Fortbildung an der Hochschule Osnabrück zeigt: Umweltbaubegleitung gewinnt immer größere Bedeutung Montag, 9. Dezember 2013

Stolz reckt einer der Teilnehmer sein Zertifikat in die Höhe. Insgesamt 30 Männer und Frauen nahmen an der Fortbildung „Besondere Fachkunde Umweltbaubegleitung“ teil, angeboten von der Hochschule Osnabrück, Fachgebiet Landschaftsplanung, und dem Bu
Stolz reckt einer der Teilnehmer sein Zertifikat in die Höhe. Insgesamt 30 Männer und Frauen nahmen an der Fortbildung „Besondere Fachkunde Umweltbaubegleitung“ teil, angeboten von der Hochschule Osnabrück, Fachgebiet Landschaftsplanung, und dem Bund Deutscher Landschaftsarchitekten (bdla).

30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhielten jetzt ihre Zertifikate – Die Nachfrage nach Seminarplätzen ist groß

Die Vorgaben von Genehmigungsbehörden, umweltbezogene Planungsinhalte bei Bauvorhaben sorgfältig umzusetzen, nehmen kontinuierlich zu. Das Einsetzen einer Umweltbaubegleitung (UBB) wird vor diesem Hintergrund immer häufiger zur Auflage. Entsprechend groß ist die Resonanz auf ein gemeinsames Angebot der Hochschule Osnabrück, Fachgebiet Landschaftsplanung, und des Bundes Deutscher Landschaftsarchitekten (bdla), eine berufsbegleitende Zusatzqualifikation im Bereich der UBB zu absolvieren. „Wir bieten die Fortbildung in diesem Jahr zum zweiten Mal an“, erläutert Landschaftsarchitektin Claudia Schliemer von der Hochschule. „30 Plätze stehen zur Verfügung, in beiden Durchgängen gab es nahezu 100 Bewerbungen - in diesem Jahr auch aus dem deutschsprachigen Ausland.“ Jetzt erhielten die 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Zertifikate an der Hochschule Osnabrück.

Die Umweltbaubegleitung hat viele Facetten. Schliemer nennt ein Beispiel, um sie zu veranschaulichen. „Nehmen Sie eine Genehmigung für einen Straßenbau. Darin gibt es die Auflage, dass die angrenzenden Gehölzbestände vor Beeinträchtigungen zu schützen sind. Sie sind damit eine Bautabuzone.“ Und deshalb müsse ein gut sichtbarer, standfester Zaun aufgestellt werden. Es sind derartige Beispiele, die verdeutlichen, welch große Tragweite der UBB zukommt. „Es geht darum, dass alle arten- und naturschutzrechtlichen sowie andere umweltrelevante Belange aus einer Genehmigung für ein Bauvorhaben auch tatsächlich umgesetzt werden.“

Die Fortbildung unter der Überschrift „Besondere Fachkunde Umweltbaubegleitung“ deckt die gesamte Bandbreite ab, die mit einer fundierten UBB einhergeht. Dazu zählen neben ökologischen, verfahrensrechtlichen und bautechnischen Kenntnissen auch umweltrechtliche und kommunikative Fähigkeiten. Die Referentinnen und Referenten berichteten während der drei Ausbildungsmodule im September, November und Dezember unter anderem über den Flughafenbau in München, Infrastrukturprojekte bei der Deutschen Bahn, den Gewässer- oder Bodenschutz. Den Tagungsablauf vor Ort organisierte die Professional School.


„Die engagierten Diskussionen unter und mit den berufserfahrenen Lehrgangsteilnehmern prägten das produktive Klima der Veranstaltung und stellten einen wichtigen Erfolgsfaktor dar“, bilanzierte zufrieden der Kursleiter, Prof. Hubertus von Dressler von der Hochschule Osnabrück. Die Vorbereitungen für den Kurs im kommenden Jahr laufen bereits.
 

 

Ansprechpartnerin:


Claudia Schliemer
Fakultät Agrarwissenschaften und Landschaftsarchitektur, Fachgebiet Landschaftsplanung
Tel.: 0541 969-5178
E-Mail: C.Schliemer@hs-osnabrueck.de

Von: Holger Schleper

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