Studierende entwickeln ihre eigenen Startups im RISE – Praxissemester zwischen Idee, Prototyp und Unternehmertum
19. Juni 2026
Welche Chancen bietet ein Startup-Praktikum im RISE wirklich? Wie entstehen aus ersten Ideen konkrete Geschäftsmodelle? Und was bedeutet es, während des Studiums an der eigenen Gründung zu arbeiten?
Im RISE StartUp!Lab der Hochschule Osnabrück, nutzen Studierende ihr Pflichtpraktikum nicht nur zur beruflichen Orientierung, sondern als Startpunkt für ihre eigene unternehmerische Reise.
Im aktuellen Praktikumsdurchlauf arbeiten Studierende aus unterschiedlichen Studiengängen an sehr verschiedenen Ideen: von einer internationalen KI-Plattform bis hin zu einer Gartenplaner-App. Dabei wird schnell deutlich: Im RISE geht es nicht um klassische Praktikumsaufgaben, sondern um echte Gründungsarbeit – begleitet durch Coaching, Workshops, Netzwerkformate und eine starke Community.
Studierende mit eigenen Gründungsideen - Von der Idee zum Geschäftsmodell
Ein Beispiel sind die Geschwister Negyn und Reza Rahmani Nazari Ramos aus dem Studiengang International Management. Gemeinsam entwickeln sie im Rahmen ihres Startup-Praktikums die Idee „Iteras“ – eine digitale Plattform, die Unternehmen dabei unterstützen soll, wirtschaftliche und operative Herausforderungen zwischen Europa und Lateinamerika besser zu verstehen und zu lösen.
Die Idee entstand aus eigenen Beobachtungen und ersten Interviews mit Unternehmen. Ursprünglich als digitales „Playbook“ gedacht, hat sich das Konzept im Laufe des Praktikums stark weiterentwickelt. Heute arbeiten die beiden an einer interaktiven Plattform mit Diagnose-Tools, Auswertungen sowie Trainings- und Workshopformaten.
„Am Anfang war es nur ein Dokument. Durch die Interviews haben wir aber verstanden, dass Unternehmen eher eine Plattform wollen als statische Inhalte“, berichten sie. Besonders wichtig war dabei das Feedback aus dem RISE-Netzwerk und von potenziellen Nutzer*innen.
Unterstützt wurden sie unter anderem durch Coaching, Workshops und direkte Kontakte zu Unternehmen, die für die Validierung der Idee entscheidend waren. Auch Fördermöglichkeiten konnten sie über das RISE erschließen, unter anderem erhält Negyn exist Women
Auch Timo Vähning aus der Angewandten Pflanzenbiologie nutzt sein Praktikum, um eine eigene Idee aufzubauen. Seine „V-Plant“-App soll Hobbygärtner*innen dabei helfen, Pflanzen zur richtigen Zeit optimal zu pflegen und ihren Garten besser zu strukturieren.
Als er ins RISE kam, existierte die Idee zunächst nur grob auf dem Papier. Heute hat sich daraus bereits ein erster klickbarer Prototyp entwickelt. Besonders prägend war für ihn der iterative Entwicklungsprozess im RISE:
„Ich habe gelernt, dass man nicht sofort alles perfekt machen muss. Wichtig ist, klein anzufangen und Schritt für Schritt zu testen.“
Ein zentraler Meilenstein war für ihn die Prototypenparty, bei der er seine erste Version der App präsentieren konnte. Dort erhielt er nicht nur Feedback, sondern auch Bestätigung und neue Impulse für die Weiterentwicklung.
Auch das Geschäftsmodell wurde im Laufe des Praktikums geschärft. Statt einer einzigen Monetarisierungsstrategie denkt Timo inzwischen flexibler und testet verschiedene Ansätze in kleinen, realistischen Schritten.
Mehr als nur ein Praktikum
Was alle Projekte verbindet: Das Startup-Praktikum im RISE ist weit mehr als eine klassische Praxisphase im Unternehmen. Studierende arbeiten an ihrer eigenen Idee, entwickeln Geschäftsmodelle weiter und lernen gleichzeitig die Grundlagen unternehmerischen Denkens.
Besonders hervorgehoben wird dabei die Kombination aus Freiraum und Struktur. Während ein Großteil der Zeit in die eigene Idee fließt, bieten Workshops, Coaching-Sessions und Events gezielte Unterstützung. Auch der Austausch mit anderen Studierenden spielt eine zentrale Rolle.
„Hier kann man wie ein Unternehmen denken und gleichzeitig selbst das Unternehmen sein“, beschreibt es Negyn.
Auch Timo sieht darin einen entscheidenden Unterschied zu klassischen Praktika: Statt in eine bestehende Struktur einzutauchen, entsteht hier Raum für eigene Verantwortung und kreative Entwicklung.
Netzwerk, Werkstatt und echte Gründungserfahrung
Neben Coaching und Workshops profitieren die Studierenden vor allem vom direkten Zugang zur Gründungsszene. Ob Prototyping, 3D-Druck, Feedbackrunden oder Networking-Events – das RISE bietet eine Infrastruktur, die gezielt auf die Umsetzung von Ideen ausgerichtet ist.
Für viele entsteht dadurch ein Umfeld, in dem Ideen schneller getestet, verworfen oder weiterentwickelt werden können. Gleichzeitig entstehen Kontakte, die über das Praktikum hinaus relevant bleiben.
Ausblick: Weitere Gründungsideen folgen
Das Startup-Praktikum im RISE ist ein dynamischer Prozess – und die vorgestellten Projekte sind nur ein Ausschnitt.
Ein weiteres Interview folgt im August mit Nicklas Spiering, Media- & Interaction Designer, der im RISE an seiner Selbstständigkeit arbeitet. Auch hier steht die Verbindung von Studium, kreativer Praxis und Gründung im Mittelpunkt.
Fazit: Ein Praxissemester mit Gründungsperspektive
Die Beispiele zeigen deutlich: Das Startup-Praktikum im RISE bietet Studierenden die Möglichkeit, eigene Ideen ernsthaft weiterzuentwickeln, mit echter Unterstützung, einem starken Netzwerk und viel Raum zum Ausprobieren.
Wer nicht nur ein Praktikum absolvieren, sondern an der eigenen Zukunftsidee arbeiten möchte, findet im RISE eine Umgebung, die genau das möglich macht.
Interesse geweckt?
Bewirb dich jetzt für dein Praxissemester im RISE! Schicke uns deine Unterlagen (Lebenslauf, Zeugnisse, kurzes Motivationsschreiben inkl. Info zur Gründungsidee) als PDF an Jana von Höne (j.von-hoene@hs-osnabrueck.de). Bei Fragen kannst du dich gerne vorab bei Jana melden.