Hochschule Osnabrück gründet Hochschulzentrum China (HZC) Dienstag, 30. April 2013

Gründung HZC
Prof. Dr. Hendrik Lackner, Wissenschaftlicher Leiter des HZC

Mit der Bündelung ihrer Kooperationen möchte die Hochschule auch die regionale Wirtschaft bei China-Kontakten unterstützen

Ob Studiengänge zum Event-Manager in Shanghai oder zum Logistik-Experten in Hefei – die Hochschule Osnabrück arbeitet in der Lehre seit Jahren eng zusammen mit Universitäten in der Volksrepublik China. Darüber hinaus forschen unsere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beispielsweise in den Bereichen Bodenwissenschaften, Industrial Design und Verwaltungsrecht gemeinsam mit chinesischen Kolleginnen und Kollegen in gemeinsamen Projekten.
Diese umfassenden China-Aktivitäten sollen in Zukunft fakultätsübergreifend vernetzt und weiter ausgebaut werden. Die Hochschule Osnabrück hat deshalb das Hochschulzentrum China (HZC) gegründet. Ein grundsätzliches Anliegen des HZC ist es, die Expertise der Hochschule Osnabrück an die regionale Wirtschaft weiterzugeben und hier weitere Kooperationen zu ermöglichen.

„Wir wollen kompetente Anlaufstelle für alle China-Aktivitäten in und um Osnabrück sein“, so der wissenschaftliche Leiter des HZC, Prof. Dr. Hendrik Lackner. „Im intensiven Dialog mit allen Akteuren wollen wir bestehende Kooperationsformen ausbauen und neue innovative Möglichkeiten entwickeln“, erläuterte Lackner.
Gedacht ist hier unter anderem an Symposien, Tagungen und Workshops, aber auch organisierte Gesprächsrunden, interkulturelle Trainings, Beratung bei der Drittmittel-Akquise und für Studierende spezielle Summer-Schools. Auch neue kreative Formate sollen zukünftig als Instrumente für Kooperationsentwicklungen entwickelt werden.  
Hochschulpräsident Prof. Dr. Andreas Bertram verwies bei der Gründung des HZC auf die vorhandenen vielfältigen Verknüpfungen mit China. „Wir haben bereits umfassende Kooperationen, beispielsweise in den Bodenwissenschaften, im Fachgebiet Industrial Design aber auch in der Logistik und Eventmanagement, aufgebaut. Das ist eine hervorragende Basis für das Hochschulzentrum China in Osnabrück“, so der Präsident. Bertram hob anschließend die Bedeutung des interkulturellen Verstehens hervor: „Vertrauen bedingt, sich als Erstes miteinander vertraut zu machen“.
Die beiden Gastredner, Bürgermeister Burkhard Jasper und IHK-Hauptgeschäftsführer Marco Graf, unterstrichen die Bedeutung einer Klammerfunktion des HZC für die Region Osnabrück.
Die involvierten Wissenschaftler der Hochschule freuen sich über die Gründung des HZC. „Die Gründung des HZC ist eine logische Folge all unserer Initiativen mit China“, so Prof. Helmut Schwägermann, der seit 10 Jahren erfolgreich das Studienprogramm International Event Management in Shanghai leitet. Prof. Dr. Helmut Meuser aus dem Fachgebiet Bodenwissenschaften sieht auch die praktischen Vorteile interdisziplinärer Ansätze: „Wenn ich für übergreifende Fragestellungen Experten benötige mit Knowhow und interkultureller Kenntnis des chinesischen Marktes, so habe ich im HZC die Ansprechpartner, die mir die Kontakte herstellen können.“
In Kürze wird die Geschäftsstelle des HZC auch personell verstärkt, um das operative Geschäft weiter aufbauen zu können.

Von: Ralf Garten, M.A.