Beste Online-Lehrveranstaltung gesucht: Professor der Hochschule Osnabrück nimmt an Wettbewerb „MOOC Production Fellowship“ teil Montag, 6. Mai 2013
Öffentliches Voting im Internet bis zum 23. Mai
(Osnabrück, 6. Mai 2013). Der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft fördert die Produktion von zehn Online-Kursen mit jeweils 25.000 Euro. Dafür hat der Verband gemeinsam mit der Online-Lernplattform iversity den Wettbewerb „MOOC Production Fellowship“ um das beste Kurskonzept ausgeschrieben. Mit dabei ist Prof. Dr. Frank Ollermann von der Hochschule Osnabrück. Noch bis zum 23. Mai läuft ein öffentliches Online-Voting, dessen Ergebnis mit in die Entscheidung der Wettbewerbsjury einfließt.
„Massive Open Online Courses“ (kurz MOOCs) ermöglichen die Teilnahme von mehreren tausend Studierenden – ganz gleich, wo diese sich aufhalten. Einzige Voraussetzung ist ein Internetzugang, denn der Dozent oder die Dozentin bietet die Lehrveranstaltung öffentlich über das Internet an. Charakteristisches Merkmal eines MOOCs sind eigens produzierte Lehr-Clips. Dazu kommen meist Multiple-Choice-Fragen, mit denen die Teilnehmer ihren Lernfortschritt kontrollieren können. Auch Diskussionsforen, in denen die Teilnehmer gegenseitig ihr Wissen testen und Fragen klären, sind häufig integriert.
Prof. Dr. Frank Ollermann ist seit September 2012 Professor für Psychologie und User Experience im Medienlabor der Fakultät Ingenieurwissenschaften und Informatik der Hochschule Osnabrück. Davor war er Lehrbeauftragter für diesen Bereich im Studiengang „Media & Interaction Design“. „Im Rahmen meiner Lehrveranstaltungen setze ich gerne neue Technologien ein. Beispielsweise lasse ich meine Vorlesung auf Video aufzeichnen, so dass die Studierenden sich diese später noch einmal ansehen können. Manchmal stelle ich dazu auch, ähnlich wie in einem MOOC, Selbsttestfragen über das Internet zur Verfügung“, so Ollermann. Außerdem setze er gerne Abstimmungsgeräte (sogenannte „Clicker“) ein, um studentische Referate von den Kommilitonen bewerten zu lassen oder um während einer Vorlesung Wissens- oder Schätzfragen an die Studierenden zu stellen.
Da liegt der nächste Schritt, die Produktion eines „Massive Open Online Courses“, auf der Hand. Die Produktionskosten sollen durch die Siegerprämie des Wettbewerbs „MOOC Production Fellowship“ eingeworben werden. Ollermanns Thema für sein Internet-Seminar: „Mensch-Computer-Interaktion“. Neben allgemeinen Informationen zu Themen wie Usability und User Experience soll es auch darum gehen, wie man Software so gestalten kann, dass sie möglichst leicht bedienbar ist. Besonders liegen dem Psychologen vor allem Themen wie Wahrnehmung, Denken oder Emotionen am Herzen. „Der Mensch funktioniert eben nicht immer so, wie man sich das als Entwickler vielleicht wünscht. Dafür möchte ich die Teilnehmer sensibilisieren“, so Ollermann. Der Online-Kurs ist interdisziplinär angelegt und richtet sich nicht nur an Studierende der Informatik oder des Interaktionsdesigns, sondern beispielsweise auch an angehende Psychologen oder Wirtschaftswissenschaftler, die sich in diesem Bereich spezialisieren möchten.
Der Wettbewerbsbeitrag der Hochschule Osnabrück ist unter
https://moocfellowship.org/submissions/grundlagen-der-mensch-computer-interaktion abrufbar. Auf der Seite kann direkt für den Clip und damit für die geplante Online-Lehrveranstaltung von Frank Ollermann abgestimmt werden. Die Preisträger werden Ende Juni in Berlin bekannt gegeben.
Weitere Informationen
Prof. Dr. Frank Ollermann
Professor für Psychologie und User Experience
Tel.: 0541 969 7205
E-Mail: F.Ollermann@hs-osnabrueck.de
Von: Julia Ludger