vom Büro für Studierenden- und Unternehmensbetreuung vor.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Literatur und Empfehlung:</p>
<p>Arens-Fischer, W., Dinkelborg, K. &amp; Häring, B. (2014): Rollenimprovisation in offenen Technologieanalyseprozessen. In: Klatt, R. (Hrsg.): praeview – Zeitschrift für innovative Arbeitsgestaltung und Prävention, 5. Jahrgang, 2014, S.&nbsp;20-21.</p>
<p>Arens-Fischer, W. &amp; Dinkelborg, K. (2021): Arbeitsplatzanalyse. Ein Rahmenmodell für die Entwicklung akademischer Kompetenzen in der Praxisroutine. In: Duales Studium - DUZ, S.&nbsp;71-83.</p>
<p>Becker, F. (2002): Lexikon des Personalmanagements. S. 45.</p>
<p>Schuler, H. (2006): Arbeits- und Anforderungsanalyse. In H. Schuler (Hrsg.), Lehrbuch der Personalpsychologie (S. 45-68). Göttingen: Hogrefe.</p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Fri, 28 Oct 2022 11:10:00 +0200</pubDate>
                        <title>Geeignete Methoden für Praxistransferprojekte – Teil 2: Die Dokumentenanalyse</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2022/10/geeignete-methoden-fuer-praxistransferprojekte-teil-2-die-dokumentenanalyse/</link>
                        <description>Praxistransferprojekte (PTPs) stellen einen festen Bestandteil des dualen Studiums am Campus Lingen dar, um Theorie und Praxis miteinander zu verknüpfen. In einer vierteiligen Reihe stellen wir deshalb verschiedene Methoden für die Praxisforschung vor. In diesem Beitrag geht es um die Dokumentenanalyse. </description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><a href="/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/theorie-praxis-transfer/">PTPs </a>sind schriftliche Ausarbeitungen, in denen dual Studierende eine betriebliche Fragestellung theoriegeleitet bearbeiten müssen. Hintergrundinformationen bieten die Beiträge „Praxistransferprojekte und ihre Bedeutung für das duale Studium“ und „Tipps und Tricks fürs nächste PTP“ (s.u.). Im ersten Artikel dieser Reihe haben wir die Methode der <em><a href="https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2022/10/geeignete-methoden-fuer-praxistransferprojekte-teil-1-die-beobachtung/" target="_blank">Beobachtung</a></em> vorgestellt. Im nächsten Teil folgt die <em>Arbeitsplatzanalyse</em>.</p>
<p>Zur ersten Einordnung der Dokumentenanalyse ist ein Vergleich zur Literaturanalyse hilfreich. Während die Literaturanalyse systematisch wissenschaftliche Literatur betrachtet (Publikationen wie Fachartikel, wissenschaftliche Studien etc.), wird in der Dokumentenanalyse auf Dokumente zugegriffen, die in der Praxis am Arbeitsplatz verwendet werden. Bei der Erhebung und Auswertung von Unternehmensdaten kommt der Dokumentenanalyse daher eine ganz zentrale Stellung in der Praxisforschung zu.</p>
<p>Vorliegen können die Dokumente in Papierform, in audiovisueller Form oder auch in elektronischer Form, wie z. B. Prozessbeschreibungen, Auszüge aus Datenbanken wie Bestelllisten, Kundenverzeichnisse, E-Mails, Reklamationsformulare, Maschinendaten, betriebsbezogene Webseitendaten auch Auszüge aus dem Intranet, Verkaufsvideos, Anleitungen sowie betriebsbezogene Social-Media-Daten.</p>
<p><strong>Ziel und Anwendung der Dokumentenanalyse</strong></p>
<p>Wie die Beobachtung zielt auch die Dokumentanalyse darauf ab, Kenntnisse über einen bestimmten Istzustand zu gewinnen. Die Erfassung kann sich auch hier auf Handlungsabläufe, Prozesse, Organisationsstrukturen und Regelungen in Beziehungsstrukturen beziehen.</p>
<p>Im Vergleich zu einer Beobachtung liefert die Dokumentanalyse, meist in schriftlicher Form, Information über die Zustände in diversen Betriebsbereichen. Damit grenzt sie sich deutlich von der Beobachtung ab, da keine Daten von beobachtenden Personen erhoben werden. Die Dokumentenanalyse muss, wie die Beobachtung auch, anhand von im Vorfeld festgelegten Kriterien durchgeführt werden.</p>
<p><strong>Ablauf einer Dokumentenanalyse</strong></p>
<p>Ausgangspunkt der Dokumentenanalyse bildet die Definition der Ziele, die mit der Analyse erreicht werden sollen: z. B. Kenntnisgewinn zu der Anzahl an Reklamationen in den letzten drei Quartalen oder der Art der Kundenreklamationen. Danach ist zu klären, wie diese Ziele gemessen werden – also welche Daten überhaupt benötigt werden.</p>
<p><u>Analysekriterien</u></p>
<p>In dieser Phase der Analyse werden die Messkriterien mit Blick auf die Forschungsfrage nach einem induktiven oder deduktiven Vorgehen festgelegt. Induktiv bedeutet, dass Phänomene aus der Praxis in Kriterien überleitet werden. Deduktiv bedeutet, dass die Kriterien aus der Theorie abgeleitet werden. Anschließend werden sie mit den Zielen der Erhebung abgeglichen, um deren Erreichung sicherzustellen. Für das Thema Reklamation könnte bspw. wie folgt vorgegangen werden: In entsprechender Literatur könnte recherchiert werden, was unter Reklamation zu verstehen ist, in welcher Form Reklamationen geäußert werden, über welche Kanäle sie kommuniziert werden und auch – ein häufig vergessener Bereich – wie Unternehmen auf Reklamationen reagieren.</p>
<p>Darüber hinaus ist zu prüfen, ob die Daten valide sind (Datenvalidität). Geben die angestrebten Daten wirklich Auskunft über das, was gemessen werden soll? Es wird also die wissenschaftliche Güte der zu beschaffenden Daten geprüft, bevor die Auswahl der entsprechenden Dokumente erfolgt.</p>
<p><u>Die Auswahl der Dokumente </u></p>
<p>Nun ist zu prüfen, aus welchen Dokumenten die benötigten Daten beschafft werden können und in welcher Form die Dokumente vorliegen (elektronisch, Papier, Radiobeitrag etc.). Hier tritt häufig das Problem auf, dass die Dokumente nicht allgemein zugänglich sind, sodass zu klären ist, welche Personen die Nutzung der entsprechenden Dokumente genehmigen können.</p>
<p>In diesem Schritt geht oft viel Potenzial verloren, weil nur die „subjektiv naheliegenden“ Dokumente (also nur solche, die auf den ersten Blick ins Auge fallen), als geeignet angesehen werden. Daher empfiehlt es sich, zunächst eine vollständige Übersicht über alle vorhandene Dokumente zu erstellen, in denen Daten vermutet werden und erst dann gezielt die Auswahl vorzunehmen. Um eine vollständige Übersicht zu erstellen, bietet sich z.B. die Arbeitsplatzanalyse an, die im nächsten Beitrag behandelt wird. Mit dieser kann festgestellt werden, welche Dokumente an welchem Arbeitsplatz vorliegen (müssten) und welche Stellen oder Abteilungen ebenfalls mit den zu untersuchenden Dokumenten in Verbindung stehen.</p>
<p><u>Die Analyse</u></p>
<p>Nun kann die eigentliche Analysearbeit beginnen. Entlang der Messkriterien werden zu Beginn die Dokumente nach den Daten durchsucht. Dabei liegen die gewünschten Informationen meist nicht direkt in der gewünschten Form vor, sondern sind aus Texten abzuleiten. Dafür werden Verfahren der qualitativen (bspw. nach Mayring) und quantitativen Inhaltsanalyse genutzt. Hier ist es wichtig, deutlich zu belegen, wie aus einem Dokument Informationen/Daten extrahiert werden. Abschließend werden die Informationen/Daten entsprechend der festgelegten Untersuchungskriterien geordnet und dargestellt und es kann dann die Interpretation der Daten erfolgen. So kann z.B. eine Kundenmail, in der der*die Kund*in einen bestimmten Zustand reklamiert/bemängelt, untersucht werden. Aus den formulierten Sätzen werden dann die notwendigen Informationen abgeleitet.</p>
<p><u>Zitation</u></p>
<p>Wichtig ist, dass Dokumente nicht wie Literatur zitiert werden – Dokumente sind keine Literatur. Dokumente benötigen ein eigenes Dokumentenverzeichnis, das zusätzlich zum Literaturverzeichnis am Ende der Arbeit aufgeführt wird.</p>
<p><strong>Praktische Einsatzmöglichkeiten von Dokumentenanalysen</strong></p>
<p>Dokumentenanalysen sind vielfältig einsetzbar und für die Nutzung in PTPs lassen sich einige praktische Beispiele finden. Die nachfolgend aufgeführten Themen haben lediglich Beispielcharakter und bilden nur eine äußerst geringe Auswahl an möglichen Einsatzfeldern ab.</p>
<p>So könnten Forschende beispielsweise veröffentlichte Pressemitteilungen von verschiedenen Unternehmen zu einem Thema analysieren. Eine andere Möglichkeit stellt die Analyse von Kassenzetteln von Wocheneinkäufen bei verschiedenen Kund*innengruppen dar. Außerdem bietet sich im Rahmen der Dokumentenanalyse die Möglichkeit, Maschinendaten in der Produktion oder Versuchsprotokolle in Laboren und Entwicklungsabteilungen gezielt auszuwerten. Darüber hinaus könnten Forschende/Studierende mithilfe der Methode Bestellformulare oder Dokumente aus Serviceportalen für Kund*innen analysieren, um Informationen über zukünftige Produktanforderungen zu erhalten.</p>
<p>Tiefergehende Informationen zur Methode der Dokumentenanalyse gibt es in der Bibliothek. Tauschen Sie sich gerne auch fachübergreifend mit (dualen) Kommiliton*innen zu dieser Methode aus. Fragen Sie ggf. Ihre*n Studienbetreuer*in nach weiteren Studierenden, die die gleiche Methode wie Sie verwenden. Falls Sie Fragen zu den PTPs haben, sollten Sie sich im ersten Schritt an Ihre Lehrenden wenden. Diese können Ihnen die Anforderungen mitteilen und bei der Wahl geeigneter Methoden helfen. Außerdem kann Sie das Büro für Studierenden- und Unternehmensbetreuung des IDS unterstützen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Literatur und Empfehlungen:</p>
<p>Denz, H. (1989): „Einführung in die empirische Sozialforschung - Ein Lern- und Arbeitsbuch mit Disketten“. Springer, Wien. S. 28-30.</p>
<p>Döring, N. &amp; Bortz, J.&nbsp;(2016): „Forschungsmethoden und Evaluation in den Sozial- und Humanwissenschaften“. Springer, Berlin, Heidelberg. S. 533-578.</p>
<p>Mayring, Philipp (2015): Qualitative Inhaltsanalyse (12. Auflage). Weinheim/Basel: Beltz Verlag.</p>
<p>Schmidt, W. (2017): „Dokumentenanalyse in der Organisationsforschung.“ in: Baur, N. Hrsg. &amp; Blasius, J. Hrsg. (2017): „Handbuch Empirische Organisationsforschung“ (2017). Springer Gabler, Wiesbaden. Seite 443-466.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Mon, 24 Oct 2022 09:23:00 +0200</pubDate>
                        <title>Geeignete Methoden für Praxistransferprojekte – Teil 1: Die Beobachtung</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2022/10/geeignete-methoden-fuer-praxistransferprojekte-teil-1-die-beobachtung/</link>
                        <description>Praxistransferprojekte stellen einen festen Bestandteil des dualen Studiums am Campus Lingen dar, um Theorie und Praxis miteinander zu verknüpfen. In einer vierteiligen Reihe stellen wir verschiedene Methoden für die PTPs vor. Den Anfang macht die wissenschaftliche Forschungsmethode „Beobachtung“.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><a href="/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/theorie-praxis-transfer/">Praxistransferprojtekte</a> (PTPs) sind schriftliche Ausarbeitungen, in denen dual Studierende eine betriebliche Fragestellung theoriegeleitet bearbeiten müssen. Hintergrund- und weiterführende Informationen bieten die Beiträge „Praxistransferprojekte und ihre Bedeutung für das duale Studium“ und „Tipps und Tricks fürs nächste PTP“ (siehe unten).</p>
<p>Beobachtungen werden in fast allen wissenschaftlichen Forschungsbereichen genutzt: beispielsweise zur Untersuchung von Käufer*innenverhalten, dem menschlichem Nutzungsverhalten von Webseiten, der Mensch-Maschine-Interaktion, dem Vorgehen bei der Software-Entwicklung, dem Engineering oder dem Fehlerverhalten von Maschinen.</p>
<p><strong>Ziel der wissenschaftlichen Beobachtung</strong></p>
<p>Eine Beobachtung zielt darauf ab, Kenntnisse über einen Ist-Zustand eines Untersuchungsgegenstandes zu erfassen. Die Erfassung kann sich auf Handlungsabläufe, Prozesse, Beziehungen, Organisationsstrukturen oder Muster bei Interaktionen beziehen. Im Hinblick auf die Strukturen wäre die umgangssprachlich ausgedrückte leitende Frage entsprechend: „Wie ist etwas aufgebaut?“. Mit Fokus auf die Prozesse, also etwas Dynamischem, wäre die Frage eher: „Was passiert hier?“ oder „Wie funktionieren diese Abläufe?“.</p>
<p>Beobachtungen stehen also häufig am Anfang einer Forschung, um zu erfassen, was bei einem Untersuchungsgegenstand aktuell der Fall ist. Darauf stützen sich dann weitergehende Überlegungen, ob der aktuelle Zustand veränderungsbedürftig ist. Aber Beobachtungen können auch im Verlauf einer Forschung oder am Ende stehen. Wird bspw. die Forschung dazu genutzt, Vorschläge zur Veränderung eines Systems oder eines Prozesses zu entwickeln, erfolgt die Beobachtung zum Schluss – quasi im Sinne einer Evaluation – ob die vorgenommenen Veränderungen auch die gewünschten Wirkungen zeigen.</p>
<p>Wichtig ist, den Beobachtungsgegenstand möglichst nicht durch die Beobachtung zu verfälschen. Dies ist ganz besonders wichtig bei der Beobachtung von Interaktionen zwischen Personen, z.B. Verkäufer*innen und Kund*innen. So können bei der Beobachtung Verhaltensweisen aufgedeckt werden, die den Personen selbst gar nicht bewusst sind.</p>
<p>Beobachtungen können auch in Kombination mit anderen Forschungsmethoden, z.B. einer Befragung, durchgeführt werden, da sie einen anderen Zugang zum Untersuchungsgegenstand ermöglichen.&nbsp;</p>
<p><strong>Must Haves – Beobachtungskriterien und wissenschaftliche Neutralität</strong></p>
<p>Für eine erfolgreiche Durchführung einer Beobachtung muss zunächst klar sein, was beobachtet/erfasst werden soll. Deshalb muss die Beobachtung systematisch angelegt sein. Das heißt zielgerichtet und kriteriengeleitet. Die Beobachtungsziele müssen daher nach Leitfragen definiert werden: Was will ich erfassen? Und woran kann ich das zu Erfassende erkennen? Dazu werden Kriterien benötigt, die idealerweise den Beobachtungszielen zugeordnet werden können.</p>
<p>Die Beobachtungskriterien können, wissenschaftlich gesprochen, deduktiv oder induktiv bestimmt werden: <em>Deduktiv</em> bedeutet, dass es eine Theorie oder ein fachspezifisches Modell gibt, mit dem der Beobachtungsgegenstand beschrieben wird. Dann werden die Beobachtungskriterien aus dem Modell abgeleitet. Beispielsweise gibt es für das Käufer*innenverhalten unterschiedliche Modelle in der Literatur: preis-, qualitäts- oder präsentationsgesteuertes Verhalten oder auch Kaufverhalten, das auf Empfehlungs- oder Influencermarketing beruht. Daraus können dann Kriterien für den Praxisfall abgeleitet werden.<em> Induktiv</em> bedeutet, dass Phänomene aus der Praxis in Kriterien überleitet werden. Es werden demnach Auffälligkeiten in der Praxis beobachtet, die in Kriterien überführt werden.</p>
<p>Zudem muss bei einer Beobachtung die wissenschaftliche Neutralität sichergestellt werden. Damit ist gemeint, dass Beobachtungen nicht subjektiv, nach Interessen oder Wunschvorstellung der Forschenden verzerrt werden. Also der Beobachtungsgegenstand nur in der Hinsicht erfasst wird, dass erwünschte Annahmen der Forschenden erfüllt werden und andere Kriterien nicht in die Beobachtung einbezogen werden. Die weitgehende Sicherung der Neutralität wird durch eine besonders strikte Orientierung an einem wissenschaftlich geprüften Modell aus der Literatur hergestellt. Ergänzt werden kann das durch den Einsatz von mehreren unabhängigen Beobachtenden.</p>
<p><strong>Formen der Beobachtung</strong></p>
<p>Anhand von verschiedenen Merkmalen und nach dem Grad der Standardisierung lassen sich mehrere Formen von Beobachtungen differenzieren. Beispielsweise wird hinsichtlich der Kriterien Transparenz (offen/verdeckt), Beobachtungsrolle (teilnehmend/nicht teilnehmend), Beobachtungsobjekt (Selbstbeobachtung/Fremdbeobachtung), Realitätsbezug (direkt/nicht direkt) und der Natürlichkeit der Situation (Feld/Labor) differenziert. Hinsichtlich der Standardisierung lassen sich unstandardisierte, teilstandardisierte und standardisierte Beobachtungen unterscheiden.</p>
<p><strong>Ablauf der Beobachtung</strong></p>
<p>Eine Beobachtung gliedert sich in mehrere Phasen und muss gut vorbereitet werden:</p><ol> 	<li>Zielklärung: Was will ich beobachten und zu welchem Zweck? 	<ol> 		<li>Entweder Erfassung eines bestimmten Zustandes, um den Untersuchungsgegenstand zu beschreiben (deskriptive Modellbeschreibung) oder</li> 		<li>Erfassung eines Zustandes, um Hypothesen zu prüfen (Erklärungsmodelle)</li> 	</ol> 	</li> 	<li>Auswahl der Beobachtungsmethoden (s.o.) 	<ol> 		<li>Auf der Basis wird ein Kriterienkatalog entwickelt, der in einem Beobachtungsbogen mündet</li> 	</ol> 	</li> 	<li>Form der Beobachtung genau definieren (wissenschaftliche Fundierung)</li> 	<li>Beobachtungsdurchführung mit ein oder mehreren Beobachtenden</li> 	<li>Zusammenstellung der Erhebungsergebnisse 	<ol> 		<li>Zu einer Aufbereitung der gesammelten Daten gehört zunächst die Beschreibung der Stichprobe</li> 		<li>Darauf folgt die Darstellung der reinen Häufigkeiten zu einem bestimmten Kriterium, d.h. wie häufig zeigt sich bspw. eine bestimmte Verhaltensweise - oder anders ausgedrückt, wie häufig wird ein Beobachtungskriterium erfüllt.</li> 		<li>Danach können die Daten in das zugrundeliegende Modell überführt oder zur Modellbildung genutzt werden.&nbsp;</li> 		<li>Abschließend Auswertung mit statistischen Methoden wie Korrelationsanalyse möglich</li> 		<li>Bei jedem einzelnen Schritt ist sehr viel Sorgfalt erforderlich, die auch entsprechende Zeit benötigt.</li> 	</ol> 	</li> 	<li>Kritische Reflexion 	<ol> 		<li>Wichtig ist es, kritisch auf den Beobachtungsprozess, die eingesetzten Methoden und die ermittelten Ergebnisse zu schauen. Sind ggf. Fehler oder Einflussfaktoren aufgetreten, die bei der Konzipierung der Beobachtung nicht bedacht wurden und können diese einen Einfluss auf die Interpretation der Ergebnisse haben. Das Wichtigste an einer kritischen Reflexion ist, dass sie wirklich kritisch ist und nicht zu einer Ansammlung von Begründungen gerinnt, die die absolvierte Vorgehensweise rechtfertigen oder gar beschönigen. An der Form der kritischen Reflexion lässt sich sehr schnell die wissenschaftliche Haltung der/des Forschenden erkennen.</li> 	</ol> 	</li> </ol><p><strong>Praktische Einsatzmöglichkeiten von Beobachtungen</strong></p>
<p>Die Anwendungsmöglichkeiten der Methode <em>Beobachtung</em> in PTPs sind wirklich vielfältig. Die nachfolgend aufgeführten Anwendungen haben lediglich Beispielcharakter und sind nur eine äußerst geringe Auswahl, die auch für alle Studiengänge relevant sein können.</p>
<p>So könnte ein*e Forschende*r beobachten, wie selbständig Aufgaben von Personen erledigt werden oder wie Arbeitsschritte ausgeführt werden und welche Hilfsmittel genutzt werden. Interessant ist auch die Beobachtung des Verhaltens von Zulieferfirmen im Fall von Mängeln im Zulieferungsprozess. Aber auch die eigenen Prozesse in einem Unternehmen – ob im Einkauf, in der Produktion, in der Rechnungslegung im Vertrieb – können durch Beobachtungsmethoden erfasst werden. Dies bietet sich für PTPs besonders an, da dadurch sehr viel über die Arbeitsvorgänge gelernt werden kann. Manchmal kann man auch technische Systeme zur Unterstützung der Beobachtung nutzen. So kann z.B. mittels der Eye-Tracking-Methode unter Nutzung einer „Tracking-Brille“ erfasst werden, wohin z.B. Kund*innen als erstes schauen, wenn sie vor einem Regal stehen oder an einem Bildschirm sitzen. Gibt es hier vielleicht auch einen Einfluss von Farben?</p>
<p>Außerdem könnten Forschende mithilfe einer Beobachtung die Klickzahlen einer Webseite nach der Suchmaschinenoptimierung (Beobachtung verläuft hier automatisiert) oder die Nutzung und Akzeptanz von Tablets nach der Integration in den täglichen Arbeitsablauf untersuchen. Auch eine Untersuchung von Meetings und Abstimmungen in agilen Softwareentwicklungsprojekten könnte mit einer Beobachtung erfolgen.</p>
<p>Auch die Beobachtung der Geschwindigkeit von Produktionsabläufen nach einer Umstellung auf automatisierte Lösungen stellt ein Anwendungsbeispiel von Beobachtungen dar. Außerdem könnten die Fragen: „Welche Informationen nutzen Ingenieur*innen bei der Konstruktion oder Auslegung ihrer Produkte? Wie funktioniert der Einsatz einer Maschine in der Praxis? Wie ist das Handling? Diese Liste ließe sich endlos fortsetzen.</p>
<p>In der Bibliothek gibt es weiterführende Literatur zur Methode der wissenschaftlichen Beobachtung. Tauschen Sie sich gerne auch fachübergreifend mit (dualen) Kommiliton*innen zu dieser Methode aus. Fragen Sie ggf. Ihre*n Studienbetreuer*in nach weiteren Studierenden, die die gleiche Methode wie Sie verwenden. Falls Sie Fragen zu den PTPs haben, sollten Sie sich im ersten Schritt an Ihre Lehrenden wenden. Diese können Ihnen die Anforderungen mitteilen und bei der Wahl geeigneter Methoden helfen. Außerdem kann Sie das Büro für Studierenden- und Unternehmensbetreuung des IDS unterstützen. In den nächsten Beiträgen stellen wir die Dokumenten- und die Arbeitsplatzanalyse sowie die Systematische Literaturanalyse vor.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Literatur und Empfehlungen:</strong></p>
<p>Atteslander, P. (1995): Methoden der empirischen Sozialforschung. Sammlung Göschen de Gruyter. 2 Auflage. Berlin. S.87.</p>
<p>Brosius, H-B., Haas, A., &amp; F. Koschel (2016). Methoden der empirischen Kommunikationsforschung. Eine Einführung. 7., überarbeitete und aktualisierte Auflage. Wiesbaden: Springer VS.</p>
<p>Fleck, C. (2000). Die Arbeitslosen von Marienthal: ein soziographischer Versuch über die Wirkungen lang andauernder Arbeitslosigkeit. In D. Kaesler, &amp; L. Vogt (Hrsg.), Hauptwerke der Soziologie. Stuttgart: Kröner. S. 221-226.</p>
<p>Gniewosz, B. (2011): „Beobachtung“ in: Reinders, H., Ditton, H., Gräsel, C., &amp; Gniewosz, B. (2011): „Empirische Bildungsforschung: Strukturen und Methoden“. VS Verlag für Sozialwissenschaften/Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, Wiesbaden. S. 99-108.</p>
<p>Häder, M. (2010): „Empirische Sozialforschung“. 2. Auflage. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden. S. 299-311.</p>
<p>Martin, E. &amp; Wawrinowski, U. (2006). Beobachtungslehre. Theorie und Praxis reflektierter Beobachtung und Beurteilung. Weinheim: Beltz Juventa.</p>
<p>Thierbach, C. und Petschick, G. (2014): Beobachtung. In: Baur, N. Blasius, J. (Hrsg.), Handbuch Methoden der empirischen Sozialforschung, DOI 10.1007/978-3-531-18939-0_66, Springer Fachmedien Wiesbaden 2014.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Thu, 20 Oct 2022 14:16:00 +0200</pubDate>
                        <title>Ein Blick hinter die Kulissen mit Alina Kerperien</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2022/10/ein-blick-hinter-die-kulissen-mit-alina-kerperien/</link>
                        <description>In unserem Format „Ein Blick hinter die Kulissen mit…“ sprechen wir mit Mitarbeitenden und Lehrenden, mit denen Sie während Ihres Informationsprozesses und später im dualen Studium am Campus Lingen in Kontakt kommen können. In diesem Beitrag lernen Sie Alina Kerperien aus dem Büro für Studierenden- und Unternehmensbetreuung kennen. </description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Alina Kerperien arbeitet seit Januar 2020 bei uns am Campus Lingen am Institut für Duale Studiengänge (IDS). Sie ist für die Digitalisierung der Studierendenbetreuung verantwortlich und entwickelt Konzepte und Methode für die digitale Betreuung von Studieninteressierten und dual Studierenden. Außerdem koordiniert sie das Projektstudium. Darüber hinaus gehört die Betreuung und Beratung der Studieninteressierten der praxisintegrierenden Bachelorstudiengänge, die optional um eine Ausbildung ergänzt werden können, zu ihren Aufgaben. Dazu führt sie unter anderem den <a href="/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/bewerbung-und-studium/step-into-the-future-day/">Talent Day</a>, Speed-Datings zwischen Studieninteressierten und Unternehmen oder <a href="/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/bewerbung-und-studium/beratung-und-betreuung/">Informationsveranstaltungen</a> zu den unterschiedlichen Studiengängen durch. Daneben arbeitet sie eng mit Schulen und Arbeitsagenturen zusammen.</p>
<p>Da sie selbst ein duales Studium bei der Stadt Lingen absolvierte, kann sie sich besonders gut in die Studieninteressierten und auch in die aktuell dual Studierenden hineinversetzen und ihre eigenen Erfahrungen in die Beratungen miteinfließen lassen.</p>
<p><strong>Was gefällt Ihnen am Konzept eines dualen Studiums?</strong></p>
<p>Kerperien: Als Studentin habe ich besonders die Abwechslung zwischen Theorie und Praxis geschätzt. Ich konnte das Gelernte aus der Theorie für das Verständnis der Praxis nutzen und konnte andersherum das, was ich in der Praxis gesehen habe, als Anregung mit in die Hochschule nehmen. Dadurch hatte ich einen anderen Blickwinkel auf die Theorie. Seitdem ich am IDS arbeite, ist mir dieser Vorteil des dualen Studiums nochmal stärker bewusst geworden. Durch die <a href="/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/theorie-praxis-transfer/">Praxistransferprojekte</a> (PTPs) und das Projektstudium ist die Theorie-Praxis-Verzahnung sehr intensiv. Wenn man das für sich nutzt, kann man sehr viel mitnehmen - die Arbeit lohnt sich.</p>
<p><strong>Was mögen Sie an Ihrer Arbeit am liebsten?</strong></p>
<p>Kerperien: Ich mag, dass sie so abwechslungsreich ist. Es ist ein großer Unterschied, ob ich Studieninteressierte oder bereits dual Studierende betreue und berate. Je nach Zielgruppe muss ich die Informationen ganz anders aufbereiten und vermitteln. Durch diese vielseitigen Aufgaben wird es auf jeden Fall nie langweilig. Der persönliche Kontakt mit den Studieninteressierten und dual Studierenden gefällt mir besonders gut. Außerdem begleite und unterstütze ich die Interessierten sehr gerne auf dem Weg ins duale Studium, weil ich weiß, wie aufregend und herausfordernd diese Zeit ist.</p>
<p><strong>Was war das Highlight Ihrer letzten Arbeitswoche?</strong></p>
<p>Kerperien: Mein Highlight war ein Betreuungstermin im Modul „Wissenschaftliches Arbeiten im Kontext betrieblicher Systeme". Ich betreue in dem Modul Erstsemesterstudierende aus dem Studiengang Betriebswirtschaft bei ihrer ersten wissenschaftlichen Arbeit. In dem Termin konnten wir einige Fragen und Probleme klären - z.B. zur Themenwahl und -eingrenzung und zur Formulierung von Zielen oder Forschungsfragen. Es ist immer spannend zu sehen, welche Bedarfe Studierende im ersten Semester in ihren Unternehmen erkennen, was für unterschiedliche Themen daraus entstehen und wie sie an diese herangehen wollen.</p>
<p><strong>Welche Veranstaltung führen Sie am liebsten durch?</strong></p>
<p>Definitiv die Talent Days. Das ist ein Format, bei dem sich Unternehmen und Studieninteressierte kennenlernen können. Die Studieninteressierten durchlaufen in der Veranstaltung ein Bewerbungstraining, in dem sie Vorstellungsgespräche und Assessment Center üben können. Diese werden direkt von Unternehmen durchgeführt, die dual Studierende suchen. Während des Trainings bekommen die Studieninteressierten natürlich Feedback von den Unternehmensvertreter*innen; es ist also sehr praxisnah. Die Unternehmen stellen sich in der Veranstaltung auch als potentielle Praxispartner vor und beantworten Fragen der Studieninteressierten.</p>
<p>Die Talent Days werden sowohl in Präsenz als auch virtuell durchgeführt. Dabei ist es immer wichtig, dass der Informationsaustausch sehr strukturiert erfolgt. Trotzdem muss es abwechslungsreich und interessant sein. Die nächsten Talent Days finden im Frühjahr statt. Darauf freue ich mich sehr.</p>
<p><strong>Mit welchen Worten würden Sie das IDS beschreiben?</strong></p>
<p>Kerperien: Vielseitig, spannend und familiär.</p>
<p><strong>Wie verbringen Sie Ihre Freizeit?</strong></p>
<p>Kerperien: Ich lese sehr gerne. Zurzeit lese ich das Buch „Offene See“, das gefällt mir ganz gut. Das letzte Buch, was ich richtig gut fand und sehr oft weiterempfohlen habe, ist „Die Mitternachtsbibliothek“. Außerdem habe ich vor Kurzem angefangen, Yoga zu machen und habe dabei viel Spaß. &nbsp;Ansonsten besuche ich gerne Konzerte.</p>
<p><strong>Welchen Ort möchten Sie irgendwann einmal bereisen?</strong></p>
<p>Kerperien: Die Liste der Orte ist sehr lang. Bisher war ich nur in Europa unterwegs, deswegen würde ich da gerne meinen Radius erweitern und zum Beispiel mal nach Kanada reisen. Ich habe trotzdem auch noch sehr viele Orte in Europa auf meiner Liste, wie z. B. Frankreich, Island oder Schweden. Zuletzt war ich auf Mallorca und im Allgäu. &nbsp;Als nächstes steht ein Ski-Urlaub an auf den ich mich sehr freue.</p>
<p><strong>Welchen Podcast sollte jeder gehört haben?</strong></p>
<p>Kerperien: Ich habe eine große Schwäche für True Crime Podcasts. Mein Lieblingspodcast ist ZEIT Verbrechen, aber auch Mordlust und Verbrechen von nebenan kann ich sehr empfehlen.</p>
<p>Den Podcast „Mal angenommen“ von der Tagesschau höre ich auch gerne. Da geht es um Zukunftsszenarien, die aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet werden, z. B. ob das Szenarium überhaupt möglich wäre und was das für Konsequenzen hätte. Da höre ich immer mal wieder rein.</p>
<p><strong>Welche Tüte können Sie nicht aufmachen, ohne direkt alles aufzuessen?</strong></p>
<p>Kerperien: Nimm 2 soft esse ich sehr gerne, vor allem die Richtung Erdbeere, und eigentlich alles von Kinderschokolade.</p>
<p><strong>Zum Abschluss: Was möchten Sie Interessierten an einem dualen Studium noch mit auf den Weg geben?</strong></p>
<p>Kerperien: Die Studienwahl kann manchmal überfordernd sein – die Studieninteressierten stehen vor einer großen Entscheidung und das Angebot ist riesig. Sie sollten Informationsangebote mitnehmen, wenn sie können – z. B. Messen oder Angebote ihrer Schule. Wenn sie noch keinen großen Plan haben und sich erstmal grob informieren wollen, sollten sie sich einfach mal in eine Informationsveranstaltung setzen und zuhören. Da können Studieninteressiert schon viel mitnehmen.</p>
<p>Ansonsten sollten sie nicht verzweifeln, wenn die Zusage auf sich warten lässt. Es ist normal, nicht direkt bei der ersten Bewerbung einen dualen Studienplatz angeboten zu bekommen. Einfach weiter bewerben und nicht aufgeben. Und wenn sie Hilfe bei der Bewerbung brauchen, können sie sich bei uns melden! Wir helfen ihnen gerne.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                    <item>
                        <guid isPermaLink="false">news-9976</guid>
                        <pubDate>Fri, 14 Oct 2022 14:07:00 +0200</pubDate>
                        <title>Erwartungen im dualen Studium – Ein Spannungsnetz</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2022/10/erwartungen-im-dualen-studium-ein-spannungsnetz/</link>
                        <description>Mit dem Studienbeginn startet ein neuer Lebensabschnitt, in dem dual Studierende mit ganz unterschiedlichen Erwartungen konfrontiert werden. Dazu gehören nicht nur die eigenen Erwartungen an sich selbst, sondern auch die der Hochschule und des Praxisunternehmens. Dieser Beitrag gibt einen ersten Einblick, wie Erwartungen aussehen können.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Erwartungen werden überall an uns Menschen herangetragen: beim Besuch einer Bäckerei erwartet man bspw. eine freundliche Bedienung und die präferierten Backwaren – und das Verkaufspersonal erwartet im Gegenzug eine höfliche Bestellung und die entsprechende Bezahlung. Auch im dualen Studium werden Erwartungen gestellt. Dabei sehen die Erwartungen von Person zu Person anders aus, sind vielfältig und lassen sich nicht immer vereinbaren. Manche widersprechen sich sogar und führen so zu Spannungen. Dieser Beitrag zeigt unterschiedliche Erwartungen auf, die im dualen Studium eine Rolle spielen können. Darüber hinaus wird aufgezeigt, wie dual Studierende damit umgehen können.</p>
<p><strong>Bedeutung von Erwartungen</strong></p>
<p>Gerade zu Beginn des dualen Studiums müssen Studierende eine Fülle an Informationen verarbeiten, sei es im Unternehmenskontext oder in der Hochschule und so manche*r Studierende fragt sich, ob man allen Anforderungen gerecht werden kann. Es kann dazu kommen, dass Anforderungen mit organisatorischem Charakter schnell in den Vordergrund und individuelle Fragen nach den eigenen, persönlichen Erwartungen hintenangestellt werden. Insofern ist es wichtig, sich mit den Erwartungen, die von verschiedenen Seiten an eine Person gerichtet werden, auseinanderzusetzen und sich der vielen Rollen (Student*in, Arbeitnehmer*in, Kommiliton*in und viele weitere) bewusst zu werden. Sind die Erwartungen, die seitens der Hochschule sowie der Praxispartner gestellt werden, bekannt und ist man sich der persönlichen Erwartungen an sich selbst bewusst, fällt es leichter, die richtigen Entscheidungen für sein eigenes Tun zu treffen. Das trägt auch maßgeblich zur Zufriedenheit im dualen Studium bei.</p>
<p><strong>Erwartungen von dual Studierenden an sich selbst</strong></p>
<p>Viele dual Studierende erwarten von sich, einen guten Studienabschluss zu erlangen und damit ein gutes Fundament für ein erfolgreiches Berufsleben zu legen. Um dieses Ziel zu erreichen, wollen sie gute Leistungen während des Studiums erbringen. Gleichzeitig streben die Studierenden aber auch nach einer guten Work-Life-Balance und einer erlebnisreichen Studienzeit. Damit dies nicht mit den Leistungserwartungen kollidiert, hilft es, sich mit diesen unterschiedlichen Erwartungen auseinander zu setzen, nach Vereinbarkeiten zu suchen und ein Zeitmanagement aufzubauen, sodass Raum für unterschiedliche Aktivitäten bleibt. So ist es wichtig, frühzeitig Zeitfenster zum Vor- und Nachbereiten der Lehrinhalte einzuplanen, sich aber auch aktiv Zeit für sich selbst zu nehmen und das Studierendenleben zu genießen. So können Studierende beides unter einen Hut bekommen. Wer wissen möchte, wie ein gutes Erwartungs- und Zeitmanagement funktioniert, kann beim Büro der Studierenden- und Unternehmensbetreuung des Instituts für Duale Studiengänge (IDS) einen Workshop für die Studiengruppe anfragen.</p>
<p>Darüber hinaus stellt der regelmäßige Austausch mit Kommiliton*innen ein wichtiges Instrument dar, um sich unterschiedliche Erwartungen bewusst zu machen. Gerade zu Beginn helfen Gespräche, die Erwartungsvielfalt zu erkennen und dies unterstützt die Selbstorganisation. Praktisch bedeutet es, dass Studierende den Kontakt zu ihren Kommiliton*innen suchen und sich offen zu Anforderungen des dualen Studiums austauschen sollten, denn alle Studierenden sind in derselben Situation. Gerade der Umgang mit unterschiedlichen Anforderungen ist für alle eine Herausforderung, auch wenn nicht alle das gerne zugeben ;) Ein gutes Netzwerk ist zudem nicht nur förderlich für das Studierendenleben, sondern auch für den eigenen Lernerfolg. Insbesondere das <a href="https://www.instagram.com/mentoren.ids/" target="_blank" rel="noreferrer">Mentor*innenteam</a> fördert den Austausch zwischen den Studierenden und organisiert regelmäßige Events zum Kennenlernen.</p>
<p><strong>Erwartungen der Hochschule und Praxisunternehmen</strong></p>
<p>Zum Studienstart ist vielen dual Studierenden nicht bewusst, dass die Erwartungen der beiden Lernorte, Hochschule und Unternehmen, zum Teil sehr unterschiedlich ausfallen. Daher ist es wichtig, sich vor Augen zu führen, dass das Set an gestellten Erwartungen, abhängig vom jeweiligen Lernort, im dualen Studium variiert. Auf Seiten der Lehre sind Erwartungen stark erkenntnisorientiert geprägt, d. h. das wissenschaftliche Arbeiten und die Fachkenntnisse stehen an vorderster Stelle. Unternehmen sind daran zwar auch interessiert, haben allerdings auch „handlungsorientierte“ Erwartungen. Dazu gehört bspw., dass sich die dual Studierenden aktiv im Unternehmen im jeweiligen Aufgabenbereich einbringen und an den Handlungen des Betriebes erfolgsorientiert mitwirken. Um beiden Erwartungsdimensionen gerecht werden zu können, sollen die Erkenntnisse aus der Theorie in der Praxis angewendet werden und idealerweise auch einen Mehrwert für das Unternehmen schaffen.</p>
<p>Insgesamt ist das Erwartungsspektrum bei genauer Betrachtung natürlich noch deutlich vielfältiger. So erwarten in der Hochschule die Lehrenden zunächst die Anwesenheit, Pünktlichkeit und Lernbereitschaft bei den Lehrveranstaltungen und gerade bei den kleinen Lerngruppen auch eine aktive Mitarbeit, denn dann macht das gemeinsame Lernen auch mehr Spaß. Zudem wird eine gewisse Leistungsbereitschaft, als Grundlage für einen erfolgreichen Studienabschluss, vorausgesetzt. Diesen Anspruch haben auch viele Studierende an sich selbst, allerdings muss man auch manchmal an sich arbeiten und die ein oder andere Hemmung zur Mitarbeit überwinden. Eine andere Dimension sind die fachlichen Erwartungen, die an die Studierenden gestellt werden, wie z.B. die Erwartungen an Hausarbeiten, Klausuren und Präsentationen. Hier kann der direkte Austausch mit Lehrenden helfen, um sich der Erwartungen klar zu werden.</p>
<p>Eine noch andere Dimension sind Erwartungen, die auf den Bereich der Kooperationskompetenzen gerichtet sind, wie Toleranz, Eigeninitiative und Hilfsbereitschaft – übrigens ein Erwartungsbereich, der sich mit dem im Unternehmen deckt. Das duale Studium trägt durch diese beiden Lernorte maßgeblich dazu bei, diese Kompetenzfelder zu entwickeln.</p>
<p>Im Praxisunternehmen variieren die Erwartungen, je nachdem in welchem Aufgabenfeld die Studierenden eingesetzt sind. So erfordert bspw. der Umgang mit Kund*innen, dass man sich auf deren Wünsche einstellt und vorausschaut, welche Erwartungen an das Unternehmen gerichtet werden. In anderen Arbeitsbereichen ist der*die Kund*in gar nicht präsent, dafür aber Kolleg*innen umso mehr, die ebenfalls Erwartungen an das Arbeitsverhalten der dual Studierenden haben, wie die rechtzeitige Bereitstellung von Informationen. Hilfreich ist es, wenn man zu Beginn einer Praxisphase mit den betrieblichen Betreuenden die unterschiedlichen Aufgaben und die Erwartungen, die sich daraus ergeben, in einem Gespräch klärt. Dabei besteht durchaus auch die Möglichkeit, eigene Vorstellungen oder Wünsche zu äußern, denn dann können die Praxisphasen deutlich zielorientierter gestaltet werden.</p>
<p>Ob im Unternehmen oder in der Hochschule – sollten Probleme auftreten, steht die Studierenden- und Unternehmensbetreuung des IDS immer mit Rat und Tat zu Seite.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Quelle:</p>
<p>Arens-Fischer, W. &amp; Dinkelborg, K. (2019): Erwartung an die Rolle dual Studierender und Impulse zu ihrer Betreuung in der Studieneingangsphase. In: Duales Studium, Ausgabe 1/2019, Berlin: DUZ, S. 47-60.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                    <item>
                        <guid isPermaLink="false">news-9978</guid>
                        <pubDate>Wed, 05 Oct 2022 14:56:00 +0200</pubDate>
                        <title>Sieben Jahre berufsintegrierendes Studium – Absolvent Markus Dörenkämper vom VfL Osnabrück im Interview</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2022/10/sieben-jahre-berufsintegrierendes-studium-absolvent-markus-doerenkaemper-vom-vfl-osnabrueck-im-interview/</link>
                        <description>Zwei berufsintegrierende Studiengänge hintereinander: Markus Dörenkämper schaut auf seine Leistung zurück und berichtet im Interview von seiner Entscheidung für das duale Studium, anstrengenden und lohnenswerten Phasen und seiner aktuellen Tätigkeit beim VfL Osnabrück.  </description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Nach seinem Abitur am Wirtschaftsgymnasium Osnabrück entschied sich Dörenkämper zunächst für eine betriebliche Ausbildung zum Industriekaufmann bei der HOMANN Feinkost GmbH. Danach folgten das duale, berufsintegrierende Bachelorstudium <a href="/studium/studienangebot/bachelor/management-betrieblicher-systeme-betriebswirtschaft-ba-dual-standort-lingen-ems/">Management betrieblicher Systeme - Betriebswirtschaft</a> (2014-2018) und das Masterstudium <a href="/studium/studienangebot/master/fuehrung-und-organisation-ma-dual-standort-lingen-ems/">Führung und Organisation</a> (2018-2021), welches er nach einem Arbeitgeberwechsel beim VfL Osnabrück abschloss. Dort arbeitet er seit 2020 und ist aktuell als Bereichsverantwortlicher Finanzen (Controlling) &amp; Organisation (Spielbetrieb) tätig.</p>
<p><strong>Sie haben vor Ihrem berufsintegrierenden Bachelorstudium eine Ausbildung absolviert. Wie kam es dazu, dass Sie sich danach für ein duales Studium entschieden haben?</strong></p>
<p>Dörenkämper: Ich habe nach meinem Abitur bereits überlegt, dual zu studieren. Mich aber damals dagegen entschieden, weil ich erst mal nur eine praktische Ausbildung machen wollte. Mein Studienwunsch ist aber über die gesamte Ausbildungsdauer geblieben. Zum Ende meiner Ausbildung signalisierte mir mein damaliger Arbeitgeber, die HOMANN Feinkost GmbH, dass sie mich gerne übernehmen würden. Unter der Bedingung, dass ich neben der Berufstätigkeit studieren durfte, sagte ich zu und habe es an keinem Tag bereut. Es war mir wichtig, nicht nur die Theorie zu lernen, sondern diese direkt mit der Praxis zu verknüpfen. Insgesamt habe ich diese Studienzeit als gleichermaßen anstrengende, fordernde, aber auch fördernde Zeit wahrgenommen und war stolz, das Bachelorstudium erfolgreich nach vier Jahren abschließen zu können.</p>
<p><strong>Wieso haben Sie sich nach Ihrem Bachelorabschluss ebenfalls für ein berufsintegrierendes Masterstudium entschieden?</strong></p>
<p>Dörenkämper: Nach dem Bachelorstudium wollte ich auf jeden Fall weiterstudieren und einen Masterabschluss machen. In erster Linie, um mir persönlich zu beweisen, dass der Bachelorabschluss nicht das Ende der akademischen Laufbahn war. Ich wollte aber auch unbedingt praktisch weiterarbeiten, weil ich zu dem Zeitpunkt beruflich fest im Sattel saß und eine verantwortungsvollere Position übernommen hatte. Daher war mir klar, dass ich mir nur ein duales &nbsp;Masterstudium bei der Hochschule vorstellen konnte. Zugegeben, ich habe zweimal überlegt, ob ich das wirklich machen will, denn nach dem berufsintegrierenden Bachelorstudiengang wusste ich, dass dies noch mal eine größere Herausforderung werden wird. Rückblickend kann ich sagen, ich würde es immer wieder machen, weil die Erkenntnisse aus dem Studium wirklich gut mit der Praxis verknüpft werden konnten.</p>
<p><strong>Sie haben Ihr duales Masterstudium bei HOMANN begonnen und beim VfL Osnabrück beendet. Wie kam es zu dieser Entscheidung?</strong></p>
<p>Dörenkämper: Das war definitiv keine Entscheidung gegen HOMANN, sondern eine Entscheidung für den VfL. Der Entschluss, die Branche zu wechseln, hat es mir als Kind der Region und meiner hohen Affinität zum Fußball sowie zum VfL leichter gemacht. Wichtig war mir, ehrlich gegenüber HOMANN zu kommunizieren und deshalb habe ich auch stets mit offenen Karten gespielt.</p>
<p><strong>Was waren die größten Herausforderungen im Masterstudium für Sie? </strong></p>
<p>Dörenkämper: Eine besondere und im Vorfeld nicht absehbare Herausforderung war der Beginn der Covid-19-Pandemie. Auf der einen Seite wurde das Studium von heute auf morgen ein ganz anderes und auf der anderen Seite veränderte sich der Alltag im Profifußball. Zu Beginn der Pandemie (März 2020) wusste keiner aus der Sport- und Veranstaltungsbranche, wie es weitergehen sollte. Als Finanzverantwortlicher beim VfL Osnabrück wurde der Arbeitsalltag schlagartig auf den Kopf gestellt. Tagtäglich wurden Szenarioanalysen vorgenommen und aktualisiert, um den Fortbestand des Unternehmens zu gewährleisten und somit aktives Risikomanagement zu betreiben. Glücklicherweise haben wir es als VfL und die Branche im Allgemeinen geschafft, die Krise bis zum jetzigen Zeitpunkt gut zu bewältigen. Auch wenn uns bewusst ist, dass durch den russischen Angriffskrieg ausgelöste Polykrisen (Krieg, Energieversorgung, aktuelle Inflation) weitere negative Auswirkungen für die gesamte Welt, und somit natürlich auch für den VfL, bevorstehen. &nbsp;&nbsp;</p>
<p>Natürlich hatte der veränderte Arbeitsalltag auch Auswirkungen auf mein Studium. Ich konnte zu der Zeit nicht einfach sagen, dass ich mich einfach so für eine Woche Online-Vorlesungen aus dem Tagesgeschäft rausziehe. Die Arbeit war zu der Zeit einfach bestimmender. Das hatte sich nach einer gewissen Zeit und der Wiederaufnahme des Spielbetriebs, natürlich wieder gelegt. Die größten Herausforderungen lagen in den ersten Wochen und Monaten nach Pandemiebeginn.</p>
<p><strong>Wie haben Sie die Vereinbarkeit im dualen Bachelor- und Masterstudium mit der jeweiligen Arbeit wahrgenommen? </strong></p>
<p>Dörenkämper: Das ist machbar. Wichtig ist, sich eine Akzeptanz für das Studium von Vorgesetzten und Kolleg*innen im Betrieb zu erarbeiten, dann kann man auch die notwendige Unterstützung durch das Unternehmen erfahren. Dies war vor allem zum Ende meines Masterstudiums der Fall, wo ich eine breite Unterstützung der Kolleg*innen erfahren habe. Aber nicht jeder Arbeitgeber jubelt und ermöglicht Freiräume wie Freistellungen für Prüfungen. Daher ist es fundamental wichtig, sich richtig zu organisieren und unter Umständen auch auf den ein oder anderen längeren Urlaub zu verzichten. Für mich war es nicht von Nachteil, weil ich wusste, wofür ich es mache. Jetzt mit Anfang 30, in einer Position, in der ich finanzielle und personelle Verantwortung trage, bin ich sicher, dass es der richtige Weg war.</p>
<p><strong>Welche Vorteile oder welchen Mehrwert konnten Sie aus dem dualen Studium für Ihre jetzige Arbeit ziehen?</strong></p>
<p>Dörenkämper: Durch das duale Studium habe ich neben dem vielen Fachwissen eine gewisse Methodenkompetenz und vor allem Skills im Projektmanagement entwickelt. Diese helfen mir bei der Organisation und Durchführung von Projekten. Außerdem kann ich durch diese Kompetenzen einschätzen, wann es eine Entscheidung zu treffen gilt.</p>
<p>Außerdem denke ich, habe ich in den letzten Jahren vor allem eine gewisse Stressresistenz entwickelt. Das hört sich vielleicht erst mal etwas abschreckend und unerwartet an, aber Faktoren, wie das Organisationsvermögen in stressigen Situationen, sind sehr wichtig. Im Berufsalltag muss regelmäßig unterschieden werden, was wichtig und was dringend ist. Das muss nicht immer das Gleiche sein. Die Doppelbelastung hat mir dabei in den letzten Jahren den richtigen Weg aufgezeigt dies unterscheiden zu können.</p>
<p><strong>Würden Sie sich rückblickend noch einmal für ein duales Studium entscheiden?</strong></p>
<p>Dörenkämper: Ja, absolut! Als Absolvent*in eines dualen Studiums hat man anderen Studierenden, die wenig Praxiserfahrung haben und erst frisch in ein Unternehmen einsteigen, einiges voraus. Das liegt nicht daran, dass man besser arbeitet, sondern einen anderen Blick auf die Dinge wirft. Durch sieben Jahre Festanstellung mit berufsintegriertem Studium, weiß ich gut, wie ich einen Tagesablauf strukturieren muss, damit ich Arbeit und Privates unter einen Hut bekomme.</p>
<p><strong>Wie sehen heute Ihre täglichen Aufgaben aus? </strong></p>
<p>Dörenkämper: Das kann ich pauschal gar nicht beantworten, denn jeder Tag ist anders als der Tag davor. Grundsätzlich bin ich verantwortlich für den Bereich Finanzen und Organisation. An Spieltagen beginnt ein Arbeitstag bspw. bereits einige Stunden vor Spielbeginn. Alle zwei Wochen sind an so einem Tag bestenfalls 12.000-16.000 Menschen vor Ort und mein großartiges Team und ich haben den organisatorischen Ablauf im Blick.</p>
<p>Auch die Aufgaben im Bereich Finanzen bringen Abwechslung mit und unterscheiden sich je nach Phase. Es gibt zum Beispiel die Lizenzierungsphasen, in denen der Lizenzgeber z.B. der DFB u.a. zwei Mal im Jahr die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit eines jeden Klubs überprüft, laufende Monatsabschlüsse und Quartalsreports, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten anfallen und entsprechende Vorbereitung benötigen. Grundsätzlich ist es wie so häufig in mittelständischen Unternehmen – dem administrativen/kaufmännischen Bereich wird zu wenig Beachtung geschenkt. Dies hat sich in den letzten Jahren zum Glück geändert. Plakativ kann man das zum Beispiel im Bereich Finanzen am folgenden Beispiel aufzeigen: Früher wurde beim VfL noch nicht einmal vollständig auf Kostenstellen gebucht und entsprechend gab es gar nicht die Möglichkeit, ein Controlling aufzubauen. Mittlerweile sind wir so weit, dass jeder Bereich über seine eigenen Kostenstellen verfügt, es einen klaren Budgetprozess gibt und alle Kostenstellenverantwortlichen in regelmäßigen Abständen in Quartalsreports gegenüber der Geschäftsführung zu ihren Zahlen Rede und Antwort stehen dürfen. Natürlich war dies erst einmal für alle Beteiligten eine neue Herausforderung. Aber mittlerweile hat der ein oder andere auch den Vorteil entdeckt, dass man auch die Möglichkeit besitzt, Nachtragsbudgets zu beantragen. Voraussetzung ist natürlich, dass das Gesamtkonzept vollumfänglich durchdacht ist.</p>
<p><strong>Sie arbeiten in einem Fußballverein also dort, wo andere ihren Spaß und ihre Freude ausleben können. Was begeistert Sie an Ihrem Beruf?</strong></p>
<p>Dörenkämper: Fußball ist super persönlich und familiär. Es ist ein kleines Team und diese Familie hält zusammen. Wir haben eine Duz-Kultur – von den Mitgliedern bis zum Geschäftsführer und Vorstandsvorsitzenden. Ich habe täglich Kontakt zu unterschiedlichen Menschen und das ist es, was es für mich ausmacht. Der Höhepunkt biete die „Bremer Brücke“, unsere Begegnungsstätte – hier stehen an den Wochenenden Sozialhilfe-Empfänger*innen neben Rechtsanwält*innen auf der Tribüne und feiern&nbsp;(hoffentlich)&nbsp;den nächsten Ligaheimsieg. Das ist das, was Fußball auszeichnet: Er verbindet. Gerade in Osnabrück, denn der VfL, ist der „Leuchtturm“ der Region und wir arbeiten tagtäglich daran, dass er weiterhin und Stück für Stück etwas heller strahlt.</p>
<p><strong>Was ist für Sie eine persönliche Herausforderung in Ihrem Beruf?</strong></p>
<p>Dörenkämper: Geduldig zu sein. Es ist eine Herausforderung für mich zu akzeptieren, dass aufgrund von begrenzten Ressourcen nicht alles auf einmal umsetzbar ist. Trotzdem ist es möglich, seine Ziele zu erreichen – nur unter einem anderen Zeithorizont: kleine Ziele setzen und diese nach und nach erreichen. Das ist wie ein Puzzle, bei dem man nach und nach das große Bild zusammensetzt.</p>
<p><strong>Welchen persönlichen Ratschlag haben Sie für Studieninteressierte und Studierende?</strong></p>
<p>Dörenkämper: Nicht aufgeben! Man kann das definitiv schaffen und muss kein Überflieger sein! Es gibt Momente, in denen man daran zweifelt – vor allem vielleicht mal samstagabends, wenn viele Freund*innen unterwegs sind und man selbst noch am Schreibtisch sitzt. Aber man wird am Ende belohnt, wenn man das Studium durchzieht. Ich kenne niemanden, der das duale Studium im Nachhinein bereut hat. Ganz im Gegenteil: alle haben bisher einen super Karriereweg hingelegt, da man über sieben Jahre berufsintegrierendes Bachelor- plus Masterstudium hinweg gelernt hat, unter Zeitstress und Druck zu arbeiten. Wer das duale Studium durchzieht, hat seine Persönlichkeit weiterentwickelt und ist auf dem Arbeitsmarkt sehr gefragt.</p>
<p>Ich empfehle darüber hinaus das Studium zu nutzen, um Kontakte zu knüpfen. Ich habe bis heute zu vielen ehemaligen Kommiliton*innen Kontakt und wir können uns beruflich sowie privat oft gegenseitig weiterhelfen. Denn am Ende sind es die Beziehungen zu Menschen, die unser Leben bereichern.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Mon, 19 Sep 2022 09:56:00 +0200</pubDate>
                        <title>Ein Blick hinter die Kulissen mit Prof. Dr. Stefan Guericke</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2022/09/ein-blick-hinter-die-kulissen-mit-prof-dr-stefan-guericke/</link>
                        <description>In unserem Format „Ein Blick hinter die Kulissen mit…“ stellen wir Ihnen einmal im Monat Lehrende oder Mitarbeitende der Hochschule vor, die Sie im Laufe Ihres Studiums am Campus Lingen am Institut für Duale Studiengänge (IDS) oder vorher beim Informationsprozess kennenlernen können. Dieses Mal im Interview: Prof. Dr. Stefan Guericke.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Prof. Dr. Stefan Guericke ist ein begeisterter Wirtschaftsinformatiker. Er ist gebürtig aus Eswatini, Südafrika, wohnte jeweils zwei Jahre in China und Peru und arbeitete sechs Jahre in Kopenhagen. Wieso es sein Wunsch war, als Professor in Lingen zu lehren und welches dänische Gericht er bis heute noch gerne zubereitet, beantwortet er im Interview.</p>
<p>Guerickes berufliche Laufbahn begann mit einer Ausbildung zum Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung. Danach studierte er erst Wirtschaftsinformatik an der Universität Paderborn und dem Beijing Institute of Technology und promovierte dann im Bereich mathematische Optimierung. Von 2015 bis 2021 arbeitete er erst als Data Scientist und zuletzt als Senior Engineering Manager bei A.P. Moller-Maersk in Kopenhagen. Zuletzt war er verantwortlich für die IT-Umsetzung der globalen Netzwerkplanung und sorgte für effiziente Arbeits-, Planungs- und Buchungsprozesse. Seit Anfang 2022 ist er Professor für Wirtschaftsinformatik mit dem Schwerpunkt Data Science am Campus Lingen – Institut für Duale Studiengänge.</p>
<p><strong>Wie waren die letzten Monate am IDS als Lehrender für Sie?</strong></p>
<p><strong>Guericke:</strong> Das erste Semester war sehr interessant und herausfordernd. Bereits im Januar begann meine Zeit als Lehrender mit der Vorlesung „Big Data“. Die Vorlesung(en) bereiteten mir viel Freude dank der abwechslungsreichen Zusammenarbeit mit den Studierenden. Vor der Sommerpause habe ich auch eine Reihe von Bachelorarbeiten und Kolloquien begleitet, was mir interessante Einblicke in die Hochschule und regionale Unternehmen gegeben hat.</p>
<p><strong>Sie haben zuletzt von 2015 bis 2021 in Kopenhagen gearbeitet: Wie kam es dazu, dass Sie sich entschieden haben, Professor am IDS zu werden? </strong></p>
<p><strong>Guericke: </strong>Im Endeffekt war es eine Mischung aus familiären und perspektivischen Gründen. Zum einen wollten wir nach einer lehrreichen Zeit im Ausland wieder zurück in die Nähe der Heimat, Familie und Freund*innen. Ein weiterer Grund war, dass sich vor 20 Jahren während meiner Ausbildung, insb. durch meinen damaligen Entwicklungsleiter, das erste Mal der Wunsch gebildet hat, Wissen an jüngere Menschen weiterzugeben. Dieser Gedanken hat mich auch während meiner Promotion und späteren Berufslaufbahn begleitet. Durch die Chance an der Hochschule Osnabrück freue ich mich nun meine Erfahrungen und Wissen weitergeben zu können.</p>
<p><strong>Daran anknüpfend – Sie haben ein „ungewöhnlichen” Lebenslauf. Von der Berufsausbildung hin zum Doktortitel, das hört man eher selten. Wieso haben Sie sich damals zuerst für eine Ausbildung entschieden und dann das Studium angeschlossen?</strong></p>
<p><strong>Guericke: </strong>Mich hat es interessiert, die Anwendung im Betrieb zu sehen und welches Wissen ich dafür brauche. Das praktische Wissen aus meiner Ausbildung und diversen Werksstudententätigkeiten haben mich meinen ganzen universitären Werdegang bis hin ins Berufsleben begleitet. Dadurch konnte ich spannende Themen wie maschinelles Lernen und mathematische Optimierung immer in den Kontext der betrieblichen und Softwareumsetzung integrieren.</p>
<p><strong>Wieso haben Sie sich für die Wirtschaftsinformatik entschieden und welches Thema mögen Sie in Ihrem Bereich am liebsten?</strong></p>
<p><strong>Guericke: </strong>Die <a href="/wirtschaftsinformatik-bsc-dual-standort-lingen-ems/">Wirtschaftsinformatik</a> ist für mich die perfekte Mischung aus Informatik und der Schaffung von Mehrwert für ein Unternehmen.<strong> </strong>Für die Umsetzung von Digitalisierung, Data Science etc. benötigt man Softwareentwicklung und ein großes Interesse ein Unternehmen zu verstehen. &nbsp;Mein Lieblingsthema ist ganz eindeutig maschinelles Lernen und Operations Research. Es ist zwar sehr quantitativ, aber spannend aufgrund der Fragestellungen von Unternehmen und der Wirtschaft.</p>
<p><strong>Wie gefällt ihnen die Arbeit mit den Studierenden an der Hochschule?</strong></p>
<p><strong>Guericke: </strong>Mich begeistert besonders das Interesse der Studierenden. Im Vergleich zu meiner damaligen Vorlesungszeit sind die Vorlesungen hier viel interaktiver. Es macht mir eine Menge Freude, kritisch mit den Studierenden über Themen zu diskutieren und Inhalte interaktiv zu erarbeiten. Im Vergleich zu Studierenden von Universitäten bringen die dualen Studierende bereits viel Praxiserfahrung, wodurch sie Vorlesungsthemen in Kontext ihres Unternehmens setzen können.</p>
<p><strong>Gibt es eine Erfahrung/ein Erlebnis aus ihrer Arbeitszeit bei Maersk, das Ihnen besonders in Erinnerung geblieben ist und Sie mit den Leser*innen teilen können?</strong></p>
<p><strong>Guericke:</strong> Ein persönlich sehr beeindruckendes Erlebnis war, als wir mit einem Team ein Containerschiff am Terminal Aarhus besucht haben. Die Mette Maersk mit ca. 20.000 Containern und über 400 m Länge wird von lediglich 20 Personen betrieben. Die Einblicke haben meine Einstellung zu den Auswirkungen von entwickelten Planungsverfahren auf die Kollegen geprägt und mich sicherlich etwas demütiger gemacht.</p>
<p><strong>Was hat Ihnen bei Ihrem damaligen Job besonders Spaß gemacht? </strong></p>
<p><strong>Guericke: </strong>Ich hatte besonders Spaß daran, den Konzern bei seiner digitalen Transformation von Anfang an zu begleiten und dabei viele interessante Menschen aus der ganzen Welt kennen zu lernen. Durch die vielen internationalen Kollegen hatte man selbst in Kopenhagen noch die Möglichkeit ein wenig Chinesisch zu sprechen.</p>
<p><strong>Welche Erfahrungen kommen Ihnen in der Lehre aus Ihrer Zeit in Kopenhagen zugute?</strong></p>
<p><strong>Guericke: </strong>Auf jeden Fall die Flexibilität, sich auf neue Themen, Prozesse und Änderungen allgemein einzulassen und so neue Themen in die Vorlesung zu integrieren. Weiterhin bieten die vielschichtigen Erfahrungen der großen digitalen Transformation viele Möglichkeiten für Anknüpfungspunkte in den Vorlesungen.</p>
<p><strong>Wie ist Ihr Eindruck von Lingen?</strong></p>
<p><strong>Guericke: </strong>Wir hatten viele fantastische Wochenenden um zusammen mit der Familie und alten sowie neuen Freunden die Umgebung zu erkunden. Die Nähe zum Grünen, zum Meer und den Moorlandschaften eignet sich fantastisch für kleine Wanderungen oder Radtouren.</p>
<p><strong>Vermissen Sie Kopenhagen? Wenn ja, was genau?</strong></p>
<p><strong>Guericke: </strong>Ja etwas, gerade im Sommer innerhalb von 10 Minuten an der Ostsee oder den Kanälen der Innenstadt zu sein war schon klasse.</p>
<p><strong>Was war Ihr Lieblingsgericht in Dänemark? Kochen Sie dieses heute Zuhause nach? </strong></p>
<p><strong>Guericke:</strong> Tatsächlich sind die Gerichte in Dänemark sehr speziell *lacht*. Am besten hat mir noch das Smørrebrød geschmeckt, was im Wesentlichen ein fancy Butterbrot ist, das bis zu mehreren Zentimetern hoch belegt sein kann. Tatsächlich haben eine Affinität zu diesen entwickelt, auch wenn wir nicht im Ansatz an das Original herankommen.</p>
<p><strong>Welches Buch konnten Sie das letzte Mal nicht mehr aus der Hand legen?</strong></p>
<p>Guericke: „The Three-Body-Problem“ von Liu Cixin ist ein Science-Fiction-Roman, welcher mich so sehr begeistert hat, dass ich die Trilogie ein zweites Mal gelesen habe.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Mon, 12 Sep 2022 08:15:00 +0200</pubDate>
                        <title>Die Qual der Wahl: Worauf es bei der Unternehmenswahl für ein duales Studium ankommt</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2022/09/die-qual-der-wahl-worauf-es-bei-der-unternehmenswahl-fuer-ein-duales-studium-ankommt-1/</link>
                        <description>Bei der Vielzahl an Unternehmen, die duale Studienplätze anbieten, kann es schwerfallen, die richtige Wahl für den beruflichen Karriereweg zu treffen. Der Beitrag bietet Ansatzpunkte, die Studieninteressierte bei ihrem Entscheidungsprozess berücksichtigen können.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Die Entscheidung für ein duales Studium ist gefallen und der präferierte Studiengang steht fest. Jetzt beginnt die Suche der Studieninteressierten nach einem passenden Kooperationsunternehmen bzw. einer passenden Einrichtung und damit auch die Qual der Wahl. Welche Branche soll es sein? Großunternehmen, KMU oder Handwerksbetrieb? Am Heimatort, in der nächst größeren Stadt oder in einem anderen Bundesland?</p>
<p><strong>Worauf sollten Studieninteressierte bei der Unternehmenswahl achten?</strong></p>
<p>Bei der Unternehmenssuche für ein duales Studium stehen die individuellen Wünsche und Vorstellungen der Studieninteressierten im Vordergrund. Ohne das eigene Ziel zu kennen oder den Karriereweg zumindest grob skizieren zu können, kann die Suche nicht zum Erfolg führen. Daher sollten sich Studieninteressierte vor Beginn der Recherche die Fragen stellen: „Was kann ich? Was will ich? Was brauche ich?”</p>
<p>Nach einem Blick auf die eigenen Stärken und Schwächen folgt die Überlegung, was den Studieninteressierten bei einem*einer Arbeitgeber*in wirklich wichtig ist. Hilfreich ist es dabei, sich wesentliche Kriterien zu notieren, um diese bei der Suche immer vor Augen zu haben. Die Faktoren in den folgenden Abschnitten können bei der Unternehmenswahl eine Rolle spielen, müssen es aber nicht. Jede*r Studieninteressierte wird verschiedenen Kriterien eine unterschiedliche Relevanz beimessen – „must have“ oder „nice to have“? Am besten legen Studieninteressierte sich daher also erst eine Liste mit relevanten Faktoren an und erstellen darauf aufbauend ein Ranking.</p>
<p><strong>Kann sich der*die Studieninteressierte mit dem Unternehmen, seinen Werten und seiner Kultur identifizieren?</strong></p>
<p>Ein erster Ansatzpunkt können allgemeine Daten über ein Unternehmen sein, wie zum Beispiel die Branche oder die Größe (Umsatz, Mitarbeitendenzahl etc.). Gerade mit der Branche sollten sich Studieninteressierte identifizieren können. Auch der Standort kann für die Unternehmenswahl relevant sein. Einigen Studieninteressierten ist es wichtig, dass sich der Standort des Kooperationsunternehmens in der Nähe des Studienorts befindet, während es für andere bedeutend ist, in einer Großstadt oder in einer bestimmten Region zu arbeiten. Persönliche Entscheidungen zu diesen „harten Fakten“ grenzen die Suche nach einem passenden Kooperationsunternehmen schnell ein.</p>
<p>Wesentlich bei der Unternehmenswahl sollte auch die Identifikation mit den Unternehmenswerten und der Kultur sein. Zunächst sollten sich Studieninteressierte fragen, ob sie die Produkte oder Dienstleistungen des Unternehmens interessant finden und die Bereitstellung vertreten. Außerdem sollten sie sich über die Werte infrage kommender Unternehmen informieren und überlegen, ob sie die eigenen ethischen und moralischen Vorstellungen dort wiederfinden n. Vielleicht ist es Studieninteressierten wichtig ist, wie das Unternehmen zu ökonomischer, ökologischer und sozialer Nachhaltigkeit steht oder wie die Beziehungen und das Arbeitsklima der Mitarbeitenden untereinander sind. Aufschluss über die gelebten Unternehmenswerte kann auch die Reputation eines Unternehmens geben. Informationen dazu können beispielsweise in Form von Auszeichnungen oder Bewertungen auf Internetportalen gefunden werden.</p>
<p><strong>Wo finden Studieninteressierte Informationen und Unterstützung für die Suche nach dem passenden Unternehmen?</strong></p>
<p>Nach diesen zahlreichen Kriterien, die bei der Unternehmenswahl für ein duales Studium relevant sein können, stellt sich nur noch die Frage: „Wo suche ich jetzt am besten?“ Nichts Neues: das Internet bietet vielfältige Möglichkeiten, wie die Suche über Datenbanken, Stellenbörsen oder sonstige Suchmaschinen. Viele Datenbanken ermöglichen die Suche nach den oben genannten „harten Fakten“. Sinnvoll ist auch ein Besuch auf den Unternehmenswebseiten. Dort finden sich Informationen zur internationalen Ausrichtung, zur Kultur oder zum Arbeitsklima. Teilweise werden Informationen zu dualen Studienplätzen auch in analogen Medien, wie Tageszeitungen veröffentlicht. Außerdem nehmen viele Unternehmen an Ausbildungs- oder Berufsmessen oder anderen Informationsveranstaltungen teil. Dies ist für Studieninteressierte spannend, da dort Möglichkeiten zur Vernetzung mit aktuellen Studierenden oder Mitarbeitenden der Unternehmen geboten werden. Zudem präsentieren sich auch auf Instagram und TikTok inzwischen viele Unternehmen und stellen ihre Stellenangebote vor. Auch Freund*innen und Familie können eine beratende Rolle für Studieninteressierte einnehmen und bei der Unternehmenswahl weiterhelfen, beispielsweise, wenn sie selbst in dem infrage kommenden Unternehmen arbeiten oder Kontakte zu Mitarbeitenden haben. Allerdings sollten Studieninteressierte darauf achten, dass sie letzten Endes eine eigene Entscheidung bei der Unternehmenswahl treffen und sich nicht zu sehr von Meinungen anderer beeinflussen lassen. Darüber hinaus helfen Anbieter dualer Studiengänge mit ihren verschiedenen Beratungsangeboten bei der Suche nach Kooperationsunternehmen. Beispielsweise bietet das <a href="/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/">Institut für Duale Studiengänge (IDS)</a> vielfältige<a href="/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/veranstaltungsuebersicht/"> Informationsveranstaltungen,</a> Sprechstunden mit dual Studierenden und Gesprächsmöglichkeiten an oder stellt bei Bedarf eine <a href="/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/auf-dem-laufenden-bleiben-weiterfuehrende-informationen-fuer-studieninteressierte/">Liste mit Kooperationsunternehmen</a> zur Verfügung.</p>
<p><strong>Noch Fragen?</strong></p>
<p>Für weitere Informationen oder Beratung können sich Studieninteressierte an die Studierendenbetreuung des IDS wenden. Entweder per E-Mail an <a href="mailto:betreuung-ids@hs-osnabrueck.de" class="mail">betreuung-ids@hs-osnabrueck.de</a> oder <a href="mailto:dualesmasterstudium@hs-osnabrueck.de" class="mail">dualesmasterstudium@hs-osnabrueck.de</a> oder telefonisch unter 0591 80098-739. Alternativ nutzen Sie die folgenden Kontaktformulare:&nbsp;</p><table class="table"> 	<tbody> 		<tr> 			<td>Interessierte an praxisintegrierende Bachelorstudiengänge (<a href="/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/studiengaenge/">Betriebswirtschaftslehre, Engineering technischer Systeme, Wirtschaftsinformatik, Wirtschaftsingenieurwesen</a>)</td> 			<td><a href="/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/auf-dem-laufenden-bleiben-weiterfuehrende-informationen-fuer-studieninteressierte/">Kontaktformular Bachelor</a></td> 		</tr> 		<tr> 			<td>Berufsintegrierende Bachelorstudiengänge (Management betrieblicher Systeme <a href="/studium/studienangebot/bachelor/management-betrieblicher-systeme-betriebswirtschaft-ba-dual-standort-lingen-ems/">Betriebswirtschaft</a> oder <a href="/studium/studienangebot/bachelor/management-betrieblicher-systeme-wirtschaftsingenieurwesen-beng-dual-standort-lingen-ems/">Wirtschaftsingenieurwesen</a>)</td> 			<td><a href="/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/im-arbeitsleben-berufsintegrierend-studieren-weiterfuehrende-informationen-fuer-studieninteressierte/">Kontaktformular </a></td> 		</tr> 		<tr> 			<td>Berufsintegrierende Masterstudiengänge (<a href="/studium/studienangebot/master/fuehrung-und-organisation-ma-dual-standort-lingen-ems/">Führung und Organisation</a> oder <a href="/studium/studienangebot/master/technologieanalyse-engineering-und-management-meng-dual-standort-lingen-ems/">Technologieanalyse, -engineering und -management</a>)</td> 			<td><a href="/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/auf-dem-laufenden-bleiben-weiterfuehrende-informationen-fuer-studieninteressierte-beratung/">Kontaktformular </a></td> 		</tr> 		<tr> 			<td>&nbsp;</td> 			<td>&nbsp;</td> 		</tr> 	</tbody> </table><p>Studieninteressierte am Studiengang Pflege wenden sich bitte an <a href="mailto:u.hejna@hs-osnabrueck.de" class="mail">Urszula Hejna</a>.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Mon, 29 Aug 2022 11:00:00 +0200</pubDate>
                        <title>Lingen, die verborgene Studi-Stadt</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2022/08/lingen-die-verborgene-studi-stadt/</link>
                        <description>Wo ist überhaupt Lingen? Viele Studieninteressierten und -anwärter*innen haben sich mit Sicherheit schon diese Frage gestellt und auch Erstsemesterstudierende fragen sich bestimmt, wie sie hier ihr Studierendenleben genießen können. Ideen und Tipps für Unternehmungen und Orte, die man erlebt haben sollte, bietet dieser Beitrag.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Studieren in Lingen?</strong></p>
<p>Vielen Studieninteressierten, die nicht aus der Region kommen, sagt Lingen an der Ems erst einmal wenig. Unsere Studierenden überzeugen sich während des Studiums aber sehr schnell selbst von den Vorzügen der Stadt. Auch der neue und moderne Campus der Hochschule Osnabrück kommt gut an; dieser ist im „Haus-in-Haus-Prinzip“ in einem alten Eisenbahnausbesserungswerk untergebracht. Am Campus Lingen befindet sich neben den Lehrräumen die Bibliothek und gleich nebenan die Mensa, die von sehr vielen Studierenden aufgrund ihres guten Angebots genutzt wird. Zudem erweitert sich der Campus noch: gegenüber wird derzeit ein neues Laborgebäude errichtet, in dem zukünftig die Labore gebündelt werden - das schafft Luft für neue Vorlesungsräume. In unmittelbarer Nähe befinden sich zudem Wohnheime, die spezielle Wohnangebote für dual Studierende ermöglichen.</p>
<p>Der Campus selbst liegt zentral in Lingen am beschaulichen Bahnhof – eine Anbindung ist somit regional und überregional auch ohne Auto sichergestellt – und mit dem Fahrrad sind von der Hochschule aus quasi alle Hot Spots in maximal 15 Minuten erreichbar.&nbsp;</p>
<p><strong>Die Innenstadt</strong></p>
<p>Die Lingener Innenstadt ist nur fünf Gehminuten vom Campus entfernt und bietet mehr Einkaufs-, Shopping- und Restaurantmöglichkeiten, als vielleicht vermutet werden. Neben bekannten Geschäften, wie man sie auch in Großstädten findet, gibt es viele kleinere Boutiquen. Ein ähnlich breites Angebot gibt es auch bei Bars und Restaurants – von asiatischer, über deutsche, italienische und türkische Küche, hier wird jede*r fündig. Außerdem gibt es ein Kino mit 110-jähriger Geschichte, welches von einem Verein betrieben wird.</p>
<p>Das Herzstück der Innenstadt ist der Marktplatz: hier ist zweimal wöchentlich Markt und über das ganze Jahr hinweg finden eine <a href="https://www.tourismus-lingen.de/veranstaltungen/veranstaltungen.html" target="_blank" rel="noreferrer">Vielzahl an Veranstaltungen</a> für Jung und Alt statt. Hier befindet sich auch das Alte Rathaus, welches eine Führung wert ist. Keine 50 Meter entfernt, steht das Kivelingshaus. Kivelinge? Lest selbst, was es mit dieser Tradition auf sich hat: <a href="https://www.kivelinge.de/aktuelles/civis_civis_civibus.html" target="_blank" rel="noreferrer">Webseite der Kiveling</a> und <a href="https://www.lingen.de/tourismus-freizeit-kultur/kivelinge/kivelinge.html" target="_blank" rel="noreferrer">Info der Stadt Lingen</a>. Tipp: Die Kivelinge bieten regelmäßig und auf Anfrage Stadtführungen an.</p>
<p><strong>Wie wäre es mit ein bisschen Kunst, Kultur und Musik?</strong></p>
<p>Auch Studierende beteiligen sich an der Kunst- und Kulturszene in Lingen: In der Baccumer Straße bieten Studierende des <a href="/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-theaterpaedagogik/">Instituts für Theaterpädagogik</a> Lesungen, Erzählcafés, Theateraufführungen und viele weitere kreative Projekte an. Dort gibt es die Möglichkeit, mit den Studierenden und den Akteur*innen selbst in Kontakt zu kommen und sich über die Kunst oder die Vorstellungen zu unterhalten. Außerdem gibt es Mitmachangebote und Kurse für Studierende anderer Institute. Das aktuelle Programm ist auf der <a href="https://www.burgtheater.at/spielplan" target="_blank" rel="noreferrer">Veranstaltungsseite des Burgtheaters</a> zu finden. Auch in der Kunsthalle direkt am Campus finden viele <a href="https://www.kunsthallelingen.de/category/aktuelle-veranstaltungen/" target="_blank" rel="noreferrer">Veranstaltungen des Kunstvereins</a> statt. Daneben bieten die EmslandArena und das <a href="https://www.lingen.de/tourismus-freizeit-kultur/theater-lingen-ems/theater-lingen-ems.html" target="_blank" rel="noreferrer">Theater an der Wilhelmshöhe</a> zahlreiche (Open Air) Events für Konzert- und Musicalliebhaber*innen, Sportbegeisterte, Schauspiel- oder Comedy-Fans an. Auch ein <a href="https://emslandmuseum.de/" target="_blank" rel="noreferrer">Museum</a> hat Lingen zu bieten.</p>
<p><strong>Ab in die Natur!</strong></p>
<p>Spaziergänger*innen finden ihre Ruhe und einen schönen Anblick am Dortmund-Ems-Kanal. Dieser ist nicht mal fünf Minuten von der Innenstadt entfernt und bietet eine tolle Möglichkeit, sich mit Freund*innen ans Ufer zu setzen. Außerdem sich kann dort, sowie auf der Ems, auch sportlich verausgabt werden: Kanu oder Dracheboot fahren oder Rudern sind dort möglich. Das Speicherbecken in Geeste oder der Lohner See bieten im Sommer eine tolle Bademöglichkeit oder die Gelegenheit für eine große Spazier- oder Fahrradrunde. Wer es noch grüner möchte, findet im Schepsdorfer Wald oder im Kiesbergwald einen ruhigen Ort. Dort lässt es sich gut spazieren und frische Luft schnuppern. Außerdem bietet es sich an, das Moor im Emsland zu erkunden.</p>
<p><strong>Und was gibt es noch in der Umgebung?</strong></p>
<p>Etwas außerhalb vom Stadtkern (10 Minuten) findet sich das Schwimm- und Freibad, ein weiteres Kino und eine Großraumdisko. Außerdem gibt es zahlreiche Sportanlagen (über 50 Sportvereine) und Radwege, die auch zum Inline-Skating genutzt werden können (<a href="https://www.lingen.de/tourismus-freizeit-kultur/freizeit-sport/freizeit-und-sport.html" target="_blank" rel="noreferrer">Übersicht der Stadt Lingen</a>). Auch die 30 Kilometer entfernte Wasserstadt Nordhorn ist einen Besuch wert. Dank des Semestertickets bieten sich aber auch tolle Wochenend-Trips an!</p>
<p>Wie wäre es mit Bummel durch Münster und einem kleinen Spaziergang am Hafen? Auch Osnabrück hat mit seiner wunderschönen Altstadt und der belebten Innenstadt genügend Shopping-, Café- und Restaurantangebote. Im Sommer genießen die dortigen Studierenden gerne die Sonne im Schlossgarten. Ihr wollt noch etwas weiter weg und sucht internationales Flair? Enschede, Hengelo und Emmen sind in weniger als 60 Minuten mit dem Auto erreichbar. Durch die Wochenmärkte gibt es dort immer die Möglichkeit, einen großen, runden Leib holländischen Käse mitzunehmen! Wer noch weiter weg möchte, kann bis Hengelo das Semesterticket kostenlos nutzen und von da aus nach Amsterdam oder Den Haag reisen. Aber es gibt noch <em>Meer</em>! Mit dem Semesterticket kommt ihr bis nach Emden, wo ihr euch im Sommer an den Nordseestrand legen könnt.</p>
<p><strong>Veranstaltungen der Studierendenschaft</strong></p>
<p>Paintball, Karaokeabende, Semestereinstiegs- oder doch Schlachthofpartys – das Team der Mentor*innen, der ASTA und die Fachschaft lassen sich ständig Neues einfallen, um den Studierenden eine abwechslungsreiche und spaßige Studienzeit zu ermöglichen. Das Programm hat für jeden ein interessantes Angebot parat! Um auf dem Laufenden zu bleiben, empfiehlt es sich, den Instagram-Seite <a href="https://www.instagram.com/mentoren.ids/" target="_blank" rel="noreferrer">@mentoren.ids</a> und <a href="https://www.instagram.com/campusleben_lingen/" target="_blank" rel="noreferrer">@campusleben_lingen</a> zu folgen.</p>
<p><strong>Und was bietet die Nacht?</strong></p>
<p>In Lingen geht die Post ab! Lasst euch bloß nicht von der tagsüber ruhigeren Innenstadt täuschen. Abends ziehen feierwütige Lingener*innen gerne durch die Kneipen! „Hoppla“ ist hier kein Ausdruck für ein Versehen, sondern ein Drink, den man unbedingt probieren sollte. Woher der Name kommt, wird nach dem ersten Glas vielleicht klar. In Lingen gibt es genug Abwechslung: Egal ob, ein ruhiger Billiardabend oder Kickern, eine lustige Kneipentour oder auch Tanzen im Club. Hier gibt es ausreichend Kneipen und Bars, die jeden Geschmack bedienen. Also wenn Lingen eins nicht ist, dann langweilig! Die Stadt hat einiges zu bieten und dank seiner tollen Lage und guten Anbindung auch viele Unternehmungsmöglichkeiten. Die Hochschule und ihre Studis machen das Beste aus Lingen und sorgen für jede Menge Unterhaltung.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Weitere Tipps rund um Lingen auf <a href="file:///C:/Users/mpeiffer.ID/netcase/Presse/Digitales/Blog/00%20Bereits%20online/Lingen%20als%20Studi-Stadt/wo-ist-eigentlich-lingen.de/" target="_blank">wo-ist-eigentlich-lingen.de/</a></p>
<p>Übrigens bietet die Stadt Lingen Studierende Vergünstigungen für das Schwimmbad und das Theater an der Wilhelmshöhe sowie ein Begrüßungsgeld an. Detaillierte Infos finden sich auf der <a href="https://www.lingen.de/familie-bildung/studium-weiterbildung/begruessungsgeld/begruessungsgeld.html" target="_blank" rel="noreferrer">Webseite der Stadt</a>.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Mon, 22 Aug 2022 10:27:00 +0200</pubDate>
                        <title>Ein Blick hinter die Kulissen mit Winnie</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2022/08/ein-blick-hinter-die-kulissen-mit-winnie/</link>
                        <description>In unserem Format „Ein Blick hinter die Kulissen mit…“ sprechen wir mit Mitarbeitenden und Lehrenden, mit denen Sie während ihres Informationsprozesses und später im dualen Studium am Campus Lingen in Kontakt kommen können. In diesem Beitrag lernen Sie Winnie – einen ganz besonderen Mitarbeitenden – kennen.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Winnie ist wohl einer der bekanntesten Mitarbeitenden am Institut für Duale Studiengänge (IDS). Er ist der Hund von Katrin Dinkelborg-Ripperda, Leiterin des Büros für Studierenden- und Unternehmensbetreuung am IDS, und kommt jeden Tag mit ins Büro.</p>
<p>Bevor es mit dem Interview losgeht, hier die wichtigsten Fakten über Winnie:</p><ul> 	<li>Rasse: &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Goldendoodle (Mischling aus Golden Retriever und</li> </ul><p>Zwergpudel, deswegen wird er nicht so groß wie Goldendoodle, die mit einem Königspudel gekreuzt sind)</p><ul> 	<li>Geschlecht: &nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Rüde</li> 	<li>Schulterhöhe: &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; 45 cm</li> 	<li>Gewicht: &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; 17 Kg</li> 	<li>Geburtsdatum: &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; 21.08.2021</li> 	<li>Eigenschaften:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; benötigt geistige Beschäftigung, neugierig und trotzdem ruhig,</li> </ul><p>folgsam, intelligent, lernt schnell neue Tricks (deswegen gibt es eine Trickliste vor dem Büro), menschenbezogen, schläft 16 bis 18 Stunden am Tag</p><ul> 	<li>Besonderheit: &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; allergiker*innenfreundlich, weil er keine Haare verliert</li> </ul><p><strong>Seit wann arbeitest du am IDS? Und was würdest du sagen, ist deine Berufsbezeichnung?</strong></p>
<p>Winnie: Ende Oktober 2021 habe ich angefangen, am IDS zu arbeiten. Da war ich drei Monate alt. Ich würde sagen, meine Berufsbezeichnung ist Happiness Beauftragter oder auch Feel-Good-Dog und das nicht, weil ich so flauschiges Fell habe, sondern weil ich dafür sorge, dass sich alle gut fühlen.</p>
<p><strong>Was gehört alles zu deinen Aufgaben am IDS?</strong></p>
<p>Winnie: Meine Aufgaben sind sehr vielfältig: Posthol- und Bringdienst, psychologischer Berater in allen Lebenslagen, Video- und Reel-Schönermacher, Content-Creator, Sonnenschein-Überbringer, Hochschul-Model… Die Liste ist quasi endlos. Zusätzlich bin ich auch noch Mentor im Mentor*innenprogramm des IDS. Ich habe sogar mein eigenes Mentor*innen-Halstuch von den anderen Mentor*innen geschenkt bekommen.</p>
<p><strong>Was glaubst du, wie kommst du bei den Studierenden und Kolleg*innen an?</strong></p>
<p>Winnie: Mir wurde schon öfter von den anderen Mitarbeitenden der Studierenden- und Unternehmensbetreuung gesagt, dass sich ihr Berufsalltag mit Bürohund sehr verändert hat, weil ich so sensibel und mitfühlend bin. Wenn ich merke, dass es jemandem nicht gut geht, gehe ich zu ihr*ihm hin und versuche, das zu ändern. Das klappt auch eigentlich immer.</p>
<p>In Klausuraufsichten gehe ich auch zu Studierenden, die nervös sind oder Angst haben. Die streicheln mich dann und kommen so runter und können sich wieder auf die Klausur konzentrieren. Ich kümmere mich also sehr stark um die mentale Gesundheit aller Mitglieder am IDS. Das ist dann wohl auch meine Hauptaufgabe.</p>
<p><strong>Dann könnte man sagen, du bist am IDS unersetzlich?</strong></p>
<p>Winnie: Ja, der Aussage würden bestimmt einige zustimmen. Was ich noch ergänzen kann: Ich animiere die Mitarbeitenden und Studierenden auch, sich Zeit zu nehmen, um mit mir zu spielen und zu schmusen. So helfe ich ihnen, Pausen zu machen, die sie im Alltag sonst schnell vergessen würden – natürlich nur, wenn die Personen das auch möchten und nichts Dringendes ansteht.</p>
<p><strong>Ist es anstrengend, wenn einen alle unheimlich niedlich finden?</strong></p>
<p>Winnie: Nein, überhaupt nicht. Ich genieße das total. Ich habe eher Probleme, mich von Menschen fernzuhalten, weil ich immer mit allen spielen möchte und super neugierig bin. Die Studierenden gehen aber auch toll mit mir um. Die setzen sich z. B. mit Abstand zu mir auf den Boden und warten, bis ich zu ihnen komme oder trainieren mit mir meine Tricks, die im IDS an der Wand hängen.</p>
<p><strong>Also darf man dich streicheln? </strong></p>
<p>Winnie: Ja, aber bitte vorher einmal kurz warten, damit ich lerne, zu warten.</p>
<p><strong>Was musst du noch lernen? Und wie können die Studierenden dir dabei helfen?</strong></p>
<p>Winnie: Zum einen können die Studierenden mit mir meine Tricks üben. Wie schon gesagt, hängt eine Liste mit allen meinen Tricks vor dem Büro von Katrin. Da ist auch eine Kurzbeschreibung von mir dabei.</p>
<p>Zum anderen soll ich keine Menschen anspringen oder direkt auf sie zu laufen. Dabei würde es mir helfen, wenn die Studierenden „Nein“ sagen, stehen bleiben und mich nicht streicheln, wenn ich sie anspringe. Sonst belohnen sie mich für Verhaltensweisen, die ich nicht haben soll. Sie sollen sich daher auch nicht wundern, wenn ich von Katrin kurz zurückgehalten werde, bevor ich auf sie zu laufe. Damit soll ich lernen, Katrin zu „fragen“, ob ich auf andere Menschen und Hunde zugehen darf oder nicht. So können wir mich alle zusammen erziehen.</p>
<p><strong>Was ist bis jetzt die witzigste Reaktion auf dich in der Hochschule gewesen oder die, die dir am meisten in Erinnerung geblieben ist?</strong></p>
<p>Winnie: Es ist einmal ein Student zu einer Klausur, vor der er viel Angst hatte, sehr viel früher gekommen, um mit mir zu spielen und mich zu streicheln, um sich zu beruhigen. Er hat nur gesagt: „Ich brauche einmal Winnie“. Da habe ich gemerkt, dass ich wirklich etwas geben kann, was die anderen Mitarbeitenden nicht so geben können. Das ist mir in Erinnerung geblieben.</p>
<p>Und eine witzige regelmäßig Situation ist: Wenn die Studierenden im LK-Gebäude Pause haben, höre ich, wenn sie ihre Stühle zurückschieben. Dann warte ich unten an der Treppe und wenn ich rieche, dass jemand ein Käsebrötchen dabei hat, gehe ich mit den Studierenden bis nach draußen und setze mich mitten in ihren Kreis – wobei das eher eine Reaktion von mir auf sie und nicht von ihnen auf mich ist.</p>
<p><strong>Welchen Satz hörst du auf der Arbeit am häufigsten über dich?</strong></p>
<p>Winnie: „Der ist aber weich“ und „Der ist süß“.</p>
<p><strong>Und welchen Satz würdest du vielleicht lieber hören?</strong></p>
<p>Winnie: „Good Boy, Winnie!“</p>
<p><strong>Bist du lieber im Homeoffice oder im Büro?</strong></p>
<p>Winnie: Definitiv im Büro! Homeoffice ist nicht meins. Ich brauche Kontakt zu anderen Menschen oder Hunden.</p>
<p><strong>Was machst du in deiner Freizeit am liebsten?</strong></p>
<p>Winnie: Am liebsten spiele ich Fußball. Ich fange dabei gerne den Ball oder stoppe ihn, bevor er ins „Tor“ geht. Die Alternative ist Frisbee. Tatsächlich gucke ich auch gerne Fußball oder Tiersendungen im Fernsehen. Dann bin ich ganz konzentriert.</p>
<p><strong>Welchen Snack isst du am liebsten? </strong></p>
<p>Winnie: Leberwurst – wie alle Hunde, Blaubeereis und alles mit Lamm. Aber bitte füttert mich nicht einfach so. Katrin hat in ihrem Büro immer Leckerlies für mich mit. Wenn ihr mich füttern möchtet, fragt sie und sie gibt euch dann meine Leckerlies.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Mon, 15 Aug 2022 13:33:14 +0200</pubDate>
                        <title>Mentor*innensprecher mit Leib und Seele</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2022/08/mentorinnensprecher-mit-leib-und-seele/</link>
                        <description>„Zusammenhalt, Engagement und Spaß beschreiben das Mentor*innenprogramm perfekt.“ Studierende ergreifen darin die Initiative, das Campusleben aktiv mitzugestalten und stehen anderen Studierenden bei ihren Anliegen zur Seite. Was das Programm sonst noch ausmacht, erklären Steffen Bültel, ehemaliger Mentor*innensprecher, und Steffen Loske, aktueller Sprecher.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Im Mai war es wieder soweit – bei den Mentor*innen des Instituts für Duale Studiengänge am Campus Lingen fanden Neuwahlen statt. Neuer Mentor*innensprecher ist Steffen Loske, 24 Jahre alt, Student der <em><a href="/wirtschaftsinformatik-bsc-dual-standort-lingen-ems/">Wirtschaftsinformatik</a></em>. Er tritt in die Fußstapfen seines Namensvetters Steffen Bültel, 21 Jahre alt, der im Juli sein duales Bachelorstudium <em><a href="/wirtschaftsingenieurwesen-beng-dual-standort-lingen-ems/">Wirtschaftsingenieurwesen</a></em> erfolgreich abgeschlossen hat. Im Interview schaut Bültel auf viele Erinnerungen zurück und gibt seinem Nachfolger noch den ein oder anderen Tipp mit auf den Weg, während Loske von seinen Beweggründen für den Eintritt in das Mentor*innenprogramm und seinen bisherigen Eindrücken berichtet.</p>
<p><strong>Wie würden Sie das Mentor*innenprogramm in kurzen Worten erklären?</strong></p>
<p><strong>Loske:</strong> Wir sind ein Team von Studierenden des IDS, bei dem sich Leute zusammenfinden, die Bock haben, ihr eigenes Studierendenleben und das ihrer Kommiliton*innen mitzugestalten, neue Leute kennenzulernen und aktiv am Campus Lingen Dinge mit zu organisieren. Wir sind eine Gruppe, die Lust hat, Initiative zu ergreifen.</p>
<p><strong>Bültel:</strong> Unser Slogan beschreibt uns ganz gut. Dieser lautet: <em>Mentor*innen am IDS: Ansprechpartner*innen für den fachlichen Rat, vernetzende Partys und den Wohlfühlfaktor im Studium</em>. Wir bringen die Leute am IDS zusammen und organisieren Veranstaltungen. Außerdem sind wir Ansprechpersonen in den WhatsApp-Gruppen für unsere Kommiliton*innen – vor allem für Erstis – und geben den ein oder anderen wichtigen Tipp zur Organisation des Studiums mit auf den Weg.</p>
<p><strong>Wie können interessierte Studierende am Mentor*innenprogramm teilnehmen?</strong></p>
<p><strong>Loske: </strong>Es gibt einen jährlich stattfindenden Auswahlprozess, der mit einem kurzen Motivationsschreiben beginnt. Dann schauen wir weitergehend in Form eines persönlichen Auswahltermins, ob die Personzu uns ins Team passt. Dieses Jahr werden wir, bedingt durch die Auswirkungen von Corona, zwei Bewerbungsverfahren veranstalten – &nbsp;eins zusätzliches im Herbst, speziell für den 21er-Jahrgang, und eins im Frühjahr 2023.</p>
<p><strong>Was macht das Mentor*innenprogramm aus?</strong></p>
<p><strong>Loske:</strong> Ich würde sagen, dass wir Leute kennenlernen, die Lust haben, sich an der Hochschule zu engagieren. Es ist ein tolles Gefühl über den Campus zu laufen und viele Gesichter zu kennen. Außerdem macht es Spaß Veranstaltungen, wie das Erstsemesterwochenende, die Projektmesse oder Events zur Vernetzung zu organisieren und zu sehen, dass diese zur Freude am Studium meiner Kommiliton*innen beitragen.</p>
<p><strong>Bültel:</strong> Ich finde, die Dynamik im Team macht das Programm aus. Das Team an sich macht viele interne Veranstaltungen wie die Mentor*innenfahrt oder das Sommerfest. Es gibt natürlich auch die offiziellen Sitzungen, wo sich die Mentor*innen treffen, um zu planen oder zurückzuschauen, wie wir stetig besser werden können. Gleichzeitig macht es für mich aus, dass wir die Leute studiengangs- und studiengruppenübergreifend zusammenbringen.</p>
<p><strong>Herr Loske, wieso haben Sie sich dazu entschieden am Programm teilzunehmen? </strong></p>
<p><strong>Loske:</strong> Für mich war bereits am Erstsemesterwochenende klar, dass ich mich engagieren möchte, als ich vom Programm gehört habe. Es hat mich direkt überzeugt mitzumachen. Ich fand es gut, dass die Mentor*innen Präsenz gezeigt haben und wir so leichter Leute kennenlernen konnten - vor allem in Corona-Zeiten. Bei uns Wirtschaftsinformatiker*innen hat das untereinander gut geklappt, aber ich hätte ohne das Programm vermutlich nicht so schnell und so viele Kommiliton*innen anderer Studiengänge kennengelernt wie z. B. durch ein gemeinsames Teambuilding-Event zu Beginn meiner Zeit als Mentor. Außerdem lernt man viel über die Hochschule, wie bei der durch uns organisierten Campus Führung oder der Projektmesse.</p>
<p><strong>Wann sollten sich Ihre Kommiliton*innen beim Programm engagieren?</strong></p>
<p><strong>Loske: </strong>Wenn sie Lust haben, Ideen einzubringen, Veranstaltungen zu organisieren, neue Leute kennenzulernen und ihr Studierendenleben selber in die Hand zu nehmen, dann sind sie beim Mentor*innenprogramm genau richtig.</p>
<p><strong>Bültel:</strong> Wir suchen vor allem motivierte Teamplayer, die gewillt sind, an einem Strang zu ziehen. Wir sind eine bunte Truppe aus verschiedenen Charakteren, die zusammenarbeiten, um einen Mehrwert am Campus schaffen.</p>
<p><strong>Herr Bültel, was hat Ihnen am meisten Spaß gemacht? Wie hat die Arbeit mit dem Mentor*innenrat geklappt? </strong></p>
<p><strong>Bültel:</strong> Sehr gut. Wir haben uns im Mentor*innenrat immer gut untereinander verständigt, wenn strategische Entscheidungen anstanden, Abläufe optimiert oder Zukunftspläne konkretisiert werden sollten.</p>
<p>Die schönsten Momente waren, wenn ich auf einer Veranstaltung stand und mich umgesehen habe und feststellte, wie viele Studierende wir zusammengebracht haben. Wir sorgen für Zusammenhalt, damit sich Leute untereinander und auch die Stadt sowie den Campus Lingen kennenlernen können.</p>
<p><strong>Herr Loske, was macht Ihnen am meisten Spaß? </strong></p>
<p><strong>Loske:</strong> Auf jeden Fall die Veranstaltungen. Das Ersti-Wochenende ist dabei jedes Jahr eins unserer Highlights. Wir haben während der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie viele Online-Events veranstaltet wie Spiele- oder Casinoabende. Jetzt, wo wir uns wieder in Präsenz treffen können, haben wir auch Flunkyball-Turniere, Party Safaris oder Veranstaltungen im KH-Gebäude organisiert. Mein persönliches Highlight war das Erstsemesterwochenende im letzten Jahr, weil wir da endlich wieder etwas mit einer Vielzahl von Leuten unternehmen konnten. Es war gutes Wetter, die Erstis waren bestens gelaunt und für mich war es meine erste große Veranstaltung als Mentor in Präsenz. Da war endlich wieder Leben am Campus.</p>
<p><strong>Herr Bültel, welche Erfahrungen können Sie aus dem Programm in Ihr weiteres Berufsleben mitnehmen?</strong></p>
<p><strong>Bültel:</strong> Durch meine Stellung als Sprecher ist mir klargeworden, was es heißt, Koordinationsaufgaben zu übernehmen und den Überblick zu behalten. Die größte Herausforderung war für mich überall dranzubleiben. Gerade bei der Vielzahl an Input und Nachrichten war mein größtes Learning dabei einen klaren Kopf zu behalten.</p>
<p><strong>Letztes Jahr haben Sie im Interview mit Herrn Cerny berichtet, dass in Ihrer Amtszeit eine Satzung erstellt werden sollte. Wie hat die Erarbeitung dieser geklappt, Herr Bültel?</strong></p>
<p><strong>Bültel: </strong>Die Satzung ist in der finalen Phase. Wir hatten gute Vorlagen, weil ich in der Heimat in verschiedenen Vereinen tätig bin. Wir konnten unterschiedliche Satzungen vergleichen und die besten Punkte für uns herausarbeiten. Im Vorfeld haben wir im Mentor*innenrat eine Funktionsbeschreibung der Mentor*innen und eine Philosophie eingeführt. Bei der Philosophie haben wir beschrieben, wer wir sind und wofür wir stehen.</p>
<p><strong>Herr Bültel, haben Sie einen Tipp für Ihren Nachfolger? </strong></p>
<p><strong>Bültel: </strong>Mein größter Tipp ist, immer entspannt zu bleiben, auch wenn viele Mails noch offen und Aufgaben zu erledigen sind. Einfach cool bleiben und alles nach und nach abarbeiten.</p>
<p><strong>Was konnten Sie aus der Corona-Pandemie und durch das Umdenken für manche Programmaktivitäten für die zukünftige Gestaltung mitnehmen?</strong></p>
<p><strong>Bültel:</strong> Man muss bei Veranstaltungen und Planungen immer zu einem gewissen Grad flexibel bleiben. Natürlich haben wir die Veranstaltungen am liebsten in Präsenz, aber wir konnten virtuell trotzdem gute Alternativen bieten.</p>
<p><strong>Loske:</strong> Auch die Koordination zwischen den Teams wird durch Online-Meetings über Zoom erleichtert. Oftmals befinden sich die Studierenden und unsere Teammitglieder in unterschiedlichen Studienblöcken und sind gar nicht alle zeitgleich in Lingen. So haben wir die Projektmesse online abgehalten, wodurch die Einbindung der Bachelorand*innen deutlich einfacher war, da diese zu dem Zeitpunkt oft nicht mehr in Lingen waren.</p>
<p><strong>Wann können sich Studierende an Sie wenden bzw. mit welchem Anliegen zu Ihnen kommen?</strong></p>
<p><strong>Bültel:</strong> Mit jedem Anliegen. Das kann von „Hilfe, mein Essen ist angebrannt. Haben die Legohäuser einen Feuermelder und kommt gleich die Feuerwehr?“ (nach wahrer Begebenheit) bis zur Vermittlung eines Tutoriums oder fachlichen Fragen sein. Wir sind in allen Studierendengruppen per WhatsApp vertreten und auf Augenhöhe für alle erreichbar.</p>
<p><strong>Loske:</strong> Oder auch auf unserem Instagram-Kanal unter <a href="https://www.instagram.com/mentoren.ids/" target="_blank" rel="noreferrer">@mentoren.ids</a>. Da bieten wir dual und ehemaligen Studierenden eine Möglichkeit, sich über das Campusgeschehen zu informieren oder auch nützliche Tipps und lustige Memes rund um das Studierendenleben in Lingen zu erhalten.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Mon, 08 Aug 2022 13:13:00 +0200</pubDate>
                        <title>Personenübergreifende PTPs - Team work is dream work</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2022/08/personenuebergreifende-ptps-team-work-is-dream-work/</link>
                        <description>Praxistransferprojekte (PTPs) gehören zum dualen Studium am Campus Lingen, wie der Wasserturm zu Lingen. Bei der Umsetzung haben die Studierenden mehrere Möglichkeiten. Lennart Elfert und Felix Muke arbeiten bei der Kampmann GmbH &amp; Co. KG und erinnern sich im Interview an ihr erstes gemeinsames personenübergreifendes PTP.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p class="paragraph">Im Rahmen der PTPs wenden die Studierenden die erlernte Theorie aus dem Studium auf ein konkretes Praxisbeispiel aus ihrer beruflichen Tätigkeit im Kooperationsunternehmen an. Sie verknüpfen Theorie und Praxis und reflektieren ihre Erkenntnisse in einer wissenschaftlichen Ausarbeitung. Gängig ist, dass die Studierenden ein PTP pro Modul als Einzelleistung erstellen. Es gibt daneben aber auch die Möglichkeit, PTPs modul- oder personenübergreifend zu erarbeiten. Hintergrundinformationen sowie <a href="https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2022/04/tipps-und-tricks-fuers-naechste-ptp/" target="_blank">Tipps und Tricks</a> liefert ein Experteninterview mit Marcel Laufmöller. Außerdem berichtete Bachelorabsolvent <a href="https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2022/04/fuenf-ptps-in-einem-grosser-lernerfolg-im-uebergreifenden-ptp/" target="_blank">Colin Minx von seinen Erfahrungen mit modulübergreifenden PTPs</a>; er verband gleich fünf Module.</p>
<p class="paragraph">Lennart Elfert, 21 Jahre alt, und Felix Muke, 25 Jahre alt, haben vor wenigen Wochen ihr duales Bachelorstudium Engineering technischer Systeme - Elektrotechnik abgeschlossen und sind Experten in der Durchführung personenübergreifender PTPs. Insgesamt haben sie im Laufe ihres Studiums drei üersonenübergreifende PTPs geschrieben. Das erste gemeinsame PTP schrieben die beiden im dritten Semester für das Modul „Technische Physik“. Im Rahmen ihrer praktischen Arbeit bei Kampmann haben die ehemaligen Studierenden frequenzabhängige Störungen in Klimageräten wahrgenommen und sich dazu entschieden, die Durchgangsdämpfung von verschiedenen Materialien zu untersuchen. Ziel war es herauszufinden, welche Materialien sich für welche Frequenzen besonders gut eignen.</p>
<p class="paragraph"><strong>Wie kamen Sie darauf, ein personenübergreifendes PTP zu schreiben?</strong>&nbsp;</p>
<p class="paragraph">Muke: Wir beide haben bereits im Vorfeld gut bei Kampmann zusammengearbeitet und uns daraufhin überlegt, auch im Studium gemeinsam an einem PTP zu arbeiten. Außerdem war ich zu dem Zeitpunkt des PTPs in der passenden Abteilung Forschung- und Entwicklungscenter (F&amp;E) eingesetzt, weshalb sich die Zusammenarbeit auch für Lennart angeboten hat.</p>
<p class="paragraph">Elfert: Wir wollten die Durchgangsdämpfungen in unserem im Forschungs- und Entwicklungscenter (FEC) in einem Experiment erproben. Da hat es sich fachlich gut gepasst und wir beide hatten bereits Erfahrungen in der Abteilung gesammelt.</p>
<p class="paragraph"><strong>Wie haben Sie die Aufteilung und die Aufgaben untereinander koordiniert?</strong>&nbsp;</p>
<p class="paragraph">Elfert: Für die erste Recherche haben wir uns am Anfang zusammengesetzt. Nachdem wir uns eingelesen hatten, teilten wir auf, wer zu welchem Thema detaillierter recherchiert. Danach haben wir uns unsere Ergebnisse gegenseitig vorgestellt und hatten damit die Basis für das weitere Vorgehen. Den Aufbau unseres Experiments haben wir auch zusammen geplant, aber die Durchführung hat hauptsächlich Felix übernommen, weil er zu dem Zeitpunkt in der Abteilung gearbeitet hat. Die Vorarbeiten sowie die Analyse der (Zwischen-) Ergebnisse haben wir wieder gemeinsam erledigt und jeder hat einen Teil der Verschriftlichung übernommen.&nbsp;</p>
<p class="paragraph">Muke: Ich habe die Messungen gemacht und ausgewertet. Beim Schreibprozess habe ich entsprechend mehr zu diesem Teil geschrieben, während Lennart mehr über die Verwendung und die späteren Einsatzmöglichkeiten der Ergebnisse geschrieben hat.&nbsp;Für das Fazit haben wir uns wieder zusammengesetzt.&nbsp;</p>
<p class="paragraph"><strong>Was war bei der Erstellung des übergreifenden PTPs für Sie die größte Herausforderung und was sollten andere Studierende unbedingt beachten?</strong>&nbsp;</p>
<p class="paragraph">Muke: Erstmal war es eine kleine Herausforderung sich wieder in das Thema Durchgangsdämpfung von verschiedenen Materialien einzulesen. Gerade bei unserem Thema gab es verschiedene Arten an Schalldämpfungen, aber da haben wir von der Firma gute Grundlagen bekommen. Ansonsten mussten wir erstmal Materialien heraussuchen. Dabei waren wir aber komplett selbstständig und konnten unsere Überlegungen frei ausprobieren. &nbsp;</p>
<p class="paragraph">Elfert:<strong> </strong>Beachten sollte man auf jeden Fall, dass inhaltlich oder thematisch keine Sprünge gemacht werden. Auch wenn jeder einen Teil schreibt, sollte es nicht erkennbar sein, dass getrennt voneinander geschrieben wurde.&nbsp;</p>
<p><strong>Wie haben Sie die Zusammenarbeit im Team empfunden?</strong></p>
<p>Muke: Motivierend auf jeden Fall. Es macht viel mehr Spaß. Vor allem bei großen Aufgaben ist es sinnvoll, die PTPs zusammen zu schreiben.</p>
<p>Elfert: Wenn man mit mehreren Leuten zusammenarbeitet, kann man sich auch komplexere Themen raussuchen. Ich finde persönlich, dass die tiefergehende Analyse und Auseinandersetzung mit einem Thema viel interessanter ist.</p>
<p>Muke: Ansonsten konnte ich viel aus der Teamarbeit mitnehmen. Es ist wichtig aufeinander einzugehen, damit alles aufeinander aufbaut. Ich konnte auch einiges von Lennart lernen, was das wissenschaftliche Arbeiten angeht. Lennart kann besser formulieren, kennt viele Fachbegriffe und kann sich vor allem wissenschaftlich gut ausdrücken, was für PTPs sehr wichtig ist. Es war eine gute Erfahrung, dass jeder für seine eigenen Teilaufgaben verantwortlich war. So ist es auch im Beruf. Da hat auch jeder seine Aufgaben.</p>
<p>Elfert: Ich finde, dass in der Zusammenarbeit jeder die Relevanz von Aspekten unterschiedlich wahrnimmt; dadurch kommt man sehr schnell in die Diskussion, arbeitet sich vertiefend ein und es kommt zu wechselseitigen Ergänzungen. Auch bei der Aufgabenteilung haben wir uns gut komplementiert. Felix ist einfach ein Macher. Gerade bei den Experimenten hat er immer einen Plan, den er auch sehr gut realisieren kann. Das war super!</p>
<p><strong>Welche Unterstützungsmöglichkeiten haben Sie genutzt und wie hat diese ausgesehen?</strong></p>
<p>Elfert: Unser Unternehmen hat uns unterstützt, wenn wir beispielsweise Zugriff auf den Hallraum gebraucht haben. Das ist ein Raum, der hinsichtlich der Akustik besonders gestaltet ist. Außerdem wurden wir bei der Planung und bei der Beschaffung der Materialien supportet.</p>
<p>Muke: Wir hatten alle zwei bis drei Wochen Meetings mit der Personalabteilung und mit Mitarbeitenden aus den anderen Fachabteilungen, die sich mit den Themen besonders gut auskennen. Mit der Studierenden- und Unternehmensbetreuung konnten wir unser Thema vorher besprechen und uns wurde Rückmeldung gegeben, ob das Thema so passt.</p>
<p>Elfert: Mit der Studierenden- und Unternehmensbetreuung (Stube) des IDS haben wir vorher besprochen, ob das Thema so passte. Die Stube hilft vor allem bei der Vorbereitung und die Fachabteilungen im Betrieb helfen &nbsp;bei der Umsetzung des Themas.</p>
<p><strong>Wie haben Sie PTPs zu Anfang Ihres Studiums wahrgenommen und wie hat sich Ihre Einstellung dazu verändert? </strong></p>
<p>Elfert: Verglichen mit Ausarbeitungen aus der Schulzeit war es viel Arbeit und eine große Umstellung. Auf der einen Seite hat man die Arbeit, wo es sowieso schon viele Aufgaben gibt und dann kommen sechs Module auf einen zu, für die man jeweils ein PTP schreiben muss. Anfangs, und da spreche ich sicher für viele, bin ich planlos an die PTPs rangegangen, aber das hat sich über die Semester gebessert.</p>
<p>Muke: Dass es viel Arbeit ist, denke ich immer noch. Aber es ist mir in jedem Semester leichter gefallen, Themen zu finden oder auch an die Ausarbeitung heranzugehen. Zum Ende des Studiums war die Auseinandersetzung mit den Themen viel tiefer, weil die Studieninhalte komplexer sind als im ersten Semester.</p>
<p>Elfert: Wenn man komplexere Themen hat, macht die ganze Ausarbeitung mehr Spaß, weil man das Gefühl hat, wirklich Mehrwert für die Abteilung zu schaffen.</p>
<p><strong>Sehen Sie PTPs allgemein als sinnvoll an?</strong></p>
<p>Muke: Wenn ich meine ersten PTPs, durch die ich auch manchmal durchgefallen bin, mit denen im sechsten Semester vergleiche, sehe ich schon einen großen Unterschied. Hätte ich keine PTPs geschrieben und dadurch das wissenschaftliche Arbeiten nicht geübt, dann hätten sich meine Art wissenschaftlich im Unternehmen zu arbeiten und mein Schreibstil nicht so verbessert.</p>
<p>Elfert: Ich sehe da auf jeden Fall Sinn drin. Am Anfang war es nervig, aber man lernt, wie wissenschaftliche Projekte geplant werden und strukturiert vorgegangen wird. Und natürlich ist es interessant, welches Ergebnis man erarbeitet.</p>
<p><strong>Welche Tipps könnt ihr anderen Studis geben, die ebenfalls ein personenübergreifendes PTP schreiben wollen?</strong></p>
<p class="paragraph">Elfert: Regelmäßige Absprachen und gute Kommunikation untereinander und man darf sich nicht von dem Antrag, den man für ein personenübergreifendes PTP stellen muss, abschrecken lassen. Das scheint erstmal nach mehr Arbeit auszusehen, aber eigentlich leistet man da schon die Vorarbeit, die man für die Arbeit nachher nutzen kann.</p>
<p class="paragraph">Muke: Die Absprache ist vor allem bei Personen wichtig, die nicht in einer Firma arbeiten. Da kann ich auch nur empfehlen, selbst die andere Firma vor Ort zu besuchen und nicht alles über E-Mailverkehr zu klären. Außerdem ist es auch wichtig, feste Termine und Fristen zu setzen.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Mon, 01 Aug 2022 11:02:00 +0200</pubDate>
                        <title>Das duale Studium als Ausbildungstool zur Unternehmensnachfolge</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2022/08/das-duale-studium-als-ausbildungstool-zur-unternehmensnachfolge/</link>
                        <description>Ein duales Studium, um die Unternehmensnachfolge zu sichern? Das war der Plan von Andreas und Oliver Lackmann. O. Lackmann studierte dual Wirtschaftsinformatik am Campus Lingen, um eines Tages den Familienbetrieb zu übernehmen. Im Interview geben die beiden Einblicke in den Weg vom dual Studierenden bis hin zur Position in der Geschäftsführung. </description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Andreas Lackmann hat sich im Jahr 2000 mit dem Telekommunikationsunternehmen Welacom in Ahaus selbständig gemacht. Schon früh hat er sich mit dem Gedanken der Unternehmensnachfolge beschäftigt. Welacom sollte am liebsten in der Familie bleiben. Sein Sohn Oliver Lackmann hat daher von 2013 bis 2016<a href="/wirtschaftsinformatik-bsc-dual-standort-lingen-ems/"> dual Wirtschaftsinformatik</a> am Institut für Duale Studiengänge (IDS) der Hochschule Osnabrück studiert, um sich auf die Unternehmensnachfolge vorzubereiten. In sein Studium hat er zudem eine Ausbildung als Großhandelskaufmann integriert. Nach seinem Abschluss arbeitete er einige Jahre als Projektleiter in einem externen Unternehmen, um Erfahrungen zu sammeln. Bevor O. Lackmann Anfang des Jahres Teil der Geschäftsführung wurde, wirkte er bereits seit Juli 2020 im Vertrieb von Welacom mit.</p>
<p><strong>Andreas Lackmann, seit Januar ist Ihr Sohn Teil der Geschäftsführung: Wie hat sich die Entscheidung der Unternehmensnachfolge bei Ihnen entwickelt?</strong></p>
<p>A. Lackmann: Die Entscheidung für die Unternehmensnachfolge haben wir schon früh gefällt und uns darüber informiert, was wir machen können, damit wir eine vernünftige Unternehmensnachfolge haben. Zu dieser Zeit gab es einen Geschäftspartner, dessen Sohn auch am Campus Lingen studiert hat. In diesem Zusammenhang sind wir auf den Campus aufmerksam geworden – der war nah dran und ermöglichte ein duales Studium. Der Plan war: erst das duale Studium, dann noch ein paar Jahre in einer anderen Firma Erfahrungen sammeln, um Input für unser eigenes Unternehmen zu bekommen und dann als Geschäftsführer im eigenen Betrieb einsteigen. Damit wollte ich Oliver auch eine Perspektive geben, bei uns im Unternehmen zu arbeiten.</p>
<p><strong>Zu diesem Plan gehört ja auch noch eine zweite Person. Oliver Lackmann, wann stand für Sie fest, dass Sie im Familienbetrieb arbeiten möchten?</strong></p>
<p>O. Lackmann: Das stand für mich eigentlich relativ früh fest. Schon mit 15 Jahren habe ich bei uns im Shop ausgeholfen. Außerdem hatte ich schon früh den Kontakt in der Firma zu den Mitarbeitenden und Kolleg*innen, die teilweise noch da sind. Der Bereich Telekommunikation hat mich auch schon immer interessiert. In meiner Jugend fand ich eher den Mobilfunkbereich spannend, später den Telekommunikationsbereich. Mittlerweile ist es ja eher ein Mix aus IT und Telekommunikation. Wenn ich das jetzt mal herunterbreche, würde ich sagen, dass die Arbeit im Familienbetrieb seit meinem 15. Lebensjahr mein Ziel war.</p>
<p><strong>Oliver Lackmann,</strong> <strong>war das</strong> <strong>duale Studium „Voraussetzung” für die jetzige Position in der Geschäftsführung? Warum/warum nicht?</strong></p>
<p>O. Lackmann: Notwendig hört sich immer so an, als könnte man ohne Studium nicht Geschäftsführer*in werden. Das glaube ich nicht. Für uns war es wichtig, dass ich theoretische Kenntnisse in bestimmten wissenschaftlichen Bereichen aufbaue, damit wir im Betrieb neue Blickwinkel entwickeln können. So können wir Themen und Problemstellungen mit anderen, teilweise ganz frischen Perspektiven aufarbeiten. Im Vorfeld des dualen Studiums habe ich mich mit dem Sohn unseres Geschäftspartners ausgetauscht und er hat vom Studium in Lingen geschwärmt und gesagt, dass es ihm sehr gut gefällt.</p>
<p>A. Lackmann: Man benötigt auch eine Perspektive für den Fall, dass es in der Firma oder bei der Zusammenarbeit überhaupt nicht klappt und man lieber in einem anderen Unternehmen arbeiten möchte. Dann ist ein Studium zum*r Wirtschaftsinformatiker*in natürlich eine ideale Voraussetzung, um in unserer Branche tätig zu werden, ohne das im heimischen Betrieb zu tun.</p>
<p><strong>Dann gab es eine Besonderheit während Ihrer Studienzeit: Sie haben Ihre Praxisphasen nicht nur in Ihrem Familienunternehmen absolviert, sondern auch noch bei anderen Unternehmen. Wie kam es dazu?</strong></p>
<p>O. Lackmann: Letztendlich war das eine Entscheidung, die wir getroffen haben, weil unser Familienbetrieb nicht so groß ist. Im dualen Studium am IDS gibt es sechs Praxisphasen und ich hätte bei uns nicht die Möglichkeit gehabt, in sechs verschiedenen Bereichen zu arbeiten. So habe ich dann, angelehnt an den Studienrahmenplan, zwei Praxisphasen bei uns im Betrieb und den Rest bei befreundeten Unternehmen absolviert, die die Inhalte des Plans besser abdecken können. Ein schöner Nebeneffekt war für mich, dass ich andere Unternehmen und deren Arbeitsweisen kennenlernen und Kontakte knüpfen konnte.</p>
<p><strong>Wenn Sie an die Zeit am IDS zurückdenken – welche Erinnerungen haben Sie daran? An was erinnern Sie sich besonders gerne? </strong></p>
<p>O. Lackmann: Ich denke zuerst an die zwischenmenschlichen Kontakte – sei es mit den Kommiliton*innen, den Mentor*innen, was ein wirklich gutes Konzept am IDS ist, den Lehrenden oder Mitarbeitenden des IDS. Während des Studiums hatte ich nie das Gefühl, keine Unterstützung zu bekommen. Es war immer eine Ansprechperson da, die ich hätte fragen können. Das ist das, was ich mit dem Studium verbinde. Auch das Gefühl, dass ich mich schnell dort eingelebt habe. Einfach aus dem Grund, dass die Unterstützung von allen Seiten da war.</p>
<p><strong>Andreas Lackmann – inwiefern konnte Ihr Unternehmen vom dualen Studium Ihres Sohnes profitieren? </strong></p>
<p>A. Lackmann: Eigentlich in vielerlei Hinsicht:</p>
<p>Wir haben gelernt, wie das duale Studium funktioniert und, dass eine kleine Firma keine Angst haben muss, eine*n dual Studierende*n auszubilden, um diese*n vielleicht auch in höhere Positionen oder in der Geschäftsführung einzusetzen. An dieser Stelle nochmal ein großes Dankeschön an Frau Dinkelborg. Sie hat uns während der ganzen Zeit sehr unterstützt. Wir waren mehrere Male bei ihr, um uns von ihr genau erklären zu lassen, ob das duale Studium etwas für uns als Unternehmen ist. Wir haben uns sehr gut bei ihr und am IDS aufgehoben gefühlt.</p>
<p>Zudem hat uns natürlich auch der Input vorangetrieben, den Oliver aus dem Studium mitgebracht hat. Besonders, dass er sich mit seinen Kommiliton*innen austauschen konnte, die oft aus größeren Unternehmen kamen und andere Erfahrungen gemacht haben als er. Daraus haben wir für unseren Betrieb Wachstumsstrategien entwickelt, sodass wir in den nächsten Jahren davon ausgehen, unsere Mitarbeitendenzahl von 14 auf ca. 25 Personen zu erhöhen.</p>
<p>Unsere Expansionsphase hat jetzt schon angefangen. Endlich klappt es, dass junge Leute sich bei uns bewerben, weil sie Oliver in der Geschäftsführung und mit ihm eine frische Perspektive im Unternehmen sehen. Ich komme ja noch aus der Sparte `Handwerker gelernt und selbständig gemacht‘. Ich war immer der typische Bauchentscheider. Heute wird viel betriebswirtschaftlicher gedacht. Dieses ganze Spektrum bringt Oliver bei uns rein. Das hat auch mich weitergebracht. Obwohl ich schon stramm auf die 60 zu gehe, merke ich, was wir dank Oliver als Firma für Fortschritte machen. Wir profitieren also wirklich vom dualen Studium. Das möchte ich auch gerne kleineren Firmen mitgeben, die in der Entscheidung gerade stecken, ein duales Studium anzubieten. Es ist auf jeden Fall von Vorteil!</p>
<p><strong>Ein wichtiger Bestandteil des dualen Studiums am IDS sind die <a href="/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/theorie-praxis-transfer/">Praxistransferprojekte (PTPs)</a>. Welche Erfahrungen haben Sie damit gemacht?</strong></p>
<p>O. Lackmann: Es wurde viel geflucht während der Studienzeit. Ich glaube, das ging allen so – egal wie groß das Kooperationsunternehmen war. Letztendlich ist es so, dass man sich an die PTPs gewöhnen muss. Der Hintergrund ist genau richtig: Die Studierenden dazu zu bringen, das Gelernte aus den Theoriephasen nicht nur am Ende des Semesters in einer Klausur auswendig hinzuschreiben, sondern den Transfer zu leisten – wie bringt mich das, was ich in den Modulen gehört habe, im Betrieb weiter?</p>
<p>Die PTPs haben mir auch für die Bachelorarbeit geholfen. Wenn ich überlege, ich hätte nur im ersten Semester wissenschaftliches Arbeiten gelernt und dann am Ende die Bachelorarbeit geschrieben – das wäre eine Herausforderung geworden. Was den Lernprozess beim wissenschaftlichen Arbeiten angeht, waren die PTPs sehr wertvoll.</p>
<p><strong>Jetzt haben Sie Ihre Bachelorarbeit schon angesprochen. Sie haben eine sehr erfolgreiche Arbeit geschrieben, in der Sie Szenarien über das Geschäftsmodell des Unternehmens in den nächsten Jahren entwickelt haben. Wie sind Sie auf dieses Thema gekommen?</strong></p>
<p>O. Lackmann: Da ich nach dem Abschluss erstmal Erfahrungen in einem anderen Betrieb sammeln wollte, entschied ich mich für ein Thema, das auch dann noch interessant sein sollte, wenn ich in den Familienbetrieb zurückkehre. Daraus ergab sich eigentlich unmittelbar für mich die Frage nach der Zukunft, sodass die <em>Zukunftsanalyse </em>Gegenstand der Bachelorarbeit wurde. In der Arbeit habe ich theoriebasiert abgeleitet, wo unser Familienunternehmen in fünf oder zehn Jahren stehen könnte. Dazu habe ich erforscht, wohin sich der Markt potentiell entwickeln würde und wie sich unsere Unternehmen entsprechend anpassen müsste, um weiterhin erfolgreich zu sein.</p>
<p><strong>Inwieweit haben sich die ausgearbeiteten Szenarien bewahrheitet? Haben sich bestimmte Szenarien im Geschäftsmodell auch verändert?</strong></p>
<p>O. Lackmann: Die entwickelten Szenarien liegen inzwischen sechs Jahre zurück und haben sich tatsächlich in vielen Bereichen bewahrheitet. Ich habe damals schon in der Bachelorarbeit geschrieben, dass das Thema IPTV (Internet Protocol Television), also die Übertragung von Fernsehprogrammen übers Internet und nicht über Kabel oder Satellit, deutlich an Bedeutung gewinnen wird. Das ist zurzeit bei fast allen Providern ein ziemlich großes Thema. Was sich auch ganz stark entwickelt hat, vor allem durch Corona, ist das Thema Unified Communications &amp; Collaboration (UCC). Damit sind technische Lösungen zur standortübergreifenden Zusammenarbeit gemeint, wie beispielsweise Zoom oder Microsoft Teams. Das habe ich auch schon in der Bachelorarbeit als größte Chance notiert. Smart Home hingegen hat sich nicht so durchgesetzt – das hatte ich in der Arbeit anders vermutet.&nbsp;</p>
<p><strong>Nach Ihrem Bachelorabschluss haben Sie fast vier Jahre für die Sievers Group gearbeitet. Wie kam es dazu und was haben Sie aus der Zeit mitgenommen?</strong></p>
<p>O. Lackmann: Es war unser Ziel, dass ich eine Zeit lang in einem größeren Unternehmen arbeite, um Erfahrung zu sammeln. Das ist geglückt. Ich habe aus dieser Zeit sehr viel Wissen und Erfahrung mitnehmen können – einerseits die Abwicklung und der Umgang mit (großen) Geschäftskunden, was mir bei der Kundenansprache im Vertrieb hilft und anderseits habe ich gelernt, wie sich große Betriebe entwickeln, was für diese wichtig ist und wie Prozesse aufgebaut werden. Das sind alles Themen, die man im Studium theoretisch lernt und die im kleinen Unternehmen oftmals nicht adressiert oder gar nicht gemacht werden (können). Bei der Sievers Group konnte ich lernen und sehen, wie ein Unternehmen ab einer gewissen Größe strukturiert sein kann. Das hilft natürlich, wenn man sein eigenes Unternehmen nach und nach ausbauen möchte. Ich würde also jedem empfehlen, das Familienunternehmen auch mal zu verlassen, um breitere Erfahrungen zu sammeln.</p>
<p><strong>Dann kommen wir jetzt von der Vergangenheit wieder zurück in die Gegenwart. Wie sieht Ihr heutiger Arbeitsalltag aus, Oliver Lackmann?</strong></p>
<p>O. Lackmann: Ich behaupte mal, mein Arbeitsalltag hat bisher wenig mit dem eines*r Geschäftsführers*in zu tun. Ich bin aktuell ganz klar noch im Tagesgeschäft tätig. Mein Bruder wird auch bald ins Familienunternehmen einsteigen und mich unterstützen. Unser Ziel ist es, den Vertrieb weiter auszubauen und zu professionalisieren. Dadurch wollen wir mehr Kund*innen bedienen und gleichzeitig uns als Geschäftsführung aus dem Tagesgeschäft weitestgehend zurückziehen. So wollen wir Kapazitäten schaffen, uns verstärkt mit strategischen Themen beschäftigen zu können.</p>
<p><strong>Was würden Sie beide sagen, welche Faktoren sind besonders wichtig für eine erfolgreiche Unternehmensnachfolge?</strong></p>
<p>A. Lackmann: Das Vertrauen ist erstmal ganz wichtig. Das habe ich natürlich zu meinen beiden Söhnen, sonst würden sie auch nicht beide bei uns arbeiten. Der Weg zur Unternehmensnachfolge ist auch wichtig. Es hilft, wenn es einen feststehenden Plan gibt, damit man irgendwann beruhigt in den Ruhestand gehen kann. In unserem Fall konnte Oliver so sukzessiv in die Position reinwachsen – vor allem dadurch, dass er auch schon das duale Studium bei uns absolviert hat.</p>
<p>O. Lackmann: Ich stimme meinem Vater da auf jeden Fall zu! Wichtig ist aber auch, dass die Nachfolger*innen selbstständig Entscheidungen treffen dürfen. Gleichzeitig muss man natürlich selbst „Bock“ haben und sollte sich nicht in das Unternehmen reindrängen lassen. Es ist elementar, dass das aus eigenen Stücken passiert. Dann ergibt sich auch so eine Entwicklung. Bei uns war der Zeitpunkt, wann ich ins Unternehmen einsteige, auch nicht von meinem Vater gewählt, sondern meine eigene Entscheidung.</p>
<p><strong>Zum Abschluss: Andreas Lackmann - fällt es Ihnen schwer, das Geschäft zu übergeben?</strong></p>
<p>A. Lackmann: Ein ganz klares Nein!&nbsp; Ein paar Jahre müssen sie noch mit mir leben und arbeiten, aber danach wird es mir nicht schwerfallen, weil ich weiß, dass der Betrieb in guten Händen ist.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                    <item>
                        <guid isPermaLink="false">news-9781</guid>
                        <pubDate>Mon, 25 Jul 2022 12:34:00 +0200</pubDate>
                        <title>Vereinbarkeit von Studium, Karriere und Elternschaft Teil 2</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2022/07/vereinbarkeit-von-studium-karriere-und-elternschaft-teil-2/</link>
                        <description>Nachdem Anja Schulte im ersten Teil des Interviews über ihre Erfahrungen im dualen Studium berichtet hat, liegt der Fokus in diesem Teil auf der Vereinbarkeit von Studium, Karriere und Elternschaft. Sie erzählt von ihrem Alltag, den Unterstützungsmöglichkeiten der Hochschule und davon, wie die duale Studienform die Vereinbarkeit unterstützt.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Schulte beendete 2018 erfolgreich ihr duales Bachelorstudium der <a href="/wirtschaftsinformatik-bsc-dual-standort-lingen-ems/">Wirtschaftsinformatik</a> am Campus Lingen. Ein Jahr später begann sie den berufsintegrierenden Masterstudiengang <a href="/studium/studienangebot/master/fuehrung-und-organisation-ma-dual-standort-lingen-ems/">Führung und Organisation</a>. Sie befindet sich jetzt im letzten Semester und schreibt ihre Masterarbeit. Bis letzten Sommer arbeitete sie als Assistentin der Geschäftsleitung bei ihrem Kooperationsunternehmen Hörmann KG Verkaufsgesellschaft, bei dem sie bereits ihren Bachelor absolvierte. Seitdem ist sie in Elternzeit, denn Schulte ist Mutter eines Sohns geworden. Sowohl Karriere als auch Elternzeit lassen sich laut ihr gut mit dem berufsintegrierenden Studium vereinbaren.</p>
<p><strong>Bei Ihnen gibt es eine Besonderheit, die Sie von manch anderen Studierenden unterscheidet. Sie sind Mutter geworden. Wie vereinbaren Sie Karriere, Studium und Elternsein? </strong></p>
<p>Schulte: Bis jetzt hat es ganz gut geklappt. Das Timing war auch gut, weil mein Sohn im Sommer geboren wurde, als wir eine längere Praxisphase hatten, sodass ich das Studium nicht unterbrechen musste. Gerade am Anfang, wo er sehr klein war, hat er noch super viel geschlafen, sodass ich die Zeit ganz gut nutzen konnte, um mich aufs Studium zu konzentrieren. Je älter und mobiler er wird, desto schwieriger wird das, weil ich ihn selbst noch Zuhause betreue. Ohne die Unterstützung der Familie, wäre es definitiv eine größere Herausforderung. Durch ihre Hilfe schaffe ich es, mir Freiräume für das Studium zu nehmen. Gleichzeitig ist es eine Challenge, diese Freiräume dann nicht zu nutzen, um den Haushalt zu machen oder Zeit für sich selbst zu nehmen, sondern dann die Motivation aufzubringen, sich ans Studium zu setzen.</p>
<p><strong>Inwieweit unterstützt die duale Studienform die Vereinbarkeit?</strong></p>
<p>Schulte: Wenn ich Vollzeit studiert hätte, hätte ich entweder wesentlich weniger Module belegt oder wahrscheinlich sogar pausiert. Da das Studium auf sechs Semester verteilt ist und wir nur 15 Tage pro Semester Anwesenheit haben, war es immer gut möglich, das Studium zu absolvieren und die RTSn zu schreiben – oder jetzt eben die Masterarbeit. Damit unterstützt gerade die berufsintegrierende Form die Vereinbarkeit, weil ich auch keine Prüfungsphasen habe, in denen ich von montags bis freitags Klausuren schreibe. Die Flexibilität, die ich durch die Studienform habe, mein Berufsleben auszuüben, habe ich genauso, um meine Familie unter einen Hut zu bringen. Daher empfinde ich die duale Studienform als gute Form, um mit Kind zu studieren.</p>
<p><strong>Neben der Unterstützung der Familie, die Sie eben schon angesprochen haben, was sind die wichtigsten Eigenschaften, die man beim Studieren mit Kind benötigt?</strong></p>
<p>Schulte: Es ist ganz gut, sich unter den Kommiliton*innen ein Netzwerk zu schaffen für den Fall, dass man doch mal aus der Vorlesung raus muss oder keine Betreuung hat. Ich musste einmal einen Nachmittag Zuhause bleiben, weil ich keine Betreuung gefunden habe. Dann ist es sehr hilfreich, Kommiliton*innen zu haben, die für einen mitschreiben und einen unterstützen. Das Verständnis von den Menschen drumherum, wie Kommiliton*innen, ist sehr wichtig. Ein Beispiel dafür sind Terminplanungen für Gruppenarbeiten, da es ist nicht so einfach ist, den ganzen Tag weg zu sein.</p>
<p><strong>Wie wurden Sie von der Hochschule unterstützt? </strong></p>
<p>Schulte: Ganz am Anfang habe ich mit Katrin Dinkelborg telefoniert. Sie hat mir dann einige Infos gegeben, was von Seiten der Hochschule alles möglich ist – von Pausieren des Studiums bis hin zu Studieren in Elternzeit. Es war für mich eine große Erleichterung, dass ich nicht zusätzlich gezwungen bin, nebenbei eine gewisse Stundenanzahl zu arbeiten, solange mein Sohn so jung ist. Die Hochschule bietet auch Möglichkeiten der Prüfungszeitverlängerung, beispielsweise kann ich meine Bearbeitungszeit für die Masterarbeit verlängern. Ich habe am Campus auch den Vorteil, dass dort saubere und moderne Wickelräume sind.</p>
<p>Neu ist ein MCP-Kurs, das steht für Mindful-Compassionate-Parenting. Das ist ganz cool, um sich mit anderen Eltern zu vernetzen, die auch studieren, weil es viel mehr Studierende mit Kind(ern) an der Hochschule Osnabrück sind als man denkt. In dem Kurs bekommen wir ein paar Basics an die Hand, wie man mit Stress umgeht, z. B. in Bezug auf die Erziehung, aber auch auf die Vereinbarkeit von Familie und Studium. Insbesondere der Austausch mit anderen Eltern, die ebenfalls studieren, ist im Rahmen dieses Kurses sehr wertvoll.</p>
<p><strong>Wie sah die Unterstützung seitens Ihres Kooperationsunternehmens aus?</strong></p>
<p>Schulte: Ich wurde in dem Sinne unterstützt, dass sie damit einverstanden waren, dass der Kooperationsvertrag mit der Hochschule weiterläuft, auch wenn ich in Elternzeit bin. Außerdem stehen mir weiterhin meine Ansprechpartner*innen im Unternehmen zur Verfügung, wenn ich Unterstützung bei der Bearbeitung von den RTSn oder der Masterarbeit benötige. Das läuft echt gut.</p>
<p><strong>Sind Sie mit Vorurteilen in Bezug auf Studieren mit Kind in Berührung gekommen? </strong></p>
<p>Schulte: Nein, bin ich tatsächlich gar nicht. Wir haben im letzten Modul diskutiert, was privat ist, was beruflich ist und was man überhaupt im beruflichen Kontext ansprechen kann, bevor es zu privat wird. Da haben wir dann das Beispiel Elternschaft/Kinder/Schwangerschaft genommen, weil das das Einzige ist, wo das Privatleben in das Berufsleben reinrutscht. Die Diskussion war interessant. Irgendwas Negatives habe ich zum Glück noch nie erlebt.</p>
<p><strong>Was denken Sie, welche Vor- und Nachteile haben Sie später im Job gegenüber anderen, die während des Studiums nicht Eltern waren?</strong></p>
<p>Schulte: Der Vorteil ist auf jeden Fall, dass ich meine Selbstorganisation weiter stärken konnte, wobei die allein durch die berufsintegrierende Organisation des Masterstudiums zunimmt. Das Gleiche gilt für mein Zeitmanagement. Ansonsten finde ich, dass man das nicht so allgemein sagen kann, weil eine Elternschaft sehr individuell ist.</p>
<p>Die Situation, dass junge Berufstätige aufgrund einer Elternschaft ausfallen oder beruflich eingeschränkter sind, könnte sich aber je nach Haltung des Unternehmens, bzw. der jeweiligen Vorgesetzt*innen negativ bei Jobwechsel auswirken.</p>
<p><strong>Was würden Sie anderen Eltern mit auf den Weg geben, die überlegen ein Studium aufzunehmen?</strong></p>
<p>Schulte: Bei mir war die Situation, dass ich während des Studiums Mutter geworden bin. Das ist noch etwas Anderes, als wenn man als Elternteil ein Studium startet. Aber grundsätzlich finde ich, dass die Hochschule Osnabrück sehr viel Unterstützungsmöglichkeiten bietet und immer offen und bereit für Kommunikation ist. Das empfinde ich als eine wichtige Voraussetzung. Daher würde ich anderen Eltern immer empfehlen, bei der Auswahl der Hochschule auf so etwas zu achten.</p>
<p>Außerdem würde ich ihnen noch etwas mit auf den Weg geben, auch wenn ich das jetzt aus einer privilegierten Situation, mit Familie vor Ort, sage: Man sollte die eigene Weiterentwicklung und Interessen nicht nur von Kindern oder allgemein von seinen Lebensumständen abhängig machen. Es gibt Wege und Möglichkeiten, alles unter einen Hut zu bekommen. Ich denke, es gibt tatsächlich nie nur den einen richtigen Zeitpunkt, um Kinder zu bekommen oder zu studieren.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <guid isPermaLink="false">news-9780</guid>
                        <pubDate>Mon, 18 Jul 2022 11:21:00 +0200</pubDate>
                        <title>Vereinbarkeit von Studium, Karriere und Elternschaft – Teil 1</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2022/07/vereinbarkeit-von-studium-karriere-und-elternschaft-teil-1/</link>
                        <description>Anja Schulte kennt sich aus mit dem dualen Studium: Sie studierte sowohl im Bachelor als auch jetzt im Master dual am Campus Lingen. In diesem Beitrag berichtet sie von ihren Erfahrungen im Studium und davon, wie sich Bachelor und Master voneinander unterscheiden. </description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Schulte studierte von 2015 bis 2018 dual <a href="/wirtschaftsinformatik-bsc-dual-standort-lingen-ems/">Wirtschaftsinformatik </a>am Campus Lingen und integrierte dabei eine Ausbildung zur Fachinformatikerin mit der Fachrichtung Systemintegration. Ein Jahr nach ihrem Bachelorabschluss begann sie den berufsintegrierenden Masterstudiengang <a href="/studium/studienangebot/master/fuehrung-und-organisation-ma-dual-standort-lingen-ems/">Führung und Organisation</a>. Schon seit Beginn ihres Bachelorstudiums arbeitet Schulte bei ihrem Kooperationsunternehmen der Hörmann KG Verkaufsgesellschaft. Dort ist sie als Assistentin der Geschäftsführung Informatik tätig. Derzeit ist sie in Elternzeit und bringt dabei Studium, die Masterarbeit und Nachwuchs unter einen Deckel, denn seit letztem Sommer ist sie Mutter eines Sohnes.</p>
<p><strong>Wenn Sie an die Zeit vor Ihrem Bachelorstudium zurückdenken, warum haben Sie sich für den Studiengang Wirtschaftsinformatik entschieden?</strong></p>
<p>Schulte: Bei mir war das eigentlich umgekehrt. Ich habe mich erst für die Studienform und dann für den Studiengang entschieden. Ich wollte eine Zwischendisziplin zwischen Wirtschaft und einer (informations-)technischer Komponente studieren, weil ich Schnittstellenfunktionen spannend finde. Da war bei mir dann die Frage, ob ich eher Richtung Wirtschaftsingenieurwesen oder Wirtschaftsinformatik gehe. Ich habe mir daraufhin verschiedene Unternehmen angeschaut und war auch bei dem Bewerbertag (Anm. d. Red.: heute Talent Day) vom Institut für Duale Studiengänge (IDS). Dort habe ich dann noch andere Unternehmen kennengelernt – u. a. auch die Hörmann KG Verkaufsgesellschaft, mein Kooperationsunternehmen. Am Ende habe ich mich dann für dieses Unternehmen entschieden, weil sie mir den Studiengang Wirtschaftsinformatik und spannende Entwicklungsperspektiven angeboten haben.</p>
<p><strong>Sie sagen, dass die Entscheidung für die Studienform vor der Entscheidung für einen Studiengang feststand: Warum wollten Sie unbedingt ein duales Studium absolvieren? Und warum am Campus Lingen?</strong></p>
<p>Schulte: Ich wollte auf jeden Fall einen Praxisbezug im Studium haben und konnte mir nicht vorstellen, an einer Universität rein theoriebasiert zu studieren. Deswegen war für mich das duale Studium die optimale Form. &nbsp;</p>
<p>Ich fand das Studienkonzept der dualen Studiengänge am IDS passend und den Campus Lingen super schön – und habe mich dann ein bisschen darin verliebt. Dazu sei noch ergänzt, dass ich gebürtig aus Lingen komme und mir gezielt ein Kooperationsunternehmen gesucht habe, das weiter weg ist, damit ich umziehen muss. Ich wollte gerne die Unabhängigkeit während der Praxisphasen kennenlernen und fand es gleichzeitig auch immer schön, während der Studienphasen Zuhause in Lingen zu wohnen. Das war für mich die perfekte Mischung.</p>
<p><strong>Nach Ihrem dualen Bachelorstudium haben Sie 2019 den dualen, berufsintegrierenden Masterstudiengang Führung und Organisation begonnen. Was waren Ihre Beweggründe für das Masterstudium?</strong></p>
<p>Schulte: Ursprünglich wollte ich einen Vollzeit-Master absolvieren und habe tatsächlich auch in einen reingeschnuppert. Dabei habe ich ganz schnell gemerkt, dass das überhaupt nichts für mich ist, weil mir der Praxisbezug gefehlt hat und viele Themen nur oberflächlich angesprochen wurden. Deswegen habe ich nicht mal das erste Semester zu Ende studiert und relativ schnell abgebrochen.</p>
<p>Eine Freundin von mir hat in der Zeit schon den Master Führung und Organisation am IDS studiert und gesagt, dass der Studiengang genau das ist, was ich suche. Daraufhin habe ich genauer recherchiert und das Studium tatsächlich begonnen. Ich bin heute immer noch total glücklich über die Entscheidung, weil es genau das ist, was ich wollte.</p>
<p>In meinem Alltag als Assistentin der Geschäftsleitung Informatik habe ich viele verschiedene Projekte leiten dürfen. In diesem Zusammenhang arbeite ich mit ganz unterschiedlichen Persönlichkeiten aus verschiedenen Fachbereichen zusammen. Da ist es eine große Herausforderung, zwischen den Menschen zu moderieren und einen roten Faden reinzubringen – gerade bei großen IT-Projekten, wo viele verschiedene Bereiche aufeinandertreffen. Mir war es immer sehr wichtig, einen Konsens oder eine Kompromisslösung zu finden, soweit es möglich ist. Im Master konnte ich durch meinen Schwerpunkt <em><a href="/studium/studienangebot/master/fuehrung-und-organisation-ma-dual-standort-lingen-ems/studienrichtungen/">Moderation und Beratung</a> </em>Methoden und Fähigkeiten erlernen, um solche Situationen besser zu moderieren und meine Aufgaben bewältigen zu können.</p>
<p><strong>Wie haben Sie Ihrem Arbeitgeber den Wunsch kommuniziert und hat er Ihre Entscheidung für ein Masterstudium direkt unterstützt?</strong></p>
<p>Schulte: Als Assistentin der Geschäftsführung Informatik habe ich immer engen Kontakt zu meinem Vorgesetzten. Er kennt mich und meine Wissbegierde. Als ich dann um die Ecke kam und gesagt habe, dass ich den Master in Lingen machen möchte, hat er nur geschmunzelt und geantwortet: „Das habe ich mir schon gedacht.“ Er kannte den Studiengang schon, weil ein Kollege von mir den auch absolviert hat. Wir haben dann eine ähnliche Vereinbarung wie bei meinem Kollegen getroffen. So bin ich während der Studienzeiten freigestellt und die Verteilung der Kosten haben wir auch geklärt. Das war für mich sehr angenehm.</p>
<p><strong>Jetzt arbeiten Sie schon seit mehreren Jahren in Ihrem Kooperationsunternehmen. Wie haben sich Ihre Aufgaben/ Ihr Arbeitsalltag im Vergleich zur Bachelorzeit geändert? </strong></p>
<p>Schulte: Während des Bachelors habe ich verschiedene Abteilungen im Unternehmen durchlaufen und auf diese Weise unterschiedliche Bereiche kennengelernt. Mit meiner Bachelorarbeit habe ich dann die neue Stelle als Assistentin der Geschäftsführung angefangen und dort durchgehend gearbeitet – auch während des Masters.</p>
<p><strong>Wie unterscheidet sich der Master von Ihrem Bachelorstudium?</strong></p>
<p>Schulte: Im Bachelor ging es darum, eine fundierte Wissensbasis im Bereich der IT zu schaffen. Das war für mich besonders wichtig, da ich weder Vorerfahrungen im Informatik- noch im Wirtschaftsbereich hatte, was eher ungewöhnlich ist. Ich wusste nicht einmal was ein Server oder eine Datenbank ist. Da ich im Unternehmen von Anfang an mit offenen Karten gespielt habe, dass ich keine Vorkenntnisse habe, aber dennoch motiviert bin, das zu lernen, wurde ich von den Kolleg*innen in allen Themenbereichen sehr gut abgeholt.</p>
<p>Der Master jetzt hat natürlich eine ganz andere Richtung. Ich bin viel tiefer eingestiegen, auch z. B. in Literaturarbeit. Ich habe zudem die Kompetenzen erworben, mir selbst noch mehr Wissen anzueignen und Dinge kritischer zu hinterfragen als im Bachelor. Dort habe ich noch viele Dinge als gegeben angesehen, auch wenn die Lehrenden schon immer wieder auf kritische Reflexion hingewiesen haben. Jetzt im Master ist das nochmal viel intensiver geworden. Durch die Reflexionsorientierten Transferstudien (RTSn) ist es erforderlich, noch tiefer in die Themengebiete einzusteigen und sie kritisch zu reflektieren. Gleichzeitig kann ich dadurch aber auch individuelle Themenschwerpunkte setzen.</p>
<p><strong>Praxistransferprojekte (PTPs) und Reflexionsorientierte Transferstudien (RTSn) werden von den Studierenden sehr unterschiedlich wahrgenommen. Wie bewerten Sie die PTPs während des Bachelorstudiums und jetzt die RTSn während des Masters?</strong></p>
<p>Schulte: Die PTPs im Bachelorstudium waren für mich ein echtes Training. Erstmal galt es, Themen im Unternehmen aufzuspüren. Das ist manchmal etwas tricky, weil man da um die Ecke denken muss. Darüber hinaus war es ein gutes Schreibtraining; z. B. im Hinblick auf Zitation, den Aufbau einer Arbeit oder die Formulierung von Fragestellungen. Aber auch dort hat sich irgendwann eine Routine eingestellt. Diese Art, kritisch auf Unternehmen und die dortigen Vorgänge zu schauen, ist mir in Fleisch und Blut übergangen.</p>
<p>Entsprechend habe ich jetzt bei den RTSn im Master überhaupt keine Probleme, in den Schreibflow zu kommen oder eine Problemstellung zu finden, weil ich durch den Bachelor schon so viel Routine habe. Bei den RTSn gefällt mir, ein Thema ganzheitlich bearbeiten zu können und am Ende immer ein umfassendes Ergebnis zu haben.</p>
<p>Die beiden Prüfungsleistungen haben mir auf jeden Fall dabei geholfen, den Theorie-Praxis-Transfer herzustellen.</p>
<p><strong>Sie konnten schon viele Erfahrungen im dualen Studium sammeln und unterschiedliche Zeitmodelle kennenlernen. Was gefällt Ihnen am dualen Studium am besten? </strong></p>
<p>Schulte: Stichwort Zeitmodell: Ich hatte mir auch andere berufsintegrierende Masterstudiengänge angeschaut, aber da finde ich das Modell am Campus Lingen am besten, weil ich eine Woche habe, in der ich mich nur aufs Studium konzentrieren kann. Das ist dann meine Woche, in der ich Wissen aufsaugen und mich fokussieren kann. In den Wochen danach kann ich wieder in die Praxis einsteigen, das Erlernte mitnehmen und durch die RTSn direkt anwenden. Dadurch, dass wir die RTSn schreiben und keine Klausuren, kann ich mir die Zeit auch wirklich flexibel einteilen. Das ist dann wirklich machbar, nebenbei Vollzeit zu arbeiten – oder auch noch ein Kind zu betreuen.</p>
<p>Im Bachelor fand ich gut, dass die Studien- und Praxisphasen so abgeschlossen waren, damit ich mich immer auf eine Sache konzentrieren konnte. Das hat mir vor allem am Anfang gut geholfen, als alles noch so neu war. Ich konnte mein Studierendenleben so auch voll genießen.</p>
<p>Nächste Woche gibt es den zweiten Teil des Interviews mit Anja Schulte. Dort spricht sie über die Vereinbarkeit von Studium, Karriere und Elternschaft und gibt Einblicke in ihren Alltag als Studentin und Mutter.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Wed, 29 Jun 2022 16:10:00 +0200</pubDate>
                        <title>Meine erste RTS – Daniel Kretschmer berichtet von seinen Erfahrungen</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2022/06/meine-erste-rts-daniel-kretschmer-berichtet-von-seinen-erfahrungen/</link>
                        <description>Daniel Kretschmer studiert den berufsintegrierenden Masterstudiengang Führung und Organisation am Campus Lingen. Im Interview berichtet er von seinen ersten Erfahrungen mit der Prüfungsform der Reflexionsorientierten Transferstudie (RTS). Sie ist das Bindeglied der Theorie-Praxis-Verzahnung zwischen Hochschule und Arbeitsplatz.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Kretschmer studiert seit September 2021 am Institut für Duale Studiengänge am Campus Lingen. 2019 hat er seinen Bachelorabschluss in Betriebswirtschaft und Management an der Hochschule Osnabrück absolviert. Heute berät und begleitet er als Consultant agile Transformationsprojekte. Für seine erste RTS hat er das sehr aktuelle Thema <em>Personalführung auf Distanz</em> gewählt.</p>
<p>Die <a href="/studium/studienangebot/master/fuehrung-und-organisation-ma-dual-standort-lingen-ems/theorie-praxis-transfer/">Reflexionsorientierte Transferstudie</a> ist das zentrale Instrument der Theorie-Praxis-Verzahnung und die wesentliche Prüfungsform im dualen Masterstudium. Die Prüfungsleistung umfasst eine wissenschaftliche Ausarbeitung im Umfang von ungefähr 20 Seiten sowie die Präsentation und der Diskurs der Ergebnisse im Arbeitskreis der Modulteilnehmer*innen. Im ganzen Studium wird nur einmal eine andere Prüfungsform neben der RTS gewählt: im Masterstudiengang<a href="/studium/studienangebot/master/fuehrung-und-organisation-ma-dual-standort-lingen-ems/"> Führung und Organisation</a> ist dies im Modul <em>Methodenlehre zur Analyse von Führung und Organisatio</em>n der Fall. Im Masterstudiengang <a href="/studium/studienangebot/master/technologieanalyse-engineering-und-management-meng-dual-standort-lingen-ems/">Technologieanalyse, -engineering und -management</a> gilt dies für das Modul <em>Konzepte und Methoden der Technologieanalyse</em>. Im sechsten Semester steht dann die Masterarbeit an.</p>
<p><strong>Welcher Gedanke steht für Sie hinter der Prüfungsform der RTS in Ihrem Studium?</strong></p>
<p>Kretschmer: Ich nutze die RTS als wissenschaftlich fundierte, betriebliche Fallstudie zur Beantwortung von praktischen Fragestellungen in meinem Arbeitskontext. Sie unterstützt mich bei der Betrachtung von Problemstellungen und Herausforderungen und ermöglicht einen manchmal sehr wichtigen Perspektivwechsel. RTS-Themen fördern den Diskurs innerhalb des Unternehmens, wodurch sich mein Arbeitsplatz in gewisser Weise auch zu einem Lernort entfaltet. Insofern profitiert auch mein Unternehmen von den Erkenntnissen, die ich in meiner RTS-Bearbeitung gewinne.</p>
<p><strong>In welchem Modul und zu welchem Thema haben Sie Ihre erste RTS geschrieben?</strong></p>
<p>Kretschmer: Ich habe in dem Modul <em>Organisationskommunikation und Unternehmensführung</em> meine erste RTS geschrieben. Das Thema war „Optimierung der Personalführung auf Distanz“ am Beispiel meines Unternehmens. Die Corona-Pandemie hat das Thema der Digitalisierung beschleunigt und auch die Personalführung auf Distanz Realität werden lassen. In der RTS habe ich nach geeigneten Methoden gesucht, um die Personalführung auf Distanz in meinem Unternehmen zu verbessern.</p>
<p><strong>Wie funktionierte die Themenfindung für Sie?</strong></p>
<p>Kretschmer: Ich habe in den Inhalten der Modul-Veranstaltung nach spannenden Fragestellungen für mich und mein Unternehmen gesucht. Auch die Lehrenden haben immer wieder beispielhaft interessante Themen genannt. Es kristallisierten sich dann schnell einige gute Ideen heraus, die ich dann gemeinsam mit meiner Führungskraft besprochen habe. Letztendlich habe ich mich für das Thema Personalführung auf Distanz aufgrund der hohen Aktualität entschieden.</p>
<p><strong>Wie sind Sie an das wissenschaftliche Konzept der Praxisforschung herangeführt worden und wie hat Ihnen das <a href="https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2021/05/kompetenzen-im-dualen-studium-selbstfuehrung-foerdern-mittels-eines-applied-science-lab/" target="_blank">Applied Science Lab</a> (<a href="https://www.instagram.com/stories/highlights/17876936207413462/" target="_blank" rel="noreferrer">ASL</a> - </strong><em>Link führt zu Instagram</em><strong>) geholfen?</strong></p>
<p>Kretschmer: Eine erste Einführung in das Konzept der Praxisforschung – also die Beforschung der Praxis im Unternehmen – gab es im Einführungsseminar und dann weiterführend in der ersten Vorlesungswoche mit dem Studienbeginn. In diesen Einführungen sind die Erwartungen und theoretischen Grundlagen für die RTS gelegt worden. Nach dem ersten Modul gingen wir mit unseren Unternehmen in die Themenfindung und es folgte das Online-ASL an der Hochschule. Hier bekamen wir die Möglichkeit, unsere Ideen, Zielsetzungen, Forschungsfragen und Hypothesen vorzustellen und abzustimmen. In einem gemeinsamen Dialog zwischen Studierenden und dem lehrenden Professor haben wir die wissenschaftliche Herangehensweise an unsere Analysen in den jeweiligen Themen geschärft. Das hat mir wirklich sehr geholfen.</p>
<p><strong>Wie haben Sie Ihre Literaturrecherche betrieben und wo bekamen Sie Ihre Daten her?</strong></p>
<p>Kretschmer: Ich habe eine klassische Literaturrecherche in der Hochschulbibliothek und dem Internet betrieben. Das war unproblematisch, denn alle Quellen waren elektronisch zugänglich und ich konnte so aktuelle Literatur ausfindig machen. Die unternehmensbezogenen Daten stellte mein Unternehmen mir - streng vertraulich und im Rahmen der unternehmensbezogenen Datenschutzrichtlinien - zur Verfügung.</p>
<p><strong>Welche Herausforderungen gibt es beim Schreiben einer RTS? Was war Ihr größtes Problem?</strong></p>
<p>Kretschmer: Das berufsintegrierende Studium erfordert natürlich ein persönliches Zeitmanagement, um die berufliche Tätigkeit und das Verfassen der RTS parallel zu vereinen. Aber eigentlich schreibe ich die RTS im Arbeitskontext und diese Verbindung von akademischer Weiterbildung bei gleichzeitiger Weiterentwicklung meiner betrieblichen Fachlichkeit erleichtert die Sache sehr. Mein größtes Problem war, mich zeitlich so zu organisieren, dass ich rechtzeitig fertig werde.</p>
<p><strong>Welchen Nutzen haben Ihre Ausarbeitungen für Sie und Ihr Unternehmen?</strong></p>
<p>Kretschmer: Vor allem der Perspektivwechsel durch die wissenschaftlich-analytische Betrachtung einer betrieblichen Fragestellung treibt mich an. Theoretische Modelle aus der Forschung werden in der Praxis geprüft und die gewonnenen Erkenntnisse mehrfach hinterfragt. Ich übernehme in meinem Unternehmen somit Verantwortung für ein Thema und die so dezidiert ausgearbeiteten Lösungen. Für uns im Betrieb liegt nun ein geprüfter Ansatz für die Führung auf Distanz vor. Das ist hilfreich – nicht nur für mich, sondern auch für meine Kolleg*innen.</p>
<p><strong>Wie lief die Präsentation und Reflexion Ihres Themas im Kreis der Kommiliton*innen?</strong></p>
<p>Kretschmer: Ich konnte meine Präsentation gut planen und habe sie auch so angelegt, dass die Modulteilnehmenden mitarbeiten konnten. Durch die intensive Auseinandersetzung mit meiner Thematik war ich bestens auf die Fragen und Anmerkungen vorbereitet. Aus dem gemeinsamen Feedback erhielten wir dann alle auch neue Einsichten – nämlich aus den jeweiligen Branchen und Unternehmen meiner Kommiliton*innen heraus. Die Erfahrungen mit der Personalführung auf Distanz sind in den Unternehmen schon sehr verschieden und das hilft mir, meine Lösungen nochmal zu prüfen.</p>
<p><strong>Welchen Tipp geben Sie Studierenden, die zum ersten Mal eine RTS verfassen?</strong></p>
<p>Kretschmer: Mein Tipp für eine erfolgreiche RTS ist es, sich genügend Zeit für die Klärung der Ziele, der Forschungsfragen und Hypothesen zu nehmen. Ich empfehle bei der Definition der Problemstellung auch den Diskurs mit den Arbeitskolleg*innen sowie mit den Kommiliton*innen in einem der ASLs zu suchen. So kann man das gewählte Thema schon im Vorfeld aus vielen Perspektiven beleuchten und sich dann selbst fokussieren.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Mon, 20 Jun 2022 14:46:00 +0200</pubDate>
                        <title>Ein Blick hinter die Kulissen mit Michèle Peiffert</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2022/06/ein-blick-hinter-die-kulissen-mit-michele-peiffert/</link>
                        <description>In unserem Format „Ein Blick hinter die Kulissen mit…“ sprechen wir mit Mitarbeitenden und Lehrenden, mit denen Sie während Ihres Informationsprozesses und später im dualen Studium am Campus Lingen in Kontakt kommen können. In diesem Beitrag lernen Sie Michèle Peiffert kennen. </description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Michèle Peiffert arbeitet seit Dezember 2018 bei uns am Campus Lingen am Institut für Duale Studiengänge (IDS) der Hochschule Osnabrück. Zunächst unterstützte sie als wissenschaftliche Hilfskraft die externe Kommunikation des Instituts. Seit Herbst 2020 ist sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin in verschiedenen Forschungsprojekten tätig und koordiniert die Kommunikationsaktivitäten dieser Projekte sowie des IDS. Dabei ist ihr die zielgruppenorientierte Ansprache besonders wichtig.</p>
<p><strong>Welches Studium haben Sie absolviert und wie sind Sie zum IDS gekommen? </strong></p>
<p>Peiffert: Ich habe 2018 einen Bachelorabschluss in Public Relations erlangt und im Oktober 2020 mein Masterstudium in <a href="/studium/studienangebot/master/kommunikation-und-management-ma-standort-lingen-ems/">Kommunikation und Management</a> am <a href="/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-kommunikationsmanagement/">Institut für Kommunikationsmanagement</a> hier am Campus Lingen abgeschlossen. Zum IDS bin ich während des Masterstudiums gekommen. So konnte ich als wissenschaftliche Hilfskraft meine praktischen Erfahrungen und das Fachwissen aus den Vorlesungen am IDS einbringen, ausbauen und vertiefen. Das führte schließlich dazu, dass ich meine Abschlussarbeit mit der Hilfskrafttätigkeit verband und eine Umfrage zum Informationsprozess von dual Studierenden durchführte, um daraus Handlungsempfehlungen für die Institutskommunikation abzuleiten. Noch vor Beendigung des Masterstudiums wurde ich im Herbst 2020 als wissenschaftliche Mitarbeiterin „übernommen“.</p>
<p><strong>Was sind Ihre Aufgaben?</strong></p>
<p>Peiffert: Meine Aufgaben sind sehr vielseitig. Grob gesagt umfassen sie Studierendenmarketing, Bildungs- und Wissenschaftskommunikation. Ich koordiniere, konzeptioniere, plane und betreue die Erstellung von redaktionellen Inhalten für Printmedien, Webseiten, den Blog und Social-Media-Kanäle. Dabei wird der Content oft crossmedial verbreitet und entsprechend des Mediums und der Zielgruppe aufbereitet. Inhaltlich variieren die Themen von neuen Erkenntnissen aus Forschungsprojekten wie <a href="/ki-agil/">KI-AGIL</a>, über <a href="/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/theorie-praxis-transfer/">Praxistransferprojekte</a> bis hin zu Werdegängen ehemaliger Studierenden. Entsprechend breit gefächert erfolgen Interviews mit Studierenden, Absolvent*innen, Lehrenden und Kolleg*innen des Instituts sowie beteiligten Personen aus Forschungsprojekten. Außerdem bearbeite ich Medienanfragen und stehe immer wieder in Kontakt mit externen Dienstleistern und Agenturen, die für uns Anzeigen anpassen oder nach Corporate Design erstellen. In unregelmäßigen Abständen kommt die inhaltliche Erstellung oder Überarbeitung von Flyern und Broschüren hinzu. Wenn ich die Aufgabe nicht an meine studentischen/wissenschaftlichen Hilfskräfte delegiere, nehme ich auch selbst die Kamera in die Hand, drehe Content mit Kolleg*innen oder Studierenden und schneide hinterher das Material, welches dann auf unserem Instagram-Kanal (<a href="https://www.instagram.com/duales_studium_lingen_hsos/" target="_blank" rel="noreferrer">@duales_studium_lingen_hsos</a>) oder dem des Campus (<a href="https://www.instagram.com/campus_lingen_hsos/" target="_blank" rel="noreferrer">@campus_lingen_hsos</a>) erscheint.</p>
<p><strong>Was mögen Sie an Ihrer Arbeit am liebsten? </strong></p>
<p>Peiffert: Zuallererst bin ich sehr glücklich, in einer Bildungseinrichtung zu arbeiten, weil ich meine Arbeit als sinnstiftend erlebe und sie mit meinen persönlichen Werten übereinstimmt. Bildung und Forschung schafft aus meiner Perspektive einen nachhaltigen Mehrwert für die Studierenden und die Gesellschaft; daher fallen mir das Studierendenmarketing und die Bildungs- und Wissenschaftskommunikation „leicht“. Außerdem mag ich die Abwechslung und Herausforderung, die mit unterschiedlichen Themen, Kanälen, Anspruchs- und Zielgruppen einhergeht. Zudem darf ich Formate und Strategien ausprobieren und meiner Kreativität freien Lauf lassen.</p>
<p><strong>Was war das Highlight Ihrer letzten Arbeitswoche?</strong></p>
<p>Peiffert: Ich habe mich sehr darüber gefreut, dass der Freie-Stellen-Freitag auf Instagram wieder Fahrt aufnimmt, da meine Kollegin Alina Kerperien und ich dieses Format bereits letztes Jahr im Februar gestartet haben. Bei dem Freie-Stellen-Freitag teilen wir duale Studienplätze unserer Kooperationsbetriebe auf Instagram, um Studieninteressierte und Unternehmen zusammenzuführen. Außerdem habe ich ein richtig gutes <a href="https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2022/06/vom-dual-studierenden-zum-leiter-der-technischen-entwicklung-fabian-voelker-im-interview/" target="_blank">Alumni-Interview</a> redigiert. Es freut mich immer wieder zu lesen, wenn ehemalige Studierende sich an ihr duales Studium am IDS zurückerinnern und aus dem Studium viel für ihren Karriereweg mitnehmen konnten. Zudem habe ich im Projekt <a href="/ki-agil/">KI-AGIL</a> mit Projektmitarbeitenden gesprochen, um die Verbreitung neuer wissenschaftlicher Kenntnisse vorzubereiten.</p>
<p><strong>Welcher Moment aus Ihrer Zeit am IDS ist Ihnen am meisten in Erinnerung geblieben? </strong></p>
<p>Peiffert: Als Herr Arens-Fischer mich noch vor der Abgabe meiner Masterarbeit gefragt hat, ob ich als wissenschaftliche Mitarbeiterin am IDS arbeiten möchte – das war ein toller Moment. Es hat mich total gefreut, dass meine Arbeit als wissenschaftliche Hilfskraft so überzeugt hat, dass die Abschlussnote meiner Masterarbeit sekundär war.</p>
<p><strong>Beschreiben Sie bitte das IDS in wenigen Worten. </strong></p>
<p>Peiffert: Herzlich, engagiert, manchmal am Rande des Wahnsinns.</p>
<p><strong>Wie verbringen Sie Ihre Freizeit?</strong></p>
<p>Peiffert: Häufig in Bewegung: Sport im Fitnessstudio, Schwimmen im Linus oder tanzend mit Freund*innen. Ab und an sieht man mich auch mit einem Buch in der Hand auf dem Balkon oder über Malutensilien gebeugt. Zudem müsste ich lügen, wenn ich behaupten würde, dass ich nicht regelmäßig und ausgiebig durch Social Media Apps scrolle – „Berufskrankheit“. Außerdem habe ich einen Hang für gutes Essen, auch wenn ich selbst nur ungerne koche.</p>
<p><strong>Was ist Ihre beste Eigenschaft?</strong></p>
<p>Peiffert: Ich schmücke mich nicht mit fremden Federn.</p>
<p><strong>Was würden Sie gerne besser können?</strong></p>
<p>Peiffert: Ich wäre gerne besser darin, eine Sache nach der nächsten zu erledigen. Ich erwische mich immer wieder dabei, wie ich eine Aufgabe unterbreche, um mal eben zwei „Kleinigkeiten“ zu erledigen. Das versuche ich zu reduzieren, um einen besseren Workflow zu haben. In meinem Arbeitsbereich kann es aber natürlich auch immer mal wieder vorkommen, dass ein Thema spontan mit hoher Priorität kommt. Darauf muss ich dann natürlich flexibel reagieren.</p>
<p><strong>Welches Buch/Audio-Book oder welchen Podcast sollte jeder gelesen oder gehört haben? </strong></p>
<p>Peiffert: Ganz klare Empfehlung:<em> Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen, aber wissen sollten</em> von Alice Hasters. Für Podcasts habe ich zwei Tipps. Aus beruflicher Sicht <em>Baby got Business</em> von Ann-Katrin Schmitz und privat den Podcast <em>Böhler &amp; Bröckerhoff</em>.</p>
<p><strong>Welche Sprache würden Sie gerne sprechen und warum? </strong></p>
<p>Peiffert: Ich wünschte, mein Französisch wäre besser. Ich habe Wurzeln in Frankreich und nur in der Schule Französisch gelernt – davon ist leider nicht allzu viel übriggeblieben.</p>
<p><strong>Worüber sind andere Menschen bei Ihnen oft überrascht?</strong></p>
<p>Peiffert: Wenn mich Menschen nur beruflich kennen, sind sie oft überrascht, wenn ich erzähle, dass ich eigentlich introvertiert bin.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Mon, 13 Jun 2022 13:21:00 +0200</pubDate>
                        <title>Projektmesse 2022: Projektvorschläge und Eindrücke angehender Bachelorrand*innen zum Projektstudium</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2022/06/projektmesse-2022-projektvorschlaege-und-eindruecke-angehender-bachelorrandinnen-zum-projektstudium/</link>
                        <description>Anfang des Monats war es wieder soweit – die jährliche Projektmesse der dual Studierenden am Campus Lingen fand statt. Die Mentor*innen erklären in diesem Gastbeitrag das Projektstudium und berichten von der Projektmesse, der Idee hinter diesem Angebot und greifen ein paar Projektideen auf.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Bei der Projektmesse handelt es sich um eine, vom Mentor*innenteam des Instituts für Duale Studiengänge (IDS) organisierte, Veranstaltung zum Projektstudium im nächsten Semester der Bachelorstudierenden. Zeitweise waren während der Veranstaltung via Zoom bis zu 135 Teilnehmende zugeschaltet, wobei einige Studierende die Veranstaltung auch gemeinsam von einem Rechner aus verfolgten.</p>
<p>Während des Projektstudiums erarbeiten Projektteams mit einer Gruppengröße von jeweils drei bis sechs Personen mithilfe von theoretischen Grundlagen eine Problemlösung bzw. eine praktische Realisierung für eine selbst gewählte praxisrelevante Aufgabenstellung. Innerhalb der Teams können sich Studierende auch aus unterschiedlichen Studiengängen interdisziplinär zusammenfinden – je nachdem was für das Projekt an Kompetenzen benötigt wird. Die Bearbeitung des Projektstudiums erfolgt für dual Studierende während des 5. und 6. Semesters und dient somit als unmittelbare Vorbereitung für die Bachelorarbeit. Nach einer ersten Infoveranstaltung zu Beginn des Semesters haben sich die Projektteams bereits größtenteils gefunden. Vielen Teams fehlt es aber noch an einer konkreten Projektidee für das zu bearbeitende Thema. Dort setzt die Projektmesse an, denn sie dient unter anderem als Unterstützung bei der Themenfindung.</p>
<p>Nach einer kurzen Begrüßung begann der erste Teil der Veranstaltung, in der Dozierende ihre Projektvorschläge vorstellten. Den Anfang machte Bettina Henglmüller, die gleich mehrere Projekte zum Themengebiet nachhaltige Produktentwicklung und Kreislaufwirtschaft präsentierte. Die Projektideen bezogen sich hierbei unter anderem auf die Entwicklung und Konzeptionierung grüner Produkte bzw. Dienstleistungen oder digitaler Technologien sowie der Analyse des Ressourcen- und Energieverbrauchs im betrieblichen Umfeld.</p>
<p>Dr. Joseph Gochermann stellte anschließend seinen Themenvorschlag zur Energiewende als betrieblicher Einflussfaktor vor, der sich mit der Energiewende als betrieblicher Einflussfaktor beschäftigt. Die Energiewende bedingt gesellschaftliche, wirtschaftliche und technische Veränderungen. Diese werden sich auf Geschäftsmodelle, Produkte und Prozesse in Unternehmen auswirken. In diesem Kontext können im Rahmen des Projektstudiums beispielsweise Fragestellungen untersucht werden, wie Produkte und Dienstleistungen an die Anforderungen in der neuen Energiewelt angepasst werden müssen oder welche Auswirkungen die Energiewende auf ein Geschäftsmodell hat.</p>
<p>Eine weitere Projektidee stammt von Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Arens-Fischer und Prof. Dr. Stephan Kress. Diese beschäftigt sich mit dem Bereich nachhaltiger Unternehmensführung und Geschäftsmodelle. Hierbei soll innerhalb eines gemeinsamen Forschungsprojektes der Hochschule Osnabrück mit der Jade Hochschule der CO2-Fußabdruck in Produktionsprozessen und Wertschöpfungsnetzwerken betrachtet werden. Ziel ist es, auf dieser Basis, Geschäftsmodelle in produzierenden Unternehmen nachhaltiger zu gestalten. &nbsp;</p>
<p>Im Anschluss an die Projektvorstellungen berichteten im zweiten Teil der Veranstaltung drei angehende Bachelorand*innen - Lea, Lenard und Steffen - aus dem Mentor*innenteam von ihren Erfahrungen im Rahmen des Projektstudiums und gaben Tipps. Konsens aller drei war, dass eine gute Zeitplanung absolut entscheidend für den Erfolg des Projektstudiums ist. Dabei können Meilensteine helfen, um den Zeitplan nachverfolgen zu können. Empfohlen wurde, die Bearbeitung des Projektstudiums möglichst noch vor Beginn des 6. Semesters, rund um die Weihnachtszeit abzuschließen, damit diese nicht in Konflikt mit Klausuren und Vorbereitungen für die Bachelorarbeit kommt. Zudem sollte die Wahl des*der Projektpat*in, in der Regel sind dies Lehrende der Hochschule, frühzeitig und sorgsam getroffen werden. Außerdem sei die Wahl des Moduls Projektmanagement im 5. Semester von Vorteil, da innerhalb dieses Moduls ein Projektplan erstellt und Meilensteine festgelegt werden.</p>
<p>Als Mentor*innenteam freuen wir uns über eure rege Teilnahme an der diesjährigen Projektmesse und hoffen, euch bei der Themenfindung und Bearbeitung des Projektstudiums weitergeholfen zu haben. Für die anstehende Klausurenphase und die Bearbeitung des Projektstudiums wünschen wir euch viel Erfolg.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Euer</p>
<p>Mentor*innenteam des IDS</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <guid isPermaLink="false">news-9664</guid>
                        <pubDate>Tue, 07 Jun 2022 16:52:17 +0200</pubDate>
                        <title>Vom dual Studierenden zum Leiter der technischen Entwicklung – Fabian Völker im Interview</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2022/06/vom-dual-studierenden-zum-leiter-der-technischen-entwicklung-fabian-voelker-im-interview/</link>
                        <description>Fabian Völker gehört zu den ersten Absolvent*innen der Studienrichtung Technische Informatik des dualen Studiengangs Engineering technischer Systeme (EtS) am Campus Lingen. Im Interview berichtet er u.a., warum er unbedingt ein duales Studium absolvieren wollte und wie ihm die Praxistransferprojekte zu einem kritischen Blick verholfen haben.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Völker studierte von 2018 bis 2021 am Institut für Duale Studiengänge (IDS) am Campus Lingen der Hochschule Osnabrück<a href="/studium/studienangebot/bachelor/ets-technische-informatik-beng-dual-standort-lingen-ems/"> EtS – Technische Informatik</a>. Auch heute ist er noch bei seinem früheren Kooperationsunternehmen promesstec GmbH tätig. Seit seinem Abschluss arbeitet er dort als Leiter der technischen Entwicklung.</p>
<p><strong>Wie sind Sie damals auf das IDS aufmerksam geworden und warum haben Sie sich für ein duales Studium entschieden?</strong></p>
<p>Völker: Für mich stand immer fest, dass ich ein duales Studium absolvieren möchte. Deswegen habe ich mich bei mehreren Firmen hier in der Nähe beworben. Trotz der Teilnahme an vielen Assessmentcentern habe ich leider keine einzige Zusage erhalten, sodass ich dann erstmal eine zivile Ausbildung als Elektroniker für Geräte und Systeme bei der Bundeswehr gemacht habe.</p>
<p>Bei der mündlichen Abschlussprüfung habe ich meinen ehemaligen Chef von promesstec kennengelernt. Er hat mich danach in sein Unternehmen eingeladen. Bei einem kleinen „Bewerbungsgespräch“ habe ich ihm gesagt, dass ich auf jeden Fall noch ein duales Studium machen möchte – am liebsten in der Entwicklung. Wichtig zu wissen ist, dass es eine Entwicklungsabteilung zu der Zeit im Unternehmen noch gar nicht gab. Von meiner Idee, eine Entwicklungsabteilung aufzubauen, war er sehr angetan. Über eine Ausbildungsbörse in den Emslandhallen hier in Lingen bin ich dann auf die Hochschule Osnabrück aufmerksam geworden. Da habe ich erfahren, dass sie am IDS neuerdings die Studienrichtung <em>Technische Informatik</em> anbieten und das war genau das, was ich machen wollte. So bin ich am IDS gelandet.</p>
<p><strong>Für Sie stand also im Vorhinein fest, dass Sie ein duales Studium absolvieren möchtest. Warum war das so?</strong></p>
<p>Völker: Ich fand den Gedanken immer interessant, dass Unternehmen und Hochschulen dann gewissermaßen „zusammenarbeiten“ und man nicht nur das eine oder das andere sieht, sondern schon im Studium das gesamte Unternehmen kennenlernt. Dadurch kann man als dual Studierende*r die Strukturen verstehen und hat meiner Meinung nach direkt nach dem Studium bessere Möglichkeiten im Unternehmen.</p>
<p><strong>Was waren die größten Herausforderungen und Vorteile des dualen Studiums?</strong></p>
<p>Völker: Bei Herausforderungen fällt mir natürlich direkt das Thema Corona ein, was sehr präsent war. Mein Jahrgang hatte Glück, dass wir die ersten zwei Jahre noch „normal“ studieren konnten. Die Hochschule hat die Herausforderungen aber gut gelöst. Unabhängig davon gab es am Anfang noch ein paar Startschwierigkeiten, da die Studienrichtung komplett neu war, aber das hat sich schnell gelegt.</p>
<p>Zu den Vorteilen zähle ich das Kennenlernen der Unternehmensstrukturen und das Durchlaufen von verschiedenen Abteilungen. Auch die zeitliche Organisation des Studiums im Blockmodell hat das Studium für mich sehr interessant gemacht. Dadurch, dass ich abwechselnd drei Monate in der Hochschule und drei Monate im Betrieb war, konnte ich während der Studienphasen auch das Studierendenleben mitnehmen. Was natürlich auch nicht fehlen darf, sind die Praxistransferprojekte (PTPs). Die sind ja etwas Besonderes bei unserem dualen Studium am IDS. Davon schreibt man als dual Studierende*r 30 Stück, wenn man alle direkt beim ersten Mal besteht. Das ist schon ein großer Vorteil für die Bachelorarbeit. Ich habe mehrere Bachelorarbeiten von anderen Studierenden gelesen, die nicht am IDS studiert haben und da konnte ich sehen, dass die Qualität von unseren Bachelorarbeiten schon viel höher angesiedelt ist.</p>
<p><strong>Die PTPs werden von Studierenden ganz unterschiedlich bewertet. Wie haben Sie die PTPs während des Studiums wahrgenommen und wie beurteilen Sie diese rückwirkend? </strong></p>
<p>Völker: Da gibt es ganz klar eine Veränderung. Bis zum Schreiben der Bachelorarbeit habe ich mich auch öfter über die PTPs aufgeregt, weil es schon eine Menge Arbeit ist. In manchen Modulen ist es teilweise herausfordernd, ein passendes Thema im Unternehmen zu finden, bei dem ein Praxistransfer hergestellt werden kann. Während der Bachelorarbeit hat sich meine Sicht dann verändert, da ich gesehen habe, dass meine Schreibqualität viel besser geworden ist.</p>
<p>Durch die PTPs habe ich jetzt auch einen ganz anderen, viel kritischeren Blick auf die Abläufe im Unternehmen. Ich nehme jetzt nicht einfach alles hin, sondern hinterfrage sehr viel. Ich habe quasi ein Werkzeug an die Hand bekommen, mit dem ich auch wirklich etwas verändern kann.</p>
<p><strong>Wurden die Ergebnisse einiger Ihrer PTPs im Unternehmen angewendet/umgesetzt?</strong></p>
<p>Völker: Dadurch, dass wir ein kleines Unternehmen sind und die Entwicklungsabteilung aus mir und einem dual Studierenden besteht, haben wir das, was wir an Praxistransfer in der Abteilung hergestellt haben, auch umgesetzt. Gerade bei der Verbindung von Entwicklungsabteilung und Produktion gab es viele Dinge, die wir verbessern konnten. Da wurden auch ein oder zwei Ideen aus meinen PTPs umgesetzt bzw. sind noch in der Umsetzung.</p>
<p><strong>Ganz unabhängig von den PTPs: Welche Module haben Ihnen damals am besten gefallen? </strong></p>
<p>Völker: Ich muss wirklich sagen, alle Module, die direkt der Elektrotechnik oder Informatik zuordenbar sind, haben mir am besten gefallen, weil wir da so viele praktische Sachen gemacht haben und oft im Labor waren. Das sind auch alles Module, die ich jetzt im Job auch noch brauche.</p>
<p><strong>Es gibt auch manchmal Module, deren Bedeutung man erst im Nachhinein zu schätzen weiß. Welches Modul würden Sie gerne nochmal hören?</strong></p>
<p>Völker: Da wir ein Mess- und Sensorikunternehmen sind, ist sowas wie Reglungstechnik super wichtig für uns. Der Dozent, der das damals bei uns gelehrt hat, hat die Inhalte gut rübergebracht. Trotzdem waren da Inhalte dabei, die ich beim ersten Mal nicht direkt verstanden habe. Daher würde ich das gerne nochmal hören. Auf der anderen Seite würde ich mich auch nochmal in so ein Modul wie Projektmanagement setzen. Das ist gerade bei uns in der Entwicklungsabteilung sehr wichtig. Da wäre eine kleine Auffrischung sicher sinnvoll.</p>
<p><strong>Wie würden Sie Ihre Kompetenzentwicklung im Nachhinein beschreiben?</strong></p>
<p>Völker: Also was echt heraussticht ist das selbständige Arbeiten – da habe ich auch schon mit anderen Studierenden drüber geredet. Wir haben wirklich gelernt, Probleme zu identifizieren, dafür Lösungen zu erarbeiten und diese am Ende auch umzusetzen. Das würde ich als Kernkompetenz benennen, die ich während des Studiums gelernt habe.</p>
<p><strong>Kommen wir zu Ihrer heutigen Arbeit: Inwieweit können Sie das erlernte Wissen in Ihrem heutigen Job nutzen?</strong></p>
<p>Völker: Ich habe im Studium alle Grundbausteine an Wissen vermittelt bekommen, die ich heute benötige. In dem Bereich, in dem ich tätig bin, hat man allerdings nie ausgelernt, aber das ist auch etwas, das ich im Studium gelernt habe: die Kompetenz, mich selbständig weiterzubilden.</p>
<p><strong>Wie sieht Ihr heutiger Arbeitsalltag aus? Was sind Ihre Aufgaben?</strong></p>
<p>Völker: Bei mir ist fast jeder Tag anders. Einen typischen Arbeitsalltag habe ich deswegen nicht. Ich habe natürlich meine Projekte, die länger gehen – manchmal sogar bis zu einem Jahr, aber trotzdem ist meine Arbeit sehr facettenreich. Das wird nochmal dadurch verstärkt, dass jedes Projekt an sich auch wieder anders ist. Das eine ist z. B. ein Sensor für eine Tanksteuerung und am nächsten Tag bin ich dabei,&nbsp;eine Temperatursteuerung und -überwachung von Infusionslösungen in Rettungswagen zu entwickeln.</p>
<p>Meine Aufgaben fangen schon bei der Projektplanung an: Lasten- und Pflichtenheft aufstellen und mit dem*der Kund*in in Kontakt sein, um zu prüfen, ob das, was er*sie sich vorgestellt hat, umsetzbar ist. Dann gehört auch der Schaltungsentwurf dazu und die Softwareentwicklung. Das sind alles Schritte, die sich im Projektmanagement wiederholen, aber von Projekt zu Projekt anders sind.</p>
<p><strong>Würden Sie sich nochmal für ein duales Studium entscheiden?</strong></p>
<p>Völker: Definitiv! Ich empfehle auch oft Leuten das duale Studium, die noch nicht genau wissen, was sie machen möchten. Ich sehe nur Vorteile darin, dass dual Studierende direkt im Kooperationsunternehmen Erfahrungen sammeln und sich fest dort verankern können.</p>
<p><strong>Welchen Tipp möchten Sie Studieninteressierten und/oder dual Studierenden mit auf den Weg geben, um das Studium gut zu meistern?</strong></p>
<p>Völker: Studierenden würde ich raten, mutig zu sein. Sie sollen sich trauen im Unternehmen, Probleme anzusprechen und auf Verbesserungspotenziale hinzuweisen.</p>
<p>Studieninteressierten würde ich mit auf den Weg geben, am Ball zu bleiben – vor allem, wenn es nicht direkt funktioniert. Bei mir hat es auch nicht beim ersten Mal geklappt und am Ende konnte ich doch noch ein duales Studium absolvieren. Gebt also nicht vorher auf. Es lohnt sich!</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Mon, 23 May 2022 08:50:18 +0200</pubDate>
                        <title>Ein Blick hinter die Kulissen mit Isabel Alsmann</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2022/05/ein-blick-hinter-die-kulissen-mit-isabel-alsmann/</link>
                        <description>In unserem Format „Ein Blick hinter die Kulissen mit…“ stellen wir Ihnen einmal im Monat Lehrende oder Mitarbeitende der Hochschule vor, die Sie im Laufe Ihres Studiums am Campus Lingen am Institut für Duale Studiengänge (IDS) oder vorher beim Informationsprozess kennenlernen können. Dieses Mal im Interview: Isabel Alsmann.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p class="paragraph">Isabel Alsmann ist seit Mitte April diesen Jahres als Lehrkraft für besondere Aufgaben bei uns am Institut für Duale Studiengänge im dualen Bachelorstudiengang <a href="/pflege-bsc-dual-standort-lingen-ems/">Pflege</a> tätig. Davor hat sie neun Jahre lang als wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Studierendenbetreuung des Studiengangs und in unterschiedlichen Forschungsprojekten gearbeitet. Schon 2011, als der Studiengang gestartet ist, hat sie sich dort als Tutorin engagiert. Sie ist gelernte Gesundheits- und Krankenpflegerin. Außerdem hat sie ein Bachelorstudium der Pflegewissenschaften an der Hochschule Osnabrück absolviert und ein Masterstudium in Berufspädagogik im Gesundheitswesen abgeschlossen.</p>
<p><strong>Was sind Ihre konkreten Aufgaben am IDS?</strong></p>
<p>Alsmann: Meine Aufgabe ist in der ersten Linie die Lehre. Dazu gehört die Vor- und Nachbereitung der Vorlesungen und Seminare sowie die Betreuung der Studierenden in den Modulen und die Durchführung der Prüfungen. Auch die Weiterentwicklung des Studiengangs, die Vernetzung mit den anderen Lernorten und die Entwicklung von simulationsbasierten Lern- und Lehrformen für das Labor für Interaktion und Kommunikation gehört zu meinen Aufgaben.</p>
<p><strong>Was macht das duale Pflegestudium am IDS besonders?</strong></p>
<p>Alsmann: Einerseits ist es sicher das Lernen an den drei Lernorten Hochschule, Berufsfachschule und in den Einrichtungen der Pflegepraxis sowie der damit einhergehende Theorie-Praxis-Transfer. Dadurch unterscheidet sich das Pflegestudium von unseren anderen dualen Studiengängen, bei denen die Berufsfachschule nicht miteinbezogen ist. Andererseits zeichnet unser duales Studium die familiäre Atmosphäre aus. Attraktiv ist auch die Möglichkeit, im sechsten Semester für zehn Wochen ins Ausland zu gehen. Darüber hinaus ist der technische Schwerpunkt des dualen Pflegestudiums am IDS eine Besonderheit. Wir haben viele technische Geräte, die die Studierenden in der Praxis ausprobieren und deren Anwendung sie reflektieren können.</p>
<p><strong>Was gefällt Ihnen am Konzept eines dualen Studiums? </strong></p>
<p>Alsmann: Für die Studierenden ist die Abwechslung durch das Lernen an den drei Lernorten und die Vernetzung zwischen Theorie und Praxis sicher ein Highlight und es macht Spaß, die Studierenden dabei zu begleiten. So arbeiten die Studierenden mit realen Fällen aus der Pflegepraxis in der Hochschule. Sie betrachten dazu Theorien und wenden diese dann bezogen auf den Fall an, um zu möglichst guten Lösungen für die Pflege zu kommen.</p>
<p><strong>Was mögen Sie an Ihrer Arbeit am liebsten?</strong></p>
<p>Alsmann: Die Zusammenarbeit und der Austausch mit den Studierenden und den Kolleg*innen hier am Campus ist mir das Wichtigste. Zudem mag ich die Abwechslung und den Wechsel der Aufgaben. Es macht sehr viel Spaß, die Lehre mit vielen verschiedenen Methoden zu gestalten und dabei immer die Praxiserfahrungen der Studierenden zu integrieren.</p>
<p><strong>Was war das Highlight Ihrer letzten Arbeitswoche?</strong></p>
<p>Alsmann: In der letzten Arbeitswoche habe ich in der Lehre im Modul „Lebensphasen“ VR-Brillen getestet. Wir haben VR-Brillen in einem Multiplayer-Szenario erprobt, in dem mehrere Studierende VR-Brillen ausprobieren konnten. Zu testen, was Technologien in der Pflegepraxis leisten können, ist noch etwas Neues und sicher ein Highlight.</p>
<p><strong>Welcher Moment aus Ihrer Zeit am IDS ist Ihnen am meisten in Erinnerung geblieben?</strong></p>
<p>Alsmann: Ich kann nicht einen einzelnen Moment nennen, aber die Bachelorabschlussfeier ist jedes Mal besonders. Wenn die Studierenden nach vorne gerufen werden und ihre Urkunden entgegennehmen, ist das immer sehr emotional. Wir Mitarbeitende haben die Pflegestudierenden vier Jahre begleitet und freuen uns mit ihnen, dass sie es geschafft haben und die Möglichkeit haben, einen neuen Lebensabschnitt zu beginnen.</p>
<p><strong>Wie würden Sie das IDS beschreiben?</strong></p>
<p>Alsmann: Das IDS ist ein sehr familiäres Institut mit einer langjährigen Erfahrung im Bereich des dualen Studiums. Es gibt viele verschiedene Forschungsprojekte aus unterschiedlichen Bereichen, die auch immer in die Lehre einfließen. Ich finde es sehr wichtig, dass die Projekte an diesem Institut nicht für sich stehen. Im Pflegestudiengang stellen wir immer Forschungsprojekte vor und geben den Studierenden die Möglichkeit, Einblicke in diese Forschungsarbeiten zu erhalten. Aber auch die unterhaltsamen Bachelorabschlussfeiern, das tolle Mentor*innenteam und die Betreuung der Studierenden und der Praxiseinrichtungen gehören zu den Besonderheiten des IDS.</p>
<p><strong>Wie verbringen Sie Ihre Freizeit?</strong></p>
<p>Alsmann: Meine Freizeit verbringe ich gern mit Spaziergängen mit dem Hund – am liebsten am Wasser oder im Wald. Auch Unternehmungen mit der Familie oder mit Freund*innen sind mir wichtig. Ich besuche gern Konzerte oder unternehme Wochenendtrips ans Meer oder in eine Stadt.</p>
<p><strong>Welchen Ort möchten Sie irgendwann einmal bereisen?</strong></p>
<p>Alsmann: Mein Traum ist es, mit einem Camping-Van die skandinavischen Länder zu bereisen. Ich mag es, von Tag zu Tag woanders zu sein, Kulturen und Menschen kennenzulernen und viel in der Natur zu sein.</p>
<p><strong>Welchen Podcast sollte jede*r gehört haben?</strong></p>
<p>Alsmann: Ich kann den Podcast „Übergabe“ sehr empfehlen. Das ist ein Pflegepodcast, der sich mit aktuellen Themen rund um das Thema Pflege beschäftigt. Hier werden sehr qualifizierte Gäst*innen interviewt. Der ist sehr gut gemacht und den kann ich absolut empfehlen.</p>
<p><strong>Welche Tüte können Sie nicht aufmachen, ohne direkt alles aufzuessen?</strong></p>
<p>Alsmann: Eine Tüte Schoko-Bons.</p>
<p><strong>Was darf in Ihrem Haushalt niemals fehlen?</strong></p>
<p>Alsmann: Kaffee. Am Morgen trinke ich immer einen Kaffee und am Nachmittag lieber Tee.</p>
<p><strong>Welche Sprache würden Sie gerne sprechen und warum?</strong></p>
<p>Alsmann: Ich würde gern noch besser Niederländisch sprechen, um mich in Projekten mit dem Nachbarland noch besser austauschen zu können. Bisher hatte ich nur einen Crashkurs für eine Woche.</p>
<p><strong>Was ist Ihre beste Eigenschaft? </strong></p>
<p>Alsmann: Die Ruhe zu bewahren, auch wenn es mal sehr stressig wird, verbunden mit viel Humor. Ich bin in stressigen Situationen diejenige, die sehr ruhig bleibt und immer noch einen Witz hat, um das Ganze ein bisschen zu lockern.</p>
<p><strong>Was können Sie nicht, würden Sie aber gern können?</strong></p>
<p>Alsmann: Ich spiele bereits Akkordeon und Flügelhorn, aber würde gerne noch weitere Instrumente lernen.</p>
<p><strong>Worüber sind andere Menschen bei Ihnen oft überrascht?</strong></p>
<p>Alsmann: Ich habe mal einen Bungeejumping-Sprung auf dem Lingener Marktplatz abends im Dunkeln gemacht. Das überrascht viele, wenn ich die Geschichte erzähle.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Tue, 17 May 2022 08:59:00 +0200</pubDate>
                        <title>Double-Loop Learning für den doppelten Erfolg</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2022/05/double-loop-learning-fuer-den-doppelten-erfolg/</link>
                        <description>„Wieso mache ich das gerade so, wie ich es tue?“ Wer hat sich das mitten im Arbeitsprozess schon mal gedacht? Hinterfragt ihr eure Arbeitsziele und Vorgehensweisen? Solche Fragen sind schwer zu beantworten, aber unterstützen den Lernprozess. „Double-Loop Learning“ bezeichnet diesen Prozess des Reflektierens, der in diesem Beitrag im Fokus steht.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Was ist Double-Loop Learning (DLL) überhaupt?</strong></p>
<p>DLL bedeutet, das eigene Handeln selbst zu reflektieren. Dabei wird mit der Reflexion der Ziele sowie den Werten und Normen begonnen, die bei der Aufgabenbearbeitung leitend sind. Beim DLL steht das Hinterfragen der Richtung und der Grundannahmen, die den Aufgaben vorangestellt sind, im Vordergrund. Es gibt auch das Single Loop Learning (SLL), das wir im Alltag in der Hochschule und im Unternehmen benutzen, wenn wir etwas versuchen oder tun, um gesetzte Ziele zu erreichen.</p>
<p><strong>Was bringt Double-Loop Learning?</strong></p>
<p>Durch das Reflektieren des „Was“, „Warum“ und „Wie“ wird die Tiefenstruktur des täglichen Handelns - ob in der Hochschule oder im Praxisbetrieb - hinterfragt und dadurch in der Regel auch besser verstanden. So wird auch ein besseres Verständnis von Fehlern erlangt und es kann besser nachvollzogen werden, warum gesteckte Ziele nicht erreicht werden. Auf der Basis können dann Verhaltensänderungen initiiert werden, die für zukünftige Vorhaben genutzt werden. Das DLL vertieft also die Lernprozesse. Das ist beispielsweise ein Grund dafür, dass viele Lehrende so viel Wert auf das kritische Reflektieren am Ende von wissenschaftlichen Hausarbeiten legen, wie z. B. den Praxistransferprojekten (PTPs). Die kritische Reflexion unterstützt das DLL. Die PTPs schlagen auch die Brücke zur Praxis in den Unternehmen, denn auch dort ist es wichtig, DLL zu betreiben, um Gewohntes zu hinterfragen und zu verändern sowie Neues zu initiieren.</p>
<p><strong>Wie wende ich Double-Loop Learning an?</strong></p>
<p>DLL setzt dann ein, wenn bewährte Vorgänge und Prozesse, die wir aus dem Single Loop Learning bereits kennen, nicht mehr ausreichen. Woran erkennen wir das? Wenn Handlungen nicht zu den Zielen führen, kann es sein, dass die Handlungen nicht die richtigen waren. Also werden die Handlungen variiert. Führt das aber auch nicht zum Erfolg, gibt es zwei Ansätze: Zum einen kann hinterfragt werden, ob den Handlungsstrategien die richtigen Hypothesen zu Grunde liegen. Zum anderen wäre zu reflektieren, ob überhaupt die richtigen Ziele verfolgt werden. Hier wird deutlich, dass es sich beim DLL um eine erweiterte Reflexion der Handlungsstrategien handelt.</p>
<p><strong>Wo kann Double-Loop Learning angewendet werden?</strong></p>
<p>DLL kann immer angewendet werden, wenn Handlungsstrategien definiert werden, die Ziele und Hypothesen als Grundlage nutzen. Deshalb kommt das DLL sowohl im wissenschaftlichen Arbeiten in der Hochschule als auch beim Arbeiten in der Praxis zum Tragen, denn auch praxisbasiertes Arbeiten nutzt Theorien (Hypothesen). Genau darauf sind die <a href="https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/theorie-praxis-transfer/" target="_blank">Praxistransferprojekte (PTPs)</a> gerichtet. Sie sollen die Theorien, die der Praxis im Betrieb zu Grunde liegen, identifizieren, erläutern und auch reflektieren. So kann es gelingen, auch neue Hypothesen und Theorien für die Praxis vorzuschlagen, um Probleme zu lösen oder um effektivere und effizientere Abläufe zu entwickeln und im Betrieb mit den Praxisexpert*innen zu diskutieren.<br> &nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Mon, 09 May 2022 12:00:00 +0200</pubDate>
                        <title>Berufsbild Lead Engineer – Was ist das eigentlich?</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2022/05/berufsbild-lead-engineer-was-ist-das-eigentlich/</link>
                        <description>Data Science, Sensortechnik, regenerative Energien – das sind nur ein paar der aktuellen Herausforderungen für Unternehmen. Sie alle eint, dass sie mit innovativen Technologien verbunden sind, die zukünftig für die Wettbewerbsfähigkeit sehr relevant sind. Aus diesem Grund wird das Berufsbild des Lead Engineers immer wichtiger.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Doch was genau verbirgt sich hinter diesem Begriff und wie können sich Studierende darauf vorbereiten? Das werden uns im Folgenden Thomas Schnelling, Personalleiter bei Renk, sowie Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Arens-Fischer, Leiter des Instituts für Duale Studiengänge am Campus Lingen, im Interview erläutern.</p>
<p><strong>Zum Berufsbild des Lead Engineer gehört es, Technikgebiete für ein Unternehmen zu erschließen. Was genau ist damit gemeint?</strong></p>
<p>Arens-Fischer:<strong> </strong>Im Wesentlichen geht es darum, die Verantwortung für einen Technologiebereich im Unternehmen zu übernehmen sowie zu steuern. Die zentrale Aufgabe ist es, Technologien für Produkte und Dienstleistungen sowie deren Herstellung bereitzustellen. Demnach sind Aufgaben des Lead Engineers die Weiterentwicklung oder auch die Erschließung ganz neuer Technologien für das Unternehmen. Neben der eigentlich technischen Entwicklung gehört dazu auch die Einführung der Technologie in die betrieblichen Prozesse.</p>
<p><strong>Das hört sich nach einer intensiven Teamarbeit an! Wie sehen Sie das Herr Schnelling?</strong></p>
<p>Schnelling: Ich bin mir sicher, dass technische Weiterentwicklungen keine Aufgaben von Einzelpersonen sind, sondern sie müssen von kompetenten Personen gemeinsam umgesetzt werden – immer mit einem offenen Ohr für die Bedarfe der Kunden.</p>
<p><strong>Sie haben das Berufsbild des Lead Engineers bereits bei Renk integriert. Was muss auf dieser Position zusammengebracht werden?</strong></p>
<p>Schnelling:<strong> </strong>Zum einen gibt es die Technologieentwickler*innen und zum anderen die Produktentwickler*innen. Erstere kennen alle für unser Unternehmen relevanten Technologien und sie prüfen, wohin sich die Märkte entwickeln. Uns geht es natürlich darum, unsere Technologien rechtzeitig auf dem Markt zu platzieren. Dafür ist es wichtig, Strategien für die Technologieentwicklung zu erarbeiten. Auch eine Mitwirkung in überbetrieblichen Arbeitsgruppen und Arbeitskreisen ist wichtig. Die Produktentwickler*innen hingegen greifen die Impulse aus der Technologieentwicklung und Konstruktion auf und arbeiten diese weiter aus. Dadurch finden die Technologien Eingang in unsere Produkte, wobei dann durchaus noch viel Weiterentwicklung mit der Integration unserer Kunden stattfindet.</p>
<p><strong>Wie können sich denn Berufstätige auf dieses Berufsbild im Masterstudium vorbereiten?</strong></p>
<p>Arens-Fischer:<strong> </strong>Der duale <a href="https://www.hs-osnabrueck.de/studium/studienangebot/master/technologieanalyse-engineering-und-management-meng-dual-standort-lingen-ems/" target="_blank">berufsintegrierende Masterstudiengang Technologieanalyse, -engineering und -management</a> bereitet u. a. auf das Berufsfeld Lead Engineer vor. Einerseits wird tiefgehendes ingenieurwissenschaftliches Wissen in den Studienrichtungen wie Maschinenbau, Automatisierungstechnik, Verfahrenstechnik sowie Digital Engineering aufgebaut. Darüber hinaus werden Kenntnisse der Führung und Organisation vermittelt, um als Lead Engineer bspw. auch Aufgaben der Projektleitung erfolgreich wahrnehmen zu können. Studierende können aus dem Modulangebot entsprechend frei wählen.</p>
<p><strong>Sind Unternehmen denn bereit, ihre Mitarbeitenden in einem Masterstudium zu unterstützen?</strong></p>
<p>Schnelling: Lead Engineering umfasst anspruchsvolle Aufgaben. Deshalb suchen wir nach qualifizierten Ingenieur*innen und sind bereit, diese auf hohem akademischen Niveau über ein duales Masterstudium weiterzubilden.</p>
<p><strong>Unternehmen möchten ihre Mitarbeitenden ja nicht gerne entbehren. Wie sieht die zeitliche Struktur im dualen Masterstudium aus?</strong></p>
<p>Arens-Fischer: Das Studium ermöglicht eine gute Verbindung, weil die Studierenden auf Basis eines festen Zeitplans pro Semesters für zwei Module (2x 10 Tage) an die Hochschule kommen. Ansonsten können sie ihrer Arbeit ganz normal nachgehen.</p>
<p><strong>Was würden Sie als Schlüsselmerkmal des berufsintegrierenden Masterstudiums bezeichnen?</strong></p>
<p>Arens-Fischer: Das ist definitiv die Verzahnung von Theorie und Praxis, denn die Inhalte aus den Modulen werden über die Erarbeitung betrieblicher Fallstudien systematisch in die Anforderungen des Arbeitsplatzes übertragen. So tragen die studierenden Mitarbeitenden das Wissen aus dem Hörsaal direkt in ihre Betriebe und helfen von Anfang an, neue Technologien für ihr Unternehmen zu erschließen und wachsen in neue Verantwortungsbereiche hinein.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Neugierig geworden? Mehr Informationen zum dem Studiengang Technologieanalyse, -engineering und -management und das Berufsbild des Lead Engineers könnt ihr über unser <a href="https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/auf-dem-laufenden-bleiben-weiterfuehrende-informationen-fuer-studieninteressierte-beratung/" target="_blank">Kontaktformular </a>erhalten oder über unsere <a href="https://www.hs-osnabrueck.de/studium/studienangebot/master/technologieanalyse-engineering-und-management-meng-dual-standort-lingen-ems/" target="_blank">Website</a>.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Mon, 02 May 2022 10:05:00 +0200</pubDate>
                        <title>Karriere im Vertrieb </title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2022/05/karriere-im-vertrieb/</link>
                        <description>Nadine Siebert ist Spezialistin, wenn es um strategische Vertriebsentscheidungen bei der Kampmann Group geht. Ihre Karriere bei dem Lingener Unternehmen startete sie 2011 mit einem dualen Bachelorstudium der Betriebswirtschaft, worauf später ein berufsintegrierendes Masterstudium aufbaute. Im Interview berichtet sie von ihrem Weg zu ihrer aktuellen Tätigkeit als Sales Development Managerin.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wie sind Sie auf das duale Studium bei Kampmann aufmerksam geworden?</strong></p>
<p>Siebert: Nach meinem Abitur wollte ich weder den rein theoretischen Weg in Form des klassischen Vollzeitstudiums gehen noch rein praktisch arbeiten, wie bei einer Berufsausbildung. Deshalb habe ich das duale Studium für mich in Betracht gezogen und mich bei großen Unternehmen der Region beworben, darunter auch Kampmann.</p>
<p><strong>Was macht ein duales Studium bei Kampmann aus und wie hat sich das Konzept über die Jahre gewandelt?</strong></p>
<p>Siebert: Das duale Studium ist geprägt von den wechselnden Praxis- und Theoriephasen in Betrieb und Hochschule. Das Schöne ist, dass dual Studierende der <a href="/bachelor/betriebswirtschaft-ba-dual-standort-lingen-ems/">Betriebswirtschaft</a> bei Kampmann in jeder Praxisphase einer neuen Abteilung zugeordnet werden. Ziel ist es, die verschiedenen Fachbereiche wie den Einkauf, den Vertrieb, das Controlling oder die Arbeitsvorbereitung kennenzulernen.&nbsp;</p>
<p>Gewandelt hat sich in den letzten Jahren insbesondere der Stellenwert von den <a href="/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/theorie-praxis-transfer/">Praxistransferprojekten</a> (PTPs), die ja ein zentraler Bestandteil im dualen Bachelorstudium sind. Inzwischen sind die PTPs für alle ein Begriff. Auch das Top-Management hat großes Interesse daran, dass die Erkenntnisse aus den Projekten im Unternehmen weitergetragen werden. Ich nehme auch an den Vorstellungen der PTPs teil, die mich in meiner Tätigkeit als Sales Development Managerin betreffen. Das ermöglicht nach meiner Meinung, nochmal eine andere Perspektive auf die Unternehmenstätigkeit.</p>
<p><strong>Nach Ihrem Bachelorstudium haben Sie den Berufseinstieg im Vertriebsinnendienst erfolgreich gemeistert. Wie ist Ihnen das gelungen?</strong></p>
<p>Siebert: Bei Kampmann haben wir einen großen Vertriebsbereich, der sich in einzelne Abteilungen unterteilt. Keiner kommt bei uns durch das duale Studium, ohne auch mal den Vertrieb gesehen zu haben. Ich habe schon während meines Einsatzes im dualen Studium festgestellt, dass ich unheimlich gerne mit den Kund*innen und Vertriebskolleg*innen zusammenarbeite und kommunikativ bin. Gleichzeitig sind die Entwicklungsperspektiven im Vertrieb sehr gut. Dementsprechend glücklich war ich, als ich im Vertriebsinnendienst speziell für das Exportgeschäft übernommen wurde. Für mich war es dabei besonders spannend mit Kund*innen anderer Kulturen zu arbeiten, zumal ich schon immer eine Affinität für Sprachen hatte.</p>
<p><strong>Nach einem Jahr Berufstätigkeit haben Sie den dualen Master in <a href="/studium/studienangebot/master/fuehrung-und-organisation-ma-dual-standort-lingen-ems/">Führung und Organisation</a> angeschlossen. Was war die Motivation dahinter?</strong></p>
<p>Siebert: Nach meinem Bachelor habe ich ein Jahr Pause gemacht, um mich im Vertriebsinnendienst umfassend einzuarbeiten. So konnte ich mich intensiv mit den Prozessen im Unternehmen auseinandersetzen und mir anschauen, welche Aufgaben in diesem Bereich relevant sind und welche anderen Unternehmensbereiche dort tangiert werden. Zudem habe ich in dieser Zeit ein Gespür dafür entwickeln können, welche Verbesserungspotenziale es in meinem Arbeitsfeld gibt. Für den Master in Führung und Organisation habe ich mich entschieden, weil ich mich beruflich und persönlich weiterbilden wollte. Ich hatte die Hoffnung, dass das Masterstudium ein Türöffner für neue Aufgaben und mehr Verantwortung ist und das war es auch.</p>
<p><strong>War das der Türöffner für Ihre Position als Sales Development Managerin? </strong></p>
<p>Siebert: Definitiv. Ohne das Masterstudium wäre ich beruflich nicht dort, wo ich jetzt bin. Im dualen Studium habe ich die Kompetenz entwickelt, Herausforderungen und Bedarfe im Betrieb zu erkennen und den eigenen Arbeitsplatz so zu entwickeln, dass auch ganz neue Aufgaben bewältigt werden können. So habe ich mich nach meinem Masterstudium auf die Position als Sales Development Managerin beworben, obwohl diese zu dem Zeitpunkt gar nicht existierte. Das Unternehmen hat meine Intention dahinter und den betrieblichen Nutzen erkannt und die Stelle für mich geschaffen. Das entspricht aus meiner Sicht auch der Vorgehensweise, zu der das IDS die Studierenden ermuntert: Mit offenen Augen durch das Unternehmen gehen, Potenziale zu erkennen und mit neuen Ideen zum Erfolg beizutragen.</p>
<p><strong>Wie unterscheidet sich das duale Masterstudium vom Bachelor?</strong></p>
<p>Siebert: Ich habe das Masterstudium als wissenschaftlich tiefer und deutlich praxisnäher empfunden als das Bachelorstudium. Im Rahmen der Reflexionsorientierten Transferstudien (RTS) haben wir Studierende nochmal ganz anders auf betriebliche Fragestellungen geschaut und sind analytisch viel stärker in die Thematik eingestiegen. Dementsprechend gehen die Studien auch mehr ins Detail und der Nutzen ist für die Unternehmen noch höher.</p>
<p><strong>Welche Tipps möchten Sie abschließend den Studierenden für ihre Laufbahn mit auf den Weg geben?</strong></p>
<p>Siebert: Wichtig ist es, meiner Meinung nach, die Vorteile des dualen Studiums zu erkennen. Dazu gehören:</p><ol> 	<li>der Theorie-Praxis-Transfer,</li> 	<li>die finanzielle Unabhängigkeit und</li> 	<li>das Netzwerk, das man intern, aber auch extern aufbaut.</li> </ol><p>Vor allem die Praxiserfahrung, die man schon während der Ausbildungsphase sammeln kann, ist sehr wertvoll. Gleichzeitig ist es sehr hilfreich, mit offenen Augen durch die Welt zu gehen. Es gibt teilweise ziemlich umständliche Prozesse in den Unternehmen, die gerade von dual Studierenden identifiziert werden können. Dabei reicht es manchmal auch, an kleinen Stellschrauben zu drehen, um Abhilfe zu schaffen. Dieser Einsatz kann sich, wie bei mir, wirklich lohnen. Diese Motivation möchte ich auch an die dualen Studierenden bei Kampmann weitergeben. Deshalb versuche ich sie immer mit einzubinden und ihnen mögliche Themen für wissenschaftliche Arbeiten vorzuschlagen.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Tue, 19 Apr 2022 15:04:00 +0200</pubDate>
                        <title>Fünf PTPs in einem: Großer Lernerfolg im übergreifenden PTP</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2022/04/fuenf-ptps-in-einem-grosser-lernerfolg-im-uebergreifenden-ptp/</link>
                        <description>Praxistransferprojekte (PTPs) sind häufig ein zwiegespaltenes Thema unter Studierenden. Sie bedeuten Arbeit und Fleiß. Das weiß auch Colin Minx, der in einem übergreifenden PTP fünf Module miteinander verknüpft hat. Wie er auf diese Idee kam, was die größten Herausforderungen dabei waren und welche nützlichen Tipps er hat, erfahrt ihr im Interview.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Minx befindet sich aktuell im 6. Semester des dualen Bachelorstudiengangs <a href="https://www.hs-osnabrueck.de/studium/studienangebot/bachelor/wirtschaftsingenieurwesen-beng-dual-standort-lingen-ems/" target="_blank">Wirtschaftsingenieurwesen</a>. Er ist 24 Jahre alt und verbringt seine Praxisphasen bei seinem Kooperationsunternehmen Fahrzeugwerk Krone.</p>
<p><strong>Wie kamen Sie auf die Idee, fünf Module miteinander zu verknüpfen?</strong></p>
<p>Minx: Ich bin darauf gekommen, weil mir bewusst war, dass es manchmal schwierig werden kann, einen Bezug zwischen Theorie und Praxis herzustellen. Wenn ein*e Studierende*r beispielweise in der Personalabteilung beschäftigt ist und dann ein PTP in den Modulen Physik oder Mechanik schreiben muss, ist es schwer, dafür ein richtiges Thema zu finden. Wir hatten damals einen PTP-Workshop bei Myriam Erath und da habe ich das auch so kundgetan, dass ich eigentlich echt spannende Projekte im Unternehmen betreue und die gerne mit den PTPs verbinden würde. Ich wollte einen echten Mehrwert für das Unternehmen schaffen und nicht nur eine Prüfungsleistung an der Hochschule abgeben. Frau Erath hat mir dann die Möglichkeit aufgezeigt, dass ich mehrere Module mit einem neustartenden Projekt zur Produktentwicklung verbinden kann. Da das Projekt in den Startlöchern stand, habe ich fünf passende Module rausgesucht und diese miteinander verbunden.</p>
<p><strong>Hat sich die Arbeit für Sie persönlich gelohnt?</strong></p>
<p>Minx: Ja, das übergreifende PTP hat sich schon für mich gelohnt. Vom Umfang war es wie eine Projektstudienarbeit und somit auch eine gute Übung für meine jetzt anstehende Bachelorarbeit.</p>
<p><strong>Gab es im Schreibprozess auch Schreibblockaden? </strong></p>
<p>Minx: Ja, eigentlich immer mal wieder. Ich habe mein übergreifendes PTP ja mit einem realen Projekt verbunden, das tatsächlich im Unternehmen lief. Dadurch wurde ich ab und zu mit aktuellen Entwicklungen konfrontiert, die ich so nicht geplant hatte und manchmal meinen roten Faden gestört haben, den ich gedanklich für meine unterschiedlichen Module hatte. Das war nicht immer leicht, aber es hat auch echt Spaß gemacht.</p>
<p><strong>Sie wurden bei diesem übergreifenden PTP durch das Büro für Studierenden- und Unternehmensbetreuung begleitet. Wie hat diese Unterstützung ausgesehen? </strong></p>
<p>Minx: Das übergreifende PTP war ganz am Anfang nur eine Überlegung. Ich musste ja einen Antrag schreiben. In diesem Zusammenhang habe ich mir viele Gedanken über den Problemhintergrund gemacht und darüber, was meine eigentlichen Ziele sind und diese hinterfragt. Da hat mir das Feedback von Frau Erath sehr geholfen, weil ich so gemerkt habe, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Ich hatte viel Arbeit vor mir und wusste gar nicht, wie ich das strukturieren sollte, vor allem bei den fünf Modulen, die ich verknüpft habe. Frau Erath und ich haben zwischendurch immer mal wieder gesprochen. Es waren keine klassischen Sprechstunden, sondern Telefonate, in denen ich ein paar Fragen loswerden konnte. Sie hat mir bei den Fragen weitergeholfen. Außerdem konnte ich ihr erzählen, was ich bereits gemacht habe oder wie beispielweise die Struktur bis dahin aussah. Daraufhin hat sie mir dazu eine hilfreiche Rückmeldung gegeben. Das hat mir immer ein gutes Gefühl gegeben, weil ich wusste, dass ich nicht mehr im Dunkeln tappe.</p>
<p><strong>Wie nützlich empfanden Sie die Beratung?</strong></p>
<p>Minx: Die war sehr nützlich. Ich wollte das zwar primär alles allein machen, aber am Anfang war es mir sehr wichtig, Unterstützung an meiner Seite zu haben, damit ich beispielweise weiß, wie ich methodisch an das PTP herangehen soll. Ich war mir unsicher, welche Forschungsmethode die Beste für meine Arbeit war, aber durch die Hilfestellungen, wusste ich dann, wie ich das PTP aufbauen kann und nach welchen Stichworten ich weitersuchen konnte. Jetzt bin ich mir sicher, dass ich das zukünftig allein kann.</p>
<p><strong>Sie haben die Beratung im 3. Semester wahrgenommen. Welche Erwartungen hatten Sie vorher? </strong></p>
<p>Minx: Ich hatte die Erwartung, dass ich die nötige Hilfe bekomme, wenn ich ein richtig großes Problem vor mir hätte und mir ein Weg aufgezeigt wird, wie ich da vorgehen kann. Zum Glück ist es nie so weit gekommen, aber ich hatte immer das Gefühl, dass ich nicht allein gelassen wurde und ein*e Ansprechpartner*in hätte.</p>
<p><strong>Welches Fazit würden Sie aus diesem PTP für Ihren weiteren Werdegang ziehen? Welche positiven und negativen Erfahrungen sind hängen geblieben?</strong></p>
<p>Minx: Insgesamt war das übergreifende PTP eine große Herausforderung, an der ich aber wirklich gewachsen bin. Studierende sollten sich ganz genau überlegen, ob sie die Herausforderung angehen möchten. Es ist natürlich schön, wenn man etwas Neues lernen und seine Kompetenzen erweitern kann, aber übergreifende PTPs sind auch viel Arbeit.</p>
<p>Ich kann dazu sagen, dass die größte Schwierigkeit war, dass ich vor großen Problemen und Aufgaben stand und erst lernen musste, diese systematisch anzugehen und Stück für Stück abzuarbeiten. Manchmal habe ich an einer Sache gesessen und gedacht, dass ich gar nicht voran komme, aber dann macht es auf einmal Klick und ich habe es innerhalb von einer Stunde geschafft. Das ist für mich die Quintessenz aus dem übergreifenden PTP, die ich auch auf das ganze Studium und die Arbeit beziehen kann: Wenn ich vor großen Problemen stehe, muss ich mir die in kleine Häppchen unterteilen. Dann komme ich langsam voran und hierbei ist die Geschwindigkeit auch nicht so wichtig, sondern die Richtung, in die man geht. Das hat mir direkt doppelt Selbstbewusstsein gegeben – einmal für Projektarbeiten im Unternehmen und natürlich auch für die anstehende Bachelorarbeit.</p>
<p><strong>Und zu guter Letzt: Was würden Sie jüngeren Studierenden raten?</strong></p>
<p>Minx: Mir hat es immer sehr geholfen, mit Studierenden zu sprechen, die bereits ein Semester über mir sind. Die kennen die Lehrenden und Module und teilen ihre Erfahrungen und Tipps. Natürlich ist es auch sinnvoll, mit höher Studierenden zu sprechen, die bereits im Unternehmen arbeiten. Bei Krone haben wir sehr viele dual Studierende, bei denen ich mir immer Ratschläge einholen kann. Wenn man nicht so viele dual Studierende im Unternehmen hat, kann man auch immer andere dual Studierende fragen. Und es gibt ja auch noch die Mentor*innen des IDS, die auch immer eine gute Anlaufstelle für Tipps sind. Außerdem würde ich jungen Studierenden immer zur Teamfindung raten. Es ist sehr wichtig, Kontakte zu knüpfen und auf Leute zuzugehen.</p>
<p>Beim Schreiben kann ich aus meiner persönlichen Erfahrung nur sagen, dass ich immer sehr früh mit den PTPs angefangen habe und somit auch nicht unter Zeitdruck kam. Wenn alles gut lief, war ich einfach früh fertig. Etwas geschafft zu haben, ist immer ein gutes Gefühl.</p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Mon, 11 Apr 2022 11:35:15 +0200</pubDate>
                        <title>Tipps und Tricks für’s nächste PTP</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2022/04/tipps-und-tricks-fuers-naechste-ptp/</link>
                        <description>Praxistransferprojekte (PTPs) sind allen dual Studierenden am Campus Lingen bekannt. Manche mögen sie nicht besonders, andere sehen sie als Chance. Aber PTP ist nicht gleich PTP. Doch wie finde ich das passende Thema und wie begeistere ich mein Kooperationsunternehmen für die gewählte Fragestellung? Hilfreiche Tipps erfahrt ihr hier.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das PTP - Was, wieso und wofür?</strong></p>
<p>Bei PTPs handelt es sich um eine unbenotete Prüfungsleistung mit einem Umfang von ca. acht Seiten. Dieser Umfang entspricht kleineren, wissenschaftlichen Hausarbeiten, wie sie auch in anderen Studiengängen geschrieben werden. Ziel eines PTPs ist es, die Verbindung von Theorie und Praxis herzustellen. Bei der Hausarbeit müssen die Standards des wissenschaftlichen Arbeitens eingehalten werden. Die Bearbeitung erfolgt grundsätzlich in der Praxisphase und endet mit der Abgabe bis zum 11. Montag der jeweiligen Praxisphase. Studierende haben zudem die Möglichkeit, modul- und/oder personenübergreifende PTPs zu schreiben – also mehrere Module inhaltlich für die Bearbeitung eines Themas aus der Praxis zu kombinieren und je nach Umfang auch mit mehreren Personen zu bearbeiten. Bewertet werden die PTPs von den Lehrenden der Module und die Studierenden erhalten ein entsprechendes Feedback.</p>
<p>Das duale Studium hat zwei Lernorte: Hochschule und Betrieb. Für das Studium stehen diese beiden Lernorte in einer wechselseitigen Beziehung und sollen systematisch miteinander verzahnt werden. Die Besonderheit bei dem Anfertigen von PTPs ist es, das wissenschaftliche Hochschulwissen mit dem praxisorientierten Handlungswissen vom Betrieb in Beziehung zu setzen. Dies wird auch gern als „Theorie-Praxis-Relation“ bezeichnet. „Im Wesentlichen geht es darum, das Wissen aus der Hochschule zu nutzen, um das Arbeiten im Betrieb zu analysieren und zu reflektieren. Da kann eine ganze Menge „rumkommen“ – sowohl für die Studierenden als auch für den Betrieb“, erklärt Marcel Laufmöller, wissenschaftlicher Mitarbeiter am IDS. Denn durch die PTPs können die Studierenden ihr Fachwissen und ihre Kompetenzen für das jeweilige Berufsfeld weiterentwickeln und die Betriebe erhalten systematische Ausarbeitungen mit wissenschaftlichen Perspektiven zu ihren betrieblichen Aufgaben. „Ein PTP behandelt daher immer betriebliche Gegenstände und Problemstellungen, die theoriebasiert analysiert werden, um für das Unternehmen nützliche Problemlösungsvorschläge zu erarbeiten“, ergänzt Laufmöller.</p>
<p><strong>Übergreifende PTPs</strong></p>
<p>Normalerweise wird für jedes Modul ein PTP von einem*r Studierenden erstellt, aber es gibt auch die Möglichkeit, übergreifende PTPs zu schreiben. Wenn Studierende sich entscheiden, ein übergreifendes PTP zu erstellen, müssen sie dieses mithilfe eines dialoggesteuerten Prozesses im PTP-Portal beantragen. Damit der Prozess genehmigt werden kann, ist ein vorstrukturiertes Exposé, ein sogenannter PTP-Antrag, einzureichen. Dieser wird dann von den Lehrenden geprüft und im besten Fall genehmigt. Damit die Genehmigung erteilt wird, müssen die Studierenden ihr Thema im Vorfeld gut durchdenken und mit den Lehrenden abstimmen. Zwei Arten von übergreifenden PTPs sind zu unterscheiden:</p>
<p><u>Modulübergreifende PTPs</u> kombinieren mehrere Module in einem PTP und ergeben immer dann Sinn, wenn es eine betriebliche Fragestellung zu untersuchen gibt, die sich fachlich über mehrere Module erstreckt. Wenn z. B. die Beschaffungsprozesse für eine neue Maschine analysiert werden sollen, könnte eine modulübergreifende Bearbeitung sinnvoll sein, die die Module „Investition und Finanzierung“ mit „Organisation“ koppelt. So können Studierende auch komplexere Themen mit einem größeren Umfang bearbeiten.</p>
<p><u>Bei personenübergreifenden PTPs</u> schließen sich zwei (oder mehr) Studierende zu einem Team zusammen, um ein gemeinsames PTP zu schreiben. Nicht alle Themen eignen sich dafür, da der Umfang eines normalen PTPs mit der Anzahl der schreibenden Studierenden multipliziert wird. Insofern muss das Thema entsprechend umfangreich sein. Darüber hinaus muss bei der personenübergreifenden Bearbeitung ersichtlich sein, wer für welchen Teil der Ausarbeitung verantwortlich ist.</p>
<p><strong>Tipps bei der Themenfindung</strong></p>
<p>Um das passende Thema zu finden, kann ein „wachsames Auge“ im Berufsalltag sehr hilfreich sein. Jede*r kennt wahrscheinlich Situationen, in denen etwas nicht so funktioniert hat, wie man es erwartete oder Fragen aufkamen, wie man Dinge im Betrieb besser machen kann. Solche Situationen können sich gut als Thema für ein PTP eignen. Andererseits lohnt es sich auch immer zu schauen, welche internen und externen Themen aktuell in der Branche oder im Unternehmen selbst diskutiert werden. Dies könnten z. B. neue Kundenanforderungen, Veränderungen im Markt, Umstrukturierungen, Neuanschaffungen, Prozessoptimierungen, Änderungen von Rechtsnormen o. Ä. sein.</p>
<p>Branchenzeitungen bieten ebenfalls häufig einen Überblick zu aktuellen Geschehnissen, die als Anregungen für ein PTP-Thema dienen könnten. Auch in den Vorlesungen berichten Lehrende häufig von Problemen in der Praxis. Dieser Input kann ebenfalls für eine Bearbeitung in einem PTP aufgegriffen werden. „Sollte sich dann immer noch kein Thema im Unternehmen finden lassen, sollten die Studierenden aber auch nicht zögern, ihre Studiengangbetreuer*innen zu kontaktieren. Denn die helfen gerne mit guten Ratschlägen“, empfiehlt Laufmöller.&nbsp;</p>
<p>Zusätzlich verrät Laufmöller seinen persönlichen Tipp: <em>„</em>Als sehr spannend empfinde ich es, wenn Studierende Untersuchungsgegenstände über mehrere PTPs hinweg bearbeiten, um so ein Thema weiterzuführen. Hiervon können Unternehmen und Studierende gleichermaßen profitieren, da so eine tiefere Betrachtung zusammen mit einer iterativen Umsetzung in der Praxis realisiert werden kann.“</p>
<p><strong>Kooperationsunternehmen und Praxis</strong></p>
<p>Bei der Erstellung von PTPs und der Daten, die dazu erhoben werden müssen, sollten Studierende auf den Datenschutz des Unternehmens achten. Wie jede*r andere Arbeitnehmer*in unterliegen die Studierenden der Geheimhaltung unternehmensinterner Informationen. Um eine möglichst praxisrelevante Bearbeitung zu ermöglichen, ist es manchmal notwendig, betriebsinterne Daten zu verwenden. Alle eingereichten PTPs werden auf einem speziell gesicherten System vor unbefugtem Zugriff geschützt, dennoch sollten Studierende vorab beachten, in ihrem Unternehmen Rücksprache bezüglich der Nutzung unternehmensinterner Daten zu halten, da die erhobenen Informationen immer noch dem internen Datenschutz unterliegen. &nbsp;&nbsp;</p>
<p>Auch wenn es vieles bei der Erstellung eines übergreifenden PTPs zu beachten gibt, sind diese von großen Nutzen. „Denn die Studierenden können im Unternehmen zeigen, dass sie Probleme aus unterschiedlichen Perspektiven bearbeiten können“, erklärt Laufmöller.</p>
<p><strong>Fehler und Missverständnisse</strong></p>
<p>Manchmal kommt es bereits bei der Genehmigung von übergreifenden PTPs zu Missverständnissen. „Manche Studierende glauben fälschlicherweise, dass ein genehmigter Antrag automatisch zu einem bestandenen PTP führt“, so Laufmöller. Dies sei ausdrücklich nicht der Fall, da das im Vorfeld eingereichte Exposé lediglich einen thematischen Überblick gibt. Über die konkrete Struktur und Vorgehensweise gibt es jedoch zum Zeitpunkt der Genehmigung noch keinen detaillierten Hinweis. Es kann ebenfalls zu Missverständnissen kommen, wenn nur ein Teil der Bearbeitung mit „bestanden“ bewertet wurde und der andere mit „nicht bestanden“. Hierbei ist manchen Studierenden nicht immer klar, dass die miteinander verknüpften Module einzeln bewertet werden.</p>
<p>Trotzdem sollten Studierende nicht vor dem Antrag auf ein übergreifendes PTP zurückschrecken. „Im Grunde genommen handelt es sich bei dem Antrag um eine systematische Arbeitshilfe, mit der man das PTP schon einmal strukturiert, sodass die weitere Bearbeitung deutlich einfacher läuft“, ermutigt Laufmöller.</p>
<p>Bei weiteren Fragen und Anliegen empfiehlt das IDS für übergreifende als auch einzelne PTPs die Infothek sowie den Besuch der Workshops, die für Studierende und auch für Unternehmen angeboten werden. Viele Fragen und Probleme, die vor oder während der Bearbeitung oder bei der Abgabe aufkommen können, lassen sich so schnell beantworten. Ferner finden die Studierenden in der Infothek weitere Strukturierungshilfen sowie einen FAQ-Bereich zum wissenschaftlichen Arbeiten. Anfragen per Mail an <a href="mailto:betreuung-ids@hs-osnabrueck.de">betreuung-ids@hs-osnabrueck.de</a>.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Mon, 28 Mar 2022 11:40:22 +0200</pubDate>
                        <title>Das Projektstudium als Besonderheit des Theorie-Praxis-Transfers</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2022/03/das-projektstudium-als-besonderheit-des-theorie-praxis-transfers/</link>
                        <description>In den letzten Semestern des dualen Studiums am Campus Lingen findet das Projektstudium statt. Es dient dabei als besonderes Instrument der Theorie-Praxis-Verzahnung. Was das Projektstudium genau ist, was die dual Studierenden daraus lernen und alles rund um den Wechsel bei den Ansprechpartner*innen für das Projektstudium erfahrt ihr in diesem Beitrag. </description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Was ist das Projektstudium?</strong></p>
<p>Im Rahmen des Projektstudiums konzipieren die dual Studierenden für eine bestimmte technische, informationstechnische und/oder betriebswirtschaftliche Fragestellung eine Problemlösung, die sie praktisch umsetzen. Dabei stellt das erlernte theoretische Wissen die Grundlage für das Projekt dar. Die Bearbeitung des Projektstudiums erfolgt in Gruppen von drei bis maximal sechs dual Studierenden, die sich oft in studiengangübergreifenden Teams zusammenschließen. Die Teams werden in Abhängigkeit von der Themen- und Aufgabenstellung des Projektes hochschulseitig von einem*r Projektpaten*in betreut. Das Projektstudium zeichnet aus, dass die Themen aus den Unternehmen bereitgestellt werden. Das eröffnet den Unternehmen die Möglichkeit, komplexere Aufgaben aufzugreifen, die in Teams, ggf. auch interdisziplinär, bearbeitet werden müssen. Alternativ können Studierende aber auch eigene Projektideen vorschlagen, die noch ganz neu für ihre Betriebe sind. Darüber hinaus können Projektthemen auch von Unternehmen benannt werden, die noch gar nicht mit dem dualen Studium kooperieren.</p>
<p><strong>Was lernen die Studierenden aus dem Projektstudium?</strong></p>
<p>Das Projektstudium zielt darauf auf, dass die Studierenden eine komplexe Problemlösung weitestgehend selbstständig in konkrete Fragestellungen überführen und autonom bearbeiten. Natürlich geht es auch darum, einen hohen Wissenstransfer von der Theorie in die Praxis zu realisieren. Im Mittelpunkt steht zudem die interdisziplinäre Zusammenarbeit der Studierenden, die durch die bereits erwähnten studiengangübergreifenden Teams gesteigert wird. Darüber hinaus vertiefen die dual Studierenden noch einmal ihr Knowhow zum wissenschaftlichen Arbeiten. Ausgangspunkt bildet dabei in der Regel die Definition der theoretischen Basis für die Projektaufgabe auf der Grundlage von systematischen Literaturanalysen. Des Weiteren lernen sie, ein Projekt und deren Durchführung selbständig zu planen. In diesem Zusammenhang spielen auch soziale Kompetenzen im Hinblick auf Teamarbeit und Gruppenorganisation eine zentrale Rolle. Die Studierenden können dabei ihre in der Lehrveranstaltung „Projektmanagement“ erworbenen Kenntnisse anwenden und ausbauen. Am Ende des Projekts müssen die dual Studierenden die Projektergebnisse schriftlich ausarbeiten und ggf. in einer mündlichen Präsentation vortragen, sodass ebenfalls Kommunikations- und Vermittlungsfähigkeiten trainiert werden. So ganz nebenbei bereiten das Projektstudium auch auf die anstehende Bachelorarbeit vor. &nbsp;</p>
<p><strong>Wechsel der Ansprechperson für das Projektstudium</strong></p>
<p>Bisher war Marcel Laufmöller, wissenschaftlicher Mitarbeiter am IDS, der Ansprechpartner für alle Themen rund um das Projektstudium. Seit Neuestem hat Alina Kerperien, ebenfalls wissenschaftliche Mitarbeiterin, diese Aufgabe übernommen.</p>
<p>Kerperien begleitet den gesamten Prozess des Projektstudiums der dualen Bachelorstudierenden im 5. und 6. Semester. Das beginnt mit der Information der Studierenden im Rahmen einer Informationsveranstaltung, die sie vorbereitet und durchführt. Darüber hinaus steht sie auch außerhalb dieser Veranstaltung bei Fragen zur Verfügung. „Ich bin ich sehr gespannt darauf, die dual Studierenden auf diesem spannenden und manchmal auch herausfordernden Weg begleiten zu können, vor allem, weil sie im Zuge des Projektstudiums richtig was auf die Beine stellen, was auch große Relevanz für die Kooperationsunternehmen besitzt“, beschreibt Kerperien ihre Vorfreude auf die neue Aufgabe. Weiterhin steht sie mit Lehrenden zu Projektideen aus deren Forschungsbereichen in Kontakt. Zusammen mit den Mentor*innen des IDS bereitet sie auch die Projektmesse vor, auf der die Projektgruppen ihre Ergebnisse vorstellen oder Lehrende Projektthemen vorschlagen können. Die Projektmesse erfüllt auch den Zweck, dass sich Studierende, die jetzt vor der Aufgabe des Projektstudiums stehen, über Themen informieren können, aber auch in einen Erfahrungsaustausch mit Studierenden aus höheren Semestern eintreten können. Die Projektmesse stellen wir euch in einem separaten Blogbeitrag im Juni/Juli 2022 genauer vor.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                    <item>
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                        <pubDate>Mon, 21 Mar 2022 13:18:00 +0100</pubDate>
                        <title>Ein Blick hinter die Kulissen mit Alina Schälling</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2022/03/ein-blick-hinter-die-kulissen-mit-alina-schaelling/</link>
                        <description>In unserem Format „Ein Blick hinter die Kulissen mit…“ stellen wir Ihnen einmal im Monat Lehrende oder Mitarbeitende der Hochschule vor, die Sie im Laufe Ihres Studiums am Campus Lingen am Institut für Duale Studiengänge (IDS) oder vorher beim Informationsprozess kennenlernen können. Dieses Mal im Interview: Alina Schälling.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Alina Schälling ist gelernte Industriekauffrau und seit 2019 bei uns am Institut für Duale Studiengänge in der Verwaltung tätig. Dort ist sie unter anderem für die Koordination von studienergänzenden Brückenkurse, die Abgabe schriftlicher Ausarbeitungen sowie die Koordination von Prüfungseinsichtsnahmen der Studiengänge Wirtschaftsingenieurwesen, Wirtschaftsinformatik, Engineering technischer Systeme, Technologieanalyse, -engineering und -management sowie Führung und Organisation zuständig. Außerdem studiert Schälling selbst dual im berufsintegrierend Bachelorstudiengang <a href="/studium/studienangebot/bachelor/management-betrieblicher-systeme-betriebswirtschaft-ba-dual-standort-lingen-ems/">Management betrieblicher Systeme (MbS) - Betriebswirtschaf</a>t.</p>
<p><strong>Was sind Ihre Aufgaben am IDS?</strong></p>
<p>Schälling: Ich bin Bindeglied zwischen den Studierenden und Lehrenden, beispielsweise bei der Abgabe schriftlicher Ausarbeitungen oder Fragen zu Noten. Eine weitere Hauptaufgabe ist das Bearbeiten von Anträgen und Bescheinigungen und die daraus resultierende Zusammenarbeit mit dem Studierendensekretariat und dem Prüfungsamt.</p>
<p><strong>Sie studieren inzwischen selbst dual – Was gefällt Ihnen am Konzept des dualen Studiums? Und wieso haben Sie sich selbst dafür entschieden?</strong></p>
<p>Schälling: Das Konzept gefällt mir wegen der Verzahnung von Theorie und Praxis. Durch das duale Studium kann ich die Studieninhalte direkt in meiner praktischen Arbeit anwenden. Gerade beim MbS-Studium finde ich es sehr schön, dass die Arbeit und das Studium parallel ablaufen und beides direkt miteinander verbunden wird.</p>
<p><strong>Sie haben Ihre Arbeitszeit reduziert, um dem Studium gerecht zu werden. Um wie viel Prozent haben Sie reduziert und würden Sie diese Reduktion so weiterempfehlen?</strong></p>
<p>Schälling: Ich habe meine Arbeitszeit von einhundert auf sechzig Prozent reduziert. Als MbS-Studierende kann ich die Reduktion empfehlen, weil ich dadurch weiterhin eine ausgeglichene Work-Life-Balance halten kann. Ich arbeite montags bis mittwochs acht Stunden täglich und habe freitags und samstags Vorlesungen. Durch die Reduktion meiner Arbeitszeit kann ich Arbeit, Studium und Freizeit besser unter einem Hut bringen. Das Studium besteht ja auch nicht nur aus Vorlesungen, sondern auch aus Lernen, Hausarbeiten schreiben etc.</p>
<p><strong>Was mögen Sie an Ihrer Arbeit am liebsten?</strong></p>
<p>Schälling: Mir macht es sehr viel Spaß, mit Menschen Kontakt zu haben und den Studierenden zu helfen. Spannend ist besonders die Vielfältigkeit der Anliegen der Studierenden und Lehrenden und die unterschiedlichen Charaktere. Das ist schön. Deshalb möchte ich auch später mit Menschen arbeiten - ob im Bereich des Bildungswesens oder eher im Personalwesen kann ich zurzeit noch nicht sagen.&nbsp;</p>
<p><strong>Welcher Moment aus Ihrer bisherigen Zeit am IDS ist Ihnen am meisten in Erinnerung geblieben?</strong></p>
<p>Schälling: Die erste Zeugnisvergabe, die ich 2020 miterleben durfte. Auch wenn diese unter Coronabedingungen stattfand, war es sehr schön, dass sich 300 Studierende über ihr Bachelorzeugnis freuen durften. Für mich ist es besonders bewegend, wenn ich die Geschichten der Absolvent*innen kenne und sie nicht nur „Gesichter” für mich sind. Ich freue mich jetzt schon auf meine eigene Zeugnisvergabe.</p>
<p><strong>Beschreiben Sie bitte das IDS in wenigen Worten.</strong></p>
<p>Schälling: Vielfältig auf jeden Fall und viele junge Mitarbeitende. Wie würde ich das IDS noch beschreiben? Agil passt vielleicht auch ganz gut.</p>
<p><strong>Sie haben das IDS sowohl aus der Perspektive als Mitarbeiterin als auch aus der Perspektive als Studentin kennengelernt. Wo sind die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der beiden Perspektiven</strong>?</p>
<p>Schälling: Sehr gute Frage. Eine Gemeinsamkeit ist die Notwendigkeit von Zusammenarbeit. Das merke ich als Mitarbeiterin: Jede*r hat zwar ihren*seinen Teil, aber trotzdem müssen wir miteinander agieren und zusammenarbeiten. Und das merke ich als Studierende auch. Anfangs dachte ich, dass vielleicht jede*r eher für sich selbst lernt und arbeitet. Aber ich habe gemerkt, dass wir als Studierende sehr viel zusammen machen, beispielsweise gemeinsam lernen.</p>
<p>Zu den Unterschieden: Als Studierende und Mitarbeitende habe ich oft gemerkt, dass Studierende den organisatorischen Ablauf hinter dem Studium weniger greifen können. Das zeigt sich vor allem in Fragen zum Studium. Dadurch, dass ich als Mitarbeiterin die Prozesse hinter dem Studium kenne, habe ich ein größeres Verständnis dafür, dass Änderungen nicht willkürlich möglich sind, weil dahinterliegende Abläufe nicht anders abgewickelt werden können.</p>
<p><strong>Kam es zu witzigen oder komischen Situationen dadurch, dass Sie Studentin und Mitarbeiterin des IDS sind?</strong></p>
<p>Schälling: Ja, auf jeden Fall mit einigen Lehrenden. Es ist natürlich komisch, wenn ich die Lehrenden auch per “du” kenne und auch mal privat mit denen rede und dann begegnen wir uns in der Vorlesung in anderen Rollen, also als Studierende und Lehrende*r. Im letzten Semester bin ich durch ein Modul durchgefallen, weil ich nicht so viel gelernt hatte. Das erfahren dann auch die Kolleg*innen. Es ist zwar nicht schlimm, durchzufallen, doch etwas unangenehm, wenn Arbeitskolleg*innen einen ansprechen oder es wissen.</p>
<p><strong>Wie haben Sie die Onlinelehre wahrgenommen?</strong></p>
<p>Schälling: Die Onlinelehre hat Vor- und Nachteile. Ein Vorteil ist die entstehende Freizeit und Flexibilität, weil Vorlesungen an jedem Ort besucht werden können und Fahrtwege entfallen. Aber dadurch hat auch das Kennenlernen der Kommilition*innen und das typische Studienleben mit gemeinsamen Unternehmungen gefehlt. Mir ist das Lernen in der Onlinelehre auch schwieriger gefallen. Einerseits ist die Gefahr der Ablenkung höher. Andererseits war es mir teilweise unangenehm, den Kommiliton*innen und Lehrenden Fragen zu stellen, wenn ich etwas nicht verstanden habe, weil ich sie nicht gut gekannt habe. Der Austausch in der Präsenzlehre ist besser. Ab und zu Onlinelehre ist vielleicht okay, aber immer würde ich mich da nicht sehen.</p>
<p><strong>Wie verbringen Sie Ihre Freizeit?</strong></p>
<p>Schälling: Den Großteil meiner Freizeit verbringe ich mit meinen zwei Pferden. Direkt nach der Arbeit gehe ich eigentlich immer zum Pferdestall. Ab und zu gehe ich gern mal zum Spinning, aber den Löwenanteil meiner Freizeit nutze ich für die Pferde und das Reiten.</p>
<p><strong>Welchen Ort möchten Sie irgendwann einmal bereisen?</strong></p>
<p>Schälling: Ich möchte unbedingt in die USA reisen. Mein Traum ist es, wirklich mal einen Monat frei zu haben und dann mit einem Bulli oder Camper durch Amerika zu fahren und eine ganze Küste und viele Städte kennenzulernen. Ich war selbst noch nie in Amerika und mich reizt die Vielfältigkeit des Landes.</p>
<p><strong>Haben Sie eine Buchempfehlung?</strong></p>
<p>Schälling: Früher habe ich sehr viel gelesen, aber durch Arbeit und Studium fehlt mir ein wenig die Zeit zum Lesen, deshalb höre ich viele Hörbücher, beispielsweise bei der Hausarbeit. Ich höre sehr gern Psychothriller, aber auch Horrorhörbücher. Vor allem die Hörbücher von Arno Strobel mag ich. Momentan höre ich „Mörderfinder“, aber auch „Sharing“ von ihm kann ich sehr empfehlen. Wobei das schon ein spezielles und düsteres Genre ist, das nicht jede*r mag.</p>
<p><strong>Welche Tüte können Sie nicht aufmachen, ohne direkt alles aufzuessen?</strong></p>
<p>Schälling: Eine Tüte Chips oder Nachos wird nach dem Öffnen bei mir immer geleert. Deswegen kaufe ich mir inzwischen auch immer die kleinen Tüten. Für das schlechte Gewissen lieber eine kleine als eine große Tüte essen.</p>
<p><strong>Welche Sprache würden Sie gerne sprechen und warum?</strong></p>
<p>Schälling: Spanisch klingt sehr schön in meinen Augen. Ob ich die wirklich irgendwann lerne, weiß ich nicht. Um eine Sprache richtig zu lernen, ist es manchmal besser, eine längere Zeit in dem Land zu leben und zu arbeiten. Ich hatte zu meiner Schulzeit Französisch und ich weiß heute nichts mehr davon.</p>
<p><strong>Was ist Ihre beste Eigenschaft? </strong></p>
<p>Schälling: Ich bin ein sehr positiver und offener Mensch – sowohl beruflich als auch privat. Auch in stressigen Situationen bin ich gelassen und optimistisch, dass alles irgendwie funktionieren wird.</p>
<p><strong>Welche Superkraft hätten Sie gern?</strong></p>
<p>Schälling: Ich würde gern fliegen können, um andere Länder zu bereisen. Durch das Fliegen hätte ich mehr Zeit, da für die Anreise weniger Zeit benötigt wird.</p>
<p><strong>Was können Sie nicht, würden Sie aber gern kennen?</strong></p>
<p>Schälling: Ich kann überhaupt nicht pfeifen. Auch wenn es nur eine kleine Sache ist, beneide ich die Menschen, die laut pfeifen können, weil ich es einfach nicht hinbekomme, egal wie oft ich es probiere.</p>
<p><strong>Worüber sind andere Menschen bei Ihnen oft überrascht?</strong></p>
<p>Schälling: Mir wird oft gesagt, dass ich beim ersten Kennenlernen arrogant oder zickig rüberkomme, obwohl ich eigentlich sehr locker und entspannt bin und auch lachen kann. Anscheinend wirke ich auf andere eher angespannt und verschlossen. Es überrascht einige, dass ich sehr offen bin und „nie” Vorurteile habe.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                    <item>
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                        <pubDate>Mon, 14 Mar 2022 13:23:00 +0100</pubDate>
                        <title>KI-AGIL: Künstliche Intelligenz durch agile Arbeitsformen für Betriebe erschließen</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2022/03/ki-agil-kuenstliche-intelligenz-durch-agile-arbeitsformen-fuer-betriebe-erschliessen/</link>
                        <description>Die Künstliche Intelligenz gilt als Schlüsseltechnologie der digitalen Transformation, doch längst nicht alle KMU nutzen das große Potenzial. Hier setzt das deutsch-niederländische Projekt KI-AGIL an. Im Interview mit Markus Feld sprechen wir u.a. über maschinelles Lernen, Anwendungsbereiche der KI, ethische Komponenten und agile Arbeitsformen.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Forschung ist für unsere Hochschule in Ergänzung zur praxisorientierten Lehre profilbildend. Als Innovationstreiber für die Hochschulregion werden so Brücken zwischen Forschung, Lehre und Praxis geschlagen. Ein Beispiel ist das binationale Forschungs- und Entwicklungsprojekt <a href="/ki-agil/">KI-AGIL</a> des Instituts für Duale Studiengänge (IDS) am Campus Lingen und der Hanzehogeschool Groningen, welches im Rahmen des INTERREG-Programms gefördert wird. Das Projekt wurde von Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Arens-Fischer ins Leben gerufen, welcher auf deutscher Seite durch Prof. Dr. Ralf Buschermöhle, Experte für KI, und Markus Feld, wissenschaftlicher Mitarbeiter und Programm Manager, unterstützt wird. Im Interview gewährt Markus Feld spannende Einblicke in das Projekt.</p>
<p><strong><em>Womit beschäftigt sich das Projekt KI-AGIL? Was sind die Ziele des Projektes?</em></strong></p>
<p>Feld: Wir erforschen, wie für kleine und mittelständische Unternehmen (KMUs) in der deutsch-niederländischen Grenzregion KI-Technologien erschlossen werden können. Wir sehen, dass sich viele KMUs bisher noch nicht intensiv mit dem Thema KI auseinandergesetzt haben. Aus diesem Grund ist das Ziel des Projektes, KMUs an das Thema heranzuführen, sodass diese daraufhin eigene KI-Lösungen für ihr Unternehmen entwickeln können. Exemplarisch werden im Rahmen von KI-AGIL aktuell sechs KMUs der Grenzregion darin unterstützt, KI in ihre Geschäftsfelder zu implementieren. Zudem werden weitere Betriebe zu den Möglichkeiten der KI-Nutzung beraten.</p>
<p><strong><em>Was ist für Sie das Besondere am Projekt KI-AGIL?</em></strong></p>
<p>Feld: Das Projekt gliedert sich in sechs Teilprojekte, die jeweils eigene Anwendungsgebiete der KI aufgreifen und entsprechende spezifische Methoden und Konzepte der KI für die Erarbeitung von Lösungsansätzen aufgreifen. Dazu tauschen sich die KI-Experten der Teilprojektgruppen intensiv miteinander aus. Das ist sehr interessant, weil alle Beteiligten auf diese Weise einen Eindruck davon erhalten, vor welchen Herausforderungen die anderen stehen und wie diese damit umgehen. Das Spannende dabei ist, dass die Unternehmen aus den unterschiedlichen Anwendungsfeldern häufig mit ähnlichen Fragen und Hindernissen bei der Nutzung von KI konfrontiert sind, aber unterschiedliche Lösungswege umsetzen. In den Meetings können die KI-Experten und die Unternehmen ihre Erfahrungen teilen, sich gegenseitig Ratschläge geben und voneinander lernen. Der grenzüberschreitende Austausch schafft so einen Mehrwehrt für alle Beteiligten.</p>
<p><strong><em>Das Projekt KI-AGIL gilt als Folgeprojekt von <a href="/id3as/">ID3AS</a>. Inwiefern baut KI-AGIL auf dem Projekt ID3AS auf? </em></strong></p>
<p>Feld: Das Projekt ID3AS setzte sich primär mit dem Thema Sensortechnologie auseinander. Dabei ging es zum einen um die Erfassung und zum anderen um die Verarbeitung von Sensordaten. Hierbei spielten intelligente Sensorsysteme vermehrt eine zentrale Rolle, woraus sich der Ansporn entwickelte, sich intensiver mit dem Thema KI auseinanderzusetzen. Mittels KI können die durch moderne Sensorik gewonnenen Daten analysiert werden, um daraus neue relevante Informationen zu gewinnen, weshalb hier eine Verbindung zwischen den beiden Projekten besteht. Dennoch handelt es sich um zwei eigenständige Projekte, die verschiedene Projektziele verfolgen.</p>
<p><strong><em>Welchen Vorteil haben KI-basierende Technologien im Gegensatz zu bisherigen Auswertungssystemen? </em></strong></p>
<p>Feld: Solange wir mit strukturierten Daten arbeiten, lassen sich diese gut mit den klassischen Methoden verarbeiten. In der Realität ist es allerdings so, dass ein Großteil der anfallenden Daten zunächst unstrukturiert vorliegt. Das Resultat ist, dass solche Daten wenig bis gar nicht von Unternehmen ausgewertet werden. Dabei haben diese Daten oft ein großes Potenzial. Ich beziehe das Ganze jetzt einmal beispielhaft auf Sensordaten. Ein moderner Maschinenpark ist in der Regel mit vielen Sensoren ausgerüstet, die eine Reihe von unterschiedlichen Sensordaten liefern, die zunächst einmal nicht erkennbar miteinander in Beziehung stehen müssen. KI-Technologien ermöglichen nun die Analyse dieser in Summe unstrukturierten Datenmengen. Auf diese Weise können bisher unbekannte Beziehungen zwischen den Daten erkannt werden und damit z. B. neue Erkenntnisse zum Zustand der Maschinen gewonnen werden. So können beispielsweise die Maschinen effizienter und damit kostensparender betrieben werden. Gerade in großen und komplexen Datenmengen können mittels KI so auch Beziehungen identifiziert werden, die sich mit klassischen Auswertungssystemen gar nicht erfassen ließen.</p>
<p><strong><em>Häufig fällt im Zusammenhang mit KI auch der Begriff maschinelles Lernen. Was verbirgt sich hinter diesem Begriff? </em></strong></p>
<p>Feld: Generell gibt es viele verschiedene Arten von KI. Maschinelles Lernen ist eine davon und zugleich die Unterart, bei der derzeit das stärkste Wachstum zu beobachten ist. Wenn Sie heutzutage in der Presse etwas über neue Errungenschaften in der KI lesen, wird es sich mit sehr großer Wahrscheinlichkeit um den Teilbereich des maschinellen Lernens handeln. Beim maschinellen Lernen geht es darum, wie der Name bereits impliziert, dass die Maschine – also der Computer – selbstständig erlernt, wie er gewisse Aufgaben zu lösen hat. Das Ganze hat dann tatsächlich mehr mit Lernen als mit Programmieren im klassischen Sinne zu tun. An der Technik <em>überwachtes Lernen</em> lässt sich der Prozess sehr plastisch darstellen. Beim überwachten Lernen lernt die KI anhand von Beispielen. So kann z. B. eine KI darauf trainiert werden, Objekte in Bildern zu erkennen, – z. B. ein gewisses Tier. Dabei werden der KI viele verschiedene Bilder gezeigt, zusammen mit der Information, welches Tier auf dem Bild abgebildet ist: „Dieses Bild zeigt einen Hund, dieses Bild zeigt eine Katze, dieses auch einen Hund, dieses wieder eine Katze usw.“. Weitere Informationen, z. B. wo auf dem Bild der Hund oder die Katze zu sehen ist und wie sich Hund und Katze voneinander unterscheiden lassen, erhält die KI nicht. Stattdessen versucht die KI, selbstständig Regeln und Muster abzuleiten, die ihr die Erkennung des Tieres erlauben. Dies gelingt der KI umso besser, je mehr Beispiele sie erhält und je mehr Trainingszyklen sie durchläuft. Im Grunde genommen lernt die KI also genauso wie wir Menschen. Das Schöne dabei ist, dass man als Programmierer*in nicht mehr selbst den Lösungsweg programmieren muss. Die selbstlernende KI eröffnet somit neue Möglichkeiten. Die Objekterkennung in Bildern ist natürlich nur ein Beispiel von vielen. Ein praktischer Anwendungsfall im Unternehmen könnte unter anderem die Erkennung defekter Bauteile im Produktionsprozess sein. Selbstverständlich ist das maschinelle Lernen aber nicht auf die Bildverarbeitung beschränkt, sondern kann auf jede Form von Daten angewendet werden, wie z. B. Sensordaten, Textdaten usw.</p>
<p><strong><em>In welchen Bereichen in der Wirtschaft und Gesellschaft findet KI bereits Anwendung? </em></strong></p>
<p>Feld: KI ist eigentlich in allen Bereichen auf dem Vormarsch – angefangen bei den großen Themen wie z. B. dem selbstfahrenden Auto, über digitale Helferlein im Alltag wie Siri, Alexa und Co., bis hin zu Algorithmen bei Online-Anbietern, die auf Basis unseres bisherigen Kauf- und Suchverhaltens personalisierte Kaufempfehlungen generieren. In der Wirtschaft wird vermehrt versucht, Prozesse mit KI zu analysieren und zu optimieren. Mithilfe von KI lassen sich so z. B. auch potenzielle Störungen an den Maschinen erkennen, bevor diese eintreten, sodass frühzeitig auf diese reagiert werden kann. Das bezeichnet man auch als <em>Predictive Maintenance</em>, welches innerhalb der produzierenden Industrie sicher ein wesentliches Anwendungsfeld von KI ist.</p>
<p><strong><em>In welchen Einsatzfeldern kann KI zukünftig in der Praxis angewendet werden? Wo gibt es Entwicklungsmöglichkeiten? </em></strong></p>
<p>Feld: Ich glaube, dass es da kaum Grenzen gibt und dass die Entwicklung gerade erst dabei ist, richtig Fahrt aufzunehmen. Eigentlich kann man nahezu in jedem Bereich der Wirtschaft sowie auch des alltäglichen Lebens Anwendungsfälle für KI finden. Ob die Anwendung immer gut und sinnvoll ist, gilt es dann natürlich abzuwägen – Stichwort Ethik und Datenschutz. Generell bin ich mir aber sicher, dass es im Bereich KI viele Entwicklungen geben wird. Auch bei den eben angesprochenen Beispielen, ist noch sehr viel Verbesserungspotenzial vorhanden, z. B. im Bereich autonomes Fahren oder im Bereich Sprachverständnis. Hier wird sich in den nächsten Jahren sicherlich noch einiges tun.</p>
<p><strong><em>Sie haben gerade angesprochen, dass mit dem Thema KI stets ethische Herausforderungen einhergehen. Welche Bemühungen verfolgt das Projektteam, um eine ethische und moralische Nutzung von KI zu gewährleisten? </em></strong></p>
<p>Feld: Grundsätzlich spielt das Thema Ethik, wenn man sich mit KI-Technologien befasst, eine wichtige Rolle – auch wenn wir in unseren Projekten derzeit keine hochsensiblen Bereiche bearbeiten. Wir arbeiten weder mit Maschinen, die zu einer Gefahr werden können, wenn die KI eine falsche Entscheidung trifft, noch mit personenbezogenen Daten, sondern größtenteils mit Sensordaten, die hier als unkritisch einzustufen sind. Trotzdem beschäftigen wir uns im Projekt KI-AGIL mit der ethischen Nutzung von KI: Manchmal muss man auch den Blick über die unmittelbare Datennutzung herausheben, um ethische Bezüge erkennen zu können. Wir gehen sogar so weit, dass wir einen Leitfaden entwickeln, an dem sich die Unternehmen bei der Implementierung von KI-Technologien orientieren können. Dieser Leitfaden greift auch ethische Aspekte auf.</p>
<p><strong><em>Was sind die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Implementierung von KI-Methoden/-Technologien? </em></strong></p>
<p>Feld: Grundsätzlich ist es so, dass erst einmal ein Verständnis dafür erlangt werden muss, was KI überhaupt ist. Wir arbeiten in unserem Forschungsprojekt zum Beispiel mit KMUs zusammen, die vorher wenig Berührungspunkte mit dem Thema KI hatten. Zunächst galt es also, diese darüber zu informieren, was sich hinter dem Begriff KI verbirgt, was maschinelles Lernen ist und welche verschiedenen Verfahren es gibt. Nicht jede Problemstellung lässt sich mit dem gleichen Verfahren lösen. Wie wir am Beispiel der Bilderkennung gesehen haben, benötigen wir für das überwachte Lernen geeignete Trainingsbeispiele – wir sprechen in diesem Zusammenhang von <em>gelabelten Daten</em>. Im Beispiel waren dies die Bilder (Daten) zusammen mit der Information, welches Tier auf den Bildern zu sehen ist (Label). Es gibt aber auch Fälle, wo keine gelabelten Daten verfügbar sind. In diesem Fall muss auf andere KI-Lernverfahren zurückgegriffen werden, wie z. B. das unüberwachte Lernen. Die Verfügbarkeit von Daten bestimmt also sehr stark, welches Verfahren einsetzbar ist und was möglich ist. Um KI erfolgreich implementieren zu können, muss also ein gewisses Grundverständnis dafür vorliegen, wann welches Verfahren sinnvoll eingesetzt werden kann. Mit diesem Grundverständnis wollen wir auch eine höhere Akzeptanz für KI-Technologien im Unternehmen schaffen. Es ist wesentlich, dass man die grundlegenden Funktionsweisen von KI versteht, um Chancen und Risiken dieser Technologie richtig einschätzen zu können.</p>
<p><strong><em>Inwiefern spielen agile Arbeitsformen dabei eine Rolle?</em></strong></p>
<p>Feld: Agile Methoden stellen nicht unbedingt eine Voraussetzung für die Implementierung von KI-Methoden dar, aber das Projekt trägt natürlich nicht ohne Grund den Titel KI-AGIL. Da viele Unternehmen beim Thema KI in Neuland vordringen, ist eine agile Vorgehensweise definitiv ratsam. Agil vorzugehen bietet die Möglichkeit, zu Beginn zunächst mit einer Produktvision oder einer Idee des Anwendungsfalls zu starten und sich dieser dann kleinschrittig anzunähern. So können sich die Unternehmen Schritt für Schritt in das unbekannte Terrain einarbeiten und aus jedem Fortschritt Erkenntnisse erlangen, die wiederum für das weitere Vorgehen von Nutzen sind. Wir können jetzt im Projekt feststellen, dass durch diese Rückkopplungen nicht nur das Verständnis von KI, sondern auch die Technologieakzeptanz und darüber hinaus das Verständnis des eigentlichen Problems verbessert wird.</p>
<p><strong><em>Wie gelangt das Wissen über die neue Technologie und die damit einhergehenden Themenfelder in die Betriebe? Wie wird die Theorie in die Praxis transferiert? </em></strong></p>
<p>Feld: Im Projekt gehen wir so vor, dass die teilnehmenden Betriebe zu Beginn eine Grundschulung über das Thema KI von uns erhalten, um im nächsten Schritt gemeinsam den eigentlichen Kern des Problems und mögliche Anwendungsfelder für die KI identifizieren zu können. Das Ziel liegt zunächst also vor allem darin, Verständnis dafür aufzubauen, was überhaupt möglich ist und was nicht. Relativ häufig treffen wir auf zwei verschiedene extreme Ansichten: Es gibt die eine Seite, die der Meinung ist, dass die KI eine Black Box sei, die schlaue Antworten liefere, für die man quasi nichts machen müsse – frei nach dem Motto: „KI kann alles“ – und dann gibt es die andere Seite, die KI für so hochkomplex hält, dass sie keine Einsatzmöglichkeiten in ihrem kleinen oder mittelständischen Unternehmen sieht. Beide Ansichten sind falsch. Aus diesem Grund besteht der erste Schritt darin, den Unternehmen die Möglichkeiten sowie die Grenzen von KI aufzuzeigen. In der Folge wird die KI auf die ausgewählten Anwendungsfälle des jeweiligen Unternehmens vertiefend angewendet und es werden unterschiedlichste Methoden entwickelt. Diese finden natürlich auch Eingang in unsere dualen Studiengänge. Da die dual Studierenden auch immer Mitglieder in Unternehmen sind, tragen sie so diese Methoden auch in ihre Betriebe.</p>
<p><strong><em>Was kommt als Nächstes? Was folgt auf das Projekt KI-AGIL? Gibt es Schnittmengen zu weiteren Projekten? </em></strong></p>
<p>Feld: Wir befinden uns derzeit noch mitten in der Bearbeitungsphase, aber natürlich überlegen wir schon, wie folgende Projekte aussehen könnten. Kern wird auf jeden Fall weiterhin die enge Zusammenarbeit mit Unternehmen bleiben, denn hier gibt es einen hohen Bedarf, von dem zu erwarten ist, dass er weiter zunimmt. Insofern wird sich unser nächstes KI Projekt damit beschäftigen, Methoden und Verfahren der KI weiterzuentwickeln und an den unterschiedlichsten Anwendungsfeldern der Unternehmen zu erproben.</p>
<p>Am 22.03. findet im Rahmen von NetzwerkING ein <a href="https://www.mema-netzwerk.de/15-KI+_+AGIL++_Methoden+und+Konzepte+der+KI+am+Beispiel+des+Projekts+KI_AGIL_.html?action=event&amp;events_ID=1571" target="_blank" rel="noreferrer">Impulsvortrag zu KI-AGIL</a> statt. Einen Monat später, am 26.04., folgt der zugehörige, vertiefende Workshop. Interessierte Unternehmensvertreter*innen können an dem Vortrag oder/und am Workshop teilnehmen. Schreiben Sie dazu bitte an&nbsp;<a href="mailto:w.arens-fischer@hs-osnabrueck.de">w.arens-fischer@hs-osnabrueck.de</a>.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Mon, 07 Mar 2022 09:57:00 +0100</pubDate>
                        <title>Von der Ausbildung zum Masterstudium – Alumnus Bernd Schnittker berichtet über seine Erfahrungen im dualen Masterstudium</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2022/03/von-der-ausbildung-zum-masterstudium-alumnus-bernd-schnittker-berichtet-ueber-seine-erfahrungen-im-dualen-masterstudium/</link>
                        <description>Den Bachelor in Wirtschaftsinformatik hatte Bernd Schnittker schon acht Jahre in der Tasche, als er sich nochmals für ein duales Studienkonzept entschied und den dualen Masterstudiengang Führung und Organisation bei uns am Campus Lingen belegte. Im Interview berichtet er von seinem Werdegang.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Seit Beginn seines dualen <a href="/wirtschaftsinformatik-bsc-dual-standort-lingen-ems/">Bachelorstudiums</a> 2007 arbeitet Schnittker bei der August Storck KG, welche ihn in seinem Werdegang unterstützte. Seit Sommer 2021 ist er nun nicht mehr nur Bachelor-, sondern auch Masterabsolvent unseres Instituts für Duale Studiengänge und derzeit als „Business- &amp; Process-Analyst“ im Einkauf von Storck tätig.</p>
<p>Bei seiner Wahl für den Masterstudiengang <a href="/studium/studienangebot/master/fuehrung-und-organisation-ma-dual-standort-lingen-ems/">Führung und Organisation</a> konnte Schnittker aus sechs Studienrichtungen wählen und entschied sich dabei nicht erneut für Wirtschaftsinformatik. Stattdessen wählte er Moderation und Beratung, um sich auf eine zukünftige Übernahme einer Leitungsfunktion vorzubereiten. Derzeit arbeitet Schnittker an der zentralen Koordination von IT-Anforderungen und IT-Projekten. Außerdem liegt ein Fokus seiner Arbeit auf dem Prozessmanagement und der Organisationsberatung für den Einkauf.</p>
<p><strong>Wie sind Sie zu Ihrer aktuellen Position gekommen und was gefällt Ihnen dort am besten?</strong></p>
<p>Schnittker: Ich habe mich schon während des Bachelorstudiums als „Business- &amp; Process-Analyst im Einkauf qualifizieren können indem ich meine Bachelorarbeit über IT-Systeme im Einkauf geschrieben habe. Am besten gefällt mir an meinem Beruf, dass es kein reiner IT-Job, aber auch kein reiner Business-Job ist. Ich bekomme aus beiden Welten etwas mit. Das finde ich immer wieder sehr spannend.</p>
<p><strong>Wie sind Sie zu Ihrem Kooperationsunternehmen gekommen? Und warum haben Sie sich für ein duales Studium entschieden?</strong></p>
<p>Schnittker: Ich habe mich 2006 nach meinem Abitur und einer schulischen Ausbildung zum IT-Assistenten auf die Suche nach einem dualen Studium gemacht, da ich die direkte Verbindung von Theorie und Praxis schon immer interessant fand. Über eine Stellenanzeige in der Zeitung bin ich dann auf die August Storck KG aufmerksam geworden, die den dualen Bachelor anbot und habe mich beworben. Ich fand das Unternehmen Storck, welches ich bis dahin nur aus dem Süßwarenregal kannte, sehr spannend – seitdem bin ich dort tätig und werde aktiv in meiner Laufbahn unterstützt.</p>
<p><strong>Ihr Kooperationsunternehmen hat bereits Erfahrungen mit dual Studiereden gemacht. Welchen Mehrwert sehen Sie als Mitarbeiter für die August Storck KG?</strong></p>
<p>Schnittker: Ich persönlich sehe den Mehrwert vor allem in der theoretisch fundierten Ausbildung mit Praxisfokus. Dadurch wird akademisches Personal am Bedarf der betrieblichen Praxis ausgebildet.</p>
<p><strong>Was waren die größten Herausforderungen und Vorteile des dualen Studiums?</strong></p>
<p>Schnittker: Ich glaube die größte Herausforderung ist, dass Studierende neben ihren Erwartungen und denen der Hochschule auch die Erwartungen des Betriebes erfüllen wollen bzw. müssen. Dies kann schon manchmal heraufordernd sein. Ein Vorteil zum Vollzeitstudium jedoch ist, dass man sofort den Kontakt zum betrieblichen Alltag hat und finanzielle abgesichert ist. Um Nebenjobs muss man sich jedenfalls keine Gedanken machen.</p>
<p><strong>Das duale Studium erfordert ein gutes Selbstmanagement. Wie war das für Sie?</strong></p>
<p>Schnittker: Für mich war das kein Problem, weil ich mich immer schon gut organisieren konnte. Allerdings ist das klare Zeitkonzept des Studiengangs eine gute Hilfe für das eigene Selbstmanagement.</p>
<p><strong>Zur Verzahnung von Theorie und Praxis: Wie haben Sie die Reflexionsorientieren Transferstudien (RTSn) während des Studiums wahrgenommen und wie beurteilen Sie diese rückblickend?</strong></p>
<p>Schnittker: Aus den RTSn habe ich definitiv mehr für mich mitgenommen, als nur durch die Vorlesungen selbst. Für diese Fallstudien arbeiten wir quasi als Praxisforscher*innen und analysieren Problemstellungen aus unserem unmittelbarem Arbeitsumfeld. Klar, manchmal war es schon anstrengend, die RTSn neben dem Berufsalltag zu verfassen. Gleichzeitig hat es mit geholfen immer wieder unternehmensrelevante Themen in der Tiefe zu bearbeiten, um mich intensiver mit Theorien und Modellen auseinander zu setzen und deren praktischen Nutzen zu prüfen.</p>
<p><strong>Hatten Sie Probleme bei der Themenfindung und wie hat Ihr Kooperationsunternehmen Sie hierbei unterstütz?</strong></p>
<p>Schnittker: Nein, bei der Themenfindung hatte ich keine Probleme. Mein Problem war es, dass ich meistens zu viele spannende Themen hatte. Von Storck wurde ich unterstützt, wenn ich mir bei einem Thema unsicher war. Dann habe ich mit meinem Vorgesetzten über mögliche Themen oder die Auswahl an Alternativen gesprochen. Wichtig war immer, dass ich Informationen und Daten aus dem Unternehmen nutzen durfte für meine RTSn.</p>
<p><strong>Würden Sie sich wieder für ein duales Studium entscheiden?</strong></p>
<p>Schnittker: Definitiv, ja!</p>
<p><strong>Welchen Tipp haben Sie für Studieninteressierte oder für dual Studierende?</strong></p>
<p>Schnittker: Informiert euch rechtzeitig über das Studienangebot und besprecht euch mit eurem Unternehmen über eine Studienkooperation. Das Büro für Studierendenberatung und Unternehmensbetreuung am IDS bietet hier gute Angebote, um euch zu unterstützen.</p>
<p>Startet früh mit den RTSn und zieht diese möglichst konsequent durch. Vernetzt euch mit den Kommiliton*innen – sucht euch kleine Gruppen, mit denen ihr euch austauschen könnt und helft euch gegenseitig!</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Fri, 04 Mar 2022 13:10:00 +0100</pubDate>
                        <title>Erfahrungsbericht: Mit dem dualen Studium hoch hinaus </title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2022/03/erfahrungsbericht-mit-dem-dualen-studium-hoch-hinaus/</link>
                        <description>Anna Lena Schmitz studiert dual Wirtschaftsingenieurwesen am Campus Lingen und berichtet im Interview von ihren Erfahrungen im dualen Studium – angefangen von der Studienwahl über den Bewerbungsprozess bis hin zu Aufgaben in den Praxisphasen. Außerdem knüpft sie sich Vorurteile über ihren Fachbereich vor. </description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Schmitz ist 21 Jahre alt und studiert im 4. Semester am Institut für Duale Studiengänge am Campus Lingen. Ihr duales Studium ist im Blockmodell angelegt, sodass sie etwa alle drei Monate zwischen Theoriephasen an der Hochschule und Praxisphasen bei ihrem Kooperationsunternehmen GE Wind Energy, einem führenden Hersteller von Windkraftanlagen, wechselt. Neben ihrem dualen Studium absolviert sie eine Ausbildung zur Industriekauffrau. Am Ende ihres Studiums erhält sie auf diese Weise zwei Abschlüsse: den Bachelor of Engineering und die staatlich anerkannte Berufsausbildung.</p>
<p><strong>Warum haben Sie sich entschieden, eine Ausbildung mit Ihrem Studium zu kombinieren und wie bewerten Sie diese Möglichkeit?</strong></p>
<p>Schmitz: Ich persönlich wollte mit der Ausbildung meine kaufmännische Perspektive etwas stärken, da sich der Studiengang zu zwei Dritteln aus mathematischen, naturwissenschaftlichen und technischen Inhalten zusammensetzt. Natürlich hätte ich auch eine Ausbildung im technischen Bereich, wie zum Beispiel zur Mechatronikerin, kombinieren können.</p>
<p>Ich finde es auch wirklich toll, dass es die Möglichkeit der Kombination des dualen Studiums und einer Ausbildung gibt. Ich würde jeder Person empfehlen, das Angebot anzunehmen. Die beiden Abschlüsse helfen einem auf jeden Fall in der Zukunft weiter.</p>
<p><strong>Wenn Sie an die Zeit vor Ihrem Studium zurückdenken, warum haben Sie sich für den Studiengang <a href="/wirtschaftsingenieurwesen-beng-dual-standort-lingen-ems/">Wirtschaftsingenieurwesen</a> entschieden?</strong></p>
<p>Schmitz: In der Schule hat mich schon immer Technik fasziniert und ich habe gerne mit unterschiedlichen Materialen herumgewerkelt. Deswegen habe ich sehr viele Praktika in verschiedenen Ingenieurberufen und auch bei einem Anwalt absolviert. Letztendlich habe ich für mich herausgefunden, dass der Bereich des Wirtschaftsingenieurwesens die passende Schnittstelle zwischen Technik/Ingenieurwesen und Wirtschaft bietet, da ich auf den kaufmännischen Bereich nicht komplett verzichten wollte.</p>
<p>Meine Entscheidung hat sich auch direkt im ersten Semester als die Richtige erwiesen. Ich hatte Spaß an den Modulen, da wir dort erst die Grundlagen erlernt und darauf immer weiter aufgebaut haben. Durch die ingenieurwissenschaftlichen Module habe ich z. B. auch den Aufbau der Windenergieanlagen aus meinem Kooperationsunternehmen verstanden.</p>
<p><strong>Warum haben Sie sich für ein duales Studium entschieden und warum am Campus Lingen?</strong></p>
<p>Schmitz: Meine Schule hat mir damals angeboten, ein „duales Praktikum“ zu absolvieren. Da konnte ich eine Woche in einem Betrieb arbeiten und in der anderen Woche Vorlesungen besuchen. Während der Vorlesungen saß ich dann in einem sehr großen Raum mit 400 anderen Menschen. Dabei habe ich gemerkt, dass ich mir das für meine Zukunft nicht vorstellen kann. Ich finde, so lernt man schlecht andere Menschen kennen und studiert sehr anonym.</p>
<p>Am Campus Lingen ist das ganz anders. Hier habe ich das persönliche Miteinander und kenne teilweise auch die wissenschaftlichen Mitarbeitenden. Wir haben ein cooles Mentor*innenteam, das (außerhalb der Corona-Pandemie) lustige Veranstaltungen organisiert. Außerdem kenne ich jetzt Menschen, die in verschiedenen Unternehmen arbeiten. Auf diese Weise bauen wir Studierende direkt ein Netzwerk auf. Das Alles empfinde ich persönlich als sehr schön und angenehm.</p>
<p><strong>Wie haben Sie Ihr Bewerbungsverfahren empfunden?</strong></p>
<p>Schmitz: Ich habe mich bei verschiedenen Unternehmen beworben und sehr unterschiedliche Bewerbungsverfahren erlebt. Bei meinem Kooperationsunternehmen GE Wind Energy bestand das Bewerbungsverfahren aus einem Assessment Center, zu dem ich nach meiner Bewerbung eingeladen wurde. Dort gab es erst Einzelgespräche mit einer Selbstpräsentation. Anschließend musste ich mit anderen Bewerber*innen Gruppengespräche führen und verschiedene Aufgaben lösen. In den Pausen hatten wir die Möglichkeit, mit den dual Studierenden des Unternehmens über das Studium zu reden. Das war für mich sehr wertvoll, da ich Erfahrungen aus erster Hand bekommen habe. Ich habe mich direkt sehr willkommen gefühlt.</p>
<p><strong>Welche Abteilungen haben Sie bereits in Ihrem Kooperationsunternehmen durchlaufen und was waren dort Ihre Aufgaben?</strong></p>
<p>Schmitz: Ich habe bisher drei Abteilungen durchlaufen – Project Controls, Service und Logistik. Die Abteilung Project Controls plant alle Projekte von Anfang bis Ende. Entsprechend durfte ich dort Zeitpläne für die Errichtung von Windkraftanalagen erstellen. Bei der Erstellung der Zeitpläne gehört dazu, einzukalkulieren, zu welchem Zeitpunkt welche Maschinen, Bauteile und Personen auf den Baustellen sein müssen. Dabei müssen wir auch immer Verzögerungen berücksichtigen und dokumentieren, denn wenn beispielsweise ein Bauteil nicht passend ankommt, verschiebt sich das gesamte Projekt.</p>
<p>Im Rahmen meines Einsatzes in der Service-Abteilung war ich in ganz Deutschland unterwegs und habe die Inbetriebnahme der verschiedenen Windkraftanlagen begleitet. Außerdem habe ich an der Einsatzplanung der Servicetechniker*innen teilgenommen und die eingesetzten Koordinationsmethoden analysiert, da die genutzten Tools vereinheitlicht werden sollten. Darauf aufbauend habe ich Verbesserungsvorschläge erarbeitet.</p>
<p>In meiner letzten Praxisphase war ich in einem Team eingesetzt, das die Transporte der Bauteile vom Hafen zu den Baustellen geplant hat. Dort wurden technische Zeichnungen angefertigt, damit die Transportfahrzeuge sicher zum Zielort kommen. Dazu gehört zum Beispiel, wie eine Kurve ausgebaut werden muss, damit der LKW mit dem Rotorblatt dort herumkommt. Ich selbst habe auch einzelne Transporte begleitet und einen Eindruck bekommen, wie komplex diese Transportaufgabe ist.</p>
<p>Ich bin sehr dankbar, dass ich in der Zeit bei GE schon so viel sehen und mitmachen durfte. Vor Kurzem habe ich mein erstes Höhen-Sicherheits-Training erhalten, weil ich in meiner nächsten Abteilung auch viel auf Baustellen unterwegs sein werde.</p>
<p><strong>Inwieweit hat sich Ihr Arbeits- und Studierendenleben durch die Corona-Pandemie verändert?</strong></p>
<p>Schmitz: Im Arbeitsleben fehlt je nach Abteilung der enge Kontakt untereinander. Durch das Homeoffice ist es nicht möglich, den Kolleg*innen einfach über die Schulter zu gucken und Einblicke in ihren Arbeitsalltag zu erhalten. Normalerweise treffen wir uns mit allen dual Studierenden und Auszubildenden im Unternehmen jeden Monat zu einem Update-Meeting. Das kann derzeit nur online stattfinden. Ich freue mich, wenn wir wieder zur Präsenz zurückkehren, weil ich dann mehr Teamspirit verspüre. &nbsp;&nbsp;</p>
<p>Auch das Hochschulleben hat sich aufgrund der Pandemie geändert. Ich habe im letzten November das erste Mal gemerkt, wie es wirklich ist, in der Hochschule zu sitzen. Davor habe ich nur Online-Lehre kennengelernt. Das war richtig schön, in der Hochschule zu sein, allein schon, da ich zwischendurch mit meinen Kommiliton*innen und anderen Studierenden reden und mich austauschen konnte. In der Online-Lehre fehlt mir das sehr. Irgendwann wird das auch schon anstrengend, wenn man von morgens bis abends die ganze Zeit allein Zuhause vorm Laptop sitzt – gerade, wenn die Prüfungen näherkommen. Manche finden das angenehm – ich persönlich bevorzuge den persönlichen Kontakt und bin gerne am Campus.</p>
<p><strong>Wenn Sie aus heutiger Sicht auf Ihr Studium zurückblicken, wie gefällt Ihnen Ihr Studium und was gefällt Ihnen besonders?</strong></p>
<p>Schmitz: Was mir sehr gut gefällt, ist die Mischung aus wirtschaftlichen und ingenieurwissenschaftlichen Themen. Ich finde vor allem die Mathematik dahinter sehr faszinierend, also die Herangehensweise von Berechnungen und welche Faktoren zu berücksichtigen sind. Auch die Erfahrungsberichte der Lehrenden sind etwas ganz Besonderes. Einige von ihnen können viel Spannendes aus ihrem Berufsleben erzählen – passend zu dem, was sie gerade vermitteln. Das stärkt den Theorie-Praxis-Transfer. Das liebe ich am dualen Studium – ich weiß immer direkt, wofür ich das Wissen gebrauchen kann.</p>
<p><strong>Wie bei jedem Fachbereich, gibt es auch in Bezug auf Wirtschaftsingenieurwesen einige Vorurteile. Was sagen Sie dazu, dass manche über Wirtschaftsingenieur*innen sagen, dass sie wegen der Mischung aus Wirtschaft und Ingenieurwesen nur die Hälfte wissen? </strong></p>
<p>Schmitz: In gewisser Weise stimmt das natürlich. Wir sind keine vollausgebildeten Ingenieur*innen, die die Anlagen allein konstruieren können, aber dafür ist das Studium ja auch nicht gedacht. Wir werden bewusst zu Schnittstellenexpert*innen zwischen Wirtschaft und Ingenieurwesen ausgebildet und dort liegt unsere Kompetenz.</p>
<p><strong>Wie reagieren Sie auf das Vorurteil, dass Wirtschaftsingenieurwesen nur Männer studieren?</strong></p>
<p>Schmitz: Das stimmt meiner Meinung nach überhaupt nicht! Es kommt auf die Interessen und nicht auf das Geschlecht an. Ich würde mich nie vom Geschlecht abhalten lassen, das zu studieren, was mich interessiert. Das Vorurteil habe ich tatsächlich auch schon oft im Privaten gehört, wenn ich erzählt habe, dass ich Wirtschaftsingenieurwesen studiere. Für mich ist das selbstverständlich, dass der technische Bereich für Frauen und generell für alle Menschen offen ist.</p>
<p><strong>Sie haben jetzt schon einen guten Einblick in das Studium erhalten. Was würden Sie sagen, sollte man für das Studium des Wirtschaftsingenieurwesens mitbringen?</strong></p>
<p>Schmitz: Es heißt ja immer, dass man super gut in Mathe sein muss. Das stimmt zum Teil auch – ein gewisses mathematisches Grundverständnis sollte auf jeden Fall vorhanden sein. Meiner Meinung nach kommt es aber auf das Interesse und die Bereitschaft einer Person an, sich in eine Sache hineinzuknien. Natürlich ist es schwieriger, wenn eine Person nicht so gut in Mathe ist, aber wenn sie dementsprechend viel lernt, kann sie es auch schaffen. Der Biss und der Wille, das Studium durchzuführen, ist das Wichtigste, was man für das Studium mitbringen sollte.</p>
<p><strong>Wenn Sie Richtung Abschluss und Zukunft schauen, wie sieht Ihr Plan dann aus? In welchem Bereich möchten Sie nach Ihrem Abschluss arbeiten?</strong></p>
<p>Schmitz: Zurzeit tendiere ich zum Schwerpunkt Projektmanagement, weil ich während der Praxisphasen viel in diesem Bereich gearbeitet habe. Ich finde es einfach spannend, dass am Ende des Projektes eine fertige Anlage steht. Da kann ich direkt das Ergebnis der harten Arbeit sehen. Außerdem mag ich es, dass man im Projektmanagement mit so vielen verschiedenen Leuten in Kontakt kommt und sich auf diese Weise ein Netzwerk aufbauen kann. Ob ich noch einen Master anschließen möchte, weiß ich noch nicht. Ich könnte mir vorstellen, meinen Bachelor abzuschließen und ein oder zwei Jahr zu arbeiten – gerne auch im Ausland, wenn GE mir die Möglichkeit bietet – und dann noch einen Master dranzuhängen.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Mon, 21 Feb 2022 12:08:43 +0100</pubDate>
                        <title>Berufsintegrierendes Studium nach der Erstausbildung? - Beratungsangebote für Studieninteressierte und Unternehmen </title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2022/02/berufsintegrierendes-studium-nach-der-erstausbildung-beratungsangebote-fuer-studieninteressierte-und-unternehmen/</link>
                        <description>Der Einfluss der Digitalisierung und Automatisierung auf das Berufsleben erfordert, sich neue Instrumente und technischen Möglichkeiten zu eigen zu machen. Ein duales Studium kann dies fördern, da es den aktuellen Wissenstand vermittelt und Techniken beibringt, sich selbst auf dem Laufenden zu halten. Aber passt das auch zu mir/zu unserem Unternehmen?</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Das duale Studium ist vielen als Instrument der Erstausbildung bekannt, aber auch in der Weiterbildung kann es großes Potential entfalten. Mitarbeitende möchten sich weiterbilden und Betriebe können diese Chance nutzen, ihr Personal für neue Aufgabenfelder zu qualifizieren oder gezielt neues Personal dafür zu gewinnen. In berufsintegrierender Form eignet sich das duale Studium besonders für Berufstätige mit einer ersten Berufsausbildung, da diese ihre Tätigkeiten und Projekte nicht aufgeben müssen. Studierende bilden sich dort parallel zu ihrem Job mit einer intensiven Theorie-Praxis-Verzahnung fort.</p>
<p>Bei dem Entscheidungsprozess für die optimale Weiterbildungsform kommen viele Fragen auf. Dafür bieten wir vom Institut für Duale Studiengänge (IDS) am Campus Lingen verschiedene Beratungsoptionen an. Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Arens-Fischer – Studiendekan und Leiter unseres Instituts sowie Ansprechpartner für Unternehmensvertreter*innen – und Sebastian Kizinna, der unter anderem den Studiengang Management betrieblicher Systeme (<a href="/studium/studienangebot/bachelor/management-betrieblicher-systeme-betriebswirtschaft-ba-dual-standort-lingen-ems/">MBS BWL</a> und <a href="/studium/studienangebot/bachelor/management-betrieblicher-systeme-wirtschaftsingenieurwesen-beng-dual-standort-lingen-ems/">MBS Wirtschaftsingenieurwesen</a>) betreut, geben einen Einblick in die wichtigsten Angebote.</p>
<p><strong>Warum eignet sich Ihrer Meinung nach ein berufsintegrierendes Studium zur Weiterbildung?</strong></p>
<p><em>Kizinna</em>: Ein duales, berufsintegrierendes Studium ist eine sinnvolle Möglichkeit zur Weiterentwicklung. Viele Berufsfelder werden in absehbarer Zeit z. B. durch neue Technologien oder Arbeitsorganisationsformen beeinflusst werden. Das duale Studium bietet die Möglichkeit, sich mit solchen Herausforderungen auseinanderzusetzen und die eigenen beruflichen Kompetenzen sowie den eigenen Arbeitsplatz aktiv weiterzuentwickeln. Im dualen Studium kann ein vielseitiges Kompetenzprofil entwickelt werden, um in hochkomplexen Anforderungsbereichen erfolgreich arbeiten zu können.</p>
<p><em>Arens-Fischer</em>: Berufsintegrierend bedeutet ja, das Studium und den Beruf zu verbinden. Berufsintegrierend Studierende entscheiden sich bewusst dafür, das Unternehmen aktiv einzubeziehen. Wenn der Studienwunsch mit dem Unternehmen abgestimmt ist, können Personalentwicklungsziele direkt abgesprochen werden und das berufsintegrierende Studium kann sein volles Potential entfalten – für beide Seiten. Die Theorie des Studiengangs wird dazu genutzt, sowohl die eigene Wissensbasis zu erweitern als auch die Praxis im Betrieb zu reflektieren und zu gestalten. Daraus resultieren Personalentwicklungspotenziale und Beiträge für den Unternehmenserfolg. Aus betrieblicher Perspektive ergibt sich darüber hinaus die Möglichkeit, in längerfristige Personal- und Organisationsentwicklungsprozesse einzusteigen. Daraus folgt seitens der Studierenden auch eine entsprechende Bindung an den Betrieb. Gleichzeitig positionieren sich Unternehmen mit entsprechenden Ausschreibungen als interessante Arbeitgeber – auch und gerade für Personen, die schon einen Beruf haben, aber trotzdem noch den Studienwunsch verspüren.</p>
<p><strong>Welche Beratungsangebote bieten Sie an?</strong></p>
<p><em>Arens-Fischer</em>: Wir bieten sowohl für Personalverantwortliche interessierter Unternehmen sowie für weiterbildungs- und studieninteressierte Personen verschiedene Formate an. Unternehmensvertreter*innen können beispielsweise gezielt einen Termin mit uns vereinbaren oder unseren Open Talk, eine offene Fragerunde, wahrnehmen, um sich grundlegend über unser Studienangebot und das duale Studium zu informieren. Nach dem Start des Studiums bieten wir unter anderem Workshops zum Theorie-Praxis-Transfer an, um bestmögliche Ergebnisse zu erzielen und Synergieeffekte zu erzeugen.</p>
<p><em>Kizinna</em>: Weiterbildungs- und studieninteressierte Personen für berufsintegrierende Bachelorstudiengänge haben die Möglichkeit, an offenen Informationsveranstaltungen teilzunehmen oder mit mir Beratungsgespräche zu vereinbaren. Für duale Masterstudiengänge ist Christina Lobenberg bei uns die richtige Ansprechpartnerin.</p>
<p><strong>Für wen eignet sich ein solches Beratungsgespräch?</strong></p>
<p><em>Kizinna</em>: Jede Studienentscheidung sollte bewusst und informiert getroffen werden. Nur so können Studierende mit den passenden Erwartungen in ein Studium starten. Deshalb eignet sich ein Beratungsgespräch zum einen für Studieninteressierte, die ganz am Anfang des Entscheidungsprozesses für ein Studium stehen. Zum anderen eignet es sich auch, wenn die Entscheidung schon feststeht, um dann ein Gespräch im Unternehmen oder den Start in das Studium vorzubereiten.</p>
<p><em>Arens-Fischer</em>: Ohne die Unterstützung des Unternehmens ist ein duales Studium nicht zufriedenstellend möglich. Bei einer optimalen Absprache und sich ergänzender Erwartungen profitieren Studierende und Unternehmen spürbar.</p>
<p><strong>Wie sieht ein typischer Ablauf eines Beratungsgesprächs aus?</strong></p>
<p><em>Kizinna</em>: Kein Beratungsgespräch gleicht dem anderen. Grundsätzlich wichtig ist der Erwartungsabgleich am Anfang eines jeden Gesprächs. Was wünschen sich die Studieninteressierten für das Gespräch? Wenn das Anliegen der Ratsuchenden nicht genau geklärt wird, besteht die Gefahr, dass man um den heißen Brei herumredet oder dass die Ratsuchenden enttäuscht aus dem Gespräch gehen.</p>
<p>Viele Studieninteressierte möchten entweder eine grobe Übersicht bekommen oder haben schon genaue Fragen zu den Inhalten und Anforderungen. Deutlich konkreter wird es, wenn sich die Studieninteressierten schon intensiv mit dem Studiengang auseinandergesetzt haben und sich jetzt auf die Gespräche mit dem Unternehmen vorbereiten möchten. Nach der inhaltlichen Auseinandersetzung werden dann die nächsten Schritte geplant: Wie läuft der Bewerbungsprozess ab, welche Fristen gibt es? Gibt es noch andere Möglichkeiten, zu einer fundierten Studienentscheidung zu kommen? Meine Erfahrung zeigt, dass es danach selten bei einem Beratungsgespräch bleibt. Deshalb beende ich die Beratungsgespräche gerne mit einer konkreten Vereinbarung, nach den nächsten Schritten das nächste Gespräch zu planen.</p>
<p><strong>Wie sollten sich Studieninteressierte auf ein Beratungsgespräch vorbereiten?</strong></p>
<p><em>Kizinna: </em>Wenn sie sich einfach informieren möchten, reicht ein Blick auf die Studiengangseite um einen ersten Überblick zu bekommen. Dann können sie die Informationen aus dem Beratungsgespräch besser einordnen. Stehen sie schon weiter im Bewerbungsprozess, sollten sie die Unternehmensperspektive miteinbeziehen. Zum Beispiel „Welche Vorstellungen hat das Unternehmen über die zukünftigen Arbeitsfelder?“.</p>
<p><strong>Was fällt Ihnen bei den Gesprächen mit Studieninteressierten übergreifend auf?</strong><br> <em>Kizinna</em>: Viele schauen bei ihrer Studienentscheidung auf äußere Faktoren. Also beispielweise auf das Zeitmodell, die Vereinbarkeit von Studium, Arbeit und dem Privatleben sowie auf die Kosten. Für eine fundierte Entscheidung ist es aber gleichermaßen wichtig, sich zu fragen, warum sich ein Studium eignet, die persönlichen und beruflichen Ziele zu erreichen und sich weiterzuentwickeln. Die Studienrichtungen Betriebswirtschaft und Wirtschaftsingenieurwesen unseres Studienprogramms MBS und unsere Masterstudiengänge Führung und Organisation sowie Technologieanalyse, -engineering und -management bieten eine große Auswahl an Modulen, wodurch sich Studierende einen fachlichen Studienplan konfigurieren können, der auf ihre individuellen beruflichen Ziele abgestimmt ist. Wer nicht weiß, wofür er die Belastung eines Studiums aufnimmt, hat es oft schwerer. Das wirkt sich auf die Motivation und das Durchhaltevermögen aus.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Interessierte Unternehmen können am nächsten <a href="/partner-dual/">Open-Talk-Termine</a> am 23.03. um 10 Uhr teilnehmen. Kizinna informiert am <a href="/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/veranstaltungsuebersicht/">am 23.03. ab 17 Uhr über MBS</a> und Christina Lobenberg am <a href="/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/veranstaltungsuebersicht/">11.03. ab 18 Uhr über die dualen Masterstudiengänge</a> <a href="/studium/studienangebot/master/fuehrung-und-organisation-ma-dual-standort-lingen-ems/">Führung und Organisation</a> sowie <a href="/studium/studienangebot/master/technologieanalyse-engineering-und-management-meng-dual-standort-lingen-ems/">Technologieanalyse, -engineering und -management</a>.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Mon, 14 Feb 2022 11:18:00 +0100</pubDate>
                        <title>Ein Blick hinter die Kulissen mit Markus Feld</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2022/02/ein-blick-hinter-die-kulissen-mit-markus-feld/</link>
                        <description>In unserem Format „Ein Blick hinter die Kulissen mit…“ stellen wir Ihnen einmal im Monat Lehrende oder Mitarbeitende der Hochschule vor, die Sie im Laufe Ihres Studiums am Campus Lingen am Institut für Duale Studiengänge (IDS) oder vorher beim Informationsprozess kennenlernen können. Dieses Mal im Interview: Markus Feld.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Markus Feld startete 2017 zunächst als Lehrbeauftragter am IDS. Seit 2019 ist er bei uns als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Fachbereich <em>Wirtschaftsinformatik </em>tätig. Neben seinen Tätigkeiten in Forschungsprojekten zur Wirtschaftsinformatik, wie <a href="/ki-agil/">KI-AGIL</a>, lehrt und betreut er verschiedene Module und übergreifende Praxistransferprojekte (PTPs) mit Informatikhintergrund. Feld absolvierte 2004 sein Studium der Betriebswirtschaft mit einer Vertiefung in Informatik und erlangte seinen Abschluss an der <a href="https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bmonth%5D=05&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=8601&amp;tx_news_pi1%5Byear%5D=2021&amp;cHash=b56cae84bdfdf8c1c2dd023001ab86e0" target="_blank">Berufsakademie Emsland</a>, deren Studiengänge nun beim IDS an der Hochschule akkreditiert sind. Im Anschluss erwarb er 2006 berufsbegleitend sein Diplom in Wirtschaftsinformatik an der Hochschule Osnabrück am Campus Lingen.</p>
<p class="paragraph"><strong>Warum haben Sie sich&nbsp;für diesen Bereich entschieden?</strong></p>
<p class="paragraph">Feld: Generell haben mich Computer und alles was dazu gehört schon immer interessiert und ich wollte wissen wie das Ganze funktioniert. Als in der Schule dann das Abitur näher rückte, war klar, dass ich irgendetwas in der Richtung Informatik machen möchte.</p>
<p class="paragraph">Durch das Schülerpraktikum wurde ich damals auf das duale Studium an der Berufsakademie aufmerksam, weil in der Abteilung, in der ich gearbeitet habe, auch dual Studierende waren. Ich fand es spannend, dass man studieren und gleichzeitig in die Arbeitswelt reinschnuppern konnte. Ich habe mich daraufhin erfolgreich auf einen von der Stadt Lingen ausgeschriebenen dualen Studienplatz der Wirtschaftsinformatik beworben und diese Entscheidung bis heute nicht bereut.</p>
<p class="paragraph"><strong>Welches Thema mögen Sie in dem Bereich am liebsten?</strong><strong>&nbsp;</strong></p>
<p class="paragraph">Feld: Mir gefällt, dass man mit relativ wenig Mitteln sehr viel erreichen kann. Wenn man einmal die Programmierung erlernt und verstanden hat, dann lassen sich die unterschiedlichsten Aufgaben damit lösen. Mittlerweile arbeite ich in der Forschung viel im Bereich der künstlichen Intelligenz. Das ist natürlich ein hochspannender und sich dynamisch entwickelnder Bereich.</p>
<p class="paragraph"><strong>Neben Ihrer Forschungsarbeit sind Sie ja auch in der Lehre aktiv. Welcher Moment ist Ihnen in Ihrer Zeit als Dozent am meisten in Erinnerung geblieben?</strong><strong>&nbsp;</strong></p>
<p class="paragraph">Feld: Was ich persönlich immer spannend finde, ist die Entwicklung der Studierenden mit zu erleben. Ich lehre bei den angehenden Informatiker*innen die Einführung in die Wirtschaftsinformatik. Ich trete also erstmalig zu einem Zeitpunkt mit den Studierenden in Kontakt, an dem sie ganz frisch an der Hochschule sind. In den späteren Semestern treffe ich viele in weiteren Modulen wieder und betreue schließlich einzelne Studierende bei ihrer Bachelorarbeit. Ich freue mich immer, wenn ich richtig spannende Bachelorarbeiten sehe, wo jemand ein Thema durchdringt und zu wirklich guten Ergebnissen kommt.</p>
<p class="paragraph"><strong>Was gefällt Ihnen an Ihrem Job am besten?</strong><strong>&nbsp;</strong></p>
<p class="paragraph">Feld: Mir gefällt der Mix, dass ich nicht „nur“ an Forschungsprojekten mitarbeite, sondern auch in der Lehre mitwirken kann. Dies stellt eine Abwechslung in sich dar und bietet auch Anknüpfungspunkte untereinander.</p>
<p class="paragraph">Das, was wir in den Forschungsprojekten ausgearbeitet haben, kann ich auch wieder in die Lehre mitnehmen. Dann gibt es speziell hier am IDS die Besonderheit, dass wir im dualen Studium den Kontakt zu den Unternehmen haben; sei es durch Forschungsprojekte oder natürlich auch dadurch, dass die Studierenden ihre PTPs und Projektstudien schreiben. Dadurch sind Lehre, Forschung und praktische Anwendung eng miteinander verbunden.</p>
<p class="paragraph"><strong>Was gefällt Ihnen am Konzept eines dualen Studiums?</strong><strong>&nbsp;</strong></p>
<p class="paragraph">Feld: So wie wir es hier am IDS haben, ist es zum einen die Verzahnung von Theorie und Praxis. Also, dass die Studierenden nicht nur die graue Theorie lernen, sondern diese auch in der Praxis erleben. Zum anderen schätze ich es, dass die Studierenden Probleme aus der Praxis mitbringen und diese mit dem, was sie an der Hochschule lernen, analysieren und auch konkrete Lösungen erarbeiten. Hinzu kommt, dass ein guter Kontakt zwischen den Studierenden, den Lehrenden und wissenschaftlichen Mitarbeitenden herrscht, weil die Studierendengruppen recht klein sind und offene Kommunikation gelebt wird.</p>
<p class="paragraph"><strong>Sie lesen jedes Semester viele PTPs. Wie schätzen Sie die PTPs als Instrument ein und worauf kommt es an? </strong></p>
<p class="paragraph">Feld: Die PTPs entfalten dann ihr Potential, wenn die Studierenden erkannt haben, warum es die PTPs gibt. PTPs zu erstellen ist natürlich immer Arbeit und für manche ist es auch eine Last. Gerade bei der Entwicklung des wissenschaftlichen Arbeitens versuchen wir daher, den Studierenden von Anfang an nahe zu legen, dass es auch eine Chance ist.</p>
<p class="paragraph">Mit den PTPs werden sie darauf vorbereitet eine wissenschaftliche Arbeit zu schreiben und das ist ein riesiger Vorteil bei der Vorbereitung auf die Bachelorarbeit. Ich freue mich daher immer, wenn ich sehe, dass der*die Studierende verstanden hat, wie das wissenschaftliche Arbeiten funktioniert, indem er*sie sauber das Problem beschrieben, die Ziele entwickelt und sich ein gutes Vorgehen überlegt hat. Wenn man so systematisch vorgeht ist das Ergebnis schon fast immer gut, weil verstanden wurde, worauf es ankommt.</p>
<p class="paragraph"><strong>Sie arbeiten am Forschungsprojekt&nbsp;„KI-Agil“&nbsp;mit.&nbsp;Können Sie das Projekt in wenigen Worten den Leser*innen&nbsp;näherbringen und ihre Aufgaben beschreiben?&nbsp;</strong></p>
<p class="paragraph">Feld: KI-Agil ist ein deutsch-niederländisches Projekt. Es geht darum, Produktionsprozesse für kleine und mittelständische Unternehmen mit Methoden der künstlichen Intelligenz (KI) effizienter und sicherer zu gestalten. So versuchen wir beispielsweise mittels KI frühzeitig zu erkennen, wann Maschinen voraussichtlich ausfallen werden (Predictive Maintenance). Darüber hinaus arbeiten wir ebenfalls daran, KI in die Produkte von Unternehmen zu integrieren, um sie innovativer zu machen. Dazu arbeiten wir in agilen Arbeitsformen ganz eng mit den Unternehmen zusammen, um die Innovationszyklen zu verkürzen.</p>
<p class="paragraph">Viele Unternehmen sind noch nicht so vertraut mit den Stärken und den Grenzen der KI und uns ist es wichtig sie dabei zu unterstützen, diese Technologie für ihre Produktion, Produkte und Dienstleistungen anwenden zu können.</p>
<p class="paragraph"><strong>Welches Buch und welche Serie sollte jede*r gelesen gesehen haben?</strong><strong>&nbsp;</strong></p>
<p class="paragraph">Feld: „Think like a Freak“ kann ich z.B. sehr empfehlen. Das Buch gibt einige interessante Denkanstöße, wie man klassische Denkmuster durchbrechen und so im Idealfall zu neuen Einsichten und Erkenntnissen gelangen kann.</p>
<p class="paragraph">Zuletzt habe ich die Serie „Friends“ für mich wiederentdeckt. Da die Serie von Mitte der 90er bis Mitte der 2000er spielt, finde ich es rückblickend sehr spannend, wie die Serie –ungewollt– die Veränderung des Alltags durch moderne Technologien, wie z.B. das Handy, dokumentiert. Mein Tipp: Unbedingt im englischen Original schauen, da durch die deutsche Übersetzung viel „Flair“ verloren geht.</p>
<p class="paragraph"><strong>Welchen Ort möchten&nbsp;Sie irgendwann einmal bereisen?</strong><strong>&nbsp;</strong></p>
<p class="paragraph">Feld: Es stehen bei mir noch zwei größere Dinge auf der Liste. Das sind die USA und Kanada. Und dann nochmal die andere Seite: Australien. Da muss ich unbedingt mal hin.</p>
<p class="paragraph"><strong>Haben Sie ein Haustier?</strong></p>
<p class="paragraph">Feld: Ja, einen Labrador namens Watson.</p>
<p class="paragraph"><strong>Welche Sprachen würden Sie gerne sprechen?</strong></p>
<p class="paragraph">Feld: Also keine Programmiersprache, sondern richtige Sprache? *lacht* Einerseits würde ich gerne dänisch lernen, weil Dänemark uns als Urlaubsland gut gefällt. Und dann wäre Spanisch gerade in wärmeren Urlaubsländern sehr hilfreich.</p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Mon, 07 Feb 2022 13:56:00 +0100</pubDate>
                        <title>Vom dualen Bachelorstudium zur eigenen Agentur</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2022/02/vom-dualen-bachelorstudium-zur-eigenen-agentur/</link>
                        <description>Linda Becker kann auf eine spannende Karriere zurückschauen. Den Anfang machte sie 2007 mit ihrem dualen Bachelorstudium der Betriebswirtschaft. Heute leitet sie ihre eigene Marketing- und E-Commerce-Agentur und arbeitet zusätzlich als Aufsichtsratsmitglied. Im Interview berichtet sie von ihrem Weiterbildungs- und Karriereweg. </description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Sie haben 2007 Ihr duales Studium der <a href="/bachelor/betriebswirtschaft-ba-dual-standort-lingen-ems/">Betriebswirtschaft</a>, damals noch an der <a href="https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bmonth%5D=05&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=8601&amp;tx_news_pi1%5Byear%5D=2021&amp;cHash=b56cae84bdfdf8c1c2dd023001ab86e0" target="_blank">Berufsakademie Emsland</a>, begonnen – Wieso sollte es ein duales Studium sein?</strong></p>
<p>Becker: Zum einen wollte ich schon immer gerne ins Arbeitsleben einsteigen, aber gleichzeitig kam es für mich persönlich nicht in Frage, eine Ausbildung zu absolvieren, weil ich gerne einen Studienabschluss haben wollte. Zum anderen konnte ich auf diese Weise gleichzeitig mein Studium finanzieren.</p>
<p><strong>Wieso ist Ihre Wahl damals auf die SANICARE Versandapotheke als Arbeitsgeber gefallen?</strong></p>
<p>Becker: Ich habe mich bei vielen Betrieben in der Nähe meines Wohnortes beworben und mich nicht auf eine Branche fokussiert - bei mir lag der Fokus auf den kaufmännischen Berufen. Der wurde bei meinem Kooperationsunternehmen durch die zusätzliche Ausbildung zum*r Groß- und Einzelhandelskaufmann*frau abgedeckt, weshalb ich mich für SANICARE entschied.</p>
<p><strong>Wie bewerten Sie die Möglichkeit, das duale Studium mit einer Ausbildung zu kombinieren?</strong></p>
<p>Becker: Durch die Kombination des dualen Studiums mit einer Berufsausbildung konnte ich nach zwei Jahren bei der IHK eine Kammerprüfung ablegen und so hatte ich schon Mitte des Studiums einen ersten Berufsabschluss. Die Möglichkeit, zwei Abschlüsse zu erlangen, gefällt mir sehr gut und halte ich für bedeutend. Auf diese Weise gibt es keinen Zeitverlust, den Studierende hätten, wenn sie die Abschlüsse nacheinander erlangen würden. Ich konnte die praktischen Themen auch nochmal vertieft anwenden und das Wissen aus der Berufsausbildung mit meinem Hochschulwissen verknüpfen, was mir bei der Festigung und dem langfristigen Lernen sehr geholfen hat. Ich sehe diese Kombination, als echten Mehrwert an und kann sie jedem empfehlen, da den Studierenden auf diese Weise noch ein breiteres Wissen vermittelt wird, welches sie mit einem reinen Studien- oder Ausbildungsabschluss nicht erhalten würden.</p>
<p><strong>Wie war das duale Studium bei der SANICARE Versandapotheke strukturiert?</strong></p>
<p>Becker: Ich habe in jeden Bereich reingeschaut – vom Einkauf, also Warenbeschaffung, über die Logistik und Warenverkauf, was auch Marketing und Vertrieb beinhaltet, bis hin zum Kundenservice. Wir dual Studierenden haben in jedem Bereich mehrere Monate gearbeitet. Dadurch konnte ich, zusammen mit dem Studium, gut entscheiden, wo meine Schwerpunkte lagen und wo ich in Zukunft arbeiten möchte. Das habe ich als sehr nützlich und gewinnbringend wahrgenommen.&nbsp;</p>
<p><strong>Wie bewerten Sie das duale Studium im Nachhinein? Was waren die größten Herausforderungen und Vorteile des dualen Studiums?</strong></p>
<p>Becker: Ein klarer Vorteil des dualen Studiums ist, dass die Studierenden direkt lernen, wie die Arbeitswelt funktioniert. Dazu gehören auch Kleinigkeiten, z. B. wie man sich in Teams integriert oder das typische nine-to-five-Arbeiten von montags bis freitags. In einem klassischen Vollzeitstudium gibt es da, beispielweise bei der Teilnahme an Veranstaltungen, größere Freiheiten. Das ist in der Arbeitswelt anders und kann nachher zu Problemen führen. Da sind dual Studierende bereits gut drauf vorbereitet und können eine Menge Erfahrungen sammeln. Darüber hinaus sehe ich die finanzielle Basis, die Studierende erhalten und den Theorie-Praxis-Transfer als Vorteile des dualen Studiums an. Ein Vorteil, der oft vergessen wird, sind die Kontakte, die man als Studierende*r währenddessen knüpft und die einem im Berufsleben oft weiterhelfen. Außerdem können dual Studierende während der Studienzeit schneller herausfinden, in welchem Bereich sie in Zukunft arbeiten möchten und wie sie sich beruflich weiterentwickeln wollen.</p>
<p>Den Wechsel aus Theorie- und Praxisblöcken habe ich nicht als Belastung empfunden. Im Gegenteil: Alle drei Monate zwischen Theorie und Praxis zu wechseln, war für mich viel spannender und gewinnbringender als andere Zeitmodelle, da ich mich bei diesem Modell immer auf eine Sache konzentrieren konnte. Während der Studienphasen konnte ich das Studierendenleben genießen und während der Praxisphasen richtig im Betrieb ankommen.</p>
<p><strong>Einmal zum Theorie-Praxis-Transfer: Wie wurden die Praxistransferprojekte (PTPs) damals von Ihrem Arbeitgeber wahrgenommen? Und wie würden Sie solche Projekte aus Ihrer heutigen Perspektive beurteilen?</strong></p>
<p>Becker: Die PTPs bieten für die Studierenden einen großen Mehrwert, vorausgesetzt sie fertigen diese gewissenhaft an, da sie bestehende Prozesse in der Abteilung theoretisch hinterlegen müssen. Gerade dieses Verschriftlichen halte ich für sehr sinnvoll, weil die Vernetzung von Theorie und Praxis auf diesem Weg intensiver ist. Zu meiner Studienzeit bestand kein Austausch zwischen den Studierenden und den Führungspersonen zu den PTPs. Diese waren damals aber auch noch ein recht junges Instrument der Verzahnung. Da meine Studienzeit auch schon länger her ist, kann sich das bis heute gewandelt haben.</p>
<p><strong>Nach Ihrem Bachelor wurden Sie 2010 als Marketing-Managerin bei SANICARE übernommen. Wie hat sich dies entwickelt? </strong></p>
<p>Becker: Ich habe bereits während des Studiums schwerpunktmäßig Marketing gewählt. Das war immer das, was ich machen wollte. Ich habe auch während der Praxisphasen festgestellt, dass das vom Team und von der Arbeitsweise, die eher projektbezogen war und ich nicht jeden Tag das Gleiche zu tun hatte, gut passt. Passend zu meinem Abschluss wurde eine Stelle im Marketing frei, sodass ich dann die Chance hatte, als Marketing-Managerin anzufangen. Ich habe zu der Zeit aber ein bisschen damit gehadert, ob ich nicht direkt ein Aufbaustudium anschließen soll. Wenn es den dualen Master <a href="/studium/studienangebot/master/fuehrung-und-organisation-ma-dual-standort-lingen-ems/">Führung und Organisation</a> mit den Richtungen Marketing und Unternehmenskommunikation damals schon gegeben hätte, hätte ich das wahrscheinlich auch direkt gemacht. Ich habe dann erstmal ein Jahr bei SANICARE gearbeitet, aber wusste, dass ich noch einen Master machen möchte. Zwei Jahre später erlangte ich dann einen Doppelabschluss mit dem Master of Science und dem Master of Arts mit dem Schwerpunkt Marketing und Change-Management an der Hochschule Osnabrück und der Edinburgh Napier University in Schottland.</p>
<p>An meinem ersten Tag bei SANICARE nach meinem Masterabschluss ist die damalige Marketingleiterin auf mich zugekommen und hat mich gefragt, ob ich mir vorstellen könnte, ihren Job zu übernehmen, da sie schwanger war. Dass ich Marketingleiterin geworden bin, war also eher eine glückliche Fügung, aber ich war zu dem Zeitpunkt durch das duale Studium auch schon viele Jahre im Unternehmen.</p>
<p><strong>Sie haben sich 2015 mit admenti selbstständig gemacht. Was war Ihr Antrieb dahinter? Was hat sich für Sie geändert?</strong></p>
<p>Becker: SANICARE wurde damals umstrukturiert, als ein neues Management anfing. Dieses Management wollte die ganzen Dienstleistungen, wie z. B. das Marketing, von Externen beziehen, was für mich schlecht war, weil das bedeutet hätte, dass mein Job wegfallen würde. Dann wurde von SANICARE vorgeschlagen, dass ich mich selbständig mache und SANICARE als Kunde betreuen würde. Daraufhin habe ich mir das überlegt und mich dafür entschieden. Die anderen Mitarbeitenden aus dem Marketingbereich habe ich zum größten Teil übernommen. Heute sind wir weiterhin für die damaligen Versandapotheken als Marketing- und IT-Dienstleister aber auch für kleinere unterschiedliche Kunden tätig.</p>
<p><strong>Inwieweit hat Ihnen Ihr Studium dabei geholfen, sich selbstständig zu machen?</strong></p>
<p>Becker: Das duale Studium hat mir dahingehend geholfen, dass ich währenddessen im Personal- und Abrechnungsbereich, in rechtliche Themen und in all das reinschauen konnte, was ich in der Geschäftsführung brauche. Dieses Wissen kann ich heute noch nutzen. Ein gewisses Maß an Disziplin und Zeitmanagement ist bei einem dualen Studium schon erforderlich, weil man mit der Hochschule und dem Kooperationsunternehmen zwei Instanzen glücklich machen muss. Das hat mir bei der Selbständigkeit ein bisschen die Angst genommen, da ich mich durch das duale Studium gut vorbereitet gefühlt habe.</p>
<p><strong>Seit 2019 sind Sie auch im Aufsichtsrat der Pharm-net AG. Wie kam es dazu und was ist das Spannende an der Arbeit im Aufsichtsrat?</strong></p>
<p>Becker: Dazu kam es, weil die Pharm-Net AG ebenfalls im Netzwerk meiner Agentur tätig aktiv ist, sodass die Verbindung bestand und ich immer mal wieder dort inhaltlich hineinschauen konnte, weil ich das Marketing für die AG bereits als Dienstleister gemacht habe. Zudem fand ich die Arbeit in Aufsichtsräten schon immer sehr spannend, weil Mitglieder, ohne dass sie komplett im Unternehmen integriert sind, ins Unternehmen und dessen Zahlen hineinschauen können. Sie können quasi mit einer Vogelperspektive auf die Performance des Unternehmens gucken und dennoch handeln und wirken. Dass dann ein Platz im Aufsichtsrat frei wurde, hatte ich Glück gefragt zu werden, den Posten zu besetzen. Ich habe mich dann entschlossen, die Chance wahrzunehmen, da ich diese Arbeit gut mit meiner Selbständigkeit verbinden kann.</p>
<p><strong>Wenn Sie Richtung Zukunft schauen, wie sehen da Ihre nächsten Schritte aus?</strong></p>
<p>Becker: Ich kann mir vorstellen, zu promovieren. Ich habe damals erstmal gesagt, ich möchte die Agentur in eine bestimmte Richtung bringen. Danach wollte ich mich erst familiär orientieren und habe ein Kind bekommen. Jetzt habe ich aber wieder Lust, mich inhaltlich in bestimmte Themen einzudenken und eine externe Promotionsstelle zu suchen. Auf die Arbeit nebenbei zu verzichten, kann ich mir aber auch hier unter keinen Umständen vorstellen. Den Doktortitel möchte ich gerne haben, weil ich mir vorstellen kann, später nur noch Teilzeit in der Agentur zu arbeiten und dafür dann in der Hochschule zu lehren – von Marketing bis Management oder auch Personalthemen.</p>
<p><strong>Abschließend: Welche Tipps möchten Sie aktuell Studierenden für ihr duales Studium und für ihr Berufsleben mitgeben?</strong></p>
<p>Becker: Ich würde ihnen gerne mitgeben, das Studierendendasein und das Studierendenleben nicht zu vergessen. Außerdem würde ich den Tipp geben, dass das A&amp;O, um das Studium zu meistern, nicht inhaltlich zu suchen ist, sondern in der Arbeitsorganisation und im Zeitmanagement. Die Studierenden müssen im Kopf geordnet sein. Sie wechseln alle drei Monate die Umgebung mit verschiedenen Menschen im Umfeld, den Lebensstil und ggf. sogar den Wohnort. Diese drei Monate sollten sie zu 100 Prozent da sein – abwechselnd 100 Prozent Studierende*r und 100 Prozent im Unternehmen. Ich würde auch immer raten, am Standort, wo man studiert, zu wohnen. Das Wechselwohnen, was ich damals auch in Anspruch genommen habe, kann ich auf jeden Fall empfehlen.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Mon, 31 Jan 2022 10:04:00 +0100</pubDate>
                        <title>Unsere Workshops für Partnerunternehmen: Einführung in die Theorie-Praxis-Verzahnung</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2022/01/unsere-workshops-fuer-partnerunternehmen-einfuehrung-in-die-theorie-praxis-verzahnung-1/</link>
                        <description>Das duale Studium gewinnt als Rekrutierungsinstrument zunehmend an Beliebtheit. Dies bedeutet für Unternehmen aber auch Neuland: Was bedeutet es, dual Studierende aufzunehmen und zu betreuen? Welche Aufgaben habe ich dabei als Ausbilder*in und wie leiste ich bestmögliche Unterstützung? Antworten auf diese und ähnliche Fragen finden Sie in unseren Workshops für Partnerunternehmen.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Regelmäßig bietet unser Institut für Duale Studiengänge (IDS) Workshops für Unternehmensvertreter*innen in unseren Partnerunternehmen an. Die Workshops richten sich dabei an Ausbilder*innen aller Fachabteilungen, die das duale Studium erstmalig anbieten sowie auch an diejenigen, die schon länger mit uns kooperieren und bisher noch nicht teilnehmen konnten oder aufgrund eines Zuständigkeitswechsels mehr Verantwortung in der Betreuung übernommen haben. So auch Dennis Herzog von der GRIMME-Group, der am letzten Workshop teilnahm: „Seit Kurzem bin ich Ausbildungsverantwortlicher für unseren IT-Bereich. An den bisherigen Workshops haben lediglich Mitarbeiter*innen aus unserem Personalwesen teilgenommen. Meiner Meinung nach sollten sich auf jeden Fall auch die Betreuer*innen aus den dazugehörigen Fachabteilungen intensiv mit dem Thema beschäftigen.“</p>
<p>Ziel der Workshops ist es, das Konzept des IDS zur Theorie-Praxis-Verzahnung als Kernelement des dualen Studiums vorzustellen. Da diese Theorie-Praxis-Relation am IDS vor allem durch die sogenannten Praxistransferprojekte (PTPs) generiert wird, stellen sie das zentrale Thema der Workshops dar. Bei den PTPs handelt es sich um wissenschaftliche Ausarbeitungen, die dazu dienen, jedes Modul im Studium mit Praxis zu verzahnen. Folglich muss jede*r dual Studierende*r im Laufe seines*ihres Studiums mindestens 30 PTPs anfertigen, da die ersten fünf Semester des dualen Bachelorstudiums je sechs Module umfassen. Damit werden die dual Studierenden zielgerichtet auf ihre Abschlussarbeit vorbereitet, die im sechsten Semester folgt. Eine wesentliche Aufgabe der PTPs liegt darin, das eigene Arbeitsumfeld in Hinblick auf Veränderungsbedürftigkeit und -fähigkeit zu analysieren und so ein geeignetes Thema für die wissenschaftliche Ausarbeitung zu entwickeln. Dieses wird im zweiten Schritt unter Heranziehung fallspezifischer sowie angemessener Theorien und Methoden bearbeitet, sodass am Ende Handlungsempfehlungen bzw. Lösungsansätzen für die Wissenschaft und die betriebliche Praxis abgeleitet werden können. Folglich spielt nicht nur der Lernort Hochschule bei der Anfertigung der PTPs eine zentrale Rolle. „Unser Ziel liegt darin, die Unternehmen aktiv einzubinden, um so eine möglichst hohe Kompetenzentwicklung der dual Studierenden erzeugen zu können. Mithilfe der Workshops erschaffen wir eine Plattform für gegenseitigen Austausch. Die Unternehmensvertreter*innen können mit Fragen und Problemen an uns herantreten und wir können ihnen das Konzept und die Ziele hinter den PTPs näherbringen“, erläutert Katrin Dinkelborg, Workshopmoderatorin und Leiterin der Studierenden- und Unternehmensbetreuung am IDS, die Idee hinter den Workshops.</p>
<p>„Im ersten Workshop erhalten die Teilnehmenden zunächst eine Einführung in die Ziele der Verzahnung und die Prüfungsanforderungen an ein PTP. In einem Folgeworkshop wird das Instrument der PTPs vertieft und ein besonderes Augenmerk auf die Bewertungskriterien gelegt. Die Frage: ‚Wie kann ich als Ausbilder*in sinnstiftende Unterstützung leisten – was ist zu viel, was ist zu wenig?‘ zieht sich dabei als roter Faden durch die Workshopsitzungen“, erklärt Dinkelborg. Katharina Wellmann von der LSO Steuerberatungsgesellschaft zieht als ehemalige Teilnehmerin des Workshops folgendes Resümee: „Ich konnte mir unter PTP-Arbeiten bisher wenig vorstellen und wusste insbesondere nicht, wie ich dabei unterstützen kann. Jetzt weiß ich, mit welchen Hilfestellungen sowie auch Forderungen ich an unseren dualen Studenten herantreten kann und wie wichtig es ist, Interesse zu zeigen und als Ansprechpartnerin zur Verfügung zu stehen. Gleichzeitig habe ich erkannt, dass die PTP-Arbeiten sehr wertvoll für das Unternehmen sein können, da man neue Sichtweisen erhält und damit Aspekte verbessern kann. Aus diesem Grund empfehle ich den Workshop weiter.“</p>
<p>„Neu ist zudem, dass wir die Workshops seit Kurzem auch online durchführen. Die digitale Variante wurde coronabedingt ins Leben gerufen, soll aber auch in Zukunft Bestand haben, weil wir sehr viel positives Feedback erhalten haben. So verhindern wir, dass weite Anfahrtswege ein Hindernis darstellen, am Workshop teilzunehmen“, ergänzt Dinkelborg. Folglich wird es zukünftig pro PTP-Workshop sowohl die Möglichkeit der digitalen- als auch der Präsenzteilnahme geben. Die Entscheidung, an welcher Workshopsitzung Sie teilnehmen möchte, obliegt dabei Ihnen selbst. Die nächsten Workshoptermine finden Sie auf unserer Informationsseite <a href="/partner-dual/">Partner dual</a>. Unternehmen, die eine individuelle Inhouse-Weiterbildung favorisieren, können diese ebenfalls gerne bei uns anfragen. Wenden Sie sich einfach per Mail an <a href="mailto:unternehmensbetreuung-ids@hs-osnabrueck.de" class="mail">unternehmensbetreuung-ids@hs-osnabrueck.de</a>.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Mon, 24 Jan 2022 13:59:00 +0100</pubDate>
                        <title>Unternehmensgründung in jungen Jahren? – Na klar!  Zwei (ehemalige) dual Studierende berichten von der Gründung ihres Start-ups.</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2022/01/unternehmensgruendung-in-jungen-jahren-na-klar-zwei-ehemalige-dual-studierende-berichten-von-der-gruendung-ihres-start-ups/</link>
                        <description>Raus aus der Festanstellung, rein in die Ungewissheit! Bei einigen löst der Gedanke sicherlich ein mulmiges Gefühl aus – Stephan Feldker und Jonas Lünswilken hielt dies aber nicht auf. Beide gaben ihre unbefristeten Stellen auf und gründeten inmitten der Corona-Pandemie gemeinsam mit Wilke Pohlmann das EXIST Start-up moduco. Im Interview blicken die beiden auf die Gründungsphase zurück.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Feldker studierte von 2007 bis 2010 dual <a href="/wirtschaftsingenieurwesen-beng-dual-standort-lingen-ems/">Wirtschaftsingenieurwesen</a> am Campus Lingen. Nach Abschluss seines Bachelorstudiums war er wissenschaftlicher Mitarbeiter bei uns am Institut für Duale Studiengänge (IDS) und beschäftigte sich zum Beispiel mit der intelligenten Sensorik in der Produktion. Parallel dazu erlangte er den Master of Science. Im Anschluss war Feldker in zwei Ingenieursbüros tätig. &nbsp;</p>
<p>Auch Lünswilken absolvierte sein Bachelor of Engineering bei uns am Campus Lingen. Von 2014 bis 2017 studierte er dual den Studiengang Engineering technischer Systeme (EtS) mit der Vertiefung <a href="/studium/studienangebot/bachelor/ets-elektrotechnik-beng-dual-standort-lingen-ems/">Elektrotechnik</a>. Derzeit ist Lünswilken wieder dualer Student der Hochschule. Seit 2021 ist er im dualen Masterprogramm <a href="/studium/studienangebot/master/technologieanalyse-engineering-und-management-meng-dual-standort-lingen-ems/">Technologieanalyse, -engineering und -management (TAEM)</a> mit der Studienrichtung Wirtschaftsingenieurwesen eingeschrieben und kombiniert die Start-up Gründung mit dem Studium.</p>
<p>Neben ihren Erfahrungen mit dem dualen Studium haben die beiden gemein, dass sie bei uns als wissenschaftliche Mitarbeiter tätig waren und vor der Unternehmensgründung Berufserfahrungen im Sondermaschinenbau, speziell im Bereich Automatisierungstechnik, gesammelt haben. Der ähnliche Hintergrund führte dazu, dass beide gleiche Erfahrungen im Berufsalltag machten und den Drang entwickelten, industrielle Automation neu zu denken. Im Frühjahr bewarb sich das Gründerteam erfolgreich beim Förderprogramm EXIST des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie. Das Programm ist spezialisiert auf technologieorientierte und wissenschaftsbasierte Existenzgründungen und fördert Studierende, Alumni und Wissenschaftler*innen mit einem Jahresstipendium. Trotz Corona-Krise wagten sie den Schritt und gründeten das Start-up <em>moduco</em>. &nbsp;</p>
<p><strong>Warum kam der Wunsch bei Ihnen auf, sich selbstständig zu machen? Wie ist die Idee für das Start-up entstanden? </strong></p>
<p>Feldker: Ich glaube die Idee hatte ich schon sehr lange im Hinterkopf. In den letzten Jahren hat sie zunehmend Gestalt angenommen. Letztes Jahr im Juni habe ich dann den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt und anschließend Jonas und Wilke Pohlmann mit ins Boot geholt.</p>
<p>Lünswilken: Als Stephan mir seine Idee erzählt hat, war ich direkt begeistert. Er wollte Probleme angehen, die auch ich im Arbeitsalltag wahrgenommen habe. Ich habe ebenso wie Stephan das große Potenzial gesehen.</p>
<p><strong>Welche Ziele verfolgen Sie mit Ihrem Geschäftskonzept? Was ist Ihrer Meinung nach das Besondere an Moduco? </strong></p>
<p>Lünswilken: Der Name moduco steht für <em>modular company</em>. Wie der Name schon sagt, geht es darum, Produktionsanlagen zu modularisieren. Wir legen einen wesentlichen Fokus auf Flexibilität und Wandelbarkeit, sodass Unternehmen Produktionsanlagen nach eigenen Bedürfnissen immer wieder neu zusammenstellen und konfigurieren können.</p>
<p>Feldker: Die Rahmenbedingungen in produzierenden Unternehmen in Deutschland sind zunehmend dynamischer geworden. Wir wollen mit unserem Systembaukasten einen Beitrag dazu leisten, dass Unternehmen aktuellen und zukünftigen Herausforderungen gewachsen sind und auch in Zukunft weiter in Deutschland produzieren.</p>
<p><strong>Moduco wurde inmitten der Corona Krise gegründet, hatten Sie Angst vor dem Risiko, was Sie damit eingegangen sind? </strong></p>
<p>Feldker: (lacht) Ehrlich gesagt hatte ich keine Angst davor. Das mag Naivität sein oder der unumstößliche Glaube, dass die Idee funktionieren wird. Wir waren und sind einfach fest davon überzeugt, dass es einen Bedarf und einen Markt für unsere Idee gibt.</p>
<p>Lünswilken: Wir stehen so hinter der Idee, dass wir die Gründung von moduco auch ohne Förderung gewagt hätten. Wahrscheinlich wäre dann jetzt alles etwas langsamer vorangeschritten und manches anders gelaufen, aber das hätte uns nicht davon abgehalten, diesen Schritt zu gehen.</p>
<p><strong>Inwiefern hat Sie das duale Studium auf die Unternehmensgründung vorbereitet?&nbsp; </strong></p>
<p>Feldker: Das duale Studium hat mich extrem gut vorbereitet. Ich habe Wirtschaftsingenieurwesen studiert, einen Studiengang, der sich durch eine hohe Interdisziplinarität auszeichnet. Bei einer Unternehmensgründung sind viele verschiedene Themen präsent. Unser Produkt ist vom Prinzip etwas Mechatronisches. Zum einen spielen also die Mechanik, die Elektrotechnik und das Programmieren eine Rolle. Zum anderen ist eine Unternehmensgründung mit vielen betriebswirtschaftlichen Aufgaben verbunden, wie Controlling, Vertrieb, Marketing usw. Durch meinen dualen Bachelorstudiengang bin ich total gut auf all diese Dinge vorbereitet. Es ist unfassbar, wie viele Themen aus meinem Studium derzeit wieder aufpoppen. Das sind Dinge, von denen ich früher dachte, dass ich die nie wieder brauche. Jetzt bin ich total happy, dass ich den ganzen Background habe.</p>
<p>Lünswilken: Mein duales Bachelorstudium war sehr breitgefächert aufgestellt. Ich hatte in meinem Studiengang EtS immer die Möglichkeit, auch Module aus dem Fachbereich Maschinenbau, Informatik oder Verfahrenstechnik zu belegen. Das hilft mir jetzt enorm, wenn ich mich mit Mitarbeitenden aus den verschiedenen Disziplinen austausche. Ich bringe ein Grundverständnis zu den notwendigen Themen mit und weiß, wovon die Leute reden. Dieser fächerübergreifende Austausch im Studium hat mich sehr gut darauf vorbereitet, Schnittstellen zu erkennen und diese bei meinen Entwicklungsarbeiten, in meiner Fachdisziplin Elektrotechnik, zu berücksichtigen.</p>
<p><strong>Welche Expertise bringen Sie aufgrund ihrer Studienlaufbahnen in das Unternehmen ein?</strong></p>
<p>Lünswilken: Ich glaube, wir haben sehr gut gelernt, kundenorientiert zu arbeiten. Es ist enorm wichtig, auf seine Kund*innen zugehen zu können und deren Intentionen und Bedürfnisse zu erkennen. Duale zu studieren bedeutet, die Hälfte der Zeit in einem Unternehmen zu sein. Dadurch konnten wir uns wertvolle Soft Skills aneignen, die uns jetzt sehr helfen, wie z.B. Gespräche führen. Zudem hat man im dualen Studium immer den direkten Vergleich, wie es in der Theorie aussehen sollte und wie es in der Praxis umgesetzt wird. Wir haben einen Blick dafür entwickelt, Verbesserungspotenziale zu erkennen und gelernt, diese systematisch anzugehen. Andersrum erkennen wir durch die Praxiserfahrungen natürlich auch Lücken in der Theorie.</p>
<p>Feldker: Kurz gesagt: inhaltliches Wissen und methodische Kompetenzen. Durch den Praxisbezug im dualen Studium hat durchgängig ein Wissenstransfer stattgefunden und in den Praxisphasen konnten wir viele praktische Erfahrungen sammeln. Dual Studierende werden quasi in einem Unternehmen groß und das macht meiner Meinung nach super viel aus, weil wir dadurch die Abläufe in einem Unternehmen kennengelernt haben.</p>
<p><strong>Was waren die größten Schwierigkeiten und Hürden, die Sie auf Ihrem Gründungsweg überwinden mussten und wie haben Sie die Herausforderungen gemeistert? </strong></p>
<p>Lünswilken: Ich sage es mal so, jeder junge Mensch, der sich dazu entscheidet, ein eigenes Unternehmen zu gründen, steht vor vielen Aufgaben und Entscheidungen, die er zum ersten Mal in seinem Leben macht und trifft. Natürlich ist das eine Herausforderung. Auch wir mussten uns zunächst orientieren, was überhaupt alles mit einer Gründung verbunden ist und was da auf uns zukommt: von Gesellschafterverträgen, über Notarterminen bis hin zur Gewerbeanmeldung etc. Das war alles neu für uns.</p>
<p>Feldker: Rückblickend können wir sagen, dass das alles handhabbar ist. Man kann nicht alles wissen und muss das auch gar nicht. Wir sind immer offen mit den Herausforderungen umgegangen und haben uns extern Unterstützung geholt, wenn wir sie brauchten. Es ist wichtig, seine eigenen Kompetenzen realistisch einzuschätzen und sich nicht davor zu scheuen, andere um Hilfe zu bitten. Wir haben sehr davon profitiert, uns mit unserem Netzwerk auszutauschen: sei es mit Leuten aus dem eigenen Freundeskreis, mit potenziellen Kund*innen bzw. Pilotanwender*innen, mit Zulieferern, mit diversen Coaches und nicht zuletzt auch mit unseren ehemaligen Lehrenden und Kolleg*innen vom IDS. Ich würde deswegen wirklich jedem ans Herz legen, sich bereits im Studium ein Netzwerk aufzubauen und dieses kontinuierlich zu pflegen.</p>
<p><strong>Welche Eigenschaften und Kompetenzen sind Ihrer Meinung nach besonders wichtig, um sich als selbständiger Unternehmer behaupten zu können? </strong></p>
<p>Feldker: Ohne intrinsische Motivation hat man keine Chance. Meiner Meinung nach ist es immens wichtig, von der eigenen Idee überzeugt zu sein und nicht direkt aufzugeben, wenn etwas nicht sofort funktioniert. Somit ist Durchhaltevermögen gefragt. Außerdem ist systematisches Vorgehen super wichtig. Vor allem zu Beginn fallen sehr viele Aufgaben an, die ohne einen Plan nicht adäquat bearbeitet werden können. Gleichzeitig muss man aber auch in der Lage sein, blitzschnell zwischen verschiedenen Aufgaben umzuschalten.</p>
<p>Lünswilken: Das stimmt. Zudem ist es enorm wichtig zu lernen, mit Fehlern umzugehen bzw. nicht zu starr an seinen ersten Überlegungen festzuhalten. Man sollte offen für neue Erkenntnisse sein, sein eigenes Vorgehen auch mal kritisch hinterfragen und frühzeitig gegenlenken, wenn etwas nicht wie geplant funktioniert.</p>
<p><strong>Welchen Tipp würden Sie Studierenden mit auf den Weg geben, die ebenfalls mit dem Gedanken spielen, sich selbstständig zu machen? </strong></p>
<p>Feldker: Am Anfang würde ich jedem empfehlen, mit vielen Leuten darüber zu sprechen. Zu Beginn ist die Gründungsidee häufig noch ein zartes Pflänzchen. Durch den Austausch mit anderen kann die Idee wachsen. Wir empfehlen, Angebote für Gründer*innen in Anspruch zu nehmen. Die Stadt Lingen und der Landkreis Emsland haben z.B. tolle Angebote für Gründungen in der Region. Zudem lohnt es sich, auch mit der Gründungsberatung der Hochschule Osnabrück darüber zu sprechen.</p>
<p>Lünswilken: Ich kann auch dazu ermutigen, Kontakt mit Lehrenden aufzunehmen, die Expertise in dem Bereich haben. Die blicken nochmal aus einer anderen Perspektive auf die Idee und können auf wichtige Aspekte hinweisen, die man bislang vielleicht noch nicht hinreichend bedacht hat. Als junge*r Gründer*in besteht die Gefahr, Probleme zu übersehen, die sich leicht vermeiden lassen. Deswegen ist der Austausch mit vielen verschiedenen Leuten, die einen unterschiedlichen Hintergrund haben, sehr hilfreich und gibt einem viele wertvolle Denkanstöße mit auf dem Weg. Wir haben zum Beispiel auch mit anderen Gründer*innen gesprochen. Auch wir sind immer offen für einen Austausch. Wenn jemand Ideen und Fragen zur Gründung hat, kann die Person gerne direkt auf uns zukommen.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Wed, 12 Jan 2022 15:10:00 +0100</pubDate>
                        <title>Was du für ein duales Studium mitbringen solltest</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2022/01/was-du-fuer-ein-duales-studium-mitbringen-solltest/</link>
                        <description>Keine Frage, eine Ausbildung oder ein reines Studium zu absolvieren, kann herausfordernd sein. Ein duales Studium ist es bestimmt. Dafür werden die Studierenden aber auch mit sehr viel Praxiserfahrung und einer optimalen Vorbereitung auf das spätere Berufsleben belohnt. Klingt spannend, oder? </description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Dann stellt sich zunächst die Frage, welche Voraussetzungen du für ein duales Studium erfüllen solltest. Nachfolgend möchten wir dir verschiedene persönliche und formale Voraussetzungen für ein duales Studium (bei uns am Institut für Duale Studiengänge - kurz IDS) vorstellen.</p>
<p><strong>Die persönlichen Voraussetzungen für ein duales Studium</strong></p>
<p>Persönliche Qualifikationen und Voraussetzungen spielen eine wichtige Rolle bei der Entscheidung für ein duales Studium. Um die Kombination aus Studium und Arbeit zu meistern, sollten Studieninteressierte einen willensstarken, disziplinierten und fleißigen Charakter besitzen. Fähigkeiten, die darüber hinaus sinnvoll sind, sind Selbstständigkeit und Belastbarkeit, um allen Herausforderungen des dualen Studiums gewachsen zu sein. Teilweise ist auch Mobilität wichtig, da nicht alle Kooperationsunternehmen zwangsläufig in der Nähe des Theoriepartners ansässig sind. Darüber hinaus sollten sich Studieninteressierte durch Freude an Kommunikation und Spaß an praktischer Arbeit auszeichnen. Durch die Verknüpfung von Theorie und Praxis können Studierende bei einem dualen Studium besonders viele Praxiserfahrungen sammeln und sich in verschiedene Bereiche einarbeiten. Unsere Kooperationspartner nennen übrigens am häufigsten Kommunikationsfähigkeit, proaktive Arbeitsweise und Organisationstalent als wichtige Fähigkeiten in ihren Ausschreibungen.</p>
<p>Natürlich sollten sich Studieninteressierte auch ihrer eigenen, individuellen Stärken bewusst sein und wissen, in welche Richtung es gehen soll. Nicht jede Person hat beispielsweise Interesse an einem betriebswirtschaftlichen Studiengang. Gut, dass Anbieter dualer Studiengänge meist verschiedene Studienrichtungen durchführen. Wir bieten beispielsweise <a href="/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/studiengaenge/">Studiengänge aus den Bereichen Betriebswirtschaft, Informatik, Technik und Pflege</a> an. Da ist sicherlich etwas Passendes dabei.</p>
<p><strong>Die formalen Voraussetzungen am IDS</strong></p>
<p>Neben den persönlichen Qualifikationen gibt es auch formale Voraussetzungen für ein duales Studium. Diese sind bei Anbietern dualer Studiengänge meist ähnlich. Für die Immatrikulation wird eine Hochschulzugangsberechtigung benötigt. Diese liegt beim IDS beispielsweise vor, wenn die Studieninteressierten die allgemeine Hochschulreife, die fachgebundene Hochschulreife, die Fachhochschulreife oder eine berufliche Vorbildung nach § 18, Absatz 4 des Niedersächsischen Hochschulgesetzes besitzen. Bevor die Immatrikulation beantragt werden kann, muss ein Studienvertrag mit einem anerkannten Ausbildungs-/Praxisbetrieb vorliegen. Der Vertrag fixiert unter anderem die Pflichten der drei Vertragsparteien – Student*in, Unternehmen und Hochschule. Das IDS arbeitet mit über 500 Partnerunternehmen zusammen, eine Kooperation ist aber auch mit neuen Unternehmen möglich. Eine Liste der Partner und Informationsmaterial kann per <a href="/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/auf-dem-laufenden-bleiben-weiterfuehrende-informationen-fuer-studieninteressierte/">Formular </a>angefordert werden. Konkret können die Zugangs- und Zulassungsvoraussetzungen auch auf der Webseite des IDS nachgelesen werden unter <a href="https://www.hs-osnabrueck.de/wir/organisation/amtsblatt/ordnungen/management-kultur-und-technik/" target="_blank">https://www.hs-osnabrueck.de/wir/organisation/amtsblatt/ordnungen/management-kultur-und-technik/</a></p>
<p>Neben den ausbildungs- und praxisintegrierenden Bachelorstudiengängen im Blockmodell, bei denen die obigen Voraussetzungen gelten, bietet das IDS auch berufsintegrierende Studiengänge an. Diese setzen eine bestehende Berufstätigkeit voraus. Um den berufsintegrierenden Bachelorstudiengang Management betrieblicher Systeme (<a href="/studium/studienangebot/bachelor/management-betrieblicher-systeme-betriebswirtschaft-ba-dual-standort-lingen-ems/">Betriebswirtschaft</a>, <a href="/studium/studienangebot/bachelor/management-betrieblicher-systeme-wirtschaftsingenieurwesen-beng-dual-standort-lingen-ems/">Wirtschaftsingenieurwesen</a>), der als Weiterbildungsstudiengang konzipiert ist, zu beginnen, müssen Interessierte neben der Hochschulzugangsberechtigung über eine anerkannte und fachlich der Studienrichtung entsprechenden Berufsausbildung verfügen. Ferner wird ein Studienkooperationsvertrag zur Ergänzung des bestehenden Arbeitsvertrags bei dem Praxispartnerunternehmen benötigt.</p>
<p>Für eine Zulassung zu einem berufsintegrierenden Masterstudiengang (<a href="/studium/studienangebot/master/fuehrung-und-organisation-ma-dual-standort-lingen-ems/">Führung und Organisation</a>; <a href="/studium/studienangebot/master/technologieanalyse-engineering-und-management-meng-dual-standort-lingen-ems/">Technologieanalyse, -engineering und -management</a>) müssen die Studieninteressierten einen tabellarischen Lebenslauf, ihre beglaubigte Hochschulzugangsberechtigung und die Abschlussurkunde eines Bachelorstudiums vorlegen. Außerdem müssen sie einen Nachweis über ihre Berufserfahrung (auf akademischem Niveau), in der Regel über mindestens ein Jahr, erbringen. Ebenso ist ein Studienkooperationsvertrag mit dem Kooperationsunternehmen notwendig. Sollte der Bachelorabschluss noch ausstehen und keine einschlägige Berufserfahrung vorliegen, gibt es die Möglichkeit der Gasthörerschaft. Im ersten Studienjahr kann so die fehlende Erfahrung nachgeholt werden. Alternativ zur Abschlussurkunde reichen masterinteressierte Bachelorstudierenden dann ihren aktuellen Leistungsnachweis ein. Beratungs- oder weiterer Informationsbedarf? Nutze einfach dieses <a href="/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/auf-dem-laufenden-bleiben-weiterfuehrende-informationen-fuer-studieninteressierte-beratung/">Formular</a>.</p>
<p><strong>Doppelbelastung</strong></p>
<p>Auch wenn ein duales Studium durch die Kombination aus Arbeit und Studium anstrengend klingt, lohnt es sich, denn die dualen Absolvent*innen können auf dem Arbeitsmarkt durch ihre umfangreiche Ausbildung und die entwickelten Kompetenzen punkten. Die “Doppelbelastung” führt hier eben auch in einer “Doppelqualifikation”. Ebenso bereitet das duale Studium die Studierenden optimal auf den späteren Berufsalltag vor. Das können insbesondere unsere Absolvent*innen bestätigen – unsere Alumniinterviews bieten dazu einen tollen Einblick: <a href="https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bmonth%5D=05&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=8483&amp;tx_news_pi1%5Byear%5D=2021&amp;cHash=7808d078c8ca5e0e4a4133f903e24e47" target="_blank">Anna Ladynski (Betriebswirtschaft)</a>, <a href="https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bmonth%5D=07&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=8628&amp;tx_news_pi1%5Byear%5D=2021&amp;cHash=d050d965f9e779344f5f6ef724aba777" target="_blank">Phillip Müter (Engineering technischer Systeme)</a>, <a href="https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bmonth%5D=02&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=8104&amp;tx_news_pi1%5Byear%5D=2021&amp;cHash=e3468f5825f63745e76a1f428eb0f994" target="_blank">Tanja Suilmann (Betriebswirtschaft und Führung und Organisation)</a> oder <a href="https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bmonth%5D=11&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=9040&amp;tx_news_pi1%5Byear%5D=2021&amp;cHash=31ce6818c8efd3bba2149c84f2cefe4b" target="_blank">Tim Gravemann (Management betrieblicher Systeme)</a>.</p>
<p><strong>Interessiert?</strong></p>
<p>Was denkst du? Besitzt du die nötige Willensstärke und Motivation, um ein duales Studium zu beginnen? Dann melde dich gern bei der Studierendenbetreuung (Stube) des IDS! Die Kolleg*innen der Stube stehen dir <a href="tel:059180098739">telefonisch</a> oder per<a href="mailto:betreuung-ids@hs-osnabrueck.de" class="mail"> E-Mail </a>für alle Fragen, wie bspw. zur Suche nach einem Ausbildungsbetrieb, und Tipps zur Bewerbung gerne beratend zur Seite. Außerdem kannst du an unseren <a href="/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/veranstaltungsuebersicht/">Informationsveranstaltungen</a> teilnehmen. Wir freuen uns auf dich!</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Wed, 05 Jan 2022 10:17:19 +0100</pubDate>
                        <title>Dualer Masterabsolvent und Jahrgangsbester 2021 – Alumni Olaf Strasburger berichtet über seine Zeit als dualer Student</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2022/01/dualer-masterabsolvent-und-jahrgangsbester-2021-alumni-olaf-strasburger-berichtet-ueber-seine-zeit-als-dualer-student/</link>
                        <description>Erst die Ausbildung zum Kaufman im Groß- und Außenhandel, dann der Bachelor- in BWL und nun der Masterabschluss in Führung und Organisation. Olaf Strasburger ist 28 Jahre und studierte von 2018 bis 2021 bei uns am Institut für Duale Studiengänge.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Zuvor absolvierte Strasburger an der FH Emden seinen Bachelorabschluss inklusive Auslandsdoppelabschluss, welchen er an der University of Sunshine Coast in Australien absolvierte. Nachdem Strasburger dann einen Hinweis eines ehemaligen Dozenten erhielt, entschied er sich für ein berufsintegrierendes Studium am IDS in Kooperation mit der EWE AG. Im Interview berichtet Strasburger über seine Masterarbeit sowie über die Vorteile und Herausforderungen eines dualen Studiums.</p>
<p><strong>Im Herbst fand Ihre Abschlussfeier statt. Wie haben Sie sich gefühlt, als Ihr Name für den Jahrgangsbesten des Studiengangs<a href="/studium/studienangebot/master/fuehrung-und-organisation-ma-dual-standort-lingen-ems/"> Führung und Organisation</a> gefallen ist? </strong></p>
<p>Strasburger: Ich war überrascht, aber nach dem ersten positiven Schock war ich dann auch stolz auf mich. Außerdem war ich auch sehr dankbar für meine Familie, Freunde und Arbeitskolleg*innen. Ohne deren Support, wäre ich bestimmt nicht so erfolgreich und ausgeglichen gewesen.</p>
<p><strong>Der Titel Ihrer Masterarbeit ist: „Konzeption eines nachhaltigen Performance-Measurement-Systems im Bereich Markt des Energieversorgers EWE AG“. Klingt innovativ und spannend, wie sind Sie auf dieses Thema gekommen?</strong></p>
<p>Strasburger: Viele Unternehmen - und auch wir als Privatpersonen - stehen vor der Herausforderung, unseren ökonomischen Wohlstand mit den ökologischen Interessen und Nöten in Verbindung zu bringen. Selbst im Controlling müssen daher die klassischen finanziellen Steuerungskonzepte überdacht werden. Da die EWE AG als Energieversorger eine große Verantwortung hat, war das Thema zum einen brandaktuell und zum anderen wissenschaftlich hochgradig spannend.</p>
<p><strong>Gab es beim Schreiben Ihrer Masterarbeit eine große Herausforderung?</strong></p>
<p>Strasburger: Durch die Reflexionsorientieren Transferstudien (RTS) in jedem Semester wurden wir bereits gut vorbereitet. Die RTSn finde ich persönlich ein wirklich wirksames Instrument zur Verzahnung von Theorie und Praxis, gerade im Hinblick darauf, die Perspektiven zu wechseln – dies war immer eine gute persönliche Challenge. Nichtdestotrotz gab es auch bei der Masterarbeit ein paar Herausforderungen. Die größte war definitiv die Literaturrecherche. Mein Thema ist relativ frisch, dementsprechend ist die weiterführende Literatur noch sehr überschaubar.</p>
<p><strong>Inwiefern hat Ihr Kooperationsunternehmen Sie bei Ihrer Masterarbeit unterstützt?</strong></p>
<p>Strasburger: Es gab regelmäßige Austauschtermine zu verschiedenen Steps. Da hat EWE auch teilgenommen und mich beraten. Zum Beispiel zu meinem praktischen Inhalt. Aber auch bei den empirischen Erhebungsprozessen hat mich mein Kooperationsunternehmen unterstützt.</p>
<p><strong>Was waren für Sie die größten Herausforderungen des dualen Studiums?</strong></p>
<p>Strasburger: Am Ende des Tages gilt es, Beruf und Studium unter einen Hut zu bekommen. Für mich hieß das, eine 40h-Woche plus Studium. Da lernt man sehr schnell, mit der Situation umzugehen und frühzeitig mit den Themen der RTSen zu beginnen.</p>
<p><strong>Welchen Mehrwert nehmen Sie aus der Zeit des dualen Masterstudiums mit?</strong></p>
<p>Strasburger: Grundsätzlich lernt man seine Organisationsfähigkeit weiter auszubauen. Außerdem gibt es viele Einblicke in unterschiedliche Problemstellungen und Bereiche. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, praktische Themen theoretisch zu beleuchten und zu Problemlösung im Unternehmen beizutragen.</p>
<p><strong>Sie haben nur drei Wörter, um den Studiengang Führung und Organisation zu beschreiben. Welche nehmen Sie?</strong></p>
<p>Strasburger: Reflektierend, ganzheitlich und fordernd.</p>
<p><strong>Beschreiben Sie doch mal kurz und knackig die Vorteile des dualen Studiums.</strong></p>
<p>Strasburger: Ein festes Einkommen, Erweiterung des Horizonts und Schaffung eines Netzwerks.</p>
<p><strong>Würden Sie sich nochmal für ein duales Studium entscheiden?</strong></p>
<p>Strasburger: Absolut!</p>
<p><strong>Zu guter Letzt: Welchen Tipp haben Sie an Studieninteressierte und Studierenden?</strong></p>
<p>Strasburger: Arbeiten Sie nach dem Pareto-Prinzip und fangen Sie frühzeitig mit der Planung Ihres Masterstudiums an. Vertrauen Sie auf Ihre Lösungsgestaltung und bauen Sie auf schlüssige Argumentationsketten. Die Visualisierung von Zusammenhängen hat mit sehr geholfen komplexe Sachverhalte einfach darzustellen und zu verstehen.</p>
<h3><strong>Interessiert?</strong></h3>
<p>Am 14.01. findet um 18 Uhr unsere nächste virtuelle Informationsveranstaltung zu den beiden Masterstudiengängen<a href="/studium/studienangebot/master/fuehrung-und-organisation-ma-dual-standort-lingen-ems/"> Führung und Organisation (F&amp;O)</a> sowie <a href="/studium/studienangebot/master/technologieanalyse-engineering-und-management-meng-dual-standort-lingen-ems/">Technologieanalyse, -engineering und -management (TAEM)</a> statt. Hier geht es zur <a href="/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/anmeldung-online-infoveranstaltung-masterstudium/">Anmeldung</a>.<br> &nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Tue, 14 Dec 2021 16:16:00 +0100</pubDate>
                        <title>Vom Bachelor direkt in den dualen Master – Hannes Cerny berichtet von seinem Studieneinstieg als Gasthörer</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2021/12/vom-bachelor-direkt-in-den-dualen-master-hannes-cerny-berichtet-von-seinem-studieneinstieg-als-gasthoerer/</link>
                        <description>Ohne den Zwischenstopp einer einjährigen Berufstätigkeit nach dem Bachelor direkt in den dualen Master – seit 2021 ist das am Campus Lingen machbar. Das Institut für Duale Studiengänge (IDS) ermöglicht Bachelorabsolvent*innen eine einjährige Gasthörerschaft als überbrückenden Einstieg in den Regelstudiengang. Wie das funktioniert und wie es ist, als Gasthörer*in eingeschrieben zu sein, berichtet uns Hannes Cerny im Interview.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Hannes Cerny ist 21 Jahre alt und studiert seit September im ersten Mastersemester den Studiengang <a href="/studium/studienangebot/master/technologieanalyse-engineering-und-management-meng-dual-standort-lingen-ems/">Technologieanalyse, -engineering und -management (TAEM)</a>. Den dualen Bachelor im Bereich Wirtschaftsingenieurwesen schloss er im Juni zuvor ab. Sein langjähriges Studienkooperationsunternehmen Fahrzeugwerk Bernard Krone GmbH &amp; Co KG begrüßt seinen direkten Weg in den Master. Cerny ist dort als Key Account Manager eingestellt.</p>
<p><strong>Wie sind Sie damals auf das IDS aufmerksam geworden?</strong></p>
<p>Cerny: Ich komme aus der Region und habe mir beim jährlichen Bewerbertag der Hochschule ein Bild über das Studienangebot des IDS und die Unternehmen verschafft. Das Konzept des dualen Bachelors hat mir so gut gefallen, so dass ich mich dann dazu entschieden habe, hier zu studieren.</p>
<p><strong>Haben Sie Ihr Kooperationsunternehmen auch durch unseren Bewerbertag gefunden?</strong></p>
<p>Cerny: Genau! Das war eine große Hilfe. So bin ich als Student zu Krone gekommen und jetzt nach dem Bachelor auf der Position des Key Account Manager tätig. Nun werde ich auch für den dualen Master von meinem Unternehmen unterstützt. Das ist für mich bislang eine wirklich gute Laufbahn. &nbsp;</p>
<p><strong>Und warum gleich der duale Master? </strong></p>
<p>Cerny: Ich wollte mich auf jeden Fall gleich im Anschluss in einem Masterstudiengang als Wirtschaftsingenieur weiterbilden. Und da ich die Vorteile des dualen Systems erfahren durfte, war für mich schnell klar, dass ich auch meinen Master dual absolvieren möchte. Mich reizt der Praxistransfer zwischen Hochschule und Unternehmen. Dadurch habe ich die Möglichkeit, für meinen Arbeitsplatz und das Unternehmen relevante Themen voran zu bringen. Ebenso kann ich mich auf die Übernahme von Verantwortung qualifizieren. Außerdem begeistert es mich, in den direkten Austausch mit meinen Kommiliton*innen zu gehen. Hierdurch bekomme ich Einblicke in andere Unternehmen und Projekte.</p>
<p><strong>Haben Sie die Beratungsangebote des IDS auch zur Vorbereitung zum Masterstudium wahrgenommen? </strong></p>
<p>Cerny: Ich kenne das Büro für Studierendenberatung und Unternehmensbetreuung. Das hat echt nicht jede Hochschule. Hier habe ich die Infoveranstaltungen sowie persönliche Gespräche genutzt, um mich intensiv mit dem Studiengang zu befassen. So kam dann auch die Möglichkeit der einjährigen Gasthörerschaft ins Spiel, denn ich erfülle die Zugangsvoraussetzungen noch nicht komplett. Mir fehlt die einjährige Berufstätigkeit nach dem Bachelorabschluss.</p>
<p><strong>Wie ist die Gasthörerschaft geregelt?</strong></p>
<p>Cerny: Die Gasthörerschaft dient dazu, die einjährige Berufserfahrung auf akademischen Niveau nachzuholen. Sie ermöglicht mir eine Teilnahme an den Lehrveranstaltungen und den Prüfungen. Ich kann studientechnisch alles normal nutzen. Die Studienkooperation mit dem Unternehmen und die Semestergebühren bleiben davon unberührt. Aber – kleiner Vorteil – der Semesterbeitrag für die Hochschule entfällt.</p>
<p><strong>Ist das Bewerbungsverfahren anders?</strong></p>
<p>Cerny: Es läuft alles wie immer über das online Bewerbungsportal der Hochschule und das IDS. Dann gibt es nur den kleinen Unterschied, dass man zunächst als Gasthörer eingeschrieben wird und seine Veranstaltungen pro Semester direkt beim Studierendensekretariat anmeldet.</p>
<p><strong>Was kommt dann nach der Gasthörerschaft?</strong></p>
<p>Cerny: Im dritten Semester kann ich mich dann mittels eines Antrags in das höhere Semester einschreiben – inkl. Anerkennung der geleisteten Credits. Dann bin ich als Student immatrikuliert und studiere einfach weiter.</p>
<p><strong>Wie empfinden Sie es, als Gasthörer eingeschrieben zu sein? Ist es für Sie komplizierter bzw. umständlicher?</strong></p>
<p>Cerny: Dafür, dass dieser Prozess recht neu ist, lief alles ziemlich gut. Kleinere Probleme wurden schnell und einfach behoben. Ich kann mich nicht beklagen und konnte bislang absolut keinen Unterschied zu „normal“ immatrikulierten Kommiliton*innen feststellen. Die Gruppe der Gasthörer*innen in meinem Jahrgang ist einfach nur froh, dass wir so unkompliziert starten konnten.</p>
<p><strong>Mittlerweile haben Sie Ihre erste Modulwoche im Master absolviert. Was ist der wichtigste Aspekt, den Sie aus dieser Woche mitnehmen?</strong></p>
<p>Cerny: Wir haben mit den ersten Pflichtmodulen einen anspruchsvollen und guten Einstieg in den Studiengang TAEM bekommen. Das muss natürlich erst einmal alles sacken. Deutlich wurde, der duale Master ist eine wissenschaftliche Ausbildung, die sich an den praktischen Erfordernissen unseres Arbeitsalltags orientiert – aber genau das gefällt mir.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                    <item>
                        <guid isPermaLink="false">news-9210</guid>
                        <pubDate>Fri, 10 Dec 2021 09:17:28 +0100</pubDate>
                        <title>Vom dualen Studium zur Personalleiterin</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2021/12/vom-dualen-studium-zur-personalleiterin/</link>
                        <description>Vor mehr als zehn Jahren legte Laura Hopp mit einem dualen Bachelorstudium der Betriebswirtschaft bei uns am Campus Lingen den Grundstein für ihre berufliche Laufbahn. Inzwischen leitet sie die Personalabteilung der Bohnenkamp AG, bei der sie 2009 in ihr duales Studium startete. Im Interview teilt sie ihre Erfahrungen.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Sie haben sich 2009 für ein duales Bachelorstudium bei Bohnenkamp entschieden. Wie kam es dazu und wie lief der Bewerbungsprozess damals ab?</strong></p>
<p>Hopp: Ausschlaggebend war die Webseite des IDS, auf der alle freien Studienplätze bei diversen Unternehmen aufgelistet waren (Anm. der Red.: vergleichbar mit der heutigen <a href="/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/auf-dem-laufenden-bleiben-weiterfuehrende-informationen-fuer-studieninteressierte/">Unternehmensliste</a> oder dem „Freie-Stellen-Freitag“ auf <a href="https://www.instagram.com/duales_studium_lingen_hsos/" target="_blank" rel="noreferrer">Instagram</a>). Dort habe ich nach dualen Studienmöglichkeiten im Bereich der Betriebswirtschaft recherchiert und bin auf die Bohnenkamp AG aufmerksam geworden. Vorher hatte ich noch keinen Bezug zu Bohnenkamp, da ich als Schülerin wenig Schnittpunkte zu einem Großhändler für Produkte wie Reifen und Felgen hatte. Nach einer schriftlichen Bewerbung wurde ich zum Vorstellungsgespräch mit dem Vorstand eingeladen. Aus dem Gespräch bin ich mit einem sehr guten Gefühl gegangen, weil der Austausch bei Bohnenkamp viel angenehmer war als bei anderen Unternehmen.</p>
<p><strong>Wie unterscheidet sich das heutige Bewerbungsverfahren von früher?</strong></p>
<p>Hopp: Inzwischen führen Bewerber*innen, die zuvor mit ihrer schriftlichen Bewerbung überzeugen konnten, das Vorstellungsgespräch nicht mehr mit dem Vorstand, sondern mit Mitarbeitenden des Fachbereichs und der Personalabteilung durch. Darüber hinaus werden statt einem zwei Gesprächstermine vereinbart. Der erste wird digital durchgeführt und der zweite persönlich. Damit haben wir einfach gute Erfahrungen gemacht. Damals wie heute verzichten wir auf ein Assessment Center. Bei Bohnenkamp legen wir viel Wert auf die zwischenmenschliche Ebene und genauso halten wir auch den Bewerbungsprozess. Statt auf Hard Skills setzen wir eher auf die charakterlichen Eigenschaften der Bewerber*innen.</p>
<p><strong>Sie haben direkt im Anschluss an Ihr duales Studium als Assistentin des Vorstands gearbeitet. Wie kam es dazu und welche Kenntnisse aus dem Studium haben Ihnen beim Berufseinstieg geholfen?</strong></p>
<p>Hopp:&nbsp;Circa ein halbes Jahr vor Studienabschluss habe ich das Gespräch gesucht und Interesse an einer Übernahme bekundet. In dem Zuge wurde mir die neu geschaffene Stelle als Assistentin des Vorstands angeboten. Dadurch, dass diese vorher nicht existierte, konnte ich mein Aufgabenprofil selbst mitgestalten. Das war einerseits eine Herausforderung für mich, andererseits aber auch ein Vorteil, weil mir ein gewisser Gestaltungsspielraum zur Verfügung stand. Dabei wurden insbesondere die Fähigkeiten, sich selbst zu strukturieren und zu organisieren, gefordert. Zudem waren meine Kenntnisse aus den unterschiedlichen Fachbereichen, die ich während der drei Jahre als dual Studierende sammeln konnte, in meiner Position als Assistentin sehr hilfreich. Ich wusste, worum es geht, wenn Kolleg*innen beispielsweise von Herausforderungen im Supply Chain Management gesprochen haben.</p>
<p><strong>2013 haben Sie einen dualen Master im Studiengang Führung und Organisation mit der Studienrichtung Moderation und Beratung angeschlossen. Was war Ihr Motiv dahinter?</strong></p>
<p class="Default">Hopp: Ich brauchte noch mehr Input und der Wechsel aus Theorie- und Praxisphasen im dualen Studium hat mir im Bachelor einfach super gefallen. In den jeweiligen Phasen konnte ich mich entweder ganz auf das Studium oder die Arbeit im Betrieb fokussieren. Im Endeffekt habe ich den Master auch als spannender empfunden, weil ich meine Praxiserfahrung besser einbringen konnte. Im Vergleich zum Bachelor war der Master noch anwendungsorientierter. Wir haben uns die Themen wirklich in der Tiefe angeschaut und uns inhaltlich aus verschiedenen Perspektiven damit ausein­andergesetzt.</p>
<p><strong>Was ist Ihnen aus dem Masterstudium am IDS besonders in Erinnerung geblieben?</strong></p>
<p class="Default">Hopp: Im Rahmen des Studienschwerpunkts Moderation und Beratung haben wir oft an Gesprächsführung gearbeitet. Mir hat das in Hinblick auf die Interpretation des Verhaltens der Orga­nisationsmitglieder, Empathie und Ver­ständnis für persönliche Situationen und Empfindungen sehr geholfen. Im Beruf be­gegnet man immer wieder Personen mit individuellen Sichtweisen, die es gilt nach­zuvollziehen. Die Kenntnisse aus meinem Masterstudium helfen mir fast täglich bei meiner Tätigkeit als Personalleiterin.</p>
<p><strong>Inzwischen sind Sie Pesonalleiterin - w</strong><strong>ie sieht Ihr jetziger Arbeitsalltag aus?</strong></p>
<p>Hopp: Den typischen Arbeitstag gibt es nicht. Unsere Tätigkeit im Personalwesen ist sehr durch den Kontakt zu den Mitarbeitenden geprägt. Dadurch ist kein Tag wie der andere. Ich versuche natürlich trotzdem zu planen. In den letzten zwei Monaten standen beispielsweise die ersten Vorstellungsgespräche für das neue Ausbildungsjahr und die Planungsgespräche für das kommende Kalenderjahr an. Auch die Jahresgespräche mit den Auszubildenden sind fester Bestandteil des letzten Quartals. Generell ist die Auszubildendenbetreuung ein wichtiger Punkt. Alle drei Monate steht ein Abteilungswechsel an, den wir koordinieren. Kurzum: Bei mir kommen die verschiedensten Themen auf den Tisch, was es aber gerade so spannend macht.</p>
<p><strong>Welche Tipps möchten Sie abschließend Bewerber*innen für das Bewerbungsverfahren im dualen Studium mit auf den Weg geben?</strong></p>
<p>Hopp: Vorbereitung ist alles! Die Bewerber*innen sollten wissen, auf welche Art der Ausbildung sie sich bewerben und was das beinhaltet. Zudem sollten sie sich gut über das Unternehmen informieren. Das heißt nicht, dass man jeden Punkt der Historie kennen muss, sondern das Geschäftsmodell in den Grundzügen verstehen sollte. Wir als Unternehmen bereiten uns ja auch auf die Bewerber*innen vor. Ob die Vorbereitung dann gut oder schlecht war, merken wir im Gespräch schnell anhand der Fragen, die von den Bewerber*innen gestellt werden.</p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Mon, 29 Nov 2021 10:00:00 +0100</pubDate>
                        <title>Ein Blick hinter die Kulissen mit Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Arens-Fischer</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2021/11/ein-blick-hinter-die-kulissen-mit-prof-dr-ing-wolfgang-arens-fischer/</link>
                        <description>In unserem Format „Ein Blick hinter die Kulissen mit…“ stellen wir Ihnen einmal im Monat Lehrende oder Mitarbeitende der Hochschule vor, die Sie im Laufe Ihres Studiums am Campus Lingen am Institut für Duale Studiengänge (IDS) oder vorher beim Informationsprozess kennenlernen können. Dieses Mal im Interview: Studiendekan Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Arens-Fischer. </description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Arens-Fischer studierte Luft- und Raumfahrttechnik an der TU Berlin. Nach einer Promotion im Bereich der kommerziellen Raumfahrt und einer mehrjährigen Tätigkeit in der Raumfahrttechnik verschlug es ihn an die Berufsakademie Emsland. Dort war er jahrelang Geschäftsführer. Seit elf Jahren ist er Studiendekan und Leiter des IDS sowie Professor für Unternehmensführung und Engineering.</p>
<p><strong>Sie sind studierter Ingenieur für Luft- und Raumfahrt und entwickelten ein Patent für Werbung im All - wie ist es dazu gekommen, dass Sie sich heute so intensiv für das duale Studium einsetzen?</strong></p>
<p>Arens-Fischer: Ich bin zufällig zum dualen Studium gekommen und kannte es anfangs gar nicht. Was mich aber von Beginn an und bis heute fasziniert, ist die Verbindung von Wissenschaft und deren kommerzieller Anwendung. Also die Erzeugung neuen Wissens und den Transfer in die Praxis, in die Unternehmen. Das funktioniert nirgendwo so gut wie im dualen Studium.</p>
<p><strong>... und was hat das noch mit der Luft- und Raumfahrttechnik zu tun?</strong><br> Auch wenn ich heute nicht mehr in der Luft- und Raumfahrttechnik aktiv bin, profitiere ich immer noch von meinem Studium. Raumfahrtsysteme sind sehr komplexe technische Systeme, in denen unterschiedlichste technologische Disziplinen zusammenwirken – &nbsp;von Mechanik über Elektrotechnik bis hin zur Informatik und das Ganze muss auch noch wirtschaftlich oder zumindest kostengerecht umgesetzt werden. Dadurch habe ich einen relativ breiten technologischen Background entwickelt, der mir oft hilft, technische Disziplinen zu verstehen. Außerdem habe ich gelernt, mich in die unterschiedlichen technischen Anforderungen einzudenken und diese dann bei Projektumsetzungen zu berücksichtigen.</p>
<p><strong>Was haben Sie zwischen Ihrem Abschluss und der Position und Tätigkeit als Geschäftsführer an der Berufsakademie Emsland gemacht?</strong></p>
<p>Arens-Fischer: Dazwischen war ich in der Raumfahrttechnik aktiv. Genauer gesagt war ich in der Entwicklung von Satellitenmissionen und schwerpunktmäßig in der Entwicklung wissenschaftlicher Satelliten für die Asteroidenbeobachtung beschäftigt. Asteroiden, die man vielleicht aus Filmen wie „Deep impact“ kennt, sind Himmelskörper, die der Erde manchmal sehr nahekommen. Für die sogenannten „near-earth asteroids“ haben wir damals in einem internationalem Konsortium Raumflugmissionen entwickelt. Das hat sehr viel Spaß gemacht.</p>
<p><strong>Welche Aufgaben sind mit Ihrer Position als Studiendekan verbunden?</strong></p>
<p>Arens-Fischer: Studiendekane haben grundsätzlich die Aufgabe, sich um die Entwicklung und Weiterentwicklung des Studienprogramms zu kümmern. Ganz wesentlich ist die Steuerung der Qualitätssicherung im Studium. Insofern ist das auch mein hauptsächliches Aufgabenspektrum.</p>
<p><strong>Neben Ihrer Tätigkeit als Studiendekan sind Sie in vielen Forschungsprojekten und -initiativen zum dualen Studium beschäftigt. Welche Aufgaben bearbeiten Sie hierbei und welche Aspekte liegen Ihnen besonders am Herzen?</strong></p>
<p>Arens-Fischer: Im Bereich der Forschung schlagen mehrere Herzen in meiner Brust. Zunächst habe ich die Professur Unternehmensführung und Engineering inne. Auf der einen Seite habe ich technologische Interessen, was auf meiner praktischen Tätigkeit nach meinem Studium fußt und viel mit Sensortechnik zu tun hat. Aufgrund dessen bin ich auch in entsprechende Forschungsprogramme involviert. Auf der anderen Seite liegt mir im Bereich der Unternehmensführung sicherlich die Personal- und Organisationsentwicklung besonders am Herzen. Insbesondere Letzteres verbinde ich mit der Forschung zum dualen Studium, weil das duale Studium eine Maßnahme ist, um Personal- und Organisationsentwicklung im Unternehmen zu betreiben.</p>
<p><strong>Was gefällt Ihnen an der Tätigkeit als Professor am meisten?</strong></p>
<p>Arens-Fischer: Na ja, eine Professur steht im Prinzip auf drei Säulen: Forschung, Lehre und Transfer. Ich bin ein großer Verfechter davon, dass Lehre nie vollkommen abgekoppelt von Forschung läuft, sondern in die Lehre auch neue Erkenntnisse aus der Forschung einfließen. Das passiert automatisch, weil alle Lehrenden auch in ihrer wissenschaftlichen Community vernetzt sind. Dabei ist es besonders schön, wenn man auch auf eigene Forschungsergebnisse verweisen kann. Zum Bereich Transfer: Es liegt, gerade bei einer Professur an Hochschulen, im Aufgabenbereich, wissenschaftliche Erkenntnisse in Unternehmen und Organisationen zu transferieren. Da bietet das duale Studium fantastische Möglichkeiten. Die Studierenden sind Wissensträger*innen, wenn sie aktuelle Ergebnisse aus Forschung und aus grundständigen Lehrprogrammen in ihre Unternehmen mitnehmen und anwenden. Das ist das Spannende am dualen Studium: Unternehmen erhalten nicht einfach nur dieses Wissen (nach dem Motto, nun seht mal zu, wie ihr damit zurechtkommt), sondern sie bekommen quasi in einem Gesamtpaket das Wissen und hoch qualifizierte Mitarbeitende, die ihr Knowhow auch in der Praxis umsetzen können.</p>
<p><strong>Was mögen Sie an der Arbeit am meisten?</strong></p>
<p>Arens-Fischer: Ich bin ganz glücklich mit der Verteilung, die ich im Augenblick habe. Aufgrund der Tätigkeit als Studiendekan und der Forschung habe ich ein etwas reduziertes Lehrdeputat, aber bin nach wie vor in der Lehre tätig und möchte das auch auf keinen Fall missen. Die Arbeit mit den Studierenden ist mir sehr wichtig. Gerade um zu verstehen, was ankommt und wie die Studierenden das duale Studium wahrnehmen. Mir ist die Forschung aber mindestens genauso wichtig, weil sie einfach Spaß macht. Wissenschaftliche Erkenntnisse zu gewinnen, war immer mein Traum. Erkenntnisse im Schulterschluss mit Unternehmen zu erarbeiten, die sie dann auch anwenden, ist besonders schön. Und durch die Tätigkeit als Studiendekan wird das Ganze hier natürlich auch ein Stück weit Gestaltungsbereich, den man mit den Kolleg*innen weiterentwickeln kann. Gemeinsam generieren wir neue Ideen, überlegen uns, wie wir das Studiengebot attraktiver machen können, und vielleicht entwickeln wir auch neue Studienangebote. All das macht im Gesamtpaket Spaß. Und wenn Sie jetzt fragen, was möchte ich missen: Ehrlich gesagt nichts. Was ich vielleicht gern noch stärker voranbringen würde, wäre eine internationale Ausrichtung des Ganzen.</p>
<p><strong>Was waren Highlights Ihrer bisherigen Zeit am IDS?</strong></p>
<p>Arens-Fischer: Sicherlich, erstmal zu sehen, dass mit dem IDS die dualen Studiengänge von der Berufsakademie in die Hochschule gekommen sind, wie toll sich diese in der Hochschule entfalten und wie wir auch neue Studiengänge dazugewinnen konnten – insbesondere im Masterbereich. Aber genauso schön ist es, dass wir es geschafft haben, hier eine Forschungsstelle zum dualen Studium aufzusetzen, aus dieser Forschung heraus neue Gestaltungsimpulse zu entwickeln, die dann auch bundesweit weiter diskutiert werden.</p>
<p><strong>Aus der kurzfristigen Perspektive: Was war das Highlight der letzten Arbeitswoche?</strong></p>
<p>Arens-Fischer: Ich hatte drei wunderbare Kolloquien mit Studierenden zu ihren Studienabschlussarbeiten, die wirklich ein Traum waren. Das waren Arbeiten auf ganz hohem Niveau, die auch keinen Vergleich scheuen müssen.</p>
<p><strong>Wie würden Sie das IDS beschreiben?</strong></p>
<p>Arens-Fischer: Das IDS hat als Institut den Auftrag, duale Studiengänge zu entwickeln, sie zu beforschen und weiterzuentwickeln und damit auch neue Impulse in die Community rund um das duale Studium zu bringen. Dabei ist das IDS ganz nah am Geschehen, weil es duale Studiengänge jeden Tag in der Durchführung organisiert, begleitet und evaluiert. Und das macht das IDS so spannend.</p>
<p><strong>Kommen wir nun zu ein paar privateren Fragen. Was können Sie nicht, würden Sie aber gern können?</strong></p>
<p>Arens-Fischer: Zugegeben bindet meine Arbeit viel Zeit. Ich habe eine Reihe von Hobbys, die ich nur am Rande bediene. Ob es segeln, Golf spielen oder laufen ist. Diese Hobbys betreibe ich immer mal wieder, aber nicht so intensiv. Darin könnte ich sicher mehr Zeit investieren.</p>
<p><strong>Sie würden also gern früher Feierabend machen (können)?</strong></p>
<p>Arens-Fischer: Eigentlich ist es nicht so. Ich liebe es, am späten Nachmittag, den Arbeitstag ruhiger ausklingen zu lassen und den Schreibtisch ein bisschen aufzuräumen. Das hat schon Qualität für sich.</p>
<p><strong>Welches Buch oder welchen Film sollte jeder gelesen bzw. gesehen haben?</strong></p>
<p>Arens-Fischer: Als bekennender Hermann Hesse Fan finde ich, dass „Steppenwolf“ oder „Demian“ tolle Bücher sind. Die sollte man gelesen haben, auch wenn einige damit negative Assoziationen durch das Lesen im Deutschunterricht verbinden. Ich empfehle, es mit einer Distanz zur Schulzeit in Ruhe noch einmal zu versuchen.<br> Zum Film: Ein Film, der mich nie losgelassen hat, ist „2001: Odyssee im Weltraum“. Der Film ist schon sehr alt und auch etwas „gewöhnungsbedürftig“, aber immer noch fantastisch, weil er sehr realitätsnah gedreht wurde. In dem Film geht es darum, dass sich ein Team auf eine Raumfahrtmission zum Jupiter begibt. Nach einer langen Zeit unterwegs hat sich der Bordcomputer quasi verselbstständigt und Gefühle entwickelt. Der Film greift das Thema künstliche Intelligenz zu einem Zeitpunkt auf, als es noch ganz weit weg war und bereichert es um die Komponente Emotion. Das macht es sicherlich faszinierend.</p>
<p><strong>Das klingt auf jeden Fall spannend. Haben Sie ein Traumreiseziel, wohin Sie gern einmal reisen möchten? </strong></p>
<p>Arens-Fischer: Ich habe ein Faible für Inseln, auch wenn sie etwas größer sind. Sylt liebe ich sehr, weil Sylt quasi vor der Haustür liegt. Aber auch weit entfernte Inseln wie zum Beispiel Island faszinieren mich.</p>
<p><strong>Was darf in Ihrem Haushalt oder Ihrem Kühlschrank niemals fehlen?</strong></p>
<p>Arens-Fischer: Peperoni, weil ich gern scharf esse. Peperoni schneide ich fast überall rein, genauso wie Paprika. Insofern habe ich diese zwei Gemüsearten immer vorrätig.</p>
<p><strong>Vielen Dank für die Einblicke und zum Abschluss noch einmal zurück zur Arbeit: Wenn Sie es auf einem Aspekt reduzieren müssten, welchen Rat würden Sie Studierenden mitgeben?</strong></p>
<p>Arens-Fischer: Auf die Gefahr hin, dass der Rat vielleicht nicht so populär ist: Sich die Zeit zu nehmen und zu versuchen, die Idee hinter wissenschaftlichen Theorien zu verstehen. Es muss nicht jede Theorie bis ins letzte Detail erfasst werden, aber das Grundprinzip dahinter, um ein besseres Verständnis für die wissenschaftlichen Denkweisen zu entwickeln. Genauso wichtig ist es aber auch, die richtige Balance zu finden zwischen Studium, Praxis im Betrieb und Privatleben.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Mon, 22 Nov 2021 09:40:00 +0100</pubDate>
                        <title>Das erste Mal dual – Skadi Menne berichtet von ihrem dualen Masterstudium</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2021/11/das-erste-mal-dual-skadi-menne-berichtet-von-ihrem-dualen-masterstudium/</link>
                        <description>Skadi Menne ist 24 Jahre alt und studiert bei uns am Campus Lingen den dualen Masterstudiengang Führung und Organisation im ersten Semester. Ihren Bachelor absolvierte sie im Jahr 2020 – im Studiengang Kommunikationsmanagement. Im Gespräch erklärt sie, wieso sie sich für das duale Masterstudium entschieden hat und mit welchen Erwartungen sie in das Studium startet.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Nach ihrem Bachelorabschluss startete Menne bei ihrem jetzigen Studienkooperationsunternehmen Klasmann-Deilmann als Junior Redakteurin ins Berufsleben. Klasmann-Deilmann beschäftigt über 1.000 Mitarbeitende weltweit und legt seinen Fokus auf die Herstellung von Kultursubstraten (z.B. Blumenerde).</p>
<p><strong>Wie kam es dazu, dass Sie sich nach Ihrem Bachelorstudium für ein duales Masterstudium entschieden haben?</strong></p>
<p>Menne: Während meines Bachelorstudiums wurde ich auf das Angebot des dualen Masterstudiengangs am IDS aufmerksam. Das behielt ich im Hinterkopf, denn nach meinem Bachelorabschluss fing ich zuerst an zu arbeiten. Nun stehe ich mitten im Berufsleben. Doch mir war klar, ich möchte mich noch entwickeln, mein Basiswissen aus dem Bachelor weiter ausbauen und neue Qualifikationen erlangen – und zwar so, dass ich diese direkt in die Praxis mit einbringen kann. Deswegen habe ich mich für das duale Masterstudium mit seinem berufsintegrierenden Ansatz entschieden.</p>
<p><strong>Ihr Arbeitgeber und jetziges Studienkooperationsunternehmen hat diese Entscheidung direkt unterstützt oder gab es Zweifel?</strong></p>
<p>Menne: Nein, es gab keine Zweifel, ganz im Gegenteil. Mein Arbeitgeber fand die Entscheidung, dass ich mein neues Wissen direkt mit in das Unternehmen bringen möchte, gut. Zudem haben sie gesehen, dass die Wahl meines Studiengangs genau die Vertiefungsmöglichkeiten anbietet, die an meinem Berufsprofil anknüpfen. Ebenso hat sie das klare Studienkonzept überzeugt.</p>
<p><strong>Denken Sie, Ihr Studienkooperationsunternehmen hat nun bestimmte Erwartungen an Sie als duale Masterstudentin?</strong></p>
<p>Menne: In erster Linie denke ich, erwartet das Unternehmen von mir, dass ich Impulse aus meinem Studium mitbringe, die für meinen Aufgabenbereich wichtig sind oder meine Arbeit zukünftig beeinflussen können. Das ist auch mein Wunsch und gesetztes Ziel für das duale Masterstudium.</p>
<p><strong>In dem Studiengang Führung und Organisation können Sie neben den Pflichtmodulen verschiedene Wahlpflichtmodule wählen. Wie haben Sie sich entschieden?</strong></p>
<p>Menne: Die Wahlmöglichkeiten sind wunderbar. Ich interessiere mich für die Module aus den Studienrichtungen Unternehmenskommunikation und Marketing. Diesbezüglich habe ich mit meinem Studienkooperationsunternehmen zwar gesprochen, aber schlussendlich entscheide ich selbst von Semester zu Semester. Die Möglichkeit, meine eigenen Modulthemen frei zu wählen, gibt mir die Chance, eine Laufbahn ganz in meinem Sinne zu entwerfen. Die Themen passen dann so zu meinem aktuellen Aufgabenfeld.</p>
<p><strong>Während des Semesters kommen Sie zwei Mal an die Hochschule und haben so einen Präsenzumfang von maximal drei Wochen. Den Rest der Zeit können Sie Ihrem Beruf wie gewohnt nachgehen. Klappt das gut für Sie und Ihr Unternehmen?</strong></p>
<p>Menne: Die klare Zeitstruktur im Semester und die Jahresplanungen der Angebote sind eine große Hilfe für meinen Arbeitgeber und mich. Ich kann meine Aufgaben im Unternehmen erfüllen sowie meine Freizeit- und Urlaubsplanung so vornehmen, dass ich Zeit für mich und das Studium haben. Die Verzahnung des Studiums mit meinem Arbeitsplatz über die Prüfungsform der Reflexionsorientierten Transferstudien (RTS) macht die Vereinbarkeit noch leichter. In den RTSn, die schlussendlich Referate sind, suche ich ein Thema aus dem gerade teilgenommenen Modul aus, das ich dann auf meinen Arbeitsplatz anwende. So kann ich das Wissen aus dem Modul direkt für meinen Beruf nutzen – und die Arbeit an der RTS kann ich mir selbst einteilen. Dafür haben wir über acht Wochen Zeit. &nbsp;&nbsp;</p>
<p><strong>Was glauben Sie, wie können Ihnen die Mitstudierenden zum Aufbau eines beruflichen Netzwerks eine Hilfe sein?</strong></p>
<p>Menne: Wir kommen aus ganz verschiedenen Bereichen, haben aber alle das gleiche Ziel: Wir arbeiten in den kommenden drei Jahren gemeinsam an unserer Ausbildung und an unserer Karriere. Wir geben uns Feedback zu den Präsentationen unserer RTSn und studieren in den Präsenzwochen zusammen. Da sind wir dann ganz raus aus dem betrieblichen Berufsalltag und haben Zeit für das Studium. Ich bin der Meinung, dass uns das langfristig verbinden wird und wir uns auch über den Master hinaus austauschen werden.</p>
<p><strong>Mittlerweile haben Sie Ihre erste Modulwoche im Master absolviert. Was ist der wichtigste Aspekt, den Sie aus dieser Woche mitnehmen?</strong></p>
<p>Menne: Ich konnte in der Blockwoche mein Wissen aus dem Bachelor auffrischen und habe ganz neue Theorien kennengelernt. Mir ist dabei besonders aufgefallen, dass ich an vielen Stellen schon Rückschlüsse auf die Praxis ziehen konnte und den theoretischen Soll-Zustand mit dem praktischen Ist-Zustand verglichen habe. Das war wirklich spannend und ich freue mich, dieses Wissen noch stärker zu nutzen und auszubauen.</p>
<p><strong>Wie war es für Sie, als Sie nach der ersten Modulwoche wieder in Ihr Unternehmen zurückkamen? Konnten Sie bereits etwas aus der Theorie in die Praxis umsetzen?</strong></p>
<p>Menne: Ich habe mit meinem Vorgesetzten über einige Lehrinhalte gesprochen und wir haben diese gemeinsam reflektiert. Im Zuge der Ausarbeitung kommen nun noch einige Themen auf, die wir zukünftig auch angehen werden.</p>
<p><strong>Haben Sie schon eine Vorstellung, wo Sie in drei bis fünf Jahren stehen möchten? </strong></p>
<p>Menne: Ich möchte gerne noch mehr Verantwortung übernehmen. Da werde ich nun hoffentlich hineinwachsen – auch dadurch, dass ich im Studium mit den RTSn immer wieder aufgefordert bin, Probleme oder Veränderungsbedarf in meinem Aufgabenbereich zu erkennen, zu analysieren und systematische Lösungen zu entwickeln. In welchem Zusammenhang ich dann später tatsächlich arbeiten werde, kann ich heute noch nicht sagen. Ich denke aber, dass sich das mit dem dualen Masterstudium für mich zeigen wird.</p>
<p>Weitere Informationen zum dualen Masterstudium erhalten Sie auf den Studiengangseiten <a href="/studium/studienangebot/master/fuehrung-und-organisation-ma-dual-standort-lingen-ems/">Führung und Organisation</a> sowie <a href="/studium/studienangebot/master/technologieanalyse-engineering-und-management-meng-dual-standort-lingen-ems/">Technologieanalyse, -engineering und -management</a> und bei unseren<a href="/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/anmeldung-online-infoveranstaltung-masterstudium/"> Informationsveranstaltungen</a>.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Mon, 15 Nov 2021 12:05:00 +0100</pubDate>
                        <title>Duales Studium während der Corona-Pandemie? – Zwei Studierende berichten von ihren Erfahrungen</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2021/11/duales-studium-waehrend-der-corona-pandemie-zwei-studierende-berichten-von-ihren-erfahrungen/</link>
                        <description>Jannik Klare, 27 Jahre alt, und Steffen Loske, 24 Jahre alt, stecken gerade mitten in ihrem dualen Bachelorstudium am Campus Lingen. Im Interview berichten sie nicht nur von ihrem Weg zum dualen Studium, sondern auch von der Online-Lehre und den Betreuungsangeboten am Institut für Duale Studiengänge (IDS).</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Klare studiert im fünften Semester <a href="/wirtschaftsinformatik-bsc-dual-standort-lingen-ems/">Wirtschaftsinformatik</a>. Seine Praxisphasen absolviert er bei der TECE GmbH in Emsdetten. Aufgrund seines Interesses an kaufmännischen Prozessen entschied er sich nach seinem Abitur für eine Ausbildung zum Industriekaufmann. Während dieser Zeit kam er mit der Informatik in Kontakt, weshalb er direkt im Anschluss eine weitere Berufsausbildung zum Kaufmann für IT-Systemmanagement absolvierte. Der Wunsch, mehr über die Schnittstelle von Wirtschaft und Informatik zu erfahren, resultierte in seiner Entscheidung für das duale Studium der Wirtschaftsinformatik bei uns am Campus Lingen.</p>
<p>Wie Klare absolvierte auch Loske zunächst eine kaufmännische Ausbildung. Gepaart mit seinem großen Interesse an Informatik, stellte das duale Studium der Wirtschaftsinformatik die logische Konsequenz für ihn dar. Mittlerweile studiert Loske im dritten Semester und engagiert sich als Mentor am IDS. Seine Praxisphasen verbringt er beim E.ON-Konzern in Essen.</p>
<p><strong>Wer von Ihnen integriert eine Berufsausbildung in das duale Studium und wie bewerten Sie diese zusätzliche Qualifikation?</strong></p>
<p class="MsoCommentText">Loske: Ich integriere eine Berufsausbildung zum Kaufmann für IT-Systemmanagement in das duale Studium. Fester Bestandteil sind deshalb regelmäßig stattfindende Prüfungsvorbereitungskurse im Rahmen des Studiums sowie speziell bei E.ON. auch vertiefende wöchentliche Veranstaltungen, in denen die Ausbildungsinhalte näher thematisiert werden. Sicherlich ist es stressig, zusätzlich eine Berufsausbildung zu absolvieren, aber ich bin davon überzeugt, dass sich das lohnt.</p>
<p><strong>Wohnen Sie während der Studienphasen in Lingen? Und welchen Einfluss hatte die Corona-Pandemie auf Ihre Wohnsituation?</strong></p>
<p>Loske: Wenn es die Corona-Pandemie nicht geben würde, würde ich während der Theoriephasen in Lingen wohnen. So bin ich aber gänzlich in Essen geblieben, zumal ich nicht weit von meinem Arbeitsgeber entfernt wohne. Ich war lediglich im ersten Semester für die ersten Vorlesungstage und für die Prüfungen selbst am Campus. Das hat mir dabei geholfen, Kontakte zu knüpfen, obwohl uns die Vernetzung auch auf digitalem Wege gut gelungen ist.</p>
<p>Klare: Ich wohne nicht in Lingen, da ich von meinem Standort aus lediglich eine halbe Stunde zur Arbeit und zum Campus fahre. Ich konnte ein Semester in Präsenz studieren, bevor auf Online-Lehre umgestellt werden musste. Ich hatte den Eindruck, dass die Hochschule schnell auf die neue Situation reagiert hat und war deshalb sehr zufrieden mit der Umstellung. Zum einen konnten die Lehrenden weiterhin alle wesentlichen Inhalte der Vorlesungen gut vermitteln und zum anderen konnte ich morgens ein bisschen später aufstehen.</p>
<p><strong>Steffen Loske, Sie mussten Ihr Studium aufgrund der Pandemie direkt online beginnen. Wie bewerten Sie Ihren Studienstart?</strong></p>
<p>Loske: Ich bin insgesamt mit der Organisation seitens der Hochschule sehr zufrieden, zumal ich mit der Online-Lehre auch gut klar kam. Das Schwierige war meiner Ansicht nach die Selbstdisziplin, die nochmal mehr im Online-Studium gefordert ist. Der Weg zwischen Schreibtisch und Bett ist dabei nur unwesentlich weiter als der Weg zum Handy. Und da diszipliniert am Ball zu bleiben, war für mich und viele meiner Kommiliton*innen eine große Herausforderung. Mir hat es geholfen, die Webcam anzuschalten. Nicht nur, weil es schöner für die Dozent*innen ist, sondern auch weil es mich selbst diszipliniert hat.</p>
<p><strong>Nun zum Betreuungsangebot: Wie empfinden Sie die Betreuung seitens der Hochschule, explizit des IDS?</strong></p>
<p>Klare: Als ich 2019 mit meinem dualen Studium angefing, war ich wirklich positiv davon überrascht, wie herzlich die Studierenden an der Hochschule empfangen wurden – sowohl von den Studierenden, den Mitarbeitenden, den Lehrenden aber auch vom Studiendekan, Herrn Arens-Fischer, von Katrin Dinkelborg und allen weiteren Beteiligten. Ich hatte den Eindruck, dass alle im gleichen Boot sitzen und versuchen das Bestmögliche zu geben. Das motiviert unheimlich. Zudem können sich die Studierenden mit jedem*r Dozent*in auch mal in lockerer Runde austauschen.</p>
<p>Loske: Ich kann Jannik in jedem Punkt zustimmen. Es fängt damit an, dass die Lehrenden nach jedem Semester Feedback zu ihren Vorlesungen einfordern. Zudem gibt es zu Beginn jeden Semesters ein Feedbackgespräch mit dem*der Studiengruppenbetreuer*in. Daran merkt man, dass die Hochschule wirklich Interesse an unserem Feedback hat. Auch die Kommunikation seitens der Hochschule war gut organisiert. Studierende wurden sowohl per Mail als auch über Instagram über alle Änderungen informiert. Das Mentor*innenprogramm möchte ich auch kurz erwähnen. Ich bin selbst Mentor und durfte zuletzt die Erstis im Erstsemesterwochenende begleiten. Das ist ebenfalls ein wesentlicher Bestandteil der Betreuung.</p>
<p><strong>Welche Module haben Ihnen bisher besonders gut gefallen? Und wie gelingt der Theoriepraxistransfer mittels Praxistransferprojekt (PTPs)?</strong></p>
<p>Klare: Vor meinem Studium hatte ich unheimlich Angst vor Mathe und Statistik. Durch das Studium habe ich eine Begeisterung für die Bereiche entwickeln können. Mir wurden die Inhalte so gut vermittelt, dass ich auch im Nachgang noch Spaß an diesen Themen habe. Zudem fand ich die Bereiche Prozesssysteme und Systemanalyse interessant, weil es dort um betriebliche Vorgänge geht. Die Kenntnisse konnte ich gewinnbringend anwenden, sei es im Betrieb oder auch privat. Bei den PTPs zeigt sich auch, dass man das Wissen gut in der Praxis einbringen kann. Klar, die PTPs sind zeitaufwendig. Aber ich finde ein Studium darf durchaus Zeit in Anspruch nehmen und sollte und auch einen gewissen Anspruch voraussetzen.</p>
<p>Loske: Ich muss wirklich sagen, dass ich mit jedem weiteren PTP deutlich sicherer werde und mehr Routine im Anfertigen von wissenschaftlichen Arbeiten bekomme. Mir haben besonders die Module Rechnungswesen sowie Investitionsrechnung und Finanzierung gefallen. Zudem schließe ich mich Jannik an, was den Bereich der Systemanalyse angeht. Das Zusammenarbeiten in der Gruppe an einem umfangreichen Projekt in diesem Modul hat mir viel Spaß gemacht. Gerade das Schreiben der Ausarbeitung fiel mir deutlich leichter, als es noch im vorherigen Semester der Fall gewesen wäre.</p>
<p><strong>Wie ist die betriebliche Ausbildung bei Ihren Partnerunternehmen aufgebaut?</strong></p>
<p>Klare: Aufgrund meiner vorherigen Ausbildung bei TECE, habe ich schon viele Abteilungen kennengelernt. Jetzt bin ich in der IT-Abteilung eingesetzt, explizit im Salesforce-Team im Bereich CRM-Systeme. Ich hatte auch die Möglichkeit, angrenzende Bereiche kennenzulernen, um bestimmte Sachverhalte besser zu verstehen. Dazu gehörten die Auftragsverwaltung, das Seminarwesen oder der Außendienst. So konnte ich mir deren Arbeitsweise anschauen und nachvollziehen, wie die Kolleg*innen unsere Systeme nutzen. Zudem durfte ich an internationalen Projekten teilnehmen, wodurch ich meine Englischkenntnisse erweitern konnte.</p>
<p>Loske: Bei E.ON durchlaufen wir je Praxisphase eine unterschiedliche Abteilung im Bereich der IT, sodass man einen umfassenden Einblick erhält. Erst zum Ende des Studiums wird man in der Abteilung eingesetzt, in der man i.d.R. auch übernommen wird. Die Ausbildung zeichnet sich einfach durch ihre Vielseitigkeit aus. Gerade wir Wirtschaftsinformatiker*innen haben nicht nur die technischen Aspekte im Kopf, sondern auch betriebswirtschaftliche Fragestellungen.</p>
<p><strong>Wie sehen Ihre Pläne für die Zukunft aus? Wollen Sie in den Beruf einsteigen oder noch einen Master absolvieren?</strong></p>
<p>Klare: Eigentlich möchte ich da weitermachen, wo ich gerade bin und im Beruf bleiben. Ich habe mich aber schon bei der Recherche nach berufsintegrierenden oder -begleitenden Masterstudiengängen erwischt. Wenn ich einen Master machen sollte, dann würde meine Wahl auf jeden Fall auf die Hochschule Osnabrück fallen.</p>
<p>Loske: Ich kann darauf noch keine definitive Antwort geben. Ich schließe keins von beidem aus. Das erste Studienjahr hat mir wirklich Spaß gemacht, deswegen kann ich mir durchaus vorstellen, den Master anzuschließen. Wenn es ein Master werden sollte, stimme ich Jannik zu, würde ich mich auch wieder für die Hochschule Osnabrück entscheiden.</p>
<p><strong>Was sind drei größten Vorteile des dualen Studiums?</strong></p>
<p>Klare: Auf jeden Fall der finanzielle Aspekt. Außerdem das Gelernte sofort in der Praxis anwenden zu können und vorweisen zu können, dass man in der Regelstudienzeit studiert und gleichzeitig Praxiserfahrung gesammelt hat. Darauf kann man stolz sein!</p>
<p>Loske: Der erste Vorteil für mich ist die enge Verzahnung von Theorie und Praxis. Da spielen auch die PTPs mit ein, in denen wir reflektieren, wo sich die Vorlesungsinhalte in der Arbeit wiederfinden. Der zweite Vorteil ist, einen potenziellen Arbeitgeber über einen längeren Zeitraum kennenzulernen, vor allem in Hinblick auf den späteren Berufseinstieg. Weitere Vorteile sehe ich in der finanziellen Unterstützung und in dem Austausch mit den Kommiliton*innen, die alle individuelle Erfahrungen aus der Praxis mitbringen.</p>
<p><strong>Was sind Ihre Tipps für das duale Studium?</strong></p>
<p>Klare: Man sollte Spaß an der Sache haben, engagiert sein und sich auf neue Eindrücke einlassen. Wenn man diese drei Sachen mitbringt, hat man gute Chancen, erfolgreich durch das duale Studium zu kommen und im besten Fall auch vom Partnerunternehmen übernommen zu werden.</p>
<p>Loske: Mein Tipp ist es, einfach kontinuierlich eine gewisse Vorarbeit in Hinsicht auf die Prüfungsphase zu leisten. Man muss noch nicht alles perfekt auswendig kennen, aber man sollte die Inhalte schon grob im Gedächtnis haben. Der zweite Tipp ist, sich Kommiliton*innen zu suchen, mit denen man gut klar kommt und die eine ähnliche Herangehensweise haben, wie man selbst. Da kann man sich gegenseitig nochmal motivieren und voranbringen.</p>
<p><strong>Haben Sie Tipps für die Bewerbung auf ein duales Studium? </strong></p>
<p>Loske: Das Erste, was an das Unternehmen geschickt wird, ist die schriftliche Bewerbung. Das ist das Aushängeschild als Bewerber*in. Da sollte vor allem auf die Basics, wie Rechtschreibung, Grammatik und Formatierung, Wert gelegt werden. Wenn die Bewerbung überzeugend war, sollten sich Bewerber*innen zur Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch über das jeweilige Unternehmen informieren und auch über Gegenfragen Gedanken machen.</p>
<p>Klare: Vielleicht sollte man auch sagen, dass potenzielle Bewerber*innen keine Angst vor dem dualen Studium haben sollten. Man muss nicht der*die Beste in der Schule sein, um ein duales Studium zu absolvieren. Manchmal ist es wichtiger, charakterlich zum Unternehmen zu passen.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Mon, 01 Nov 2021 09:04:00 +0100</pubDate>
                        <title>Zwei Jahre nach dem dualen Studium ein eigenes Geschäftsfeld verantworten? – Tim Gravemann zeigt, wie es geht! </title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2021/11/zwei-jahre-nach-dem-dualen-studium-ein-eigenes-geschaeftsfeld-verantworten-tim-gravemann-zeigt-wie-es-geht/</link>
                        <description>Tim Gravemann studierte von 2012 bis 2016 den dualen Bachelor Management betrieblicher Systeme mit der Studienrichtung Betriebswirtschaft und dem Schwerpunkt Unternehmensführung. Bereits zwei Jahre später wurde er zur Geschäftsfeldleitung ernannt. Im Interview berichtet er von seinem Karriereweg und blickt auf sein duales Studium hier am Campus Lingen zurück. </description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Seit Beginn seiner Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration im Jahr 2008 ist Gravemann bei der <em>pco GmbH &amp; Co. KG</em> beschäftigt, einem IT-Dienstleistungsunternehmen für mittelständische Unternehmen in Osnabrück. Nach seiner Ausbildung arbeitete er dort zunächst als <em>System Engineer</em> an der Konzeption, Optimierung und dem Aufbau von IT-Infrastrukturen. Ein Jahr später startete er sein duales Studium bei uns am Campus Lingen am Institut für Duale Studiengänge (IDS) und schloss dies mit einer erfolgreichen Bachelorarbeit zum Thema <em>Erarbeitung von strategischen Optionen zur Verbesserung des Produktangebotes von Cloud Services für regionale, mittelständische Unternehmen</em> ab. Im Anschluss an sein duales Studium erfolgte die Anstellung als <em>Product Manager</em> für<em> Cloud Services</em>. Schon bald darauf wurde das Geschäftsfeld <em>Cloud und Modern Workplaces</em> mit Gravemann in der Verantwortung gegründet, welches er bis heute als <em>Business Development Manager</em> innehält.</p>
<p><strong>Wie sind Sie damals auf das IDS aufmerksam geworden und wieso haben Sie sich dafür entschieden, <a href="/studium/studienangebot/bachelor/management-betrieblicher-systeme-betriebswirtschaft-ba-dual-standort-lingen-ems/">Management betrieblicher Systeme</a> dual am Campus Lingen zu studieren? </strong></p>
<p>Gravemann: Für mich war immer klar, dass ich im Anschluss an meine Ausbildung etwas studieren möchte und bei pco war es damals üblich, dass nach Ausbildungsabschluss ein Jahresvertrag folgte. Dieses befristete Jahr habe ich dann genutzt, um mich über die verschiedenen Optionen zu informieren. Meine Mutter hat mich in der Zeit auf das IDS aufmerksam gemacht. Ich habe mich dann im Internet über das IDS informiert und auch relativ schnell mit dem Studiendekan Herrn Arens-Fischer und der Leiterin der Studierendenbetreuung Katrin Dinkelborg einen Termin in Lingen vereinbart. Daraufhin habe ich ein Gespräch mit meinem ehemaligen Abteilungsleiter hier bei pco geführt und dann ging das auch alles relativ fix. Letztlich hat sich mein Unternehmen gefreut, dass ich bleibe, und ich habe mich gefreut, dass ich nebenbei studieren konnte.</p>
<p><strong>Würden Sie sich heutzutage wieder für ein duales Studium entscheiden? Wenn ja, warum? Wenn nein, warum nicht? </strong></p>
<p>Gravemann: Ich bin ganz ehrlich, es gab schon Tage, an denen ich zähneknirschend am Samstagmorgen aufgestanden bin und es verflucht habe, dass ich um 07:00 Uhr abgeholt wurde, um nach Lingen zu fahren. Ich war damals im Außendienst unterwegs und habe in der Woche meine Abende häufig in Hotels verbracht und dort meine Bücher für das Studium gewälzt. Donnerstagabend bin ich dann zurückgefahren, sodass ich entsprechend am Freitag und Samstag in die Hochschule gehen konnte. Das war teilweise schon echt herausfordernd. Nichtsdestotrotz gab es in der Summe viel mehr gute Momente, sodass ich mich gut mit dieser Herausforderung arrangieren konnte. Letztendlich hatte ich mich dann auch relativ schnell daran gewöhnt, sodass es gut funktioniert hat. Vor allem auch durch die Gemeinschaft am IDS, durch die kleinen Kursgruppen und natürlich durch die Freund*innen, die man im Laufe der Zeit dort kennengelernt hat, habe ich im Endeffekt meine Entscheidung nie bereut. Ich habe das Studium deswegen auch schon weiterempfohlen. Vor allem im Vergleich zu einem Fernstudium bietet es meiner Meinung nach viele Vorteile, weil diese Verbundenheit mit den Kommiliton*innen einen unfassbaren Mehrwert bietet. Deswegen würde ich mich auch wieder für das duale Studium in Lingen entscheiden und kein Fernstudium oder Ähnliches wählen.</p>
<p><strong>Mittlerweile sind Sie <em>Business Development Manager</em> und verantwortlich für das Geschäftsfeld <em>Cloud und Modern Workplace.</em> Inwiefern hat Sie Ihr duales Studium auf die Karriere vorbereitet? </strong></p>
<p class="CxSpMiddle">Gravemann: Meiner Meinung nach hat mich das duale Studium in zweierlei Hinsicht auf meine Karriere vorbereitet. Zum einen habe ich natürlich das ganze theoretische Wissen erlernt, was ich nun in meinem Job benötige. Ich glaube, dass gerade das Bachelorstudium erstmal so die Saat sät. Zunächst werden Saatkörner in Form von Informationen und Theorien gesät und durch stetiges Gießen wächst dann die Saat und entsprechend das Wissen. Aber dieses stetige Nachgießen funktioniert eben nur, wenn Theorie und Praxis miteinander verbunden werden. Durch den Praxisbezug im dualen Studium konnte ich die Zusammenhänge zwischen Theorie und Praxis immer besser verstehen, konnte Dinge im Unternehmen strategisch und methodisch angehen. Das Ganze ist ein stetiger Lernprozess. Man muss immer gucken, was sind meine Schwerpunktthemen und meine Ziele bei der Arbeit und welches Wissen benötige ich dafür. Das duale Studium lehrt einen, wie man diese Inhalte, die man braucht, selbstständig erkennen kann und wie man sich bestimmten Methodiken annähert.</p>
<p>Zum anderen ist im dualen Studium immer das Thema Belastung präsent. Wenn man eine leitende Position bekleidet und Verantwortung für Kunden und Kolleg*innen trägt, muss man ebenfalls einer hohen Belastung standhalten können und in der Lage sein, sich schnell an verschiedene Situationen anzupassen. Genau das habe ich im dualen Studium gelernt. Ich habe mir folglich sowohl wichtige Hard- als auch Soft Skills angeeignet, die mich gut auf die Karriere vorbereitet haben.</p>
<p><strong>Inwieweit können Sie das erlernte Wissen aus dem Studium in Ihrem heutigen Job noch nutzen? </strong></p>
<p>Gravemann: Als Verantwortlicher eines Geschäftsfeldes geht es immer um die Planung von Budgets, um EBIT-Zahlen oder generell um Kennzahlen von Cashflows usw. Ich muss im Blick haben, ob das Geschäftsfeld erfolgreich ist und was getan werden kann, um noch besser zu werden. Zudem bin ich dafür verantwortlich, dem Geschäftsfeld eine Struktur zu geben und den Mitarbeitenden zu ermöglichen, eigenverantwortlich zu arbeiten. Themen wie <em>Führung </em>und <em>Organisation</em> sowie all die wirtschaftlichen Zusammenhänge, die ich in meinem Studium behandelt und gelernt habe, sind also auch in meinem heutigen Job noch gefragt.</p>
<p><strong>Haben Sie ein Modul, das Sie heute gerne noch einmal hören würden oder dessen Bedeutung Sie heute anders einschätzen?</strong></p>
<p>Gravemann: Ich hatte ja gerade schon angesprochen, dass Themen wie <em>Führung </em>und <em>Organisation </em>für meinen Beruf sehr entscheidend sind. Das waren auch Schwerpunktmodule in meinem Studium und das waren Vorlesungen, die ich mir immer sehr gerne angehört habe und direkt wieder anhören würde. Ein Modul, was ich leider nie gehört habe und jetzt sofort wählen würde, wäre <em>Projektmanagement</em>. Aber auch Module zum Thema <em>moderne Organisationsformen und -konzepte,</em> wie zum Beispiel <em>Holacracy, </em>die es in Zukunft vielleicht ermöglichen, schneller am Markt zu agieren, Probleme zu identifizieren und Lösungen zu generieren, würde ich jetzt im Nachgang gerne wählen. Das sind Themen, die ich noch stärker in mein Geschäftsfeld einbringen könnte. Ich glaube, dass solches Wissen jetzt und auch zukünftig essenziell ist, um zu verstehen, wie Systeme und Organisationen funktionieren und welche Herausforderungen durch immer größer werdende Komplexität auf Unternehmen zukommen. Nur mit der Grundlage dieses Wissens, können wir vernünftige Entscheidungen treffen – auch wenn es keine Garantie auf Erfolg gibt. Im IT-Bereich spielt zusätzlich die zunehmende Digitalisierung eine sehr bedeutsame Rolle, aber wir merken es auch bei unseren Kunden aus anderen Branchen, dass die Digitalisierung zu disruptiven Veränderungen führt mit einem hohen Grad an Komplexität. Aus diesem Grund sind das Themen, die mich sehr interessieren. Ich würde also sicherlich heute einige Fächer anders wählen oder stärker in den Fokus nehmen, aber da ich nun nicht mehr in Lingen bin, bilde ich mich hierzu natürlich trotzdem stetig weiter. Nur so kann ich der Verantwortung gerecht werden, langfristig einen elementaren Einfluss auf den Erfolg des Unternehmens zu haben.&nbsp;</p>
<p><strong>Wie haben Sie die Praxistransferprojekte (PTPs) während des Studiums wahrgenommen und wie beurteilen Sie diese rückwirkend? Wurden die Ergebnisse einiger Ihrer PTPs im Unternehmen angewendet/umgesetzt?</strong></p>
<p>Gravemann: Ich muss ehrlich gestehen, der allgemeine Tenor unter den Studierenden lautet, dass PTPs lästig sind. Auch für mich stellten die PTPs immer eine Herausforderung dar. Ich war damals im Vergleich zu meinen Kommiliton*innen aufgrund meiner Ausbildung stärker technisch getrieben und weniger im wirtschaftlichen Bereich tätig. &nbsp;Deswegen gestaltete sich die Themensuche bei mir etwas schwieriger. Es wäre auch übertrieben zu sagen, dass alle meine PTPs einen Impact auf das Unternehmen hatten. Nichtsdestotrotz bin ich sowieso der Typ, der lieber Ausarbeitungen schreibt, anstatt eine andere Prüfung abzulegen. Ich bin auch der festen Überzeugung, dass die PTPs sehr stark dazu beigetragen haben, die Theorie in die Praxis einzubringen. Meiner Meinung nach ist keine andere Prüfungsform dazu geeignet, einen vergleichbaren Wissenstransfer zu erzeugen. Das habe ich vor allem jetzt im Nachhinein erkannt. Ich kann aus diesem Grund gut nachvollziehen, dass PTPs im Studium zunächst Stress auslösen, aber im Endeffekt bringen sie einem wirklich etwas und auch dem Unternehmen, weil sie eben Theorie und Praxis vereinen. Die PTPs, in denen ich einen starken Bezug zum Unternehmen herstellen konnte, habe ich auch mit meinen Arbeitskolleg*innen geteilt und die konnten daraus dann auch etwas mitnehmen. Ich glaube, dass es sinnvoll ist, sich die PTPs in den Berufsalltag einzuplanen. Hätte ich mich damals besser organisiert, wären die PTPs auch nicht so stressig gewesen.</p>
<p><strong>Wie würden Sie den Nutzen Ihrer Bachelorthesis für pco beschreiben? Haben die Ergebnisse Ihrer Thesis Ihre Arbeit bei pco geprägt? </strong></p>
<p>Gravemann: Meine Bachelorarbeit und die gewonnenen Erkenntnisse kamen sehr gut bei der Geschäftsführung an. Wir haben uns danach dann auch intensiv darüber ausgetauscht und überlegt, wie wir diesen Mehrwert der Thesis nutzen und hier in der Organisation einbringen können. Eine Erkenntnis meiner Bachelorarbeit war, dass das Thema Cloud Technologien stärker in den Fokus rücken sollte. Entsprechend wurde dann das Geschäftsfeld <em>Cloud </em>mit mir in der Verantwortung aufgebaut. Irgendwann ist dann noch der Bereich <em>Modern Workplace</em> hinzugekommen. Die Erkenntnisse meiner Thesis lassen sich somit in der Strategie des Geschäftsfeldes wiederfinden und sind Teil der aktuellen Ausrichtung. Folglich ist meine Bachelorarbeit mit einer Strategieerweiterung im Unternehmen einhergegangen. Natürlich muss man sagen, dass die Technologie in den letzten fünf Jahren solche Quantensprünge gemacht hat, dass bestimmte Teile meiner Bachelorarbeit mittlerweile überholt sind. Dennoch gibt es nach wie vor theoretische Ansätze, die auch heute noch gültig sind und auf die ich mich immer noch berufe. Von daher hat die Thesis meine Arbeit hier bei pco tatsächlich stark geprägt.</p>
<p><strong>Wie sah Ihr Arbeitsalltag während Ihres dualen Studiums aus und wie sieht Ihr Arbeitsalltag jetzt, als <em>Business Development Manager</em> für Cloud und Modern Workplace, aus? </strong></p>
<p>Gravemann: Das hat sich natürlich alles einmal komplett gewandelt. Als <em>System Engineer</em> bin ich damals viel zu Kunden gefahren und habe aktiv IT-Infrastrukturen aufgebaut und Beratungsgespräche geführt. Meine Arbeit hat nun weniger mit rein technisch basierten Aufgaben und Beratungsgesprächen zu tun und ist mehr durch wirtschaftliche Themen geprägt: Wie können wir effizient den Markt bedienen? Wie können wir Strategien ausarbeiten und das Unternehmen auf die Zukunft ausrichten? Früher habe ich häufiger allein gearbeitet, da hatte ich meine Projekte und war eben für diese verantwortlich. Jetzt bin ich für die Strategie und Ausrichtung und den wirtschaftlichen Erfolg des Geschäftsfeldes verantwortlich. Ich arbeite aus diesem Grund viel mit dem Führungskreis und meinen Mitarbeitenden zusammen. Meine frühere Erfahrung hilft mir aber dabei, die Strategie an die Arbeitsabläufe der Mitarbeitenden anzupassen. Ich habe den Vorteil, dass ich das selbst erlebt habe und ich versuche immer, Strategie und Umsetzung in Einklang zu bringen. Früher ging es darum, den Kunden zu begeistern und jetzt geht es darum, die eigenen Mitarbeitenden zu begeistern und diese mitzunehmen und es macht sehr viel Spaß, wenn man sieht, dass das funktioniert. Ein Aspekt ist jedoch gleichgeblieben – nach wie vor versuche ich, ein herausforderndes Alltagsgeschäft zu meistern und mich gleichzeitig kontinuierlich mit neuem Wissen weiterzuentwickeln, so wie damals während meiner dualen Studienzeit.</p>
<p><strong>An welche Meilensteine in Ihrer Karriere erinnern Sie sich denn besonders gerne zurück?<br> Gibt es ein Projekt, das Ihnen besonders in Erinnerung geblieben ist? </strong></p>
<p>Gravemann: Es gibt eine Situation, die mir besonders in Erinnerung geblieben ist: mein zehnjähriges Jubiläum bei pco. Ich bin damals gerade in den Führungskreis aufgenommen worden und habe dann anlässlich meines Jubiläums ein Schriftstück von meinem ehemaligen Vorgesetzten erhalten. Die Anerkennung, die ich in diesem Moment bekommen habe und seine geschriebenen Worte haben mir verdeutlicht, dass ich den richtigen Weg für mich gewählt habe, dass ich mit meiner Arbeit hier wirklich etwas bewirke und ich etwas tue, das Anklang findet. Das hat mir ein sehr gutes Gefühl gegeben. Riesenprojekte sind wichtig und machen viel Spaß, aber solche Gesten haben für mich nochmal einen ganz anderen Wert.</p>
<p><strong>Was finden Sie an Ihrem Beruf denn besonders spannend? </strong></p>
<p>Gravemann: Ich finde es extrem spannend, dass wir in einem Markt unterwegs sind, der so unvorhersehbar und schnelllebig ist. Meine Arbeit ist vielseitig und verlangt von mir sowohl Kreativität als auch einen gesunden Pragmatismus, um schnell und gleichzeitig effektiv sowie innovativ handlungsfähig zu sein. Die größte Herausforderung besteht darin, sich am Markt zu behaupten und zu manifestieren. Mir macht es unfassbar viel Spaß, als Teil des Führungskreises an der Gesamtstrategie mitzuarbeiten und das Geschäftsfeld weiterzuentwickeln und all das gemeinsam mit meinem Team umzusetzen. Themen wie die strategische Ausrichtung und die Marktentwicklung sind sehr komplex und haben mich schon immer gereizt. Letztendlich sind das Themen, die man nie zu Ende gedacht hat, sondern an denen man kontinuierlich weiterarbeitet. Das finde ich klasse!</p>
<p><strong>Welchen Rat würden Sie den Studieninteressierten und den dual Studierenden mit auf den Weg geben wollen, um das MBS-Studium gut zu meistern? </strong></p>
<p>Gravemann: Interessierte sollten sich im Vorfeld genau überlegen, was sie wollen, thematisch und karrieretechnisch und sich darüber im Klaren sein, was es bedeutet, dual zu studieren. Auch wenn man nicht alles im Vorhinein ermessen kann. Zudem ist es wichtig, ein berufliches und privates Umfeld zu haben, von dem man bei seinen Plänen unterstützt wird. Bei mir hat es damals gepasst. Ich hatte immer den Support von allen um mich herum. Nichtsdestotrotz ist es im ersten Studienjahr eine Umstellung, oft auch eine Herausforderung, am Freitagabend und Samstagmorgen in der Hochschule zu sitzen. Irgendwann entwickelt sich aber eine echte Gemeinschaft unter den Studierenden und dann freut man sich darauf, sich in Lingen wiederzutreffen. Man findet schnell den Bezug zu Gleichgesinnten. Dieses Teamgefühl ist etwas, was ich als großen Mehrwert betrachte und das ist genau das, wodurch sich das IDS meiner Meinung nach auszeichnet.</p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Tue, 26 Oct 2021 11:34:20 +0200</pubDate>
                        <title>Gastbeitrag: Rückblick der Mentor*innen - endlich wieder Präsenz am Campus </title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2021/10/gastbeitrag-rueckblick-der-mentorinnen-endlich-wieder-praesenz-am-campus/</link>
                        <description>Unser Mentor*innensprecher Steffen Bültel und Mentorin Anna Lena Schmitz blicken in diesem Gastbeitrag auf die letzten Wochen am Campus Lingen zurück. Endlich konnten in Präsenz wieder Vorlesungen, Seminare und gemeinsamen Freizeitveranstaltungen stattfinden. Nach eineinhalb Jahren digitaler Veranstaltungen, fühlt es sich (fast) wieder wie ganz normales Studierendenleben an.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Moin zusammen,</p>
<p>wie fandet ihr das erste Semester wieder zurück in Präsenz? Wir, die Mentor*innen des IDS, hatten einen sehr guten Start zurück in das Studierendenleben in Präsenz! Es war für uns eine Freude, wieder mit Aktionen für euch zu starten, um neue und bekannte Gesichter (wieder-) zusehen. Für viele unserer Neumentor*innen waren es auch die ersten Erfahrungen an der Hochschule nach fast anderthalb Jahren im Online-Modus. Es gab in der Vergangenheit zwar viele Angebote in Form von digitalen Spieleabenden, eine digitale Mentor*innen-Weihnachtsfeier und regelmäßige Online-Konferenzen, in denen man sich kennenlernen und austauschen konnte, dennoch haben wir den Präsenzunterricht mit allen Facetten des Studierendenlebens vermisst.</p>
<p>Das Semester begann bereits sehr spannend für alle Studierenden und besonders für unsere Erstis: Das Ersti-Wochenende, in dessen Zuge den Studierenden die Innenstadt und besonders die Lokalitäten in Lingen in einer Stadtrallye nähergebracht wurden, fand großen Anklang. Auch für unser Mentor*innen-Team war es die erste große Veranstaltung, für die geplant und organisiert werden musste. Nach der anschließenden gemeinsamen Feier in einer der Lingener Lokalitäten stand jedoch für uns fest: Diese Veranstaltungen haben uns Mentor*innen mindestens genauso gefehlt wie euch!</p>
<p>Dieser Eindruck hat sich in der folgenden Veranstaltung bestätigt, denn das Flunkyball-Turnier – zu dem alle Studierenden des IDS eingeladen waren – war viel besser besucht, als wir bei der Planung gedacht hatten. Es gab insgesamt sechs Teams, das Spiel wurde in der Halle unseres Campus ausgetragen und zum Ende stand das blaue Team als Sieger fest.</p>
<p>Im Anschluss an das Flunkyball-Turnier hat die Partysafari für alle dual Studierenden stattgefunden. Zwar mit etwas weniger Teilnehmenden, dafür aber mit umso mehr Enthusiasmus wurden in kleinen Gruppen die wichtigsten Lingener Kneipen im Stadtgebiet entdeckt. Dabei wurde in regelmäßigen Abständen die Kneipe gewechselt, sodass alle viele Eindrücke und Adressen für das Wochenende kennenlernen konnten.</p>
<p>Zwischendurch hat sich unser Mentor*innen-Team auch selbst einmal besser kennengelernt: In Form einer Tour mit Riesenschlauchbooten auf der nahegelegenen Hase haben wir ein Teambuilding durchgeführt, bei dem das Team unter Beweis stellen musste, wie gut es zusammenarbeiten kann – natürlich kam der Spaß an der Arbeit auch nicht zu kurz!</p>
<p>Wir hoffen, dass ihr euch gut in den Präsenzvorlesungen und im Studierendenleben in Lingen zurechtgefunden und eingelebt habt. Auch für den B-Block stehen bereits einige Veranstaltungen auf dem Plan, ihr könnt euch also freuen!</p>
<p>Anna Lena und Steffen</p>
<p>Ihr erreicht die Mentor*innen über <a href="https://www.instagram.com/mentoren.ids/" target="_blank" rel="noreferrer">Instagram </a>und<a href="https://www.facebook.com/mentorenids" target="_blank" rel="noreferrer"> Facebook</a>.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Mon, 11 Oct 2021 09:44:00 +0200</pubDate>
                        <title>Das duale Masterstudium in Trainee-Programmen</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2021/10/das-duale-masterstudium-in-trainee-programmen/</link>
                        <description>Trainee-Programme werden von Unternehmen genutzt, um Studienabsolvent*innen an die Praxis in Unternehmen heranzuführen. Eine Möglichkeit, Bachelorabsolvent*innen für ein Trainee-Programm zu begeistern, bietet die Kombination mit einem dualen Masterstudium. </description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>„Viele Unternehmen nutzen Traineeships als Einstiegsprogramme für Absolvent*innen aus Bachelorstudiengängen. Dies ist ein Baustein der Personalarbeit von Betrieben, um Personal für Fach- und Führungsaufgaben zu qualifizieren“, erklärt Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Arens-Fischer, Studiendekan und Leiter des Instituts für Duale Studiengänge (IDS) am Campus Lingen. Trainees sollen das gesamte Unternehmen, die Abläufe und damit die Gesamtzusammenhänge kennenlernen, um auf ihren späteren Berufsalltag vorbereitet zu werden. Speziell für Berufseinsteiger*innen gäbe es kaum einen so umfassenden Überblick über die Gesamtzusammenhänge des jeweiligen Unternehmens, führt Arens-Fischer aus. Dieses Verständnis helfe den Trainees in ihrer Berufslaufbahn als Fach- und Führungskraft die Interessen des Unternehmens bei Entscheidungen zu berücksichtigen. „Neben der beruflichen Praxis werden Trainees durch Seminare, Workshops und / oder Coachings weitergebildet und gefördert. Für die Absolvent*innen liegt der Reiz des Trainee-Programms, gegenüber einem Direkteinstieg, in der breiten Ausbildung und Förderung im Unternehmen“, ergänzt Katrin Dinkelborg, Leiterin der Studierenden- und Unternehmensbetreuung am IDS.</p>
<p>Besonders junge Menschen aus Bachelorstudiengängen mit wenig Praxiserfahrung interessieren sich für das Lernen am Arbeitsplatz. Vor allem im Wettbewerb um qualifiziertes Personal, bedarf es besonderer Angebote und Alleinstellungsmerkmale, um Mitarbeitende für das Unternehmen zu gewinnen. „Unternehmen sollten sich entsprechend fragen, ob das klassische Trainee-Programm und seine Inhalte heutzutage und in Zukunft noch ausreichen, um qualifiziertes Personal davon zu überzeugen in den Betrieb einzusteigen. Viele Absolvent*innen streben nach ihrem Bachelorabschluss einen Masterabschluss an und bleiben dem Arbeitsmarkt weitere Jahre fern, wenn sie keine Möglichkeit sehen, Arbeit und Hochschulstudium optimal miteinander zu verbinden“, erläutert Arens-Fischer. „Eine Lösung wäre, den Trainees die Möglichkeit zu bieten, begleitend zum Trainee-Programm ein duales Masterstudium zu absolvieren. Dadurch könnten Unternehmen sich sowohl von der Konkurrenz abheben und aus der breiten Masse herausstechen als auch Absolvent*innen von einem sofortigen Berufseinstieg überzeugen“, führt Arens-Fischer fort.</p>
<p>Neben einem attraktiveren Arbeitgeberimage resultierten auch weitere positive Effekte aus der Kombination von Masterstudium und Trainee-Programm. „Die Programme profitieren von der Integration eines dualen Masterstudiums durch die geforderte Theoriepraxisverzahnung für das Studium. Durch diesen intensiven Wissenstransfer profitieren die Betriebe maßgeblich, da auf wissenschaftlicher Basis Problemstellungen aus dem Unternehmensalltag bearbeitet und im besten Fall Lösungsansätze erarbeitet werden“, berichtet Dinkelborg. Der duale Master ermögliche Studierenden, sich innerhalb von drei Jahren für ein breites Tätigkeitsspektrum in ihrem (zukünftigen) Arbeitsfeld zu qualifizieren – passend zu den Zielen des Trainee-Programms.</p>
<p>Für Fragen zur Gestaltung der Kombination von Trainee-Programm und Masterstudium sowie allgemeinen Fragen rund um das duale Studium steht das Büro für Studierenden- und Unternehmensbetreuung persönlich in Lingen oder telefonisch von montags bis freitags zur Verfügung.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Mon, 04 Oct 2021 16:32:00 +0200</pubDate>
                        <title>Was wurde aus Matrikelnummer 6? – Klaus Laake im Interview </title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2021/10/was-wurde-aus-matrikelnummer-6-klaus-laake-im-interview/</link>
                        <description>Klaus Laake war einer der ersten dual Studierenden in Lingen.  Mit der Matrikelnummer 6 studierte er von 1989 bis 1992 dual den Studiengang Wirtschaftsinformatik. Wie er heute auf sein Studium zurückblickt, welche Vorteile er dem dualen Studium zuschreibt und welche Kompetenzen auf dem Arbeitsmarkt gefragt sind, berichtet er in diesem Beitrag. </description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Am 1. August 1989 startete Laake seine Ausbildung zum Industriekaufmann bei der <em>Erwin Müller GmbH</em> <em>(emco Group)</em> und parallel sein Studium an der Berufsakademie Emsland, deren Studiengänge heute bei uns am Campus Lingen der Hochschule akkreditiert sind. Direkt nach dem Studium wirkte er an vielzähligen IT-Projekten mit und übernahm Aufgaben als Teilprojekt- und Projektleiter. Bereits zwei Jahre später wurde er zum stellvertretenden Abteilungsleiter ernannt. Seit 2003 ist Laake Leiter der IT-Abteilung der <em>emco Group</em> und Hauptverantwortlicher für alle IT-Themen, von der IT-Infrastruktur über SAP- und CRM-Systeme, Software-Entwicklung, Digitalisierung und IT-Sicherheit bis hin zum klassischen IT-Support. Zusätzlich verantwortet er das IT-Personal. Dazu zählt auch die Ausbildung von Fachinformatiker*innen und dual Studierenden der Wirtschaftsinformatik. 2008 folgte zudem seine Bestellung zum Prokuristen.</p>
<p><strong>Sie waren einer der ersten Studierenden an der Berufsakademie Emsland. Wie sind Sie damals auf die Berufsakademie aufmerksam geworden und wieso haben Sie sich dafür entschieden, <a href="/wirtschaftsinformatik-bsc-dual-standort-lingen-ems/">Wirtschaftsinformatik</a> dual zu studieren? </strong></p>
<p>Laake: Ich habe mich bereits 1988 für eine Ausbildung zum Industriekaufmann bei der Erwin Müller GmbH beworben. In meinem Vorstellungsgespräch wurde ich auf die Berufsakademie Emsland angesprochen und ob ich ein Interesse an einem Studium in Lingen hätte. Für mich als Lingener eine einmalige Chance am Wohnort zu studieren und gleichzeitig eine Ausbildung abzuschließen. Die Entscheidung ist mir daher sehr leichtgefallen.</p>
<p><strong>Würden Sie sich auch heutzutage wieder für ein duales Studium entscheiden? Wenn ja, warum? Wenn nein, warum nicht? </strong></p>
<p>Laake: Die Antwort lautet: Ja, ja, ja!</p><ul> 	<li>Ja, weil man die erlernte Theorie noch während des Studiums in der betrieblichen Praxis erproben und nutzen kann.</li> 	<li>Ja, weil die Kombination aus Theorie und Praxis eine gute Basis für den Einstieg und Erfolg im Beruf bildet.</li> 	<li>Ja, weil ich persönlich davon profitiert habe.</li> </ul><p><strong>Was sind Ihrer Meinung nach die drei größten Vorteile des dualen Studiums? </strong></p>
<p>Laake:</p><ol> 	<li>Die Verbindung von Theorie und Praxis.</li> 	<li>Mit dem dualen Studium sind die Chancen sehr groß, im Ausbildungsbetrieb übernommen zu werden und erste Berufserfahrung sammeln zu können.</li> 	<li>Die Studierenden erhalten während der kompletten Studienzeit eine Ausbildungsvergütung.</li> </ol><p><strong>Inwieweit können Sie das erlernte Wissen aus dem Studium in Ihrem heutigen Job noch nutzen?<br> Wo lassen sich Theorie und Praxis besonders gut verbinden? </strong></p>
<p>Laake: Mein Studium liegt bereits 30 Jahre zurück. Jeder weiß, wie schnell sich IT und Technik weiterentwickelt. Vieles davon kann ich somit leider nicht mehr nutzen. Aber im Studium erwirbt man ja nicht „nur“ bestimmte Fachinhalte, sondern eigentlich lernt man in einer bestimmten Art und Weise zu denken und Probleme zu lösen. Diese Denkweise habe ich mir bis heute bewahrt und die hilft mir nach wie vor, auch komplexere Aufgaben zu bearbeiten.</p>
<p><strong>Sie sind mittlerweile schon seit einigen Jahren Leiter der IT und Prokurist bei der <em>emco Group</em>. Inwiefern hat Sie Ihr duales Studium auf die Karriere vorbereitet? </strong></p>
<p>Laake: Das duale Studium war für mich und meine berufliche Karriere der perfekte Ausgangspunkt. Bei vielen Herausforderungen und Projekten konnte ich auf mein theoretisches Wissen zurückgreifen und für meine Aufgaben und Tätigkeiten nutzen.</p>
<p><strong>Nennen Sie drei Charaktereigenschaften, die Sie in Ihrer Karriere besonders nach vorne gebracht haben. </strong></p>
<p>Laake: Teamfähigkeit<em>, </em>Durchhaltevermögen/Belastbarkeit und Lernbereitschaft.</p>
<p><strong>Beschreiben Sie bitte aus Ihrer Perspektive als Leiter der IT, was Unternehmen von dual Studierenden erwarten und wie sie sich optimal im Betrieb einbringen können.</strong></p>
<p>Laake: Die Messlatte für dual Studierende liegt deutlich höher als die für Auszubildende. Auf die Fähigkeit selbständig zu arbeiten, Probleme zu erkennen und Lösungsvorschläge zu entwickeln, wird besonderer Wert gelegt. Gesucht sind Ideengeber*innen, aber keine Besserwisser*innen.</p>
<p><strong>Welche Kompetenzen sollten heranwachsende Führungskräfte aus Ihren Augen mit sich bringen und wieso? </strong></p>
<p>Laake: Fachkompetenz ist immer gefragt und hilft grundsätzlich bei der Übernahme von Führungsaufgaben. Entscheidende Kompetenzen sind für mich aber Team- und Kommunikationsfähigkeit. Wer diese Kompetenzen mitbringt, erzielt mit seinem Team bessere Ergebnisse und Probleme lassen sich schneller und unkomplizierter lösen.</p>
<p><strong>Welchen Tipp würden Sie den dual Studierenden mit auf den Weg geben? Was ist Ihrer Meinung nach der beste Motor zu einer erfolgreichen Karriere? </strong></p>
<p>Laake: Mit einem klaren Ziel vor Augen lassen sich das Studium und der Einstieg in den Beruf am besten meistern. Für viele ist es ein Klischee, für mich aber ist Teamfähigkeit der Schlüssel zum Erfolg.</p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Mon, 20 Sep 2021 16:08:53 +0200</pubDate>
                        <title>Vom Auszubildenden zum dualen Masterstudenten – Maik Olbering berichtet von seinen Erfahrungen</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2021/09/vom-auszubildenden-zum-dualen-masterstudenten-maik-olbering-berichtet-von-seinen-erfahrungen/</link>
                        <description>Nach der Ausbildung weiter im Job arbeiten und sich gleichzeitig mit einem Studium weiterqualifizieren – geht das? Und wie das geht! Maik Olbering schaut auf seinen beruflichen Weg zurück und berichtet, wie sein Kooperationsunternehmen ihn unterstützt hat und gibt Einblicke in seinen Arbeitsalltag.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Maik Olbering ist 25 Jahre und arbeitet seit 2014 bei Ventana in Vreden. Zuerst absolvierte er dort eine Ausbildung zum Industriekaufmann, danach folgte das duale Bachelorstudium bei uns am Campus Lingen am Institut für Duale Studiengänge (IDS). 2019 hatte er seinen Bachelor als Wirtschaftsingenieur in der Tasche. Aber dies reichte ihm noch nicht, sodass er heute im 5. Semester den Masterstudiengang Technologieanalyse, -engineering und -management (M.Eng.) (TAEM) mit der Studienrichtung Wirtschaftsingenieurwesen studiert.</p>
<p><strong>Wie kamen Sie eigentlich zu der Entscheidung, nach der Ausbildung ein duales Studium und kein anderes Studienformat zu absolvieren?</strong></p>
<p>Olbering: Gleich zu Beginn der Ausbildung wurde mir klar, dass ich noch studieren möchte. Gleichzeitig habe ich aber auch immer gerne praktisch gearbeitet und wollte bei Ventana bleiben. Glücklicherweise hat mich ein Bekannter auf das duale Studienangebot in Lingen aufmerksam gemacht. Daraufhin habe ich mich über das Studienkonzept auf der Webseite sowie in der Beratung des IDS informiert und die Studienmöglichkeit ziemlich schnell unserer Geschäftsführung vorgestellt. Ventana hat die Verzahnung zwischen Hochschule und Betrieb begrüßt und bot mir einen Job in Kombination mit dem Studium an – sowohl während des Bachelor- als auch des Masterstudiums.</p>
<p><strong>Wie werden Sie den dualen Masterstudiengang TAEM beschreiben? Sie haben nur fünf Worte!</strong></p>
<p>Olbering: Vielseitig, flexibel, organisiert, praxisorientiert und kombinierbar.</p>
<p><strong>Welchen Personen würden Sie den Studiengang TAEM als Wirtschaftsingenieur empfehlen?</strong></p>
<p>Olbering: Ich würde den Studiengang denjenigen empfehlen, die bereits mit einem „technischen“ Bachelor in ihrer Berufstätigkeit sind, die sich in einer Schnittstellenposition sehen, die offen für einen Perspektivwechsel sind und die ihre beruflichen Karrierechancen in einer Fachexpert*innen- oder Führungslaufbahn verbessern wollen.</p>
<p><strong>Was gefällt Ihnen am dualem Studium am besten?</strong></p>
<p>Olbering: Vor allem gefallen mir die hohen Individualisierungsmöglichkeiten, die Vereinbarung mit dem Job und der Praxistransfer - ich kann Gelerntes direkt an meinem Arbeitsplatz anwenden. Ich festige mein theoretisches Wissen durch praktische Umsetzung. Davon profitiert auch mein Kooperationsunternehmen.</p>
<p><strong>Was ist für Sie an der Studienrichtung Wirtschaftsingenieurwesen besonders?</strong></p>
<p>Olbering: Nur wir Wirtschaftsingenieure*innen haben im Master die tolle Möglichkeit neben den Modulen aus TAEM, 50 Prozent der Module auch aus dem Masterstudiengang Führung und Organisation (F&amp;O) zu wählen. Aufgrund der Ausrichtung etabliert sich derzeit inoffiziell der Begriff „angehende Führungsingenieur*innen“ für uns. Wir werden durch das Studium befähigt Organisationsveränderungsprozesse und Führungsaufgaben zu übernehmen. Das ist eine fachübergreifende Querschnittskompetenz, für die nur ein Masterstudium umfänglich qualifizieren kann. Ich kann also Führungs-, Personal- und Organisationsbausteine passend zu meinem Aufgabenfeld im Job kombinieren und technische sowie kaufmännische Themen an den Schnittstellen meines Jobs im Unternehmen verbinden. Ich habe immer das Know-how und den Perspektivwechsel, den ich benötige.</p>
<p><strong>Ein wichtiger Bestandteil des dualen Studiums ist der Theorie-Praxis-Transfer. Im ersten Moment klingt das ja etwas sehr nüchtern. Ist es das? </strong></p>
<p>Olbering: Nein, ganz und gar nicht. Ich kann durch die wiederkehrenden Reflexionsorientierten Transferstudien mein erlerntes Wissen im Studium zeitnah und direkt auf die Praxis anwenden, indem ich die Modulinhalte zu Themen an meinem Arbeitsplatz in einen Kontext setzte. Ich betrachte Prozesse und Abläufe aus einem erkenntnisorientierten Blickwinkel und versuche, Probleme zu lösen.</p>
<p><strong>Welche Vorteile bietet Ihnen das Studium am IDS?</strong></p>
<p>OIbering: Durch das IDS fühle ich mich während des Studiums sehr gut beraten und betreut. Ich habe dort bei Fragen oder Studienproblemen immer ein*e Ansprechpartner*in. Gerade im Bachelor gibt es auch von den Lehrenden etliche „helfende“ Angebote. Im Master kann man durch die relativ geringe Zahl der Studierenden sein Netzwerk auch unter den Kommiliton*innen professionell ausbauen. Da hat man dann einen anderen Fokus.</p>
<p><strong>Wie bringt sich Ihr Kooperationsunternehmen in Ihrem Masterstudium ein?</strong></p>
<p>Olbering: Mein Kooperationsunternehmen hilft mir bei der Themenfindung der Transferstudien und stellt mir Daten sowie die notwendige Zeit zur Verfügung. Für die Vorlesungen bin ich ebenfalls freigestellt. Lernen und studieren darf ich nach Feierabend ganz in Ruhe in meinem Büro.</p>
<p><strong>Wie war es für Sie, während der Pandemie zu studieren? </strong></p>
<p>Olbering: Die Online-Vorlesungen begannen ganz plötzlich im zweiten Semester, wobei die schnelle Organisation der Lehrenden und die technische Umsetzung durch die Hochschule sehr lobenswert waren. In der Theoriephase fahre ich ansonsten täglich knapp 200 km zum Campus nach Lingen. Das sparte jetzt Zeit und Geld. Nichtsdestotrotz fehlt der persönliche Kontakt auch für neue Freundschaften. Insgesamt hat das IDS das Beste aus der Situation gemacht. Ich freue mich trotzdem über die Präsenzveranstaltungen.</p>
<p><strong>Was streben Sie mit Ihrem Master an?</strong></p>
<p>Olbering: Ich möchte in meiner Firma bleiben und als Abteilungsleiter einen eigenen Verantwortungsbereich übernehmen. Ich möchte das Unternehmen über stetige Prozessverbesserungen mitgestalten und daran mitarbeiten, dass diese im Team umgesetzt werden können. Ganz passend also zum „Führungsingenieur“.</p>
<p><strong>Wenn Sie könnten, würden Sie in Ihrem Lebenslauf etwas ändern?</strong></p>
<p>Olbering: Ich hätte vielleicht vor dem Studium eine technische Ausbildung, z.B.: als Elektroniker, machen können. Dann wäre ich mit einem besseren technischen Verständnis in das Bachelorstudium zum Wirtschaftsingenieur gegangen.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Mon, 13 Sep 2021 09:56:00 +0200</pubDate>
                        <title>Ein Blick hinter die Kulissen mit Prof. Dr.-Ing. Johannes Koke</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2021/09/ein-blick-hinter-die-kulissen-mit-prof-dr-ing-johannes-koke/</link>
                        <description>In unserem Format „Ein Blick hinter die Kulissen mit…“ stellen wir Ihnen einmal im Monat Lehrende oder Mitarbeitende der Hochschule vor, die Sie im Laufe Ihres Studiums am Campus Lingen am Institut für Duale Studiengänge (IDS) oder vorher beim Informationsprozess kennenlernen können. Dieses Mal im Interview: Prof. Dr.-Ing. Johannes Koke.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Koke hat Maschinenbau mit der Vertiefungsrichtung Verfahrenstechnik an der RWTH Aachen studiert und bringt seit acht Jahren sein Wissen und seine Erfahrung in seine Tätigkeit als Professor für Maschinenbau mit dem Schwerpunkt Verfahrenstechnik ein. Darüber hinaus engagiert er sich in verschiedenen Positionen: er hat die wissenschaftlich-fachliche Leitung des Studiengangs Engineering technischer Systeme inne, ist Sprecher für den Laborbereich Energiesysteme und Prozesstechnik sowie in der Studienkommission, der Kommission für Internationalisierung und der Laborkommission tätig. Vor seiner Tätigkeit am Campus Lingen hat Koke in der Industrie gearbeitet.</p>
<p><strong>Wann haben Sie gemerkt, dass Sie als Dozent arbeiten möchten?</strong><strong> </strong></p>
<p><em>Koke</em>: Den Wunsch habe ich tatsächlich längere Zeit verfolgt. Der Ursprung liegt, glaube ich, in meiner Promotionszeit, als ich in der Lehre an der RWTH Aachen mitgewirkt habe. Das hat mir damals schon Spaß gemacht. Es hat mich zwar erst in die Industrie gezogen, aber trotzdem habe ich den Wunsch, zu lehren, die ganze Zeit verspürt.<strong> </strong></p>
<p><strong>Warum haben Sie sich für die Lehre an der Hochschule Osnabrück entschieden und was hat Sie vom IDS überzeugt?</strong></p>
<p><em>Koke</em>: Ich habe mich für die Hochschule Osnabrück und das IDS entschieden, weil ich die Lehre und die Arbeit mit Studierenden sehr attraktiv finde. Ich bin erst 13 Jahre lang in der Industrie bei der Firma Bosch in verschiedenen Positionen tätig gewesen. Da habe ich gemerkt, dass man in so einer großen und interessanten Firma viel lernt, was man gut an junge Leute weitergeben kann. An der Universität habe ich damals zwar unglaublich viel gelernt, aber die direkte Berufspraxis und die Berührung mit der Industrie fehlten mir dort stark. Ich finde es reizvoll, dass man die beruflichen Erfahrungen mit dem in der Theorie Gelernten so gut verbinden kann.</p>
<p>Mich hat das IDS besonders gereizt, weil ich dadurch Studierende bei mir in der Lehre habe, die in Firmen verankert sind und dadurch einen ganz anderen Hintergrund mitbringen. Sie wissen, wie viele Abläufe in der Firma funktionieren und haben einen groben Überblick über alles. Ich finde es sehr spannend, mit solchen Studierenden zusammenzuarbeiten.</p>
<p><strong>Was ist das Besondere am IDS?</strong></p>
<p>Koke: Der Theorie-Praxis-Transfer ist in allen Studiengängen des IDS tief verankert. Das ist schon etwas Besonderes. Die Praxistransferprojekte (PTPs) sind das Markenzeichen des IDS und des dualen Studiums am IDS. Manche Studierende tun sich mit den PTPs schwer, aber ich finde die total gut, weil die Studierenden dadurch sehr viel lernen können.</p>
<p>Das Lernen in kleineren Gruppen ist ein weiterer großer Vorteil am IDS. Dadurch lernen sich die Lehrenden und die Studierenden ganz gut kennen und haben einen guten Kontakt zueinander. Das gefällt mir sehr.</p>
<p><strong>Welcher Moment ist Ihnen in Ihrer Zeit als Dozent am meisten in Erinnerung geblieben?</strong></p>
<p><em>Koke</em>: Die Abschlussfeiern sind für mich immer besonders beeindruckend. Wenn 1.000 Leute in der großen Halle sitzen und den Abschluss der Studierenden feiern. Das ist eine ganz besondere Erfahrung (Anm. d. Red.: Die Erzählungen beziehen sich auf die Zeit vor der Corona-Pandemie.).</p>
<p>Eine schöne Erinnerung stammt aus dem Jahr 2019. Dort hatte ich in der Vorlesung „Projektierung technischer Systeme“ eine Studierendengruppe aus dem Bereich Wirtschaftsingenieurwesen, die eine ganz interessante Hausarbeit angefertigt hat. Ich habe das Thema daraufhin weiterentwickelt und die Studierenden haben an diesem Thema weitergearbeitet. Das Ergebnis war ein Poster, das wir auf einer namenhaften Konferenz zum Thema Solarthermie eingereicht haben. Damit gewannen wir den ersten Platz in der Kategorie „Poster“. Besonders gut gefallen hat mir, dass das ein Ergebnis war, das aus einer Hausarbeit entstanden ist.</p>
<p><strong>Was gefällt Ihnen an Ihrem Job am besten?</strong></p>
<p><em>Koke</em>: Mir gefällt die Vielseitigkeit. Ich halte sehr viele Vorlesungen, angefangen bei den Grundlagen hin bis zu spezifischen Fachvorlesungen, wodurch ich breit aufgestellt bin. Zusätzlich arbeite ich nicht nur als Dozent, sondern bin noch in verschiedenen Kommissionen tätig. Das ist viel Arbeit, aber dadurch ist sie auch sehr abwechslungsreich. Forschungs- und Industrieprojekte runden diese Tätigkeit ab.</p>
<p><strong>Was empfanden Sie als Vorteil und als Nachteil an der Online-Lehre?</strong></p>
<p><em>Koke</em>: Ich hatte mich ganz gut mit der Online-Lehre arrangiert, aber ich bin froh, dass jetzt wieder Präsenzlehre stattfindet. Der etwas persönlichere Kontakt geht in der Online-Lehre sehr stark verloren, was definitiv einen Nachteil darstellt. Der einzige Vorteil für mich war, dass ich nicht pendeln musste, aber das mache ich lieber und unterrichte die Studierenden in Präsenz. In Bezug auf die Lehre ist es praktisch, dass man nun einige digitale Inhalte anwendet, die man vorher nicht genutzt hat. Ich habe vor der Pandemie immer schon versucht, meine Vorlesungen durch Aufzeichnungen, Filme, digitale Übungsmaterialien oder verschiedene Programme digitaler zu halten und das lässt sich jetzt natürlich noch besser integrieren.</p>
<p>Für mich war die Zeit auf jeden Fall eine produktive Phase, weil ich all meine Vorlesungen nochmal von Grund auf überarbeite. Ich glaube auch, dass man das, was jetzt onlinefähig ist, später gut in der Präsenzlehre einsetzen kann. Unterm Strich werden die Lehrmaterialien von allen Lehrenden jetzt noch besser sein.</p>
<p><strong>Was glauben Sie, was die Studierenden am meisten an Ihnen schätzen?</strong></p>
<p>Koke: Wahrscheinlich, dass ich sie immer ernst nehme und versuche, in den Vorlesungen ein bisschen was Besonderes zu machen, z. B. durch ein Experiment. Das bietet sich im Bereich Technik oft an und lockert auf. Ich denke, die Studierenden mögen es, wenn man stark miteinander arbeitet. Ich stelle beispielsweise viele Fragen in meinen Vorlesungen und merke auch, wenn die Studierenden mir nicht mehr folgen können. Dann ändere ich meine Vorlesung spontan.</p>
<p><strong>Beschreiben Sie das IDS in wenigen Worten.</strong></p>
<p><em>Koke</em>: Ganz klar: Praxistransfer und Vernetzung – Das würde mir immer als erstes einfallen.</p>
<p>Ansonsten noch die gute Organisation, d. h. ein gutes Zusammenarbeiten mit allen, vor allem mit der freundlichen und kompetenten Verwaltung vom IDS. Da macht die Arbeit natürlich Spaß, wenn man merkt, dass man an allen Stellen unterstützt wird.</p>
<p><strong>Wie verbringen Sie Ihre Freizeit?</strong></p>
<p><em>Koke</em>: Ich habe eine Familie mit zwei Kindern, mit denen ich viel Zeit verbringe. Außerdem fahre ich sehr gerne und viel Fahrrad.</p>
<p><strong>Welchen Ort möchten Sie irgendwann einmal bereisen?</strong></p>
<p><em>Koke</em>: Mein Traumziel ist Neuseeland, aber da bin ich auch schon zweimal gewesen. Mir gefällt es dort vor allen Dingen wegen der tollen Landschaft und der Bewohner*innen. Die Neuseeländer*innen habe ich immer als sehr offen und freundlich erlebt. Neuseeland ist ein Land, in dem man gut reisen kann – auch als Individualreisende*r. Es ist schon länger her, aber als wir früher da waren, sind wir mit Rucksack und Zelt gereist. Das ging sehr gut und war eine tolle Erfahrung. Die Reise würde ich jederzeit wieder machen.</p>
<p><strong>Welches Buch sollte jeder gelesen haben?</strong></p>
<p><em>Koke</em>: Den Roman „Per Anhalter durch die Galaxis“ sollte man wegen des schrägen und ironischen Humors gelesen haben.</p>
<p><strong>Was darf in Ihrem Kühlschrank niemals fehlen?</strong></p>
<p><em>Koke</em>: Ein kühles Bier, idealerweise selbst gebraut.</p>
<p><strong>Welche Sprache würden Sie gerne sprechen? </strong></p>
<p><em>Koke</em>: Ich würde gerne besser französisch sprechen können, aber bis jetzt bin ich mit Englisch immer gut gefahren.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Fri, 10 Sep 2021 13:48:00 +0200</pubDate>
                        <title>Duales Studium im Familienbetrieb – Alumna Anna Brüggemann</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2021/09/die-entscheidung-ist-gefallen-es-soll-ein-duales-studium-werden-jetzt-beginnt-eure-suche-nach-einem-passenden-unternehmen-bei-dem-ihr-die-praxisphasen-des-dualen-studiums-verbringt-ob-ein-unternehmen-ein-duales-studium-anbietet-erfahrt-ihr-meistens-ue/</link>
                        <description>Anna Brüggemann studierte von 2012 bis 2016 dual den Bachelor Management betrieblicher Systeme mit der Studienrichtung Betriebswirtschaft. Wie sie heute auf ihr Studium zurückblickt und welche Besonderheiten ein Studium im Familienbetrieb mit sich bringt, berichtet sie in diesem Beitrag.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Der duale Studiengang Management betrieblicher Systeme (MBS), mit seinen beiden Studienrichtungen <a href="/studium/studienangebot/bachelor/management-betrieblicher-systeme-betriebswirtschaft-ba-dual-standort-lingen-ems/">Betriebswirtschaft (B.A.)</a> und <a href="/studium/studienangebot/bachelor/management-betrieblicher-systeme-wirtschaftsingenieurwesen-beng-dual-standort-lingen-ems/">Wirtschaftsingenieurwesen (B.Eng.)</a>, richtet sich an Studieninteressierte mit einer ersten Berufsausbildung, die ihre bisherigen Praxiserfahrungen durch ein theoretisches aber gleichzeitig anwendungsorientiertes Studium ergänzen möchten. Er eignet sich nicht nur für die Personalentwicklung zur Fach- und Führungskraft oder technischen Expert*innen, sondern auch zur Vorbereitung auf die Unternehmensnachfolge, wie Brüggemann zeigt. Brüggemann absolvierte die Praxisphasen in ihrem Familienbetrieb Brüggemann Logistik GmbH in Lingen und ist inzwischen in der Geschäftsführung tätig.</p>
<p><strong>Warum haben Sie sich damals für ein duales, berufsintegrierendes Studium entschieden? </strong></p>
<p>Brüggemann: Ich habe meine Ausbildung zur Kauffrau für Speditions- und Logistikdienstleistungen nicht in unserem Familienbetrieb absolviert, aber in einem vergleichbaren Unternehmen. Danach bin ich im Dezember 2011 in unser Unternehmen eingestiegen. Da habe ich gemerkt, dass mir die Ausbildung noch nicht ausreicht und ich mich noch weiterbilden möchte. Durch eine Bekannte bin ich dann auf das IDS gestoßen. Für mich waren die Präsenztage Freitag und Samstag, die das berufsintegrierende Studium bietet, sehr interessant, weil ich dann quasi ganz normal meine 40 Stunden arbeiten konnte und das Studium noch zusätzlich gemacht habe.</p>
<p><strong>Stand für Sie damals zur Debatte, das duale Studium außerhalb des Familienbetriebs zu absolvieren? </strong></p>
<p>Brüggemann: Nein, die Überlegung gab es gar nicht. Das ist einfach Familienhistorie. Ich bin das jüngste Kind und mein Vater war schon über das Rentenalter hinaus, deswegen musste die Nachfolge relativ schnell erfolgen. Dass ich ein anderes Unternehmen kenngelernt habe, war mir sehr wichtig. Das hatte ich durch die Ausbildung abgeschlossen und dann war der Weg in den Familienbetrieb für mich klar. Ich musste auch während des Studiums die Erfahrungen in unserem Unternehmen sammeln, weil ich das Unternehmen direkt danach übernommen habe.</p>
<p><strong>Wie war es, Ihr duales Studium im Familienbetrieb zu absolvieren?</strong></p>
<p>Brüggemann: Es war gut und herausfordernd. Im Austausch mit meinen Kommiliton*innen habe ich festgestellt, dass die größeren Unternehmen die Studierenden mehr unterstützen konnten, als es bei mir der Fall war. Gleichzeitig hatte ich bei uns nicht nur einzelne Projekte, wie viele der anderen Studierenden, sondern meine festen Aufgaben. Das war auch oft stressig. Aber ich sag immer: `Wenn man das geschafft hat, schafft man auch vieles andere.</p>
<p><strong>Was waren die größten Herausforderungen und Vorteile des dualen Studiums?</strong></p>
<p>Brüggemann: Der größte Vorteil ist, dass man weiterhin Vollzeit arbeiten und sein eigenes Geld verdienen kann. Für mich war ganz wichtig, dass ich meinen Lebensunterhalt weiterhin alleine bestreiten konnte, weil ich das auch schon so gewöhnt war. Das `Selbstständig Bleiben´ war für mich ein wichtiger Aspekt. Eine Herausforderung war definitiv, 40 Stunden in der Firma zu arbeiten plus 20 Stunden Vorlesung und die Zeit, die man zur Vor- und Nachbereitung benötigt. Das IDS empfiehlt daher üblicherweise, die reguläre Arbeitszeit zu reduzieren. Im Familienunternehmen blieb allerdings nicht aus, dass ich mehr arbeitete. Ein gutes Zeitmanagement ist dann vor allem in den Klausurenphasen sehr wichtig gewesen. Ein herausforderndes Thema waren für mich die Praxistransferprojekte (PTPs), die man im Anschluss schreiben musste, wenn man am Anfang nicht so fleißig war. Ich kann auch nicht empfehlen, Klausuren zu schieben - sonst wird es im nächsten Semester noch anstrengender.</p>
<p><strong>Sie haben die PTPs schon angesprochen. Wie bewerten Sie diese rückblickend?</strong></p>
<p>Brüggemann: Die PTPs würde ich von „so lala“ bis sehr gut bewerten. Im Studium haben mich die PTPs aber einige Nerven gekostet, denn manchmal war es gar nicht so einfach, das richtige Thema zu finden und ich musste mich auch erst daran gewöhnen, dass es dazu gehört, das PTP ganz selbständig zu schreiben. Aber als ich wusste, wie das PTP-Schreiben geht, hat es mir viel gebracht - vor allem wenn ich sie modulübergreifend schreiben konnte. Dann hatten sie zwar einen größeren Umfang, aber man konnte dadurch verschiedene Aspekte mit einbringen. In den Fällen würde ich sie als sehr sinnvoll bewerten. Dann haben sie auch einen großen Beitrag zum Theorie-Praxis-Transfer geleistet.</p>
<p><strong>Welche Module haben Ihnen damals am besten gefallen? In welchen Situationen Ihres Studiums konnten Sie die Theorie besonders gut mit der Praxis verbinden?</strong></p>
<p>Brüggemann: Eins meiner Lieblingsmodule war Cross-Culture-Management, weil das so vielseitig war und ich viel mitnehmen konnte. Außerdem hat mich Herr Seifert unabhängig von konkreten Modulen wirklich mit seinem Charakter und seiner Art, wie er Wissen in der Logistik vermittelt hat, begeistert.</p>
<p>Eine Situation, in der ich die Theorie besonders gut mit der Praxis verbinden konnte, war als Herr Häring etwas über Kommunikation erklärt hat. Ich bin nach meinem Studium schnell in der Geschäftsführung tätig gewesen. Dabei ist die größte Herausforderung oft der Personalbereich, wie ich am Anfang feststellen musste, vor allem da ich als Tochter in das Unternehmen kam. Das, was Herr Häring uns über den Umgang mit dem Personal erklärt hat und wie er uns die Funktion von Kommunikation gelehrt hat, hat mir dabei sehr geholfen. Wir mussten z. B. in verschiedene rhetorische Rollen schlüpfen und mit einem*r Partner*in bestimmte Situationen durchspielen. Die Kommiliton*innen haben die Paare dann bewertet. Das hat mir echt viel gebracht. Wenn man in der Geschäftsführung anfängt, muss man erst überlegen, wie man nach außen wirken und wie man führen möchte. Bei diesen Gedanken konnte ich sehr gut auf das Studium zurückgreifen.</p>
<p><strong>Manchmal gibt es Module, deren Bedeutung man erst im Nachhinein zu schätzen weiß. Welches Modul würden Sie gerne nochmal hören?</strong></p>
<p>Brüggemann: Da gibt es einige Module, die ich gerne nochmal hören würde. Ich würde vor allem gerne nochmal die betriebswirtschaftlichen Module hören und dann vertiefter auf das Thema Unternehmensführung und auch Finanzierung eingehen.</p>
<p><strong>Spüren Sie das duale Studium noch? Inwieweit können Sie das erlernte Wissen in Ihrem heutigen Job noch nutzen?</strong></p>
<p>Brüggemann: Definitiv. Nehmen wir z. B. eine Bilanzbesprechung: Da kenne ich die Begriffe und weiß ungefähr, was das alles bedeutet und wo ich die einordnen muss. Vor allem zu Beginn meines Jobs habe ich mir immer wieder meine Unterlagen geschnappt und mir die Inhalte nochmal durchgelesen. Im Prinzip muss ich es heute nicht mehr wissen, weil das Mitarbeitende erarbeiten, gleichzeitig ist es trotzdem schön, wenn ich das auch selbst verstehe. Da ist eindeutig viel Wissen aus dem Studium hängen geblieben. Manchmal würde ich auch gerne wieder zur Vorlesung gehen, um noch mehr Input zu bekommen und Aha-Momente zu erleben. Das war schon immer cool, Input und Job gleichzeitig zu haben. Durch diese Kombination ist mir vieles klar geworden, weil ich die Theorie und Praxis besser und schneller miteinander verbinden konnte. Bei dem ersten Lagebericht, den ich schreiben musste, hat mir sogar ein ehemaliger Dozent geholfen, obwohl ich mit meinem Studium schon fertig war, weil ich gar nicht wusste, wie ich den schreiben soll.</p>
<p><strong>Wie sieht Ihr Arbeitsalltag aus?</strong></p>
<p>Brüggemann: Mein Arbeitsalltag ist ziemlich breit gefächert. Wir haben natürlich, wie alle, oft auch einen Personalmangel. Deswegen versuche ich immer, wenn es irgendwo brennt, da zu sein und bei der Arbeit zu unterstützen. Allerdings muss ich auch sehen, dass ich den Überblick behalte, die ganzen Führungsangelegenheiten schaffe und Entscheidungen treffe. Ich versuche immer, eine gute Mischung zu haben. Ich finde es z. B. gut, wenn ich alle Systeme hier kenne und gut bedienen kann. Ich bin der Meinung, dass man das nur kann, wenn man ein bisschen damit gearbeitet hat. Urlaubsvertretungen bieten da immer eine gute Möglichkeit, die Programme zu erlernen oder aufzufrischen. Zu meinen Aufgaben gehört Personal-, Investitions- und Liquiditätsplanung und Problemabwicklung. Auch Ausschreibungen oder Auftragsvergaben fallen in meinen Aufgabenbereich. Wir machen auch viel für Behörden. Da gibt es dann immer wieder Gremien, an denen man teilnehmen muss. Nutzfahrzeugeinkauf und -verkauf fällt auch noch in meinen Bereich. Es ist also sehr vielseitig.</p>
<p><strong>Hat sich der Arbeitsalltag im Vergleich zu der Studienzeit verändert?</strong></p>
<p>Brüggemann: Ich hatte das Glück, dass mein Vater sehr locker ist und er mir auch schon im Studium viele Freiheiten gegeben hat. Natürlich habe ich damals noch nicht so viele Entscheidungen getroffen, wie jetzt und ich musste mich noch nicht so beweisen. Früher hat er die Sachen unterschrieben, die ich ausgearbeitet habe und heute muss ich alles unterschreiben, auch wenn er mir manchmal noch hilft.</p>
<p><strong>Welchen Mehrwert hat Ihnen das berufsintegrierende Konzept geboten?</strong></p>
<p>Brüggemann: Ich habe es in meinem Beruf mit ganz gemischten Personengruppen zu tun. Das Studium hat mir ermöglicht, ein gutes Gefühl für die Perspektive der Menschen zu erhalten und sich dem Gegenüber anzupassen. Natürlich wurde mir auch das entsprechende Hintergrundwissen vermittelt, das ich in solchen Situationen benötige. Ein Mehrwert war, wie schon mehrfach angesprochen, diese besonders tiefe Vernetzung von Praxis und Theorie, die ich durch das berufsintegrierende Konzept hatte.</p>
<p><strong>Würden Sie sich nochmal für ein duales Studium entscheiden?</strong></p>
<p>Brüggemann: Wenn ich den Mehrwert angucke, würde ich mich auf jeden Fall immer wieder für das duale Studium entscheiden. Wenn ich mir mein Privatleben zwischendurch angeguckt habe, vielleicht nicht immer, aber ich habe auch meine Stunden nicht reduziert. Das war auch unter anderem der Grund, warum ich mich gegen den Master entschieden habe. Ich kam an meine Grenzen, aber das ist auch nicht schlecht, die mal kennenzulernen. Man wächst während des Studiums auf jeden Fall.</p>
<p><strong>Welchen Tipp möchten Sie Interessierten und /oder dual Studierenden mit auf den Weg geben, um das Studium gut zu meistern?</strong></p>
<p>Brüggemann: Ich würde den Tipp geben, von Anfang an am Ball zu bleiben. Schreibt regelmäßig PTPs und schiebt keine Klausuren. Es überrollt euch sonst. Nutzt auch die Zeit während der Vorlesungen. Ihr könnt dort viel besser lernen, als nur den Stoff allein Zuhause durchzuarbeiten.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Mon, 30 Aug 2021 08:43:28 +0200</pubDate>
                        <title>Gastbeitrag von Steffen Bültel und Maria Shi, Mentor*innen am IDS </title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2021/08/gastbeitrag-von-steffen-bueltel-und-maria-shi-mentorinnen-am-ids/</link>
                        <description>Mentor*innensprecher Steffen Bültel und Mentorin Maria Shi berichten über ihren Einstieg ins duale Studium am Campus Lingen, den Einfluss der Mentor*innen auf diesen sowie ihre Entscheidung sich selbst zu engagieren. Außerdem stellen sie die vielfältigen Gremien des Mentor*innenprogramms unseres Instituts für Duale Studiengänge (IDS) vor.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Steffen Bültel ist 20 Jahre alt und studiert im fünften Semester dual Wirtschaftsingenieurwesen. Seine Praxisphasen absolviert er bei der Wietmarscher Ambulanz- und Sonderfahrzeug GmbH. Neben dem Studium engagiert er sich seit 2020 als Mentor und seit diesem Jahr als Mentor*innensprecher (<a href="https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bmonth%5D=08&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=8906&amp;tx_news_pi1%5Byear%5D=2021&amp;cHash=5477e136bf0619aacb7a76fcb24a9c11" target="_blank">Wechsel der Mentor*innensprecher</a>). Die 19-jährige Maria Shi studiert im fünften Semester Wirtschaftsinformatik bei der Atos Information Technology GmbH. Sie ist seit 2020 Teil des Mentor*innenteams und dort Mitglied der Gremien Kommunikation und Studierendenvernetzung.</p>
<p><strong>Unser Einstieg ins duale Studium </strong></p>
<p>”Das duale Studium begann für mich mit Start der Ausbildung im August 2019. Im gleichen Monat fand auch das Erstsemsterwochendende statt. Dort knüpfte ich erste Kontakte zu meinen Kommiliton*innen und konnte vor allem durch das Abendprogramm der Mentor*innen auch Studierende aus anderen Studiengängen kennenlernen. Dadurch, dass meine Theoriephase erst im November anfing (B–Block), empfand ich den Zeitraum nach dem Erstsemesterwochenende als ein wenig surreal, da ich zwar meine Kommiliton*innen kennengelernt habe, aber noch keine tiefgreifenden Beziehungen knüpfen konnte. Mit Start der Theoriephase verflüchtigten sich alle Sorgen und dank der vielen Veranstaltungen der Mentor*innen konnte ich meine Kommiliton*innen näher kennenlernen. Insgesamt kam ich über unterschiedliche Schnittstellen mit den Mentor*innen oder ihren Aufgabenfeldern in Kontakt, weshalb ich schnell für mich entschied, dass ich gerne ein Teil der Mentor*innen werden wollte und mich kurzerhand dafür beworben habe. Heute bin ich stolze Mentorin am IDS.” – Maria Shi</p>
<p>“Auch mein Studium startete im B-Block im Jahr 2019, weswegen das Ersti-Wochenende die erste richtige Veranstaltung war. Ich kannte bereits ein paar meiner Kommiliton*innen aus der Schule. Diese kannten wiederum andere Studierende aus unserem Jahrgang. Dennoch war es wichtig, meine Studiengruppe und auch Studierende anderer Gruppen und Semester bei den ersten Veranstaltungen in Lingen kennenzulernen: So gab es zum Beispiel Partys und verschiedene Bierpong- und Flunkyballturniere, bei denen ich immer wieder die Gelegenheit hatte, neue Leute kennenzulernen. Was ich damals gebraucht habe, war der Kontakt zu anderen Studierenden und die Möglichkeit, den eigenen Stand einzuschätzen: Wann muss ich mit dem übergreifenden Praxistransferprojekt (PTP) anfangen? Lernen die anderen schon? Bin ich für alle Prüfungen angemeldet?</p>
<p>Dadurch, dass vor allem der Beginn des Studiums viel Eigenverantwortung forderte, tat sich eine gewisse Unsicherheit auf, bei der es enorm half, sich mit anderen Studierenden und auch den höheren Semestern auszutauschen. Schon bald stellten sich die Mentor*innen in einer gesonderten Informationsveranstaltung vor und erklärten, dass sie für unsere Betreuung mitverantwortlich sind. Daraufhin wurden viele Fragen und Anliegen in unserer WhatsApp-Studiengruppe gestellt und beantwortet. Die Unterstützung hat mir sehr geholfen. Das Engagement der Mentor*innen und ihre Aufgaben gefielen mir auch, weswegen ich im zweiten Semester eine Bewerbung formuliert und am Auswahlverfahren teilgenommen habe. In diesem Jahr wurde ich zum Sprecher der Mentor*innen am IDS gewählt, sodass ich unser Team ein Stück weit koordinieren und anführen darf.” – Steffen Bültel</p>
<p><strong>Mentor*innenprogramm im Überblick </strong></p>
<p>Die Mentor*innen dienen als Informations- und Erfahrungsspender*innen und stellen das Bindeglied zwischen dem IDS und den Studierenden dar. So informieren wir über hochschulinterne Wahlen, schlagen auf Anfrage in vielen Modulen Tutor*innen vor oder geben auch mal Wegbeschreibungen zu Räumen am Campus. Gleichzeitig bilden wir die Schnittstelle zwischen allen Studierenden, indem wir eine Vielzahl von Partys und Veranstaltungen im Jahr organisieren; sowohl am Campus selbst als auch in der Innenstadt. In unserer Funktion als Repräsentant*innen der Studierenden setzen wir uns für eine kontinuierliche Verbesserung des Studiums ein; und das alles im Team! Denn Teamwork steht bei uns im Fokus, alle Aufgaben spielen sich in Gremien und Arbeitsgemeinschaften ab, die auch untereinander zusammenarbeiten.</p>
<p>Das Ganze haben wir unter einem Leitspruch zusammengefasst: Wir Mentor*innen sind Eure Ansprechpartner*innen für fachlichen Rat, vernetzende Partys und den Wohlfühlfaktor im Studium.</p>
<p><strong>Unsere Gremien </strong></p>
<p>Intern organisieren wir uns Mentor*innen in neun verschiedenen Gremien:</p>
<p>Das Gremium „Projekt-Mentor*innen“ ist kontinuierlich für kurz- und langfristige Aktionen und Veranstaltungen des IDS und der Studierenden- und Unternehmensbetreuung (StuBe) sowie der Mentor*innen selbst verfügbar. Die Projekt-Mentor*innen unterstützen hier in allen möglichen Bereichen: Vom Aufbau bei Veranstaltungen bis zu Video-Drehs ist alles dabei.</p>
<p>Das Gremium „Teambuilding“ organisiert jährlich eine Veranstaltung für das Mentor*innenteam selbst. Dabei steht das Kennenlernen der Mentor*innen untereinander sowie der Aufbau einer positiven Gruppendynamik im Fokus. In den letzten Jahren haben wir zum Beispiel eine Kanu-Tour oder eine Planwagenfahrt gemacht.</p>
<p>Passend dazu: Die Mentor*innenfahrt, die vom gleichnamigen Gremium organisiert wird, ist ebenfalls ein fester Bestandteil des Jahres der Mentor*innen. An einem Wochenende im späten Sommer geht es noch einmal um Teambuilding. Auch da darf der Spaß nicht zu kurz kommen.&nbsp;</p>
<p>Die Gruppe „Studierendenvernetzung“ kümmert sich vollumfänglich um alle vernetzenden Partys und Veranstaltungen im Jahr. Dazu gehören neben Flunkyball-Turniere auch Beer-Pong-Meisterschaften und Party-Safaris. Zu diesen Veranstaltungen sind alle Studierenden eingeladen, besondere Gelegenheiten zur Vernetzung bieten die Semesterein- und -ausstiege.</p>
<p>Die Gruppe „Projektmesse“ organisiert jedes Jahr im Juni eine Veranstaltung, bei der Projekte aus dem Projektstudium von Studierenden höherer Semester vorgestellt und Erfahrungen von Studierenden bezüglich des Projektstudiums ausgetauscht werden können. Außerdem stellen einige Lehrende ihre Projektvorschläge vor und erklären Möglichkeiten und Hintergründe von diesen. Im Projektstudium erarbeiten Studierende über zwei Semester in Teams eine Lösung für ein bestimmtes Problem, indem sie die erlernte Theorie anwenden. Diese Lösung wird in einigen Fällen am Ende des Projektstudiums auch praktisch umgesetzt. Damit dies möglich ist, ist eine Vernetzung verschiedener Disziplinen notwendig.</p>
<p>Das jährliche Auswahlverfahren für unsere angehenden Mentor*innen organisiert unser Gremium „Mentor*innenauswahl“. Die Bewerber*innen werden in einem Assessment-Center unter anderem auf Teamfähigkeit und Spaß an der Arbeit geprüft.</p>
<p>Das Gremium „Kommunikation“ ist verantwortlich für alle Social-Media-Auftritte (bspw.<a href="https://www.instagram.com/mentoren.ids/" target="_blank" rel="noreferrer"> Instagram</a>) der Mentor*innen, für die Erstellung von Postern vor Veranstaltungen sowie für die gesamte Präsentation der Mentor*innen des IDS nach außen hin. Mehrmals wöchentlich werden lustige Memes aus dem Studierendenalltag und interessante Informationen vom Campus gepostet.</p>
<p>Die Weihnachtsfeier der Mentor*innen wird von dem Gremium „Weihnachtsfeier“ veranstaltet und das letzte, aber nicht weniger wichtige Gremium der Mentor*innen ist das Gremium „Erstsemesterwochenende“. Dieses organisiert die Freizeitbestandteile nach dem offiziellen Programm der Studierendenbetreuung am Erstsemesterwochenende für die angehenden Studierenden am Campus in Lingen. Dieses Jahr haben wir beispielsweise eine Stadtrally und ein digitales Kennenlernen organisiert. So können sich die „Erstis“ schon einmal am Campus zurechtfinden, erste Kontakte knüpfen und in das Lingener Studierendenleben reinschnuppern.</p>
<p>Organisiert und koordiniert werden alle Gremien durch die jeweiligen Sprecher*innen der Arbeitsgruppen sowie durch den/die Mentor*innensprecher*in und den angegliederten Mentor*innenrat.</p><table cellspacing="0" class="table" style="border-collapse:collapse"> 	<tbody> 		<tr> 			<td style="background-color:#a6a6a6; border-bottom:1px solid black; border-left:1px solid black; border-right:1px solid black; border-top:1px solid black; vertical-align:top; width:196px"> 			<p><strong>Gremium</strong></p> 			</td> 			<td style="background-color:#a6a6a6; border-bottom:1px solid black; border-left:none; border-right:1px solid black; border-top:1px solid black; vertical-align:top; width:420px"> 			<p><strong>Kurzbeschreibung</strong></p> 			</td> 		</tr> 		<tr> 			<td style="background-color:#d9d9d9; border-bottom:1px solid black; border-left:1px solid black; border-right:1px solid black; border-top:none; vertical-align:top; width:196px"> 			<p><strong>Projektmesse</strong></p> 			</td> 			<td style="border-bottom:1px solid black; border-left:none; border-right:1px solid black; border-top:none; vertical-align:top; width:420px"> 			<p>Organisation der Projektmesse, in der Projekte zum Projektstudium vorgestellt und Erfahrungen von Studierenden weitergegeben werden</p> 			</td> 		</tr> 		<tr> 			<td style="background-color:#d9d9d9; border-bottom:1px solid black; border-left:1px solid black; border-right:1px solid black; border-top:none; vertical-align:top; width:196px"> 			<p><strong>Projekt-Mentor*innen</strong></p> 			</td> 			<td style="border-bottom:1px solid black; border-left:none; border-right:1px solid black; border-top:none; vertical-align:top; width:420px"> 			<p>Unterstützung des IDS und der StuBe bei verschiedenen Projekten</p> 			</td> 		</tr> 		<tr> 			<td style="background-color:#d9d9d9; border-bottom:1px solid black; border-left:1px solid black; border-right:1px solid black; border-top:none; vertical-align:top; width:196px"> 			<p><strong>Teambuilding</strong></p> 			</td> 			<td style="border-bottom:1px solid black; border-left:none; border-right:1px solid black; border-top:none; vertical-align:top; width:420px"> 			<p>Organisation von Maßnahmen und Veranstaltungen, die die Mentor*innen zusammenschweißen sollen</p> 			</td> 		</tr> 		<tr> 			<td style="background-color:#d9d9d9; border-bottom:1px solid black; border-left:1px solid black; border-right:1px solid black; border-top:none; vertical-align:top; width:196px"> 			<p><strong>Studierendenvernetzung</strong></p> 			</td> 			<td style="border-bottom:1px solid black; border-left:none; border-right:1px solid black; border-top:none; vertical-align:top; width:420px"> 			<p>Organisation von Veranstaltungen für die Studierenden zum Vernetzen untereinander, wie bspw. den Semestereinstieg</p> 			</td> 		</tr> 		<tr> 			<td style="background-color:#d9d9d9; border-bottom:1px solid black; border-left:1px solid black; border-right:1px solid black; border-top:none; vertical-align:top; width:196px"> 			<p><strong>Mentor*innenauswahl</strong></p> 			</td> 			<td style="border-bottom:1px solid black; border-left:none; border-right:1px solid black; border-top:none; vertical-align:top; width:420px"> 			<p>Organisation der Mentor*innenauswahl</p> 			</td> 		</tr> 		<tr> 			<td style="background-color:#d9d9d9; border-bottom:1px solid black; border-left:1px solid black; border-right:1px solid black; border-top:none; vertical-align:top; width:196px"> 			<p><strong>Erstsemesterwochenende</strong></p> 			</td> 			<td style="border-bottom:1px solid black; border-left:none; border-right:1px solid black; border-top:none; vertical-align:top; width:420px"> 			<p>Organisation des Erstsemesterwochenendes</p> 			</td> 		</tr> 		<tr> 			<td style="background-color:#d9d9d9; border-bottom:1px solid black; border-left:1px solid black; border-right:1px solid black; border-top:none; vertical-align:top; width:196px"> 			<p><strong>Kommunikation</strong></p> 			</td> 			<td style="border-bottom:1px solid black; border-left:none; border-right:1px solid black; border-top:none; vertical-align:top; width:420px"> 			<p>Sind für die Kommunikation der Mentor*innen nach außen zuständig, z. B. über Beiträge auf den Social-Media-Plattformen</p> 			</td> 		</tr> 		<tr> 			<td style="background-color:#d9d9d9; border-bottom:1px solid black; border-left:1px solid black; border-right:1px solid black; border-top:none; vertical-align:top; width:196px"> 			<p><strong>Mentor*innenfahrt</strong></p> 			</td> 			<td style="border-bottom:1px solid black; border-left:none; border-right:1px solid black; border-top:none; vertical-align:top; width:420px"> 			<p>Organisation der Mentor*innenfahrt zum Teambuilding</p> 			</td> 		</tr> 		<tr> 			<td style="background-color:#d9d9d9; border-bottom:1px solid black; border-left:1px solid black; border-right:1px solid black; border-top:none; vertical-align:top; width:196px"> 			<p><strong>Weihnachtsfeier</strong></p> 			</td> 			<td style="border-bottom:1px solid black; border-left:none; border-right:1px solid black; border-top:none; vertical-align:top; width:420px"> 			<p>Organisation der Weihnachtsfeier der Mentor*innen</p> 			</td> 		</tr> 	</tbody> </table><p>&nbsp;</p>
<p><strong>Wie könnt ihr Teil der Mentor*innen werden? </strong></p>
<p>Wenn auch ihr Teil der Mentor*innen werden möchtet, könnt ihr an der Mentor*innenauswahl teilnehmen. Diese findet meist zwischen April und Mai statt. Im Vorhinein müsst ihr lediglich im Bewerbungszeitraum, den wir jedes Jahr kommunizieren, ein kleines Motivationsschreiben an uns schicken. In den letzten zwei Jahren fand die Auswahl aufgrund der Corona-Pandemie nur online statt, aber wir hoffen natürlich, dass wir die nächste Auswahl in Präsenz durchführen können.</p>
<p>Wenn ihr Fragen zum Mentor*innenamt habt oder noch mehr über Aufgaben oder die Struktur erfahren möchtet, meldet euch doch einfach bei euren Mentor*innen. Wir freuen uns immer über neuen Zuwachs!</p>
<p>Maria Shi &amp; Steffen Bültel</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Wed, 25 Aug 2021 11:15:00 +0200</pubDate>
                        <title>Die Bewerbung – Euer Weg ins duale Studium</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2021/08/die-bewerbung-euer-weg-zum-dualen-studium/</link>
                        <description>Wenn der Wunsch aufkommt, dual zu studieren, treffen Studieninteressierte auf eine Flut an Informationen und wissen unter Umständen nicht, wo sie anfangen und wie sie vorgehen sollen. In diesem Beitrag geben wir euch Tipps und Informationen rund um die Bewerbung für ein duales Bachelorstudium.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Um dual zu studieren, müsst ihr gewisse <a href="/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/zugangsvoraussetzungen/">Zugangsvoraussetzungen</a> erfüllen. Je nach Studiengang unterscheiden diese sich etwas voneinander. Wenn ihr überprüft habt, dass ihr diese erfüllt, ist der nächste Schritt die Suche nach einem Kooperationsunternehmen, da ihr euch im Fall unserer Hochschule bei den jeweiligen Unternehmen und nicht an der Hochschule bewerben müsst. Es gibt auch Hochschulen, bei denen dies umgekehrt ist.</p>
<p><strong>Unternehmensauswahl</strong></p>
<p>In einem Zeitraum von einem Jahr vor Studienbeginn schreiben viele Unternehmen die Stelle für ein duales Studium aus. Daher empfehlen wir, die Suche nach einem passenden Kooperationsunternehmen entsprechend ein Jahr, bevor das duale Studium beginnt, zu starten. „Es gibt mehrere Möglichkeiten, auf freie duale Studienplätze aufmerksam zu werden. Zum einen können Studieninteressierte über die Stellenausschreibungen unserer Kooperationspartner an einen Studienplatz gelangen. Um keine ausgeschriebene Stelle zu verpassen, können die Interessierten einen Google Alert erstellen oder auf verschiedenen Internetseiten, auf denen man nach Stellenausschreibungen suchen kann, einen Suchauftrag für den gewünschten dualen Studienplatz einrichten. Einen ersten Überblick über unsere Kooperationspartner können sich Interessierte mit unserer <a href="/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/bewerbung-und-studium/bewerbungsprozess/">Unternehmensliste</a> schaffen. Zum anderen machen wir auf unserem <a href="https://www.instagram.com/duales_studium_lingen_hsos/" target="_blank" rel="noreferrer">Instagram-Kanal</a> im Rahmen des Freien-Stellen-Freitags auf offene Studienplätze aufmerksam. Zusätzlich verschicken einen <a href="https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/bewerbung-und-studium/beratung-und-betreuung/#c10994681" target="_blank">Newsletter</a> mit Stellenangebote unserer Kooperationspartner“, erklärt Alina Kerperien, wissenschaftliche Mitarbeiterin und Ansprechpartnerin für Studien- und Bewerbungsberatung. Falls euer favorisiertes Unternehmen keine Stelle ausgeschrieben hat, empfehlen wir euch, eine Initiativbewerbung zu schreiben. Bei Initiativbewerbungen ist es wichtig, dass ihr verdeutlicht, warum ihr gerade bei diesem Unternehmen ein duales Studium absolvieren möchtet. Außerdem müsst ihr darauf achten, dass das Unternehmen überhaupt Mitarbeitende in diesem Bereich beschäftigt.</p>
<p><a href="https://www.hs-osnabrueck.de/fileadmin/HSOS/Wir/Fakultaeten/Management_Kultur_und_Technik/Institut_fuer_Duale_Studiengaenge/Blog/Tabelle_UEbersicht_Bewerbungen.xlsx" class="download">Eine Liste</a>, in der ihr die Unternehmen eintragt, bei denen ihr euch bewerben möchtet, ist eine gute Möglichkeit, um den Überblick über eure Bewerbungen zu behalten. Darin könnt ihr direkt Informationen über das jeweilige Unternehmen sammeln, die euch im weiteren Bewerbungsprozess helfen. Zudem könnt ihr allgemeine Informationen über den Bewerbungsablauf bei dem Unternehmen, z. B. wann der Bewerbungszeitraum endet, in die Liste eintragen.</p>
<p><strong>Schriftliche Bewerbung</strong></p>
<p>Die schriftliche Bewerbung besteht in der Regel aus Anschreiben, Lebenslauf, Bewerbungsfoto, Zeugnissen und anderen Dokumenten wie Zertifikaten oder Mitgliederbescheinigungen. Die schriftliche Bewerbung, insbesondere Anschreiben und Lebenslauf, ist der erste Eindruck, den das Unternehmen von euch erhält, deshalb ist es sehr wichtig, die Dokumente sorgfältig anzufertigen. Dazu gehört vor allem, Rechtschreib- und Grammatikfehler zu vermeiden. „Ich gebe Studieninteressierten immer den Tipp, dass sie Familie und Freund*innen die Bewerbung Korrektur lesen lassen, da sie mit einem Blick von außen oft noch Fehler finden und die Bewerbung auf Verständlichkeit prüfen können. Zu unserem Beratungsangebot gehört es auch, dass wir Bewerbungen prüfen und euch ein individuelles Feedback geben“, rät Kerperien.</p>
<p>Bei der schriftlichen Bewerbung sollte außerdem eine gut lesbare Schriftart, wie Arial, Calibri oder Times New Roman, sowie Schriftgröße 11 oder 12 verwendet werden. Die schriftliche Bewerbung wird immer als PDF-Datei verschickt. Das Bewerbungsfoto ist keine Pflicht, aber noch oft gerne gesehen. Solltet ihr ein Foto mitschicken wollen, sollte es professionell wirken und kein Selfie sein. Ihr solltet auf dem Foto formale Kleidung tragen, eine seriöse Haltung einnehmen und gleichzeitig eine freundliche und offene Art ausstrahlen. Das Bewerbungsfoto sollte zur Branche und zum Beruf passen. Der Hintergrund sollte dabei ruhig und neutral sein.</p>
<p><em>Schriftliche Bewerbung – Das Anschreiben</em></p>
<p>Das Anschreiben hat grundsätzlich immer den gleichen Seitenaufbau, den ihr nochmal recherchieren könnt, falls ihr unsicher seid. Bei der Anrede ist es immer besser, den spezifischen Namen der Person zu nennen, falls dieser bekannt ist, als eine allgemeine Anrede wie „Sehr geehrte Damen und Herren“ zu verwenden. Weiterhin muss das Anschreiben auf das jeweilige Unternehmen abgestimmt sein. Dabei sind die Informationen über das Unternehmen nützlich, die ihr in der eben angesprochenen Liste aufgeführt habt. Es ist nicht zu empfehlen, das gleiche Anschreiben an alle Unternehmen zu senden oder fertige Vorlagen aus dem Internet zu nutzen. Im Anschreiben solltet ihr eure Stärken, bisherigen Erfahrungen und eure Motivation, warum ihr das duale Studium absolvieren möchtet, hervorheben. Dabei ist es ratsam, kurze, aussagekräftige Sätze und eine angemessene Wortwahl zu verwenden. Das Anschreiben sollte eine Länge von einer Seite nicht überschreiten.</p>
<p><em>Schriftliche Bewerbung – Der Lebenslauf</em></p>
<p>Der Lebenslauf ist tabellarisch aufgebaut. Dabei wird er häufig in verschiedene Kategorien, wie persönliche Daten, Ausbildung, beruflicher Werdegang/Erfahrungen, Fertigkeiten (Sprachen/EDV), Hobbies und Sonstiges unterteilt. Innerhalb der Kategorien können die Informationen chronologisch oder antichronologisch dargestellt werden. „Die antichronologische Darstellung bietet den Vorteil, dass die aktuellen Informationen oben stehen und somit direkt ins Auge fallen. Alle im Lebenslauf aufgeführten Stationen sollten durch Zeugnisse oder Zertifikate in der Bewerbung belegt werden“, erklärt Kerperien.</p>
<p><strong>Auswahlprozess im Unternehmen</strong></p>
<p>Wenn ihr ein Unternehmen mit eurer Bewerbung überzeugen konntet, ist der nächste Schritt das Auswahlverfahren. Je nach Unternehmen unterscheidet sich der Auswahlprozess voneinander. In der Regel wird ein klassisches Vorstellungsgespräch oder ein Assessment Center mit anschließendem Gespräch durchgeführt. Ein Assessment Center dient der Einschätzung der Bewerber*innen. Dazu werden z. B. Gruppendiskussionen, Rollenspiele, Präsentationsaufgaben oder Persönlichkeits- und Intelligenztests eingesetzt. Manchmal beinhaltet die Einladung zum Vorstellungsgespräch schon eine Aufgabe, die ihr während des Gesprächs vorstellen müsst. Solche Aufgaben und die Termine der Gespräche oder Assessment Centers könnt ihr in eurer angefertigten Liste festhalten, damit ihr stets den Überblick behaltet. „Das Auswahlverfahren im Unternehmen könnt ihr bei unserem <a href="/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/bewerbung-und-studium/step-into-the-future-day/">Talent Day </a>mit Personaler*innen aus unseren Kooperationsunternehmen üben und auf diese Weise erste Kontakte mit Unternehmensvertreter*innen knüpfen. Die Talent Days für duale Studienplätze 2022 finden im August und September 2021 statt. Die genauen Termine und die <a href="/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/anmeldung-online-infoveranstaltung-masterstudium/">Anmeldung</a> findet ihr auf unserer Webseite“, verrät Kerperien.</p>
<p>Auf die Bewerbungsgespräche oder das anschließende Gespräch bei einem Assessment Center könnt ihr euch gut vorbereiten. Am Anfang müsst ihr euch meistens selbst vorstellen und etwas über euch erzählen. Das könnt ihr vorab Zuhause schon einmal üben, z. B. vor dem Spiegel oder mit einem*r Freund*in. Dabei ist häufig ein Dreischritt sinnvoll, bei dem ihr auf die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft eingeht. Außerdem könnt ihr euch weitere Antworten für mögliche Fragen, z. B. warum ihr das duale Studium absolvieren möchtet, überlegen. Es ist jedoch wichtig, dass ihr euch nur grob den Inhalt und ggf. die Struktur eurer Antwort merkt und nicht eine komplette Antwort auswendig lernt. Auswendiggelerntes wirkt nicht authentisch und kann euch während des Gesprächs aus dem Konzept bringen, wenn euch ein Wort nicht mehr einfällt. Des Weiteren solltet ihr euch vor dem Vorstellungsgespräch immer über das Unternehmen informieren, bei dem ihr eingeladen seid. Im Idealfall habt ihr dies schon für das Anschreiben getan und könnt auf die Informationen aus eurer Liste zurückgreifen. Es ist auch sinnvoll, euch vorab Fragen zu überlegen, die ihr am Ende des Gesprächs stellen möchtet. Damit signalisiert ihr Interesse und könnt nochmal zeigen, dass ihr euch über das Unternehmen informiert habt.</p>
<p>Für das Gespräch sollte auf angemessene Kleidung und eine aufrechte, selbstbewusste Haltung geachtet werden. Plant am Tag des Gesprächs genug Zeit ein, damit ihr auf jeden Fall pünktlich zum Termin erscheint. Guckt euch am besten im Vorfeld den Weg an, damit ihr ihn schon kennt. Solltet ihr euch doch verspäten, ruft unbedingt im Unternehmen an und informiert eure Ansprechperson(en) darüber. Achtet, sobald ihr das Unternehmen betretet, auf eure Ausstrahlung und Haltung und seid nett zu allen Anwesenden, indem ihr sie beispielsweise grüßt. Es könnten eure zukünftigen Kolleg*innen sein. Zur Besonderheit der Corona-Pandemie: Informiert euch vorab, gerne auch bei den Personalverantwortlichen, welche Regeln in dem Unternehmen gelten und tragt auf jeden Fall einen Mund-Nasen-Schutz. Setzt diesen erst ab, wenn ihr dazu aufgefordert werdet oder fragt nach, wenn eure Gegenüber ihn absetzen.</p>
<p><strong>Zu- oder Absage</strong></p>
<p>Falls ihr das Unternehmen im Auswahlverfahren überzeugt habt, herzlichen Glückwunsch und herzlich willkommen am Campus Lingen – Institut für Duale Studiengänge (IDS)! In einem nächsten Schritt müsst ihr einen Studienvertrag mit dem Kooperationsunternehmen abschließen. Dieser wird von eurem Unternehmen an die Verwaltung des IDS geschickt. Danach erhaltet ihr per Post Informationen, wie ihr euch online registrieren und immatrikulieren können.</p>
<p>Es kann auch passieren, dass ihr eine Absage erhaltet. Für den Fall: Kopf hoch! Es ist normal, nicht direkt im ersten Versuch eine Zusage zu bekommen. Oft müsst ihr euch bei mehreren Unternehmen bewerben, bis ihr die Zusage erhaltet. „Seht das Bewerbungsgespräch oder Assessment Center als Chance, daraus zu lernen, falls ihr den Platz nicht bekommen habt. Ihr könnt im Anschluss auch fragen, wo noch Verbesserungsbedarf besteht. Dann wisst ihr für das nächste Mal, was auf euch zu kommt und vielleicht auch, was ihr noch besser machen oder wie ihr euch anders vorbereiten könnt. Kommt auch gerne auf uns zu und wir helfen euch bei den Bewerbungen“, empfiehlt Kerperien.</p>
<p><strong>Beratungs- und Informationsangebote</strong></p>
<p>Die Studierenden- und Unternehmensbetreuung unterstützt euch während des gesamten Bewerbungsprozesses. Sie bietet folgende Angebote an:</p><ul> 	<li><a href="/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/bewerbung-und-studium/step-into-the-future-day/">Talent Day</a> für duale Studienplätze&nbsp;</li> 	<li><a href="https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/bewerbung-und-studium/beratung-und-betreuung/#c8933396" target="_blank">Persönliche Gespräche</a> (zurzeit präferiert online)&nbsp;</li> 	<li><a href="https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/bewerbung-und-studium/beratung-und-betreuung/#c8933398" target="_blank">Beratung per WhatsApp</a>&nbsp;</li> 	<li><a href="https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/bewerbung-und-studium/beratung-und-betreuung/#c10607603" target="_blank">Ask our Students</a>&nbsp;</li> 	<li><a href="https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/bewerbung-und-studium/beratung-und-betreuung/#c10607604" target="_blank">Online-Informationsveranstaltungen zum dualen Bachelorstudium </a>und zum Bewerbungsverfahren</li> 	<li><a href="https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/bewerbung-und-studium/beratung-und-betreuung/#c10948654" target="_blank">Online-Schnupperstudium</a>&nbsp;</li> 	<li>Freie-Stellen-Freitag auf Instagram (<a href="https://www.instagram.com/duales_studium_lingen_hsos" target="_blank" rel="noreferrer">duales_studium_lingen_hsos</a>)</li> 	<li>die Möglichkeit, Informationsmaterialien anzufordern oder für den Newslettern <a href="https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/bewerbung-und-studium/beratung-und-betreuung/#c10994681" target="_blank">anzumelden</a>.&nbsp;</li> </ul><p>Wir wünschen euch viel Erfolg bei euren Bewerbungen und freuen uns, wenn wir euch im nächsten Jahr bei uns begrüßen dürfen.</p>
<p>Bei Fragen und/oder Beratungsbedarf meldet euch gern bei:</p>
<p>Alina Kerperien</p>
<p><a href="mailto:a.kerperien@hs-osnabrueck.de" class="mail">a.kerperien@hs-osnabrueck.de</a></p>
<p>Tel.: 0591 80098 712</p>
<p>WhatsApp: 0173 9617182</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                    <item>
                        <guid isPermaLink="false">news-8904</guid>
                        <pubDate>Mon, 16 Aug 2021 09:05:00 +0200</pubDate>
                        <title>Studium für Technikbegeisterte – Mirco Schulte im Interview</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2021/08/studium-fuer-technikbegeisterte-mirco-schulte-im-interview/</link>
                        <description>Mirco Schulte ist Maschinenbauer mit Leib und Seele. Nach einem dualen Bachelorstudium am Campus Lingen setzt er ein duales Masterstudium obendrauf und kommt nun als Konstrukteur bei der BvL Oberflächentechnik GmbH seiner Berufung nach. In den letzten Zügen seiner Masterarbeit lässt er gemeinsam mit uns seine Zeit als dualer Bachelor- und Masterstudent Revue passieren.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Herr Schulte, wie sind Sie auf das duale Studium bei BVL aufmerksam geworden?</strong></p>
<p><em>Schulte</em>: Ich bin auf einem landwirtschaftlichen Betrieb im Emsland aufgewachsen und hatte so schon immer einen Bezug zur Technik. Deshalb stand für mich nach meinem Abitur im Jahr 2014 fest, dass ich eine technische Ausbildung absolvieren möchte. Ausschlaggebende Faktoren bei meiner Entscheidung für das duale Studium waren vor allem der starke Praxisbezug und die finanzielle Unabhängigkeit. Zudem konnte mir ein Freund das duale Studium bei BvL empfehlen. Da der Hauptsitz des Unternehmens lediglich 5 Minuten und der Campus Lingen nur 15 Minuten von meinem Wohnort entfernt sind, hat sich das einfach angeboten.</p>
<p><strong>Haben Sie eine Berufsausbildung in das duale Studium integriert? </strong></p>
<p><em>Schulte</em>: Im Bachelorstudium Engineering technischer Systeme habe ich die Vertiefung <a href="/studium/studienangebot/bachelor/ets-maschinenbau-beng-dual-standort-lingen-ems/">Maschinenbau</a> belegt. Damit ließ sich die Ausbildung zum Technischen Produktdesigner super kombinieren. Nach nur zweieinhalb Jahren Berufsausbildung konnte ich so, neben dem bevorstehenden Bachelorabschluss, eine anerkannte Berufsausbildung vorweisen. Dadurch, dass viele der Ausbildungsinhalte in den Theoriephasen am Campus abgedeckt wurden, stellte die Berufsausbildung keine große Zusatzbelastung für mich dar.</p>
<p><strong>Wodurch zeichnet sich das duale Studium bei BvL aus?</strong></p>
<p><em>Schulte</em>: In den Praxisphasen war ich insgesamt für sechs Monate in der Fertigung von BvL beschäftigt. Neben dem klassischen Bohren und Schleifen in der Lehrwerkstatt, durfte ich unter anderem das Schweißen lernen, erste Bauteile für die Maschinen zusammenschrauben und Servicemitarbeiter*innen bei Montagefahrten begleiten. Das war eine der wichtigsten Grundlagen für das gesamte Studium und darüber hinaus für meine Tätigkeit als Konstrukteur. Wenn ich eine Maschine konstruieren möchte, muss ich wissen, wo die Schrauben sitzen und wie man dort am besten drankommt. Deshalb zeichnet sich das duale Studium bei BvL besonders durch die Praxisnähe aus. Zudem begeistert mich die lockere Arbeitsatmosphäre.</p>
<p><strong>Wieso haben Sie sich im Bachelor für die Vertiefung Maschinenbau entschieden und welches Modul ist Ihnen bis heute in Erinnerung geblieben?</strong></p>
<p><em>Schulte</em>: Die Bereiche der Elektrotechnik oder Verfahrenstechnik erschienen mir zu Beginn des dualen Studiums zu abstrakt. Unter Maschinenbau konnte ich mir einfach mehr vorstellen. Ich wollte mit meiner Tätigkeit was erschaffen, was mir in meiner jetzigen Position als Konstrukteur auch gelingt. Trotz einer festgelegten Vertiefung konnten wir auch Module aus anderen Bereichen belegen wie beispielsweise Kunststofftechnik. Das war ein sehr spannendes Modul, da die Kunststofftechnik sehr vielseitig ist und zukünftig noch eine größere Rolle spielen wird, gerade in Hinblick auf das gesteigerte Umweltbewusstsein der Gesellschaft.</p>
<p><strong>Für welchen weiterführenden Masterstudiengang haben Sie sich entschieden und wie ist Ihnen die Kombination mit Ihrer Tätigkeit bei BvL gelungen?</strong></p>
<p><em>Schulte</em>: Nach einem Jahr Berufstätigkeit habe ich mich 2018 dazu entschieden meine Kenntnisse durch ein duales Masterstudium noch zu vertiefen. Meine Wahl fiel auf den Studiengang <a href="/studium/studienangebot/master/technologieanalyse-engineering-und-management-meng-dual-standort-lingen-ems/">Technologieanalyse, -engineering und -management</a>. Ein wenig Überzeugungsarbeit bei meinem Arbeitgeber musste ich natürlich leisten. Letztendlich war mein Vorgesetzter aber begeistert von meiner Idee, zumal ich pro Semester nicht länger als drei Wochen im Betrieb fehle. Deshalb lässt sich das Masterstudium auch gut mit eigenen Projekten im Unternehmen kombinieren, obwohl es natürlich auch mal stressig werden kann. Wenn die Deadline für ein Projekt erfüllt werden soll und gleichzeitig die Abgabe einer Hausarbeit ansteht, ist gute Organisation gefordert. Im Master habe ich gelernt, mich noch besser zu strukturieren. Eine wichtige Eigenschaft, die mir auch bei meiner aktuellen Tätigkeit als Konstrukteur nützt.</p>
<p><strong>Wie unterscheidet sich der Master inhaltlich von Ihrem Bachelorstudium?</strong></p>
<p><em>Schulte</em>: Anders als im Bachelor habe ich im Master die Studienrichtung Verfahrenstechnik gewählt. Die BvL Oberflächentechnik stellt Reinigungsanlagen zum Säubern und Entfetten von Bauteilen für die Industrie her. Da spielt die Verfahrenstechnik eine wichtige Rolle. Durch mein Wissen aus dem Master kann ich nun ganz andere Fragestellungen bearbeiten als nach meinem Bachelor. Zudem haben wir im Master statt der <a href="/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/theorie-praxis-transfer/">Praxistransferprojekte (PTPs)</a> <a href="/studium/studienangebot/master/technologieanalyse-engineering-und-management-meng-dual-standort-lingen-ems/theorie-praxis-transfer/">reflexionsorientierte Transferstudien (RTSn) </a>angefertigt. Beide Projektarten verstärken im dualen Studium die Verzahnung von Theorie und Praxis, der große Unterschied liegt im Arbeitsumfang. In einer RTS, die einen Umfang von ca. 20 Seiten vorsieht, konnte ich thematisch mehr in die Tiefe gehen als in einer fünfseitigen Hausarbeit, wie es bei den PTPs der Fall war. Durch die Transferstudien konnte ich zudem Themen behandeln, die uns in der Verfahrenstechnik bei BvL wirklich weiterbringen, das hat mir großen Spaß gemacht.</p>
<p><strong>Wie sehen Ihre Pläne für die Zukunft aus?</strong></p>
<p><em>Schulte</em>: Erst einmal möchte ich ein wenig Ruhe einkehren lassen. Ich bin sehr zufrieden mit meiner aktuellen Tätigkeit, weshalb ich in diesem Bereich auch meine Zukunft sehe.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                    <item>
                        <guid isPermaLink="false">news-8906</guid>
                        <pubDate>Mon, 09 Aug 2021 08:33:00 +0200</pubDate>
                        <title>Wechsel des Mentor*innensprechers</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2021/08/wechsel-der-mentorinnensprecher/</link>
                        <description>Im Februar haben wir bereits über das Mentor*innenprogramm, als wichtigen Baustein des dualen Studiums am Campus Lingen, berichtet. Nun widmen wir uns den Mentor*innensprechern. Im Interview mit dem ehemaligen Sprecher Hannes Cerny und dem „Neuen“ – Steffen Bültel – reden wir über ihre Motivation und die Aufgaben eines Mentor*innensprechers.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<h4><strong>Bevor wir beginnen – Wer sind die Beiden eigentlich?</strong></h4>
<p>Hannes Cerny ist 21 Jahre alt und hat gerade sein Zeugnis für den dualen Bachelor im Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen erhalten. Sein Kooperationsunternehmen war das Fahrzeugwerk Bernard Krone GmbH &amp; Co. KG in Werlte, welches er damals bei unserem Bewerbertag (inzwischen Talent Day) kennengelernt hat. Für ein duales Studium hat er sich aufgrund des ausgeprägten Theorie-Praxis-Transfers entschieden. Seine Freizeit verbringt er gerne mit seiner Familie und Freund*innen. Neben anderen ehrenamtlichen Tätigkeiten hat er sich seit 2019 als Mentor engagiert und war bis zum Juni 2021 als Mentor*innensprecher aktiv.</p>
<p>Der zwanzigjährige Steffen Bültel studiert ebenfalls Wirtschaftsingenieurwesen und hat gerade das vierte Semester abgeschlossen. In den Praxisphasen arbeitet er bei der Wietmarscher Ambulanz- und Sonderfahrzeugbau GmbH. Außerhalb des dualen Studiums spielt er Gitarre, schraubt an Oldtimern, fotografiert und engagiert sich an verschiedenen Stellen für Kinder- und Jugendarbeit. Seit 2020 ist er fester Bestandteil des Mentor*innenprogramms und tritt nun die Nachfolge von Hannes Cerny an.</p>
<p><strong>Warum sind Sie Mentoren geworden?</strong></p>
<p>Cerny: Ich bin Mentor geworden, um mehr Leute kennenzulernen und mich noch besser zu vernetzen. Ich habe mich schon immer viel ehrenamtlich engagiert und habe dann auch in Lingen nach einer Möglichkeit gesucht, mich einzubringen. Da hat mich das Mentor*innenprogramm am meisten angesprochen und mit seinem Konzept überzeugt.</p>
<p>Bültel: In meiner Studienanfangszeit haben die Mentor*innen ganz großen Eindruck hinterlassen. Der Slogan des Mentor*innenprogramms „Eure Ansprechpartner*innen für fachlichen Rat, vernetzende Partys und den Wohlfühlfaktor im Studium“ ist mir in Erinnerung geblieben. Besonders der Punkt mit dem Wohlfühlfaktor im Studium hat mich beeindruckt. Ich finde, das Mentoring ist eine ganz wertvolle Arbeit am Campus Lingen und davon wollte ich ein Teil sein. Zusätzlich bildet man sich selbst durch das Programm weiter; das hat mich in meiner Entscheidung bestärkt.</p>
<p><strong>Wie lange ist man im Amt als Mentor*in bzw. Mentor*innensprecher*in aktiv?</strong></p>
<p><em>Bültel</em>: Studierende können sich zwei Jahre lang als Mentor*in engagieren. Da es nicht sinnvoll ist, direkt im ersten Jahr Mentor*innensprecher*in zu werden, nimmt man erst im zweiten Jahr die Arbeit als Mentor*innensprecher*in, i.d.R. für ein Jahr, auf.</p>
<p><strong>Was sind die Aufgaben eines*r Mentor*innensprechers*in?</strong></p>
<p><em>Bültel</em>: Zu den Aufgaben gehört die Koordination des gesamten Teams, d.h. der*die Mentor*innensprecher*in muss immer den Überblick über aktuelle Themen haben. Gleichzeitig ist er*sie auch Ansprechperson für die einzelnen Arbeitsgruppen des Mentor*innenteams und muss dementsprechend alle anstehenden Aufgaben in den Arbeitsgruppen im Blick haben. Er*sie führt auch ein paar langfristige Projekte durch, z. B. die Entwicklung einer Satzung. Die Kommunikation zwischen Mentor*innen und den Studierenden ist eine weitere Aufgabe. Weiterhin hält er*sie den Kontakt zur Studierenden- und Unternehmensbetreuung (Stube), zum IDS und zur Hochschule allgemein. Außerdem sollte man möglichst immer bei allen Veranstaltungen und Treffen da sein. Präsenz ist ein wichtiges Stichwort in Bezug auf den*die Mentor*innensprecher*in. Die Position ist also schon zeitintensiv.</p>
<p><strong>Erst vor kurzem hat sich neben den Sprecher*innen der Mentor*innenrat etabliert. Welchen Nutzen hat dieser?</strong></p>
<p><em>Cerny</em>: Der Mentor*innenrat ist 2020 entstanden, um die Sprecher*innen in ihrer Position zu unterstützen. So sind neben den Mentor*innensprecher*innen zwei weitere Personen im Rat vertreten. Es war uns wichtig, dass die Zusammenarbeit gut funktioniert, weshalb sich die Sprecher*innen die beiden beratenden Mentor*innen aussuchen durften. Wir haben dabei aber auch berücksichtigt, dass verschiedene Geschlechter aus unterschiedlichen Studiengängen vertreten sind, um möglichst viele Perspektiven im Rat abzubilden.</p>
<p><em>Bültel</em>: Für mich als Mentor*innensprecher ist der Rat in erster Linie eine zusätzliche Möglichkeit, Entscheidungen zu durchdenken und abzustimmen. Gleichzeitig ist der Rat auch in gewisser Weise eine Verteilung der Verantwortungslast und der Koordination, da aus allen Arbeitsgruppen jemand vertreten ist.</p>
<p><strong>Herr Cerny, was war Ihr Lieblingsmoment in Ihrer Zeit als Mentor*innensprecher und welcher als Mentor allgemein? </strong></p>
<p><em>Cerny</em>: Als Mentor waren die Präsenzveranstaltungen meine Lieblingsmomente, vor allem 2019 das Erstsemesterwochenende mit den Studierenden und das Teambuildingevent des Mentor*innenteams intern. Das waren Momente, die ich so schnell nicht vergessen werde. Als Mentor*innensprecher war natürlich ein ganz besonderer Moment, als ich für die Position gewählt wurde und die Freude über die Wahl.</p>
<p><strong>Wie ist es für Sie die Position des Mentor*innensprechers abzugeben? </strong></p>
<p><em>Cerny</em>: Mir war es wichtig, ein bisschen mehr Struktur in das Mentor*innenprogramm hereinzubringen und herauszustellen, wer wir eigentlich sind. Dies habe ich geschafft. Das Thema Satzung gebe ich an Steffen weiter und freue mich darüber, dass er das nun angehen möchte. Da ich weiß, dass ich die Position in gute Hände gebe, fällt mir der Abschied ein bisschen leichter. Ich sag immer, du kannst Hannes aus den Mentor*innen nehmen, aber nicht den Mentor aus Hannes. Ich bin mir sicher, dass die Mentor*innen mich noch häufig zu Gesicht bekommen werden.</p>
<p><strong>Gab es auch schwierige Situationen, denen Sie als Mentor*innen ausgesetzt waren?</strong></p>
<p><em>Cerny</em>: Bislang konnten wir alle Situationen meistern. Die Corona-Pandemie ist natürlich auch für uns Mentor*innen eine Herausforderung, weil es schwieriger ist, die Studierenden online zu erreichen. Bei denen, die letztes Jahr angefangen haben, konnten wir zu Beginn immerhin noch in Kleingruppen etwas unternehmen. Ansonsten mussten all unsere normalen Veranstaltungen ausfallen. Alles auf online umzustellen, war in den zwei Jahren als Mentor definitiv die größte Herausforderung für mich.</p>
<p><strong>Haben Sie Sich durch das Engagement als Mentor*innensprecher besonders entwickelt, Herr Cerny? </strong></p>
<p><em>Cerny</em>: Es ist auf jeden Fall eine Aufgabe, an der ich weitergewachsen bin. Ich habe mich in sozialer Hinsicht noch weiter vernetzt und viele Leute kennengelernt. Auf persönlicher Ebene habe ich an Organisations- und Kommunikationsfähigkeit etwas dazu gelernt. Ich bin sehr froh, dass ich die Position übernommen habe und würde es jederzeit wieder tun.</p>
<p><strong>Herr Bültel, was war Ihre Motivation sich als Mentor*innensprecher aufzustellen?</strong></p>
<p><em>Bültel</em>: Corona hat es noch schwieriger gemacht, alle Mitglieder des Mentor*innenteams kennenzulernen. Daher wollte ich mich noch besser in das Team integrieren. Außerdem möchte ich meine Fähigkeiten in Bezug auf Leitung, Organisation und Koordination ausbauen. Diese Themen interessieren und motivieren mich sehr. Zusätzlich wollte ich meine Ideen und die der Gruppe voranbringen und umsetzen.</p>
<p><strong>Was meinen Sie, womit haben Sie Ihre Kommiliton*innen von sich überzeugt und welche Eigenschaften sind Ihrer Meinung nach unverzichtbar für diese Position? </strong></p>
<p><em>Bültel</em>: Ich glaube, ich bin im allerersten Moment eher der ruhigere Typ, der im Hintergrund zusieht, wie alles abläuft. Wenn ich dann warm geworden bin, bewege ich mich gerne auf Menschen zu und bin bemüht, ein sympathisches Klima zwischen den Menschen herzustellen. Das könnte sie überzeugt haben. Hinsichtlich der Eigenschaften sollte man auf jeden Fall organisiert sein und ein gutes Zeitmanagement mitbringen. Eine wichtige Eigenschaft ist auch, dass man nicht von seinem Handyklingelton genervt sein darf, da man der*die Ansprechpartner*in für alle ist.</p>
<p><strong>Herr Cerny, wie ist es für Sie, dass Herr Bültel jetzt Ihren Platz eingenommen hat und was möchten Sie Herrn Bültel noch mit auf den Weg geben?</strong></p>
<p><em>Cerny</em>: Erstmal hat es mich sehr gefreut, dass Steffen sich bereit erklärt hat, die Aufgabe des Mentor*innensprechers zu übernehmen. Er hat es eben schon ausgeführt, dass die Position viel Arbeit mit sich bringt, aber mit ihm ist da auf jeden Fall die richtige Person gewählt worden. Ich denke, er hat da schon einen guten Plan entwickelt, wie er seine Amtszeit angehen möchte. Ich habe ihm schon gesagt, dass ich ihm weiterhin mit Rat und Tat zur Seite stehen werde, wenn er dies möchte. Um auf den Kern der Frage zurückzukommen: Ich muss ihm da gar nicht viel mit auf den Weg geben, weil er auch abseits des Mentor*innenprogramms schon viel Erfahrung gesammelt hat. Als Mentor*innensprecher muss er einfach aktiv sein und auf einer neutralen Ebene zwischen der Hochschule und den einzelnen Arbeitsgruppen des Mentor*innenprogramms vermitteln.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <guid isPermaLink="false">news-8911</guid>
                        <pubDate>Mon, 02 Aug 2021 09:38:00 +0200</pubDate>
                        <title>Vom dualen Studium in die Selbstständigkeit</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2021/08/vom-dualen-studium-in-die-selbststaendigkeit/</link>
                        <description>Markus Quadt, Lingener durch und durch, machte sich nach seinem dualen Studium in der Gastronomie selbständig. Im Interview berichtet er von seinem Weg in die Selbständigkeit, was seinen Erfolg ausmacht und wie das duale Studium ihn auf seinen Weg unterstützt hat.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Quadt hat von 1999 bis 2002 dual Betriebswirtschaft am Campus Lingen, damals noch an der Berufsakademie, studiert. Seine Praxisphasen absolvierte er bei der Berentzen-Gruppe. Nach seinem Studium machte er sich mit seinem eigenen Cocktailservice Q-barfly selbstständig. 2008 startete er mit dem Qurt seinen eigenen Club, den er fünf Jahre später wieder schloss, um das Butchers zu eröffnen. Mittlerweile hat Quadt mit der Posthalterei, dem Sieben und dem Butchers drei Gastronomien in Lingen und ist aus der Lingener Innenstadt nicht mehr weg zu denken. Er besticht die Menschen mit seiner sympathischen, ehrlichen und offenen Art, die im Interview immer wieder durchbricht – dies zeigte sich bereits im Vorfeld des Gesprächs: Quadt bestand darauf, geduzt zu werden.</p>
<p><strong>Hast du dich schon immer für die Gastro- und Eventszene interessiert oder wuchs das Interesse während deines Bachelorstudiums und deiner Zeit bei Berentzen? </strong></p>
<p>Quadt: Ich hatte durch meine Familie immer Gastro-Kontakt, da sie tief in dieser Branche verwurzelt ist. Schon als Kind habe ich angefangen, die ersten Flaschen einzusammeln. Während meiner Schul- und Studienzeit habe ich dann immer gekellnert. Dass ich das irgendwann hauptberuflich mache, war nie der Plan. Im Studium habe ich die Grundlage der Kalkulation kennengelernt. Dann habe ich nebenberuflich ein bisschen was gemacht, aber eigentlich ist es dann bei Berentzen entstanden. Mir kam während des Betriebsfestes die Idee, ein Konzept für einen Cocktailservice bei Berentzen auszuarbeiten, weil dieser bis dahin immer zugebucht wurde. Das Konzept wurde dann auch freigegeben.</p>
<p><strong>Der Gedanke, sich selbstständig zu machen, kam also bei deiner Zeit bei Berentzen auf?</strong></p>
<p>Quadt: Genau, nebenberuflich habe ich das zu der Zeit schon gemacht. Dass ich das hauptberuflich mache, war tatsächlich erst später. Nach meinem Studium war ich eine Zeit im Ausland. Dann kam ich wieder und wollte eigentlich im Gastro-Bereich in den Außendienst gehen, aber habe den Job knapp nicht bekommen. Im Nachhinein war die Absage das Beste, was mir passieren konnte. Wenn ich den Job bekommen hätte, hätte ich mich wahrscheinlich nie selbstständig gemacht. Eigentlich wollte ich mich nur für ein Jahr lang selbstständig machen. Am Anfang steckte da auch noch nicht die große Strategie hinter. Ich hatte ein kleines Lager im Keller meiner Eltern und habe nach Veranstaltungen mit meiner Mama die Gläser in unserer privaten Spüle Zuhause gespült.</p>
<p><strong>Hattest du Angst vor dem Risiko, was du mit der Selbstständigkeit eingegangen bist? </strong></p>
<p>Quadt: Angst hatte ich nicht, weil mein Startkapital 500 Euro waren. Bei den ersten Veranstaltungen hatte ich mir von meinen Eltern Geld geliehen, um Ware einzukaufen, und habe nach der Veranstaltung das Geld direkt wieder zurückgegeben. Dementsprechend hatte ich keine großen Investitionen. Das ging erst los, als ich 2008 einen Club, das Qurt, eröffnet habe. Da gab es zum ersten Mal ein finanzielles Risiko. In der Situation hatte ich dann auch echt Angst.</p>
<p><strong>Vor der Eröffnung des Qurts hast du Kontakt zum IDS aufgenommen und mit den Studierenden kooperiert. Diese haben im Rahmen ihres Projektstudiums dann unter anderem Marktanalysen durchgeführt und das Interesse der Lingener an einem Club erhoben. Hat das IDS eine große Rolle bei deinem Schritt in die Selbstständigkeit gespielt? </strong></p>
<p>Quadt: Ja, absolut! Gerade dieser Bezug zwischen Praxis und Theorie hat mir sehr geholfen. Ich bin nicht der typische Theoretiker, sondern eher ein Praktiker. Im dualen Studium habe ich diesen Bezug zur Praxis kennengelernt, das hat mir auf jeden Fall geholfen. Ohne meine Kenntnisse aus der Berufsakademie hätte ich den Schritt in die Selbstständigkeit nicht gewagt. Da waren auch viele Leute, die mich unterstützt haben. Thomas Steinkamp zum Beispiel ist privat auch ein Freund von mir. Mit ihm und anderen Lehrenden habe ich damals viel gesprochen. Denn, wenn man ehrlich ist, sich mit einem Cocktailservice direkt nach einem Studium selbstständig zu machen, ist nicht der klassische Karriereweg. Aber ich hatte immer einen großen Ansatz: Ich wollte etwas machen, woran ich Spaß habe. Ich bin auch der festen Überzeugung, dass man nur gut in seinem Job ist, wenn man daran Spaß hat. &nbsp;</p>
<p><strong>Spürst du das duale Studium noch? Inwieweit kannst du das erlernte Wissen in deinem heutigen Job noch nutzen?</strong></p>
<p>Quadt: Absolut, das ploppt alles immer wieder auf! Wie viele Studierende, bin ich auch der Meinung, dass einige Inhalte überflüssig waren, aber viel braucht man immer wieder. Ich glaube, dieses grundsätzliche, kaufmännische Verständnis ist ein ganz wichtiger Punkt. Mir ist bei anderen Gastronom*innen aufgefallen, dass ich relativ schnell im Kopf Kalkulationen aufstellen konnte, was anderen sehr, sehr schwerfiel. Wenn ich etwas überschlagen habe, war ich immer schon sehr nah an der Realität, da habe ich viel aus dem Studium mitgenommen.</p>
<p><strong>Welches war dein Lieblingsmodul bzw. welches Modul würdest du heute gerne nochmal hören? </strong></p>
<p>Quadt: Das Modul „Unternehmensführung“, ich glaube, es hieß so, würde ich gerne nochmal hören. Marketing fand ich auch immer sehr spannend.</p>
<p><strong>Wie würdest du deine Beziehung zum IDS beschreiben? </strong></p>
<p>Quadt: Als ich damals 1999 begonnen habe, gab es die Berufsakademie noch gar nicht lange. Da war das alles noch ein bisschen kleiner und man kannte jeden persönlich. Ich habe durch meinen Job immer wieder Kontakt zur Berufsakademie und später auch zum IDS gehabt. Bei meinem ersten Club lag der Fokus auch wirklich auf Studierenden. Die Veranstaltung „Night of the Profs“, die gerade digital wieder aufgelebt wurde, hat sich aus der Zusammenarbeit mit Studierenden entwickelt. Das gab es 2009 das erste Mal. Der Bezug zum IDS ist auf jeden Fall immer noch da. Besonders Herr Arens-Fischer ist jemand, der sich unfassbar für seine Studierenden einsetzt. Das hat er bei mir damals auch getan. Ich habe während des Studiums zwei Prüfungen total in den Sand gesetzt. Da hat er mir sehr geholfen. Wie man beim IDS unterstützt wurde, hat mir damals sehr imponiert. Gerade am Ende des Studiums ist einem bewusst geworden, dass alle den Ansatz haben, die Studierenden möglichst gut auf das Berufsleben und die Zukunft vorzubereiten. Den Werkzeugkoffer habe ich auf jeden Fall mitbekommen.</p>
<p><strong>Mittlerweile hast du schon einige Lokalitäten in Lingen eröffnet und Events wie die „Lingener Bierkultur“ oder die angesprochene „Night of the Profs“ etabliert. Man kann sagen, dass du immer mehr Verantwortung für die Gastro- und Eventszene in Lingen übernimmst. </strong></p>
<p><strong>Wie kommst du auf diese verschiedenen Geschäftsideen? Gibt es jemanden oder etwas, der oder das dich besonders inspiriert?</strong></p>
<p>Quadt: Meine Mannschaft, die hier arbeitet, inspiriert mich besonders. Alle haben hier Mitspracherecht und sollen Ideen reinschmeißen. Ich reise auch sehr viel und nehme viele Ideen mit nach Hause. Gerade in der Gastronomie bin ich der Meinung, man muss nicht alles neu erfinden, sondern gute Ideen sammeln. Von den guten Ideen muss man die Sachen, die passen, zusammenführen und das Ganze dann auf Lingen übertragen. Das ist auch das, was ich an meinem Job so liebe, wir können morgens eine Idee haben und diese mittags umsetzen. Wir haben auch in der Lockdown-Zeit bewiesen, dass wir sehr schnell in der Umsetzung sind. Die Idee für die digitalen Bier- und Gin-Proben hatten wir Dienstagsmorgens. Mittags haben wir die Idee besprochen und nachmittags ein Video darüber online gestellt. An dem Samstag war dann die erste Bierprobe. Das macht einfach unfassbar viel Spaß.</p>
<p><strong>Sollen die virtuelle Bierprobe und das Gin-Tasting längerfristig bestehen bleiben? </strong></p>
<p>Quadt: Nein, auf jeden Fall nicht in dieser Dimension. Wir hatten einen wichtigen Ansatz und der war, alle Mitarbeitenden durch diese Zeit zu bekommen. Die erste Bierprobe hatte den Ansatz, dass wir vielleicht das Lager leer bekommen. Dann hatten wir unfassbar viel Erfolg mit der Bierprobe. Das können wir bis heute selbst nicht glauben. Die größte Online-Bierprobe der Welt haben wir gemacht. Vorher gab es eine in London mit 1.300 Teilnehmenden und jetzt bei uns im Emsland mit 1.900 Proben, bei denen sich viele das Bier noch geteilt haben, sodass es noch mehr Teilnehmende waren. Wir hatten Berichte in der Süddeutschen Zeitung und wurden bei Jan Böhmermann und Olli Schulz im Podcast erwähnt. Letztes Jahr haben wir auch noch einen Preis für die Mannschaft abgeräumt. Es war wirklich toll und so haben wir uns durch die Zeit gerettet.</p>
<p><strong>Planst du weitere Online-Events über die Grenzen von Lingen hinaus? </strong></p>
<p>Quadt: Wir werden überlegen, ob wir Weihnachten ein Special machen, aber unterm Strich sind wir auf jeden Fall angetrieben, hier vor Ort ein frisch gezapftes Bier an den Tisch zu bringen. Was gerade noch läuft, sind digitale Firmen-Proben.</p>
<p><strong>In den letzten Jahren ist unglaublich viel passiert. Das Qurt wurde eröffnet und geschlossen. Dem Qurt folgten das Butchers, die Alte Posthalterei und das Sieben.</strong></p>
<p><strong>Gab es einen Moment, wo du dachtest, dass du aufgeben musst? </strong></p>
<p>Nein, auf keinen Fall und zwar aus mehreren Gründen: Als erstes habe ich eine Familie Zuhause, für die ich die Verantwortung trage. Zum zweiten habe ich Mitarbeitende, eigentlich sage ich immer Kolleg*innen. Immer wenn hier etwas los ist, sind die für mich da, und wenn es dann mal nicht so gut läuft, muss ich für die da sein. Das ist eine ganz klare Überzeugung. Und ich glaube, das was wir hier tun, ist gut und trägt auch etwas zum Stadtleben bei. Wir versuchen, den Menschen eine gute Zeit zu schenken. Nur weil es jetzt mal ruckelt, dürfen wir nicht aufgeben. Natürlich kommt man mal ins Nachdenken. Vor allem die ersten zwei Tage, als es hieß, dass wir zu machen müssen, war ich schon ein bisschen verzweifelt. Ich habe dann aber auch ganz schnell gemerkt, wie groß der Rückhalt ist, den ich hier habe.</p>
<p><strong>Sind in Zukunft weitere Neuheiten in der Gastro- und Eventszene in Lingen geplant?</strong></p>
<p>Quadt: Es gibt tatsächlich noch eine Idee, die wir haben, aber die werde ich dieses Jahr nicht umsetzen. Ich habe immer noch den Traum, einen kleinen Kaufmannsladen in Lingen aufzumachen, wo ich selbst produzierte Produkte aus unseren Läden anbiete und vielleicht ein paar Flaschen Bier, aber in erster Linie selbstgemachte Lebensmittel von Manufakturen hier aus dem Emsland und der Grafschaft – so eine Mischung aus klassischem Kaufmannsladen, Geschenkebude, Hofladen und Bottle Shop. Hier in der Ecke Emsland/Grafschaft gibt es so unfassbar viel Gutes. Es gibt nur noch niemanden, der das bündelt.</p>
<p><strong>Fällt es dir schwer, dass Berufs- und das Familienleben zu vereinen? Wie schaffst du es, all die verschiedenen Gastronomien am Laufen zu halten? </strong></p>
<p>Quadt: In normalen Zeiten, wenn gerade keine Pandemie ist, bekomme ich das gut hin, das Berufs- und Familienleben zu vereinen. Meine Frau hat mich glücklicherweise schon so kennengelernt. In so einer Selbstständigkeit, wie ich bin, kann man auf der einen Seite auch sagen, ich bleibe jetzt morgens noch ein bisschen Zuhause und kuschele mit den Kindern, bevor die losmüssen. Auf der anderen Seite habe ich viele Samstagabende, die ich arbeite. Es gibt immer Vor- und Nachteile. Aber ich habe mein Büro zum Beispiel Zuhause, d. h. wenn ich dann im Büro sitze, bin ich quasi da, auch wenn ich arbeite. Für mich ist die Trennung zwischen Beruf und Privat auch gar nicht so krass, weil das, was ich mache, ist ein Teil meines Lebens und meines Privatlebens, da ich hier wirklich Sachen mache, die ich mag und wo ich hinter stehe.</p>
<p>Ich mache mir gerade tatsächlich auch viele Gedanken darüber, dass ich noch mehr Verantwortung abgeben muss, damit ich ein bisschen freier bin. Verantwortung abzugeben, musste ich den letzten sieben Jahren auch erstmal lernen.</p>
<p><strong>Worauf legst du besonders Wert bei deinen Geschäftskonzepten? </strong></p>
<p>Quadt: Ich möchte es authentisch haben. Außerdem muss es gerecht für die Mitarbeitenden sein. Wenn ich Konzepte mache, bespreche ich immer erst mit meinen Leuten, ob die das Konzept mitgehen würden. Als Beispiel: Rein kaufmännisch könnte ich in der Alten Posthalterei super sonntags ein Frühstücksbuffet anbieten. Das machen wir nicht, weil es zum einen für die Mitarbeitenden total doof ist und zum anderen ist es auf die Lebensmittel bezogen nicht das, was wir uns vorstellen. Da wird zu viel weggeschmissen. Ich habe auch Bock auf Veränderungen. Ich möchte Bewegung drin haben.</p>
<p><strong>Was sind deiner Meinung nach die Kernkompetenzen der Posthalterei, des Siebens und des Butchers? Was macht diese Geschäftskonzepte so besonders?</strong></p>
<p>Quadt: Wir haben intern drei Namen für die Läden: Die Posthalterei ist unser Mutterschiff, die Butchers unser Wohnzimmer und die Sieben ist unser kreativer Ort. Im Butchers möchten wir wirklich einen Ort haben, wo man gerne hingeht, eine gute Zeit und eine tolle Atmosphäre hat mit Musik und geilen Drinks. Im Sieben möchten wir das Thema Nachhaltigkeit fahren. Es ist so, dass wir immer nur sieben Gerichte auf der Karte haben. Wir schmeißen sehr, sehr wenig weg. Da möchten wir also nachhaltig, aber trotzdem auch total kreativ sein. Die Köche können aus allen Facetten der Welt ihre Ideen ziehen und Gerichte zubereiten. Die Posthalterei ist ein Ganz-Generationen-Haus. Vom Säugling bis zu den Großeltern sollen sich hier alle wohlfühlen. Wir möchten einen Querschnitt der Gesellschaft hier haben. Dieses Haus ist für mich das schönste Haus Lingens und das muss für alle begehbar und erlebbar bleiben.</p>
<p><strong>Welchen Tipp würdest du Studierenden mit auf den Weg geben, die ebenfalls mit dem Gedanken spielen, sich selbstständig zu machen? </strong></p>
<p>Quadt: Viel reden! Vor allem mit unterschiedlichen Leuten reden, angefangen bei Familie und Freund*innen über Menschen, die in dem Bereich tätig sind, bis zu passenden Lehrenden, die etwas in diesem Bereich machen. Außerdem sollten sie sich nicht verunsichern lassen. Wenn sich jemand selbstständig machen möchte, muss er erstmal das Wort „Erfolg“ für sich definieren. In Deutschland wird Erfolg leider sehr oft an Geld gemessen. Das halte ich für sehr schwachsinnig. Man sollte darüber nachdenken, was möchte ich schaffen, wie kann ich erfolgreich sein. Den Weg muss man dann konsequent gehen. Egal, was man macht oder wie voll der Markt schon ist, wenn man gut ist, hat man auch Erfolg.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Tue, 27 Jul 2021 08:49:59 +0200</pubDate>
                        <title>Geschafft! Dual Studierende feierlich verabschiedet</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2021/07/geschafft-dual-studierende-feierlich-verabschiedet/</link>
                        <description>Etwa 200 Bachelorabsolvent*innen unserer dualen Studiengänge am Campus Lingen nahmen am Freitag ihre Abschlusszeugnisse in besonderer Atmosphäre entgegen, denn wie im Vorjahr fand die Verleihung im „Autokino-Format“ an der Emslandarena statt. Wer nicht vor Ort teilnehmen konnte, hatte die Möglichkeit über einen Livestream der Veranstaltung zu folgen.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Den Auftakt in das Programm machten unsere Absolvent*innen selbst. Für ihren jeweiligen Studiengang, ob <a href="/bachelor/betriebswirtschaft-ba-dual-standort-lingen-ems/">Betriebswirtschaft</a>, <a href="/studium/studienangebot/bachelor/ets-elektrotechnik-beng-dual-standort-lingen-ems/">Engineering technischer Systeme</a>, <a href="/studium/studienangebot/bachelor/management-betrieblicher-systeme-betriebswirtschaft-ba-dual-standort-lingen-ems/">Management betrieblicher Systeme</a>, <a href="/pflege-bsc-dual-standort-lingen-ems/">Pflege</a>, <a href="/wirtschaftsinformatik-bsc-dual-standort-lingen-ems/">Wirtschaftsinformatik</a> oder <a href="/wirtschaftsingenieurwesen-beng-dual-standort-lingen-ems/">Wirtschaftsingenieurwesen</a> durften sie einmal kräftig auf die (Licht-)hupe ihrer Autos drücken. Anschließend standen Prof. Dr. Ingmar Ickerott, Dekan der Fakultät für Management, Kultur und Technik und Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Arens-Fischer, Studiendekan unseres Instituts für Duale Studiengänge, den Moderierenden Constanze Nailis und Alexander Redder, in einer kurzen Fragerunde Rede und Antwort. Die beiden Moderierenden sind duale Masterstudierende unserer Studiengänge <a href="/studium/studienangebot/master/fuehrung-und-organisation-ma-dual-standort-lingen-ems/">Führung und Organisation</a> sowie <a href="/studium/studienangebot/master/technologieanalyse-engineering-und-management-meng-dual-standort-lingen-ems/">Technologieanalyse, -engineering und -management</a> und vielleicht schon bekannt von unserer Konferenz Zukunft Duales Studium. Dort führten sie mit zwei weiteren Kommilitoninnen durch das Programm. Redder selbst konnte gut nachempfinden, wie es sich auf der anderen Seite der Bühne anfühlte, denn vor einem Jahr war er noch einer der Absolvent*innen, die im Auto an der Zeugnisvergabe teilgenommen haben. Umso mehr freute er sich über die möglichen Lockerungen in diesem Jahr, denn Klatschen, Tanzen und Jubeln waren im Gegensatz zur letzten Zeugnisvergabe auch außerhalb der Autos erlaubt, nur eben unter Einhaltung der AHA-Regeln.</p>
<p class="02Fett">Stellvertretend für die Lehrenden richtete Prof. Dr. Frederik Ornau Worte an die Absolvent*innen: „Ich spreche für alle Kolleg*innen, wenn ich sage, dass ich sehr stolz bin, ein Teil Ihres Weges gemeinsam mit Ihnen gegangen zu sein. Einige von Ihnen musste mehr als die Hälfte Ihrer Studienzeit mit den persönlichen und sozialen Auswirkungen der Pandemie klarkommen. Trotz dieser Widrigkeiten haben Sie dies aber mit Bravour gemeistert.“ Eine besondere Rolle in der Studienzeit der Absolvent*innen spielten jedoch nicht nur die Hochschulvertreter*innen, sondern auch die Praxispartner*innen, welche Arens-Fischer zu Beginn betonte: „Ohne Sie würde das duale Studium nicht existieren. Daher freuen wir uns sehr über die enge Zusammenarbeit mit vielen Praxispartnern, auch über das Emsland hinaus.“ Für die Betriebe richtete Thomas Schnelling von der Renk GmbH einige Worte an die Anwesenden. In seiner Rede motivierte er dazu im Beruf Verantwortung zu übernehmen und sich auch schwierigen Aufgaben zu stellen: „Mit Ihrem dualen Studium sind Sie bestens darauf vorbereitet. Darauf können Sie stolz sein.”</p>
<p class="02Fett">Natürlich durfte auch eine Rede zweier Absolvent*innen nicht fehlen. Hannes Cerny und Lena Kühnast blickten gemeinsam auf eine ereignisreiche Studienzeit zurück. „Wir mussten in den letzten eineinhalb Jahren auf vieles verzichten, aber heute möchten wir auf das schauen, was wir geschafft haben. Wir stehen hier als Gruppe, die bewiesen hat, dass sie trotz der Herausforderungen der Pandemie das volle Studienprogramm mit allen Prüfungen in der Regelstudienzeit geschafft hat“, freuten sich Cerny und Kühnast. „Dazu trägt sicher auch das duale Studium mit seinem Kompetenzentwicklungsprofil bei“, hob Arens-Fischer in seiner Rede hervor. Denn in Verbindung von Theorie und Praxis würden die dual Studierenden darauf vorbereitet, auch mit Veränderungen in komplexen Situationen umzugehen. „Das haben Sie hervorragend gemacht“, gratulierte Arens-Fischer.</p>
<p class="02Fett">Der wichtigste Programmpunkt war womöglich die Zeugnisvergabe. Die Jahrgangsbesten durften ihr Zeugnis persönlich auf der Bühne entgegennehmen, während ihre ehemaligen Kommiliton*innen diese in ihren Autos auspackten. Moderator Alexander Redder ließ es sich dabei nicht nehmen, die Besten direkt von ihrem Auto abzuholen und sie auf die Bühne zu schicken. Dort angekommen wurden Sie vom Dekan, dem Studiendekan und der jeweiligen Studiengangsleitung beglückwünscht und konnten sich neben dem Abschlusszeugnis einen kräftigen Applaus bzw. ein Hupkonzert abholen. Zu den Besten gehörten Lea Klass (Betriebswirtschaft), Michael Wiese (Engineering technischer Systeme), Anna Jaspert (Wirtschaftsinformatik), Stella-Marie Neiling (Wirtschaftsingenieurwesen), Rico Dingmann (Management betrieblicher Systeme) und Daniela Fischer (Pflege). Für musikalische Pausen zwischen den Programmpunkten sorgten Jakob Lübke und Jennifer Schotter, ein Duo, das dem Institut für Musik der Hochschule Osnabrück entstammt.</p>
<p class="02Fett">Zum Abschluss durften die Absolvent*innen sich nicht nur über die netten Worte von Studiendekan Arens-Fischer und Katrin Dinkelborg, Leiterin der Studierenden und Unternehmensbetreuung freuen, sondern auch über einen Applaus von den Lehrenden und Verwaltenden sowie wissenschaftlichen Mitarbeitenden des IDS, die sich bei der Ausfahrt positioniert hatten. Wer wollte, konnte zudem noch ein Abschiedsfoto mit Arens-Fischer knipsen lassen.</p>
<p class="02Fett">Wer den Livestream verpasst haben sollte, hat weiterhin die Möglichkeit ihn auf dem YouTube Kanal der Hochschule Osnabrück anzuschauen. Hier geht´s zum Stream:</p>
<p class="02Fett"><a href="https://www.youtube.com/watch?v=eRrCZfNM2g8" target="_blank" rel="noreferrer">https://www.youtube.com/watch?v=eRrCZfNM2g8</a></p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Tue, 20 Jul 2021 16:49:00 +0200</pubDate>
                        <title>Moderationserfahrungen während des dualen Studiums sammeln?  – Vier duale Masterstudierende berichten  </title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2021/07/moderationserfahrungen-waehrend-des-dualen-studiums-sammeln-vier-duale-masterstudierende-berichten/</link>
                        <description>Ende April richtete unser Institut die Konferenz „Zukunft Duales Studium“ aus. Für Lena Telgen, Stefanie Uphaus, Constanze Nailis und Alexander Redder war dies ein besonderer Anlass, denn die vier übernahmen die Moderation bei der virtuellen Konferenz und führten 170 Teilnehmende durch das Programm. Im Gespräch berichten sie uns von ihrer Erfahrung.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Zahlreiche Professor*innen, Forschende und Teilnehmende aus dualen Studiengängen kamen bei der Konferenz zusammen, um sich über ihre wissenschaftlichen Projekte und Forschungsarbeiten rund um die Perspektiven zur Weiterentwicklung von dualen Studienprogrammen auszutauschen. Die Konferenz besitzt folglich eine hohe Tragweite für die Zukunft des dualen Studiums. Unserem Institut ist es sehr wichtig, die Studierenden bei derartigen Events mit einzubeziehen. So eröffnete das Organisationsteam der Konferenz vier dualen Masterstudierenden die Chance, die Moderation der <a href="https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bmonth%5D=04&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=8529&amp;tx_news_pi1%5Byear%5D=2021&amp;cHash=fce1ccfc459b51f1b4648d8ca17209f1" target="_blank">Konferenz</a> zu übernehmen und fragte in den Studierendenreihen nach Interessierten. Die drei Studentinnen Telgen, Uphaus und Nailis, aus dem Studiengang <a href="/studium/studienangebot/master/fuehrung-und-organisation-ma-dual-standort-lingen-ems/">Führung und Organisation</a>, sowie Redder, Student des Studiengangs <a href="/studium/studienangebot/master/technologieanalyse-engineering-und-management-meng-dual-standort-lingen-ems/">Technologieanalyse, -engineering und -management (TAEM)</a>, nahmen daraufhin die Herausforderung an. &nbsp;</p>
<p>Manch eine*r mag sich wundern, wie ein TAEM-Student auf die Idee kommt, eine Konferenz zu moderieren. Redder hat jedoch die Studienrichtung Wirtschaftsingenieurwesen gewählt: „Das heißt, ich belege pro Semester jeweils ein Modul aus dem Bereich des Engineerings und eins aus dem Bereich Führung und Organisation“. Im wirtschaftlichen Bereich hat er sich letztes Semester für ein Modul zur Moderation und Beratung entschieden. So kam es dazu, dass alle vier das gleiche Modul belegten. Prof. Dr. Wolfgang Arens-Fischer, Studiengangsleiter und Studiendekan des Instituts für Duale Studiengänge, erklärt, wieso das Modul im Masterstudium verankert ist: „Das Anleiten von Organisationsentwicklungsprozessen ist mit sehr viel Moderationsarbeit verbunden. Das Ziel des Moduls Moderation und Beratung liegt darin, dass die Studierenden ein professionelles Moderationsverständnis für ganz unterschiedliche Settings entwickeln. Moderationsleistungen sind nicht nur im Bereich Personal- sondern auch im Bereich Organisationsentwicklung gefordert. Das erklärt, warum wir das Modul auch für die Studierenden aus dem technischen Masterstudiengang öffnen, denn auch Ingenieur*innen müssen beispielsweise Entwicklungsworkshops in Unternehmen leiten.“</p>
<p>Die vier Studierenden haben das Modul somit zusammen studiert – praktisch zusammen gearbeitet hatten sie vor der Konferenz aber noch nicht. Aufgrund der Corona-Pandemie kannten sich alle nur aus den Online-Vorlesungen. „Die Zusammenstellung des Moderationsteams geschah somit wirklich zufällig. Letztendlich war es eine gute Konstellation. Die Zusammenarbeit hat super funktioniert und wir haben sehr gut harmonisiert“, freut sich Uphaus und ihre Moderationskolleg*innen nicken zustimmend. Telgen ergänzt: „Wir würden immer wieder zusammenarbeiten.“</p>
<p><strong>Vorbereitung auf die Moderation </strong></p>
<p>Vier Wochen standen dem Team zur Verfügung, um die Moderation vorzubereiten. Dies war ein straffer Zeitplan, erinnert sich Telgen: „Wir mussten einiges untereinander abstimmen, sodass wir uns in den letzten zwei Wochen beinahe täglich über die Konferenz ausgetauscht haben.“ Beispielsweise mussten die verschiedenen Streams der Konferenz untereinander aufgeteilt werden.<br> Uphaus erklärt, dass sie bei der Zuteilung sehr auf die Themen der Redner*innen geachtet und abgeglichen haben, welche Themen wem besonders liegen und interessieren: „Uns war es wichtig, dass die Themen so vergeben werden, dass wir als Moderator*innen selbst verstehen, wovon die Expert*innen sprechen.“</p>
<p>Das Moderationsteam erkannte schnell, dass es sich um eine sehr komplexe Aufgabe handelt, einen wissenschaftlichen Diskurs von Forschenden zu moderieren, bei dem vielfältige Forschungsergebnisse vorgestellt werden. Die Gruppe stand zur Moderationsvorbereitung somit im regelmäßigen Austausch mit dem Planungsteam der Hochschule. Eine wichtige Unterstützung in der Vorbereitungsphase leistete darüber hinaus Benjamin Häring, Lehrkraft des Instituts für Theaterpädagogik. Er fungierte als Moderationscoach und gab den vier Studierenden entsprechende Hilfsmittel an die Hand. Zu diesen gehörten beispielsweise die Erkenntnislesung, die Popcorn-Methode oder verschiedene Energizer. Besonders gut gefallen hat dem Moderationsteam die Erkenntnislesung, die einige Male bei der Konferenz zum Einsatz kam. „Die Erkenntnislesung bietet die Möglichkeit, das erlernte Wissen zusammenzufassen und in kurzer Zeit zu bündeln. Den Teilnehmenden wird dabei eine Frage gestellt. Dies kann zum Beispiel sein: ‚Was ist Ihnen aus dem Vortrag besonders in Erinnerung geblieben?‘ Jede*r soll diese Frage dann in einem Satz beantworten und die Erkenntnis notieren. Danach fängt ein*e Freiwillige*r an und liest seine*ihre Antwort vor, daraufhin folgen nacheinander andere Teilnehmende. So wird der jeweilige Vortrag sehr treffend in wenigen Worten zusammengefasst“, erklärt Telgen. Nailis fügt hinzu, dass sich die Techniken bei der Moderation sehr bewährt haben: „Die Teilnehmenden haben die Erkenntnislesung sehr gut angenommen. Uns ist es dadurch gelungen, eine gute Konnektivität herzustellen.“</p>
<p><strong>Moderationserfahrung</strong></p>
<p>Mit der praktischen Moderationserfahrung wurden die Theorien aus dem Modul lebendig. Für Uphaus und Telgen war es zudem die erste Moderationserfahrung und zugleich ein voller Erfolg. „Wir haben ein sehr positives Feedback von den Teilnehmenden bekommen“, freut sich Uphaus. Telgen fügt lächelnd hinzu: „Es ist schön zu sehen, dass sich die Zeit, die wir investiert haben, ausgezahlt hat.“</p>
<p>Alle sind sich einig, dass sie die Moderation erneut übernehmen würden. Redder und Nailis werden bereits in ein paar Tagen ihre nächste Moderation antreten. Sie werden die Zeugnisvergabe des Abschlussjahrgangs der dualen Bachelorstudiengänge am Campus Lingen im Autokino-Format moderieren. Damit machen sie den Sprung von der virtuellen Bühne auf die Life-Bühne und können nochmal ganz andere Moderationserfahrungen sammeln. „Diese unterschiedlichen Moderationssituationen sind natürlich eine super Erfahrung. &nbsp;Jede*r der*die die Möglichkeit hat, im Laufe des Studiums eine Moderation zu übernehmen, sollte die Chance ergreifen“, betont Redder. Nailis empfiehlt dabei allen, die vor einer Moderation stehen: „Gut vorbereiten und sich einfach trauen. Es lohnt sich.“ Das gesamte Team stimmt ihr zu: „Gute Vorbereitung ist einfach alles!“</p>
<p>Nailis und Uphaus betonen zudem, dass es für eine gelungene Moderation sehr wichtig ist, dass das Team miteinander arbeitet. Aber auch die Unterstützung von den Personen im Hintergrund, wie zum Beispiel dem Technikteam, sei für eine erfolgreiche Moderation von wesentlicher Bedeutung. &nbsp;Eine Portion Aufregung würde jedoch auch immer dazugehören und sei sogar wichtig, um sich richtig fokussieren und konzentrieren zu können.</p>
<p>Telgen hebt zudem hervor, dass Fehler normal und nichts Schlimmes sind: „Unser Coach Benjamin Häring hat uns einen wichtigen Satz mit auf den Weg gegeben: <em>‚say it as it is‘</em>. Damit ist gemeint, dass man seine Fehler offen ansprechen darf und ruhig sagt ‚das war jetzt nicht so geplant‘ anstatt alles zu überspielen.“ Nailis unterstreicht: „Das sind ja auch nur Menschen, die einem da gegenübersitzen.“</p>
<p>Auf die abschließende Frage, was sie persönlich für sich mitgenommen haben, antwortet Nailis mit einem breiten Lächeln: „Drei neue Freunde!“</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <guid isPermaLink="false">news-8628</guid>
                        <pubDate>Mon, 05 Jul 2021 09:39:00 +0200</pubDate>
                        <title>Chemische Prozesstechnik / Verfahrenstechnik studieren –  Phillip Müter berichtet</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2021/07/chemische-prozesstechnik-verfahrenstechnik-studieren-phillip-mueter-berichtet/</link>
                        <description>Interessiert an einem Studium im Bereich Engineering technischer Systeme mit der Studienrichtung Chemische Prozesstechnik / Verfahrenstechnik und noch unsicher? Im Interview berichtet Phillip Müter von seinem dualen Studium, Berufsweg und weiterführendem Masterstudium.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Phillip Müter, 25 Jahre alt, hat von 2014 bis 2017 sein duales Studium am Campus Lingen in Kooperation mit der GEA TDS GmbH in Ahaus absolviert. Seinen Bachelor of Engineering erlangte er im Studiengang Engineering technischer Systeme mit der Studienrichtung <a href="https://www.hs-osnabrueck.de/studium/studienangebot/bachelor/ets-verfahrenstechnik-beng-dual-standort-lingen/" target="_blank">Chemische Prozesstechnik / Verfahrenstechnik</a>. Nach seinem Bachelorabschluss hat Phillip eine Stelle als Projektingenieur bei der GEA TDS GmbH angenommen. Seit 2019 studiert er den Masterstudiengang Food Technology an der Wageningen University in den Niederlanden und arbeitet weiter bei seinem bisherigen Arbeitgeber.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Herr Müter, beginnen wir doch von vorne. Wieso haben Sie sich damals für die GEA TDS GmbH und ein duales Studium (in Lingen) entschieden?</em></p>
<p><em>Müte</em>r: Ich habe mich schon früh als Jugendlicher für Verfahrenstechnik interessiert. Weil es mir wichtig war, auch eine praktische Komponente in mein Studium einzubinden, bot sich das duale Studium für mich perfekt an. Passenderweise ist mein Arbeitgeber in einem für mich enorm reizvollen Themengebiet angesiedelt, nämlich der Lebensmittelverfahrenstechnik. Der Austausch mit ehemaligen Studierenden aus Lingen zeigte mir dann, dass das IDS der richtige Platz für mich sein könnte.</p>
<p class="MsoBodyText">&nbsp;</p>
<p class="MsoBodyText"><em>Welches Modul hat Ihnen damals am besten gefallen? Von welchem haben Sie am meisten gelernt?</em></p>
<p class="MsoBodyText"><em>Müter</em>: Als Verfahrenstechniker war ich besonders Modulen mit diesem Schwerpunkt gegenüber aufgeschlossen. Rückblickend würde ich das Modul „Verfahrenstechnische Grundoperationen“ und darauf aufbauend das Modul „Planung und Bau verfahrenstechnischer Anlagen“ als diejenigen Fächer bezeichnen, die für meinen Werdegang am relevantesten waren und mich gleichzeitig am meisten interessiert haben.</p>
<p class="MsoBodyText">&nbsp;</p>
<p class="MsoBodyText"><em>In welchen Situationen Ihres Studiums konnten Sie die Theorie besonders gut mit der Praxis verbinden?</em></p>
<p class="MsoBodyText"><em>Müter</em>: Praxisnah wurde es immer dann, wenn über verfahrenstechnische Prozesse gesprochen wurde, da hierin ein wesentlicher Bestandteil der Arbeit im Unternehmen besteht. Insbesondere Inhalte beispielsweise zu Wärmeübertragung und Auslegung verfahrenstechnischer Anlagen gehören auch zum im Unternehmen gebrauchten Werkzeug, weshalb sich diese, meist verfahrenstechnischen Themen, unmittelbar übertragen lassen.</p>
<p class="MsoBodyText">&nbsp;</p>
<p class="MsoBodyText"><em>Passend zum <a href="https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/theorie-praxis-transfer/" target="_blank">Theorie-Praxis-Transfer</a>: Wie haben Sie die PTPs während des Studiums wahrgenommen? Wie beurteilst du sie rückwirkend?</em></p>
<p class="MsoBodyText"><em>Müte</em>r: Während der Praxisphasen lag mein Fokus immer in erster Linie darauf, die Zeit im Unternehmen möglichst ideal zu nutzen, Arbeitsabläufe und Hintergründe zu verstehen. Ich habe die PTPs daher vorrangig nach Feierabend zu Hause verfasst, was sich zwar mitunter als zusätzliche Belastung herausgestellt hat, für mich aber trotzdem der Weg der Wahl war. Mir haben die PTPs geholfen, Studieninhalte gezielt anzuwenden und andersherum, gezielt Thematiken im Unternehmen aufzuspüren und deren Ursachen zu verstehen. Was mir im Nachhinein in Erinnerung geblieben ist, ist die intensive Auseinandersetzung mit dem Aufbau und Stil einer wissenschaftlichen Arbeit, welche für die PTP-Erstellung notwendig waren. Das spätere Verfassen meiner Bachelorarbeit wurde dadurch erheblich vereinfacht.&nbsp;&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p class="MsoBodyText"><em>Sie machen Ihren Master in Form eines nicht dualen Studiums in den Niederlanden, arbeiten aber weiterhin bei Ihrem bisherigen Unternehmen. Wie kam es dazu? </em></p>
<p class="MsoBodyText"><em>Müter</em>: Zwar hat mir das Arbeitsleben enorm Spaß gemacht, doch ich habe nach den ersten zwei Jahren gemerkt, dass ich gerne mein theoretisches Wissen ausbauen wollte. Das hat mich dazu bewogen, einen Master in Lebensmitteltechnologie anzuhängen. Die Lebensmitteltechnik ist ein sehr spezifischer Bereich, indem es keine dualen Masterstudiengänge gibt. Daher bot sich nur die Möglichkeit den von mir anvisierten Master in Food Technology an der Wageningen University als Vollzeitstudium zu absolvieren. Da ich jedoch nach wie vor tief mit meinem Partnerunternehmen verbunden bin und mir meine Vorgesetzten auch bei der Weiterbildung im Master Rückdeckung geben, bin ich weiterhin angestellt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Zu Ihem Arbeitsleben - wie sah Ihr Arbeitsalltag während des Studiums und bevor Sie Ihren Master aufgenommen haben aus?</em></p>
<p class="MsoBodyText"><em>Müter:</em> Da ich die verschiedenen Abteilungen des Unternehmens durchlaufen durfte, waren auch die Aufgaben entsprechend vielseitig. Ich habe den Arbeitsalltag von allen Seiten kennengelernt. Nach meinem Bachelorabschluss bin ich als Projektingenieur eingestiegen und hab zwei weitere Jahre im Unternehmen gearbeitet. Aufgrund der tiefen Einblicke, die ich schon während des Studiums gewinnen durfte, konnte ich direkt eigenverantwortliche Aufgabenbereiche übernehmen. Ich war vorrangig im Projektmanagement und der Technologieerweiterung im Bereich Lebensmitteltechnologie tätig. Dort habe ich verschiedene Formen des Kundenkontakts übernommen und die verfahrenstechnische Auslegung der von uns konzipierten Anlagen mitverantwortet.</p>
<p class="MsoBodyText">&nbsp;</p>
<p class="MsoBodyText"><em>Sie haben ja nun quasi einen direkten Vergleich. Was sind Ihrer Meinung nach die drei größten Vorteile des dualen Studiums?</em></p>
<p class="MsoBodyText"><em>Müter:</em> 1. Durch die Einbindung in den Unternehmensalltag während der Studienzeit wird ein idealer Start in das Berufsleben ermöglicht. 2. Die stetige Verbindung der Theorie mit der Praxis hilft, die gelernten Inhalte besser und nachhaltiger zu verstehen. 3. Die praktische Erfahrung ist neben dem Theoretischen ein weiterer wichtiger Wissensvorsprung.</p>
<p class="MsoBodyText">&nbsp;</p>
<p class="MsoBodyText"><em>Eine abschließende Frage: Welchen Rat würde Sie Interessierten und/oder dual Studierenden mit auf den Weg geben wollen, um das Studium gut zu meistern?</em></p>
<p class="MsoBodyText"><em>Müter</em>: Das duale Studium mag in gewissen Punkten anstrengender sein als ein nicht duales Vollzeitstudium. Ich möchte dennoch alle Interessierten ermutigen, sich der Herausforderung zu stellen, da letztendlich wesentliche Vorteile daraus hervorgehen. Wenn man für sein Fachgebiet brennt, dann wird man das Studium auch meistern. Es lohnt sich. Der spätere Einstieg in das Berufsleben wird deutlich einfacher, sei es im eigenen Unternehmen oder bei späteren Arbeitgebern.</p>
<p class="MsoBodyText">&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Thu, 01 Jul 2021 11:29:00 +0200</pubDate>
                        <title>Das duale Studium als Karrieresprungbrett – Julia Altenau im Interview</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2021/07/das-duale-studium-als-karrieresprungbrett-julia-altenau-im-interview/</link>
                        <description>Julia Altenau ist 23 Jahre alt und studiert bei uns am Campus Lingen den dualen Masterstudiengang Führung und Organisation mit der Studienrichtung Controlling und Finanzen. Wieso das duale Studium ihr Sprungbrett in eine erfolgreiche Karriere war, erklärte sie uns im persönlichen Gespräch.   </description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Direkt nach dem Abitur hat Altenau ihr duales Bachelorstudium am Campus Lingen aufgenommen. Drei Jahre später erhielt sie ihren <a href="/bachelor/betriebswirtschaft-ba-dual-standort-lingen-ems/">Bachelor of Arts in Betriebswirtschaft</a> und begann im Anschluss ihr duales <a href="/studium/studienangebot/master/fuehrung-und-organisation-ma-dual-standort-lingen-ems/">Masterstudium</a>. Begleitet wurde Altenau in ihrer Studienzeit durch die Neue Osnabrücker Zeitung (NOZ), bei der sie seit Beginn ihres Studiums tätig ist. Im Interview berichtet sie über ihr duales Bachelor- und Masterstudium am Campus Lingen sowie ihren beruflichen Werdegang bei der NOZ.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Wieso haben Sie sich für das duale Studium (in Lingen) entschieden? Wie sind Sie damals auf das Institut für Duale Studiengänge (IDS) aufmerksam geworden? </em></p>
<p><em>Altenau:</em> Ich bin über meine Freund*innen und die Familie auf das IDS aufmerksam geworden. Zu der Zeit hat mein Cousin dort studiert und auch bei meinen ehemaligen Mitschüler*innen war Lingen als beliebter Studienort bekannt, obwohl meine damalige Schule eine Stunde von Lingen entfernt war. Ich weiß noch, dass wir damals von der Schule aus zum Studieninformationstag nach Lingen gefahren sind und uns den Campus angeguckt haben. Somit hatte ich immer schon den Bezug zu Lingen und dem IDS. Ich fand das duale Studium und das Blockmodell am IDS attraktiv. Für mich wäre ein anderes Zeitmodell nicht in Frage gekommen. So war meine Entscheidung schnell getroffen. Auf der Jobmesse in Osnabrück bin ich dann auch direkt auf das IDS zugegangen. Im nächsten Schritt habe ich eine Firmenliste mit möglichen Partnerbetrieben erhalten. Lustigerweise hatte ich mein erstes Vorstellungsgespräch dann sogar direkt bei der NOZ. Somit hat sich damals alles super schnell gefügt und ergeben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Wie gefällt Ihnen das duale Studium? Was macht für Sie das duale Studium aus? </em></p>
<p><em>Altenau:</em> Das duale Studium habe ich ehrlich gesagt erst so richtig wertschätzen gelernt, als ich mit dem Bachelor fertig war. Mein duales Bachelorstudium war vor allem durch viele Hausarbeiten – die sogenannten Praxistransferprojekte (PTPs) – sowie Gruppenarbeiten geprägt. Das kann während des Studiums sehr anstrengend sein. Gerade in der Klausurenphase war das Arbeitspensum wirklich hoch. Rückblickend weiß ich, dass sich die Anstrengung gelohnt hat. Als ich das erste Mal im Unternehmen eigenverantwortlich ein Projekt abwickeln musste, wurde mir schnell klar, dass ich mir während meines dualen Studiums sehr wertvolle Kompetenzen angeeignet habe und auf das Berufsleben vorbereitet wurde. Ich kann schnell und problemlösungsorientiert arbeiten, weil ich diese Fähigkeiten aufgrund der PTPs antrainiert bekommen habe. Darüber hinaus konnte ich dadurch auch viel entspannter meine Bachelorarbeit und letztlich auch das duale Masterstudium antreten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Was sind für Sie wesentliche Unterschiede zwischen dem Bachelor- und dem Masterstudium?</em></p>
<p><em>Altenau:</em> Während im Bachelor zunächst die fachliche Ausbildung im Vordergrund steht, werden im Master die methodischen und persönlichen Kompetenzen erweitert und die eigene Führungspersönlichkeit geschult. Ich habe mein Bachelorstudium direkt an mein allgemeinbildendes Abitur angeschlossen. Ich musste folglich zunächst die ganzen betriebswirtschaftlichen Grundlagen erlernen. Gerade in den ersten Semestern habe ich mich somit vor allem fachlich weiterentwickelt.<br> In den höheren Semestern des Bachelors und auch jetzt im Masterstudium geht es primär um strategisches Denken und wissenschaftliches Arbeiten. Neben den fachlichen Kompetenzen stehen hier eben auch noch andere Fähigkeiten im Vordergrund. Ich habe in dieser Zeit eine starke persönliche Weiterentwicklung bei mir wahrgenommen und mir viele fachübergreifende Kompetenzen angeeignet.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Nehmen Sie eine eigene Weiterentwicklung im Theorie-Praxis-Transfer wahr? </em></p>
<p><em>Altenau:</em> Ja klar, total! In den ersten Semestern fiel es mir sehr schwer, passende Themen für die PTPs zu finden. Ich muss gestehen, dass mir der Sinn der PTPs erst in den höheren Semestern klar wurde. Jetzt im Master schreiben wir Reflexionsorientierte Transferstudien (RTSn). Tatsächlich habe ich mir alle meine bisherigen RTSn für meine Arbeit zugutekommen lassen. Ich setze mich immer sehr intensiv mit der Ausgangssituation auf der Arbeit auseinander und habe mich letztlich mit Themen beschäftigt, die bislang im Mittelstand zu wenig erforscht wurden. Ich konnte aus jeder RTS spannende Erkenntnisse mitnehmen und habe einfach den Nutzen für mich und meine Arbeit erkannt und angewendet.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Haben Sie ein besonders gelungenes PTP oder eine besonders gelungene RTS geschrieben?</em></p>
<p><em>Altenau:</em> Ich habe einmal ein Reifegradmodell für Shared Service Organisationen entwickelt, also für unternehmensinterne (kaufmännische) Dienstleistungsorganisationen. Obwohl ich damals noch relativ neu im Job war, durfte ich mein Modell anschließend allen betroffenen Manager*innen bei der NOZ vorstellen und das Modell letztlich sogar anwenden. Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, dass der eine Manager – man kann ihn als Pragmatiker beschreiben – am Ende des Termins zu mir sagte: „Frau Altenau, ich hatte ehrlich gesagt keine Lust auf wissenschaftliches Arbeiten, aber sie haben mich echt überzeugt. Sie haben neue, interessante Perspektiven aufgezeigt und ich werde mir daraus definitiv etwas für meinen Berufsalltag mitnehmen.“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Die PTPs und RTSn sind ja gute Beispiele für einen Theorie-Praxis-Transfer. Würden Sie sagen, dass Sie in Ihrem Berufsalltag die Theorie gut mit der Praxis verbinden können?</em></p>
<p><em>Altenau:</em> Dadurch, dass ich auch strategische Aufgaben im Unternehmen habe, kann ich Theorie und Praxis auf jeden Fall sehr gut miteinander verknüpfen. Ich arbeite zum Beispiel auch gerade an einem Projekt mit der Fraunhofer-Gesellschaft, einer Organisation, die dafür bekannt ist, die beiden Elemente miteinander zu verknüpfen und neue Ideen in Unternehmen hineinzutragen sowie Trends aus der Wissenschaft methodisch im Praxiskontext zu untersuchen. Dabei kommt es mir sehr zugute, dass ich im wissenschaftlichen Arbeiten aufgrund meines Studiums sehr gute Kompetenzen vorweisen kann. Bei bestimmten statistischen Berechnungen und wissenschaftlichen Methoden, wo manche schon echt schlucken müssen, weiß ich gleich Bescheid.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Sie arbeiten mittlerweile schon einige Jahre bei der NOZ. Wie würden Sie die Zusammenarbeit und den Austausch mit Ihrem Arbeitgeber beschreiben? War und ist Ihr Arbeitgeber an Ihren Ergebnissen der PTPs und RTSn interessiert?</em></p>
<p><em>Altenau:</em> Total! Mein Arbeitgeber ist sehr an den Ergebnissen interessiert. Ich stelle alle meine RTSn auf der Arbeit meinem Chef und den entsprechenden Kolleg*innen vor. Mein Chef ist so begeistert davon, dass er auch immer mit neuen Themenvorschlägen auf mich zukommt. Ich bin wirklich sehr zufrieden bei der NOZ. Theoretisch hätte ich nach den drei Jahren Bachelorstudium gehen können, aber ich bin auch für meinen Master geblieben und ich plane auch nach dem Master bei der NOZ zu bleiben. Das alles spricht ja dafür, dass ich mich dort einfach sehr wohl fühle. Ich habe, begleitet durch mein duales Bachelor- und Masterstudium, eine eigene Entwicklung im Unternehmen hingelegt. Ich glaube, diese Entwicklung war nur dadurch möglich, dass Studium und berufliche Entwicklung parallel geschaltet sind und ich gemeinsam mit der Organisation gewachsen bin. Durch mein duales Studium und vor allem auch durch meinen Arbeitgeber, hatte ich immer die Möglichkeit, in verschiedene Rollen hineinzuschlüpfen und in neue Positionen hineinzuwachsen. Eine Organisation braucht dafür eine entsprechende Kultur, die bei der NOZ auf jeden Fall gegeben ist.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Sie haben gerade bereits Ihre berufliche Entwicklung bei der NOZ angesprochen. Gab es in den Jahren Ihrer Beschäftigung besondere Meilensteine in Ihrer beruflichen Karriere? Wurden Sie befördert oder gab es besondere Aufgaben und Projekte, an die Sie sich gerne erinnern? </em></p>
<p><em>Altenau:</em> Gestartet habe ich meine berufliche Laufbahn mit meinem ausbildungsintegrierten dualen Bachelorstudium. Bei der NOZ war ich somit zunächst Auszubildende und konnte einen Einblick in die vielen Bereiche und Gesellschaften der Unternehmensgruppe gewinnen. Mit Abschluss meiner Ausbildung wurde ich als eine Art „Trainee“ in ein unternehmensinternes Start-up eingesetzt und habe das dortige Entwicklungsprojekt ganz eng mitbegleitet. Meine Bachelorarbeit habe ich im Finanzbereich geschrieben, in dem ich auch heute fest angestellt bin. Zunächst habe ich dort Assistenzaufgaben übernommen und operativ mitgearbeitet. Dies war rückblickend sehr gut, um ein Gefühl für die Prozesse und das Zusammenarbeiten zu bekommen. Nach zunächst kleinen Projekten habe ich immer größere Verantwortung übernommen. Mit der Zeit haben sich somit auch meine Jobbezeichnungen verändert. Bei der NOZ stand dann ein großer Change Prozess bevor. Alle vorherigen kaufmännischen Bereiche sollten zu einer eigenen Gesellschaft ausgegründet werden. Das Projektmanagement wurde mir übertragen. Das war eine super Möglichkeit, alle strategischen Facetten der BWL an einem neu gegründeten Unternehmen anzuwenden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Sie haben bereits Ihren Bachelor in Betriebswirtschaft dual am IDS studiert. Sie hatten somit bereits vor dem Master Erfahrungen mit dem dualen Studienmodell. Hatten Sie dadurch Ihrer Meinung nach Vorteile gegenüber Studierenden, die zuvor im Bachelor nicht dual studiert haben? </em></p>
<p><em>Altenau:</em> Ich hatte auf jeden Fall den Vorteil, dass ich mit den Studienarbeiten aufgrund meines dualen Bachelorstudiums in Lingen schon vertraut war. Auch der Master fußt auf dieser intensiven Theorie-Praxis-Verzahnung, somit kam es mir zugute, dass ich das Prinzip durch die PTPs schon kannte. Ich war es bereits gewohnt, dass man immer zwei Projekte gleichzeitig hat – die Arbeit und das Studium.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Kam dieses Thema zwischen Ihnen und Ihren Kommiliton*innen auf? Haben die vorherigen nicht dual-Studierenden Sie auf Ihren Bachelor angesprochen?</em></p>
<p><em>Altenau: </em>Wir hatten immer eine gute Gemeinschaft und haben uns gegenseitig unterstützt. Wir haben bei den ersten RTSn gemeinsam an den <a href="https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bmonth%5D=05&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=8632&amp;tx_news_pi1%5Byear%5D=2021&amp;cHash=220f9f2ef27f9c685cdf2af34171f7d8" target="_blank">Applied Science Labs</a> teilgenommen und uns intensiv untereinander ausgetauscht. Wir konnten glaube ich alle davon profitieren und haben immer voneinander gelernt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Aufgrund der aktuell herrschenden Pandemie kam es zu einigen Veränderungen in der Lehre und im Berufsalltag. Was hat sich für Sie geändert und wie bewerten Sie den Umgang mit der Situation von Seiten des IDS? </em></p>
<p><em>Altenau: </em>Natürlich war es erstmal schwierig, weil jeder diese Umbruchphase meistern musste – sowohl mein Arbeitgeber, das IDS als auch ich. Es haben sich aber alle – natürlich in gewisser Weise auch notgedrungen – sehr schnell umstrukturiert. Mittlerweile hat sich wirklich alles sehr gut eingespielt. Ich glaube wir haben alle gelernt, das Beste aus der Situation zu machen und nicht nur die Nachteile zu sehen, sondern auch die neu gewonnenen Möglichkeiten. Durch die digitale Zusammenarbeit lassen sich Studium und Beruf noch flexibler aufeinander abstimmen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Sie haben während Ihres Bachelors in den Theoriephasen in Lingen gelebt. Somit haben Sie auch das Leben in Lingen kennengelernt. Wie gefällt Ihnen die Stadt und das Studierendenleben in Lingen?</em></p>
<p><em>Altenau:</em> Lingen ist nicht Münster, nicht München, nicht Osnabrück. Lingen ist eben keine Großstadt, aber genau das macht Lingen auch irgendwo aus. Die nötige Infrastruktur ist gegeben: Es gibt gute Restaurants und Kneipen, eine Lasertag Arena, ein Schwimmbad, usw. Man kann also auch in Lingen etwas Schönes unternehmen. Wir haben damals zum Beispiel sehr viel Zeit am Kanal verbracht. Gerade, weil alles so übersichtlich und nicht sehr weitläufig ist, kennt man einfach alles und jeden. Ich habe mich dadurch selbst mit Studierenden aus anderen Studiengängen sehr verbunden gefühlt. Genau diese Vertrautheit macht Lingen einfach aus.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Zum Schluss würde ich gerne wissen, ob Sie sich wieder für ein duales Studium entscheiden würden. Würden Sie das duale Studium weiterempfehlen? Wenn ja, warum? Wenn nein, warum nicht? </em></p>
<p><em>Altenau:</em> Ich würde auf jeden Fall immer wieder dual studieren. Ich glaube man bekommt dadurch ein ganz anderes Gefühl dafür, wie Unternehmen von innen aussehen. Ich denke viele kennen es, dass man sich die Informationen am besten merken kann, die man auch zur Anwendung bringt und die einem in dem Moment tatsächlich zur Problemlösung verholfen haben. Genau das ist bei einem dualen Studium der Fall. Ich glaube nicht, dass ich heute in meinem Job da stehen würde, wo ich jetzt stehe, wenn ich nicht dual studiert hätte.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Wed, 23 Jun 2021 08:46:14 +0200</pubDate>
                        <title>Internationale Kooperation in Forschung und Lehre</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2021/06/internationale-kooperation-in-forschung-und-lehre/</link>
                        <description>Prof. Dr.-Ing. Johannes Koke hat in dem internationalen Forschungsprojekt ENSECO mit der schwedischen Dalarna University/Högskolan Dalarna und verschiedenen Firmen zusammengearbeitet. Worum es in dem Projekt geht und welche Kooperationen darüber hinaus entstanden sind, thematisiert dieser Beitrag.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><a href="/prof-dr-ing-johannes-koke/">Koke</a> arbeitet als Professor für Maschinenbau mit dem Schwerpunkt Verfahrenstechnik bei uns am Campus Lingen an unserem Institut für Duale Studiengänge (IDS). Außerdem ist er Studiengangleiter des Studiengangs Engineering technischer Systeme sowie Sprecher für den Laborbereich Energiesysteme und Prozesstechnik. Aber das ist nicht alles. Darüber hinaus ist er noch in der Studienkommission, der Kommission für Internationalisierung, der Laborkommission tätig und in der Forschung tätig. Eins seiner Forschungsprojekte steht in diesem Beitrag im Mittelpunkt.</p>
<p><strong>Forschungsprojekt ENSECO</strong></p>
<p>Das Forschungsprojekt ENSECO (Energy self-sufficient containers) lief von Anfang Oktober 2018 bis Ende Dezember 2020. Die Beteiligung der Hochschule Osnabrück ergab sich aus einer Kooperation mit der emsländischen Firma ELA Container GmbH. An dem internationalen ZIM-Projekt (ZIM = Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand) nahmen mehrere externe Partner*innen teil: LF Elektro GmbH, Bismarker Containerbau GmbH, die Högskolan Dalarna (Schweden) und das Institut für Strukturleichtbau und Energieeffizienz gGmbH (ISE). „In dem Projekt standen energieeffiziente Leichtbaugebäudelösungen auf Containerbasis im Fokus. Konkret sollten aus Containern Gebäude – Wohngebäude und Nutzgebäude – entstehen. Das Besondere daran ist, dass die Gebäude sehr energieeffizient bzw. energieautark sein sollten. Die Gebäude produzieren die Energie, die sie verbrauchen, also selbst, indem sie z. B. Photovoltaik nutzen. Da es sich um ein Industrieprojekt handelte, sollten wir die Konzepte marktfähig machen“, erklärt Koke. &nbsp;</p>
<p>Das ISE hat das Projekt ins Leben gerufen und es auch geleitet. Jede*r Partner*in hatte eine andere Aufgabe. Die Teilnehmenden aus Schweden waren für die Gebäudelösungen zuständig. Sie entwickelten aus normalen, rechteckigen Containern Gebäudelösungen für unterschiedliche Klimazonen und Nutzungsarten, z. B. ein Einfamilienhaus, was an das Klima und die Gesellschaftsstruktur in Schweden angepasst ist; ein Mehrfamilienhaus für Deutschland und ein Schulgebäude für Äthiopien. „Wir an der Hochschule Osnabrück sind sehr stark mit Methoden der Simulation an das Thema herangegangen und haben diese Gebäude mit regenerativer Energietechnik ausgestattet. Das bedeutet, dass wir uns überlegt haben, welche Energietechnik zu besonders hoher Energieautarkie führt. Das wären dann z. B. Photovoltaik, Solarthermie, Einsatz von Wärmepumpen, Einsatz von Blockheizkraftwerken, also mit Bioenergie, und hybride Systeme. Wir haben dann verschiedenste Konzepte simuliert und für die Gebäudelösungen verschiedene Klimazonen der Welt untersucht, um zu prüfen, was das für die Energieautarkie bedeutet. Nebenbei haben wir uns noch mit der Ökobilanz für diese Maßnahmen beschäftigt“, erläutert Koke. „Wir von der Hochschule haben also die Konzepte geliefert und die Partner haben die Anwendung verfolgt. Dadurch sind auch einzelne Komponenten entstanden, die in einem realen Demonstratorgebäude umgesetzt wurden”, ergänzt Koke. Die Ergebnisse sollen von den Industriepartnern demnächst vermarktet werden.</p>
<p><strong>Kooperation mit Dr. Xingxing Zhang und der schwedischen Dalarna University/Högskolan Dalarna</strong></p>
<p>Während des Forschungsprojektes hat Koke Dr. Xingxing Zhang von der schwedischen Dalarna University/Högskolan Dalarna kennengelernt. Aus der Zusammenarbeit im Projekt entwickelte sich auch eine Lehrkooperation. Zhang hielt im September 2019 zwei Tage lang Gastvorträge in der Vorlesung von Koke zum Thema „Projektierung technischer Systeme“ im Studiengang Engineering technischer Systeme und stellte dort Projekte zum Thema Solarenergie vor. „Als Dr. Zhang wegen eines Treffens vom Forschungsprojekt am Campus Lingen war, begeisterte ihn der Campus. Er hatte, genauso wie ich, Interesse an einer Zusammenarbeit im Bereich der Lehre. Mir war klar, dass es eine Win-Win-Situation war, die wir nutzen müssen. Im Gegenzug bin ich auch nach Schweden gereist und habe dort an der Universität vier Vorträge über Fluidmechanik gehalten“, erinnert sich Koke. Zhang wird im September oder Oktober dieses Jahres voraussichtlich wieder Vorträge im Rahmen einer Vorlesung von Koke halten. Die Studierenden dürfen also gespannt sein. Die Lehrkooperation ist ein besonders schönes Beispiel dafür, wenn aus Forschung Lehre wird. In solchen Fällen profitieren die Studierenden vom allerneusten Wissen.</p>
<p>Über den Lehraustausch hinaus gab es außerdem eine gemeinsam betreute Bachelorarbeit, die ein Student aus Lingen an der Dalarna University/Högskolan Dalarna in Schweden geschrieben hat und jedes Jahr gehen einige Studierende für ein Auslandssemester nach Schweden.</p>
<p>„Sowohl im Rahmen des ENSECO-Forschungsprojektes als auch in der Kooperation mit der schwedischen Universität sind Projekte und Zusammenarbeiten geplant, die im Moment konkretisiert werden”, erklärt Koke abschließend.</p>
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                        <pubDate>Mon, 14 Jun 2021 09:22:23 +0200</pubDate>
                        <title>Ein Blick hinter die Kulissen mit Sebastian Kizinna</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2021/06/ein-blick-hinter-die-kulissen-mit-sebastian-kizinna/</link>
                        <description>In unserem Format „Ein Blick hinter die Kulissen mit…“ interviewen wir nach und nach Mitarbeitende und Lehrende, mit denen Sie im Laufe Ihres Informationsprozesses und später im dualen Studium am Campus Lingen in Kontakt kommen können. In diesem Beitrag wird Sebastian Kizinna aus dem Büro für Studierenden- und Unternehmensbetreuung vorgestellt.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Sebastian Kizinna ist noch ganz neu bei uns am Institut für Duale Studiengänge (IDS). Er arbeitet seit Anfang April 2021 bei uns und betreut seitdem die dual Studierenden beim wissenschaftlichen Arbeiten und unseren Studiengang Management betrieblicher Systeme.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Wie ist Ihr beruflicher Werdegang und wie sind Sie zum IDS gekommen?</em></p>
<p>Kizinna: Nach meinem Realschulabschluss habe ich eine industrielle Ausbildung zum Offsetdrucker absolviert. Anschließend habe ich mein Abitur auf dem zweiten Bildungsweg nachgeholt, um dann in Osnabrück Englisch und Geschichte auf Lehramt zu studieren.</p>
<p>Ich habe schon seit meinem Studium immer für Einrichtungen gearbeitet, die Studierende und Studieninteressierte unterstützen und beraten: Während meines Studiums war ich studentische Hilfskraft bei der Zentralen Studienberatung der Hochschule und Universität Osnabrück. Nach meinem Abschluss habe ich beim Learning Center der Hochschule Osnabrück gearbeitet. In meiner Zeit beim Learning Center war ich drei Jahre in einem gemeinsamen Projekt mit der Studienberatung tätig. Von da aus war es für mich sehr logisch zum IDS zu wechseln, um weiter Studierende zu unterstützen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Wie sehen Ihre Aufgaben konkret aus?</em></p>
<p>Kizinna: In erster Linie unterstütze und betreue ich die dual Studierenden beim wissenschaftlichen Arbeiten im Theorie-Praxis-Transfer, also bei den sogenannten Praxistransferprojekten (PTPs). Außerdem habe ich bereits im Learning-Center digitale Inhalte entwickelt, weshalb ich auch hier am IDS die Kompetenzentwicklung der Studierenden, z. B. durch Online Self Assessments oder e-Portfolios, unterstützen möchten.</p>
<p>Für den Studiengang Management betrieblicher Systeme bin ich für die Betreuung im Studium zuständig. Ich betreue die Studierenden in Gruppen in den Semestereingangs- und Ausgangsgesprächen, in Seminaren zum wissenschaftlichen Arbeiten und zur Theorie-Praxis-Relation, im Projektstudium und Applied Science Lab. Aber ich berate die Studierenden des Studiengangs auch einzeln bei Prüfungsproblemen, beim Drittversuch einer Prüfung, in Perspektivengesprächen oder bei der Vorbereitung von Gesprächen in den Unternehmen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Wie lautet Ihr Profi-Tipp für das wissenschaftliche Arbeiten? </em></p>
<p>Kizinna: Auch wenn es langweilig klingt: Die richtige Struktur einer wissenschaftlichen Arbeit ist sehr wichtig. Eine gute Struktur setzt ein angemessen eingegrenztes Thema voraus, auf das die Fragestellung, Hypothesen und Methodenauswahl abgestimmt werden müssen. Gibt es diesen roten Faden nicht, verzettelt man sich oft und kann die verschiedenen Teile der Arbeit nicht sinnvoll aufeinander beziehen. Daraus folgt mein Profi-Tipp: Grenzen Sie das Thema angemessen ein und suchen Sie ein Thema, das sie interessiert. Das hilft dabei, immer motiviert und interessiert zu forschen!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Was gefällt Ihnen am Konzept des dualen Studiums?</em></p>
<p>Kizinna: Mir gefällt die Verbindung von mehreren Lernorten und damit auch die Verknüpfung von berufspraktischen und wissenschaftsbezogenen Inhalten. Die Studierenden haben die Möglichkeit, in den Unternehmen die wissenschaftlichen Inhalte der Hochschule anzuwenden und auch umgekehrt Erfahrungen oder Probleme aus dem Unternehmen mit ins Studium zu bringen. Ich denke, dass das duale Studium durch den hohen Praxisanteil und den Transferleistungen ein großes Potenzial für die Kompetenzentwicklung der Studierenden hat. Das zeichnet das duale Studium aus. &nbsp;</p>
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<p><em>Was war das Highlight Ihrer bisherigen Arbeit am IDS?</em></p>
<p>Kizinna: Das große Highlight war die Teilnahme an der digitalen <a href="https://www.hs-osnabrueck.de/nachrichten/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=8529&amp;cHash=b1b60c7c2c6d78277882d0ad9a1f643a" target="_blank">Konferenz „Zukunft Duales Studium“</a>, die das IDS Ende April zusammen mit der Zentralen Evaluations- und Akkreditierungsagentur Hannover (ZEvA) zum dritten Mal ausgerichtet hat. Da haben sich ganz viele Akteure aus dem Kosmos des dualen Studiums getroffen, die mit viel Herzblut und Engagement dabei sind. Es war sehr spannend, die verschiedenen Facetten des dualen Studiums und auch Perspektiven auf das duale Studium zu sehen. Die Beteiligten kennenzulernen und bei einer großen, digitalen Konferenz in die Organisation hereinzuschauen, hat viel Spaß gemacht. Für mich war die Konferenz ein super Einstieg in meinen neuen Job hier am IDS. Ich konnte viel über das duale Studium lernen.</p>
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<p><em>Beschreiben Sie bitte das IDS in wenigen Worten. </em></p>
<p>Kizinna: Engagiert, professionell und herzlich – sowohl untereinander als auch in Bezug auf Studierende, Unternehmensvertreter*innen und Studieninteressierte.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Wie verbringen Sie Ihre Freizeit?</em></p>
<p>Kizinna: Meine Frau und ich haben drei kleine Kinder im Alter zwischen sechs Monaten und sechs Jahren. Da steht das Familienleben im Vordergrund. Wir müssen viel auf- und hinterher räumen, aber wir verbringen auch viel Zeit im Wald und im Garten, gehen spazieren oder fahren Fahrrad. Wenn ich Zeit für mich brauche, lese ich ein Buch oder gehe joggen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Welches Buch und welche Serie sollte jeder gelesen und gesehen haben? </em></p>
<p>Kizinna: Ich bin ein sehr großer Fan von Stephen King, deswegen würde ich sagen, dass jeder einmal sein Buch „Es“ gelesen haben sollte, weil es eigentlich eine Geschichte über das Erwachsenwerden, Freundschaft und auch über den Kampf zwischen dem Guten und Bösen ist. Das wäre mein Favorit als eins der vielen Bücher von Stephen King, die ich absolut empfehlen kann.</p>
<p>Bei den Serien schwankt das total, aber im Moment gucke ich „This is Us“ – eine Serie, die das Schicksal einer Familie über mehrere Generationen und Charaktere hinweg erzählt. Da ist eigentlich alles dabei über den Konflikt am Küchentisch bis zu großen Fragen über Herkunft und Identität mit einem sehr guten Cast, der es leicht macht, die Gedanken und Gefühle nachzuvollziehen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Welche Tüte können Sie nicht aufmachen, ohne direkt alles aufzuessen? </em></p>
<p>Kizinna: Im Moment esse ich total gerne Essig-Salz-Chips, also eher salzige Sachen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Welche Sprache würden Sie gerne sprechen und warum? </em></p>
<p>Kizinna: Ich würde gerne fließend Spanisch sprechen können, weil die Familie meiner Frau aus Peru kommt und mich Südamerika fasziniert. Wenn wir dann mit den Verwandten telefonieren oder sie besuchen, könnte ich mich besser mit ihnen unterhalten.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Mon, 07 Jun 2021 10:41:00 +0200</pubDate>
                        <title>Industriekaufmann, Konstrukteur, Projektmanager – Marcus Laqua berichtet </title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2021/06/industriekaufmann-konstrukteur-projektmanager-marcus-laqua-berichtet/</link>
                        <description>Fach- und Berufswechsel sind heute keine Seltenheit mehr. Bei der Masse an unterschiedlichen Ausbildungs- und Studienangeboten stellt so manche Person erst im Verlauf fest, dass das eigene Interesse noch in eine andere Richtung geht. Marcus Laqua zeigt, dass ein Wechsel auch innerhalb eines Unternehmens nach der Erstausbildung möglich ist. </description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Mit 24 Jahren hat Marcus Laqua 2014 sein duales Bachelorstudium am Campus Lingen aufgenommen. Drei Jahre später, 2017, erhielt er seinen Bachelor of Engineering in der Studienrichtung Maschinenbau des Studiengangs Engineering technischer Systeme (EtS). Seine Allgemeine Hochschulreife und erste berufliche Erfahrungen hatte Laqua noch im betriebswirtschaftlichen Bereich erlangt: Sein Abitur bestand er an einem berufsbildenden Gymnasium in der Fachrichtung Wirtschaft und seine Berufsausbildung absolvierte Laqua zum Industriekaufmann. Erst danach ging es mehr in die technische Richtung. Inzwischen ist Marcus 31 Jahre alt und arbeitet als Projektmanager bei seinem Arbeitgeber, der FläktGroup Wurzen GmbH (ehemals GEA - Air Treatment Production Wurzen GmbH).</p>
<p>&nbsp;</p>
<p class="MsoBodyText"><em>Wie kam es, dass Sie sich nach Ihrer Ausbildung für ein duales Studium in Lingen entschieden haben?</em></p>
<p class="MsoBodyText"><em>Laqua</em>: Während der Lehre zum Industriekaufmann wuchs in mir der Wunsch des Studierens heran. In Gesprächen mit meinen Führungskräften teilte ich diese Überlegung mit.<em> </em>Nach dem erfolgreichen Abschluss meiner Ausbildung kam daraufhin mein Arbeitgeber auf mich zu und bat mich um die Wahl eines zum Unternehmen passenden Studiengangs. Da ein Standort unserer Firma [Anm. d. Red.: Herne) bereits mit dem Institut für Duale Studiengänge kooperierte, konnte ich mich zwischen den dualen Studiengängen Betriebswirtschaft, Wirtschaftsingenieurwesen und Engineering technischer Systeme (EtS) am Campus Lingen entscheiden. Weil ich mich umorientieren wollte, ist meine Wahl auf EtS gefallen.</p>
<p class="MsoBodyText">&nbsp;</p>
<p class="MsoBodyText"><em>Wie kam es zu dem Fachwechsel? </em></p>
<p class="MsoBodyText"><em>Laqua</em>: Da ich während meiner Ausbildung auch die technische Abteilung durchlaufen habe, konnte ich dort erste Einblicke von der Arbeit und auch von unseren Geräten bekommen. Sowohl der Aufgabenbereich als auch menschliche Aspekte im Bereich Konstruktion haben mir letztendlich die Auswahl leichtgemacht. Die Führungskraft, welche mir das Studium nach meiner Ausbildung ermöglicht hat, war der Leiter der technischen Abteilung. Hätte ich gewusst, dass es mich mal in das Projektmanagement verschlägt, so hätte ich die Auswahl meiner Ausbildung, späteren Studienwahl und Abteilungen nicht besser wählen können. Aktuell kann ich sowohl technisches Wissen und bisherige Erfahrungen aus meiner Tätigkeit als Konstrukteur einbringen sowie zusätzlich Kenntnisse und vor allem Ansprechpartner in den kaufmännischen Abteilungen aus meiner Ausbildungszeit in meine neue Position nutzen.</p>
<p class="MsoBodyText">&nbsp;</p>
<p class="MsoBodyText"><em>Wie sah Ihr Arbeitsalltag während des Studiums aus und wie sieht dieser jetzt aus?</em></p>
<p class="MsoBodyText"><em>Laqua</em>: Da ich bereits während meiner Ausbildung viele Stationen in meinem Unternehmen kennengelernt hatte, konnte ich in meinem Arbeitsalltag während des dualen Studiums vollumfänglich am Konstruktionsprozess teilnehmen. Das bedeutet, dass ich bereits währenddessen einige Aufgaben durchgeführt habe, für die ich nach meinem Hochschulabschluss auch als Konstrukteur zuständig war. Nach dem Abschluss erhielt ich Freigaberechte für Veröffentlichungen von Produktzeichnungen und zum Montagestart, sodass mein Verantwortungsbereich größer wurde. Inzwischen habe ich wie gesagt die Möglichkeit mit meinen gesammelten Erfahrungen der letzten Jahre im Projektmanagement Fuß zu fassen. Natürlich kommen dabei auch viele neue Aspekte hinzu: Ich habe jetzt beispielsweise viele Kontakte im europäischen Raum, wodurch ich nicht nur sprachlich, sondern auch in der interkulturellen Kommunikation gefordert bin. Außerdem geht es sowohl technisch als auch kaufmännisch noch ein ganzes Stück mehr in die Tiefe.</p>
<p class="MsoBodyText">&nbsp;</p>
<p class="MsoBodyText"><em>Welche Module haben Ihnen damals am besten gefallen? Von welchen haben Sie am meisten gelernt bzw. bei welchen konnten Sie die Theorie besonders gut mit der Praxis verbinden?</em></p>
<p class="MsoBodyText"><em>Laqua</em>: Am besten gefallen haben mir die Konstruktionsmodule, weil ich die erlernte Theorie in der Praxis im Unternehmen direkt nutzen und umsetzen konnte. Hinsichtlich der Verzahnung konnte ich bei allen Modulen, die in irgendeiner Art mit dem Konstruktions- und Entwicklungsprozess zu tun hatten, die Theoriebestandteile besonders gut mit in die Praxis einfließen lassen und verbinden. In den Modulen habe ich sicherlich auch für meine frühere Position als Konstrukteur das meiste mitgenommen und gelernt. Gleich dahinter schließen sich die Module Technische Mechanik und Physik sowie Schwingungslehre an.</p>
<p class="MsoBodyText">&nbsp;</p>
<p class="MsoBodyText"><em>Würden Sie sich wieder für ein duales Studium entscheiden? </em></p>
<p class="MsoBodyText"><em>Laqua</em>: Ja, klar! Ein duales Studium bietet erst einmal Abwechslung vom normalen Arbeitsleben und den Theoriephasen. Der Aspekt der finanziellen Sicherheit ist dabei sicherlich auch nicht gänzlich zu vernachlässigen. Außerdem herrscht bereits im Grundstudium ein Erfahrungsaustausch mit anderen Studierenden. Durch meine Wohnsituation fand dieser Austausch nicht nur mit dual Studierenden, sondern auch mit Studierenden anderer Studiengänge statt.</p>
<p class="MsoBodyText">&nbsp;</p>
<p class="MsoBodyText"><em>Bezüglich Ihrer Wohnsituation: Sie haben die Möglichkeit des Wechselwohnens wahrgenommen. Können Sie das Wohnmodell weiterempfehlen? </em></p>
<p class="MsoBodyText"><em>Laqua</em>: Das Wechselwohnen an sich kann ich nur empfehlen. Erst einmal ist es ein super Arrangement, wenn man über einen längeren Zeitraum mit einer Person wechselt und nicht immer neuen organisatorischen Aufwand um eine Wohnung betreiben muss. Finanziell war es natürlich auch optimal, da ich in der Zeit, in der ich nicht in Lingen vor Ort war, keine Miete zahlen musste. Es gab natürlich Zeiträume, in denen weder mein Wechselwohnpartner, noch ich in Lingen waren, allerdings war es relativ selten der Fall. Zusätzlich waren die Wohneinheiten, an denen ich das Wechselwohnen praktizierte, in einem super Zustand und ich hatte quasi alles was Studierende benötigen um die Ecke.</p>
<p class="MsoBodyText">&nbsp;</p>
<p><em>Sie haben inzwischen einen Master begonnen, wie organisieren Sie diesen? </em></p>
<p class="MsoBodyText"><em>Laqua</em>: Ich absolviere ein Fernstudium. Aufgrund meiner beruflichen und familiären Verpflichtungen, ist dies für mich die einzige Form, die es mir zeitlich ermöglicht, weiter zu studieren.</p>
<p class="MsoBodyText">&nbsp;</p>
<p class="MsoBodyText"><em>Welchen Rat würden Sie Interessierten und/oder dual Studierenden mit auf den Weg geben wollen, um das Studium gut zu meistern?</em></p>
<p class="MsoBodyText"><em>Laqua</em>: Einer der Vorteile beim dualen Studium ist das Unternehmen im Rücken. Die Unternehmen bilden hauptsächlich für sich und nicht für den freien Markt aus. In unserer Studiengruppe erhielt nahezu jede*r ein Übernahmeangebot. Das Studium sollte locker aber zielstrebig angegangen werden. In den Prüfungsphasen eines jeden Semesters sollte versucht werden, die maximale Anzahl an Prüfungen mitzuschreiben. Aufgeschobene Prüfungen sorgen in den späteren Semestern für mehr Stress als notwendig wäre.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Mon, 31 May 2021 09:17:00 +0200</pubDate>
                        <title>Kompetenzen im dualen Studium: Selbstführung fördern mittels eines Applied Science Lab</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2021/05/kompetenzen-im-dualen-studium-selbstfuehrung-foerdern-mittels-eines-applied-science-lab/</link>
                        <description>Mit Hausarbeiten, Lehrveranstaltungen, Prüfungen und Mitarbeit im Unternehmen haben dual Studierende viel zu tun. Begegnen und bewältigen lassen sich diese unterschiedlichen Anforderungen mit der Fähigkeit der Selbstführung. Um diese Fähigkeit bei unseren Studierenden gezielt zu entwickeln, bietet unser Büro für Studierenden- und Unternehmensbetreuung sogenannte Applied Science Labs an. Was es damit auf sich hat, wird in diesem Blogbeitrag erklärt.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Das duale Studium bei uns am Campus Lingen stellt unterschiedliche Anforderungen an unsere Studierenden. Häufig entwickeln unsere Studierenden dadurch ein hohes Maß an Belastbarkeit und können sich im Berufsleben sehr gut selbst organisieren. Dennoch gibt es im Alltag jedes*jeder Studierenden Phasen, die besonders gut laufen und Phasen, in denen sie verunsichert sind Grund dafür können zum Beispiel anstehende Prüfungsleistungen, Konfliktsituationen im Betrieb oder persönliche Unsicherheiten sein. In diesen Situationen überwiegen Probleme, mit denen die Studierenden selten allein sind – auch wenn sich das oftmals so anfühlt. Aber egal, ob es gut im Studium gut läuft und man noch höher hinaus will oder ob Zuspruch und neue Ideen notwendig sind, um Lösungsansätze zu finden: In beiden Fällen bedarf es der Fähigkeit der Selbstführung. Selbstführung bedeutet, eigenständig individuelle Ziele zu definieren und diese Ziele in einem zeitlich festgelegten Rahmen zu verfolgen. Trotz Ähnlichkeit zum Zeitmanagement ist die Selbstführung weitgehender und somit vom reinen Zeitmanagement abzugrenzen. Dieses bezeichnet im Allgemeinen die Aufgabenbewältigung innerhalb eines zeitlich festgelegten Terminplans, nicht aber die eigenständige Entwicklung und Ausgestaltung von Zielen. Aus diesem Grund ist das Konzept der Selbstführung deutlich vielseitiger und erwartet mehr Eigenverantwortlichkeit von Studierenden. Idealerweise führt die Selbstführung so zu einer höheren Identifikation mit den eigenen Zielen und erhöht die intrinsische Motivation. Dennoch sind Aussagen wie „Ich finde keine passende Literatur“ oder „Ich würde mich gerne mehr im Betrieb einbringen“ im dualen Studium alltäglich. Besonders bei diesen Unsicherheiten und herausfordernden Situationen kann die Fähigkeit der Selbstführung helfen und Fragen und Probleme klären. Gleiches gilt aber auch, wenn Studierende neuen Input und Ideen für ihre Projekte brauchen. Zugegebenermaßen funktioniert eine erfolgreiche Selbstführung oft nicht beim ersten Versuch. Ganz im Gegenteil: Selbstführung braucht Mut, viel Training und manchmal auch mehrere Anläufe. Um die Studierenden in diesem Prozess zu unterstützen, bietet unsere Studierendenbetreuung verschiedenen Instrumente an, die dabei helfen, die Fähigkeit der Selbstführung weiterzuentwickeln und auszuarbeiten. Eines dieser Instrumente ist das Applied Science Lab, welches im Folgenden erläutert wird.</p>
<p class="paragraph"><strong>Was ist das </strong><strong>Applied Science Lab?</strong><br> Das Applied Science Lab, kurz ASL, ist ein vergleichsweises neues Instrument im Bereich der Lerntechniken und wurde von unserem Institut basierend auf der Methode der kollegialen Beratung entwickelt. Unter der „Kollegialen Beratung“ wird ein Beratungsgespräch verstanden, bei dem gleichberechtigte „Kolleg*innen“ aufeinandertreffen, um sich über konkrete Fragen des beruflichen Alltags auszutauschen.<strong> </strong>Auch das Applied Science Lab verfolgt dieses Ziel und beginnt zunächst damit, verschiedene Unsicherheiten und Schwierigkeiten zu klären, um dadurch konkrete Probleme aufzudecken. Dieser Prozess ist ein wichtiger Bestandteil eines gelungenen ASL, denn häufig ist vielen Studierenden gar nicht bewusst, wo ihre Probleme liegen. Zudem können diese Unsicherheiten und Hindernisse in ganz unterschiedlicher Art bestehen und im persönlichen, beruflichen oder studentischen Bereich angesiedelt sein. Daher bildet die sogenannte „Anliegenklärung“ die Ausgangsbasis des Instruments. Im weiteren Verlauf des Applied Science Labs werden verschiedene Erfahrungen, Meinungen und Vorschläge eingebracht, um Lösungsvorschläge für die zuvor erarbeiteten Problemstellungen Einzelner zu finden. Darauf aufbauend definiert die Gruppe gemeinsam individuelle Zielsetzungen. Die Besonderheit liegt darin, individuelle Lösungsansätze zu erarbeiten, anstatt im Problem zu verharren oder darauf zu vertrauen, Unterstützung von außen zu bekommen. Das Instrument sieht daher explizit vor, dass Prüfer*innen, Studierendenberater*innen oder Coaches nicht aktiv am Beratungsprozess teilnehmen, um so den Studierenden die Möglichkeit zu geben, Hindernisse aus eigener Kraft zu überwinden und so Stärke, Selbstvertrauen und Selbstführung zu fördern. Demnach besteht ein größerer Lerneffekt, wenn Studierende eigene Wege gehen, anstatt vorgegeben Strukturen zu folgen. Darauf folgt ein großes Potenzial, neue und innovative Ideen zu entwickeln und „out of the box“ zu denken.</p>
<p class="paragraph"><strong>Verschiedene Möglichkeiten zur Nutzung eines Applied Science Lab</strong></p>
<p class="paragraph">Aus diesem Grund bietet unsere Studierendenberatung Applied Science Lab zu den Schwerpunkten <strong>Studium, Unternehmen </strong>und<strong> persönliche Kompetenzen</strong> an. So können zum Beispiel die Praxistransferprojekte im Bachelorstudium bzw. die Reflexionsorientierte Transferstudien im Masterstudium die Ausgangsbasis für das ASL bilden. In diesem Rahmen stellt das ASL eine Beziehung zwischen dem wissenschaftlich Erlernten und den praxisbasierten Erfahrungen aus dem Berufsalltag her. Dabei sollen die Studierenden die Fähigkeit erlangen, ihr fachübergreifendes Wissen auf ihr Berufsfeld zu übertragen und ihre jeweiligen Arbeitsplätze auf Veränderungsbedürftigkeit und -fähigkeit zu analysieren. Folglich findet das ASL an unserem Institut oft Anwendung, denn der <a href="/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/theorie-praxis-transfer/">Theorie-Praxis-Transfer</a> ist ein überaus wichtiger Bestandteil des dualen Studiums. Gleichzeitig können aber auch die Schwerpunkte <strong>Unternehmen</strong> und <strong>persönliche Kompetenzen</strong> Gegenstand eines ASL werden: „Wie organisiere ich mich am besten?“,&nbsp;„Wie kann ich meine Ideen äußern und umsetzen?“ oder „Wie trete ich in Mitarbeitergesprächen auf?“ sind immer wieder Themen im dualen Studium. Daher können sich die Kommiliton*innen im Rahmen eines ASL beispielsweise über Anliegen aus der Praxis und Konfliktsituationen im Kooperationsunternehmen austauschen und gegenseitig beraten. Im Vordergrund stehen hier die persönliche Entwicklung und der Ausbau von geschätzten sozialen und kommunikativen Kompetenzen. Dabei entwickeln die Studierenden ihre Fähigkeit der Selbstführung oft automatisch weiter und können in Zukunft handlungssicher agieren.</p>
<p><strong>Der Ablauf eines </strong><strong>Applied Science Lab</strong></p>
<p>Innerhalb der ca. 90-minütigen Veranstaltung stellt jede*r Studierende zunächst sein themenbezogenes Anliegen vor. Die Aufgabe der anderen Gruppenmitglieder ist es, möglichst viele Lösungsvorschläge einzubringen, zu brainstormen und damit in einen kommunikativen Diskurs zu gehen. So werden bestimmte Themen innerhalb der Gruppe geöffnet und diskutiert. Die*der Vortragende bekommt neuen Input für ihr*sein Anliegen, kann Ziele präzisieren oder neue Methoden der Zielerreichung verfolgen. Auch Denkblockaden und Stillstände können nach dem Austauschen aufgelöst werden. Im darauffolgenden Feedback werden die Anmerkungen von weiteren Studierenden protokolliert und innerhalb einer systematisierten Zusammenfassung der*dem Vortragenden zur Verfügung gestellt, damit sich diese*r auf die Diskussion konzentrieren kann. Zusätzlich erhält der*die Vortragende auch von dem*der Lehrenden oder wissenschaftlichen Mitarbeitenden ein Feedback zum individuellen Stand seiner Arbeit. Besonders dabei ist, dass der*die Lehrende eher als Coach*in eines ASL auftritt. Dabei unterstützt der*die Coach*in die Studierenden gezielt mit Fragen, um den Beratungsprozess in der Gruppe zu steuern und Raum für eigene Lösungsvorschläge zu bieten. Damit bekommen alle Teilnehmenden eines ASL die Möglichkeit, neue Erkenntnisse zu schöpfen, unterschiedliche Denkansätze zu verfolgen und von den Vorgehensweisen anderer Studierender vor dem Hintergrund konkreter Beispiele zu lernen. Dieser gemeinsame Lerneffekt kann auch nach dem Abschluss eines ASL durch die Bildung von Lerngruppen fortgeführt werden.&nbsp;</p>
<p class="paragraph">Zusammengefasst verfolgt ein ASL das Ziel, den Wissens- und Kompetenzaustausch zwischen Kommiliton*innen zu steigern. Gleichzeitig wird die Fähigkeit der Selbstführung gefördert und erprobt. Aus diesem Grund fällt es den Studierenden zunehmend leichter, auch komplexen Anforderungen zu begegnen und Problemstellungen zu bewältigen. Ausschlaggebend dafür ist der gemeinsame Dialog, durch den<strong> </strong>sich die Studierenden leichter selbst reflektieren können und die eigenen Stärken und Schwächen herausfinden. „Studierende sind mit ihren Unsicherheiten meistens nicht allein. Daher können wir nur allen empfehlen, nicht in einer Verzweiflung zu verharren, sondern ein ASL zu besuchen, um Lösungen zu finden“, beteuert Katrin Dinkelborg. Aus diesem Grund hat jeder*jede Studierende die Möglichkeit, Vorschläge für ein Applied Science Lab bei seinem*ihrem Studierendenbetreuer*in zu äußern. Je nach Anliegen wird dann gemeinsam geschaut, ob es sich anbietet, das ASL in bereits bestehende Seminare, wie zum Beispiel einem PTP Workshop, zu integrieren. Zusätzlich können aber auch Applied Science Labs außerhalb des Stundenplans vereinbart werden, um so ohne einen zeitlich festgelegten Rahmen verschiedene Anliegen zu thematisieren. Offene Fragen und Vorschläge rund um das Applied Science Lab nimmt das Stube-Team gerne entgegen.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Thu, 20 May 2021 14:52:11 +0200</pubDate>
                        <title>Ein Blick hinter die Kulissen mit Christina Lobenberg</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2021/05/ein-blick-hinter-die-kulissen-mit-christina-lobenberg/</link>
                        <description>In unserem Format „Ein Blick hinter die Kulissen mit…“ stellen wir nach und nach Mitarbeitende und Lehrende vor, die Ihnen im Laufe Ihres Informationsprozesses und später im dualen Studium bei uns am Campus Lingen begegnen können. In diesem Beitrag wird Christina Lobenberg aus dem Büro für Studierenden- und Unternehmensbetreuung interviewt. </description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Christina Lobenberg arbeitet erst seit Kurzem, genauer gesagt seit Anfang Februar, bei uns am Institut für Duale Studiengänge (IDS). Sie ist Diplom-Betriebswirtin, gebürtige Lingenerin und nach 30 Jahren in Berlin zurück in ihrer Heimat. Bei uns berät und betreut sie Studieninteressierte und Studierende unserer dualen Masterstudiengänge Führung und Organisation sowie Technologieanalyse, -engineering und -management. &nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Aus der Hauptstadt zurück in das beschauliche Lingen: Was hat Sie nach all den Jahren wieder zurück in die Heimat gezogen?</em></p>
<p>Lobenberg: Der Entschluss nach Lingen zu gehen, war mir immer mal wieder im Sinn und auf einmal hatten meine Söhne ihr Abi. Neue Pläne, neue Chancen für jeden von uns. Die Corona-Pandemie hat dann das Übrige dazu getan. Wenn nicht jetzt, wann dann?!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Was hat Sie an das IDS geführt und was haben Sie vorher gemacht? &nbsp;</em></p>
<p>Lobenberg: Ich habe mich auf die Stellenausschreibung zur Betreuung für die dualen Masterstudiengänge beworben, da die Stelle zu mir und meinen Erfahrungen passt: Ich arbeite als Dozentin an der HTW in Berlin und habe einige Erfahrungen in Unternehmen gesammelt. In meiner beruflichen Laufbahn habe ich auch schon als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Management an der FU Berlin gearbeitet und kenne daher das universitäre Arbeiten und das Institutsleben. Aufgrund dieser Erfahrungen aus Theorie und Praxis, kann ich die dual Studierenden sehr gut beraten und betreuen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Was gefällt Ihnen am Konzept eines dualen Studiums?</em></p>
<p>Lobenberg: Die dual Studierenden haben durch die Verzahnung von Theorie und Praxis eine ganz andere Möglichkeit, sich weiterzubilden. Sie können das erlernte Wissen in die Praxis transferieren, aber auch Problemstellungen aus dem Betrieb mit in die Hochschule nehmen und bearbeiten. Die Chance, sich so intensiv auszutauschen – sei es im Studium untereinander oder zwischen den Lernorten Hochschule und Betrieb – gibt es nur im dualen Studium. Durch das Schreiben von Reflexionsorientierten Transferstudien (RTS) oder Praxistransferprojekten wird der Austausch und Transfer noch vertieft. Ein duales Studium ist einfach eine ganz besondere Möglichkeit, sowohl in der Theorie als auch in der Praxis, zu lernen und Erfahrungen zu sammeln.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Was sind Ihre Aufgaben am IDS?</em></p>
<p>Lobenberg: Studieninteressiertenmarketing, Bewerbungsmanagement, Betreuung und Beratung – das sind die großen Bausteine. Das bedeutet, ich berate und betreue die Studieninteressierten und Studierenden der beiden Masterstudiengänge über den gesamten Zeitraum des Studiums. Momentan läuft die Bewerbungsphase für den neuen Jahrgang 2021/22. In Online-Informationsveranstaltungen erläutere ich die beiden Studiengänge und in Einzelberatungen justiere ich nochmal nach, welche Passungen es für die Studieninteressierten gibt bzw. auch nicht gibt. Dabei muss ich die verschiedenen Studienbiografien der Interessierten berücksichtigen. Individualität ist hier ein großes Stichwort. Im ganzen Beratungsprozess muss ich mich immer auf jede*n Studieninteressierte*n und Studierende*n einstellen und individuell auf die Erfahrungen und Probleme eingehen.</p>
<p>Bei der Betreuung während des Studiums berate ich in wissenschaftlichen Fragen. Ich bin gefragt bei der Modulwahl oder wenn es zu den RTS Fragen gibt, z. B. zu Terminen, zu der Abgabe oder wie der formale Rahmen sein muss, aber auch welches Thema geeignet ist, was die Ziele sind oder welche Methodik gewählt werden sollte. An dieser Stelle besteht ein Ankerpunkt zwischen meinen Erfahrungen als Dozentin in Berlin und als wissenschaftliche Mitarbeiterin hier.</p>
<p>Im Sommer haben wir dann die Einführung in das Studium: Erstsemesterbegrüßung und die ganzen Thematiken, die mit dem Studienbeginn zusammenhängen. Das gehört auch zu meinen Aufgaben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Was mögen Sie an Ihrer Arbeit am liebsten? </em></p>
<p>Lobenberg: Am liebsten mag ich das persönliche Gespräch mit den Studierenden, einfach zu hören, wo sie stehen, was sie für Ideen und Pläne haben und wie das Studium ihnen dabei und in ihrem Leben weiterhelfen kann. Man muss sagen, das duale Masterstudium fordert drei durchgeplante Jahre. Da gibt es schon mal eine Hürde und bei diesen Hürden helfe ich oder versuche, dass es erst zu keiner Hürde kommt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Was war das Highlight Ihrer letzten Arbeitswoche? </em></p>
<p>Lobenberg: Die Highlights sind gerade die Bewerbungen, die reinkommen. Da kann ich dann sehen, dass die Online-Informationsveranstaltung die Interessierten erreicht hat und dass die Gespräche, die ich mit Interessierten geführt habe, ihnen helfen und nutzen, sodass sie eine Entscheidung für das Studium treffen konnten. Wir werden noch eine weitere Informationsveranstaltungen am 18. Juni haben [Anm. d. Red.: Anmelden können Sie sich über <a href="/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/anmeldung-online-infoveranstaltung-masterstudium/">unser Formular</a>].</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Mit welchen drei Worten würden Sie das IDS beschreiben?</em></p>
<p>Lobenberg: Toll, voller Spirit!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Wie verbringen Sie Ihre Freizeit?</em></p>
<p>Lobenberg: Ich laufe und walke sehr gerne. Irgendwen finde ich immer, der mitkommt. Das tut sehr gut und hilft mir, den Kopf freizubekommen. Außerdem lese ich viel und bin gern kulturell unterwegs. Ich freue mich schon wieder darauf, in Ausstellungen und Museen zu gehen. Da ich noch einen Koffer in Berlin habe, bleibt Berlin ein Teil meiner Freizeit.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Worüber sind andere Menschen bei Ihnen oft überrascht?</em></p>
<p>Lobenberg: Wenn ich auf die Zeit zurückblicke und auch auf meinen letzten Job, würde ich sagen, dass die Menschen oft darüber überrascht sind, dass ich sehr schnell und recht unkompliziert Lösungen entwickeln kann. Sowas mag ich und ich liebe es auch zu improvisieren. Ich würde sagen, ich bin recht agil.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Welches Buch, Serie oder Film sollte Ihrer Meinung nach jede*r gelesen / gesehen haben?</em></p>
<p>Lobenberg: „Die spinnen, die Römer!“ unser Familienspruch für alle kuriosen Lebenslagen, in denen eine Portion Humor hilft. Eine Comic-Reihe über ein stures gallisches Dorf und seine zwei Helden, die nicht klein beigeben. Lebensschule würde ich sagen. Klug und witzig.</p>
<p>Der englische Patient – große Leinwand ist ein Muss. Es gibt kaum einen Film, der so viele Preise bekommen hat. Aber hier gilt mal wieder: Erst Buch, dann Film.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Welchen Ort möchten Sie irgendwann einmal bereisen? </em></p>
<p>Lobenberg: Es gibt keinen wirklichen Hotspot, an den ich reisen möchte. Ich habe mir Europa vorgenommen. Jedes Jahr eine neue Stadt. Bald steht Moskau auf dem Plan. Einen Traum habe ich aber doch: Mal mit einem Wohnmobil die ganze Atlantikküste entlang. Das wäre schön.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                    <item>
                        <guid isPermaLink="false">news-8596</guid>
                        <pubDate>Mon, 17 May 2021 10:44:00 +0200</pubDate>
                        <title>Neue berufliche Herausforderung während des Studiums antreten?  – Das duale Studium macht&#039;s möglich!</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2021/05/neue-berufliche-herausforderung-waehrend-des-studiums-antreten-das-duale-studium-machts-moeglich/</link>
                        <description>Eva-Maria Grönniger ist 26 Jahre alt und studiert bei uns am Campus Lingen den dualen Masterstudiengang Führung und Organisation mit der Studienrichtung Controlling und Finanzen. Im Beitrag berichtet sie, aus welchen Gründen sie sich für den dualen Master entschieden hat und welche Vorteile das duale Studium aus ihrer Sicht bietet.   </description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Nach ihrem Bachelorstudium der Betriebswirtschaftslehre an der Hochschule Emden/Leer sammelte Grönniger erste Berufserfahrungen als Controllerin bei der Fiege Logistik Stiftung &amp; Co. KG in Münster, einem internationalen Logistikunternehmen. Mittlerweile steht Grönniger kurz vor ihrem Masterabschluss und konnte während ihres dualen Studiums ihre berufliche Karriere bei der Stadt Nordhorn voranbringen. &nbsp;</p>
<p><strong>Der Weg zum dualen Masterstudium </strong></p>
<p>Während ihrer Beschäftigung als Controllerin merkte Grönniger schnell, dass sie das Berufsfeld begeistert und sie sich fachlich weiter vertiefen wollte. So wurde ihr Interesse an einem Masterstudium geweckt. Ein weiteres Vollzeitstudium anzutreten, war für Grönniger jedoch keine Option: „Da mir mein Job als Controllerin gefiel und mir zudem die Berufserfahrung sehr wichtig war, kam für mich nur ein duales Studium in Frage.“</p>
<p>Unser Institut für Duale Studiengänge (IDS) war Grönniger aufgrund ihres Wohnsitzes in Lingen, vieler Freund*innen und zahlreicher Messen bekannt. Vor allem die Organisation der Präsenzphasen – die lediglich eine Abwesenheit an nur circa 28 Arbeitstagen pro Jahr vorsieht – überzeugte Grönniger von unserem Masterstudiengang <a href="/studium/studienangebot/master/fuehrung-und-organisation-ma-dual-standort-lingen-ems/">Führung und Organisation</a>: „Die beiden Hauptgründe für das duale Studium in Lingen waren die zeitliche Gestaltung und die extreme Flexibilität der Arbeitseinteilung durch Hausarbeiten sowie der angesehene Ruf der Hochschule.“</p>
<p><strong>Gut beraten in Studium und Beruf </strong></p>
<p>Im Zuge des Bewerbungsverfahrens für den Master wechselte Grönniger ihren Arbeitgeber und begann ihren aktuellen Job als Controllerin bei der Stadt Nordhorn. Obwohl die Stadt Nordhorn zuvor noch nicht mit dem Studienmodell vertraut war, stellte dies keine Schwierigkeiten dar und Grönniger wurde bei ihrem Vorhaben unterstützt: „Ich habe mich intensiv mit der Stadt Nordhorn über die verschiedenen Möglichkeiten zur Gestaltung von Präsenszeiten ausgetauscht, sodass relativ schnell eine gemeinsame Lösung gefunden wurde.“</p>
<p>Nicht nur den Austausch mit ihrem Arbeitgeber, sondern auch die Beratungsmöglichkeiten am Campus Lingen hat Grönniger in guter Erinnerung: „Gerade das Angebot persönlicher Beratungsgespräche vor dem Studium sowie die schnellen Rückmeldungen während des Studiums haben mir sehr geholfen.“ Zu den Beratungsangeboten vor Studienbeginn gehören unter anderem Informationsveranstaltungen und Einzelberatungen zum Bewerbungsprozess bei Unternehmen und der Hochschule sowie den Studieninhalten.</p>
<p><strong>Vorteile des dualen Masterstudiums </strong></p>
<p>Obwohl das duale Studium mit einer zusätzlichen Arbeitsbelastung verbunden ist, ist für Grönniger klar: „Ich würde mich wieder für ein duales Studium entscheiden. Das Studium hat enorm viel zu bieten und öffnet einem viele Türen!“</p>
<p>Besonders gefallen hat ihr die zeitliche Flexibilität, die es ihr ermöglichte, das duale Studium optimal an ihr Berufs- und Privatleben anzupassen: „Sogar während des Studiums war es für mich dadurch möglich, ohne jegliche Einschränkungen, eine neue Herausforderung bei der Stadt Nordhorn anzutreten und mich beruflich weiterzuentwickeln.“</p>
<p>Dass sie ihr Studium an ihre aktuellen beruflichen Herausforderungen anpassen kann, ist für Grönniger ein weiterer entscheidender Vorteil: „Gefallen haben mir insbesondere die Schwerpunktmodule, da man sich gerade in diesen fachlich vertiefen konnte und auch direkte Verknüpfungspunkte zu seinem Job hatte.“</p>
<p><strong>Studieren in Zeiten von Corona </strong></p>
<p>Für Grönniger geht das Studium bedingt durch die Corona-Pandemie im Online-Modus zu Ende. Obwohl sie zuvor nie über ein Fernstudium nachgedacht hätte, bewertete sie ihre Erfahrungen mit dem digitalen Lernen als sehr positiv und freut sich über die zusätzlich gewonnene Flexibilität. Die aktuelle Situation stellt für Grönniger somit keine Verschlechterung der Qualität der Lehre dar und die digitale Lehre sollte kein Hinderungsgrund sein, ein duales Masterstudium anzutreten.</p>
<p>Interesse geweckt? Am 18.6. findet ab 18 Uhr&nbsp;eine virtuelle Informationsveranstaltungen zu den dualen <a href="https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/studiengaenge/?az=abschluss:master/" target="_blank">Masterstudiengängen</a> statt. Die <a href="/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/anmeldung-online-infoveranstaltung-masterstudium/">Anmeldung</a> ist bis zum selben Tag möglich. Außerdem bieten wir jeden zweiten Mittwoch (jeweils in der ungeraden Kalenderwoche) unsere Online-Beratungsreihe von 16:00 bis 18:00 Uhr an. Anmeldungen nehmen wir gerne per E-Mail an <a href="mailto:dualesmasterstudium@hs-osnabrueck.de" class="mail">dualesmasterstudium@hs-osnabrueck.de </a>entgegen. Christina Lobenberg, unsere Beraterin für die dualen Masterstudiengänge, steht Ihnen außerdem von Dienstag bis Freitag von 13:00 bis 17:00 Uhr telefonisch unter 0591 800 98 727 für Fragen zur Verfügung.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Fri, 14 May 2021 10:41:00 +0200</pubDate>
                        <title>Zeitreise: Die Entwicklung des dualen Studiums in Lingen</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2021/05/zeitreise-die-entwicklung-des-dualen-studiums-in-lingen/</link>
                        <description>„In Lingen habe ich auch dual studiert“, haben bestimmt schon einige gehört, wenn über das duale Studium gesprochen wurde. Das liegt sicher auch daran, dass das duale Studium in Lingen schon auf eine über 30-jährige Entwicklung zurückblicken kann. Eine ganz schön lange Zeit, aber was ist in den letzten Jahren eigentlich alles so passiert? Wie hat sich das duale Studium grundsätzlich und wie in Lingen entwickelt? Antworten darauf gibt dieser Beitrag. </description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p class="CxSpFirst">1988 startete die Erfolgsstory des dualen Studiums in Lingen mit der Gründung der Berufsakademie Emsland. Sie ist eine der ältesten Berufsakademie Niedersachsens. Vor über 30 Jahren waren duale Studiengänge im Norden Deutschlands quasi unbekannt und ein ganz neues Phänomen. Seitdem hat sich viel verändert. Das erste Wintersemester 1989/1990 in Lingen begann mit 20 Studierenden im Studiengang Wirtschaftsinformatik. Inzwischen haben etwa 3.500 Studierende ihren Abschluss in Lingen gemacht. Zurzeit studieren über 1.050 dual Studierende am Campus Lingen in acht verschiedenen Studiengängen.</p>
<p class="CxSpLast">Prof. Dr.-Ing. Arens-Fischer, Studiendekan und Leiter des Instituts für Duale Studiengänge, beschreibt zur Darstellung der Entwicklung des dualen Studiums und des IDS gerne vier Stufen – vier größere Neuausrichtungen:</p><ol> 	<li>Das duale Studium begann in Lingen mit der Gründung der Berufsakademie Emsland. Die grundsätzliche Idee des dualen Studiums, nämlich eine Ausbildung mit Inhalten, vergleichbar eines Studiums, zu veredeln und das Niveau anzuheben, wurde dabei schon in den siebziger Jahren in Baden-Württemberg geboren. Es heißt, dass die Idee zur Gründung der Berufsakademie Emsland in Gesprächen zur Industrieansiedlung eines baden-württembergischen Unternehmens angestoßen wurde. Zwar konnte das Unternehmen nicht von einer Ansiedlung in Lingen überzeugt werden, die Überlegungen zur Gründung einer Berufsakademie aber blieben und setzen sich durch. Zumindest soweit es der damalige rechtliche Rahmen zuließ – zu Beginn hatte die Berufsakademie den Status einer Ergänzungsschule, also eine Erweiterung der Sekundarstufe II. Der Gedanke und das Leitbild dieser Ausbildungs- und Studienform in Niedersachsen setzte sich schnell fort und weitere Berufsakademien wurden gegründet.</li> 	<li>Acht Jahre später, 1996, wurde ein Meilenstein erreicht: Die Landesregierung in Niedersachsen verabschiedete ein Gesetz, dass die Leistungen des dualen Studiums anerkannte und den Absolventinnen und Absolventen einen eigenen Abschluss, den Berufsakademie-Abschluss, ermöglichte. Darüber hinaus wurden die Leistungen auf ein Fachhochschulstudium anerkannt und es konnte ein Diplomabschluss an einer Fachhochschule erworben werden. Die Berufsakademien waren angekommen im Tertiären Bildungsbereich neben Hochschulen und Universitäten. Währenddessen entdeckten auch immer mehr Unternehmen das spezielle Konzept des dualen Studiums für sich und ihre Personalentwicklung. Die Fachhochschule Osnabrück erkannte sehr schnell die wachsende Bedeutung des dualen Studiums und es kam zu einer Kooperation zwischen der Fachhochschule Osnabrück und der Berufsakademie Emsland.</li> 	<li>Nur zwei Jahre später begann die dritte, eine über alle Studiengänge und -formen greifende Reform des Studiensystems: der sogenannte Bologna-Prozesses mit der Einführung der Bachelor- und Masterabschlüsse in Europa. Durch die Veränderungen konnten für die dualen Studiengänge eigenständige Bachelor- und Masterprofile entwickelt werden. Vom Sommer 2004 bis zum Sommer 2011 waren die Studiengänge der Berufsakademie nach internationalem Standard akkreditiert. 2004 war sie die erste Berufsakademie in Deutschland, die den Bachelor-Abschluss in drei verschiedenen Studiengängen verlieh. Im Laufe der Jahre führten die Berufsakademie und die Hochschule Osnabrück ihre Angebote in Lingen unter dem Dach des Departments für Duale Studiengänge zusammen. So wurden bereits 2008 die Studiengänge Management betrieblicher Systeme und Engineering technischer Systeme als duale Studiengänge der Hochschule Osnabrück akkreditiert. Die weiteren Studiengänge folgten in den nächsten Jahren. Mit der Gründung der Fakultät Management, Kultur und Technik (2011) wurde das Department zum Institut für Duale Studiengänge. Bis heute wird der Kerngedanke, die akademische Qualifizierung besonders gut auf die beruflichen Anforderungen auszurichten, kontinuierlich weiterentwickelt. Dazu gehört insbesondere die Theorie-Praxis-Verzahnung, die bei dualen Studiengängen im Mittelpunkt steht. Darüber hinaus wurde am IDS stets der <a href="/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/studiengaenge/">Ausbau der angebotenen Studiengänge und -richtungen</a> vorangetrieben. Das duale Studium unterstützt die Akademisierung vieler Berufe, die vor neuen Herausforderungen stehen. Ein sehr gutes Beispiel dafür ist der duale <a href="/pflege-bsc-dual-standort-lingen-ems/">Studiengang Pflege</a>, der für Lingen auch den Einstieg in Studienfelder des Gesundheitssystems bedeutete.</li> 	<li>Die Entwicklung des dualen Studiums konzentriert sich aber nicht nur darauf, immer neue duale Studiengänge zu schaffen, sondern entwickelt auch Methoden des Studierens immer weiter. Ganz wesentlich ist dabei die Verzahnung der Lernorte Hochschule und Unternehmen/Praxiseinrichtungen. Die Verzahnung ist eines der wichtigsten Kriterien, um einen Studiengang seitens des Gesetzgebers als dual akkreditiert zu bekommen. In Akkreditierungsverfahren wird das duale Studium in Lingen dafür immer besonders gelobt. Das liegt sicher auch daran, dass die systematische Vernetzung des individuellen Ausbildungs- und Arbeitsplatzes nicht nur mit dem Ziel vorgenommen wird, Lehrinhalte auf die Praxis anzuwenden und dabei Kompetenzen zu entwickeln, sondern auch den jeweiligen Arbeitsplatz weiter zu verbessern. Die Theorie-Praxis-Relation wird also auch dazu genutzt, den Platz mit seinen Organisationsstrukturen und -prozessen, den angewendeten Konzepten, Methoden und Instrumenten sowie Technologien stetig auf den neusten Stand des Wissens zu bringen. Dies funktioniert auch in den dualen Masterstudiengängen. Die Studierenden greifen dabei Problemstellungen aus ihrer Berufspraxis auf und versuchen auf dem aktuellen Stand der Forschung Lösungen zu erarbeiten (Master: <a href="/studium/studienangebot/master/fuehrung-und-organisation-ma-dual-standort-lingen-ems/theorie-praxis-transfer/">Reflexionsorientierte Transferstudien</a>; Bachelor: <a href="/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/theorie-praxis-transfer/">Praxistransferprojekte</a>). Die Ergebnisse sind dabei für Studierende, Unternehmen und Hochschule gleichermaßen spannend - und hier wird deutlich, dass das duale Studium auch einen wichtigen Teil zum Wissenstransfer zwischen Hochschule und Betrieben leistet.</li> </ol><p class="CxSpFirst">Das duale Studium ist aber noch lange nicht am Ende seiner Entwicklung angekommen. So wird durch unser Institut alle zwei Jahre die <a href="/konferenz-zukunft-duales-studium/">Konferenz zur Zukunft des dualen Studiums</a> am Campus Lingen - bzw. dieses Jahr via Zoom – durchgeführt. <a href="https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bmonth%5D=04&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=8529&amp;tx_news_pi1%5Byear%5D=2021&amp;cHash=fce1ccfc459b51f1b4648d8ca17209f1" target="_blank">Dieses Jahr wurden mit über 150 Teilnehmenden</a> die Zukunftsperspektiven des dualen Studiums diskutiert und die Teilnehmenden waren sich einig, dass noch viel Potenzial darauf wartet, von den Studierenden und den Kooperationspartnern erschlossen zu werden.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Mon, 03 May 2021 13:41:00 +0200</pubDate>
                        <title>Mit einem dualen Studium auf dem Weg zur Logistikexpertin </title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2021/05/mit-einem-dualen-studium-auf-dem-weg-zur-logistikexpertin/</link>
                        <description>Anna Ladynski ist 24 Jahre alt und beweist mit ihrem bisherigen Werdegang, dass ein Studium der Betriebswirtschaft keinesfalls nur Generalist*innen, sondern auch echte Expert*innen formt. Von 2016 bis 2019 absolvierte sie ein duales Bachelorstudium der Betriebswirtschaft mit dem Schwerpunkt Logistik bei uns am Campus Lingen. </description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Seit Beginn ihres Studiums arbeitet Ladynski beim Fashionlogistiker Meyer&nbsp;&amp;&nbsp;Meyer, wo sie auch heute als Referentin des Vorstands tätig ist. Im Interview berichtet sie von ihren Erfahrungen als duale Studentin und von ihrer Faszination für die Logistik.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Wie bist du zu deinem dualen Studium bei Meyer &amp; Meyer gekommen?</em></p>
<p><em>Ladynski</em>: In meiner Region gibt es ein Bewerbungscoaching für Abiturient*innen, an dem ich teilgenommen habe. Anders als die meisten dual Studierenden bin ich über das Coaching erst auf meinen Arbeitsgeber aufmerksam geworden. Bei der Suche nach Ausbildungsmöglichkeiten bei Meyer&nbsp;&amp;&nbsp;Meyer bin ich dann auf das duale Studium gestoßen, was mich von Anfang an überzeugt hat.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Erinnerst du dich an dein Bewerbungsverfahren, wie lief dies ab?</em></p>
<p><em>Ladynski</em>: Nach dem ersten Kontakt beim Bewerbungscoaching habe ich mich schriftlich bei Meyer&nbsp;&amp;&nbsp;Meyer beworben. Anschließend wurde ich zum Einstellungstest und Gespräch eingeladen. Als Schülerin ist man vor einem solchen Termin natürlich angespannt. Die Aufregung war jedoch unbegründet, da das Bewerbungsgespräch auf Augenhöhe stattgefunden hat. Ein großer Vorteil war die Anwesenheit einer dualen Studentin, die zu dieser Zeit in der Personalabteilung eingesetzt war. Sie konnte direkt berichten, was im dualen Studium auf mich zukommt und mir alle Bedenken nehmen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Hast du eine Berufsausbildung in das duale Studium integriert? Wenn ja, wie bewertest du diese Zusatzqualifikation?</em></p>
<p><em>Ladynski</em>: Bei Meyer&nbsp;&amp;&nbsp;Meyer besteht die Möglichkeit, eine Berufsausbildung zur Kauffrau für Logistikdienstleistung zu absolvieren, was ich natürlich dankend mitgenommen habe. In der ersten Phase der betrieblichen Ausbildung durfte ich die operativen Logistikbereiche, wie die nationale Disposition, kennenlernen. Dort habe ich erfahren, was die Kernkompetenzen des Unternehmens sind. Das war eine wertvolle Grundlage für meine Laufbahn bei Meyer &amp; Meyer.</p>
<p>Die Kenntnisse, die ich in der Berufsausbildung und auch im Grundstudium erworben habe, erwiesen sich als sehr hilfreich für die Schwerpunktmodule, die ich ab dem fünften Semester belegt habe. Durch den Schwerpunkt konnte ich mein Wissen im Bereich Logistik nochmals vertiefen. Generell ist es den dual Studierenden bei Meyer&nbsp;&amp;&nbsp;Meyer freigestellt, welchen Schwerpunkt sie belegen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Was waren die größten Herausforderungen und Vorteile des dualen Studiums?</em></p>
<p><em>Ladynski</em>: Eingangs war es die größte Herausforderung, sich Selbstdisziplin anzueignen. Es nimmt einen keiner mehr an die Hand und zeigt einem den Weg. Doch man lernt im Studium schnell auf eigenen Beinen zu stehen, mit allem was dazu gehört: Zeit- und Selbstmanagement, Priorisieren von Aufgaben und Entscheidungen treffen. Zudem ist die Verzahnung von Theorie und Praxis ein großer Vorteil für die dual Studierenden, was durch die <u>Praxistransferprojekte</u> noch verstärkt werden soll. Das Blockmodell ist für mich ein entscheidender Erfolgsfaktor. Die Abgrenzung von Theorie- und Praxisphasen ermöglicht es den Studierenden, sich ganz auf das Studium oder die Arbeit im Unternehmen zu fokussieren.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Viele Studierenden bewerten die Praxistransferprojekte (PTPs) als lästig. Wie schaust du darauf?</em></p>
<p><em>Ladynski</em>: Als ich sie schreiben musste, waren sie auch lästig. Nach drei Monaten Theorie wollte ich mich nur mit der betrieblichen Praxis beschäftigen. Durch die PTPs musste ich in der Praxisphase auch Zeit für das Studium einplanen. Rückblickend haben mich die PTPs in meiner fachlichen und persönlichen Entwicklung vorangetrieben. Ich habe gelernt, die Prozesse in den Unternehmensbereichen kritisch zu betrachten und durch den Austausch mit den Kommiliton*innen andere Perspektiven einzunehmen. Wichtig ist es, die neuen Impulse aus der Theorie in die Praxis einzubetten und die Verzahnung beider Elemente darzustellen. Dabei sollten die bestehenden Herausforderungen und die Vorteile der Lösungsvorschläge sachlich erläutert werden. So kann man auch Kolleg*innen abholen, die Veränderung eher kritisch gegenüberstehen.&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Wie bist du zu deiner aktuellen Position gekommen. Und was gefällt dir an deinem Job und Meyer &amp; Meyer als Arbeitgeber?</em></p>
<p><em>Ladynski</em>: Bei Meyer&nbsp;&amp;&nbsp;Meyer wurden die dual Studierenden in den Abteilungen eingesetzt, für die sie sich besonders begeistern konnten. Deshalb durfte ich in meiner letzten Praxisphase das Projektmanagement kennenlernen, in dem ich auch nach meinem Bachelorstudium weiterhin tätig sein wollte. In diesem Bereich spiegelt sich die Vielseitigkeit der Logistik wider, die mich an der Branche so begeistert. Logistik umfasst nicht nur den reinen Transport, sondern auch allgemeine Methoden der BWL sowie technische und personelle Aspekte.</p>
<p>Etwa zur selben Zeit startete ein neuer Chief Operating Officer, der eine rechte Hand suchte. In seinen Verantwortungsbereich fiel auch das Projektmanagement. Da war ich zur richtigen Zeit am richtigen Ort und bekam die Stelle als Referentin des Vorstands. Gerade haben wir den Generationswechsel vollzogen. Mit einem jungen Vorstand an der Spitze von Meyer &amp; Meyer hinterfragen wir alles kritisch. Ist das, was wir gemacht haben, zielführend oder sollten wir das künftig ändern? Diesen Wandel zu begleiten ist für mich sehr prägend und wertvoll.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Wie unterscheidet sich dein jetziger Arbeitsalltag von dem als duale Studentin?</em></p>
<p><em>Ladynski</em>: Als duale Studentin habe mich mit den vielseitigen Prozessen innerhalb einer Abteilung beschäftigt. Als Referentin des Vorstands werde ich fast im Minutentakt mit Fragestellungen aus unterschiedlichen Unternehmensbereichen konfrontiert. Die Kontakte, die ich als Studentin geknüpft habe und die Kenntnisse über die Arbeitsweise der einzelnen Abteilungen, kann ich dabei super nutzen. Gleichzeitig kann ich die einzelnen Prozesse, die sich bei Meyer&nbsp;&amp;&nbsp;Meyer abspielen, im Gesamtkontext einordnen. Das ist ein klarer Vorteil und macht mich in meinem jetzigen Job umso schlagkräftiger.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Würdest du dich wieder für ein duales Studium entscheiden?</em></p>
<p><em>Ladynski</em>: Ja absolut, auf jeden Fall.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Welchen Rat möchtest du Interessierten und oder dual Studierenden mit auf den Weg geben wollen, um das Studium gut zu meistern?</em></p>
<p><em>Ladynski</em>: Mein Rat ist es, das Studium von Anfang an ernst zu nehmen, denn mit einem dualen Studium wird einem eine super Chance geboten, um sich fachlich und persönlich weiterzuentwickeln. Zudem sollte man die PTPs mit dem nötigen Nachdruck verfolgen und nicht gleich den leichtesten Weg dabei wählen. An den PTPs kann man selbst und auch das unternehmerische Verständnis wachsen.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Mon, 26 Apr 2021 19:10:00 +0200</pubDate>
                        <title>Teilnahmerekord bei der virtuellen Konferenz „Zukunft Duales Studium“</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2021/04/teilnahmerekord-bei-der-virtuellen-konferenz-zukunft-duales-studium/</link>
                        <description>Bereits zum dritten Mal hat unser Institut zur Konferenz „Zukunft Duales Studium“ eingeladen. Üblicherweise kommen die Teilnehmenden bei uns am Campus Lingen zusammen, um sich über die vielfältigen Perspektiven des dualen Studiums auszutauschen. Dieses Jahr blickten 170 Teilnehmende – so viele wie noch nie zuvor – neugierig auf ihre Bildschirme. </description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Letzte Woche, am 22. und 23. April, ging die Konferenz <a href="/konferenz-zukunft-duales-studium/">Konferenz „Zukunft Duales Studium“</a>, die unser Institut für Duale Studiengänge in Zusammenarbeit mit der Zentralen Evaluations- und Akkreditierungsagentur Hannover (ZEvA) ausrichtet, in die dritte Runde. Die zahlreichen Forscher*innen, Lehrenden, Studiengangleiter*innen und Praxisvertreter*innen kamen erstmals virtuell zusammen, um vielfältige Diskurse zum Thema „Qualitätsdimensionen und Entwicklungstreiber des dualen Studiums“ zu führen. Ziel der Konferenz war es, das duale Studium weiterzuentwickeln und weitere Perspektiven des dualen Studiums zu erschließen.&nbsp;</p>
<p>Ursprünglich war die Konferenz bereits für den Herbst 2020 geplant. Aufgrund der Corona-Pandemie kam es allerdings zu einer Terminverschiebung. „Die Konferenz komplett ausfallen zu lassen, war für uns keine Option, deswegen entschieden wir uns für die virtuelle Durchführung“, erklärt Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Arens-Fischer, wissenschaftlicher Leiter der Konferenz und Leiter unseres Instituts. „Der Andrang an Teilnehmenden war in diesem Jahr so hoch wie noch nie zuvor in Präsenz. Aus ganz Deutschland und sogar aus Österreich waren Teilnehmende dabei“, ergänzt Katrin Dinkelborg, wissenschaftliche Programmleiterin der Konferenz und Leiterin unserer Studierenden- und Unternehmensbetreuung. Auch die Teilnehmenden bestätigen, dass die virtuelle Variante der Konferenz eine sehr gute Lösung war. Teilnehmerin Mag.a Gudrun Haberl-Trampusch von der Donau-Universität Krems in Österreich profitiert beispielsweise von der wegfallenden Anreise und lobt die virtuelle Umsetzung: „Die Tagung ist aus meiner Sicht inhaltlich wie auch organisatorisch hervorragend im Online-Format gestaltet.“</p>
<p class="CxSpMiddle">An den zwei Konferenztagen hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit, vielfältige Vorträge von über 40 Referent*innen zu verfolgen. Unser Moderationsteam, bestehend aus unseren vier dualen Masterstudierenden Stefanie Uphaus, Constanze Nailis, Lena Telgen und Alexander Redder, führte die Teilnehmenden dabei stimmungsvoll durch das Programm.</p>
<p>Den thematischen Auftakt machte Herr Prof. Dr. Dr. Moldaschl mit seiner Keynote: „Was ist Reflexivität?“. Er gab den Teilnehmenden einen philosophischen Denkanstoß mit auf den Weg und legte den Grundstein für die nachfolgenden Konferenzvorträge. Im weiteren Verlauf wurden den Teilnehmenden verschiedene Streams mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten angeboten.<br> Die Themenfelder waren:</p><ul> 	<li>Qualitätsorientiere Entwicklung und Gestaltung von dualen Studiengängen</li> 	<li>Lehren und Lernen im dualen Studium</li> 	<li>Praxisbeispiele gelungener Theorie-Praxis-Verzahnung: Instrumente des Transfers</li> 	<li>Transferleistungen des dualen Studiums – Transferkompetenz oder doch eher Kompetenzen zum Transfer?</li> 	<li>Best Practice: Was wir für das duale Studium aus der Krisenzeit lernen</li> 	<li>Rechtliche, wirtschaftliche und soziale Rahmenbedingungen dualer Studiengänge sowie</li> 	<li>Praxisbeispiele gelungener Theorie-Praxis-Verzahnung: Betreuungskonzepte.</li> </ul><p>„Es zeigt sich ein stark wachsendes Interesse an dualen Studiengängen – sowohl seitens der Hochschulen als auch der Unternehmen und den Studierenden. Wir haben sehr intensiv über Perspektiven zur Weiterentwicklung von dualen Studienprogrammen geführt. Ich bin sehr froh darüber, dass wir mit unserer Konferenz einen wichtigen Beitrag für die Zukunft des dualen Studiums leisten können“, zieht Arens-Fischer sein Resümee zur Konferenz. Teilnehmerin Haberl-Trampusch ergänzt: „Die Tagung zeigt die aktuellen Entwicklungen, besonders aber auch Ansätze für Zukunftspotenziale auf. Aus meiner Sicht wird deutlich, dass die Weiterentwicklung dualer Formate noch unglaubliches Potential bietet."</p>
<p>Zusätzlich zum Hauptprogramm bot unser Konferenzteam den Teilnehmenden weiterführende Vernetzungsmöglichkeiten an. So wurde beispielsweise in der <a href="https://www.linkedin.com/groups/12523482/" target="_blank" rel="noreferrer">LinkedIn-Gruppe</a> zur Konferenz fleißig weiter diskutiert. „Insgesamt haben wir sehr viel Wert darauf gelegt, dass die virtuelle Variante der Konferenz keine Nachteile für die Beteiligten mit sich bringt. Vor allem der Austausch unter den Teilnehmenden sollte aufgrund der Umstände nicht an Qualität einbüßen. Ich denke, das ist uns gut gelungen“, schließt Lena Telgen aus unserem Moderationsteam.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Thu, 22 Apr 2021 17:03:00 +0200</pubDate>
                        <title>Premiere: Virtuelle Fragerunde für Unternehmen</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2021/04/premiere-virtuelle-fragerunde-fuer-unternehmen/</link>
                        <description>Zum ersten Mal hatten interessierte Unternehmen am 14. April die Möglichkeit, sich in einem Open Talk über das duale Studienangebot am Campus Lingen zu informieren. Moderiert wurde die virtuelle Fragerunde von Studiendekan Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Arens-Fischer und Katrin Dinkelborg, Leiterin der Studien- und Unternehmensbetreuung.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Das duale Studium wird sowohl bei Schulabgänger*innen als auch Ausbildungsabsolvent*innen immer beliebter. Daher ist es uns als duale Studienanbieter am Campus Lingen ein besonderes Anliegen, Unternehmen über die vielfältigen Möglichkeiten im Bereich des dualen Studiums zu informieren. „Mit unserem neuen Format möchten wir regelmäßig und unverbindlich aktuelle Fragen interessierter Unternehmen zum dualen Studium beantworten und auf unser breites Studienangebot am Campus Lingen aufmerksam machen”, erklärt Arens-Fischer. Das Angebot ergänzt unser bestehendes Informationsangebot auf der Webseite <a href="/partner-dual/">Partner dual</a><u>.</u></p>
<p>„Bei vielen Unternehmen ist das duale Studium fest im Ausbildungsprofil verankert. Wer als Arbeitgeber attraktiv bleiben möchte, sollte sein Studienangebot jedoch stets überprüfen und bei Bedarf erweitern. Deshalb nahmen am ersten Open Talk nicht nur Unternehmen teil, die an einer Zusammenarbeit mit uns interessiert sind, sondern auch bereits kooperierende Praxispartner“, berichtet Katrin Dinkelborg. “Mit dem Open Talk möchten wir Unternehmen langfristig die Möglichkeit bieten, mit uns unbürokratisch in Kontakt zu treten. Gerade das virtuelle Format erhöht die Flexibilität, spart allen Beteiligten Zeit durch die entfallende Anreise und wir haben im späteren Kontakt ein Gesicht zum Namen.”</p>
<p>Sie wollen mehr über das duale Studium am Campus Lingen und die Kooperation mit uns erfahren? Dann schauen Sie gerne auf unserer Seite <a href="/partner-dual/">Partner dual</a><u><a href="/partner-dual/"> </a></u>vorbei und fragen Sie die Zugangsdaten für den nächsten Open Talk am 28. Mai bei<u> </u><a href="mailto:unternehmensbetreuung-ids@hs-osnabrueck.de">unternehmensbetreuung-ids@hs-osnabrueck.de</a> an. Wenn Sie eine Einzelberatung möchten, können Sie diese gerne über unser <a href="/partner-dual/jetzt-partner-werden-informationen-fuer-unternehmen/">Formular </a>vereinbaren oder Sie nehmen direkt Kontakt mit uns via <a href="mailto:unternehmensbetreuung-ids@hs-osnabrueck.de" class="mail">E-Mail</a> oder telefonisch unter 0591/80098739 auf. Wir stehen Ihnen gerne mit Rat und Tat zu Seite.</p>
<p class="MsoCommentText">&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Mon, 19 Apr 2021 10:37:00 +0200</pubDate>
                        <title>Ein Blick hinter die Kulissen mit Olga Schultheis</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2021/04/ein-blick-hinter-die-kulissen-mit-olga-schultheis/</link>
                        <description>An unserer Hochschule arbeiten über 1.300 Menschen, davon ca. 40 bei uns am IDS. In unserem neuen Format &quot;Ein Blick hinter die Kulissen mit…&quot; stellen wir ab sofort einzelne Mitarbeitende vor, damit Sie die Personen kennenlernen, die Ihnen im Laufe des Studiums begegnen oder im Hintergrund für einen möglichst reibungslosen Studienverlauf tätig sind. </description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Den Anfang macht Olga Schultheis, Teamleiterin der Verwaltung des Instituts für Duale Studiengänge (IDS). Sie ist gelernte Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte und ist bereits seit 18 Jahren Teil des IDS bzw. zu Beginn bei der Berufsakademie Emsland.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Seit wann arbeiten Sie am IDS?</em></p>
<p><em>Schultheis</em>: Ich habe 2003 angefangen, bei der Berufsakademie zu arbeiten, damals aber nur mit sehr wenigen Stunden. Zuvor habe ich zwei Jahre in meinem Ausbildungsberuf gearbeitet. Ab 2007 hatte ich dann eine Vollzeit-Stelle. Seit 2010 sind die dualen Studiengänge in der Hochschule Osnabrück am Campus Lingen integriert. Seitdem bin ich am IDS angestellt. Davor gab es die Berufsakademie Emsland.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Wie sind Sie zum IDS gekommen?</em></p>
<p><em>Schultheis</em>: Das hat sich durch einen Zufall ergeben. Mein ehemaliger Chef kannte meine Vorgängerin. Der hat dann erzählt, dass die Berufsakademie jemanden Neues für die Position sucht. Nach einem üblichen Bewerbungsverfahren durfte ich die Stelle antreten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Was gefällt Ihnen am Konzept des dualen Studiums? </em></p>
<p><em>Schultheis</em>: Ich finde vor allem die Mischung aus Theorie und Praxis gut. Dadurch, dass mein Neffe dual studiert hat und meine Nichte in Vollzeit, habe ich auch privat diesen Vergleich, dass die dual Studierenden tatsächlich die Lehrinhalte im Unternehmen umsetzen und intensivere Praxiserfahrungen sammeln können.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Was mögen Sie an Ihrer Arbeit?</em></p>
<p><em>Schultheis</em>: Mir gefällt hier in meinem Bereich, dass es nicht immer gleich ist. Jeder Tag ist anders, da ich mit unterschiedlichen Personen und Personengruppen zu tun habe. Es ist immer wieder etwas Neues und ich lerne hier eine ganze Menge. Auch wenn ich schon so lange dabei bin. Ich komme sehr gerne zur Arbeit. Ich mag mein Büro, ich mag meine Kolleg*innen total gerne und meinen Chef. Im Großen und Ganzen kommen hier alle gut miteinander zurecht und das ist ein tolles Gefühl.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Was war das Highlight in Ihrer letzten Arbeitswoche?</em></p>
<p><em>Schultheis</em>: Mein Highlight war ein langes Gespräch mit Katrin Dinkelborg. Wir haben einige Probleme gelöst und gleichzeitig auch viel gelacht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Mit welchen drei Worten würden Sie das IDS beschreiben?</em></p>
<p><em>Schultheis</em>: Spannend, familiär und Freude am Arbeiten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Wie verbringen Sie Ihre Freizeit? </em></p>
<p><em>Schultheis</em>: Ich mache Yoga und Pilates. Hin und wieder gehe ich joggen. Ich fahre auch sehr gerne Fahrrad. Sonst lese ich noch Bücher und natürlich schaue ich auch gerne Netflix.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Worüber sind andere Menschen bei Ihnen oft überrascht?</em></p>
<p><em>Schultheis</em>: Sie sind oft überrascht, dass ich schon so lange dabei bin. Also darüber, dass ich seit fast 18 Jahren hier arbeite und duale Studiengänge betreue. Ich habe hier wirklich schon alles gemacht. Ich bin zu Messen und Schulen gefahren, habe Klausuren abgelegt, Adressenlisten überarbeitet… Alles, was im Verwaltungsbereich ist, habe ich schon irgendwie mal gemacht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wir freuen uns sehr, dass Olga Schultheis die erste Kollegin ist, die wir im Rahmen des Formates "Ein Blick hinter die Kulissen mit..." interviewen konnten. Sind Fragen offen geblieben oder gibt es Wünsche, wen wir als nächstes vor das Mikrofon holen sollen? Dann schreibt/schreiben Sie uns bei <a href="https://www.instagram.com/ids.lingen/" target="_blank" rel="noreferrer">Instagram</a>!</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Wed, 14 Apr 2021 12:39:00 +0200</pubDate>
                        <title>Unsere Verwaltung </title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2021/04/unsere-verwaltung/</link>
                        <description>Teil der Fakultät Management, Kultur und Technik am Campus Lingen ist das Institut für Duale Studiengänge. Nachdem wir unsere Studierenden- und Unternehmensbetreuung und ihre Betreuungsangebote schon in zwei Blogbeiträgen vorgestellt haben, folgt in diesem Beitrag ein Einblick in die unterschiedlichen Aufgabenbereiche unserer Verwaltung.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Die Hauptaufgaben der Verwaltung, welche im zweiten Stock des KC-Gebäudes am Campus Lingen untergebracht ist, umfassen die Bearbeitung der Studien(kooperations)verträge sowie die Erstellung und Ausarbeitung der Verträge zwischen unseren Partnerunternehmen und der Hochschule. Die Verträge bilden die rechtliche Grundlage für die Zusammenarbeit zwischen der Hochschule und den Unternehmen und zwischen den Unternehmen und den dual Studierenden. Einen großen Teil der Verwaltungsaufgaben macht zudem das Rechnungswesen aus.</p>
<p>Darüber hinaus sind die Mitarbeiterinnen der Verwaltung auch für organisatorische Fragen der Unternehmen zuständig. „Die Unternehmen fragen oft, wenn sie mehrere Studierende einstellen, ob sie auf den A- und B-Block verteilt werden können. (Anm. d. Red.: A- und B-Block ergeben sich aus dem Blockmodell der ausbildungs- und praxisintegrierenden Bachelorstudiengänge. Block A und Block B befinden sich antizyklisch in der Praxis- oder Theoriephase). Eine andere regelmäßige Frage ist, ob Studierende, die schon einmal studiert haben, sich Prüfungsleistungen anrechnen lassen können. Dies prüfen wir vorbereitend für den Studiendekan und sprechen den weiteren Verlauf mit den Unternehmen ab“, erklärt Olga Schultheis, Teamleiterin der Verwaltung. Des Weiteren organisiert die Verwaltung zur Unterstützung des Studierendensekretariats mündliche Prüfungen sowie Kolloquien. Daneben organisiert die Verwaltung für die dual Studierenden die Vorbereitungskurse auf die Prüfungen vor der jeweiligen Kammer, wenn dual Studierende eine Ausbildung in das duale Studium integrieren.</p>
<p>Neben den Aufgaben, die aus den Anliegen der dual Studierenden und Unternehmen resultieren, arbeitet die Verwaltung auch eng mit den Lehrenden und Lehrbeauftragen zusammen. „Die Lehrbeauftragten sind Personen, die an einer Hochschule Lehrveranstaltungen abhalten, ohne in einem Beschäftigungsverhältnis mit der Hochschule zu stehen. Wir stellen diesen z. B. den Lehrauftrag aus und rechnen diesen auch ab. Außerdem klären wir mit ihnen allgemeine Fragen. Wenn sie neu sind, erklären wir ihnen beispielsweise, wie sie die Noten im Osca-Portal eintragen“, berichtet Schultheis.</p>
<p>Da wir ein eigenes Archiv haben, in dem alle Prüfungsleistungen, wie Klausuren und Hausarbeiten, gelagert werden, gehört die Archivierung ebenfalls zu den Aufgaben der Verwaltung. Deswegen sind sie auch die Ansprechpartnerinnen für Studierende, wenn diese Einsicht in ihre Klausur erhalten möchten.</p>
<p>Das Besondere an der Verwaltung</p>
<p>„Das Besondere an unserer Arbeit ist, dass wir eine Menge Aufgaben im Hintergrund erledigen. Die meisten Ansprechpartner*innen der Unternehmen kennen uns nur vom Namen oder Telefon, aber wenn sie uns dann mal persönlich sehen, freuen sie sich, dass sie ein Gesicht zum Namen oder zur Stimme haben“, erklärt Schultheis. Außerdem weist sie auf die familiäre Stimmung in der Verwaltung hin: „Einige Lehrende verbringen auch gerne ihre Pausen bei uns. So baut sich dann die Beziehung zueinander auf (Anm. d. Red.: bezieht sich auf die Zeit vor der Corona-Pandemie). Das erleichtert uns unsere Arbeit, wenn wir mehr über die Lehrenden und ihre Arbeitsbereiche wissen, z. B. wenn wir mündliche Prüfungen planen und eine*n Zweitprüfer*in brauchen. Das Familiäre ist uns sehr wichtig.“</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Mon, 05 Apr 2021 16:49:00 +0200</pubDate>
                        <title>Vom dualen Studenten zum Prokuristen – Tobias Ripperda im Interview</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2021/04/vom-dualen-studenten-zum-prokuristen-tobias-ripperda-im-interview/</link>
                        <description>Tobias Ripperda zeigt eindrucksvoll, dass es möglich ist, innerbetrieblich Karriere zu machen. Nachdem er 2005 sein Abitur erlangte und ein Jahr Zivildienst beim Rettungsdienst geleistet hat, ist er seit 2006 Teil der Wietmarscher Ambulanz- und Sonderfahrzeug GmbH (WAS). Ripperda gibt Einblicke in seinen Karriereweg und Studienzeit.  </description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Ripperda, 34 Jahre alt und gebürtig aus Lingen, hat von 2006 bis 2009 Wirtschaftsingenieurwesen mit dem Schwerpunkt Projektmanagement im Bachelor an der Berufsakademie Emsland (heute IDS) in Kooperation mit der WAS studiert. Fünf Jahre später erlangte er berufsbegleitend einen Master of Business Administration and Engineering, ebenfalls im Bereich Wirtschaftsingenieurwesen. Inzwischen kann er auf 14 Jahre Unternehmenszugehörigkeit und die Ernennung als Prokuristen zurückblicken. Im folgenden Interview berichtet Ripperda über seinen Werdegang und seine Erfahrungen mit dem dualen Studium: &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Herr Ripperda, wieso haben Sie sich 2006 für Ihren Arbeitgeber und ein duales Studium in Lingen entschieden?</em></p>
<p><em>Ripperda</em>: Meinen Arbeitgeber habe ich aufgrund meiner Interessen gewählt. Ich komme ursprünglich aus der Feuerwehr, habe meinen Zivildienst beim Rettungsdienst absolviert und hatte entsprechend schon viel Kontakt mit Ambulanz- und Sonderfahrzeugen. Ich konnte mein Hobby somit ein Stückchen zum Beruf machen. Das duale Studium in Lingen kam für mich in Frage, weil bereits Freunde von mir an der Berufsakademie studierten, zufrieden waren und es weiterempfohlen haben. Die WAS war mir vorher nicht bekannt, aber durch meine Tätigkeit im Rettungsdienst und der Tatsache, dass WAS auf der Liste der Kooperationsunternehmen stand, passte es gut und ich wurde trotz relativ später Bewerbung angenommen. Den Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen habe ich gewählt, weil es die Schnittmenge aus dem ist, was ich eigentlich immer schon machen wollte. Es war ein Stück weit Zufall, dass ich das Unternehmen gefunden habe, aber bis heute habe ich es nie bereut.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Sie arbeiten auch heute nach vierzehn Jahren noch bei der WAS wie zu Zeiten Ihres Studiums. Wie hat sich Ihr Karriereweg im Unternehmen gestaltet?</em></p>
<p><em>Ripperda</em>: Nach meinem Studium habe ich zwei Jahre als Projektleiter gearbeitet und danach im Prinzip alle zwei Jahre innerhalb des Unternehmens meine Position, quasi meinen Beruf, gewechselt. Ich war im Einkauf tätig, war Teil des Gründungsteams des Produktmanagements und habe nach und nach die Leitung von größeren Abteilungen übernommen. 2018 bin ich Prokurist geworden und habe jetzt eine noch größere Abteilungsleitung inne. Durch meine kontinuierlichen betriebsinternen Abteilungs- und Positionswechsel und der daraus entstehenden Herausforderung, mich alle zwei Jahre in etwas Neues einzuarbeiten, ist es bis heute spannend. Es gibt ja Menschen, die einem sagen, dass man nach X Jahren sein Unternehmen wechseln muss, um Karriere zu machen. Von diesen Ratschlägen halte ich nicht viel. Maßgeblich ist doch eher, dass man sein Spektrum erweitert, seine Perspektiven verändern und viele unterschiedliche Aufgaben machen kann. Meine Karriere habe ich also über verschiedene Stationen in meinem Unternehmen machen können. Hinzu kommt auch Auslandserfahrung, die ich machen durfte. Ich kenne das Unternehmen wie meine Westentasche.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Haben Sie ein Modul, dass Sie heute gerne nochmal hören möchten oder dessen Bedeutung Sie heute anders einschätzen?</em></p>
<p><em>Ripperda</em>: Es gibt einige Module, die ich mit dem Wissen von heute gerne nochmal hören würde. Dazu gehören für mich zum Beispiel Führungstechniken, Organisation oder Prozessmanagement – also all das, was ich jetzt tagtäglich anwende. Als Student konnte ich die Bedeutung der Fächer schlecht einordnen, weil mir nicht immer bewusst war, was ich damit genau machen kann und welche Konzepte dahinterstecken. Den ganzen Bereich um Organisation und Führung würde ich gerne mit dem jetzigen Wissen nochmal hören. Einiges habe ich auch in Führungsseminaren oder fachlichen Fortbildungen wiedergefunden. Das hat mich irgendwie auch beruhigt, denn dann bin ich ja offensichtlich gut vorbereitet worden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Schauen Sie in die Ordner aus Studienzeiten immer mal wieder rein oder sind es für Sie eher Erinnerungsstücke?</em></p>
<p><em>Ripperda</em>: Das klingt immer etwas nerdy, aber ich habe in der Tat noch alle Unterlagen aus dem dualen Studium, sogar die PTPe und natürlich auch die Sachen aus dem Master. Natürlich schau ich da nicht jeden Tag rein, aber ich weiß, wo sie stehen und was ich alles gemacht habe. Ich werfe sie nicht weg, denn ab und zu kann man immer noch etwas daraus gebrauchen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Das duale Studium bedeutet auch ein gutes Selbstmanagement. Wie war dies für Sie?</em></p>
<p><em>Ripperda</em>: Ich bin jemand, der gerne auf ein Ziel hinarbeitet und sich darauf fokussiert. Ich brauche einen gewissen Druck und dieser ist natürlich gegeben, wenn sechs Klausuren in einer Woche anstehen. Dann muss man sich selbst organisieren, damit das funktioniert und man alles unter einen Hut bringen kann. Diese Fähigkeit hilft mir auch im Job.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Was waren für Sie die größeren Herausforderungen? Wie haben Sie diese gemeistert?</em></p>
<p><em>Ripperda</em>: Also, wenn man es als Herausforderung bezeichnen kann, war es eher die Zusammenarbeit mit anderen Personen, die vielleicht nicht so viel Wert auf Selbstorganisation oder gute Noten legen. Teamarbeit ist sowohl im Studium als auch im Beruf ein wichtiger Bestandteil. Ansonsten war es die Fähigkeit, sich unter Zeitdruck neue Dinge anzueignen und methodisch zu lernen. Davon profitiere ich noch heute. Ich weiß nicht mehr, wie ich irgendwelche Hydraulikleitungen auslegen müsste, weil ich es 13 Jahre nicht gemacht habe, aber ich wüsste, wie ich es wieder lernen könnte. Ich gehe methodisch an Probleme und Aspekte heran und kann dies immer wieder anwenden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Die Fähigkeiten aus dem Studium bereiten Studierende also auch auf das lebenslange Lernen vor, oder?</em></p>
<p><em>Ripperda</em>: Nach dem Studium ist man definitiv nicht fertig. Man hat dann eine bestimmte Perspektive und wird immer wieder mit neuen Herausforderungen konfrontiert. Mit dem Wissen von heute würde ich die Herangehensweise, mit der man als frischer Absolvent Aspekte und Themenbereiche erfasst, anders einschätzen. Man kombiniert das Methodische, was man in der Hochschule lernt, mit der Berufs- und Führungserfahrung und lernt dadurch, die Probleme anders anzugehen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>In welchen Situationen Ihres Studiums konnten Sie die Theorie besonders gut mit der Praxis verbinden?</em></p>
<p><em>Ripperda</em>: Am besten hat dies in Bezug auf die technischen Systeme geklappt, wie bei dem Modul Konstruktion technischer Systeme. Dabei mussten wir ein Projekt aus verschiedenen Perspektiven herausbearbeiten. Wir hatten jemanden, der Konstruktionstechnik als Schwerpunkt hatte, während ich derjenige war, der in den Zwischenfächern, also zwischen Betriebswirtschaft und Ingenieurwesen, fit war. &nbsp;Darüber hinaus haben die etwa dreimonatigen Wechsel zur Theorie-Praxis-Verzahnung beigetragen – zehn Wochen haben wir intensiv den Stoff vermittelt bekommen und dann zehn bis zwölf Wochen im Unternehmen reflektieren können. Inzwischen habe ich als Vorgesetzter oft erleben können, dass es nicht selbstverständlich ist, sich seinen Tag selbst zu strukturieren, sich seine Aufgaben zu suchen und ordnen. Im dualen Studium kannten wir es einfach nicht anders. Heute würde ich sagen, dass man den Wert dessen gar nicht hoch genug einschätzen kann. Ein Studium mit regelmäßigen Lernortwechseln kann ich also jedem empfehlen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Zur <a href="/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/theorie-praxis-transfer/">Verzahnung von Theorie und Praxis</a>: Wie haben Sie die Praxis-Transfer-Projekte (PTPs) während des Studiums wahrgenommen und wie beurteilen Sie diese rückwirkend?</em></p>
<p><em>Ripperda</em>: Also während des Studiums fand ich die natürlich nicht immer cool, aber im Nachhinein habe ich die PTPs als Instrument zu schätzen gelernt. Es ist durchaus eine Übung, die dazu beigetragen hat, dass ich die Inhalte des Studiums verinnerlicht habe. Von Seiten der Firma hat man sich meine PTPs damals nicht so intensiv angesehen, als dass ich mich damit hätte großartig in den Vordergrund spielen können. Andererseits war das auch ein großer Vertrauensvorschuss meines Unternehmens, den ich da genossen habe. Den wollte ich auch nie verspielen. Es ist wahrscheinlich über die Zeit als Vehikel und Tool eher in den Fokus gerückt. Ich kann mir vorstellen, dass die PTPs heute einen anderen Stellenwert haben. Ein Kollege von mir studiert derzeit und ist mit mir zusammen die Themen und möglichen Schwerpunkte durchgegangen. Aus meiner heutigen Rolle kann ich sagen, dass es durchaus ein Tool ist, wodurch sich Studierende positiv hervorheben können. Früher herrschte noch ein anderes Verständnis zu den PTPs, aber jetzt kann ich das durchaus als Unternehmensvertreter sagen, dass ich dort wirklich Potenziale bei den Studierenden sehen kann. Heute frage ich auch eher nach.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Welchen Rat würden Sie Interessierten und/oder dual Studierenden mit auf den Weg geben?</em></p>
<p><em>Ripperda</em>: Das ist eine schwierige Frage. Ein Stück weit Durchhaltewillen. Es ist wichtig, dass duale Bachelorstudierende sich auf das Thema einlassen. Sie sollen etwas für sich selbst mitnehmen und nicht nur auf den Masterabschluss schauen. Das duale Studium hat den Vorteil des Theorie-Praxis-Transfers und diesen gilt es, ins Berufsleben mitzunehmen. Ich habe nach zwei Jahren Berufserfahrung nebenberuflich meinen Master gemacht. Dieses war mit einer neuen Perspektive im Unternehmen verbunden und ergab daher Sinn. Den dualen Master gab es damals noch nicht. Nebenberuflich zu studieren kann hart sein, aber ich hatte Berufspraxis, die sich andere vorschnell vergeben hatten, parallel Aufstiegsmöglichkeiten und das Studium. Mehr kann man in kurzer Zeit nicht schaffen und das bringt einem auch Respekt ein. Daher würde ich es immer wieder so machen.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Mon, 29 Mar 2021 09:01:00 +0200</pubDate>
                        <title>Tipps und Tricks zum wissenschaftlichen Schreiben – Teil 3: Der Schreibstil</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2021/03/tipps-und-tricks-zum-wissenschaftlichen-schreiben-teil-3-der-schreibstil/</link>
                        <description>Die Strukturierung des Inhalts und der Aufbau einer schlüssigen Argumentation sind anspruchsvolle Aufgaben beim Verfassen einer wissenschaftlichen Arbeit. Doch sie können noch so gut bewältigt werden – stimmen Ausdrucksweise und Form nicht, verliert die Arbeit an Aussagekraft. Ein angemessener wissenschaftlicher Schreibstil ist daher essentiell. </description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Während unseres Lebens werden wir mit einer Vielzahl an unterschiedlichen Textarten konfrontiert. Märchen, Romane, journalistische Artikel oder Blogbeiträge unterscheiden sich dabei nicht nur im Inhalt, sondern weisen auch eigene Sprachstile, ausgewählte Formulierungen und abweichende Zeitformen auf. Wissenschaftliche Ausarbeitungen bilden hier keine Ausnahme und folgen einigen Regeln, die Sie beachten sollten, um Ihren wissenschaftlichen Schreibstil zu verbessern.</p>
<p>Zunächst gilt es zu überprüfen, ob Sie die korrekte Zeitform eingesetzt haben. In der Wissenschaft wurde sich hierbei auf das Präsens verständigt, da Sie vielfach über allgemeingültige Aussagen und Fakten schreiben werden. Den Großteil Ihrer Arbeit sollten Sie daher in der Gegenwartsform verfassen und das Perfekt nur einsetzen, um vergangene Handlungen und Prozesse zu beschreiben. Darüber hinaus wird in der Wissenschaft auf die Verwendung von Personalpronomen wie <em>ich</em>, <em>wir</em> oder <em>man</em> verzichtet, stattdessen sollten Sie Passivkonstruktionen einsetzen. Auch die Wahl der richtigen Formulierungen ist entscheidend, um Ihrer Arbeit nicht nur inhaltlich, sondern auch sprachlich einen wissenschaftlichen Charakter zu verleihen. Während in Blogbeträgen, wie diesem, Begriffe wie <em>also</em>, <em>meist</em>, <em>offensichtlich</em> oder <em>entsprechend</em> eingesetzt werden können, um Gedanken zu verknüpfen, den Lesefluss zu erleichtern oder Aspekte hervorzuheben, sollten Sie in Ihren wissenschaftlichen Ausarbeitungen auf solche Füllwörter verzichten. Sie verwässern Ihre Aussagen und können zu ungewollten Bewertungen der aufgezeigten Fakten führen. Vorsicht daher auch vor Begriffen wie <em>wohl</em>, <em>in der Regel</em>, <em>anscheinend</em>, <em>gewiss</em>, <em>schon</em> oder <em>nämlich</em>.</p>
<p>Haben Sie nun alle Füllwörter getilgt, sollten Sie im Anschluss einen kritischen Blick auf die genutzten Fachbegriffe werfen. Auch eine wissenschaftliche Arbeit sollte nach wie vor verständlich geschrieben sein und kein Konglomerat an adäquaten Fachtermini darstellen, die Ihre Ihnen inhärente Eloquenz subsidiär verdeutlichen ohne postfaktische oder gar dekadente Züge anzunehmen. Wie bitte? Genau: Beschränken Sie sich lieber auf die wesentlichen Fachbegriffe aus den Modulbeschreibungen und den Texten, die Ihrer Arbeit zugrunde liegen. Führen Sie diese gezielt durch Zitate ein und erläutern Sie sie im Anschluss mit Ihren eigenen Worten, bevor Sie die Fachbegriffe im weiteren Verlauf des Textes wieder aufgreifen. So können Sie Ihrer Prüferin bzw. Ihrem Prüfer weitaus besser aufzeigen, dass Sie die Materie verstanden haben, als wenn Sie Ihren Text mit unnötig vielen Fachbegriffen aufplustern. Direkte Verwandte der Fachbegriffswüste sind übrigens die allseits bekannten Schachtelsätze. Es nützt Ihnen wenig, wenn Ihre Prüferin bzw. Ihr Prüfer drei Anläufe braucht, um Ihrem Gedankengang folgen zu können. Achten Sie daher auf kurze, prägnante Sätze und die richtige Kommasetzung. Vor allem ist es wichtig, dass Sie sich im Vorhinein bewusst sind, was Sie genau ausdrücken möchten. Denn ohne klare Gedanken, können Sie keine klaren Sätze mit präziser Aussage formulieren.</p>
<p>Vor Ihnen liegt nun eine <a href="https://www.hs-osnabrueck.de/nachrichten/2021/03/tipps-und-tricks-zum-wissenschaftlichen-schreiben-teil-1-der-inhalt/" target="_blank">fokussierte</a>, <a href="https://www.hs-osnabrueck.de/nachrichten/2021/03/tipps-und-tricks-zum-wissenschaftlichen-schreiben-teil-2-die-argumentation/" target="_blank">argumentationsgestützte</a> und im wissenschaftlichen Stil verfasste Ausarbeitung, die nur noch eingereicht werden muss. Doch bevor es soweit ist, sollten Sie sich einen halben Tag Zeit nehmen, um Ihre Arbeit in aller Ruhe und Satz für Satz noch einmal durchzulesen. Nichts ist ärgerlicher als unnötige Rechtschreib-, Grammatik- oder Formfehler. Überprüfen Sie daher sorgfältig, ob Sie die Vorgaben in Bezug auf Schriftart und -größe, Umfang und Seitenränder sowie das Deckblatt eingehalten haben. Sind vorab keine Absprachen erfolgt, sollten Sie sich ein eigenes, gut lesbares Layout zusammenstellen und konsequent anwenden. Die Rechtschreib- und Grammatikprüfung können Sie währenddessen in weiten Teilen Ihrem Word-Programm überlassen, sollten jedoch zusätzliche Angebote wie den Duden-Mentor oder ein klassisches Lektorat im Freundschaftsdienst nutzen, da bei selbstständigen Korrekturarbeiten oftmals eine Betriebsblindheit für die eigenen Fehler eintritt. Hier kann es hilfreich sein, die Arbeit zwei, drei Tage ruhen zu lassen, um eine gewisse Distanz aufzubauen. Die Korrekturphase sollten Sie in Ihrer Zeitplanung daher explizit einbeziehen.</p>
<p>Sollten Sie das Gefühl haben, dass Ihr wissenschaftlicher Schreibstil noch verbesserungswürdig ist, kommen Sie gerne für einen Beratungstermin auf Ihren Studienbetreuer bzw. Ihre Studienbetreuerin zu. Schauen Sie sich auch den ersten und zweiten Teil unserer kleinen Serie zum wissenschaftlichen Schreiben an. Dort geht es um inhaltliche Aspekte rund um die Themenabgrenzung und die Aufbereitung von Informationen (<a href="https://www.hs-osnabrueck.de/nachrichten/2021/03/tipps-und-tricks-zum-wissenschaftlichen-schreiben-teil-1-der-inhalt/" target="_blank">Teil 1</a>) sowie eine schlüssige Argumentationslinie&nbsp; (<a href="https://www.hs-osnabrueck.de/nachrichten/2021/03/tipps-und-tricks-zum-wissenschaftlichen-schreiben-teil-2-die-argumentation/" target="_blank">Teil 2</a>).</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Mon, 22 Mar 2021 10:59:00 +0100</pubDate>
                        <title>Tipps und Tricks zum wissenschaftlichen Schreiben – Teil 2: Die Argumentation</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2021/03/tipps-und-tricks-zum-wissenschaftlichen-schreiben-teil-2-die-argumentation/</link>
                        <description>Im ersten Teil unserer kleinen Serie haben wir uns inhaltlichen Aspekten rund um die Themenabgrenzung und die Aufbereitung von Informationen gewidmet. Nun soll es um die Argumentationslinie Ihrer Arbeit gehen, denn nichts ist schwieriger, als klare, logische Begründungen für die recherchierten Aussagen darzulegen und diese miteinander zu verknüpfen. </description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;„Weil ich das sage!“ – ein typischer Satz mancher Eltern, um unnötige Diskussionen mit den Kindern zu beenden. So einfach ist es selten und schon gar nicht im Studium. In einer wissenschaftlichen Ausarbeitung sind eigene Meinungen oder Autoritätsansprüche fehl am Platz. Hier zählen nur hieb- und stichfeste Argumente. Es reicht daher nicht aus, recherchierte Fakten wiederzugeben. Vielmehr müssen diese anhand von konkreten Argumenten belegt werden. Ein Negativbeispiel:</p>
<p><em>„Aufgrund des demografischen Wandels kann das duale Studium sehr sinnvoll für die Personalrekrutierung sein. Das duale Studium stellt ein neues und innovatives Studienformat dar. Es kann zudem zur Personalbindung beitragen.“ </em></p>
<p>Diese Sätze klingen sehr vielversprechend, aber leider auch wie reine Behauptungen, die keine Verbindung zueinander aufweisen. Warum kann das duale Studium sinnvoll für die Personalrekrutierung sein und wie soll es zur Personalbindung beitragen? Hier fehlen Zusatzinformationen in Form von Argumenten, die das Geschriebene untermauern. Überprüfen Sie Ihre Aussagen daher darauf, ob sie nachvollziehbare Begründungen enthalten und nutzen Sie Ausdrücke und Begriffe, die Ihre Sätze verbinden und Zusammenhänge aufzeigen:</p>
<p><em>„Das duale Studium kann <strong>im Vergleich</strong> zu traditionellen Studiengängen als ein neues und innovatives Studienformat angesehen werden.“</em></p>
<p>Wenn etwas als <em>neu</em>, <em>besser</em> oder <em>anders</em> beschrieben wird, sollte auch immer eine entsprechende Abgrenzung erfolgen – anders als <em>wer</em> oder <em>was</em>? <em>&nbsp;</em></p>
<p><em>„<strong>Durch die Verbindung von praktischen und akademischen Kompetenzen</strong>, kann es Personengruppen ansprechen, <strong>die studieren wollen, ohne auf die Praxis verzichten zu müssen</strong>.“ </em></p>
<p>Das duale Studium kann also als neu und innovativ charakterisiert werden, weil es Theorie und Praxis verbindet und eine andere Zielgruppe als traditionelle Studiengänge ansprechen kann.</p>
<p><em>„Vor dem Hintergrund des <strong>zunehmenden Bedarfs an Fach- und Führungskräften</strong> kann sich das duale Studium somit als geeignetes Instrument der Personalrekrutierung erweisen und <strong>durch die Integration von diesen Personen in ein Unternehmen</strong> zudem zur Personalbindung beitragen.“ </em></p>
<p>Statt des globalen Verweises auf den demografischen Wandel, wird hier der Bedarf an Fach- und Führungskräften als Argument herangezogen, warum das duale Studium die Personalrekrutierung unterstützen kann. Zudem wird deutlich, dass es zur Personalbindung beiträgt, indem dual Studierende ins Unternehmen integriert werden. Darüber hinaus enthält der Satz mit <em>vor dem Hintergrund</em>, <em>somit</em>, <em>durch</em> und <em>zudem</em> einige Verbindungswörter, um die Zusammenhänge zu verdeutlichen und zwischen den Argumenten überzuleiten. Dies ist besonders wichtig, da eine Argumentation auf Kausalzusammenhängen aufbaut und zwei oder mehr Variablen in Beziehung zueinander setzt. Nur so können Abhängigkeiten, Unterschiede und Gemeinsamkeiten aufgedeckt und argumentativ erörtert werden. &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;</p>
<p>Überprüfen Sie nun Ihre eigene Ausarbeitung. Haben Sie alle Aussagen logisch begründet und miteinander verknüpft? Rufen Sie sich immer wieder ins Gedächtnis, dass Ihre wissenschaftlichen Arbeiten keine reine Auflistung von gut recherchierten Tatsachen sind, sondern eine argumentative Auseinandersetzung mit einem Thema. Dann kann nichts mehr schiefgehen. Sollten Sie dennoch das Gefühl haben, weiterführende Hilfestellungen zu benötigen, kommen Sie gerne auf uns zu und vereinbaren Sie einen Beratungstermin mit Ihrem Studienbetreuer bzw. Ihrer Studienbetreuerin. Während wir uns im <a href="https://www.hs-osnabrueck.de/nachrichten/2021/03/tipps-und-tricks-zum-wissenschaftlichen-schreiben-teil-1-der-inhalt/" target="_blank">ersten Teil</a> unserer kleinen Serie zum wissenschaftlichen Schreiben mit inhaltlichen Aspekten beschäftigt haben, soll es im <a href="https://www.hs-osnabrueck.de/nachrichten/2021/03/tipps-und-tricks-zum-wissenschaftlichen-schreiben-teil-3-der-schreibstil/" target="_blank">dritten </a>um den angemessen Schreibstil und den letzten Feinschliff zu deren Aufbereitung gehen &nbsp;– schauen Sie gerne rein.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Mon, 15 Mar 2021 09:57:00 +0100</pubDate>
                        <title>Tipps und Tricks zum wissenschaftlichen Schreiben – Teil 1: Der Inhalt</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2021/03/tipps-und-tricks-zum-wissenschaftlichen-schreiben-teil-1-der-inhalt/</link>
                        <description>Wissenschaftliche Ausarbeitungen wie Praxistransferprojekte oder Reflexionsorientierte Transferstudien sind wichtige Bestandteile des dualen Studiums am Campus Lingen. Doch wissenschaftliches Schreiben ist keine leichte Disziplin und erfordert einiges an Übung. Wir geben Ihnen daher ein paar Tipps und Tricks für den letzten Feinschliff.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Betreuung und formale Aspekte sind abgeklärt, Ihr Thema steht und auch Ihre Literaturrecherche hat bereits einige passende Werke ergeben? Dann kann es ja losgehen. Doch bevor Sie überhaupt das erste Wort geschrieben haben, sollten Sie noch einmal überprüfen, ob Sie die Ausrichtung Ihrer Arbeit deutlich genug abgegrenzt haben. Was möchten Sie genau analysieren und in Ihrer wissenschaftlichen Ausarbeitung vermitteln? Welche Frage- oder Problemstellung werden Sie behandeln und wie lautet Ihre Zielsetzung? Wenn Sie hier zu oberflächlich abtrennen und zu viel Raum für angrenzende Themenbereiche lassen, werden Sie schnell an zeitliche und formale Grenzen stoßen. Zudem werden sich dadurch auch Ihre Ergebnisse in einem recht allgemeinen Bereich bewegen, der zumeist nicht zufriedenstellend ist. Um dies zu verhindern, sollten Sie sich nicht nur verdeutlichen, welche Aspekte Teil Ihrer Analyse sein sollen, sondern auch, was <em>nicht</em> dazu zählt. Mit diesen Erkenntnissen können Sie sowohl die passenden wissenschaftlichen Ansätze auswählen als auch logisch begründen, warum andere nicht zielführend für Ihre Arbeit sind. Der reine Verweis auf <em>forschungsökonomische</em> Gründe wird hier selten akzeptiert und deutet eher auf eine falsche Priorisierung oder Organisation Ihrerseits hin. Oftmals stellt in diesem Zusammenhang auch die Länge, oder besser gesagt Kürze von Reflexion, Fazit und Ausblick eine Herausforderung dar. Konzentrieren Sie sich hier auf neu entstandene oder weiterführende Forschungsfragen, die sich aus Ihrer Analyse ergeben haben. So vermeiden Sie, in Ausführungen über die bereits bekannten Erkenntnisse abzurutschen, und leisten einen konkreten Beitrag zur Erweiterung des aktuellen Forschungsstandes.</p>
<p>Wenn der inhaltliche Fokus Ihrer Arbeit stimmt, gilt es zu überprüfen, ob Sie Ihre Gedanken nachvollziehbar darlegen konnten. Auch, wenn Ihre Prüferin bzw. Ihr Prüfer über große Expertise auf dem von Ihnen behandelten Fachgebiet verfügt, sollten Sie diesen Kenntnisstand nicht als Ausgangsbasis verstehen. Stellen Sie stattdessen sicher, dass Ihre Leserschaft, ob fachkundig oder nicht, kein zusätzliches Hintergrundwissen benötigt. Lediglich die in Ihrem Text erklärten Sachverhalte müssen ausreichen, um Ihren Ausführungen folgen zu können. Dazu zählt auch, dass Sie auf globale Ausdrücke verzichten sollten, da sie zusätzliche Fragen aufwerfen. Phrasen wie <em>in der heutigen Zeit </em>oder <em>die</em> <em>aktuellen Begebenheiten</em> lassen zu großen Interpretationsspielraum: Die heutige Zeit … der Digitalisierung? … der Globalisierung? … der Corona-Pandemie? Präzisieren Sie Ihre Aussagen und leiten Sie Ihre Leserinnen und Leser an dem von Ihnen gesponnenen roten Faden entlang. Doch Vorsicht: Verfallen Sie dabei nicht in die Versuchung, Ihre eigene, subjektive Meinung zu verdeutlichen. Wissenschaftliche Ausarbeitungen werden an ihrer Objektivität gemessen und dienen einer neutralen sowie sachlichen Betrachtung ausgewählter Frage- oder Problemstellungen. Argumente müssen stichhaltig und belegbar sein, sie dürfen nicht auf der eigenen Vorliebe für einen Ansatz, eine Methode oder eine Lösung basieren. Vor allem im dualen Studium fällt es dabei manchmal schwer, Distanz zum eigenen Unternehmen einzunehmen und zu erkennen, wann Aussagen beispielsweise einen werblichen Charakter aufweisen. Vermeiden Sie daher interne Ausdrücke des Corporate Wordings (auch ein Quattro ist nichts weiter als ein Allradantrieb) und nutzen Sie keine Aussagen aus Marketingkampagnen (Superlative, beschönigende Adjektive o.ä.). Dies bedarf einiger Übung, für die Sie sich das Feedback außenstehender Personen einholen sollten, die Ihre Ausarbeitung aus einer neutralen Perspektive bewerten können.</p>
<p>Sie sind noch unsicher, ob der Fokus Ihrer Arbeit klar genug abgegrenzt ist oder möchten allgemein über Ihren Inhalt sprechen? Kommen Sie gerne auf uns zu und vereinbaren Sie einen Beratungstermin mit Ihrem Studienbetreuer bzw. Ihrer Studienbetreuerin. Im zweiten Teil unserer kleinen Serie zum wissenschaftlichen Schreiben soll es um den Aufbau einer schlüssigen Argumentationslinie gehen – schauen Sie gerne rein.</p>
<p class="MsoCommentText">&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Mon, 08 Mar 2021 09:17:00 +0100</pubDate>
                        <title>Wissenschaftliches Arbeiten im dualen Studium – Profit für Wissenschaft und Praxis </title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2021/03/wissenschaftliches-arbeiten-im-dualen-studium-profit-fuer-wissenschaft-und-praxis/</link>
                        <description>Wie läuft das wissenschaftliche Arbeiten im dualen Studium ab? In diesem Blogbeitrag wollen wir dieser Frage nachgehen und erläutern, ob und wie sich das wissenschaftliche Arbeiten im Rahmen unserer dualen Studiengänge von der Vorgehensweise in anderen Studiengängen an Hochschulen oder Universitäten unterscheidet. </description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p class="CxSpFirst"><strong>Wissenschaftliches Arbeiten im Studium</strong></p>
<p>Wie das Popcorn zum Kino, so gehört auch das wissenschaftliche Arbeiten zum Studium dazu. Mithilfe von Theorien können wir Erklärungen für Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge finden, künftige Entwicklungen oder Verhaltensweisen vorhersagen und so Problemlösungen erarbeiten. Klar ist, wenn wir unsere neuen Erkenntnisse nicht niederschreiben und so für andere Forscher*innen zugänglich machen, treten wir auf der Stelle. Wissenschaftliches Arbeiten ist folglich essenziell, um Erkenntnisse zu teilen und weiterzuentwickeln und so die Forschung voranzutreiben. Aus diesem Grund spielt die intensive Verzahnung von Theorie und Praxis im dualen Studium eine zentrale Rolle. Wissenschaftliche Ausarbeitungen wie <a href="/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/theorie-praxis-transfer/">Praxistransferprojekte (PTPs</a>) in unseren Bachelorstudiengängen und<a href="/studium/studienangebot/master/fuehrung-und-organisation-ma-dual-standort-lingen-ems/theorie-praxis-transfer/"> Reflexionsorientierte Transferstudien (RTSn)</a> in unseren Masterstudiengängen verknüpfen strukturell nahezu jedes Modul im Studium mit der Praxis und werden folglich im Laufe des Studiums regelmäßig angefertigt.</p>
<p>Zugegeben – wissenschaftliches Schreiben ist keine leichte Disziplin. Die Wissenschaftssprache folgt gewissen Grundlogiken und Qualitätsstandards und muss gelernt sein. Aber dazu in einem anderen Blogbeitrag mehr. Generell gilt, egal ob duales Studium oder „klassisches“ Studium, der Anspruch an wissenschaftliches Arbeiten ist hoch. Überall wird viel Wert auf tiefgründige Analysen, Wissensvertiefung und -verbreitung gelegt, denn all diese Anforderungen sind Grundvoraussetzungen dafür, um von einem Studium sprechen zu können.</p>
<p><strong>Besonderheiten von wissenschaftlichen Ausarbeitungen im dualen Studium</strong></p>
<p>Also gibt es keinerlei Abgrenzungen und keine Besonderheiten beim wissenschaftlichen Arbeiten im dualen Studium? – Doch! Ganz verallgemeinern lässt es sich nicht, denn im Rahmen des dualen Studiums werden Fragen mit Bezug zur Praxis untersucht. Der Unterschied zeigt sich folglich bei der Fokussierung von verschiedenen Untersuchungsobjekten und nicht darin, dass der Anspruch ein anderer ist. Aber was heißt das konkret?</p>
<p>Im Mittelpunkt stehen die Praxisreflexion sowie -forschung. Es geht darum, Fragen und Probleme in der Praxis mit und in der Theorie zu bearbeiten. Bei dieser Vorgehensweise werden neue wissenschaftliche Erkenntnisse generiert, die uns helfen, konkrete Fragestellungen oder Problemfälle zu verstehen und zu bearbeiten. Dadurch wird gleichzeitig ein Nutzen für die Praxispartner*innen erzeugt, denn die Studierenden setzen sich mit aktuellen Fragen und Herausforderungen in den Unternehmen oder Einrichtungen auseinander und entwickeln Ideen und Lösungsansätze auf Basis der Wissenschaft. Dieser <a href="/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/theorie-praxis-transfer/">Theorie-Praxis-Transfer</a> spielt im Rahmen der PTPs und RTSn eine große Rolle und bereitet Sie als Studierenden auf die Abschlussarbeit vor.</p>
<p>Derartige Arbeiten starten folglich damit, dass Sie ihr Arbeitsumfeld genauer unter die Lupe nehmen und Fragen und Probleme in der betrieblichen Praxis identifizieren. Wo besteht sowohl der Bedarf als auch das Potenzial zur Veränderung und Verbesseru.ng? Diese wissenschaftliche Reflexion von Praxisphänomenen ist Ausgangspunkt für die Praxisforschung. Ziel ist es, mittels wissenschaftlicher Vorgehensweise, Ideen für Lösungsansätze zu erarbeiten und konkrete Handlungsempfehlungen für den Problemfall abzuleiten. Um Hinweise für Problemlösungen zu erhalten, wird auf bereits bestehende Erkenntnisse und Theorien zurückgegriffen. „Die Theorie hinter beruflichen Phänomenen zu entdecken und sie mit der Praxis zu verbinden ist allerdings nicht immer so leicht, denn die Theorien hinter den Prozessen, Verfahren und Technologien sind häufig nicht sofort ersichtlich. Genau das ist ein entscheidender Anker des Lernprozesses und damit der persönlichen wie fachlichen Entwicklung unserer dual Studierenden“, betont Katrin Dinkelborg, Leiterin unserer Studierenden- und Unternehmensberatung am Institut für Duale Studiengänge.</p>
<p>Das Besondere an dieser Art der Forschung ist somit, dass sie auch Auswirkungen auf die eigene Persönlichkeits- und Kompetenzentwicklung hat. In unserem <a href="https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bmonth%5D=11&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=8087&amp;tx_news_pi1%5Byear%5D=2020&amp;cHash=a6fb98ddade070be89a05e3310116a69" target="_blank">Blogbeitrag zur Bedeutung der PTPs für das duale Studium</a> haben wir unsere Absolvent*innen dazu interviewt, wie sie die PTPs nach dem Studienabschluss bewerten. Obwohl diese während des Studiums als herausfordernd und anstrengend wahrgenommen wurden, berichten unsere ehemaligen Studierenden auch davon, wie wertvoll diese für ihre eigene Entwicklung waren. Sie seien nun besser in der Lage, Zusammenhänge in der Praxis zu erkennen und zu verstehen und hätten ein größeres Interesse an den Abläufen im Unternehmen entwickelt. Dinkelborg ergänzt: „Ich glaube, dass sich diese Erfahrungen positiv auf das professionelle Selbstverständnis und Handeln der Studierenden auswirken. Gerade weil dies eine herausfordernde Aufgabe ist, glauben wir, dass der letztliche Lerneffekt besonders hoch ist.“ Somit wird nicht nur die Wissenschaft allgemein vorangebracht, sondern es entsteht auch ein Nutzen für das Unternehmen und den*die Forschende*n selbst.</p>
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<p class="MsoCommentText">&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Mon, 01 Mar 2021 09:14:00 +0100</pubDate>
                        <title>Leitplanken im dualen Studium? – Mirco Jonkeren erklärt im Interview, was es damit auf sich hat</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2021/03/leitplanken-im-dualen-studium-mirco-jonkeren-erklaert-im-interview-was-es-damit-auf-sich-hat/</link>
                        <description>Mirco Jonkeren ist 25 Jahre alt und hat bei uns am Campus Lingen seinen Bachelor of Engineering im dualen Studiengang Engineering technischer Systeme mit der Studienrichtung Maschinenbau erlangt. Im Gespräch berichtet er unter anderem von seinem Weg zum dualen Studium, seiner Einschätzung des Moduls „Projektmanagement“ und über Selbstmanagement. </description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Während seines dualen Studiums von 2014-2017 lebte Jonkeren in Lingen und war bei der GE Wind Energy GmbH angestellt. Anfang 2020 erlangte er seinen Masterabschluss, ebenfalls im Bereich Maschinenbau. Seitdem arbeitet er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Dynamik und Schwingungen der Leibniz Universität Hannover.</p>
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<p><em>Wieso haben Sie sich damals für die GE Wind Energy GmbH und ein duales Studium (in Lingen) entschieden?</em></p>
<p><em>Jonkeren</em>: Der zentrale Beweggrund für ein duales Studium war für mich damals die Verknüpfung von Theorie und Praxis. Ich wollte nach zwölf Schuljahren endlich beruflich relevante Praxiserfahrung sammeln, aber dennoch die akademische Laufbahn einschlagen. Das Konzept des dualen Studiums war somit ideal für mich. Bei der Wahl des Unternehmens war bei mir einfach das berühmte Bauchgefühl ausschlaggebend. Ich habe mich mit den Produkten des Unternehmens identifizieren können, ein Konzern bot natürlich viele Möglichkeiten und der Umgang mit mir als Bewerber war damals sehr offen und freundlich.</p>
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<p><em>Erinneren Sie sich noch an das Bewerbungsverfahren? Wie lief dieses ab?</em></p>
<p><em>Jonkeren</em>: Nachdem ich meine Bewerbung versendet hatte, wurde ich zu einem Kennenlerngespräch eingeladen. Dieses fand mit der verantwortlichen Person aus der Personalabteilung und einem Vertreter aus einer Fachabteilung statt. Die gesamte Atmosphäre war offen und angenehm, wenngleich es inhaltlich durchaus anspruchsvoll war.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Rückblickend auf das Studium: Haben Sie ein Modul, das Sie heute gerne nochmal hören möchen oder dessen Bedeutung Sie heute anders einschätzen?</em></p>
<p class="MsoBodyText"><em>Jonkeren</em>: Letztlich ist das Zusammenspiel aller Module relevant, um komplexe Zusammenhänge zu verstehen – deshalb würde ich im Nachhinein kein Modul als besonders wichtig oder relevant herausstellen wollen. Ein Modul, dessen Bedeutung ich heute jedoch anders einschätzen würde, ist das Modul „Projektmanagement“. Ein Fokus der Vorlesung liegt auf den vielen möglichen Planungsmethoden im Projektmanagement. Im ersten Moment hört es sich relativ simpel an, beispielsweise eine Zeitplanung vorzunehmen und Arbeitsschritte zu planen. Im beruflichen Alltag zeigt sich aber immer wieder, dass diese Aufgaben komplex sind und gut durchdacht sein müssen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Was sind Ihrer Meinung nach die drei größten Vorteile des dualen Studiums?</em></p>
<p class="MsoBodyText"><em>Jonkeren</em>: Den größten Vorteil sehe ich in der Verknüpfung von Theorie und Praxis. Das bedeutet für mich dreierlei. Erstens: Die in der Theoriephase erlernten Inhalte direkt in der Praxis anwenden. Zweitens: Das Gelernte im Unternehmen wiederfinden. Drittens: Die Unterschiede zwischen Theorie und Praxis erkennen. Als zweiten großen Vorteil sehe ich die Berufserfahrung im Allgemeinen - das implizite Lernen von relevanten Verhaltensweisen, Aufbauen eines beruflichen Netzwerkes, Erlernen von Soft-Skills und so weiter. Der dritte große Vorteil sind meiner Meinung nach die kleinen Studiengruppen, welche eine enge Betreuung durch Lehrende und wissenschaftliche Mitarbeitende ermöglichen. Aber auch der enge Kontakt zu Kommilitoninnen und Kommilitonen, die in den verschiedensten Unternehmen und Branchen unterwegs sind, bietet eine gute Möglichkeit, um über den Tellerrand hinauszuschauen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Passend zu deiner Erwähnung der Theorie-Praxis-Verknüpfung: In welchen Situationen Ihres Studiums konnten Sie die Theorie besonders gut mit der Praxis verbinden?</em></p>
<p><em>Jonkeren</em>: Natürlich ermöglichen die <a href="https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/theorie-praxis-transfer/" target="_blank">Praxistransferprojekte</a> als vorlesungsbegleitende Hausarbeiten oder die Abschlussarbeit hierzu gute Chancen. Aber auch das alltägliche Hinterfragen der eigenen Tätigkeit bietet unglaublich viele Möglichkeiten, Dinge zu verstehen und die Theorie mit der Praxis zu verknüpfen. Was ich damit sagen möchte ist, dass die Theorie-Praxis-Verknüpfung nicht nur auf dem Papier, wie beispielweise bei den eben genannten Praxistransferprojekten, stattfindet. Das Wesentliche passiert im Kopf und genau diese Denkweise konnte ich mir im dualen Studium aneignen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Das duale Studium bedeutet auch ein gutes Selbstmanagement. Was waren für Sie die größten Herausforderungen? Wie haben Sie diese gemeistert?</em></p>
<p class="MsoBodyText"><em>Jonkeren</em>: Die Aussage sehe ich eher differenziert. Im Hinblick auf die reine Organisation des Studiums ist durch die Studienform schon eine klare Grundstruktur gegeben - ich bezeichne das gerne bildlich als „Leitplanken“. Trotzdem kann man über das Studienangebot mit verschiedenen Wahlmodulen eigene Interessen in sein Studium integrieren. Die festen Leitplanken haben mir als Studienanfänger sehr geholfen, mich nicht zu weit vom Weg zu entfernen. Ein gutes Selbstmanagement war vor allem dann gefragt, wenn es darum ging, die Studieninhalte in einer doch recht begrenzten Zeit zu verinnerlichen. Ich habe mir beispielsweise im Laufe der Theoriephase immer einen klaren Lernplan erstellt. Mit den Klausurterminen und dem geschätzten Lernaufwand habe ich mir rückwärts dann entsprechende Arbeits- und Lernpakete geplant.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Würden Sie sich wieder für ein duales Studium entscheiden? Wenn ja, warum? Wenn nein, warum nicht?</em></p>
<p><em>Jonkeren</em>: Ich denke, dass es nicht die eine richtige oder falsche Studienform gibt. Dafür sind die Ziele, Interessen aber auch Fähigkeiten eines jeden viel zu individuell. Im Hinblick auf meinen persönlichen Werdegang würde ich mich definitiv wieder für das duale Studium entscheiden. Die fachlichen Studieninhalte und die Nähe zur Praxis haben mir einen guten Überblick im eigenen Fachgebiet geboten. Ich habe viele verschiedene Erfahrungen und Eindrücke sammeln können. Dies hat mir vor allem geholfen, um herauszufinden in welche Richtung ich meinen beruflichen Werdegang weiter gestalten möchte. Auch in meiner derzeitigen Tätigkeit in der Forschung helfen mir diese praktischen Erfahrungen und die praxisorientierte Denkweise ungemein.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Welchen Rat würden Sie Interessierten und/oder dual Studierenden mit auf den Weg geben wollen, um das Studium gut zu meistern?</em></p>
<p class="MsoBodyText"><em>Jonkeren</em>: Nutzt die Zeit und seid neugierig! Sammelt Eindrücke und Erfahrungen, stellt Fragen, schaut auch mal über den Tellerrand hinaus und lotet eure Interessen und Stärken aus! Nutzt die Zeit, um Freundschaften zu knüpfen und zu pflegen. Der gemeinsame Gang in die Mensa, der Kaffeeklatsch am Nachmittag oder das verdiente Feierabendbier gehören zum Studium ebenso dazu wie Vorlesung, Ausarbeitung und Klausur.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Thu, 25 Feb 2021 09:59:00 +0100</pubDate>
                        <title>Virtuelles MINT-Camp am Campus Lingen</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2021/02/virtuelles-mint-camp-am-campus-lingen/</link>
                        <description>Das MINT-Camp ist seit einigen Jahren ein erprobtes und erfolgreiches Format an unserem Institut. Üblicherweise kommen bei uns am Campus Lingen Schüler*innen verschiedener regionaler Gymnasien zusammen, um gemeinsam in Workshops vor Ort an einem Projekt aus dem Ingenieurbereich zu arbeiten. Dieses Jahr war alles etwas anders, doch gleichzeitig nicht weniger gelungen.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>In diesem Jahr fand vom 17. bis zum 19. Februar unser MINT-Camp für technisch-naturwissenschaftlich interessierte Schüler*innen statt – erstmals digital. 26 ausgewählte Elftklässler*innen aus Schulen im Umkreis nahmen an unserer Online-Veranstaltung teil, um Einblicke in unsere dualen Studiengänge aus den Ingenieurwissenschaften und der Informatik zu erhalten, welche sich aus mathematischen, technischen und naturwissenschaftlichen Modulen zusammensetzen. Beteiligt waren das Franziskusgymnasium aus Lingen, das Lise-Meitner-Gymnasium aus Neuenhaus, das Gymnasium St. Ursula aus Haselünne und das Windhorst-Gymnasium sowie das Gymnasium Marianum aus Meppen. &nbsp;</p>
<p>„Jedes Jahr interessieren sich zahlreiche wissbegierige Schüler*innen für unser MINT-Camp. Zu unserer Freude waren dieses Jahr auch überdurchschnittlich viele Schülerinnen dabei“, berichtet Alina Kerperien, Organisatorin des MINT-Camps und wissenschaftliche Mitarbeiterin des Instituts, begeistert. „Es zeigt sich immer stärker, dass ein Studium in den Ingenieurwissenschaften und der Informatik gleichermaßen für Schülerinnen und Schüler eine interessante Option ist. Ein Trend, den wir auch im dualen Studium beobachten können“, berichtet Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Arens-Fischer, Leiter des Instituts für Duale Studiengänge. Aus diesem Grund ist die Frauenquote in unseren Studiengängen in den letzten Jahren gestiegen. Gleichzeitig liegt der deutschlandweite prozentuale Anteil von Studentinnen in MINT-Fächern bisher nur bei 30 Prozent. Das Interesse an MINT-Fächern bei Schülerinnen lässt darauf hoffen, dass sich dieser Trend fortsetzt.</p>
<p>Im Rahmen der Veranstaltung nahmen die Schüler*innen an unterschiedlichen MINT-Workshops teil, die von unseren wissenschaftlichen Mitarbeitenden betreut wurden. Insgesamt wurden folgende fünf Workshops angeboten: „Chemische Prozess- und Verfahrenstechnik“, „Maschinenbau“, „Elektrotechnik“, „Technische Informatik“ sowie „Technisches Produktmanagement“. In den Workshops erhielten die Teilnehmer*innen beispielsweise Einblicke in das Programmieren, eine Einführung in die CAD-Konstruktion oder beschäftigten sich mit der Bearbeitung von Kunststoffarten. Ziel war es, dass die Workshop-Gruppen in verschiedene Projektrollen schlüpfen und gemeinsam einen praktischen Fall bearbeiten, indem sie workshopübergreifend ein Produkt entwickeln. Dieses Jahr sollten die Schüler*innen eine intelligente und nachhaltige Schuhsohle konstruieren. Teilnehmerin Muriel Pieper gefiel vor allem der hohe Praxisbezug: „Ich konnte Erfahrungen im Bereich Produktentwicklung sammeln und habe gelernt, dass sich nur mit bereichsübergreifendem Arbeiten ein optimales Endergebnis erreichen lässt. Gleichzeitig konnte ich in die verschiedenen Bereiche des MINT-Studiums reinschnuppern.“</p>
<p>Kerperien erklärt, dass alle Teilnehmer*innen dieses Jahr im Vorfeld ein Paket per Post mit benötigten Materialien erhalten haben. „Damit wollten wir gewährleisten, dass die Schüler*innen aufgrund der aktuellen Situation keinen Nachteil haben. Uns war es wichtig, dass die Schüler*innen die Arbeitsschritte von Zuhause aus so umsetzen können als wären sie vor Ort.“ Dass dieses Vorhaben geglückt ist, bestätigt Teilnehmer Ole Witte: „Das Paket war sehr gut zusammengestellt, sodass man gut mitarbeiten konnte.“</p>
<p>Auch für Ansgar Kossen, Lehrer am Gymnasium Marianum, stellt das MINT-Camp ein gewinnbringendes Angebot für seine Schüler*innen dar: „Das Team des Instituts für Duale Studiengänge am Campus Lingen hat für die teilnehmenden Schüler*innen während der diesjährigen MINT-Woche in bewährter Weise ein fachlich überaus ansprechendes und adressatengerechtes Programm vorbereitet. Neben der beeindruckenden digitalen Umsetzung haben mich der workshopübergreifende Ansatz und die sich daraus ergebende fachliche Diskussion in der Abschlussveranstaltung besonders begeistert.“</p>
<p>In der Abschlussveranstaltung präsentierten die Workshopteilnehmer*innen ihr entwickeltes Produkt. „Die Schüler*innen haben selbstständig eine Schuheinlage konzipiert, die aus einem nachhaltigen biobasierten und industriell kompostierbaren Material besteht, sowie mit einem energie- und materialsparenden innovativen Verfahren hergestellt wird“, erklärt Bettina Henglmüller, Betreuerin des Workshops Chemische Prozess- und Verfahrenstechnik. „Es ist immer wieder großartig zu sehen, was die Schüler*innen in der kurzen Zeit lernen und auf die Beine stellen. Ich hoffe, dass wir einige von ihnen eines Tages in einem dualen Studium der Informatik, Wirtschaftsinformatik oder der Ingenieurwissenschaften wiedersehen“, freut sich Prof. Arens-Fischer über die beeindruckenden Ergebnisse des MINT-Camps. &nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Mon, 22 Feb 2021 10:04:00 +0100</pubDate>
                        <title>Ask our Students – Online-Erfahrungsaustausch für Studieninteressierte</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2021/02/ask-our-students-online-erfahrungsaustausch-fuer-studieninteressierte/</link>
                        <description>Seit dem letzten Jahr organisieren die Mentor*innen unseres Instituts das virtuelle Kennenlernangebot „Ask our Students“ für Schüler*innen und Studieninteressierte jeden Alters. Im Interview berichten zwei der 42 Mentor*innen unter anderem, was Teilnehmende von „Ask our Students“ erwarten können.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Dhana Westphal ist im zweiten Jahr Mentorin und studiert im sechsten Semester <a href="/wirtschaftsinformatik-bsc-dual-standort-lingen-ems/">Wirtschaftsinformatik</a> . Mentor Maximilian Veer, Student des <a href="/wirtschaftsingenieurwesen-beng-dual-standort-lingen-ems/">Wirtschaftsingenieurwesens</a>, im dritten Semester, ist seit vergangenem Jahr dabei. Gemeinsam beantworten sie die wichtigsten Fragen rund um die Veranstaltung „Ask our Students“.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Was ist Ask our Students?</em></p>
<p>Veer: Ask our Students ist ein Online-Erfahrungsaustausch von Studierenden des IDS am Campus Lingen für dual Studieninteressierte. Dabei tauschen wir Erfahrungen über alle Bereiche aus, z. B. über den Bewerbungsprozess und die damit verbundenen Sorgen und Ängste, aber auch über das Studium und das Studentenleben. Die Interessierten fragen immer wieder, wie das Studium zu schaffen sei, wie man sich organisieren müsse und ob es anstrengend sei. Oft haben Schüler*innen das Bedürfnis, ihre Fragen persönlich, von Studierender*m zu Schüler*in oder mit Gleichaltrigen, zu klären. Das ist das Hauptziel des Angebots: Dass Interessierte direkt mit Studierenden sprechen und sich Informationen zum Studium am Campus Lingen einholen können.</p>
<p><em>Wie regelmäßig findet das Angebot statt?</em></p>
<p>Westphal: Wir hatten im letzten Quartal 2020 eine Art Terminserie. Da haben wir jeweils vier Termine in relativ kurzen Abständen organisiert. An jedem Termin stand ein anderer Studiengang im Fokus. In Zukunft werden wir an einem Termin auf alle Studiengänge eingehen, damit jede studieninteressierte Person mit allen Studiengängen in Berührung kommt. Wir haben uns einen Rhythmus von acht Wochen überlegt. Ask our Students wird voraussichtlich jeden zweiten Montag alle zwei Monate stattfinden.</p>
<p><em>Wie läuft Ask our Students ab?</em></p>
<p>Veer: An Ask our Students nehmen Studieninteressierte und Studierende des IDS, in erster Linie wir Mentor*innen, und jemand von der Studierenden- und Unternehmensbetreuung des IDS teil. Durch das Mitglied der Studierendenbetreuung können am Anfang auch formelle Fragen, z. B. zum Bewerbungsprozess, geklärt werden. Vom Ablauf her ist es so, dass wir am Anfang den Studieninteressierten einen kurzen Impulsvortrag über den Campus Lingen, das Prinzip des dualen Studiums und den Theorie-Praxis-Transfer halten, weil dazu immer alle Teilnehmenden Fragen haben. Im Anschluss tauschen wir uns über unsere Erfahrungen aus.</p>
<p>Westphal: Bei Ask our Students können die Teilnehmenden wirklich alles ansprechen, wie z.B. fachliche Aspekte oder die Wohnungssuche. So weit wie wir Mentor*innen Informationen geben können, werden wir alles beantworten. Uns ist aber auch aufgefallen, dass sich einige Studieninteressierte nicht getraut haben, Fragen zu stellen. An der Stelle möchten wir sagen, dass niemand Angst haben muss und man uns wirklich alles fragen kann. Dafür sind wir und Ask our Students da. Wie man immer sagt: Es gibt keine dummen Fragen. Ask our Students ist ein geschützter Raum, in dem alle Fragen beantworten werden, die die Studieninteressierten bewegen.</p>
<p><em>Wie wurden die bisherigen Veranstaltungen angenommen?</em></p>
<p>Veer: Die ersten Termine im vergangenen Jahr fühlten sich an, wie Premierenfeeling und wir haben gute Resonanz erhalten. Die Teilnehmenden hatten sich im Vorfeld mit dem Thema beschäftigt und stellten eine Reihe von Fragen. Ich hatte einen positiven Eindruck und glaube, dass die Teilnehmenden viel von Ask our Students mitnehmen konnten. Wir freuen uns über jede Person, die Fragen zum dualen Studium hat, unabhängig davon, ob sich die Person schon für ein duales Studium entschieden hat oder nicht.</p>
<p>Westphal: Dem kann ich nur zustimmen. Wir hoffen, dass die Beteiligung weiter zunimmt, wenn wir jetzt an jedem Termin auf alle Studiengänge eingehen.</p>
<p><em>Wie sind Sie auf die Idee für Ask our Students gekommen?</em></p>
<p>Westphal: Ursprünglich gab es den Mensa Talk. Bei dem hat auch wirklich alles vor Ort in der Mensa in Lingen stattgefunden. Da konnten die Studieninteressierten auch Fragen stellen und wir Mentor*innen haben ihnen noch ein bisschen den Campus gezeigt. Aufgrund der Corona-Pandemie konnten wir den Mensa Talk in der Form nicht weiter durchführen. Wir haben deswegen nach einer Alternative gesucht, um die Kommunikation zwischen den Studierenden und den Studieninteressierten aufrecht zu erhalten. Alina Kerperien, Studierendenbetreuerin am IDS, ist dann auf uns zugekommen und hat vorgeschlagen, dass wir Mentor*innen den Mensa Talk online organisieren. So ist aus dem Mensa Talk Ask our Students geworden.</p>
<p><em>Warum sollten Studieninteressierte an Ask our Students teilnehmen?</em></p>
<p>Veer: Studieninteressierte sollten an Ask our Students teilnehmen, weil wir Mentor*innen auch mal in der Situation waren, dass wir uns für ein duales Studium entscheiden und bewerben mussten. Wir kennen alle damit verbundenen Sorgen sowie Zweifel und möchten all denjenigen, die sich für ein duales Studium interessieren, den Weg ein bisschen einfacher machen, indem wir unsere Erfahrungen weitergeben. Ask our Students ist eine gute Möglichkeit für Interessierte, mit uns und mit der Studierendenbetreuung des IDS zu reden und schon einen breiten Katalog an Fragen zu klären, gerade auch Fragen zu fachlichen Themen oder zur Findung des richtigen Studiengangs. Hätte ich damals die Möglichkeit gehabt, hätte ich sie sicherlich genutzt.</p>
<p>Westphal: Ich finde, das Format ist eine gute Chance, aus erster Hand Informationen und Erfahrungen zu erhalten. Natürlich können sich die Studieninteressierten am IDS von der Studierendenbetreuung informieren und beraten lassen, aber es ist nochmal was anderes, die Informationen von einer*m Studierenden zu bekommen. Als Studierende haben wir alles schon einmal durchlebt und können andere Tipps geben. Damals, als ich meinen dualen Studienplatz bekommen habe, hätte ich mir schon gewünscht, sowas zu haben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der nächste Termin für Ask out Students ist am 08. März um 18 Uhr und wird alle zwei Monate am zweiten Montag fortgeführt. Aktuelle Informationen gibt es regelmäßig bei den <a href="https://www.instagram.com/mentoren.ids/" target="_blank" rel="noreferrer">Mentor*innen</a> und über die Accounts des IDS (<a href="https://www.instagram.com/ids.lingen/" target="_blank" rel="noreferrer">Instagram</a>, <a href="https://www.facebook.com/dual.studieren.campus.lingen" target="_blank" rel="noreferrer">Facebook</a>) . Die Anmeldung erfolgt per Mail an <a href="mailto:betreuung-ids@hs-osnabrueck.de" class="mail">betreuung-ids@hs-osnabrueck</a>.de.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Fri, 19 Feb 2021 10:34:54 +0100</pubDate>
                        <title>Virtuelles Netzwerken zwischen Industrieunternehmen</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2021/02/virtuelles-netzwerken-zwischen-industrieunternehmen/</link>
                        <description>Neben den Studienangeboten fördert die Hochschule Osnabrück den Austausch zwischen Industrieunternehmen der Region und unterstützt spannende Projekte. Ein Beispiel ist die Zusammenarbeit des Instituts für Duale Studiengänge am Campus Lingen mit dem Metall- und Maschinenbaunetzwerk MEMA, aus der das Technologienetzwerk NetzwerkING. entstanden ist. </description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Seit mehreren Jahren lädt NetzwerkING. Fach- und Führungskräfte regionaler Industrieunternehmen zu Impulsvorträgen und Workshops ein. In Campus-Atmosphäre werden reale Problemstellungen diskutiert und gemeinsam Lösungen erarbeitet. Am vergangenen Donnerstag bewies NetwerkING., wie virtuelles Netzwerken im Rahmen eines Workshops gelingen kann. „Das Besondere an diesem Format ist die betriebsübergreifende Zusammenarbeit. Regionale Unternehmen teilen bei NetwerkING. ihr Wissen und profitieren gleichzeitig vom Know-how der anderen Teilnehmenden“, erklären Myriam Erath und Stephan Feldker, die für die Konzeption und Moderation des Open Innovation Workshops zuständig waren.</p>
<p class="Default">Auf den persönlichen Austausch in den Räumen der Hochschule mussten die Teilnehmenden aufgrund der Corona-Pandemie zuletzt verzichten. Sowohl die Impulsvorträge als auch der Workshop zum Thema „Weltsprache der Produktion – Naiver Wunsch oder ambitioniertes Ziel?“ fanden auf virtuellem Weg statt. Der offenen Diskussion zwischen den verschiedenen Unternehmensvertretenden schadete dies in keiner Weise, ganz im Gegenteil: „Ziel war es, mit dem Open Innovation Workshop den Wissensaustausch voranzutreiben. Insbesondere bei der interaktiven Zusammenarbeit über die Plattform „miro“, die ein virtuelles Whiteboard bereitstellt, sind fruchtbare Ideen entstanden, die möglicherweise in den Betrieben Anwendung finden", freut sich Stephan Feldker.</p>
<p class="Default">Bei dem Workshop drehte sich alles um die Frage, wie die Maschinenvernetzung in der Produktion regionaler Metall- und Maschinenbauunternehmen gestaltet wird. Im Fokus stand dabei der Austausch zwischen den Maschinen und ERP-Systemen. ERP-Systeme sind Softwarelösungen, die im Idealfall alle im Betrieb laufenden Prozesse erfassen. Dabei wurde insbesondere die Umsetzung von branchenübergreifenden Standards der OPC Foundation, einem Zusammenschluss aus Hard- und Softwareherstellern, diskutiert. „Durch die Einbindung von OPC UA Servern ergeben sich vielfältige Möglichkeiten des Informationsflusses. Für die Unternehmen stellt sich jedoch die große Frage, welche Informationen aus den Maschinen überhaupt gewonnen werden sollen“, berichtet Sascha Bloem, Leiter der Automation bei der Wildeboer Bauteile GmbH.</p>
<p class="Default">Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Arens-Fischer, Studiendekan des Instituts für Duale Studiengänge am Campus Lingen, sieht hier Bedarfe für qualifizierte Fachkräfte: „Der Workshop hat noch einmal bestätigt, dass die Digitalisierung der Geschäftsprozesse tiefergehendes Verständnis erfordert. Gerade für die Digitalisierung der Produktion muss das Know-how bei den Mitarbeitenden von Grund auf entwickelt werden, um komplexe Systeme und damit das große Potenzial erschließen zu können. Mit den dualen Bachelor- und Masterstudiengänge unterstützen wir die Betriebe bei der Qualifizierung.“</p>
<p class="Default">&nbsp;</p>
<p class="Default">Myriam Erath und Stephan Feldker stehen Interessierten telefonisch oder per E-Mail gerne zur Verfügung:</p>
<p class="Default">Maschinenvernetzung: Stephan Feldker, s.feldker@feldker-ing.de, 0151-59110218</p>
<p class="Default">Mitarbeitenden-Qualifizierung im Rahmen dualer Studiengänge: Myriam Erath, m.erath@hs-osnabrueck.de, 0591-80098-736</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                    <item>
                        <guid isPermaLink="false">news-8327</guid>
                        <pubDate>Mon, 15 Feb 2021 09:53:00 +0100</pubDate>
                        <title>„Das duale Studium vereint das Beste aus Studien- und Berufswelt“</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2021/02/das-duale-studium-vereint-das-beste-aus-studien-und-berufswelt/</link>
                        <description>Linus Kühl studiert Betriebswirtschaft mit dem Schwerpunkt Logistik. Die Praxisphasen verbringt Kühl bei seinem Arbeitgeber Hellmann Worldwide Logistics SE &amp; Co. KG mit Hauptsitz in Osnabrück. Im Beitrag berichtet er von seinem Weg zum dualen Studium und aus seinem Studierendenalltag. </description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Seit 2019 studiert Kühl <a href="/bachelor/betriebswirtschaft-ba-dual-standort-lingen-ems/">Betriebswirtschaft</a> am Campus Lingen bei uns am Institut für Duale Studiengänge (IDS). Das Studium findet im Blockmodell statt, bei dem sich Theorie- und Praxisphasen etwa alle drei Monate abwechseln. Für Kühls Wohnsituation bedeutet dies, dass er während seiner Theoriephasen in einer WG in Lingen wohnt und dafür das Modell des „Wechsel-Wohnens“ mit anderen dual Studierenden nutzt.</p>
<p><strong>Von der Schule zum dualen Studium</strong></p>
<p>Sein Interesse am dualen Studium weckten Gespräche mit ehemaligen Mitschüler*innen, die bereits Erfahrungen mit diesem Studienmodell hatten. Im Rahmen einer Informationsveranstaltung an seiner Schule lernte Kühl dann die Hochschule und Hellmann kennen. Nach einer Studienberatung und einer ausgiebigen Internetrecherche entschied Kühl, dass ein duales Studium genau das Richtige für ihn sei: „Ich empfand den Mix aus Studien- und Praxisphasen sehr ansprechend und wollte nicht drei Jahre warten, bis ich das Erlernte in die Praxis hätte umsetzen können. Dadurch, dass Theorie und Praxis sich in einem guten Gleichgewicht befinden, wird es nie langweilig und das Studium bleibt spannend. Aus meiner Sicht vereint das duale Studium durch den starken Wissens- und Praxistransfer das Beste der Berufs- und Studienwelt.“</p>
<p>Sein Bewerbungsverfahren bei Hellmann empfand Kühl als sehr gut strukturiert: „Die Beratungsangebote beim IDS haben mir geholfen, mich auf das Assessment Center vorzubereiten. Dadurch war ich weniger aufgeregt und konnte die Aufgaben souveräner meistern. Zudem wurden im Bewerbungsverfahren aufkommende Fragen sowohl von Seiten der Hochschule als auch von Hellmann schnell beantwortet.“</p>
<p><strong>Gut beraten in Studium und Beruf</strong></p>
<p>Den Start in das duale Studium hat Kühl ebenso reibungslos wahrgenommen: „Zentral hierfür war die <a href="https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bmonth%5D=11&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=8078&amp;tx_news_pi1%5Byear%5D=2020&amp;cHash=51dbefe3803c4e54a26279a5b50fac3b" target="_blank">Einführungsveranstaltung</a> durch die Studierendenberatung des IDS. Im Rahmen der Veranstaltung haben wir uns mit den Erwartungshaltungen der Hochschule und der Unternehmen auseinandergesetzt. Dadurch konnte ich mich viel besser auf die Studien- und Praxisphasen einstellen, und bei Hellmann direkt mit spannenden Projekten starten.“ Auch während seines Studiums hat Kühl bereits einige Beratungsangebote der <a href="https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bmonth%5D=11&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=8078&amp;tx_news_pi1%5Byear%5D=2020&amp;cHash=51dbefe3803c4e54a26279a5b50fac3b" target="_blank">Studierendenbetreuung</a> wahrgenommen. „Die Beratung des IDS hilft mir vor allem beim Schreiben wissenschaftlicher Arbeiten und auch bei der Klausurvorbereitung weiter. Da die Beratung immer persönlich und individuell erfolgt, ist diese vor allem bei studienübergreifenden und allgemeinen Themen sehr hilfreich“, erklärt Kühl.</p>
<p>Inzwischen ist Kühl im vierten Semester und bereut seine Entscheidung für das duale Studium in keiner Weise: „Durch die langen Theorie- und Praxisphasen kann ich das normale Studierenden- und Arbeitsleben intensiv erleben. Gleichzeitig gefällt mir die intensive Verzahnung zwischen Theorie und Praxis sehr gut. In der Hochschule lerne ich die Grundlagen für die Arbeit und sehe dort direkt, wie diese in der Praxis angewandt werden. Daraus ergeben sich positive Synergieeffekte für beide Seiten.“ Auch die Aufteilung des Studiums gefällt ihm: „In den ersten vier Semestern belegt man die Module mit der gesamten Kursgruppe, was die Gemeinschaft stärkt und eine gute Grundlage für die Spezialisierung ab dem fünften Semester schafft.“ Die Corona-Pandemie habe keine negativen Auswirkungen auf sein Studium, da das Handling der Einschränkungen durch die Pandemie sowohl von der Hochschule als auch von Hellmann sehr professionell ist. &nbsp;&nbsp;</p>
<p><strong>Studieren und Wohnen in Lingen</strong></p>
<p>Lingen ist kein populärer Studienstandort wie Berlin, München oder Köln. Dennoch hat die Stadt im Emsland, mit knapp 55.000 Einwohner, einiges zu bieten. Kühl ist durch das Studienangebot auf Lingen aufmerksam geworden und froh darüber, in seiner Studienstadt zu leben: „Durch das Mentor*innen-Programm und die Einführungsveranstaltungen der Hochschule konnte ich sehr schnell meine Kommiliton*innen und die Stadt kennenlernen. In Lingen kommt man super von A nach B, der Campus liegt zentral und außerdem überzeugen die Restaurants, das Sportangebot und die Nähe zur Natur.“ Vieles davon ist aufgrund der Corona-Pandemie gerade nicht möglich, aber es gibt Alternativen: Virtuelle Partys und Veranstaltungen, wie die „Night of the Profs“, schätzt Kühl sehr.</p>
<p>Kühl fühlt sich wohl in Lingen, was auch an seiner, wie er sagt, „großartigen WG“ liegen mag. Mit seinen Mitbewohnern, die ebenfalls dual studieren, kann er sich über das Studium austauschen, gemeinsam lernen, kochen und Sport machen. Dennoch mag die Wohnsituation von Kühl für Studierende außerhalb des Blockmodells eine Besonderheit sein. Denn nur in den Theorieblöcken wohnt er in seiner WG. „Ich hatte es mir ursprünglich schwierig vorgestellt, eine Wohnung genau für die Zeiten der Studienphasen zu finden. Das hat sich jedoch als unbegründet herausgestellt. In den Zeiten, wo wir im Unternehmen sind, sind drei duale Studenten aus dem A-Block in unserer WG“, erzählt Kühl.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Interesse geweckt? Wir bieten regelmäßig Informationsveranstaltungen zum dualen Studium und unseren Studiengängen. Außerdem stehen wir für Fragen werktags von 8:00 bis 17:00 Uhr telefonisch unter 0591 800 98 739 und per Mail (<a href="mailto:betreuung-ids@hs-osnabrueck.de">betreuung-ids@hs-osnabrueck.de</a>) zur Verfügung.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                    <item>
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                        <pubDate>Mon, 01 Feb 2021 13:04:26 +0100</pubDate>
                        <title>Das Mentor*innenprogramm – Unterstützungsangebot von Studierenden für Studierende</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2021/02/das-mentorinnenprogramm-unterstuetzungsangebot-von-studierenden-fuer-studierende/</link>
                        <description>Mentor*innenprogramme sind seit Jahren fester Bestandteil vieler Studiengänge der Hochschule Osnabrück. Studierende engagieren sich in diesem Rahmen, um Studienanfänger*innen zu unterstützen. Im Beitrag berichten zwei Mentor*innen unseres Instituts über unser Mentor*innenprogramme, welches zu den aktivsten und langjährigsten gehört.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Hannes Cerny ist Mentor*innensprecher und seit Sommer 2019 Mentor. Er studiert im sechsten Semester <a href="/wirtschaftsingenieurwesen-beng-dual-standort-lingen-ems/">Wirtschaftsingenieurwesen</a>. Mentorin Dhana Westphal, Studentin der <a href="/wirtschaftsinformatik-bsc-dual-standort-lingen-ems/">Wirtschaftsinformatik</a> im sechsten Semester, ist ebenfalls seit zwei Jahren aktiv. Beide studieren an unserem Institut für Duale Studiengänge (IDS) am Campus Lingen.</p>
<h4>Das Mentor*innenprogramm im Überblick</h4>
<p>„Unser Mentor*innenprogramm richtet sich vorrangig an dual Studierende am Campus Lingen, wobei der Fokus auf der Betreuung und Unterstützung der Bachelorstudierenden der ausbildungs- und praxisintegrierenden Studiengänge in den ersten Semestern liegt“, erklärt Cerny. Zurzeit gibt es 20 Mentorinnen und 22 Mentoren aus verschiedenen Studiengängen und Semestern. Zur Unterstützung der Studienanfänger*innen tauschen die Mentor*innen Erfahrungen mit ihnen, beispielsweise über Module, die die Studierenden gerade besuchen, sowie über Prüfungen und die Prüfungsvorbereitung aus. Eine weitere Aufgabe ist die Organisation und Durchführung von Veranstaltungen zur Förderung des studiengruppenübergreifenden Austauschs und des Zusammenhalts. Das Motto „Mentor*innen - Eure Ansprechpartner*innen für fachlichen Rat, vernetzende Partys und den Wohlfühlfaktor im Studium“ ist demnach auf der Tagesordnung. Koordiniert wird das Mentor*innenprogramm durch das Büro der Studierendenbetreuung des IDS koordiniert, damit die Mentor*innen immer über Termine und aktuelle Entwicklungen am IDS informiert sind und eine Ansprechperson haben.</p>
<h4>Der Weg zum*r Mentor*in</h4>
<p>Um Mentor*in zu werden, müssen die dual Studierenden des IDS großes Engagement zeigen. „Unser Mentor*innenprogramm ist auf zwei Jahre ausgelegt. Deswegen versuchen wir immer, Studierende aus dem jüngsten Jahrgang anzusprechen, damit sie vom dritten bis zum sechsten Semester Mentor*in sein können“, führt Cerny aus. Nachdem sich die interessierten Studierenden bei den Mentor*innen beworben haben, findet im Frühjahr die Auswahl statt. Im Auswahlverfahren stellen die erfahrenen Mentor*innen den Kandidat*innen verschiedene Fragen. „Sie sollen zeigen, dass sie Lust haben, sich zu engagieren und sich mit ihren zukünftigen Aufgaben beschäftigt haben“, erklärt Cerny. Gleichzeitig sei dieses natürlich ein zusätzliches Engagement, wobei es aufgrund der Aufteilung in Arbeitsgruppen neben dem Studium gut zu leisten sei.</p>
<p>Sie können sich vorstellen Mentor*in zu werden? Dann sollten Sie unbedingt an einer der nächsten Informationsveranstaltungen der Mentor*innen am 09. und 10. Februar jeweils um 19:30 Uhr via Zoom (Meeting-ID: 950 2810 7554) teilnehmen.</p>
<h4>Events und Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Veranstaltungsformate</h4>
<p><strong>Vor Studienbeginn</strong></p>
<p>Letztes Jahr ist die neue Veranstaltungsreihe „Ask our Students“ von den Mentor*innen ins Leben gerufen worden. Mit diesem Angebot ist das Mentor*innenprogramm schon vor Studienbeginn für potenzielle Studierende da. Hier ist das Ziel, dass Studieninteressierte Fragen klären können, die sich vielleicht nicht trauen, einem*r Berater*in zu stellen. Ebenso sollen die Studierenden von ihren Erfahrungen in der Praxisphase und von ihren anfänglichen Sorgen berichten, um den Interessierten möglicherweise die Sorge um die Machbarkeit eines dualen Studiums zu nehmen. Die findet alle acht Wochen am zweiten Montag im Monat statt. Der nächste Termin ist am 08. März um 18 Uhr. Die Anmeldung erfolgt per Mail an <a href="mailto:betreuung-ids@hs-osnabrueck.de">betreuung-ids@hs-osnabrueck.de</a>. &nbsp;&nbsp;</p>
<p><strong>Zu Studienbeginn</strong></p>
<p>Da das Studium der ausbildungs- und praxisintegrierenden Studiengänge im Blockmodell organisiert ist, werden die Studierenden auf zwei Blöcke aufgeteilt. Block A und Block B unterscheiden sich dadurch, dass sie sich antizyklisch in verschiedenen Phasen des dualen Studiums befinden; entweder in der Praxis- oder der Theoriephase. So organisieren die Mentor*innen normalerweise je Block verschiedene Events in Lingen. Im ersten Semester gibt es jeweils vier Events und im zweiten Semester jeweils drei pro Block. Insgesamt veranstalten die Mentor*innen somit 14 Events in einem Jahr, um das studiengruppen- und jahrgangsübergreifende Kennenlernen und den Austausch zu fördern. Dies zeigt, wie breit das Mentor*innenprogramm besonders für die Studienanfänger*innen gefächert ist.</p>
<p>„Das Highlight des Jahres ist unser Erstsemesterwochenende, weil wir dort die Erstsemesterstudierenden kennenlernen, die wir von da an betreuen. Wir haben dort ein Wochenende richtig Spaß und können Kontakte knüpfen“, beschreibt Cerny. Dort werden auch erste Fragen rund ums Studium beantwortet und die Eingewöhnung der Erstsemester*innen gefördert. Aufgrund der Corona-Pandemie konnten die Mentor*innen das Erstsemesterwochenende in 2020 in der eigentlichen Form nicht durchführen. Sie haben stattdessen einen Online-Spieleabend organisiert, damit sie die Erstsemesterstudierenden trotzdem kennenlernen konnten.</p>
<p>„Durch die Corona-Pandemie haben wir auch viele Veranstaltungen durchgeführt, die normalerweise nicht stattfinden. Es gab Speed Datings, die sich die Erstsemesterstudierenden gewünscht haben, damit sie sich trotz der Umstände besser kennenlernen können. Diese haben wir zusammen mit der Studierenden- und Unternehmensbetreuung des IDS organisiert. Viele Studierende haben sich auch einen Spieleabend mit dem Computerspiel „Among Us“ gewünscht, den wir ebenfalls durchgeführt haben“, freut sich Westphal.</p>
<p>Auch die Partys liefen in den letzten Semestern aufgrund der Pandemie anders ab, wie Westphal berichtet: „Zu Beginn der Corona-Pandemie haben wir einen Online-Semestereinstieg über die Plattform Twitch organisiert. Da haben wir mit einem unserer Lehrenden und dem DJ der Fachschaft zusammengearbeitet. Außerdem haben wir für die höheren Semester zweimal ein Online-Spielekasino organsiert, damit wir trotz Corona etwas für die Studierenden auf die Beine stellen, bei dem sie sich amüsieren können.“</p>
<p><strong>Im Verlauf des Studiums</strong></p>
<p>Auch wenn das Mentor*innenprogramm den Fokus auf die ersten Semester legt, sind die Mentor*innen Ansprechpersonen für alle Studierenden über das gesamte Studium hinweg. Dazu regen die Mentor*innen beispielsweise einen jahrgangsübergreifenden Erfahrungsaustausch bei wissenschaftlichen Hausarbeiten und Projekten an. Ein Beispiel dafür ist die Projektmesse, bei deren Organisation die Mentor*innen helfen. Diese richtet sich insbesondere an dual Studierende des vierten Semesters und dient der Vorbereitung auf das Projektstudium. Auf der Projektmesse stellen die Studierenden ihre Projektideen vor und tauschen mit anderen Erfahrungen zur Selbstorganisation und zum wissenschaftlichen Vorgehen aus. Im Projektstudium erarbeiten die Studierenden dann in Teams auf Basis einer Theorie eine Problemlösung und realisieren diese in der Praxis.</p>
<p><strong>Interne Veranstaltungen</strong></p>
<p>Nach der Auswahl der neuen Mentor*innen veranstalten die Mentor*innen jedes Jahr einen Teambuildingausflug, wie Kanu fahren oder eine Planwagenfahrt, damit sie sich besser kennenlernen und im nächsten Jahr gut zusammenarbeiten können. Außerdem tauschen die Jung- und Altmentor*innen Wissen und Erfahrungen aus.</p>
<p>Daneben ist ein Höhepunkt für Cerny die interne Weihnachtsfeier der Mentor*innen: „Da ist das Schöne, dass wir auch alle ehemaligen Mentor*innen einladen. Dann können alle zusammen in Erinnerungen schwelgen und erfahren, welchen Weg die anderen eingeschlagen haben.“ Die Weihnachtsfeier fördert den Zusammenhalt und die Wertschätzung des Mentor*innenprogramms intern.</p>
<h4><strong>Das Jahr 2021</strong></h4>
<p>Die Mentor*innen hoffen, dass in der zweiten Jahreshälfte 2021 Veranstaltungen in Präsenz wieder stattfinden dürfen und träumen davon, dass dies auch schon für das Erstsemesterwochenende möglich sein wird. Außerdem möchten sie enger mit der Fachschaft und dem ASTA zusammenarbeiten, um den Kontakt zu den Studierenden der anderen Institute am Campus Lingen nicht zu verlieren. Am wichtigsten ist ihnen, weiterhin für ihre Kommiliton*innen da zu sein, weil sie wissen, dass die Umstände für alle nicht einfach sind: „Wir sind immer offen für Vorschläge von Studierenden, weil der persönliche Kontakt im Erfahrungsaustausch schwer zu ersetzen ist.“</p>
<h4>Warum Sie am Mentor*innenprogramm teilnehmen sollten</h4>
<p>„Durch das Mentor*innenprogramm kommen Studierende viel mehr in Kontakt mit Studierenden, die nicht in der eigenen Studiengruppe sind. Auch die große Hilfsbereitschaft innerhalb der Mentor*innen finde ich klasse. Ich kann das Mentor*innenprogramm jedem empfehlen“, schwärmt Westphal. Cerny verweist auf die Mentor*innen als große, buntgemischte Gruppe: „Wir sind einfach ein gutes Team aus allen dualen Studiengängen und Altersgruppen von 18 bis 30 Jahren. Mit uns kann man viel Spaß haben, aber gleichzeitig helfen und unterstützen wir bei Problemen jeglicher Art.“ Studierende, die mit den Mentor*innen Kontakt aufnehmen möchten, können sie über den<a href="https://www.instagram.com/mentoren.ids/" target="_blank" rel="noreferrer"> Instagram-Kanal der Mentor*innen</a> anschreiben.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                    <item>
                        <guid isPermaLink="false">news-8104</guid>
                        <pubDate>Mon, 01 Feb 2021 11:42:00 +0100</pubDate>
                        <title>Bachelor und Master am Campus Lingen – Tanja Suilmann berichtet von ihren Erfahrungen</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2021/02/bachelor-und-master-am-campus-lingen-tanja-suilmann-berichtet-von-ihren-erfahrungen/</link>
                        <description>Das duale Studium am IDS muss nicht nach dem Bachelor enden. Wie Tanja Suilmann ihre Zeit am IDS erlebt hat, aus welchen Gründen sie sich nach ihrem dualen Bachelor noch für den dualen Master entschied, berichtet sie im Interview. Außerdem berichtet sie unter anderem von ihrem Arbeitsalltag und den Vorteilen des dualen Studiums.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Tanja Suilmann, 30 Jahre alt, ist Personalreferentin bei der Kampmann Group GmbH und ehemalige Studentin des IDS. Mit 19 Jahren hat Suilmann 2009 ihr duales Bachelorstudium der Betriebswirtschaft bei uns aufgenommen. Nach ihrem Bachelorabschluss 2012 und einjähriger Berufserfahrung begann sie 2013, ebenfalls am IDS, ihr duales Masterstudium Führung und Organisation mit dem Schwerpunkt Beratung und Organisation. Heute betreut sie unter anderem die derzeitigen dual Studierenden ihres Arbeitgebers.</p>
<p class="MsoBodyText">&nbsp;</p>
<p><em>Wieso haben Sie sich für Ihren Arbeitgeber und ein duales Studium entschieden?</em></p>
<p><em>Suilmann</em>: Für mich war schon früh klar, dass ich gerne ein duales Studium beginnen möchte. Das Warum ist einfach zu beantworten. Ich hatte nie Lust darauf, ausschließlich wissenschaftlich und theoretisch zu arbeiten, was gegen ein nicht-duales Vollzeitstudium sprach. Zusätzlich benötigte ich den direkten Praxisbezug, also den direkten Anwendungszusammenhang des Gelernten mit meiner Arbeit. Das war häufig das, was mich in der Schule gestört hat: Wozu lerne ich gerade genau dieses Themenfeld? Was bringt es mir? Auf der anderen Seite hat mir bei einer Ausbildung der wissenschaftliche Anteil gefehlt, ich habe immer gerne Neues gelernt. Daher entschied ich mich, die beiden Pole Praxis und Theorie miteinander zu verknüpfen. Was liegt da näher als ein duales Studium? Ich hatte während meiner Schulzeit überhaupt keine Idee, welche Unternehmen es gibt und für mich infrage kommen. Zwei Freundinnen haben ein Jahr vor mir eine Ausbildung bei Kampmann begonnen und waren sehr zufrieden. Als Hersteller für Systeme zum Heizen, Kühlen und Lüften war mir das Produktportfolio von Kampmann damals eher unbekannt und die Branche nicht wirklich greifbar. Für den Start in das duale Studium war mir dies als BWLerin aber nicht wichtig. Ich interessierte mich vielmehr für die Qualität der Ausbildung, die Anzahl der Azubis und dual Studierenden, die Nähe zum Wohnort und zur Hochschule, die Internationalität und die Größe des Unternehmens. All das konnte Kampmann bieten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Wie sah Ihr Arbeitsalltag während des Studiums aus und wie sieht dieser jetzt aus?</em></p>
<p><em>Suilmann</em>: Mein Alltag war sehr vielseitig. Die Praxis-und Theoriephasen wechselten sich vierteljährlich ab. Nach jeder Theoriephase durfte ich für etwa drei Monate eine neue Abteilung erleben. Der perfekte Zeitraum, um die Strukturen und Prozesse kennenzulernen, richtig mitzuarbeiten und auch die ein oder andere Verbesserung aus dem wissenschaftlichen Blickwinkel einer Studierenden einzubringen. Neben dem Vertrieb durfte ich das Controlling, die Arbeitsvorbereitung und den Einkauf näher kennenlernen. Vor meinem Studienabschluss wurde ein Perspektivgespräch mit mir geführt. Dabei wurde mir eine Stelle im Personalwesen angeboten und seit acht Jahren arbeite ich mittlerweile in diesem Bereich. Hier habe ich immer noch viel Kontakt zur Hochschule, da ich unter anderem für die Einstellung, Betreuung und Entwicklung unserer dual Studierenden zuständig bin. Daneben beschäftige ich mich mit dem Thema Gesundheitsmanagement, der Akquise und Einstellung neuer Fach- und Führungskräfte, arbeite an spannenden Projekten und berichte regelmäßig Neuigkeiten an unsere Geschäftsführung. Das Personalwesen bietet wirklich Vielfalt.&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Was sind Ihrer Meinung nach die drei größten Vorteile des dualen Studiums?</em></p>
<p><em>Suilmann</em>: Die Verbindung der Theorie mit der Praxis ist wirklich der größte Vorteil des dualen Studiums. Die immer wieder stattfindende Reflexion zwischen den beiden Polen lässt oft schnell klar werden, wofür bestimmte Themen im Arbeitsumfeld genutzt werden können, was das Lernen durch die Sinnhaftigkeit vereinfacht. Ein weiterer Vorteil ist die Nähe zu den Lehrenden, da die Studiengruppen mit circa 30 Personen einer Schulklasse ähneln. Bei Fragen haben Lehrende als auch das Büro für Studierenden- und Unternehmensbetreuung immer ein offenes Ohr, egal, ob fachlich oder persönlich. Natürlich spielt auch der finanzielle Faktor eine Rolle. Dass ich durch das duale Studium neben meinem angestrebten Bachelorabschluss auch noch Geld verdiente und damit ohne viel Fremdeinwirkung, wie beispielsweise BAföG, finanzielle Unterstützung der Eltern, studienfremde Nebenjobs etc., finanziell unabhängig war, war für mich ein weiterer Benefit.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>In welchen Situationen Ihres Studiums konnten Sie die Theorie besonders gut mit der Praxis verbinden?</em></p>
<p><em>Suilmann</em>: Da gibt es eine Menge. Einem selbst fällt es oftmals nicht auf, wie sehr das Erlernte aus der Hochschule den Arbeitsalltag prägt. Eigentlich gehen die Strukturen des wissenschaftlichen Arbeitens permanent durch meinen Kopf, schon unbewusst. Ich überlege bei jeder anfallenden Aufgabe, ob diese noch zeitgerecht ist, ob es Alternativen gibt, welche am ehesten in Frage kommen und wäge dadurch verschiedene Möglichkeiten ab. Das Studium ist auch nach dem Abschluss allgegenwärtig.&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Wie haben Sie die <a href="https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/theorie-praxis-transfer/" target="_blank">PTPs</a>&nbsp;und <a href="https://www.hs-osnabrueck.de/studium/studienangebot/master/fuehrung-und-organisation-ma-dual-standort-lingen-ems/theorie-praxis-transfer/" target="_blank">RTSn</a> während des Studiums wahrgenommen? Wie beurteilen Sie diese rückwirkend für sich persönlich und aus Sicht der Betreuerin von dual Studierenden?</em></p>
<p><em>Suilmann</em>: Im Nachgang ist immer alles besser. Gerade die PTPs waren als Studi eher lästig. Deswegen kann ich auch heutzutage unsere Studies nur zu gut verstehen, weiß aber auch gleichzeitig aus eigener Erfahrung, wie sinnvoll die PTPs sind und wie sehr sie mich weiterentwickelt haben. Ich merke noch heute bei der Bearbeitung von Projekten, dass allein die Struktur der PTPs allgegenwärtig ist. Das hat mir auch sehr im Masterstudium geholfen, in dem ich dann die vom Umfang her etwas ausführlicheren RTSn als Prüfungsleistung schreiben durfte. Gerade diese beiden Instrumente (Anm.: PTP und RTS) verhelfen dem Institut zu einem „echten“ dualen Studium, in dem nicht nur zwischen Theorie und Praxis ein Wechsel stattfindet, sondern ein gegenseitiger Transfer beider Pole integriert ist. Aus Sicht der Betreuerin ist natürlich zudem der große Mehrwert für das Unternehmen nicht unwesentlich. Die Studierenden beschäftigen sich mit „echten“ betrieblichen Problemstellungen, die nicht selten auch bis hin zur Umsetzung gelingen. Das steigert nicht nur die Motivation, sondern viel mehr auch die Kompetenzen der Studierenden, die für viele Unternehmen gerade deshalb sehr wertvoll sind.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Sie haben am IDS auch Ihren dualen Masterabschluss erlangt. Stand die Entscheidung für Sie frühzeitig fest? Welche Aspekte sprachen aus Ihrer Sicht dafür?</em></p>
<p><em>Suilmann</em>: Ja, die Entscheidung stand frühzeitig fest. Warum? Ich habe mich sehr wohl am IDS gefühlt, wusste, was mich erwartet, kannte die Lehrenden, wusste die kleinen Studiengruppen zu schätzen und war natürlich zudem sehr glücklich darüber, dass ich meinen angestammten Arbeitsplatz in der Personalabteilung als „Spielwiese“ für neue Erkenntnisse und Untersuchungen im Rahmen meiner RTSn nutzen konnte. Ich versprach mir von dem Masterstudium nicht nur einen Wissenszuwachs und natürlich den akademischen Abschluss. Ich wollte ihn vielmehr zur Selbstfindung und Weiterentwicklung im Bereich Personal nutzen. Natürlich darf ich auch hier die Motivation einer voll bezahlten Anstellung nicht vergessen.&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Das duale Studium benötigt ein gutes Selbstmanagement. Was waren für Sie die größten Herausforderungen und wie haben Sie diese gemeistert?</em></p>
<p><em>Suilmann</em>: Ein gutes Selbstmanagement wird dir nicht in die Wiege gelegt. Ich würde eher behaupten, dass ich durch das duale Studium diese Art von Management erprobt und gelernt habe. War das erste Semester durch die vielen eng aufeinanderfolgenden Klausuren sehr herausfordernd, wusste ich im zweiten Semester direkt, wie ich mich zum Lernen motivieren und mit dem richtigen Zeitmanagement die Klausuren gut und mit minimiertem Stress absolvieren kann. Genauso verhielt es sich im Betrieb. Du lernst sowohl dich als auch die Art und Weise einer eigenverantwortlichen Lernweise immer besser kennen, analysierst deine Fehler und versuchst stetig, dich zu verbessern. Das hört natürlich nach dem Studium nicht auf, sondern ist ein stetiger Prozess, der dich immer weiterbringt. &nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Welchen Rat und welche persönlichen Erfahrungen geben Sie an die von Ihnen betreuten dual Studierenden bei Kampmann weiter?</em></p>
<p><em>Suilmann</em>: Sprecht miteinander, helft einander und verheimlicht keine Herausforderungen. Wir bei Kampmann möchten einen offenen Umgang miteinander, wobei Fehler und Kritiken ausdrücklich erwünscht sind. Denn nur, wenn wir unsere Erfahrungen mit Fehlern weitergeben, können wir diese zukünftig vermeiden bzw. minimieren, daraus lernen und damit uns selbst sowie das Unternehmen weiterentwickeln. Ich würde mich immer wieder für genau dieses duale Studium entscheiden!</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Mon, 11 Jan 2021 14:01:00 +0100</pubDate>
                        <title>Ein Auslandssemester im dualen Studium?! Das geht! Anika Mahlmann berichtet</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2021/01/ein-auslandssemester-im-dualen-studium-das-geht-anika-mahlmann-berichtet/</link>
                        <description>Auch, wenn die Auslandssemester im vergangenen Jahr anders ausgefallen sind als von den Studierenden erhofft, bedeutet die Pandemie kein Ende der studienbezogenen Aufenthalte im Ausland. Wer sich bisher fragte, ob ein Auslandsaufenthalt auch während eines dualen Studiums möglich ist, weiß spätestens seit der Überschrift – ja, das klappt. </description>
                        <content:encoded><![CDATA[<h4>Anikas Weg zum Auslandssemester</h4>
<p>2019 hatte Anika bereits von Juli bis Oktober ein Praktikum in Bristol durchgeführt. Dabei gefiel ihr das Land so gut, dass sich ihr Wunsch entwickelte, während des dualen Studiums für ein Semester in England zu studieren. „Nach einigen Absprachen mit meinem Praxisunternehmen und dem IDS erhielt ich die Rückmeldung, ein Auslandssemester in mein Studium integrieren zu können“, berichtet Anika. Sie bewarb sich daraufhin in Zusammenarbeit mit der Organisation International Education Centre (IEC) an der University of Liverpool als „Freemover“ (eine Person, die ihren Auslandsaufenthalt selbst plant und die Studiengebühren tragen muss). Dafür stellte sie ihren Transcript of Records, einen Nachweis über ihre Englischkenntnisse und weitere Unterlagen zusammen. Diese schickte sie an das IEC, welches anschließend die Bewerbung an der University of Liverpool durchgeführt hat. „Als ich dann die Zusage von der University of Liverpool bekommen habe, habe ich mich sehr gefreut. Gleichzeitig war ich aber auch ziemlich nervös, da diese Nachricht der Beginn des großen Abenteuers für mich war“, berichtet Anika.</p>
<p>Um möglichst wenig Stress mit der Wohnungssuche zu haben, entschied sich Anika, dass sie in einem der vielen Studierendenwohnheime der University of Liverpool wohnen wollte. Bei der Bewerbung um einen Wohnheimplatz konnte sie Präferenzen angeben und hatte Glück – sie bekam einen Platz bei ihrem Erstwunsch, dem Studierendenwohnheim „Tudor Close“, welches speziell für internationale Studierende ist. „Es ist ratsam, sich möglichst frühzeitig auf einen Platz im Wohnheim zu bewerben, da sonst die Gefahr besteht, dass bereits alle Zimmer vergeben sind“, warnt Anika.</p>
<p>Da Anika beschloss, ihr Studium durch das Auslandssemester zu verlängern (Urlaubssemester), bot sich ihr die Möglichkeit, Module auszuprobieren, die nicht der Modulbeschreibung ihres Studiengangs entsprechen mussten. Noch von Deutschland aus wählte sie die Kurse für ihr Auslandssemester. Dabei kam ihr besonders gelegen, dass sie die Kurse in den ersten zwei Wochen des Semesters noch wechseln konnte: „Ich habe in den ersten Vorlesungen gemerkt, dass mir für meine ursprünglich gewählten Vorkurse doch einige Vorkenntnisse gefehlt haben.“&nbsp; Schlussendlich belegte Anika die Kurse Digital Marketing, Operations Management Tools and Techniques und Theory of the Firm. „Mich interessierten die Module Digital Marketing und Theory of the Firm besonders. Bei dem Modul Operations Management Tool and Techniques habe ich die Möglichkeit, mir die Leistung anrechnen zu lassen“, erklärt Anika. Sie ergänzt: „Bei der Entscheidung bezüglich meiner Kurswahl hat es mir sehr geholfen, dass ich mich jederzeit an das IDS wenden konnte und beraten sowie auch unterstützt wurde.“</p>
<h4>Das Abenteuer Auslandssemester beginnt</h4>
<p>Mitte September 2019 ging es los. Anika flog von Düsseldorf nach Manchester und wurde dort von einem Bus der University of Liverpool abgeholt und zum Studierendenwohnheim gefahren. Bereits am ersten Wochenende konnte Anika relativ einfach viele Leute kennenlernen – schließlich waren alle im Wohnheim international Studierende und damit in der gleichen Situation. Gemeinsamkeiten verbinden. „Über die Woche verteilt hatten wir dann viele verschiedene Einführungsveranstaltungen. Am ersten Tag gab es beispielsweise eine Rallye durch Liverpool, die von der Uni durchgeführt wurde. Dadurch konnten wir die Stadt gut kennenlernen und bekamen direkt viele Tipps über das Leben sowie das Studieren in Liverpool“, erzählt Anika. Neben den offiziellen Veranstaltungen bot auch das Studierendenwohnheim einige Einführungsveranstaltungen, wie zum Beispiel einen Filmabend am Ende der Welcome Week, an. „Cool war, dass sich Studierende eines Wohnheims in einem&nbsp; Student Halls Komitee engagieren konnten, um eigene Veranstaltungen zu planen. Im Laufe des Semesters feierten wir so unter anderem eine Halloween Party und eine Christmas Movie Night“, ergänzt Anika.</p>
<h4>Studieren und leben an einer englischen Universität</h4>
<p>Hinsichtlich der Vorlesungen war das Studium in Liverpool für Anika zunächst eine große Umstellung. „Aus meinem Studium in Lingen war ich Vorlesungen mit einer Gruppengröße von 20-30 Studierenden gewohnt. In meiner ersten Vorlesung in England saßen dann auf einmal knapp 400 im Vorlesungsraum“, berichtet Anika. Neben den Vorlesungen mit sehr vielen Anwesenden gab es aber auch Seminare, in denen praktische Aufgaben in der bekannten Gruppengröße von circa 20-30 Studierenden bearbeitet wurden. „Dadurch hatte ich zumindest in den Seminaren einen Praxisbezug, auch wenn dieser nicht mit dem Praxisbezug am IDS zu vergleichen ist“, ergänzt sie.</p>
<p>In England besteht die Prüfungsleistung vieler Module aus zwei Teilen: einem Essay mit Abgabe in der Mitte und einer Prüfungsleistung am Ende des Semesters. „Meine Prüfungsleistungen in England waren daher über das gesamte Semester verteilt, wodurch ich mich fast zu jeder Zeit auf eine Abgabe oder eine Prüfungsleistung vorbereiten musste“, so Anika. Außerordentlichen Stress hat sie dabei nicht empfunden: „Da ich durch das duale Studium gewohnt war, über das Semester hinweg Prüfungsleistungen abzulegen, also PTPe, Klausuren oder andere Prüfungsleistungen, habe ich die Art und Weise des Prüfungssystems in England nicht als deutlichen Stress empfunden. Bekannt kam Anika auch die Anwesenheitspflicht vor, die genau wie am IDS, auch an der University of Liverpool besteht. Sie sieht diese Pflicht positiv: „Dadurch wurde der Druck und auch die Motivation gesteigert wirklich bei jeder Vorlesung anwesend zu sein.“ Die Präsenzveranstaltungen nahmen etwa 15 Wochenstunden in Anspruch; das Selbststudium dagegen deutlich mehr.</p>
<p>Der Aufwand, der für das Selbststudium in England gefordert wird, und der geringe persönliche Kontakt zu den Lehrenden empfindet Anika als großen Unterschied zum IDS: „Gerade in dem Modul Theory of the Firm, indem wir knapp 500 Studenten waren, hatte ich während der Vorlesungen keinen direkten Kontakt zu den Lehrenden.“ In zwei Modulen, in denen nur knapp 25 Studierende waren, war der Kontakt wiederum sehr ähnlich wie am IDS. „Besonders gut hat mir in dem Modul Digital Marketing gefallen, dass unsere Dozentin jeden Einzelnen von uns in seinem Research Projekt individuell unterstützt hat“, ergänzt Anika.</p>
<p>Auch den Kontakt zu ihren Kommilitoninnen und Kommilitonen nahm Anika anonymer wahr als in Lingen: „Der geringere Kontakt lag aber vermutlich auch daran, dass ich in allen Kursen mit anderen Personen zusammen studiert habe und es generell weniger Gruppenarbeiten gab, in denen man sich näher kennenlernen konnte. Da ich meistens auch nur ein Modul pro Tag hatte, gab es auch keine Pausen, die man hätte gemeinsam verbringen können.“</p>
<p>Außerhalb der Vorlesungen hat Anika besonders das Angebot von vielen verschiedenen Societies (Gruppierungen innerhalb der Universität) wahrgenommen und dort ihre neuen Freundinnen und Freunde kennengelernt. Von sportlichen bis hin zu religiösen, künstlerischen oder auch einer baking Society boten sich zahlreiche Möglichkeiten für die Freizeitbeschäftigung. „Während meiner Zeit in Liverpool war ich Mitglied der Dance Society. Die Tanzstunden haben mir super viel Spaß gemacht. Zugleich bot die Society auch eine super Möglichkeit, neben den internationalen Studierenden auch mit den englischen Studierenden in Kontakt zu kommen, da zusätzlich zu den wöchentlichen Trainingsstunden auch regelmäßige „Socialising“ Veranstaltungen organisiert wurden, bei denen man zum Bespiel gemeinsam eine Bar Crawl (Anm.: Bar Hopping) gemacht hat“, berichtet Anika. Am Ende des Semesters durfte sie gemeinsam mit der Society ihre gelernten Choreographien im Rahmen einer Show präsentieren.&nbsp;</p>
<h4>Anikas Fazit</h4>
<p>„Abschließend kann ich sagen, dass mein Auslandssemester in Liverpool definitiv eine der tollsten Zeiten meines Lebens war. Ich konnte mich persönlich durch mein Auslandssemester deutlich weiter entwickeln. Zum einen war es eine gute Erfahrung, um mal eine ganz andere Art des Studierens kennenzulernen und zum anderen habe ich gelernt, kulturelle Unterschiede zu verstehen und damit umgehen zu können. Außerdem habe ich natürlich auch viele wundervolle neue Freundinnen und Freunde auf der ganzen Welt gefunden, zu denen ich hoffentlich noch lange Kontakt haben werde.“</p>
<h4>Auslandsaufenthalte während des dualen Studiums</h4>
<p>Im Rahmen des dualen Studiums gibt es mehrere Möglichkeiten, einen Auslandsaufenthalt zu integrieren. Dazu gehört beispielsweise ein dreimonatiger Aufenthalt während der Praxisphase bei einer Zweigstelle ihres Praxisunternehmens. Eine andere Variante ist ein halbjähriger Aufenthalt im 5. Bachelorsemester an einer ausländischen Hochschule/Universität, bei dem sich die Studierenden entscheiden können, ob sie ihr Studium verlängern möchten (Urlaubssemester) oder nicht.</p>
<p>Damit sich das Studium nicht verlängert, können vor Reiseantritt zwischen der*dem Studierenden und dem IDS verbindliche Absprachen (Learning Agreements) getroffen werden, damit die ausländischen Module auf Modul am IDS angerechnet werden können. Dazu ist eine inhaltliche Nähe der Module notwendig. Ist diese nicht gegeben oder werden andere Module gewählt, kann die Leistung am IDS nicht angerechnet werden. Das Modul muss nachgeholt werden und das Studium kann sich verlängern.</p>
<p>Die Fakultät Management, Kultur und Technik am Campus Lingen, zu welcher das IDS gehört, kooperiert mit verschiedenen ausländischen Hochschulen, an denen sich Studierende beispielsweise über Erasmus bewerben können.</p>
<p>Interessierten an einem Auslandssemester steht ihr*e Studienbetreuer*in und das <a href="https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/international-faculty-office/" target="_blank">International Faculty Office</a> beratend zur Seite.</p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Mon, 04 Jan 2021 10:47:00 +0100</pubDate>
                        <title>In zwei Jahren vom dualen Studienabschluss zum Projektleiter – Joschka Amtenbrink im Interview </title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2021/01/in-zwei-jahren-vom-dualen-studienabschluss-zum-projektleiter-joschka-amtenbrink-im-interview/</link>
                        <description>Amtenbrink hat 2017 seinen Bachelor of Engineering in der der Studienrichtung Maschinenbau erlangt. Er berichtet von seinem bisherigen Karriereweg und warum er sich für einen Mittelständler statt eines Großkonzerns als Arbeitgeber entschied. Außerdem gibt er Einblicke in seinen Arbeitsalltag und den Theorie-Praxis-Transfer während seines Studiums. </description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p class="MsoBodyText">Joschka Amtenbrink ist 24 Jahre alt und hat seinen Bachelor of Engineering bei uns am Institut erlangt. Nachdem Amtenbrink 2014 sein Abitur am Gymnasium bestand, begann er wenige Monate später sein duales Studium Engineering technischer Systeme mit der Studienrichtung Maschinenbau. Seit Beginn des Studiums vor sechs Jahren ist Amtenbrink bei seinem damaligen Arbeitgeber, der Aumann Beelen GmbH (ehemals MBB Fertigungstechnik GmbH), tätig. Nach dem Studium sammelte er zuerst technische Erfahrung im Bereich der Konstruktion. Vor einem Jahr folgte dann ein Abteilungswechsel in die Projektleitung und Amtenbrink verantwortet seitdem Projekte im Bereich Automotive.</p>
<p class="MsoBodyText">&nbsp;</p>
<p><em>Wie bist du zu deinem dualen Studium bei der Aumann Beelen GmbH gekommen?</em></p>
<p><em>Amtenbrink</em>: Für mich stand sehr früh fest, nach meinem Abitur ein duales Studium zu absolvieren. Zum einen war es sicherlich Erziehungssache, dass man möglichst schnell etwas Handfestes lernen sollte, um arbeiten zu können. Zum anderen reizte mich aber auch die Verbindung der beruflichen Erfahrung in Kombination mit einem Studium. Ich hatte über verschiedenste Kanäle nach möglichen Arbeitgebern gesucht. Unter anderem besuchte ich auch Berufsinformationsmessen. Etwa ein halbes Jahr vor meinem Abitur, im Oktober 2013, lernte ich dann auf einer Messe in Bielefeld die Personalleiterin der Aumann Beelen GmbH, damals noch MBB Fertigungstechnik GmbH, kennen. In meinem Fall war es eher eine zufällige Begegnung, aber es sollte sich auszahlen. Unter mehreren Unternehmen entschied ich mich schließlich für die Firma Aumann. Rückblickend kann ich in jedem Fall empfehlen, dass man den persönlichen Kontakt sucht. Manchmal werden dann Wege aufgezeigt, nach denen man überhaupt nicht gesucht hat.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Erinnerst du dich noch an das Bewerbungsverfahren? Wie lief dieses ab?</em></p>
<p><em>Amtenbrink</em>: Nachdem der Kontakt auf der Berufsinformationsmesse hergestellt war, schickte ich zügig meine Bewerbung raus. Mir wurde auf der Messe zwar mitgeteilt, dass eigentlich alle Plätze belegt wären, aber das weckte nur noch mehr meinen Ehrgeiz. Zwei Wochen später erhielt ich die Einladung zum Bewerbungsgespräch und kurz danach die Zusage. Im Laufe des Bewerbungsprozesses war ich eher auf Großkonzerne gepolt, als dass ich Interesse an Mittelständlern besaß. Beworben habe ich mich für beides und auch Zusagen bekommen. Deswegen benötigte ich ein wenig mehr Entscheidungszeit. Dabei wurde mir von meinem heutigen Arbeitgeber viel Zeit und Respekt entgegengebracht. Vielleicht hat dieses Verhalten auch seinen Anteil zur Entscheidung beigetragen. Ich habe während des Entscheidungsprozesses festgestellt, dass ich für mich persönlich mehr Potential in einem Unternehmen sah, welches Sondermaschinen und Anlagen herstellte, als beispielweise bei großen Automobilkonzernen. Ich hatte die Sorge, mich beim großen Konzern in kleinen Details zu verlieren, während ich im mittelständischen Unternehmen einen größeren Handlungsspielraum erwartete. Letztlich habe ich meine Entscheidung für Aumann Beelen bis heute nicht bereut. Grundsätzlich habe ich durchweg positive Erfahrungen bei meiner Suche nach einem geeigneten dualen Studienplatz gemacht und durch die verschiedenen Bewerbungsverfahren viel gelernt – von Telefoninterviews über kleine und größere Assessment-Center bis natürlich zu Interviews vor Ort war alles mit dabei.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Hast du eine Berufsausbildung in das duale Studium integriert und wie bewertest du diese Möglichkeit im Nachhinein?</em></p>
<p><em>Amtenbrink</em>: Nein, habe ich nicht. Für mich war die Berufsausbildung nicht interessant, da ich keinen Nutzen für meine berufliche Laufbahn darin sah. Ich denke, dass die Entscheidung jede Person selbst treffen sollte. Es gibt Pro- und Kontra-Argumente, die auch abhängig vom gewählten Studiengang und der entsprechenden Studienrichtung sind. Da gibt es kein Richtig oder Falsch. Für mich war es so der passende Weg.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Welche Bereiche hast du während deiner Praxisphasen kennengelernt?</em></p>
<p><em>Amtenbrink</em>: Angefangen habe ich, wie die Auszubildenden, in der Werkstatt mit einer Feile in der Hand. Da habe ich erst einmal festgestellt, dass ein Millimeter zwar nach nicht viel klingt, aber so ein Stück Stahl schon ganz schön lange bearbeitet werden muss, bis der eine Millimeter runter ist. Im Anschluss habe ich weitere Werkstattbereiche wie die Baugruppenmontage und die mechanische Bearbeitung kennengelernt. Im zweiten Semester ging es dann die Wertschöpfungskette entlang durch die verschiedenen Abteilungen des Unternehmens. Dabei war ich unter anderem in Controlling, Personal, Einkauf, Fertigungssteuerung und Lager tätig. Dieser Durchlauf hat mir im Nachhinein enorm geholfen, da ich ein Gefühl dafür habe, was die unterschiedlichen Abteilungen tun, wo ihre Herausforderungen liegen und welche Informationen sie benötigen. Außerdem habe ich viele Mitarbeitende kennengelernt, so dass mir für jedes Problem direkt eine Ansprechperson bekannt war.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Wie sah dein Arbeitsalltag nach deinem Abschluss aus und was sind jetzt deine Aufgaben?</em></p>
<p><em>Amtenbrink</em>: Damals und heute sehr unterschiedlich. Nach meinem Bachelorabschluss habe ich als Konstrukteur angefangen. Meine Aufgaben bestanden damals aus der Entwicklung, der Konzeptionen sowie dem Bau von Maschinen und Anlagen. Seit Juli 2019 bin ich als Projektleiter tätig. Ich verantworte und leite ein Projektteam für aktuelle Projekte der Automobilindustrie. Der Fokus der Projekte liegt auf dem Wechsel in der Automobilindustrie hin zur Elektromobilität. Im Gegensatz zu früher liegt mein Fokus nun mehr auf der Organisation und Planung als im Engineering. Der technische Background bleibt natürlich weiterhin bestehen. Allerdings bin ich vorher tiefer in technische Details eingestiegen, während ich mich heute gleichzeitig um mehrere Themen kümmere, allerdings nicht mehr in der technischen Tiefe. Passend zu meinem Werdegang habe ich 2018 meinen berufsbegleitenden Master Technik- und Unternehmensmanagement begonnen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Wieso hast du dich entschieden, noch einen Master zu machen? Welche Vorteile siehst du darin?</em></p>
<p><em>Amtenbrink</em>: Mir war schon vor meinem Bachelorabschluss klar, dass ich irgendwann einen Master machen werde. Erst damit ist für mich persönlich mein Studium abgeschlossen. Ich konnte mich im Grundstudium für die technischen Themen begeistern, wollte perspektivisch aber ins Management. Dafür fehlte mir aufgrund meines Maschinenbaustudiums das Wissen. Deshalb suchte ich nach einem Masterstudium, das mir ermöglicht, mich, aufbauend auf meinem technischen Studium, mehr in Richtung Führung und Organisation zu entwickeln. Ich war auch einfach noch nicht fertig. Ich hatte das Gefühl, dass ich noch ein bisschen Platz auf der Festplatte hatte. Mein Stellenwechsel und der Beginn meines Masterstudiums ergänzen sich daher sehr gut. Es passt inhaltlich super, allerdings ist es zeitlich schon eine Herausforderung, da die regelmäßige Wochenarbeitszeit im Projektmanagement gegenüber meinen vorherigen Aufgaben enorm zugenommen hat.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Das duale Studium bedeutet auch ein gutes Selbstmanagement. Was waren für dich die größten Herausforderungen? Wie hast du diese gemeistert?</em></p>
<p><em>Amtenbrink</em>: Am Anfang habe ich das Studium ehrlicherweise etwas unterschätzt. In den ersten zwei Wochen kannte ich den gesamten Stoff, weil es zum Teil Wiederholungen aus der Schule waren. Nach ca. drei Wochen war dieser „Mini-Vorsprung“ allerdings auch schon wieder aufgebraucht und es kamen neue Themen dazu, von denen ich vorher noch nichts gehört hatte. Die Geschwindigkeit, mit der die Themen abgearbeitet worden sind, war enorm. Nachdem ich kurz etwas durchgeschüttelt worden bin, habe ich mich aber schnell an das Pensum gewöhnt. Im Nachhinein wurde es zum Standard und verglichen mit der Schulzeit war es unvorstellbar, wie viel mehr Wissen in der komprimierten Zeit erlangt worden ist. Ich habe mir jedes Semester aufs Neue vorgenommen, früher mit dem Lernen zu beginnen, allerdings kann ich nicht behaupten, dass die guten Vorsätze auch Bestand hatten. Ich glaube, das ist ein klassisches Studentenproblem. Würde mich wundern, wenn ich damit alleine wäre.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Wie hast du die Praxis-Transfer-Projekte empfunden?</em></p>
<p><em>Amtenbrink</em>: Währenddessen – lästig. Seit meiner Bachelorarbeit – aufwendig, aber sinnvoll. Nicht immer war es einfach, für jedes einzelne PTP einen wirklich tauglichen Praxisfall zu kreieren, aber ich habe durch die Erarbeitung der PTPs und das entsprechende wissenschaftliche Arbeiten sehr viel gelernt. Bei meiner Bachelorarbeit war ich sehr gut vorbereitet und das wissenschaftliche Schreiben hat mir keine Schwierigkeiten mehr bereitet. Jetzt, drei Jahre nach meinem Abschluss, sehe ich außerdem, dass die PTPs Studierenden das Potenzial bieten, sich durch die eigene Wahl von Themen und Schwerpunktsetzung im Unternehmen hervorzuheben. Leider habe ich es zu wenig genutzt. Aber man hätte damit quasi selbst die Türen zu seinen Interessengebieten auftreten können. Alles eine Frage dessen, was man daraus macht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>In welchen Situationen deines Studiums konntest du die Theorie besonders gut mit der Praxis verbinden?</em></p>
<p><em>Amtenbrink</em>: Insbesondere die Konstruktionsmodule waren hilfreich, weil sie sehr praxisnah gewesen sind und deshalb immer Probleme aus dem Alltag aufgriffen. Spannenderweise habe ich mich trotzdem mehr für die theoretischen Module interessiert. Vielleicht ist das ein Zeichen und ich sollte mich noch mal intensiver damit beschäftigen, warum das eigentlich so war.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Würdest du dich wieder für ein duales Studium entscheiden? </em></p>
<p><em>Amtenbrink</em>: Ja, würde ich sofort. Das liegt an der wirklich tollen Zeit, die ich damals hatte und den nachhaltigen Erfahrungen, die ich machen durfte. Sowohl aus akademischer Sicht als auch aus persönlicher möchte ich das Studium nicht missen. Es war eine aufregende Zeit.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Welchen Rat würdest du Interessierten und/oder dual Studierenden mit auf den Weg geben wollen, um das Studium gut zu meistern?</em></p>
<p><em>Amtenbrink</em>: Sie sollten früh genug mit dem Lernen anfangen, aber ich denke, diese Erfahrung muss jeder einmal selbst gemacht haben. Und ich empfehle definitiv, während der Theoriephase in Lingen zu wohnen. Der Kontakt zu meinen Kommilitoninnen und Kommilitonen war super. Mit vielen bin ich heute noch sehr eng befreundet. Wir waren ein tolles Team und haben uns gegenseitig gepusht. Hätte ich nicht am Standort gewohnt, wäre sicherlich einiges anders gelaufen. Die Tatsache, dass viele von uns „alleine“ vor Ort waren, ohne Freundeskreis oder Familie, hat uns zusammengeschweißt und viele legendäre Momente beschert.</p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Mon, 21 Dec 2020 11:43:52 +0100</pubDate>
                        <title>Ankündigung – Demnächst monatlich „Young Professionals im Interview“</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2020/12/ankuendigung-demnaechst-monatlich-young-professionals-im-interview/</link>
                        <description>Wer überlegt dual zu studieren und/oder sich fragt, wie sich der berufliche Werdegang nach dem Abschluss entwickeln kann, sollte hier auf unserem Blog mindestens monatlich vorbeischauen. Ab dem 04.01.2020 stehen an jedem ersten Montag im Monat Absolvent*innen Rede und Antwort zu ihren Erfahrungen mit dem dualen Studium bei uns am IDS und im Berufsleben. </description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Dual studieren am IDS: Was umfasst das duale Studium? Gibt es Tipps? Und was ist danach möglich? – diese und mehr Fragen wollen wir mit der Reihe „Young Professionals im Interview“ beantworten. Über die nächsten Monate hinweg geben ehemalige Studierende unterschiedlicher Studiengänge unter anderem Einblicke zu ihrem Weg ans IDS und ihren Arbeitgebern. Außerdem berichten sie über ihr duales Studium, ihren Arbeitsalltag während der Praxisphasen und ihren heutigen Aufgaben. Auch Themen wie Lieblingsmodule oder Module, deren Bedeutung die Absolvent*innen heute anders einschätzen, kommen zur Sprache. Ganz klassisch fragen wir unsere ehemaligen Studierenden natürlich auch, was ihrer Meinung nach die drei größten Vorteile des dualen Studiums sind und an welchen Stellen sie die im Studium erlernte Theorie besonders gut mit der Praxis im Unternehmen verbinden konnten. Spannend, und vermutlich besonders interessant für unsere aktuellen Studierenden, werden bestimmt die Antworten unserer Absolvent*innen zu den Praxistransferprojekten im Bachelorstudium und den Reflexionsorientierten Transferstudien im Masterstudium sein. Um die Interviews abzurunden, werden diese immer mit ganz praktischen Tipps zum Erfolg im dualen Studium abschließen.</p>
<p>Wir freuen uns auf unsere Ehemaligen und hoffen Ihnen und Euch relevante Informationen bereitzustellen. Fragen zum dualen Studium? Dann helfen entweder die zwei Blogbeiträge „Warum dual studieren?“ und „Warum am Campus Lingen?“ (siehe "verwandte News") oder das Büro für Studierendenbetreuung weiter – Kontakt unter <a href="mailto:betreuung-ids@hs-osnabrueck.de" class="mail">betreuung-ids@hs-osnabrueck.de</a> und telefonisch unter 0591/ 80098-739.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                    <item>
                        <guid isPermaLink="false">news-8174</guid>
                        <pubDate>Mon, 07 Dec 2020 13:30:13 +0100</pubDate>
                        <title>Erste digitale Talent Days am Campus Lingen</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2020/12/erste-digitale-talent-days-am-campus-lingen/</link>
                        <description>Im Bewerbungsverfahren werden Bewerber*innen auf Herz und Nieren geprüft. Um Studieninteressierte an einem dualen Studium auf diesen Prozess vorzubereiten und erste Kontakt zu Unternehmen herzustellen, veranstalteten wir dieses Jahr digitale Talent Days. </description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Vier <a href="/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/bewerbung-und-studium/step-into-the-future-day/">Talent Days</a> fanden in den letzten zwei Novemberwochen jeweils am Dienstag- und Donnerstagnachmittag in digitaler Form statt. Lars Eilermann, Personalreferent bei der ELA Container GmbH, findet die Durchführung solcher Vorbereitungstermine auch während der Corona-Pandemie ausgesprochen wichtig: „Wir haben uns über die Realisierung der digitalen Talent Days gefreut, um mit am dualen Studium interessierten Schülerinnen und Schülern in Kontakt zu treten“. Insgesamt nahmen 24 Studieninteressierte und zwölf Unternehmen teil, einige auch an mehreren Terminen.</p>
<p>An jedem der vier Termine stand jeweils ein anderer dualer Studiengang im Fokus. Den Auftakt machte der Studiengang<a href="/bachelor/betriebswirtschaft-ba-dual-standort-lingen-ems/"> <em>Betriebswirtschaft</em></a> am 17. November. Danach folgten <a href="/wirtschaftsinformatik-bsc-dual-standort-lingen-ems/"><em>Wirtschaftsinformatik</em> </a>und <em><a href="/wirtschaftsingenieurwesen-beng-dual-standort-lingen-ems/">Wirtschaftsingenieurwesen</a></em>. Den Abschluss bildete der Studiengang <em><a href="/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/studiengaenge/">Engineering technischer Systeme</a></em> am 26. November. Die teilnehmenden Unternehmen bieten die entsprechenden dualen Studienplätze in Kooperation mit uns an.</p>
<p>Im Rahmen der Talent Days konnten die studieninteressierten Schüler*innen in Kleingruppen an drei Workshops teilnehmen, um sich bestmöglich auf zukünftige Bewerbungsprozesse vorzubereiten. Eine Gruppe bestand aus mehreren Studieninteressierten, einer Person, die das Unternehmen vertritt und einem Mitglied des Teams des Instituts für Duale Studiengänge.</p>
<p>Im ersten Workshop stand das Bewerbungsgespräch im Fokus. Unternehmensvertretende simulierten mit Freiwilligen ein typisches Bewerbungsgespräch für einen dualen Studienplatz. Anschließend analysierten die übrigen Studieninteressierten das Gespräch und es gab Feedback von Unternehmensseite. Darüber hinaus stellten die Studieninteressierten Fragen rund um das Thema Bewerbungsgespräche. Den Austausch empfand Benedikt Sachs, Teilnehmer am Talent Day Wirtschaftsingenieurwesen, als besonders lehrreich: „Insgesamt haben mir die intensiven Gespräche sehr viel persönlichen Input gegeben und weiter zur Entscheidungsfindung angeregt.“</p>
<p>Im Rahmen des zweiten Workshops wurde Assessment-Center erprobt. Dieses bestand aus einer Gruppendiskussion und einem Rollenspiel. Beides häufig gewählte Methoden bei Auswahlverfahren in Unternehmen. Angelehnt an den Studiengang bekamen die Schüler*innen eine Aufgabe: Im Rahmen des Talent Days zum Studiengang <em>Betriebswirtschaft</em> sollten die Studieninteressierten beispielsweise diskutieren, welche Faktoren für einen neuen Standort einer Produktionshalle berücksichtigt werden müssen. Im Rollenspiel sollte sich eine Person in die Rolle von Vertriebsmitarbeitenden hineinversetzen und Unternehmensvertretende als Kund*innen im B2B-Bereich für das Unternehmen gewinnen. Auf diese Weise erhielten die Studieninteressierten auch gleich einen Einblick in den Theorie-Praxis-Transfer, der den Kern eines dualen Studiums darstellt. Die Aufgaben, die die Studieninteressierten bewältigten, werden in ähnlicher Form auch im Studium erprobt. Daher hatte das Assessment-Center eine doppelte Funktion: auf den Bewerbungsprozess vorzubereiten und einen Einblick ins Studium zu geben.</p>
<p>Im letzten Workshop der Talent Days stellten sich die Unternehmen den Studieninteressierten vor und gaben einen Einblick in den Arbeitsalltag von dual Studierenden. Auch hier konnten die Studieninteressierten Fragen zum Unternehmen selbst und spezifisch zum dualen Studium stellen. „Der Talent Day war für mich persönlich ein großer Gewinn. Er hat mir die Möglichkeit gegeben, mich mit meinen eigenen Fähigkeiten auseinanderzusetzen und herauszufinden, welche Branche mein Interesse weckt“, fasste Marco Lindinger den Talent Day Betriebswirtschaft zusammen.</p>
<p>Trotz der herausfordernden Aufgaben waren die Studieninteressierten sehr motiviert und meisterten die Herausforderungen ohne Probleme. Die Unternehmensvertretenden bewerteten den Talent Day positiv und waren begeistert von den Qualitäten der Studieninteressierten. Nino Michel, Ansprechpartner für Personalthemen bei der Q1 Energie AG, lobte außerdem die Form der Umsetzung: „Immer mehr Unternehmen nutzen Online-Methoden im Bewerbungsprozess, weshalb diese Simulationen einen hohen Mehrwert für beide Seiten bieten.“</p>
<p>Unsere Organisatorin Alina Kerperien freut sich über den Erfolg der Talent Days. Sie ist sich sicher, dass wir nächstes Jahr ein paar der Studieninteressierten bei uns am Campus Lingen begrüßen dürfen. Das erste Unternehmen hat nach der Veranstaltung schon drei Interessierte zum Bewerbungsgespräch eingeladen. Die Talent Days bieten also eine echte Chance für Studieninteressierte und können im Bewerbungsprozess einen Vorteil gegenüber anderen Bewerber*innen darstellen. Aufgrund des Erfolgs bieten wir die Talent Days auch im nächsten Jahr an, um Studieninteressierte und Unternehmen zusammenzubringen, verspricht Organisatorin Alina Kerperien. Neuigkeiten zu den Talent Days 2021 wird es auf der Informationsseite zum <a href="/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/bewerbung-und-studium/step-into-the-future-day/">Talent Day</a> und auf unserem <a href="https://www.instagram.com/ids.lingen/" target="_blank" rel="noreferrer">Instagram-Kanal</a> geben.</p>
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                    <item>
                        <guid isPermaLink="false">news-8078</guid>
                        <pubDate>Mon, 30 Nov 2020 10:41:00 +0100</pubDate>
                        <title>Die Studierendenberatung Teil II</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2020/11/die-studierendenberatung-teil-ii/</link>
                        <description>Im ersten Blogbeitrag zur Studierendenberatung wurden die Angebote vorgestellt, die vor Studienbeginn genutzt werden können. Dieser Beitrag stellt die Aufgaben und Beratungsangebote vor, die während und nach dem Studium in Anspruch genommen werden können.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Den ersten Beitrag verpasst? Dann geht es hier zu <a href="https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bmonth%5D=11&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=8078&amp;tx_news_pi1%5Byear%5D=2020&amp;cHash=51dbefe3803c4e54a26279a5b50fac3b" target="_blank">Teil 1</a>.</p>
<h4>Während des Studiums</h4>
<p>Der Start in das duale Studium ist geschafft – die Theorie- und Praxisphasen beginnen und die Bachelor- und Masterstudierenden können auf eine Vielzahl von Angeboten der Stube zurückgreifen. „Häufig sagen uns dual Studierende zu Studienbeginn, dass sie so viel wie möglich lernen wollen. Hier knüpfen wir an. Wir wollen, dass sich die Studierenden durch den Theorie-Praxis-Transfer entwickeln und die Kompetenzen erlangen, die sie in ihrem weiteren Berufsleben nach vorne bringen werden. Unsere Angebote stehen daher sowohl während der Theoriephasen als auch während der Praxisphasen zur Verfügung“, erklärt Myriam Erath.</p>
<p>Wann immer etwas im Studium ansteht: Schwerpunktwahl, Projektstudium, Abschlussarbeit etc. –die Stube steht den Studierenden zur Seite und klärt aufkommende Fragen. Teil des Angebots sind die sogenannten Semestergespräche, die zu Semesterbeginn in den Studiengruppen stattfinden. Den Studierenden wird vorab eine Ansprechperson der Studierendenbetreuung zugewiesen, die sie über das gesamte Studium begleitet. Im Laufe der Semester kann sich dadurch ein Vertrauensverhältnis etablieren, sodass auch sehr persönliche Anliegen jederzeit geklärt werden können.</p>
<p>Weitere Aufgaben der Stube sind die Koordination des <a href="/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/theorie-praxis-transfer/">Theorie-Praxis-Transfers</a> , die Durchführung von Seminaren und Workshops zum wissenschaftlichen Arbeiten. Dazu zählen zum Beispiel „PTPs - Planung, Aufbau und Ergebnissicherung“, „PTPs als Instrument zur Selbstführung“, „PTPs für meine persönliche und fachliche Entwicklung“ oder auch „PTPs als Vorbereitung auf die Bachelorarbeit“. Sollte im Rahmen von übergreifenden PTPs ein erhöhter Unterstützungsbedarf entstehen oder Hilfe bei der Auseinandersetzung mit Stärken und Schwächen sowie deren Aufarbeitung bei der Erstellung der PTPs benötigt werden, gibt es auch dafür Angebote, beispielsweise in Form von Lernfortschrittsberatungen. Diese können individuell vereinbart werden und dienen einer tiefgehenden Auseinandersetzung mit den bereits erstellten PTPs. In den Gesprächen wird unter anderem gezielt auf die Schwächen der Hausarbeiten eingegangen und es werden Tipps an die Hand gegeben, wie die Studierenden sich verbessern können. Dadurch soll auch die erfolgreiche Durchführung des Projektstudiums und der Bachelorarbeit ermöglicht werden.</p>
<p>Das Team der Stube steht aber auch für eine Vielzahl an anderen Themen beratend zur Seite. Von der Organisation von Auslandsaufenthalten über Tipps und Tricks bei Präsentationen bis hin zur Vorbereitung von Gesprächen mit Vorgesetzten oder Lehrenden. Die Kolleginnen und Kollegen helfen weiter, wo sie nur können. Ein Fokus liegt dabei darauf, die Studierenden zu befähigen, sich in die Perspektiven ihrer Gesprächspartner*innen hineinzuversetzen, sich deren Erwartungen bewusst zu sein (siehe Teil 1 zum Erstsemesterwochenende) und Situationen objektiv zu reflektieren.</p>
<p>Auch bei Schwierigkeiten mit der Bewältigung des Studiums und/oder Prüfungsproblemen, verursacht durch bspw. persönliche Probleme mit Freunden/der Studiengruppe oder im Ausbildungsbetrieb, eigene oder Erkrankungen von Familienmitgliedern, können die Bachelor- und Masterstudierenden auf ihre Studienbetreuer*innen zukommen, um den weiteren Studienverlauf zu besprechen. Wichtig ist dabei, dass die Studierenden rechtzeitig Unterstützung suchen, sodass noch genügend Zeit bleibt, einen Plan zu erstellen. Es kann beispielsweise ein Plan erarbeitet werden, wie Prüfungen entzerrt werden können, wenn eine Prüfung nicht angetreten wurde und diese deshalb zu einem anderen Zeitpunkt abgelegt werden muss (Prüfungsstau). „Es liegt uns am Herzen, dass all unsere Studierenden am Ende ihren Abschluss in den Händen halten. Wir finden gemeinsam Lösungen und können viele Tipps mit auf den Weg geben“, erklärt Marcel Laufmöller. Außerdem gibt das Stube-Team Tipps dazu, wie sich die Studierenden im Betrieb besser zurecht finden, einarbeiten und profilieren können.</p>
<p>Ab dem dritten Semester können Studierende außerdem Perspektivgespräche in Anspruch nehmen, die auch ehemaligen Studierenden zur Verfügung stehen. Wie es nach dem Studium weitergehen kann ist eine komplexe Frage, um die Studierende sich frühzeitig Gedanken machen sollten. Die Kolleginnen und Kollegen der Stube stehen den Studierenden als neutrale Ansprechpersonen zur Seite, um das Beste aus dem dualen Studium herauszuholen.</p>
<p>Trotz der umfassenden Beratungsangebote der Stube sollte allerdings nicht den Eindruck entstehen, dass es sich bei der Stube um ein Problemlösungsbüro handelt. Dinkelborg erklärt: „Von angehenden Akademiker*innen wird in Unternehmen erwartet, dass sie Probleme selbstständig identifizieren und versuchen, sie zu lösen. Wenn diese nicht selbstständig lösbar sind, Hilfe suchen und diesen Auftrag unterstützen wir im Rahmen unserer Kompetenzentwicklung. Die Studierenden werden dazu angeleitet, ihre Probleme selbstständig zu lösen. Dabei zeigen die Erfahrungen, dass die Beratung am besten funktioniert, wenn die Studierenden proaktiv über ihre Probleme, Sorgen, Wünsche und Ziele sprechen.“ Auf Basis dessen, was die Studierenden zurückspiegeln und der Evaluierung durch die Stube, entwickeln die Kolleg*innen neue Beratungs- und Betreuungsangebote oder bauen diese aus. Die Stube stellt sich also immer wieder selbst auf die Probe, um ihre Wirkungsfähigkeit zu überprüfen. Von dem Austausch zwischen Studierenden und der Stube profitieren demnach alle Seiten.</p>
<h4>Nach dem Studium</h4>
<p>Der Bachelor- oder Masterabschluss ist geschafft, aber was nun? Wie soll es weitergehen? Welche Perspektiven bieten sich im Unternehmen und für die weitere Karriere an? Auch nach erfolgreicher Beendigung des Studiums können ehemalige Studierende noch Angebote der Stube wahrnehmen. Individuelle Perspektivgespräche können dabei helfen, den Weg der persönlichen und fachlichen Weiterentwicklung auszuarbeiten und zu visualisieren. Dabei werden auch Themen besprochen, wie sich Absolvent*innen im Unternehmen für neue Aufgaben oder eine Führungsposition empfehlen können oder sich grundsätzlich für eine Karriere vorbereiten. Die Kolleg*innen der Stube beraten die Absolvent*innen zu den Themen lebenslanges Lernen, Weiterbildungsprogramme sowie natürlich den Masterangeboten am IDS nach dem Bachelorabschluss.</p>
<p>Das Team der Stube ist montags bis freitags, von 9-17 Uhr erreichbar. Weitere Informationen unter <a href="/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/bewerbung-und-studium/beratung-und-betreuung/">Beratung und Bewerbung</a>.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <guid isPermaLink="false">news-8077</guid>
                        <pubDate>Mon, 23 Nov 2020 10:01:00 +0100</pubDate>
                        <title>Die Studierendenbetreuung Teil I</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2020/11/die-studierendenbetreuung/</link>
                        <description>Neben der Verwaltung ist die Studierendenbetreuung der Ansprechpartner für Studieninteressierte und Studierende zu Fragen rund um das duale Studium. Welche Angebote es in den verschiedenen Phasen (vor, während und nach dem Studium) gibt, ist Thema dieses Beitrags.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Die Studierendenbetreuung (Stube) ist Teil des Büros für <a href="/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/">Studierenden- und Unternehmensbetreuung</a> am IDS und kümmert sich um die Anliegen von Studieninteressierten, Studierenden und Ehemaligen. Das Team der Mitarbeitenden setzt sich zusammen aus den Kolleginnen Silvana Berens, Myriam Erath, Alina Kerperien, Jana Nüsse, Judith Stockfleth und dem Kollegen Marcel Laufmöller. Geleitet wird das Büro seit vielen Jahren von Katrin Dinkelborg. Zu den Kernaufgaben der Stube gehören die (Weiter-) Entwicklung, Durchführung und Evaluierung von Beratungs- und Betreuungsangeboten. Darüber hinaus sind die Aufgaben der Stube sehr breit gefächert, denn sie resultieren aus den unterschiedlichen Bedürfnissen der Studieninteressierten, der Studierenden und der Ehemaligen. Die Kolleginnen und Kollegen verstehen sich in ihrer Arbeit als Berater*innen, Betreuer*innen oder Coaches. Aber was genau machen sie alles?</p>
<h4>Vor dem Studium</h4>
<p>Sowohl Interessierte unserer Bachelorstudiengänge als auch Interessierte unserer zwei Masterstudiengänge lädt die Stube regelmäßig zu allgemeinen Informationsveranstaltungen für Gruppen sowie zu individuellen Studienberatungen und studiengangsspezifische Angeboten ein. Dabei werden beispielsweise Fragen wie „Welcher Studiengang passt zu mir?“, „Was erwartet ein Unternehmen im Studium von mir?“ und „Welche Perspektiven bieten sich mir nach dem Studium?“ geklärt. Zurzeit finden diese Angebote aufgrund der Corona-Beschränkungen natürlich digital statt. Unsere Kollegin Alina Kerperien berichtete bereits über ihre Erfahrung mit den Online-Informationsveranstaltungen.</p>
<p>Während der Informationsveranstaltungen erhalten Studieninteressierte die wichtigsten Informationen rund um das duale Studium am Campus Lingen – also einen groben Überblick über unser Institut und unsere Studienangebote. Möglich ist dies normalerweise auch auf Berufs- oder Studieninformationsmessen oder während unseres „hauseigenen“ <a href="/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/bewerbung-und-studium/step-into-the-future-day/">Talent Day</a>. Auch für Interessierte der berufsbegleitenden Studiengänge bietet die Stube Informationsveranstaltungen und Beratungsangebote, beispielsweise Tipps für Gespräche mit den Vorgesetzen hinsichtlich einer akademischen Weiterbildung, an. Studieninteressierte, die bereits ein Studium angefangen oder abgebrochen haben, können sich zu Möglichkeiten einer Anerkennung von Vorleistungen beraten lassen.</p>
<p>Während des gesamten Bewerbungsprozesses steht die Stube den Studieninteressierten beratend zur Seite. Im Rahmen von persönlichen Beratungsgesprächen oder während eines&nbsp;Online-Workshops gibt das Team den Interessierten unter anderem&nbsp;hilfreiche&nbsp;Tipps und Tricks zum Bewerbungsschreiben, dem Bewerbungsgespräch und grundlegendem Verhalten im Bewerbungsprozess an die Hand. Darüber hinaus können in den Beratungsgesprächen individuelle Fragen geklärt werden.</p>
<p>Waren Bewerbungen oder Verhandlungen mit den Vorgesetzten sowie die Immatrikulation erfolgreich, können sich die angehenden Studierenden auf das Erstsemesterwochenende freuen, welches die Kolleginnen und Kollegen der Stube organisatorisch und inhaltlich vorbereiten und durchführen. Während des Wochenendes werden die Studierenden intensiv auf das duale Studium vorbereitet. Ein wichtiges Thema dabei ist, dass die Studierenden die Erwartungen der Hochschule und des Unternehmens an sie als dual Studierende kennenlernen. Die erarbeiteten Inhalte des Erstsemesterwochenendes werden während des Studiums immer wieder aufgegriffen.</p>
<p>Ziel des breiten Betreuungsangebotes ist es, den Studieninteressierten bei allen Aspekten rund um die Unternehmenssuche und den Bewerbungsprozess unterstützend zur Seite zu stehen und die Erstsemester*innen so gut es geht auf das duale Studium vorzubereiten. Detaillierte Informationen finden sich auf unserer Seite unter <a href="/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/bewerbung-und-studium/beratung-und-betreuung/">Beratung und Betreuung</a>.</p>
<p>In Teil 2 folgen Informationen zu den Aufgaben unserer Studierendenbetreuung: Welche Angebote gibt es für Studierende während und nach dem Studium?</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                    <item>
                        <guid isPermaLink="false">news-7833</guid>
                        <pubDate>Mon, 16 Nov 2020 12:00:00 +0100</pubDate>
                        <title>Wir sind online präsent: Erfahrungen mit virtuellen Informationsveranstaltungen </title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2020/11/wir-sind-online-praesent-erfahrungen-mit-virtuellen-informationsveranstaltungen/</link>
                        <description>Regelmäßig besuchen wir die Schulen der Region, um das duale Studium vorzustellen. Da dies durch die Kontaktbeschränkungen seltener möglich ist, bietet unsere Kollegin Alina Kerperien nun Online-Informationsveranstaltungen an, da der Informationsbedarf der Schüler*innen natürlich ungebrochen ist. Sie hat uns von ihren Erfahrungen berichtet.
</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNoSpacing"><em>Wie läuft eine Online-Informationsveranstaltung für duale Bachelorstudiengänge ab? </em></p>
<p class="MsoNoSpacing"><em>Kerperien:&nbsp;</em>Zunächst richte ich für das gewählte Datum ein Video-Meeting ein, zu dem ich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einladen kann. Interessierte Schülerinnen und Schüler ebenso wie ihre Eltern können sich ganz unkompliziert und formlos per E-Mail bei mir anmelden und erhalten dann den Link zum Meeting. Um den Termin und die Inhalte bekannt zu machen, informieren wir einige Zeit im Voraus über unseren&nbsp; E-Mail-Newsletter, unseren Facebook- und Instagram-Kanal sowie auf unserer Webseite. Die Online-Informationsveranstaltung selbst gestaltet sich so, dass ich meinen Bildschirm mit den Anwesenden teile und sie meine Präsentation mit allen Fakten zum dualen Studium sehen können. Ich stelle dann den Campus Lingen sowie das Institut vor und gehe natürlich ganz ausführlich auf die Organisation und die Inhalte der jeweiligen Studiengänge ein. Wer Fragen hat, kann diese während der Präsentation per Audio stellen oder den Chatbereich nutzen, sodass ich sie direkt einbinden kann. Zudem biete ich den Zuhörerinnen und Zuhörern auch immer an, dass sie sich im Anschluss an die Veranstaltung oder auch in den nächsten Tagen bei mir melden und noch einmal individuelle Fragen unter vier Augen stellen können.</p>
<p class="MsoNoSpacing">&nbsp;</p>
<p class="MsoNoSpacing"><em>Welche besonderen Herausforderungen gehen mit einer Online-Informationsveranstaltung im Vergleich zu einer Präsenzveranstaltung einher? </em></p>
<p class="MsoNoSpacing"><em>Kerperien:&nbsp;</em>Es ist schon was anderes als eine Präsenzveranstaltung, da ich während meines Vortrages weniger direktes Feedback erhalte. In einem Klassenraum herrscht natürlich eine ganz andere Atmosphäre. Im Klassenverbund während der Präsenzveranstaltungen fühlen sich die Schülerinnen und Schüler wohl und stellen auch viele Zwischenfragen. In der Gesellschaft völlig fremder Menschen, die man nicht sehen kann, sind alle verständlicherweise etwas schüchterner. Die Schülerinnen und Schüler sind daher stiller und nutzen die Möglichkeit, unsichtbar zu bleiben, indem sie Video und Audio ausstellen. Fragen und Reaktionen kommen online dann aber vielfach nach der Veranstaltung und auch die Chatfunktion wird während meiner Vorträge immer mehr genutzt, um schriftlich Fragen einzubringen. Die Durchführung an sich ist aber im Vergleich keine größere Herausforderung. Bedeutend schwieriger als bisher ist jedoch die Veranstaltungen bekannt zu machen. Wenn ich in eine Schule fahre, sitzt mir natürlich eine ganze Klasse gegenüber, für die dieses Informationsangebot dann im Stundenplan steht. Jetzt müssen wir versuchen, möglichst viele Personen zu erreichen, die mit uns bisher keinen Kontakt hatten. Aktuell gewinnen wir die meisten Teilnehmenden über unseren Mailverteiler, hatten also in der Regel früher schon einen ersten Kontakt auf einer Messe oder während eines Schulbesuches. Unser Instagram-Kanal wird auch oft als Informationsquelle benannt.</p>
<p class="MsoNoSpacing">&nbsp;</p>
<p class="MsoNoSpacing"><em>Wie wurden die Veranstaltungen bisher angenommen?</em></p>
<p class="MsoNoSpacing"><em>Kerperien:&nbsp;</em>Sehr gut. Ich habe ganz am Anfang eine allgemeine Veranstaltung zu allen dualen Studiengängen des Instituts organisiert, für die ich auf Anhieb über fünfzig Anmeldungen erhalten habe. Das Feedback der Teilnehmenden war sehr positiv und es wurde vielfach der Wunsch nach detaillierteren Informationen zu einzelnen Studiengängen geäußert, daher habe ich dann weitere Einzelveranstaltungen geplant. Mittlerweile haben über 100 Schülerinnen und Schüler teilgenommen – das ist eine wirklich tolle und unerwartete Resonanz für mich.</p>
<p class="MsoNoSpacing">&nbsp;</p>
<p class="MsoNoSpacing"><em>Siehst du die Online-Veranstaltungen als sinnvolle Ergänzung zu Präsenzterminen an oder würdest sie in Zukunft sogar vorziehen?</em></p>
<p class="MsoNoSpacing"><em>Kerperien:&nbsp;</em>Vorziehen würde ich sie nicht, aber in Zukunft wird eine Kombination am besten sein, um die Vorteile von beiden Varianten nutzen zu können. Gerade für Studieninteressierte, die von weiter weg kommen oder deren Schule wenige Veranstaltungen zur Berufsorientierung anbietet, sind Online-Formate eine super Sache. Die Möglichkeit, sich ganz bequem und unverbindlich von Zuhause aus zu informieren ist sicher attraktiv für die Zielgruppe. In welchem Verhältnis wir Präsenz- und Online-Veranstaltungen anbieten werden, müssten wir dann in Zukunft aber erst noch anhand des Bedarfs bestimmen. Aktuell probieren wir auch die Teilnahme an Online-Messen aus, da wir immer sehr aktiv auf Studieninformationsmessen waren und hier viele potenzielle Studierende kennengelernt haben. Ich bin sehr gespannt, wie das angenommen wird.&nbsp;</p>
<p class="MsoNoSpacing">&nbsp;</p>
<p class="MsoNoSpacing"><em>Hast du denn das Gefühl, dass die Zielgruppe das Online-Format vorzieht?</em></p>
<p class="MsoNoSpacing"><em>Kerperien:&nbsp;</em>Das kann ich erst abschließend bewerten, wenn wir beides nebeneinander anbieten. Aktuell gibt es ja keine Alternativen zur Online-Variante, daher ist es schlecht einzuschätzen. Ich habe auf jeden Fall das Gefühl, dass die Schülerinnen und Schüler dankbar sind, dass es das Angebot gibt und sie sich trotz der ausfallenden Veranstaltungen informieren können. Ich erhalte viel positives Feedback.</p>
<p class="MsoNoSpacing">&nbsp;</p>
<p class="MsoNoSpacing">Informationen zu unseren Informations- und Beratungsangeboten für Studieninteressierte stehen auf der Seite <a href="/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/bewerbung-und-studium/beratung-und-betreuung/">Beratung und Betreeung</a> zur Verfügung. Auf der <a href="/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/">Einstiegsseite zu unseren Angeboten </a>kündigen wir darüber hinaus aktuelle Veranstaltungen an.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <guid isPermaLink="false">news-8076</guid>
                        <pubDate>Mon, 09 Nov 2020 12:36:00 +0100</pubDate>
                        <title>Warum dual studieren? Warum am Campus Lingen?</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2020/11/warum-dual-studieren-warum-am-campus-lingen/</link>
                        <description>Im ersten Beitrag zum Thema „Warum dual studieren&quot; gingen wir den Fragen nach, welche Formen des dualen Studiums es gibt, was ein duales Studium ausmacht und wieso es so beliebt ist. In diesem Beitrag steht das duale Studium am Campus Lingen im Vordergrund. </description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Am Campus Lingen studieren derzeit etwa 2.300 Studierende, davon über 1.050 dual. Für die dual Studierenden ist das <a href="/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/">Institut für Duale Studiengänge</a> (IDS) zuständig, das aus der Zusammenarbeit der Hochschule Osnabrück und der 1988 gegründeten Berufsakademie Emsland entstanden ist. Genauere Informationen zur Entwicklung des dualen Studiums, insbesondere in Lingen, gibt es demnächst. Doch wie sieht das duale Studium nun am IDS aus?</p>
<p>Am IDS werden insgesamt <a href="/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/studiengaenge/">acht Studiengänge</a> angeboten: fünf praxis- und ausbildungsintegrierende Bachelorstudiengänge, ein berufsintegrierender Bachelorstudiengang und zwei berufsintegrierende Masterstudiengänge. Die praxis- und ausbildungsintegrierenden Bachelorstudiengänge sowie die zwei Masterstudiengänge finden im Blockmodell statt. Bei den Bachelorstudiengängen, mit Ausnahme des Studiengangs <a href="/pflege-bsc-dual-standort-lingen-ems/">Pflege</a>, wechseln sich eine circa zehn- bis zwölf-wöchige Theoriephase mit einer 14- bis 16-wöchigen Betriebsphase ab. Dadurch können sich die Studierenden in der jeweiligen Phase ganz auf den aktuellen Lernort konzentrieren und umfangreiches Wissen erwerben. Im Master sind die Präsenzphasen so organisiert, dass berufstätige Studierende nicht mehr als drei Wochen pro Semester im Unternehmen fehlen. Der berufsintegrierende Bachelorstudiengang Management betrieblicher Systeme (<a href="/studium/studienangebot/bachelor/management-betrieblicher-systeme-betriebswirtschaft-ba-dual-standort-lingen-ems/">Betriebswirtschaft</a> oder <a href="/studium/studienangebot/bachelor/management-betrieblicher-systeme-wirtschaftsingenieurwesen-beng-dual-standort-lingen-ems/">Wirtschaftsingenieurwesen</a>) findet dagegen im Wochenendmodell meist freitags und samstags statt.</p>
<p>Wichtiger Bestandteil von jedem dualen Studiengang ist der Theorie-Praxis-Transfer (siehe Blogbeitrag <a href="https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bmonth%5D=11&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=8074&amp;tx_news_pi1%5Byear%5D=2020&amp;cHash=6eca76e52dc4f6cd284dfbf3b3ec6d6d" target="_blank">Warum dual studieren?</a>). Dieser wird am IDS unter anderem durch die drei Instrumente <a href="/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/theorie-praxis-transfer/">Praxis-Transfer-Projekte</a> im Bachelorstudium bzw. <a href="/studium/studienangebot/master/technologieanalyse-engineering-und-management-meng-dual-standort-lingen-ems/theorie-praxis-transfer/">Reflexionsorientierte Transferstudien</a> im Masterstudium, Projektstudium und Abschlussarbeit sichergestellt. Den wesentlichen Mehrwert dieser Transferarbeiten beschrieb Tobias Ripperda gegenüber der Studierendenbetreuung kürzlich so: „Seit dem dritten Semester denke ich quasi dual. Die Denkweise habe ich auch heute noch und sie hat sich bezahlt gemacht. Beispielsweise laufe ich durch die Produktionen, denke an die Theorie und sehe die Unterschiede zur Praxis. Auf der anderen Seite bin ich mit den Gedanken bei theoretischen Ansätzen und überlege, was davon in der Praxis zu nutzen ist. Wenn ich Probleme in der Praxis sehe, ist klar, wie ich vorgehe, denn das habe ich im dualen Studium rauf und runter gelernt. “</p>
<p>Die Vorlesungen am IDS werden von Lehrenden gehalten, die über sehr viel Praxiserfahrung verfügen. Sie bringen daher neben der Theorie auch sehr viel berufliche Erfahrung und Einblicke in den Berufsalltag und seine Herausforderungen mit. Außerdem wird bei uns eine persönliche Lernatmosphäre großgeschrieben, sodass die Lehre in kleinen Studiengruppen erfolgt. Einige Studierende berichten, dass ihnen dieses Konzept besonders zusagt, weil sie sich in kleineren Gruppen eher trauen, Fragen zu stellen, und sie zu ihren Mitstudierenden und Lehrenden ein persönlicheres Verhältnis aufbauen können. Durch die enge Betreuung der Lehrenden und einen interaktiven Austausch wird ein gutes Verständnis der Lerninhalte gefördert.</p>
<h4>Aber studieren in Lingen?</h4>
<p>Vielen Studieninteressierten, die nicht aus der Region kommen, sagt Lingen an der Ems erst einmal wenig. Unsere Studierenden überzeugen sich während des Studiums aber sehr schnell selbst von den Vorzügen der Kleinstadt. Mit dem Fahrrad sind von der Hochschule aus quasi alle Hot Spots in maximal 15 Minuten erreichbar – die Innenstadt mit ihren Bars, Restaurants und Shoppingmöglichkeiten, die Kinos, das Schwimmbad, die Ems oder der nächstgelegene See. Auch Kulturliebhaber*innen und Partygänger*innen kommen nicht zu kurz. Es gibt verschiedene Theater und neben den klassischen WG-Partys bietet Lingen auch mehrere Partylocations. Auch der ASTA und die Mentor*innen des IDS organisieren verschiedene Events. Die Freizeitangebote sind vielfältig und werden auch von den dual Studierenden wahrgenommen. Entgegen vieler Vorurteile kommt die Freizeit im dualen Studienmodell bei uns nicht zu kurz.</p>
<p>Auch der neue und moderne Campus der Hochschule kommt gut an, denn dieser ist im „Haus-in-Haus-Prinzip“ in einem alten Eisenbahnausbesserungswerk untergebracht. Die Architektur ist so angelegt, dass es die alten Strukturen erhält und mit der modernen Architektur zeitgleich innovativ ist. Am Campus befinden sich neben den Lehrräumen die Bibliothek und gleich nebenan die Mensa, die von sehr vielen Studierenden aufgrund ihres guten Angebots genutzt wird. Der Campus liegt direkt am beschaulichen Bahnhof – eine Anbindung ist somit regional und überregional auch ohne Auto sichergestellt. In unmittelbarer Nähe zum Campus befinden sich auch Wohnheime, die spezielle Wohnangebote für dual Studierende ermöglichen.</p>
<h4>Überzeugt? Noch Fragen?</h4>
<p>Wenn du Lust hast, dual zu studieren und das duale Studium gerne bei uns am IDS absolvieren möchtest oder noch Fragen hast, dann steht dir das Büro für Studierenden- und Unternehmensbetreuung jederzeit persönlich, telefonisch unter 0591 80098-739 oder per <a href="mailto:betreuung-ids@hs-osnabrueck.de" class="mail">E-Mail</a> mit Rat und Tat zur Verfügung. Wir arbeiten mit über 500 Praxispartnern zusammen und geben dir gerne eine Kontaktliste an die Hand, damit du deine Traumstelle findest.</p>
<h4>Noch nicht überzeugt?</h4>
<p>Seit Juli können wir dir auch ein persönliches Gespräch mit den Mentor*innen vermitteln. Durch sie kannst du einen Eindruck des dualen Studiums von derzeit Studierenden erhalten. Außerdem werden in den nächsten Wochen einige ehemalige Absolventinnen und Absolventen ihren Werdegang in unserem Blog vorstellen und Fragen zum dualen Studium am IDS beantworten. Es lohnt sich also, immer mal wieder vorbeizuschauen und sich vielleicht doch überzeugen zu lassen.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Mon, 02 Nov 2020 14:19:00 +0100</pubDate>
                        <title>Praxistransferprojekte und ihre Bedeutung für das duale Studium</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2020/11/praxistransferprojekte-und-ihre-bedeutung-fuer-das-duale-studium/</link>
                        <description>Praxistransferprojekte (PTPs) sind ein wichtiger Baustein im dualen Bachelorstudium am Campus Lingen. Unsere dual Studierenden haben gegenüber den PTPs gemischte Gefühle – von sinnvoll bis lästig ist alles mit dabei. Heute schauen wir uns daher an, wie es dazu kommt und warum die PTPs so wichtig sind.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Im Gespräch mit derzeitigen oder ehemaligen dual Studierenden zu der Anfertigung der sogenannten Praxistransferprojekte (PTPs) hören wir unterschiedliche Reaktionen wie „Ja, ist ganz sinnvoll“ oder „Die sind nervig“. Wie so unterschiedliche Eindrücke entstehen und was es grundsätzlich mit den Praxistransferprojekten auf sich hat, ist hier Thema:</p>
<h4>Die Grundlagen</h4>
<p>Ziel des dualen Studiums ist es, die praktischen Erfahrungen des Berufslebens mit den wissenschaftlichen Inhalten eines Studiums zu verzahnen, beide Perspektiven aufeinander anzuwenden und zu hinterfragen. Durch die abwechselnden Praxis- und Studienphasen soll die Übertragung der wissenschaftlichen Erkenntnisse auf die praktische Arbeit von Anfang an unterstützt &nbsp;und die Kompetenzentwicklung der Studierenden gefördert werden. Auf unserer Webseite gibt es daher eine ganze Seite zum Thema <a href="/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/theorie-praxis-transfer/">Theorie-Praxis-Transfer </a>und wie dieser am IDS verfolgt wird. An dieser Stelle daher nur eine kurze Zusammenfassung: &nbsp;</p>
<p>Wir nutzen zur systematischen und strukturellen Verzahnung von Theorie und Praxis im Bachelorstudium drei Instrumente: 1. Die Praxistransferprojekte, 2. das Projektstudium und 3. die Bachelorarbeit. Diese Prüfungsformen werden genutzt, um sowohl die Praxis als auch die Theorie wechselseitig aufeinander zu beziehen und zu hinterfragen. Es sollen die praktische Arbeit im Unternehmen auf Basis der Theorie und die theoretischen Inhalte der Vorlesungen auf Basis der beruflichen Erfahrung kritisch reflektiert werden. Möglicherweise stellt sich dabei heraus, dass Prozesse im Unternehmen verbessert werden können oder sich auch neue Anwendungen für den Betrieb ergeben. Hinsichtlich der theoretischen Konzepte können sich Lücken zeigen, die auf weitergehenden Forschungsbedarf hinweisen. Diese reflektierte Wahrnehmung, einhergehend mit der Übernahme von Verantwortung für ein Aufgabenfeld und ggf. Veränderungsvorschläge, wird von Akademikerinnen und Akademikern nach Abschluss eines Studiums in der Praxis erwartet.</p>
<h4>Die Praxistransferprojekte (PTPs)</h4>
<p>PTPs sind kurze Ausarbeitungen, in denen die Inhalte eines Moduls auf ein Praxisbeispiel angewendet werden. Da die Studierenden die PTPs bereits ab dem ersten Semester erstellen, können sie schon früh fachliche und fachübergreifende Kompetenzen sowie soziale Fähigkeiten ausbilden und sind dadurch in der Lage, ihr theoretisches Wissen ziel- und lösungsorientiert in der Praxis anzuwenden. Neben der praxisbezogenen Anwendung der Theorie sollen die Studierenden im Zuge der PTPs auch das wissenschaftliche Arbeiten trainieren, um sich optimal auf die spätere Bachelorarbeit vorzubereiten.</p>
<p>Pro Semester sind für jedes Modul eine benotete Prüfungsleistung wie Referate, Klausuren oder Hausarbeiten, und ein unbenotetes PTP vorgesehen. Musste früher noch für jede Veranstaltung eine alleinstehende Ausarbeitung verfasst werden, gibt es seit einigen Jahren die Möglichkeit, übergreifende PTPs zu erstellen, die die Inhalte mehrerer Module miteinander kombinieren. Darunter fallen modul- und personenübergreifende PTPs. Diese Entscheidung beruhte auf einem offenen Austausch zwischen Studierenden, den Unternehmen und dem IDS. Durch die Veränderung sollte zum einen die Themenfindung erleichtert und zum anderen eine Verknüpfung mehrerer Fachinhalte verbunden mit einer noch tiefergehenden Bearbeitung ermöglicht werden. Dies war ein häufig geäußerter Wunsch der Studierenden.</p>
<p>Während und nach Fertigstellung der PTPs gibt es für die Studierenden die Möglichkeit, an Workshops des Studierenbetreeungsteams zu ihrer Kompetenzentwicklung teilzunehmen. Während der Analyse- und Schreibphase können die Studierenden ihre Zwischenstände vorstellen und erhalten in den Workshops Feedback und Hilfestellungen zu Aspekten, die ihnen schwerfallen. Darüber hinaus können individuelle Beratungstermine wahrgenommen werden. Nach dem erfolgreichen Abschluss eines PTPes haben die Studierenden die Möglichkeit, ihre Ergebnisse ihren Kommilitoninnen und Kommilitonen sowie in ihren Unternehmen im Rahmen einer Präsentationsrunde vorzustellen. Dort erhalten die Studierenden Feedback, können gemeinsam mit anderen fachlich diskutieren und sammeln Erfahrungen für verschiedene Bereiche ihrer Berufsausübung. Dazu gehört insbesondere die Fähigkeit, komplexe Inhalte oder Veränderungen an unterschiedliche Zielgruppen, Laien und Expert*innen, verständlich und anschlussfähig zu vermitteln. Die Studierenden erreichen durch die Erstellung der PTPs infolge eines tiefergehenden Verständnisses des Theorie-Praxis-Bezugs nicht nur persönliche Lernerfolge, sondern können auch weitergehende Kompetenz wie die genannten Präsentations- und Kommunikationsfähigkeiten entwickeln.</p>
<h4>Verschiedene Eindrücke zu PTPen</h4>
<p>Während PTPs und die Vorstellung ihrer Ergebnisse im Studium häufig Herausforderungen darstellen, die zu den eingangs genannten Reaktionen führen, bewerten viele unserer Absolventinnen und Absolventen die PTPs im Nachhinein als besonders wertvoll für ihre Entwicklung. Bei der Anmeldung zu unserem 30-jährigen Jubiläum im vergangenen Jahr wurden die Gäste, darunter &nbsp;Studierende, Absolvent*innen sowie Vertreter*innen unserer Kooperationsunternehmen, gebeten, das duale Studium zu reflektieren. An dieser Stelle möchten wir ein paar Statements zu den PTPs wiedergeben:</p>
<p>„PTPs fördern das eigene Interesse an Abläufen im Unternehmen, da die Themensuche teilweise längere unternehmensinterne Recherche benötigt, was zu einer genaueren Auseinandersetzung mit dem Unternehmen führt.“</p>
<p>„Geniales System! Der ständige Bezug zur Praxis hat sich als sehr sinnvoll erwiesen. Ich empfehle einen solchen Ausbildungsweg gerne weiter.“</p>
<p>„Einen Teilbereich des Moduls in der betrieblichen Praxis anzuwenden war interessant.“</p>
<p>&nbsp;„Bindung zum realen Unternehmen wird aufgebaut.“</p>
<p>„Hat mir sehr geholfen, Zusammenhänge zu erkennen und zu verstehen.“</p>
<p>Außerdem erhielten wir Assoziationen wie „Individualität“, „neue Erkenntnisse“, „praxisnah“, „nachhaltig“, „lehrreich/hilfreich“ oder „Zusammenhalt und Teamwork unter Kommilitonen“. Natürlich gab es auch kritische Stimmen. Diese bezogen sich vorrangig auf die Wahl der Problemstellung im Betrieb: „unsinnige Themensuche“ oder „manchmal ist ein ordentlicher Bezug zu dem Modul im Unternehmen schwierig“. Uns ist durch die jahrelange Erfahrung bewusst, dass es nicht immer einfach ist, ein geeignetes Thema sofort parat zu haben – einige Studierende empfinden die Suche eines Themas und die Erstellung des PTPes daher auch mal als zu aufwendig. Um sie mit diesen Schwierigkeiten aber nicht alleine zu lassen, gibt es Beratungsangebote zur Themenfindung,&nbsp; Strukturierung und Aufarbeitung von Defiziten sowie Unterstützung bei der Erstellung komplexer, übergreifender PTPs zum Beispiel durch unsere Studierendenbetreuung.</p>
<p>​Schmunzeln mussten wir bei Bemerkungen wie „einige [PTPs] sind ja doch wohl sinnvoll“. Viele Absolventinnen und Absolventen bestätigen uns einige Jahre nach ihrem Studienabschluss häufig, dass sie die PTPs zwar als herausfordernd und manchmal lästig wahrgenommen haben, im Nachhinein aber froh über die Erfahrung sind. Je nach Modul falle die Themensuche zwar mal leichter und mal schwieriger aus, insgesamt sei der intensive Theorie-Praxis-Transfer durch die&nbsp; PTPs rückblickend aber sehr lehrreich gewesen.</p>
<h4>Fazit</h4>
<p>Die PTPs sind fester Bestandteil des dualen Studiums am IDS und nicht wegzudenken, da sie einen entscheidenden Einfluss auf die Verknüpfung von Theorie und Praxis haben. Pro- und Kontra- Argumente finden sich, wie in jedem anderen Lebensbereich, immer. Unsere Studierenden können sich bei mit diesem Thema und anderen Anleigen stets immer auf die Beratung der Studierendenbetreuung verlassen und sich bei uns melden. Konstruktive Kritik ist dabei in beide Richtungen erwünscht und fester Bestandteil unserer Philosophie.</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Mon, 02 Nov 2020 11:58:00 +0100</pubDate>
                        <title>Warum dual studieren? </title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2020/11/warum-dual-studieren/</link>
                        <description>Zum Ende der Schulzeit oder Erstausbildung, nach einem FSJ oder im Laufe des Berufslebens stellt sich die Frage nach der persönlichen Aus- und Weiterbildung. Aus einer Vielzahl von Angeboten gilt es, dass für sich passende zu finden. Eine Möglichkeit ist das duale Studium. </description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Wenn es um die Erstausbildung und die persönliche Weiterbildung geht, stehen Interessierten heutzutage unzählige Möglichkeiten zur Verfügung. Mit einer Fachhochschulreife oder dem Abitur bieten sich neben der praktischen Berufsaus- und Weiterbildung auch vielfältige Studienmöglichkeiten an einer Hochschule oder Universität zu studieren. Neben den unzähligen Studiengängen und -richtungen gibt es auch verschiedene Studienformen. Warum es sich lohnt, dual zu studieren und dieses innovative Bildungsmodell für die eigene Aus- und Weiterbildung zu entdecken, soll in diesem Beitrag erklärt werden.</p>
<h4>Welche Formen des dualen Studiums gibt es?</h4>
<p>Es gibt ausbildungs-, praxis- und berufsintegrierende duale Studiengänge. Ausbildungs- und praxisintegrierende Studiengänge richten sich dabei vorrangig an Berufseinsteiger*innen, während berufsintegrierende Berufstätige ansprechen, die sich weiterbilden möchten.</p>
<p>Ausbildungsintegrierende duale Studiengänge verbinden das duale Studium mit einer anerkannten Berufsausbildung, bei der eine Abschlussprüfung abgelegt werden muss. Bei der Planung der Praxisphasen müssen zusätzlich die Ausbildungsrahmenpläne der Kammern berücksichtigt werden. Studierende dieses Modells halten dafür am Ende des Studiums zwei Abschlüsse in der Hand – den der Berufsausbildung und einen akademischen Titel. Im Gegensatz zu den ausbildungsintegrierenden Studiengängen verzichten die praxisintegrierenden dualen Studiengänge auf den Abschluss einer Berufsausbildung. Das Organisationsmodell mit abwechselnden Theorie- und Praxisphasen bleibt dabei bestehen.</p>
<p>Ein berufsintegrierendes duales Studium wird meist für die berufliche Weiterentwicklung auf akademischem Niveau genutzt, da sie die bestehende Berufstätigkeit mit dem Studium verbindet. Die berufsintegrierenden Bachelorstudiengänge sind für Personen interessant, die bereits eine erste Berufsausbildung abgeschlossen haben. Für Interessierte, die bereits einen ersten akademischen Abschluss erlangt haben, bieten sich berufsintegrierende Masterstudiengänge an.</p>
<p>Die drei dualen Studienformen zeichnen sich durch eine besonders intensive Theorie-Praxis-Relation aus. Die Inhalte des Studiums werden im dualen Studium in Beziehung zur Unternehmenspraxis gesetzt, reflektiert und diskutiert.</p>
<h4>Was macht das duale Studium aus?</h4>
<p>Das duale Studium verbindet und verzahnt intensiv die Erfahrungen, die dual Studierende im Unternehmen sammeln, mit der wissenschaftlichen Ausrichtung an einer Hochschule. Der Theorie-Praxis-Transfer steht daher an oberster Stelle. Dahinter steckt die Idee, dass dual Studierende im Rahmen ihres Studiums weder auf die Theorie noch auf die praktische Anwendung verzichten müssen. Diese Verzahnung von mindestens zwei Lernorten und der daraus resultierende Theorie-Praxis-Transfer tragen zur Kompetenzentwicklung bei. Dual Studierende erleben, dass sich Theorie und Praxis in unterschiedlichem Maße unterscheiden (können). Durch diese Differenzerfahrung geschieht die Kompetenzentwicklung, denn die Studierenden lernen zu entscheiden, wie sie mit der erlebten Differenz von Theorie und Praxis vorgehen möchten: Ignorieren? Akzeptieren? Abbauen? Wenn ja, in welche Richtung? Sollte sich die Theorie oder die Praxis weiterentwickeln?</p>
<p>Außerdem lernen die dual Studierenden während des Studiums mit unterschiedlichen Personen aus Theorie und Praxis zu sprechen. Sie kommen mit Kommiliton*innen unterschiedlicher Fachrichtungen, Lehrenden und wissenschaftlichem Personal sowie Kolleg*innen, Führungskräften und der Geschäftsführung in Kontakt. Sich auf so viele verschiedene Menschen einstellen und mit ihnen kommunizieren zu können, kann im Berufsleben vieles erleichtern und die Karriere positiv unterstützen.</p>
<p>Darüber hinaus erzeugt das duale Studium ein tiefgehendes Verständnis von Theorie und Praxis. Außerdem unterstützt der Theorie-Praxis-Transfer (TPT) die dual Studierenden bei ihrer beruflichen Perspektiventwicklung. Diese geht über die Entwicklung des derzeitigen Arbeitsplatzes hinaus, da sich die Studierenden schon während des Studiums mit der Zeit danach auseinandersetzen und Wünsche an eine spätere berufliche Tätigkeit entstehen. Um anspruchsvollen Aufgaben nachgehen zu können, müssen die dual Studierenden ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen und zeigen, dass sie in der Lage sind, Verantwortung zu übernehmen. Über den TPT ist dies möglich, denn sie können Projekten und Aufgaben nachgehen, die das aktuelle Tagesgeschäft überschreiten. Dadurch können die Studierenden sich und ihr Können beweisen und sich damit für andere Aufgaben empfehlen.</p>
<h4>Warum ist das duale Studium so beliebt?</h4>
<p>Immer mehr Studiengänge werden heute als Kooperationen von Hochschulen und Unternehmen dual angeboten. Die Gründe dafür sind vielfältig, resultieren aber natürlich insbesondere aus der steigenden Nachfrage von Seiten der Studieninteressierten und Unternehmen. Die Studieninteressierten sehen laut Umfragen die Praxisnähe und Berufserfahrung als die ausschlaggebendsten Vorteile des dualen Studiums und suchen deshalb insbesondere nach den Angeboten. Dabei sei allerdings angemerkt, dass die häufige Erwartung an die Praxisnähe, nämlich, dass sich Theorie und Praxis decken, nicht der Realität entspricht. Viel eher sollten Studieninteressierte annehmen, dass sich beides unterscheidet, denn unter diesen Bedingungen lässt es sich am besten lernen.</p>
<p>Die finanzielle und berufliche Sicherheit sind weitere Gründe, die laut Studieninteressierten für ein duales Studium sprechen. Außerdem überzeugen die tendenziell kleineren, leistungsstarken Studiengruppen. Dual Studierende berichten immer wieder, dass sie durch das duale Studium und inbegriffene Abteilungswechsel während ihrer Praxisphasen viele Kontakte und einen guten Überblick über die Vorgänge im Unternehmen haben. Insbesondere in der Berufseinstiegsphase profitieren die dual Studierenden von ihrem Studium, da sie durch ihre Erfahrungen schneller einsatzfähig sind.</p>
<p>Zu den Vorurteilen des dualen Studiums zählt, dass den dual Studierenden wenig Freizeit bleibt. Aus unserer Sicht, kommt es dabei aber auf unterschiedliche Aspekte an. Grundsätzlich unterscheidet sich die Wahrnehmung der Arbeitsbelastung je nach persönlicher Selbst- und Arbeitsorganisation und subjektivem Empfinden. Darüber hinaus spielt aber natürlich die Wahl der Organisationsform des dualen Studiums eine Rolle. Wir empfehlen eine offene Ansprache dieser Sorgen um die „Work-Life-Balance“ in einem Beratungsgespräch mit der Hochschule.</p>
<p>Die Nachfrage nach dualen Studiengängen steigt von Seiten der Unternehmen, da diese ein großes Interesse an kritisch denkenden, reflektierenden und verantwortungsvollen Mitarbeitenden haben. Mitarbeitende mit diesen Fähigkeiten können sehr gut mit Veränderungen umgehen und verantwortungsvolle Positionen besetzen – solche Mitarbeitenden sind dementsprechend bei Unternehmen besonders begehrt. Dual Studierende lernen genau diese Fähigkeiten im dualen Studium aus- und weiterzuentwickeln und sich zu eigen zu machen. Außerdem sind Fachexpertise sowie fachübergreifendes Denken gefordert. Dieses bilden die Studierenden unter anderem durch die Praxisnähe (siehe oben) aus.</p>
<p>Informationen zum dualen Studium am Campus Lingen und den Vorzügen einer Kleinstadt wie Lingen als Studienort, gibt es nächste Woche. Schau wieder vorbei!</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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                        <pubDate>Fri, 30 Oct 2020 12:04:00 +0100</pubDate>
                        <title>Und nach der Krise? – Mit einem dualen Studium weiterbilden und unentbehrlich werden </title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/wir/fakultaeten/mkt/institute/institut-fuer-duale-studiengaenge/ids-blog/detail/2020/10/mit-einem-dualen-studium-weiterbilden-und-unentbehrlich-werden/</link>
                        <description>Unerwartete Situationen wie die Corona-Pandemie erfordern innovative, schnelle, aber auch nachhaltige Reaktionen. Es gilt, die Folgen einzelner Entscheidungen zu bedenken und das Unternehmen mit all seinen Beschäftigten sicher durch kritische Zeiten zu führen. Eine Vorbereitung auf solche Herausforderung bieten unsere dualen Masterstudiengänge. </description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Entscheidungsträger im Management stehen vor der Herausforderung, vorausschauend handeln zu müssen, während sie gleichzeitig mit ungewissen Situationen konfrontiert sind. Die Corona-Pandemie als plötzlich auftretende globale Krise hat uns gezeigt, dass gesamtgesellschaftliche Notlagen Unternehmen sowohl in Bezug auf ihre Produkte und Dienstleistungen als auch in ihrer Position als Arbeitgeber fordern. Es wurde deutlich, dass bei der Entscheidungsfindung die eventuellen Folgen für die Gesellschaft im betrieblichen Geschehen stärker berücksichtigt werden müssen. In unseren dualen Masterstudiengängen greifen wir genau solche Aspekte auf und vermitteln die hierbei benötigten Führungsqualitäten sowie strategischen und konzeptionellen Fähigkeiten.</p>
<h4>Berufsintegrierend studieren, krisenfest arbeiten</h4>
<p>Ein duales Weiterbildungsstudium fördert anwendungsrelevantes Wissen sowie die benötigten sozialen Fähigkeiten, um den unterschiedlichsten beruflichen Herausforderungen adäquat begegnen zu können. Unsere berufsintegrierenden Masterprogramme ermöglichen den Studierenden die Ausbildung weitreichender Qualifikationen bei gleichzeitiger Fortführung der Berufstätigkeit. Anstatt vom Job in ein Vollzeitstudium zu wechseln, können sie einen parallelen Kompetenzaufbau verfolgen und ihre eigene Arbeit im Unternehmen ins Studium integrieren. Im Rahmen dieses Theorie-Praxis-Transfers können wir ganz gezielt bei Fragestellungen nach der gesellschaftlichen Ausrichtung oder übergreifenden Nachhaltigkeitsaspekten ansetzen, ohne die Praktikabilität aus den Augen zu verlieren.</p>
<p>Konkret bedeutet dies, dass wir in unseren berufsintegrierenden Studiengängen strukturelle sowie konzeptionelle Betrachtungen praktischer Problemstellungen in den Vordergrund rücken und eine individuelle Weiterentwicklung des eigenen Arbeitsplatzes unter Einbezug des Gesamtkontextes fördern. Unsere Studierenden lernen, Verbesserungspotenziale systematisch aufzudecken und neue Entwicklungsoptionen zu erschließen, während sie gleichzeitig ihre eigenen personalen Kompetenzen ausbauen können. Im Falle einer Krise helfen ihnen diese Fähigkeiten, Problembereiche zu erkennen und alternative Ansätze zu entwickeln, um die Unternehmensgeschäfte auch in schwierigen Zeiten weiterzuführen. Im Laufe des Studiums werden sie dadurch zu unentbehrlichen Fachkräften, die allen Anforderungen des volatilen Unternehmensumfeldes gewachsen sind.</p>
<p>Hinzu kommt, dass unsere Studierenden aufgrund ihrer Berufserfahrung vielfach bereits eigene Projekte bearbeiten und verantworten. Potenzielle Krisensituationen können wir somit praxisnah simulieren und analysieren. Die im Studium vertieften Fachkenntnisse können unseren Studierenden zudem als fundierte Basis dienen, um schnelle aber durchdachte Entscheidungen zu treffen. In diesem Zusammenhang legen wir besonderen Wert darauf, potenzielle Folgen zu besprechen und lehren die Studierenden, wie sie die Konsequenzen ihrer Handlungen im Voraus abschätzen können. Dabei beziehen wir nicht nur ökonomische und technologische, sondern auch soziale und ökologische Aspekte in die Überlegungen ein und vermitteln eine ganzheitliche Betrachtungsweise.</p>
<h4>Vorbereitung auf die Zukunft am Campus Lingen</h4>
<p>In Krisenzeiten sind nicht nur das Management, sondern alle Abteilungen und Beschäftigen gefordert, um die Situation möglichst unbeschadet zu überstehen. Um alle Beteiligten einzubinden, bedarf es entsprechender Konzepte sowie Führungskräfte, die diese umsetzen und voranbringen können. Unsere berufsintegrierenden Masterstudiengänge bereiten die Studierenden auf diese Aufgabe vor und geben ihnen sowohl das Wissen als auch die sozialen Fähigkeiten an die Hand, um die Beschäftigen nicht nur einzubeziehen, sondern so weit zu fördern, dass sie eigenverantwortlicher und autonomer im beruflichen Alltag ebenso wie in Krisenzeiten agieren können. Lassen Sie sich gerne zu unseren Angeboten beraten und informieren Sie sich auf unseren Studiengangseiten zu den Inhalten und der Organisation der dualen Weiterbildungsstudiengänge am Campus Lingen:</p><ul> 	<li><a href="/studium/studienangebot/master/fuehrung-und-organisation-ma-dual-standort-lingen-ems/" target="_blank">Führung und Organisation (M.A.)</a></li> 	<li><a href="/studium/studienangebot/master/technologieanalyse-engineering-und-management-meng-dual-standort-lingen-ems/" target="_blank">Technologieanalyse, -engineering und -management (M.Eng.)</a></li> </ul><p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                        
                            
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