Zwei Forscher der Hochschule Osnabrück mit dem Konrad Albert Schaefer-Preis ausgezeichnet Mittwoch, 15. Mai 2013

Sieben Personen halten Blumensträuße in der Hand.
Konrad Albert Schaefer und Marion Diekmann (1. Reihe Mitte) zeichneten Prof. Dr. Christian Schäfers (1. Reihe rechts) und Prof. Dr. Gerd Terörde (1. Reihe links) mit dem Konrad Albert Schaefer-Preis aus. Mit ihnen freuen sich Dekan und Vizepräsident Prof. Dr. Frank Blümel, Hochschulpräsident Prof. Dr. Andreas Bertram und Dekan und Vizepräsident Prof. Dr. Alexander Schmehmann (2. Reihe von links).

Leistungen in den Bereichen Leichtbau und elektrische Antriebe geehrt

(Osnabrück, 15. Mai 2013). Wie kann man das Leichtbauprinzip der automobilen Großserie auf Kleinserienfahrzeuge und Landmaschinen übertragen? Daran forscht Prof. Dr.-Ing. Christian Schäfers an der Fakultät Ingenieurwissenschaften und Informatik (IuI) der Hochschule Osnabrück. Für seine angewandten Forschungsprojekte ist der Wissenschaftler Ende April in der Osnabrücker Vitischanze, in der ansonsten der Studiengang Industrial Design der Fakultät IuI beheimatet ist, mit dem Konrad Albert Schaefer-Preis ausgezeichnet worden. Auch Prof. Dr.-Ing. Gerd Terörde von der Fakultät Management, Kultur und Technik (MKT) der Hochschule Osnabrück kann sich über den Innovationspreis der Konrad Schäfer-Stiftung freuen. Prof. Terörde wurde für seine Entwicklung einer Rapid Prototyping Platform für elektrische Antriebe und Magnetschwebesysteme geehrt. Die Auszeichnung wird seit 2008 jährlich an Wissenschaftler verliehen, aus deren Arbeiten wichtige Lösungsansätze und Entwicklungen für die Ingenieurwissenschaften hervorgegangen sind.

Prof. Dr. Christian Schäfers ist seit 2008 Professor für Karosserieentwicklung an der Hochschule Osnabrück. „Christian Schäfers verbindet technische Brillanz und Kreativität mit einem gewinnbringenden Auftreten. Durch diese Kombination schafft er es, Studierende und Mitarbeiter gleichermaßen für seine Forschungs- und Lehrvorhaben zu begeistern“, so Prof. Dr. Alexander Schmehmann, Vizepräsident und Dekan der Fakultät IuI, bei der Preisverleihung. Schäfers hat mit seinem Team bewiesen, dass sich der intelligente Leichtbau nicht nur auf Großserienfahrzeuge beschränken muss. Mit dem Bau des Roadkarts ist es ihnen gelungen das Leichtbauprinzip auf ein Kleinserienfahrzeug zu übertragen.

Preisträger Prof. Dr. Gerd Terörde ist seit 2009 als Professor für elektrische Antriebstechnik der Hochschule Osnabrück am Standort Lingen tätig. „Gerd Terörde hat in den vergangenen vier Jahren das Fachgebiet Elektrotechnik der Hochschule Osnabrück maßgeblich vorangetrieben und neue Impulse geschaffen“, sagte Prof. Dr. Frank Blümel, Vizepräsident und Dekan der Fakultät MKT, in der Vitischanze. Die Preisstifter Konrad Albert Schaefer und Marion Diekmann zeichneten die von dem Wissenschaftler entwickelte innovative Rapid Prototyping Platform aus, die den nahtlosen Übergang beliebiger Regelsysteme aus der Elektrotechnik und dem Maschinenbau von der Analyse und der Simulation bis hin zu der Echtzeit-Implementierung auf einem Industrie-PC abdeckt.

Prof. Dr. Andreas Bertram, Präsident der Hochschule Osnabrück, dankte Konrad Albert Schaefer und Marion Diekmann für ihre Stiftung und ihr damit einhergehendes Engagement an der Hochschule: „Ich sehe Ihnen Ihre Freude an Innovationen und vor allem auch Ihr persönliches Interesse an den Menschen, die hinter den Forschungsvorhaben stehen, an.“ Vor der Verleihung stellte Manuela Gerigk von der Deutschen Bank, Osnabrück, die Stiftung und ihre Stifter vor. „Einer der Stiftungszwecke, die Förderung der Bildung, Wissenschaft und Forschung insbesondere im Bereich der Ingenieurwissenschaften, zeigt die Affinität Schaefers zur Technik, die seinen persönlichen Werdegang stark geprägt hat“, berichtete Manuela Gerigk, die die Gründung der Stiftung begleitet hat.

Auch alle bisherigen Preisträger (Prof. Dr. Bernhard Adams, Prof. Thomas Hofmann, Prof. Dr. Norbert Austerhoff und Prof. Dr. Hans-Jürgen Pfisterer) waren zur diesjährigen Preisverleihung erschienen. Neben dem Konrad Albert Schaefer-Preis für beispielhafte Leistungen und Impulse für Wissenschaft und Industrie in den Ingenieurwissenschaften, zeichnet die Stiftung einmal jährlich herausragende Abschlussarbeiten von Studierenden mit einem StudyUp Award der Hochschule Osnabrück aus.

Von: Julia Ludger