Wegebau an BaumstandortenVersuch

Praxisnahe Untersuchungen im Feldversuch

Abb. 1: Fertiggestellte Versuchsfläche in Bad Zwischenahn

Zu Beginn des Projektes stand die Entwicklung der Varianten auf Grundlage bisheriger Untersuchungen sowie die Anordnung der Varianten auf der Versuchsfläche.

 

Bei den Bauweisen wurden die folgenden Ansätze berücksichtigt:

  • Verwendung unterschiedlicher Bettungsstoffe für die ungebundene Bauweise,
  • Auflösung von Grenzschichten zwischen den Wegebauschichten,
  • Verwendung von gebundenen Bettungs- und Fugenstoffen.
Abb. 2: Anordnung der Versuchsvarianten

Die Versuchsfläche wurde im April 2011 fertiggestellt. Sie besteht insgesamt aus neun unterschiedlichen Bauvarianten, die sich beidseitig entlang einer Baumreihe aus 19 Ulmen erstrecken. Die Bauvarianten berücksichtigen insgesamt sieben ungebundene sowie zwei teilgebundene Bauweisen.

Auf der Versuchsanlage ist jede Variante außer der Variante 0 in vierfacher Wiederholung angelegt. Die Variante 0 wurde insgesamt sechsmal aufgebaut, um die Möglichkeit von Probeöffnungen sicher zu stellen. Die Varianten sind in der ersten Wiederholung (Südseite, Bäume 1-9) in der Reihenfolge angelegt. In den Wiederholungen zwei bis vier erfolgte eine randomisierte Anordnung.

Abb. 3: Teilöffnung der Versuchsfläche; November 2012

Die Öffnung der Pflasterflächen mit der Erfassung der Wurzelmasse, welche in den Bettungsstoffen der ungebundenen Bauweisen eingewachsen ist, erfolgte im November 2012; also nach zwei Vegetationsperioden. Dabei wurde jeweils eine Hälfte der Fläche je Variante geöffnet, um bei der zweiten Hälfte die Versuchslaufzeit zu verlängern und später eine Langzeitbetrachtung vorzunehmen.

Abb. 4: Heraussieben der Wurzeln

Nach der Öffnung wurde das Wurzelwachstum erfasst und dokumentiert. Das Absammeln der Wurzeln aus den einzelnen Feldern erfolgte durch Sieben des Bettungsstoffes.

Versuchsauswertung

Abb. 5: Summen der Frisch- und Trockenwurzelmasse der Varianten

Für die Auswertung des Versuches wurde die Wurzelmasse (in Gramm), welche während der Versuchslaufzeit in die Wegebauschichten eingewachsen ist, als Bewertungskriterium herangezogen. Die Auswertung der Wurzelmassen aus den ungebundenen Bettungsstoffen erfolgte mit den Computerprogrammen Excel sowie SPSS.

Mit insgesamt 1.912,5 Gramm weist die Variante 2 (Bettungsstoff: Hydrophober Sand) die größte Frischmassensumme auf. Die geringste Frischmassensumme wurde bei Variante 3 (Bettungsstoff: Hart-Kalkstein 0/5; Verzahnung Pflasterdecke mit Bettungsschicht) mit 271,8 Gramm ermittelt.

Die Auswertung der in den Bettungsstoffen befindlichen Wurzelmasse zeigt, dass es keinen signifikanten Unterschied zwischen den einzelnen Varianten gibt.

Nach einer weiteren statistischen Analyse zeigt sich, dass verschiedene untersuchte Faktoren einen Einfluss auf die Durchwurzelung der Bettungsstoffe haben. Zu diesen Faktoren gehören das lösliche Calcium (Ca2+) sowie die elektrische Leitfähigkeit (zeigt den Salzgehalt) als auch die Art der Körnung der Bettungsstoffe. Der pH-Wert der Bettungsstoffe sowie die Verzahnung der Schichten üben laut der Auswertung keinen Einfluss auf die Durchwurzelung aus.

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