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            <title>Neuigkeiten an der Hochschule Osnabrück</title>
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            <language>de-DE</language>
            
                <copyright>Hochschule Osnabrück</copyright>
            
            
            <pubDate>Sat, 27 Jun 2026 06:13:05 +0200</pubDate>
            <lastBuildDate>Sat, 27 Jun 2026 06:13:05 +0200</lastBuildDate>
            
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                        <pubDate>Thu, 11 Jun 2026 14:42:53 +0200</pubDate>
                        <title>Forschungsprojekt zu neuartigen Hochleistungs-Kupferlegierungen aus dem 3D-Drucker gestartet</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/nachrichten/2026/06/forschungsprojekt-zu-neuartigen-hochleistungs-kupferlegierungen-aus-dem-3d-drucker-gestartet/</link>
                        <description>Hochschule Osnabrück und RWTH Aachen untersuchen in dreijährigem DFG-Projekt die additive Fertigung von Kupferwerkstoffen für den Einsatz bei hohen Temperaturen</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Wie lassen sich Kupferwerkstoffe entwickeln, die extremen Temperaturen, hohen Belastungen und anspruchsvollen Einsatzbedingungen standhalten – und sich dennoch präzise additiv fertigen lassen? Dieser Frage widmet sich ein neues Forschungsprojekt der Hochschule Osnabrück. Gemeinsam mit der RWTH Aachen und dem Industriepartner KME untersucht das Team neuartige Kupferlegierungen für den Einsatz bei hohen Temperaturen, wie in der Luft- und Raumfahrt oder der Hochspannungstechnik.&nbsp;</p>
<h4><strong>Herausforderung Kupfer: hohe Leitfähigkeit, schwierige Verarbeitung</strong></h4>
<p>Additiv gefertigte Metallbauteile werden in einem Pulverbett hergestellt. Dieses Pulver wird mit einem Laser geschmolzen. So wird Schicht für Schicht das Bauteil oder Produkt aufgebaut. Kupfer ist aufgrund seiner sehr hohen Wärmeleitfähigkeit und der starken Reflektivität allerdings nur schwer additiv zu verarbeiten. „Bei Standardanlagen werden rote Laser eingesetzt. Kupfer reflektiert hier knapp 98 Prozent des eingestrahlten Lichts“, sagt Prof. Dr.-Ing. Katrin Jahns, Professorin für Werkstofftechnik und Fertigungsverfahren für Metalle an der Hochschule Osnabrück und Projektleiterin. „Nur zwei Prozent der Energie gelangen tatsächlich in das Material – und diese wird auch noch rasch abgeführt. Ein gleichmäßiges Aufschmelzen ist so kaum möglich.“&nbsp;</p>
<h4><strong>Legierungen, die es konventionell (noch) nicht gibt</strong></h4>
<p>Im Projekt Cu-VHCF untersuchen die Forschenden Legierungen, die sich mit herkömmlichen Methoden wie Gießen nur schwer oder gar nicht herstellen lassen, weil sie dabei spröde Strukturen bilden. Durch die additive Fertigung könnten diese Legierungen, wie zum Beispiel Kupfer-Chrom-Niob, jedoch erfolgreich verarbeitet werden. „Kupfer-Chrom-Niob-Legierungen versprechen außergewöhnliche mechanische und thermische Eigenschaften. Durch extrem hohe Abkühlgeschwindigkeiten bei der Pulverherstellung und beim späteren 3D-Druck entstehen fein verteilte Chrom-2-Niob-Partikel (Dispersoide), die das Material deutlich fester machen und eine schützende Oxidschicht begünstigen. Damit könnten diese Legierungen die einzigen Kupferwerkstoffe sein, die dauerhaft bei Temperaturen über 500 Grad Celsius eingesetzt werden können“, so die Professorin. Auch die Kriecheigenschaften verbessern sich. Kriechen bezeichnet dauerhafte Verformung eines Materials, wenn es über längere Zeit unter hoher Temperatur oder hoher Belastung steht. Das ist besonders relevant bei Werkstoffen in Flugzeugtriebwerken, Hochspannungsanlagen oder anderen beanspruchten Bauteilen.</p>
<h4><strong>Simulation in Aachen, Experiment in Osnabrück</strong></h4>
<p>Das Forschungsteam bildet im Projekt die gesamte Prozesskette der additiven Fertigung ab: Die RWTH Aachen berechnet mittels Simulation, welche Phasen sich bei bestimmten Zusammensetzungen und Temperaturen bilden. „Mit dem digitalen Zwilling können wir uns aufwändige Vorversuche ersparen und sehr viel zielgerichteter die Werkstoffchemie und Prozessparameter der neuen Kupferlegierungen anpassen“, so Prof. Dr.-Ing. habil. Ulrich Krupp, Leiter des Instituts für Eisenhüttenkunde der RWTH Aachen. Die Hochschule Osnabrück stellt darauf basierend das benötigte Metallpulver her, bereitet es auf und fertigt Bauteile im industriellen 3D-Drucker. Abschließend werden die fertigen Komponenten hinsichtlich ihrer mechanischen und thermischen Eigenschaften analysiert.</p>
<p>Ziel des Projekts ist es, so die Grundlagen für eine spätere industrielle Nutzung dieser Hochleistungs-Kupferlegierungen zu schaffen – etwa für Raketentriebwerke, Hochspannungsleitungen, Wärmeübertrager oder andere Anwendungen, in denen hohe Temperaturen und dauerhafte Belastungen auftreten.</p>
<h4><strong>Große Nachfrage und hoher Forschungsbedarf</strong></h4>
<p>„Die Nachfrage nach solchen Werkstoffen in der Industrie ist hoch“, sagt Jahns. „Gleichzeitig ist die Herstellung aktuell sehr aufwendig und nur in Spezialanlagen zu realisieren – ein Grund dafür, warum diese Materialien noch nicht serienreif sind. Mit unserer Forschung wollen wir daher zentrale Parameter identifiziert, die eine stabile, reproduzierbare Serienfertigung ermöglichen.“</p>
<h4><strong>Hintergrund</strong></h4>
<p>Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) unterstützt das Vorhaben mit 408.517 Euro über eine Laufzeit von drei Jahren. Verbunden sind außerdem zwei kooperative Promotionen an den Standorten Osnabrück und Aachen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4><strong>Weitere Informationen&nbsp;</strong></h4>
<p>Prof. Dr.-Ing. Katrin Jahns<br>Werkstofftechnik und Fertigungsverfahren für Metalle<br>Hochschule Osnabrück<br>Telefon: +49(0)541 969- 3848<br>E-Mail:&nbsp;<a href="mailto:k.jahns@hs-osnabrueck.de">k.jahns@hs-osnabrueck.de</a></p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                            
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                        <pubDate>Wed, 10 Jun 2026 09:00:00 +0200</pubDate>
                        <title>Startup-Boom in Osnabrück: Hochschule stärkt Gründungskultur in der Region</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/nachrichten/2026/06/startup-boom-in-osnabrueck-hochschule-staerkt-gruendungskultur-in-der-region-neuer-niedersaechsischer-startup-monitor-zeigt-hoechste-gruendungsaktivitaet-pro-kopf-in-osnabrueck-osnabrueck-10062026-osnabrueck-bleibt-startup-hauptstadt-niedersachsen/</link>
                        <description>Neuer niedersächsischer Startup Monitor zeigt höchste Gründungsaktivität pro Kopf in Osnabrück</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>(Osnabrück, 10.06.2026) Osnabrück bleibt Startup-Hauptstadt Niedersachsens. Das zeigt der neue Niedersachsen Startup Monitor 2026. Demnach weist die Stadt mit mehr als 36 neuen Startups pro 100.000 Einwohnende erneut die höchste Gründungsaktivität im Land auf. Gleichzeitig war 2025 mit insgesamt 167 Neugründungen das erfolgreichste Startup-Jahr in Niedersachsen seit mehr als einem Jahrzehnt. Zu den Treibern dieser Entwicklung zählt auch die Hochschule Osnabrück. Sie unterstützt Studierende und Forschende dabei, innovative Ideen zu Geschäftsmodellen weiterzuentwickeln und Unternehmen zu gründen.</p>
<p>„Als Hochschule sehen wir es als unsere Aufgabe, unternehmerisches Denken zu fördern und Gründungsinteressierte auf ihrem Weg zu begleiten. Gerade die Verbindung von Forschung, Lehre und Praxis schafft ein Umfeld, in dem neue Ideen entstehen und erfolgreich umgesetzt werden können“, sagt Prof. Dr. Bernd Lehmann, Vizepräsident für Forschung, Transfer und wissenschaftliche Qualifizierung der Hochschule Osnabrück.<br><br><strong>Beratung, Coaching, Werkstätten und Prototypen-Küche&nbsp;</strong><br><br>Mit verschiedenen Angeboten begleitet die Hochschule Osnabrück Gründungsinteressierte von der ersten Idee bis zur Unternehmensgründung. Eine zentrale Anlaufstelle ist der Bereich „Gründung &amp; Startups“ des Transfer- und Innovationsmanagements der Osnabrücker Hochschulen. Hier erhalten Studierende und Beschäftigte der Osnabrücker Hochschulen unter anderem Beratung zu Gründungsideen, Fördermöglichkeiten, Mentoring in den Gründungsphasen sowie eine breite Vernetzung im Startup-Ökosystem.<br><br>Darüber hinaus bietet die Hochschule mit dem StartUp!Lab RISE am Osnabrücker Hafen Gründungsinteressierten die Möglichkeit, ihre ersten Ideen zu entwickeln, Prototypen zu erstellen und erste Geschäftskonzepte zu testen. Neben einem Social Media Studio und Pitch- und Seminarräumen stehen Studierenden und Mitarbeitenden mehrere Werkstätten zur Fertigung sowie eine Prototypen-Küche und ein Biotechnik-Verfahrenslabor zur Verfügung. Das Angebot umfasst außerdem Beratung und Feedback zur Idee, Mentoring, finanzielle Förderprogramme, kostenlose Workshops und Veranstaltungen sowie die Möglichkeit, sich mit anderen Interessierten zu vernetzen. Außerdem bietet die Hochschule potentiellen Gründungsteams nun die Möglichkeit an, gemeinsam in den innovativen Räumlichkeiten am Osnabrücker Hafen zu arbeiten.<br><br><strong>Unterstützung für innovative Ideen aus Forschung und Studium</strong><br><br>Ergänzt wird das Angebot durch das Projekt „Science X Spirit“ der Osnabrücker Hochschulen, das gezielt wissenschafts- und forschungsbasierte Ausgründungen unterstützt. „Unser Ziel ist es, unsere Forschungstätigkeiten und daraus entstehende Erkenntnisse noch stärker in innovative Gründungen zu überführen und so einen Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung der Region zu leisten“, so Lehmann.</p>
<p>„Zudem möchten wir die Gründungskultur an der Hochschule noch breiter verankern und zum Beispiel Gründungskompetenzen als festen Bestandteil in die Lehrpläne geeigneter Studiengänge integrieren“, erläutert Prof. Dr. Kathrin Loer, Vizepräsidentin für Studium und Lehre.&nbsp;<br><br><strong>Erfolgreiche Startups aus der Hochschule</strong><br><br>Wie erfolgreich dieser Weg sein kann, zeigen zahlreiche Beispiele aus den vergangenen Jahren. So wurde ein Absolvent der Hochschule jüngst vom deutschen Startup-Verband zum <a href="https://www.hs-osnabrueck.de/nachrichten/2026/06/german-startup-award-absolvent-der-hochschule-osnabrueck-ist-newcomer-des-jahres/" target="_blank">Gründungsnewcomer des Jahres </a>gekürt. Sein Startup baut &nbsp;KI-Agenten, die Apps eigenständig bedienen können. Weitere Absolvent*innen haben sich beispielsweise erfolgreich mit digitalen Lösungen für den regionalen Gemüsehandel oder einer Online-Reiseplattform selbständig gemacht, die mittlerweile weltweit eingesetzt wird. Weitere Gründungsideen aus der Hochschule sind beispielsweise Bausätze für den Elektro-Umbau von Autos, die Verbindung landwirtschaftlicher Betriebe mit dem Energiemarkt oder individualisierbare Tiefkühlgerichte.<br><br>Weitere erfolgreiche Gründungsbeispiele sind auf der <a href="http://www.tim-osnabrueck.de/gruendung/news-events-aus-der-gruenderszene/role-models" target="_blank" rel="noreferrer">Seite des Transfer- und Innovationsmanagements</a> zu finden.<br><br>Beispiele für weitere Startups aus dem StartUp!Lab RISE sind auf der <a href="https://www.hs-osnabrueck.de/rise/news/nach-kickstart-geht-es-erst-richtig-los/#c16352350" target="_blank">Webseite des RISE</a> zu finden.&nbsp;</p>
<p><strong>Hintergrund:</strong><br>Der Niedersachsen Startup Monitor wird jährlich von Niedersachsen.next und der NBank in Zusammenarbeit mit der Startupdetector GmbH im Auftrag des Niedersächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr und Bauen veröffentlicht. Der Bericht liefert wichtige Daten und Analysen für politische und wirtschaftliche Strategien im Bundesland. Grundlage sind Daten aus dem Handelsregister und eine Befragung des Startup-Verbands.</p>
<p><br><strong>Weitere Informationen:&nbsp;</strong><br>Jana von Höne<br>RISE StartUp!Lab<br>Telefon: 0541 969-5339<br>E-Mail:<a href="mailto:j.von-hoene@hs-osnabrueck.de" class="mail" title="j.von-hoene@hs-osnabrueck.de"> j.von-hoene@hs-osnabrueck.de</a><br><a href="http://www.hs-osnabrueck.de/rise" target="_blank" title="www.hs-osnabrueck.de/rise">www.hs-osnabrueck.de/rise</a></p>
<p>Dr. Frederike Carl<br>Transfer- und Innovationsmanagement (TIM) – Bereich Gründung und Startups<br>Telefon: 0541 969-7026<br>E-Mail: <a href="mailto:f.carl@hs-osnabrueck.de" class="mail" title="f.carl@hs-osnabrueck.de">f.carl@hs-osnabrueck.de</a><br><a href="http://www.tim-osnabrueck.de/gruendung" target="_blank" title="www.tim-osnabrueck.de/gruendung" rel="noreferrer">www.tim-osnabrueck.de/gruendung</a></p>]]></content:encoded>
                        
                            
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                        <pubDate>Tue, 02 Jun 2026 13:04:34 +0200</pubDate>
                        <title>German Startup Award: Absolvent der Hochschule Osnabrück ist Newcomer des Jahres</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/nachrichten/2026/06/german-startup-award-absolvent-der-hochschule-osnabrueck-ist-newcomer-des-jahres/</link>
                        <description>Osnabrücker Gründer Christian Ninstel erhält Auszeichnung vom deutschen Startup-Verband </description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>(Osnabrück/Berlin, 02.06.2026) Große Auszeichnung für den Osnabrücker Gründer Christian Ninstel: Der Absolvent der Hochschule Osnabrück wurde bei den diesjährigen German Startup Awards als „Newcomer des Jahres“ ausgezeichnet. Mit seinem Unternehmen Droidrun zählt Ninstel laut dem deutschen Startup-Verband zu den spannendsten Gründern der deutschen KI-Szene. Die German Startup Awards werden jährlich vom deutschen Startup-Verband vergeben und zeichnen herausragende Persönlichkeiten der deutschen Gründerszene aus. Eröffnet wurde die Veranstaltung in diesem Jahr im Berliner Palais am Funkturm vor rund 700 Gästen von Bundeskanzler Friedrich Merz und der Vorsitzenden des Startup-Verbands, Verena Pausder.<br><br><strong>Von der Hochschule ins Startup-Ökosystem</strong><br><br>Christian Ninstel hat den Bachelor-Studiengang „Betriebswirtschaft und Management“ an der Hochschule Osnabrück studiert. „Das Studium hat mir geholfen, unternehmerische Themen strukturierter zu betrachten und früh mit Menschen aus Wirtschaft, Technologie und Gründung in Kontakt zu kommen. Viele Impulse aus dieser Zeit haben mir später geholfen, Chancen besser einzuordnen, Ideen kritisch zu hinterfragen und ein Unternehmen Schritt für Schritt aufzubauen“, sagt Ninstel.<br><br>Besonders prägend sei für ihn eine Projektwoche (die sogenannte Blockwoche) zum Thema Startups gewesen. „Dies hat mir schon während des Studiums einen Austausch mit anderen Gründer*innen und sogar Investor*innen ermöglicht. Ich habe viele Einblicke in die Startup-Welt bekommen und konnte mir früh ein wertvolles Netzwerk aufbauen. Aber auch einige Lehrende haben mich über die regulären Lehrveranstaltungen hinaus unterstützt und begleitet.“<br><br><strong>KI-Agenten sollen Apps eigenständig bedienen</strong><br><br>Bei seinem Unternehmen Droidrun geht es um KI-Agenten, die Apps eigenständig bedienen und dort Aufgaben ausführen können – ganz ohne den Einsatz physischer Smartphones. Droidrun stellt Entwicklern und Unternehmen die passende Infrastruktur bereit, damit diese sich die für sie passenden digitalen Assistenten bauen können.&nbsp;<br>Der Startup-Verband fasst die besondere Entwicklung des Startups so zusammen: „Aus einem Open-Source-Projekt mit starker internationaler Entwicklertraktion entstand in kurzer Zeit ein Unternehmen mit zahlenden Kunden und namhaften Investoren. Ninstel steht für schnelle Validierung, technische Tiefe und den Anspruch, die Art, wie Menschen weltweit mit Software interagieren, grundlegend zu verändern.“<br><br><strong>Auszeichnung als Anerkennung für den Gründungsweg</strong><br><br>Für Ninstel ist die Ehrung weit mehr als eine persönliche Auszeichnung. „Der Award bedeutet mir sehr viel, weil er nicht nur einen aktuellen Erfolg sichtbar macht, sondern auch den Weg dorthin. Gründen besteht aus vielen Phasen, in denen Dinge nicht funktionieren, man neu ansetzen muss und trotzdem weitermacht. Die Preisverleihung war deshalb ein besonderer Moment und eine Bestätigung dafür, dass sich Ausdauer, Fokus und ein starkes Team auszahlen“, sagt er. Gleichzeitig sei der Preis Ansporn für die nächsten Schritte: „Ich sehe die Auszeichnung auch als Motivation, Droidrun weiter aus Osnabrück heraus international aufzubauen.“<br><br><strong>Erfolgreiche Gründungen aus der Hochschule</strong><br><br>Die Auszeichnung von Christian Ninstel unterstreicht die Bedeutung der Hochschule Osnabrück innerhalb des wachsenden Start-up Ökosystems. Die Hochschule unterstützt gründungsinteressierte Studierende und Mitarbeitende in verschiedenen Gründungsphasen. Das <a href="/rise/">StartUp!Lab RISE</a> (Room for Innovation and Student Empowerment) bietet im Osnabrücker Hafen unter anderem Co-Working-Bereiche und Werkstätten zur Entwicklung von Ideen und Prototypen sowie diverse Workshops, Events und Fördermöglichkeiten für die Vorgründungsphase. Der Bereich <a href="/forschung/transfer-praxis/gruendungen-start-ups/">„Gründung &amp; Startups“ des Transfer- und Innovationsmanagements der Osnabrücker Hochschulen</a> bietet zum Beispiel Gründungsberatung, Coaching, Beratung zu Fördermöglichkeiten sowie Vernetzungsmöglichkeiten an. &nbsp;Auch innerhalb des Studiums können sich Studierende in Projektwochen, Seminaren und Abschlussarbeiten vertieft mit dem Thema Gründung auseinandersetzen.</p>]]></content:encoded>
                        
                            
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                        <pubDate>Fri, 29 May 2026 09:00:00 +0200</pubDate>
                        <title>Medizin der Zukunft zum Anfassen: Hochschule Osnabrück mit Forschungsprojekt auf der MS Wissenschaft vertreten</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/nachrichten/2026/05/medizin-der-zukunft-hochschule-osnabrueck-auf-der-ms-wissenschaft/</link>
                        <description>Seit dem 7. Mai tourt das schwimmende Science Center MS Wissenschaft durch Deutschland. Mit rund 30 interaktiven Exponaten macht die diesjährige Ausstellung die aktuelle medizinische Forschung für Besuchende erlebbar. Mit an Bord ist auch die Hochschule Osnabrück mit einem Exponat aus dem Forschungsprojekt PA.H|LIFETIME.ai. Unter dem Titel „Die Zukunftsmusik der Medizin“ präsentiert das Projekt innovative Ansätze zur Gesundheitsförderung von Musiker*innen.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Wenn Musiker*innen ihr Instrument spielen, führen sie tausende präzise Bewegungen aus – oft über viele Stunden hinweg. Dabei entstehen hohe körperliche Belastungen, die bei vielen professionellen Musiker*innen zu schmerzhaften Muskel- und Skeletterkrankungen führen. Diese können im schlimmsten Fall die Karriere der Betroffenen beeinträchtigen.</p>
<p>Hier setzt das Forschungsprojekt <a href="https://www.hs-osnabrueck.de/pahlifetimeai/" target="_blank">PA.H|LIFETIME.ai</a> an (gefördert durch die <a href="https://www.dfg.de/" target="_blank" rel="noreferrer">DFG</a>). Mithilfe künstlicher Intelligenz werden Gesundheitsdaten analysiert, um Risikofaktoren frühzeitig zu erkennen. Ziel ist eine maßgeschneiderte Physiotherapie für Musiker*innen – ähnlich wie in der Sportphysiotherapie. Langfristig soll ein internationales Exzellenzzentrum entstehen, das Forschung und Praxis verbindet und eine neue Physiotherapie-Disziplin für darstellende Künstler*innen etabliert.</p>
<p><strong>Weltweit einzigartig</strong></p>
<p>Bereits seit 2007 hat sich an der Hochschule Osnabrück ein interdisziplinärer Forschungsbereich zur Gesundheit darstellender Künstler*innen – Musiker*innen, Sänger*innen und Tänzer*innen – etabliert. Er verbindet Physiotherapie, Musik und Gesundheitsinformatik und gilt heute international als wegweisend.&nbsp;</p>
<p>Ein besonderer Meilenstein folgte Anfang 2026: Mit Prof. Dr. Bronwen Ackermann wurde erstmals weltweit eine Honorarprofessur für „Performing Arts Physiotherapy“ an der Hochschule Osnabrück eingerichtet.&nbsp;</p>
<p><strong>Das Exponat „Die Zukunftsmusik der Medizin“</strong></p>
<p>Das Exponat besteht aus einem interaktiven Quiz, welches die Besuchenden dazu einlädt, spielerisch mehr über die Forschung, Gesundheit und den Berufsalltag von darstellenden Künstler*innen zu erfahren.</p>
<p>Dabei werden spannende Vergleiche sichtbar: Während Fußballspieler*innen über ein gesamtes Spiel hinweg durchschnittliche Herzfrequenzen von bis zu 175 Schlägen pro Minute erreichen, liegen Schlagzeuger*innen mit rund 166 Schlägen pro Minute nur knapp darunter. Das verdeutlicht die enormen körperlichen Anforderungen professioneller Musiker*innen.</p>
<p>Ein begleitender Film und zwei Infotafeln mit weiterführenden Informationen ergänzen die Ausstellung. Hier erfährt man zum Beispiel das Konzept des lernenden Gesundheitssystems und erkennt, wie Forschung aus der Praxis entsteht und Erkenntnisse direkt wieder in die Versorgung einfließen.&nbsp;</p>
<p><strong>Die MS Wissenschaft auf Tour</strong></p>
<p>Das Ausstellungsschiff MS Wissenschaft wird im Auftrag des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (<a href="https://www.bmftr.bund.de/DE/Ministerium/ministerium.html" target="_blank" rel="noreferrer">BMFTR</a>) von der Initiative Wissenschaft im Dialog (<a href="https://wissenschaft-im-dialog.de/" target="_blank" rel="noreferrer">WiD</a>) realisiert. Mit durchschnittlich rund 80.000 Besuchenden während der fünfmonatigen Tour gilt die MS Wissenschaft als ein besonders erfolgreiches Format der Wissenschaftskommunikation.</p>
<p>2026 ist die MS Wissenschaft vom 7. Mai bis 30. September in Deutschland und Österreich unterwegs – mit Zwischenstopp in Polen. Die interaktive Ausstellung zeigt, wie Forschende mit ihren Ideen und ihrer Arbeit schon heute die Medizin von morgen gestalten. Neben dem Exponat des Forschungsprojekts PA.H|LIFETIME.ai laden weitere zum Mitmachen ein: Besuchende können beispielsweise Medikamente an einem künstlichen Organ testen, ihren Herzschlag mit einer Kamera messen oder virtuell in den Operationssaal der Zukunft eintauchen. Der Eintritt ist kostenlos.</p>
<p>In drei Städten gibt es die Möglichkeit einige der Wissenschaftler*innen direkt aus dem Projekt kennenzulernen:</p><ul><li><strong>Potsdam, 11. Juni: </strong>Projektleiter<strong> </strong><a href="https://www.hs-osnabrueck.de/pahlifetimeai/team/#c16336525" target="_blank">Prof. Dr. Christoff Zalpour</a></li><li><strong>Köln, 14. Juli: </strong><a href="https://www.hs-osnabrueck.de/pahlifetimeai/team/#c16336533" target="_blank">Prof. Dr. Nikolaus Ballenberger</a></li><li><strong>Mainz, 22. August:</strong> <a href="https://www.hs-osnabrueck.de/pahlifetimeai/team/#c16301368" target="_blank">Paria Samimisabet</a>&nbsp;</li></ul><p>Sie freuen sich darauf, Fragen zu beantworten und Einblicke in ihre Forschung und Arbeit zu geben. Weitere Informationen zur Tour und den Stationen gibt es auf der Webseite der <a href="https://ms-wissenschaft.de/de/" target="_blank" rel="noreferrer">MS Wissenschaft</a>.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                            
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                        <pubDate>Thu, 28 May 2026 09:00:00 +0200</pubDate>
                        <title>Hochschule und Universität Osnabrück begrüßen 29 internationale Forschende und ihre betreuenden Professor*innen</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/nachrichten/2026/05/hochschule-und-universitaet-osnabrueck-begruessen-29-internationale-forschende-und-ihre-betreuenden-professorinnen/</link>
                        <description>Gemeinsam mit der Universität Osnabrück veranstaltete die Hochschule Osnabrück erstmals eine Willkommensfeier für Forschende aus aller Welt.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Es ist die erste ihrer Art in Osnabrück – eine Empfangsveranstaltung für internationale Forschende am Dienstag, 05. Mai, im Studierendenzentrum der Universität. Auf dem Plan der etwa zweistündigen Researcher’s Reception standen dabei Begrüßungsreden von der Hochschule – vertreten durch Prof. Dr. Kathrin Loer, Vize-Präsidentin für Studium und Lehre – und der Universität – vertreten durch Prof. Dr. Andrea Lenschow, Vizepräsident für Internationales, Diversität und wissenschaftliche Qualifikation – sowie Perspektiven von Professor*innen und Forschenden in Osnabrück aus beiden Einrichtungen. Die diesjährige Veranstaltung ist nicht nur eine Premiere, sondern wurde auch von Universität und Hochschule gemeinsam geplant und ausgerichtet, um das Networking zu intensivieren.</p>
<p><strong>Willkommenskultur für Forschende</strong></p>
<p>„Solche Veranstaltungen sind an anderen Hochschulen in Deutschland bereits etabliert und nun können wir uns ebenfalls dazuzählen“, schildert Aline Poniatowski vom Welcome Center der Hochschule Osnabrück, die die Veranstaltung gemeinsam mit Christine Wolterink aus der Organisationsentwicklung der Universität organisiert hat. „Es war uns wichtig, eine Veranstaltung mit repräsentativem Charakter für unsere Forschenden zu haben – und zugleich eine Willkommenskultur zu schaffen, die den Forschenden das Gefühl gibt, auch außerhalb ihres Forschungsplatzes gesehen und wertgeschätzt zu werden.“</p>
<p>Aline Poniatowski und Christine Wolterink legen viel Wert darauf, die Vernetzung und den Austausch der internationalen Forschenden in Osnabrück von Beginn an zu stärken und so auch den monatlichen Researcher´s Roundtable von Hochschule und Universität noch mehr in den Fokus ihrer Zielgruppe zu rücken. Aber nicht nur das: Auch fehlte bisher eine repräsentative Möglichkeit, nicht nur den Forschenden, sondern auch den betreuenden Professor*innen Anerkennung für ihren Beitrag zur Forschung auszusprechen. All das soll nun im Rahmen der Researcher’s Reception einfacher möglich sein.</p>
<p>Der Versuch ist von Erfolg gekrönt: Rund 40 Teilnehmende wurden an diesem Abend begrüßt und tauschten sich später bei Buffet und Getränken untereinander aus. Aline Poniatowski freut sich über die vielen positiven Rückmeldungen der Teilnehmenden zum Veranstaltungsformat.&nbsp;</p>
<p>„Wir sind sehr zufrieden mit diesem Ergebnis“, sagt sie nach der Veranstaltung. „Auf dieser Basis können wir uns gut vorstellen, eine solche Veranstaltung regelmäßig abzuhalten. Und wer weiß? Vielleicht etablieren wir damit eine neue Tradition.“</p>
<p><strong>Über das Welcome Center und den Researcher´s Roundtable</strong></p>
<p>Das Welcome Center der Hochschule Osnabrück ist Teil des Centers for International Mobility. Als zentrale Anlaufstelle für internationale Wissenschaftler*innen berät es zu allen Fragestellungen rund um den Aufenthalt sowie zum Karriereweg der HAW-Professur.</p>
<p>Gemeinsam mit der Universität Osnabrück organisiert das Welcome Center zudem den Researcher’s Roundtable, bei dem deutsche wie auch internationale Forschende sich und Osnabrück in entspannter Atmosphäre kennenlernen können.&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Weitere Informationen:</strong></p>
<p>Aline Poniatowski<br>E-Mail: <a href="mailto:welcome-center@hs-osnabrueck.de" class="mail">welcome-center@hs-osnabrueck.de</a><br>Telefon: +49 (0) 541 969-7379</p>
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                        <pubDate>Thu, 21 May 2026 10:39:49 +0200</pubDate>
                        <title>Forschung, die bewegt: Neues Imagevideo der Hochschule Osnabrück veröffentlicht</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/nachrichten/2026/05/forschung-die-bewegt-neues-imagevideo-der-hochschule-osnabrueck-veroeffentlicht/</link>
                        <description>Film gibt Einblicke in die Arbeit der Wissenschaftsteams an Niedersachsens forschungsstärkster Hochschule für angewandte Wissenschaften</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>(Osnabrück, 21.05.2026) Wie sieht ein nachhaltiges Ernährungssystem von morgen aus? Wie können wir die Pflegeversorgung sichern? Und wie profitieren Wirtschaft und Gesellschaft von digitalen Technologien? Dies sind nur einige Fragen, mit denen sich die rund 450 Wissenschaftler*innen an der Hochschule Osnabrück aktuell beschäftigen. Ihr Ziel: Die Welt von morgen ein Stück lebenswerter zu machen. In ihrem neuen Imagevideo zeigt die Hochschule exemplarisch, an welchen Themen die Forschenden arbeiten. Das Video ist ab heute auf dem <a href="https://youtu.be/OAVAa3nB2o4" target="_blank" rel="noreferrer">YouTube-Kanal der Hochschule Osnabrück</a> online abrufbar.&nbsp;<br><br><strong>Forschung mit Partner*innen aus Wirtschaft und Gesellschaft</strong><br><br>Im Mittelpunkt des Films stehen Fragestellungen und Lösungsansätze aus den drei Forschungsschwerpunkten „Agrar- und Ernährungssysteme, Landschafts- und Stadtentwicklung“, „Gesundheit, Gesellschaft, Wirtschaft“ und „Nachhaltige Technologien und Prozesse“. Die Forschenden arbeiten oft interdisziplinär in Teams und Hand in Hand mit Partner*innen aus der Praxis. Das Video gibt Einblicke in die Arbeit in den hochmodernen Laboren, Versuchsbetrieben und weiteren Räumlichkeiten in Osnabrück und Lingen, aber auch in die Zusammenarbeit mit Praxispartner*innen in der Region.&nbsp;<br><br><strong>20 Millionen Euro an Forschungsdrittmitteln pro Jahr</strong><br><br>Mit rund 20 Millionen Euro an Drittmitteln pro Jahr ist die Hochschule Osnabrück die forschungsstärkste Hochschule für angewandte Wissenschaften in Niedersachen. Die rund 450 Professor*innen, wissenschaftlichen Mitarbeitenden und Promovierenden arbeiten aktuell in über 100 Forschungsprojekten an den Standorten in Osnabrück und Lingen. 80 Labore und mehrere spezialisierte Forschungsgebäude bieten den Wissenschaftler*innen Platz und modernste Technik, um erfolgreich an den relevanten Fragestellungen unserer Zeit zu forschen.<br>Weitere Informationen zu den Forschungsschwerpunkten sind auf der <a href="http://www.hs-osnabrueck.de/forschung/strukturen/forschungsschwerpunkte" target="_blank">Webseite der Forschungsschwerpunkte </a>zu finden.</p>]]></content:encoded>
                        
                            
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                        <pubDate>Mon, 11 May 2026 08:00:00 +0200</pubDate>
                        <title>Elektrofahrzeuge als Zwischenspeicher: Neues Forschungsprojekt zur klimafreundlichen Energieversorgung von E-Fähren </title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/nachrichten/2026/05/elektrofahrzeuge-als-zwischenspeicher-neues-forschungsprojekt-zur-klimafreundlichen-energieversorgung-von-e-faehren/</link>
                        <description>Hochschule Osnabrück und Reederei Norden-Frisia starten gemeinsames Projekt zur bi-direktionalen Integration von Elektrofahrzeugen in den Betrieb einer Fähre</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Wie die Mobilität zu den ostfriesischen Inseln nachhaltig und zukunftsfähig gestaltet werden kann, untersuchen die Hochschule Osnabrück und die Reederei Norden-Frisia in einem neuen gemeinsamen Projekt „Bi-direktionale Integration von Elektrofahrzeugen“ (BIDI-EL). Gefördert durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) verfolgt das Projekt das Ziel, die Fährverbindungen zu den ostfriesischen Inseln schrittweise von fossilen Energieträgern zu befreien und gleichzeitig das regionale Stromnetz deutlich zu entlasten.</p>
<p>Im Zentrum des Vorhabens steht die intelligente Verknüpfung von Elektromobilität und Energieversorgung mit einem sogenannten Vehicle-to-Grid-System (V2G). Dabei werden die Elektrofahrzeuge auf dem Parkplatz der Reederei über die auf dem Gelände installierte Photovoltaikanlage geladen. Frisia betreibt seit März 2025 die erste vollelektrische Personenfähre in der deutschen Nordsee. Sie verbindet Norddeich Mole und die Insel Norderney. Trifft diese im Hafen ein, kehrt sich der Energiefluss um: Dann speisen die Fahrzeugbatterien gemeinsam mit der PV-Anlage Strom in das Ladesystem der Fähre ein. Auf diese Weise werden die Fahrzeuge zu dezentralen Energiespeichern für den Betrieb der Fähre. So kann der Anteil lokal erzeugter erneuerbarer Energie deutlich erhöht und das öffentliche Netz spürbar entlastet werden.</p>
<h4><strong>Wissenschaftliche Expertise aus Technik und Nachhaltigkeitsmanagement</strong></h4>
<p>Wissenschaftlich geleitet wird das Projekt von Prof. Dr. Hans-Jürgen Pfisterer und Prof. Dr. Kai-Michael Griese von der Hochschule Osnabrück. Pfisterer, Professor für Elektrotechnik mit dem Schwerpunkt elektrische Antriebs- und Energiewandlungssysteme, bringt seine Expertise in resilienten elektrischen Energieversorgungssystemen und Elektromobilität ein. Griese, Professor fürBetriebswirtschaftslehre, insbesondere Marketingmanagement, verantwortet die betriebswirtschaftliche Perspektive mit Fokus auf Nachhaltigkeitsmanagement, klimaangepasste Geschäftsmodelle und Kreislaufwirtschaft.</p>
<p>„Die bi-direktionale Integration von Elektrofahrzeugen bietet nicht nur eine umweltfreundliche Alternative zur herkömmlichen Mobilität, sondern kann auch wesentlich zur Entlastung des Energieversorgungsnetzes beitragen“, sagt Pfisterer. „Durch die Nutzung von Fahrzeugen als dezentrale Energiespeicher wird der Anteil regenerativer Energie maximiert, das Netz entlastet und die Fahrzeugbatterien in einem ‚Wellness-Betrieb‘ gehalten.“</p>
<p>Die technischen Voraussetzungen sind bereits vielversprechend: Auf dem Gelände der Reederei ist seit 2024 eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 1.700 Kilowattpeak installiert, eine Erweiterung ist geplant. Ergänzt wird sie durch einen stationären elektrischen Speicher auf dem Parkplatz der Reederei, der nun um die Batterien der dort parkenden Elektrofahrzeuge erweitert wird.</p>
<h4><strong>Von der Forschung in die Praxis: zukunftsfähige Geschäftsmodelle</strong></h4>
<p>„Innovationen wie das bi-direktionale Laden sind essentiell, um zukunftsfähige Mobilitätslösungen zu schaffen“, so Pfisterer. „Das Ziel des Projektes ist es, Erkenntnisse zu gewinnen, die über die anfänglichen Projektergebnisse hinausgehen, und die Grundlage für langfristige, nachhaltige Geschäftsmodelle und Lösungen zur Energieversorgung zu schaffen“, ergänzt Griese.</p>
<p>„Mit diesem Projekt setzen wir ein starkes Zeichen für die nachhaltige Transformation unserer Mobilität“, sagt Olaf Weddermann, Geschäftsführer der Reederei Norden-Frisia. „Die Kombination von E-Fähre und bi-direktionalem Laden für Elektrofahrzeuge ist ein wichtiger weiterer Schritt zur Erreichung einer fossilfreien Zukunft und zur Verringerung der Umweltauswirkungen unserer Transportdienste.“</p>
<h4><strong>Hintergrund</strong></h4>
<p>Das Projekt wird von der DBU mit 164.894 Euro gefördert und läuft bis Januar 2027. Die Hochschule Osnabrück bringt als forschungsstärkste Hochschule Niedersachsens ihre interdisziplinäre Expertise in Technik, Wirtschaft und Nachhaltigkeit ein. Die Reederei Norden-Frisia, ein traditionsreiches norddeutsches Unternehmen, stellt seit über 140 Jahren Fährverbindungen zu den ostfriesischen Inseln bereit und arbeitet eng mit wissenschaftlichen Einrichtungen zusammen, um neue Lösungen für eine nachhaltige Schifffahrt zu entwickeln.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4><strong>Weitere Informationen&nbsp;</strong></h4>
<p>Prof. Dr. Kai Michael Griese<br>Telefon: 0541 969 – 3880<br>E-Mail: <a href="mailto:k-m.griese@hs-osnabrueck.de">k-m.griese@hs-osnabrueck.de</a>&nbsp;</p>
<p>Prof. Dr. Hans-Jürgen Pfisterer<br>Telefon: 0541 969 – 3664<br>E-Mail: <a href="mailto:j.pfisterer@hs-osnabrueck.de">j.pfisterer@hs-osnabrueck.de</a>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                            
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                        <pubDate>Mon, 27 Apr 2026 15:07:34 +0200</pubDate>
                        <title>Weniger Energieverluste, mehr Effizienz: Forschung zu elektrischen Antriebssystemen an der Hochschule Osnabrück</title>
                        <link>https://www.hs-osnabrueck.de/nachrichten/2026/04/weniger-energieverluste-mehr-effizienz-forschung-zu-elektrischen-antriebssystemen-an-der-hochschule-osnabrueck/</link>
                        <description>Promovend untersucht das Zusammenspiel von Umrichter und Elektromotor</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Elektrische Antriebe sind allgegenwärtig: Sie stecken beispielsweise in Elektroautos, Industrieanlagen, Zügen oder Windkraftanlagen. Lukas Gallus von der Hochschule Osnabrück untersucht in seiner Promotion daher, wie elektrische Antriebe effizienter und nachhaltiger betrieben werden können. Sein Ziel ist es, bislang schwer quantifizierbare Energieverluste besser zu verstehen und so Potenziale für Energieeinsparungen und geringere Wärmeentwicklung zu erschließen.</p>
<h4><strong>Kleinste Verluste sichtbar machen</strong></h4>
<p>In modernen Anwendungen werden Elektromotoren meist nicht direkt aus dem Stromnetz gespeist, sondern über sogenannte Umrichter. Diese wandeln elektrische Energie, etwa aus dem Netz oder aus Batterien, so um, dass Drehzahl und Leistung des Motors flexibel geregelt werden können. Das ermöglicht hohe Effizienz und Anpassungsfähigkeit, bringt aber auch Nebenwirkungen mit sich.</p>
<p>„Durch das Ein- und Ausschalten der Umrichter entstehen elektromagnetische Schwingungen, die zusätzliche Verluste im Motor verursachen – insbesondere bei großen Differenzen zwischen dem höchsten und dem niedrigsten Spannungspegel“, erklärt der Promovend. Die wirtschaftliche Verringerung dieser Verluste ist bisher kaum erforscht. Genau hier setzt Lukas Gallus seine Forschung an und nimmt dabei Umrichter und Motor als Gesamtsystem in den Blick.&nbsp;</p>
<p>Untersucht wird, wie stark unterschiedliche Umrichterkonzepte die Verluste und die Wärmeentwicklung in unterschiedlichen Motoren beeinflussen. Erste Abschätzungen zeigen: Auch scheinbar kleine Effekte können relevant sein. „Schon ein halber Prozentpunkt zusätzlicher Verlustleistung kann bei leistungsstarken Motoren mehrere Hundert Watt ausmachen – Energie, die letztlich als Wärme verloren geht und auch abgeführt werden muss“, so Gallus.&nbsp;</p>
<h4><strong>Von der Elektromobilität bis zur Medizintechnik</strong></h4>
<p>Relevant ist dieser Verlust in den verschiedensten Bereichen. Etwa in der Elektromobilität: „Weniger Verluste bedeuten mehr Reichweite oder kleinere Batterien bei gleicher Leistung“, sagt der Promovend. Gleichzeitig reduziert eine geringere Wärmeentwicklung den Kühlaufwand und eröffnet neue konstruktive Freiheiten für kompaktere und leistungsdichtere Motoren. „Zum Beispiel in der Medizintechnik: Elektrisches Werkzeug wie es bei Zahnärzt*innen oder in Operationssälen zum Einsatz kommt, muss präzise, leicht und leistungsstark sein. Gleichzeitig darf es während des Einsatzes nicht heiß werden in der Hand.“</p>
<p>Auch in der Industrie oder bei mobilen Anwendungen wie Bahn- oder Spezialantrieben kann eine optimierte Auslegung des Gesamtsystems Energie sparen und Ressourcen schonen. Langfristig trägt die Forschung damit auch zu Klimaschutz, Ressourceneffizienz und technologischer Unabhängigkeit bei. „Auch wenn die einzelnen Effekte klein erscheinen mögen, entfalten sie durch die enorme Verbreitung elektrischer Antriebe eine große Wirkung“, sagt Prof. Dr. Hans-Jürgen Pfisterer, Professor für Elektrische Antriebe an der Hochschule Osnabrück und Betreuer der Promotion.&nbsp;</p>
<h4><strong>Kooperative Promotion</strong></h4>
<p>Das Promotionsprojekt entsteht in Kooperation mit der Universität der Bundeswehr München. Während dort der Fokus auf der Leistungselektronik liegt, bringt die Hochschule Osnabrück ihre Expertise in der elektrischen Antriebstechnik und Simulation ein. Die Kombination ermöglicht eine ganzheitliche Betrachtung des Systems.</p>
<p>Dafür sind experimentelle Untersuchungen an Motorprüfständen im Antriebslabor der Hochschule sowie umfangreiche Simulationen geplant. So soll eine allgemeine Bewertungsgrundlagen entwickelt werden: Welche Motoren reagieren besonders empfindlich auf Umrichtereinflüsse wie zusätzliche Oberschwingungsverluste? Wo lohnt sich der Einsatz aufwendigerer Technik – technisch wie wirtschaftlich?</p>
<p>Lukas Gallus, der schon seinen Bachelor und seinen Master an der Hochschule Osnabrück gemacht hat, sagt über seine persönliche Motivation: „Es ist die Freude am Verstehen, wenn man diesen Aha-Moment erlebt“.</p>]]></content:encoded>
                        
                            
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