Let’s rise Meetup – Eine Möglichkeit zum Vernetzen

02.06.2026

Welche Hürden begegnen jungen Gründer*innen? Welche Chancen bietet das RISE und die Osnabrücker Gründungsszene? Wie helfen Zielgruppeninterviews oder ein starkes Netzwerk dabei, eine Idee weiterzuentwickeln?  

Diese Fragen standen im Mittelpunkt des Let’s rise Meetup für Gründungsinteressierte am 02.06.2026. Die Teilnehmenden nutzten die Gelegenheit, praxisnahe Einblicke in verschiedene Gründungsgeschichten zu erhalten, wertvolle Kontakte zu knüpfen und die Vielfalt der regionalen Startup‑Landschaft kennenzulernen. 

 

Studierende mit Zukunftsvisionen 

Zu Beginn des Abends stellten Studierende verschiedene Gründungsideen vor. Es wurde deutlich wie vielfältig Ideen sein können und welche Ressourcen und Möglichkeiten das RISE bietet. Timo Vähning, derzeit Startup‑Praktikant im RISE, stellte die Gartenplaner‑App V‑Plant vor. Die App soll Hobbygärtner*innen dabei unterstützen, Pflanzen zur richtigen Zeit optimal zu pflegen. Präsentiert wurden Einblicke in die Ideenphase sowie mögliche Weiterentwicklungen, die das Konzept künftig erweitern könnten. 

Die Geschwister Nygyn und Reza Rahmani Nazari Ramos präsentierten ihr Startup-Praktikumsprojekt Iteras. Dabei handelt es sich um eine Website, die mithilfe von KI-Beratungstools die wirtschaftlichen Verbindungen zwischen Europa und Lateinamerika stärken soll. Sie berichteten von ihrem Website Aufbau und holten sich vom Publikum Feedback zu ihrer Idee.  

Teoman Günes stellte die Gründungsidee Klettflow vor. Dies ist ein haptisches Productivity‑Tool, dass die Alltagsplanung mithilfe von Klett‑To‑Do‑Karten erleichtert. Das Besondere: Klettflow lässt sich gemeinsam nutzen und flexibel an individuelle Bedürfnisse anpassen. Aktuell befindet sich das Projekt in der Recherche‑ und Materialtestphase, in der verschiedene Varianten- des Materials und Einsatzmöglichkeiten erprobt werden sollen. 

Außerdem präsentierte Lena Kuschel aus dem KickStart‑Batch #1 ihre Gründungsidee Rawry – Raw Cakes im Glas und zeigte, wie schnell sich ein Pitch innerhalb eines Jahres weiterentwickeln kann. Bei einem früheren Let’s rise-Event lernte sie ihre heutige Co‑Founderin Sina Schmidt kennen, welches den Startpunkt für ihr gemeinsames Food‑Startup bildete. Zudem berichtete sie darüber, wie sie ihre Gründungsidee mit ihren Studienmodulen verknüpft.  Nach der KickStart‑Förderung arbeitete das Team intensiv an Produkt und Marke. Nun folgt der nächste Meilenstein, indem Rawry die NBank‑Förderung erhält.  

NBank unterstützt junge Gründer*innenteams für bis zu zehn Monate mit einem monatlichen Gehalt, um Lebenshaltungskosten zu decken. Die Förderung richtet sich an Teams von bis zu drei Personen, die noch nicht gegründet haben, aber bereits aktiv auf dem Weg dorthin sind. 

Impulse aus der Gründungspraxis 

Neben den studentischen Projekten gaben erfahrene Gründer Einblicke in ihre unternehmerische Praxis und teilten wertvolle Erfahrungen. Christian Geesken, Gründer von Fluxie, gab Einblicke in den Weg zu seinem heutigen Startup. Fluxie verbindet physische Lernkarten mit einer App, in der Kinder in interaktive Geschichten und Wissenswelten eintauchen. Die App passt sich automatisch dem individuellen Lesestand an und liefert genauso viel Unterstützung wie nötig, bis Kinder selbstständig weiterlesen können. 

Sein Bericht machte deutlich, dass Gründung ein fortlaufender Prozess ist: Ideen werden weiterentwickelt, verworfen und neu gedacht. Entscheidend sei, dranzubleiben und kontinuierlich weiterzumachen. Besonders wertvoll waren für Fluxie seien die zahlreichen Zielgruppeninterviews, die das Produkt entscheidend geschärft haben. 

Uwe Steinkamp, Gründer und Geschäftsführer der altosens GmbH, gab Einblicke in das Fraunhofer‑Spin‑off aus Osnabrück. Altosens entwickelt intelligente Sensor‑Unterlegscheiben, die sicherheitskritische Schraubverbindungen digital überwachen und so eine vorausschauende Wartung von Maschinen und Anlagen ermöglichen. 

In seinem Bericht sprach Steinkamp offen über die Herausforderungen des Gründungsprozesses. Die passende Analogie dazu fand er im Bild des „Von‑Zuhause‑Ausziehens“, nämlich einem Schritt voller Unsicherheiten, neuer Verantwortung und wachsender Selbstständigkeit. Schritt für Schritt musste er den ursprünglichen Plan überarbeiten und neu denken. Besonders betonte er die Bedeutung eines starken Teams sowie den zentralen Einfluss von Netzwerken auf den Gründungserfolg. Denn oft komme Hilfe genau dann, wenn man sie am wenigsten erwartet. 

Vernetzen, Ideen teilen und neue Impulse sammeln 

Nach den Vorträgen folgten inspirierende Gespräche und Networking. Bei kühlen Getränken konnten sich die Teilnehmenden austauschen, potenzielle Mitstreiter*innen finden und Fragen zu den präsentierten Projekten stellen. Das Let´s rise Meetup für Gründungsinteressierte ermöglicht das Kennenlernen von spannenden Gründungsideen und fördert die Zusammenarbeit.  

 

Weitere Informationen & Kontakt 

Weitere Informationen zu unseren Events und zum RISE sind auf unserer Website zu finden: www.letsri.se 

Bei Rückfragen oder Interesse an der Teilnahme an einem zukünftigen Meetup, kann sich gerne bei Jana von Höne (j.von-hoene@hs-osnabrueck.de) gemeldet werden.