Sensortechnologie zieht ein in die Grenzregion Dienstag, 30. Mai 2017
Kick-Off Veranstaltung zum neuen Forschungs- und Entwicklungsschwerpunkt am Institut für Duale Studiengänge
Der grenzüberschreitende Forschungs- und Entwicklungsschwerpunkt ID3AS ist nun offiziell gestartet. Ein beeindruckendes Publikum von fast 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus Wissenseinrichtungen, Unternehmen und Netzwerken aus den Niederlanden und Deutschland hörte gespannt zu, als die Ziele und Konzeption von ID3AS und die ersten Projekte von Unternehmern vorgestellt wurden.
Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und regionalen Netzwerken kamen auf den Campus Lingen, um den neuen deutsch-niederländischen „Forschungs- und Entwicklungsschwerpunkt für Sensortechnologie und intelligente Sensoranwendungssysteme“ – kurz ID3AS - einzuführen und sich über das Leistungsangebot zu informieren.
ID3AS – diese ungewöhnlich klingende Abkürzung steht für innovative, dual konzipierte, angewandte Sensortechnologie. Im Kern soll es darum gehen, mit den Unternehmen der Grenzregion gemeinsam ihre Produkte, Prozesse und Dienstleistungen durch den Einsatz von Sensortechnologie noch innovativer zu machen. Dabei greift das duale Prinzip: durch einen konsequenten Austausch von Wissenschaft und betrieblicher Praxis soll die Sensortechnologie für die Unternehmen erschlossen und neue Anwendungen entwickelt werden.
Das Projekt hat einen Gesamtumfang von über € 9 Millionen und wird vom Institut für Duale Studiengänge der Hochschule Osnabrück geleitet und mit der Hanzehogeschool in Groningen als Partner umgesetzt und durch die Stenden Hogeschool in Emmen begleitet. „Wir streben im Rahmen dieses Projektes an, mit 75 Unternehmen beiderseits der Grenze sowie weiteren Hochschulen innovative Sensoranwendungssysteme zu entwickeln“ freuen sich Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Arens-Fischer, Institut für Duale Studiengänge und Dr. Marco de Vos, Hanzehogeschool, auf diese spannende Aufgabe. Beide leiten das Projekt. Die zu entwickelnden Sensortechnologien greifen unterschiedliche Anwendungsfelder auf wie Sensorik für intelligente Sprachanalysesysteme und Lebensumgebungen, intelligente Materialien, intelligente Produktionstechnik und innovative Ernteprozesse in der Landwirtschaft. „Grundsätzlich können sich alle Unternehmen an uns wenden, die eine messtechnische Aufgabe haben und nach der richtigen Sensorik suchen“ heben Arens-Fischer und de Vos hervor.
„Für die Hochschule Osnabrück und besonders für den Standort Lingen ist ID3AS ein wichtiges Vorhaben, welches die Bedeutung des Campus für anwendungsorientierte Forschung und Entwicklung (F&E) deutlich stärkt“ betont Prof. Dr. Thomas Steinkamp, Dekan und Vizepräsident der Hochschule Osnabrück. Die Wichtigkeit der F&E für die regionale Entwicklung beiderseits der deutsch-niederländischen Grenze diskutierten Franz-Josef Sickelmann vom Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems, Jeroen Hartsuiker, Koordinator für deutsch-niederländische Beziehungen von der niederländischen Provinz Drenthe, Hermann Wessels, Geschäftsführer der Ems Dollart Region und Unternehmer gemeinsam. Einig waren sich alle Beteiligten, dass die Sensortechnologie eine Schlüsseltechnologie für die häufig diskutierten Zukunftsfelder wie Industrie 4.0 und die Digitalisierung der Wertschöpfungsprozesse ist. Sie stimmten aber auch darin überein, dass der Erfolg von ID3AS ganz wesentlich von der guten Zusammenarbeit über die Grenze hinweg abhängen werde.
Wie perfekt das funktionieren kann zeigten die beiden ID3AS-Programmmanagerinnen Katrin Dinkelborg vom Institut für Duale Studiengänge und Joke Bruining von der Hanzehogeschool unter deren Leitung noch am Tag des Kick-Offs mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die gemeinsame Arbeit aufgenommen wurde: Die deutschen und niederländischen Teilnehmer/innen aus den Unternehmen und Hochschulen saßen nach dem Prinzip von Open Innovation, also dem unternehmensübergreifenden Austausch von Experten, in Arbeitsgruppen zusammen und entwickelten gemeinsam Ideen zu spezifischen Sensortechnologien für unterschiedlichste Anwendungen. In nur einer Stunde waren die dafür bereitgestellten Pinnwände vollgeschrieben. Die Zusammenarbeit verspricht also über die kommenden vier Jahre spannend zu werden.
Für alle Interessierten haben die Projektpartner auf der deutschen und niederländischen Seite ein Büro des Programmmanagements eingerichtet, das als Ansprechpartner für alle Anfragen von Unternehmen, aber auch von Interessierten aus Wissenschaft und regionalen Netzwerkern zur Verfügung steht.
Kontakt:
Katrin Dinkelborg
Tel.: +49 (0) 591 – 800 98 722
E-Mail: k.dinkelborg@hs-osnabrueck.de
Joke Bruining
Tel.: +31 (0)6 - 230 44 268
E-Mail: jo.bruining@pl.hanze.nl
Von: Sarah Gründing