Erste "Science Convention" auf dem Campus Lingen Montag, 28. Oktober 2019

Prof. Dr. Ingmar Ickerott, Dekan der Fakultät Management, Kultur und Technik der Hochschule Osnabrück, begrüßt die Besucher*innen der ersten „Science Convention“ auf dem Campus Lingen. Foto: Hochschule Osnabrück

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler stellen ihre Forschungsprojekte in Zusammenarbeit mit regionalen Betrieben vor

Zum Auftakt der neuen Veranstaltung "Science Convention - Where Science meets Business" auf dem Campus Lingen haben Wissenschaftler*innen kürzlich fünf ausgewählte Forschungs- und Transferprojekte vorgestellt, die in Zusammenarbeit mit Unternehmen, Verbänden und Wissensinstitutionen der Region durchgeführt werden und von hoher Praxisrelevanz sind. Dabei wurde gezeigt, wie die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Wissenschaft nutzenstiftend gestaltet werden kann.

"Die Science Convention ist eine wichtige Veranstaltung, um einen Einblick in die aktuellen Projekte am Campus Lingen zu geben. Natürlich ist es lediglich ein kleiner Ausschnitt aus den diversen Projekten der Hochschule Osnabrück. Es zeigt sich aber, dass die Projekte von der unmittelbaren Verknüpfung von Theorie und Praxis leben und von dem stetigen Erfahrungsaustausch profitieren", machte Prof. Dr. Ingmar Ickerott, Dekan der Fakultät Management, Kultur und Technik am Campus Lingen, deutlich. Die Hochschule Osnabrück sei in der Umsetzung der theoretischen Inhalte sehr stark und möchte in Veranstaltungen wie diesen zeigen, wie sich Wissenschaft und Praxis optimal zusammenführen lasse.

Als Projektleiter stellte Prof. Dr. Guido Patek "Cross Border Talent" vor, das die Innovationskraft der deutsch-niederländischen Grenzregion stärkt. Deutsche und niederländische Studierende erhalten die Möglichkeit, ihre Abschlussarbeit in einem Unternehmen des jeweils anderen Landes zu schreiben. Anschließend werden die gewonnenen Erkenntnisse in einer sechsmonatigen Traineephase im Unternehmen angewandt. "Das Projekt bietet Studierenden und Unternehmen die Chance, den eigenen Horizont zu erweitern und neue internationale Erfahrungen zu sammeln, die beim Berufseinstieg in der Region und der Behauptung im grenzüberschreitenden Geschäft immer wichtiger werden", erklärt Patek.

Hinter "Diamant" stehen Prof. Dr. Thorsten Litfin und Linda Knifka, die sich der Thematik des Diversity Managements stellen. Dabei geht es darum, ein wertschätzendes Arbeitsumfeld zu schaffen, das die Vielfalt des Personals berücksichtigt. Im Rahmen des Projektes führen sie Interviews mit Führungskräften kleiner und mittelständischer Unternehmen der Region Weser-Ems. Daraus werden Strategien abgeleitet, die den Unternehmen helfen, besser auf die unterschiedlichen Bedürfnisse ihrer Belegschaft eingehen zu können, um diese langfristig an das Unternehmen zu binden. "Wenn ein Unternehmen begreift, dass es ständig menschlicher Vielfalt begegnet, eröffnen sich Chancen, um sich Herausforderungen stellen zu können. Es ist sinnvoll, Vielfalt zu fördern und sie durch gezieltes Management für das Unternehmen nutzbar zu machen."

Das Projekt "Glasshouse" ist ein Verbundprojekt von Hochschule und Universität Osnabrück und beschäftigt sich mit "Smart Glasses". Dies sind Datenbrillen, die dem Träger Informationen in sein Sichtfeld einblenden. Gemeinsam mit Logistikdienstleistern und einem IT-Systemhaus der Region entwickeln Hochschule und Universität eine Lösung für den Logistiksektor. "Während die Uni Methoden- und Technologiewissen integriert, treibt die Hochschule mit den Kooperationspartnern die Prozess- und Anwendungsspezifikation voran", betont Projektleiter Sebastian Werning. Mit Unterstützung der Arbeitsabläufe durch Smart Glasses können logistische Wertschöpfungsketten effektiver und effizienter gestaltet werden.

"ID3AS" ist ein deutsch-niederländischer Forschungs- uns Entwicklungsschwerpunkt für Sensortechnologien und angewandte Sensorsysteme. "Häufig ist es für innovative, smarte Produkte und Dienstleistungen notwendig, Sensortechnologien zu integrieren", erklärt Projektleiter Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Arens-Fischer. "In vielen Betrieben gehört die Sensortechnologie nicht zu den Schlüsselkompetenzen der Unternehmen - dort setzen wir mit "ID3AS" an. Wir unterstützen regionale Unternehmen bei der Entwicklungsarbeit." Gemeinsam entwickelte Produkte und Dienstleistungen sollen marktfähig werden und innovative Geschäftsmodelle ermöglichen - auch um die Beschäftigung in der Grenzregion sowie die deutsch-niederländische Zusammenarbeit langfristig zu stärken. "Ziel ist es, innovative Lösungen zu entwickeln. Dazu kooperieren sechs Hochschulen im Verbund mit über 35 Unternehmen", sagt Arens-Fischer.

Auch das interdisziplinäre Projekt "Pace" setzt in en Strukturen von Organisationen an der Schnittstelle zwischen Kommunikation und Technik an. Unter der Leitung von Prof. Dr. Sabine Kirchhoff, Prof. Dr. Clemens Westerkamp und Prof. Dr. Johannes Nehls bündelt "Pace" Kompetenzen aus den Forschungsbereichen technische Informatik, Interaction Designs und Kommunikationswissenschaft. Gemeinsam werden neue Kommunikationsmethoden und- systeme entwickelt, angewandt und evaluiert, die den Informationsfluss der beruflichen Kommunikation verbessern und erleichtern sollen.

Von: Franca Lentz / Johanna Hunkel

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