„Ach, so ist das!?" – Poster-Ausstellung an der Hochschule Osnabrück zu geschlechtlich-identitärer sowie sexueller Vielfalt Mittwoch, 10. Oktober 2018, 18:00 Uhr

Der zunehmenden gesellschaftlichen Akzeptanz von zum Beispiel Bi- oder Homosexualität steht immer noch eine große Zahl derer gegenüber, die aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder ihrer gewählten geschlechtlichen Zugehörigkeit im Alltag stark diskriminiert werden. Die Posterausstellung soll Wissen vermitteln und die alltägliche Diskriminierung vor Augen führen.

Beginn: 10.10.2018, 18:00 Uhr
Ende: 06.11.2018, 18:00 Uhr

Veranstaltungsort:
Caprivi-Campus, Bistro

Veranstalter / Ansprechpartner:
Studiengang Soziale Arbeit, Gleichstellungsbüro der Hochschule, Studentenwerk Osnabrück

Weitere Informationen:

„Am schlimmsten ist für mich das Schubladendenken. Für die meisten Menschen gibt es nur Mann oder Frau. Nix dazwischen oder darüber hinaus", sagt die Figur Sasha, die sich selbst als neutrois und intersexuell bezeichnet. „Aber vor allem bin ich ein Mensch! Und will so gemocht werden, wie ich bin!" Frei erfunden sind die Aussagen der Figuren in den Comicreportagen der Künstlerin Martina Schradi nicht. Vielmehr werden biografische Geschichten über Lebensweise und Alltagserfahrungen unterschiedlichster Lebensformen, sexueller Orientierung und diverser Identitäten dargestellt. Ganz konkret geht es um Erfahrungsberichte zu Bi- und Homosexualität sowie Inter- und Transidentitäten.

„Der zunehmenden gesellschaftlichen Akzeptanz von zum Beispiel Bi- oder Homosexualität, steht immer noch eine große Zahl derer gegenüber, die aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder ihrer gewählten geschlechtlichen Zugehörigkeit im Alltag stark diskriminiert werden und von Gewalt betroffen sind", erklärt Dr. Marina Granzow, Verwaltungs-Professorin im Studiengang Soziale Arbeit. Die Relevanz für die Soziale Arbeit sehe sie dabei vor allem in der Gestaltung eines Zuganges zu Wissen und dem Deutlichmachen der alltäglichen Diskriminierung durch die „Betroffenen".

Granzow ist die Initiatorin der Posterausstellung. Mit dem Gleichstellungsbüro der Hochschule und dem Studentenwerk Osnabrück entwickelte sich die Idee, dem Thema der vielfältigen sexuellen Orientierungen und geschlechtlichen Identitäten auch über die Grenzen der Hochschule hinaus zu begegnen. „Das Thema ist mit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichtes sowie dem Gesetzesentwurf zu einem dritten Geschlecht hochaktuell und wird die Gesellschaft und damit auch die Hochschulen in den nächsten Jahren begleiten", ergänzt Bettina Charlotte Belker, Zentrale Gleichstellungsbeauftragte der Hochschule Osnabrück. „Wir freuen uns, dass wir mit der Ausstellung einen Beitrag dazu leisten können, die Erfahrungen von LGBTI* jenseits der gängigen Klischees sichtbar zu machen."

Die Ausstellung wird am Mittwochabend, 10. Oktober, von den Beteiligten offiziell eröffnet. Regulär ist die Ausstellung dann von Donnerstag, 11. Oktober, bis zum 6. November 2018 zu sehen.

LGBTI* ist die Abkürzung für die englischen Wörter Lesbian, Gay, Bisexual, Transexuell/Transgender und Intersexual. Das * wird angehängt, um dem Wunsch nach Uneindeutigkeit in sexueller und sozialer Geschlechtsidentität gerecht zu werden.

Von: Studiengang Soziale Arbeit

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