Neue Kooperationen in der Gesundheitsversorgung Dienstag, 12. Dezember 2017

Das Projekt „Das lernende Gesundheitssystem in der Region Osnabrück-Emsland - ROSE“ hat zum Ziel, die Gesundheitsversorgung in der Region neu zu gestalten. Die enge Zusammenarbeit mit Praxispartnern aus allen Bereichen der Gesundheitsversorgung steht dabei im Mittelpunkt. Durch gemeinsame Kooperationen, gegenseitiges Kennenlernen und Vernetzung verschiedenster Anbieter im Gesundheitswesen sollen Synergien nutzbar gemacht werden. Seit diesem Jahr ist der Verein „Integrative Medizin Emsland e.V.“ ein neuer Kooperationspartner im Projekt ROSE.

Der Verein, der 2012 in Lingen gegründet wurde, hat als Mitglieder Ärzte, Heilpraktiker, Psychotherapeuten,  Physiotherapeuten, Ökotrophologen, Osteopathen, Yoga und Qi Gong Lehrer sowie Musik- und Gesangstherapeuten. „Wir therapieren nicht, sondern zeigen den Menschen mögliche Wege zur Steigerung von Lebensqualität und Wohlbefinden auf“, betont Christina Bülow-Sartori, 1. Vorsitzende des Vereins, und erläutert weiter: „Wir möchten auch nicht einem einzelnen Verfahren den Vorzug geben, sondern dazu beraten, wie, ergänzend zur schulmedizinischen Therapie, die unterschiedlichen Heilungs- und Behandlungswege zusammengebracht und den Erfordernissen des Einzelnen entsprechend angewandt werden können. So eröffnet die Integrative Medizin vor allem für chronische Kranke neue Handlungsmöglichkeiten zur Prävention und Linderung von  chronischen Beschwerden. Auch die Hilfe zur Selbsthilfe ist ein wichtiger Bestandteil der Beratungen durch den Verein. 

Die Beratungen basieren auf integrativen Therapiekonzepten, die in interdisziplinären Sitzungen des Vereins unter Berücksichtigung wissenschaftlicher Erkenntnisse und Studien gemeinsam erarbeitet wurden. Im Einzelgespräch wird der Ratsuchende über für ihn sinnvolle Verfahren aus den Bereichen Naturheilkunde, Physiotherapie, Ernährungstherapie sowie Entspannungsverfahren informiert. Frau Bülow-Sartori betont, dass eine Mitarbeit im Verein Integrative Medizin Emsland e.V. nur qualifiziert ausgebildeten Therapeuten mit mehrjähriger praktischer Erfahrung in einem anerkannten Gesundheitsberuf offen steht. Dabei stellt die Zusammenarbeit mit dem wissenschaftlichen Beirat des Vereins, Hr. Prof. Dr. Andreas Michalsen (Inhaber der Stiftungsprofessur für klinische Naturheilverfahren der Charitè) und Frau Prof. Dr. Ingrid Gerhard (Fachärztin für Gynäkologie, Naturheilkunde und Umweltmedizin) die Arbeit des Vereins auf ein solides wissenschaftliches Fundament. Beide Professoren sind für fachliche Fragen, z.B. zur Evidenz komplementärer Therapieverfahren, jederzeit ansprechbar. Dazu findet jährlich ein Treffen zwischen den Beiräten und dem Verein statt. 

Die Bevölkerung Deutschlands steht alternativen Behandlungsmethoden mehrheitlich positiv gegenüber. Wie eine Studie des Allensbach Instituts zeigt (IfD-Umfrage 10056), wächst die Anzahl an Personen in Deutschland, die Naturheilmittel selbst anwenden. Fast jeder Dritte (72%) hat demnach selbst schon Naturheilmittel angewendet. Trotzdem hat der Verein „Integrative Medizin Emsland e.V.“ ein Alleinstellungsmerkmal in der Landschaft des Gesundheitswesens. 

Aus diesem Grund freut sich Frau Prof. Dr. Stefanie Seeling, Leiterin des Bachelor Studiums Pflege dual an der Hochschule Osnabrück am Campus in Lingen, dass der Verein ein Kooperationspartner des Hochschulprojektes ist. „Alternative und Naturheilmethoden sind ein altbewährtes Mittel in der Familienpflege. Dieses Themenfeld wird in der professionellen und akademisierten Pflege z.B. im Bereich der Palliativversorgung immer wichtiger. Pflegende können hier einen zentralen Beitrag leisten.“. 

Von: Bernadette Ulrike Hof-Kleiner

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