KI-AGIL

Folgeprojekt von ID3AS

Von der Erfassung zur Analyse

Durch die Forschungs- und Beratungsarbeiten im ID3AS-Projekt konnten bereits zahlreiche Unternehmen bei der Entwicklung neuer, auf Sensortechnologien basierender Geschäftsmodelle und der Erschließung entsprechender Anwendungsfelder unterstützt werden. Die in diesem Zuge generierten Maschinen-, Produktions-, Kunden- oder sonstigen Unternehmensdaten verhelfen den teilnehmenden Betrieben zu einer neuen Wettbewerbsfähigkeit, die durch effiziente Prozesse und fortschrittliche Technologien gekennzeichnet ist.

Während die Erhebung der Daten durch die implementierte Sensorik erfolgt, muss deren Auswertung in einem nachgelagerten Schritt vorgenommen werden. In kleinem Rahmen kann dies durch manuelle Analysen geleistet werden. Bei größeren Datenmengen ist eine solche Bearbeitung der Messergebnisse jedoch weder zeitgemäß noch realistisch. Um dieser Herausforderung zu begegnen, haben sich die beiden Projektpartner von ID3AS– auf deutscher Seite das Institut für Duale Studiengänge der Hochschule Osnabrück in Lingen und auf niederländischer die Hanzehogeschool in Groningen – erneut zusammengeschlossen und das Anschlussprojekt KI-AGIL initiiert.

KI-AGIL – Selbstlernend und dynamisch

Um große Informationsmengen besonders schnell, kostengünstig und detailliert analysieren zu können, kommen in der Industrie immer häufiger auf künstlicher Intelligenz (KI) basierende Technologien zum Einsatz. Im Gegensatz zu bisherigen Auswertungssystemen sind diese lernfähig. Entsprechend programmiert, arbeiteten KI-Anwendungen nicht nur selbstorganisiert, sondern sind auch in der Lage, sich selbstständig zu optimieren (maschinelles Lernen) und Handlungsvorschläge zu erarbeiten. Dies eröffnet auch den KMU im Grenzgebiet großartige Chancen für die Entwicklung innovativer Produkte, Dienstleistungen und darauf aufsetzender datengestützter Geschäftsmodelle. Um diese Chancen ergreifen zu können, werden die am Projekt KI-AGIL teilnehmenden Unternehmen darin unterstützt, individuelle Anwendungsfälle für die KI-Nutzung in ihrer Produktion zu identifizieren und entsprechende KI-Technologien zu entwickeln. Diese können, je nach konkretem Bedarf, entweder dezentral (direkt an der Sensorik) oder zentral ausgerichtet sein.

Das Projekt KI-AGIL stellt somit die logische Fortsetzung von ID3AS dar, dessen Verlauf als überaus erfolgreich angesehen werden kann. Die dabei entstandenen Kooperationen und Netzwerke sollen weitergeführt und die Erfahrungen der teilnehmenden Unternehmen in der Implementierung innovativer Technologien genutzt werden. Neben der Einführung neuartiger KI-Applikationen wird ein zweiter Schwerpunkt auf die Entwicklung agiler Arbeitsweisen gelegt. Im Gegensatz zu klassischen Arbeits- und Projektstrukturen können diese den Anforderungen komplexer Wertschöpfungsketten sowie immer kürzer werdenden Innovationszyklen besser gerecht werden und sind somit essentiell für die angestrebten Entwicklungen. 

Im Rahmen von KI-AGIL werden insgesamt sechs Arbeitspakte verfolgt:

  1. Entwicklung von KI-Methoden
  2. Entwicklung von Geschäftsmodellen für KI-Anwendungen
  3. Entwicklung von Prüfkriterien für die Sicherung gesellschaftlicher Grundwerte bei KI-Anwendungen
  4. Entwicklung und Erprobung von agilen Arbeitsformen
  5. Erprobung eines Lernraumes für agile Arbeitsformen für die Entwicklung von KI-Methoden und KI-Technologien
  6. Entwicklung eines systematischen Innovationsprozesses zur Erschließung der KI für KMU

Detaillierte Informationen zum Projekt, den einzelnen Arbeitspaketen und Zielsetzungen können bald einer eigenen Projektseite zu KI-AGIL entnommen werden. Diese befindet sich zur Zeit noch im Aufbau.