Business Management (M.A.)Beispielhafte Karrierewege

Beispielhafte Karrierewege von Business-Management Absolventinnen und -Absolventen

So vielfältig die Diziplinen der BWL sind, so vielfältig sind auch die Berufsperspektiven und realisierten Karrierewege der Business-Management-Absolventinnen und -Absolventen. Hier einige spannende Beispiele: 

Vier Fragen an ...

... Dr. Holger de Bie - Innovation Manager bei der finestreet GmbH

1. Was ist Ihre jetzige Position?

Ich arbeite als Innovation Manager bei der finstreet GmbH, einer FinTech-nahen Digitalisierungsberatung, die spezialisiert ist auf die digitale Transformation des Financial Service Sektors. Ganz konkret arbeite ich in dieser Position an der Umsetzung innovativer Banking-Lösungen und digitaler Geschäftsmodelle sowohl für Banken als auch aus eigenem unternehmerischem Antrieb. Mein Aufgabenspektrum reicht dabei von der Produkt- und Digitalisierungsstrategie über das Prototyping und Prozessdesign bis hin zur Begleitung der agilen Entwicklung sowie der Skalierung und Vermarktung. Hierbei arbeiten wir bei finstreet typischerweise in cross-funktionalen Teams, die bankfachliches Know-how, tiefe Software- und Programmierkenntnisse sowie UI/UX-Expertise vereinen.

2. Wie war Ihr Weg dorthin?

Meine berufliche Laufbahn startete nach dem Abitur mit der Ausbildung zum Bankkaufmann und der Tätigkeit als Kundenberater im Retail Banking. Danach habe ich das Bachelorstudium an der Münster School of Business und anschließend das Masterstudium an der Hochschule Osnabrück absolviert. Parallel dazu habe ich weitere Praxiserfahrung gesammelt, u.a. im Consulting bei zeb und KPMG. Nach Abschluss des Studiums führte mich mein Weg als Research Assistent zum Institut für Prozessmanagement und Digitale Transformation. Neben der Lehre habe ich dort vor allem im Bereich Organizational Design und Governance Modes geforscht. Nach Abschluss meiner Promotion an der Technischen Universität Ilmenau bin ich dann als Innovation Manager bei finstreet gestartet.

3. Welchen Nutzen hatte hierfür das Masterstudium? 

Am Masterstudium Business Management der Hochschule Osnabrück hat mich neben dem engen Austausch mit den Professoren vor allem die funktions- und branchenübergreifende Ausrichtung begeistert. Es wurde dabei durchweg ein hoher Bezug zur beruflichen Praxis hergestellt, bspw. durch Vorträge, Exkursionen und Projektarbeiten. Zudem liegt für mich der Nutzen auch darin, dass sowohl fundiertes Fachwissen als auch zentrale Schlüsselqualifikationen vermittelt wurden, beispielsweise in den Bereichen Teamarbeit und interkulturelle Softskills.

4. Welche ist die „entscheidendste Kompetenz“, die Sie aus dem Studium mitgenommen haben?

Die aus meiner Sicht mit großem Abstand wichtigste Kompetenz aus dem Studium ist die Meta-Fähigkeit, betriebswirtschaftliche Probleme zu erkennen, aus unterschiedlichen Perspektiven zu analysieren und anschließend systematisch auf Basis geeigneter Methoden zu bewältigen. Während fachliche Kompetenz zwar ebenfalls wichtig, aber eben auch zu einem gewissen Maße vergänglich ist, hat diese Meta-Fähigkeit nach meiner Erfahrung eine außerordentlich hohe Bedeutung für viele Berufsfelder, egal ob in der Wirtschaft oder Forschung.

Vier Fragen an...

... OLGA PENNER - AGILE TRANSFORMATION COACH BEI DER DEUTSCHEN BAHN

1. Was ist Ihre jetzige Position?

Als Teil der agilen Personalabteilung bei DB Vertrieb – wir verantworten täglich fast 1 Mio Ticketverkäufe und Reservierungen für die Deutsche Bahn – habe ich die Rolle des Agile Transformation Coaches. Meine Hauptaufgaben sind hierbei, die Organisation, einzelne Führungskräfte sowie Teams während Veränderungen aktiv zu begleiten und zu befähigen. Hierfür entwickeln wir als Team Leitplanken, Rollenmodelle und Methoden zur Unterstützung des agilen Arbeitens. Wir fördern Teams in ihrer Selbstorganisation und stärken ihre Verantwortungsübernahme oder führen Formate zur Förderung von Innovationen und Kollaboration ein. Alles mit dem Ziel, unsere Vertriebsprozesse und Produkte für den Kunden zu verbessern.

2. Wie war Ihr Weg dorthin?

Direkt im Anschluss nach meinem Abitur habe ich „BWL und Management“ an der Hochschule in Osnabrück mit dem Schwerpunkt „Personalmanagement“ studiert. In meiner Bachelorthesis bei Nestlé entwickelte ich ein Konzept zur Förderung der Lernkultur von Produktionsmitarbeitern, das ich im Anschluss auch umsetzen durfte. Nach dieser ersten Berufserfahrung entschied ich mich bewusst für das Masterstudium „Business Management“ mit dem Fokus Personal- und Changemanagement, um anschließend als Trainee bei der Deutschen Bahn zu starten. Hier habe ich bisher einige spannende Stationen im Innovationslabor, als HR Partner für Reiseberater und Assistenz der Geschäftsführung bis hin zu meiner aktuellen Tätigkeit erlebt.

3. Welchen Nutzen hatte hierfür das Masterstudium?

Mein Masterstudium beinhaltete eine gute Verbindung von Theorie und Praxis – ergänzt durch ein Angebot an Fallstudien, Blockwochen, Exkursionen und Gastvorträgen. Dies lernte ich vor allem zu Berufsbeginn zu schätzen. Darüber hinaus habe ich viele interessante Menschen kennengelernt und freue mich selbst nach 5 Jahren noch über jedes Wochenende, das ich gemeinsam mit meinen ehemaligen Kommilitonen irgendwo in Deutschland zweimal im Jahr verbringe.

4. Welche ist die „entscheidendste Kompetenz“, die Sie aus dem Studium mitgenommen haben?

Die Zusammenarbeit in interdisziplinären Teams mit Finanz-, Psychologie- oder Gesundheitsexperten  sowie der Einbezug von mehreren Perspektiven für die Entwicklung von Lösungen sind heute besonders wichtig für meine Arbeit.

Vier Fragen an ...

... Victor Helpap - Senior Solutions Consultant bei Google

1. Was ist Ihre jetzige Position? 

Momentan arbeite ich als Senior Solutions Consultant bei Google. Dabei unterstütze ich große Kunden, welche unsere "Google Marketing Platform" Software Suite einsetzen. Ich betreue unsere Vertriebsteams bei der Akquisition von Neukunden, kümmere mich um technisch komplexere Themen wie Datenintegrationen und arbeite zudem eng mit unserem Produkt- und Entwicklerteam zusammen, um unsere zukünftige Produkt-Roadmap zu beeinflussen.

2. Wie war Ihr Weg dorthin?

Bei Google bin ich nun insgesamt schon fast 5 Jahre. Davor war ich 2,5 Jahre bei Adobe in Hamburg, wo ich als Account Manager ebenfalls Kunden betreut habe, die Adobe's Bid Management Software "Adobe Media Optimizer" eingesetzt haben.

Direkt nach dem Masterstudium bin zuvor bei der Otto Group in Hamburg als Consultant im Innovationsmanagement eingestiegen.

3. Welchen Nutzen hatte hierfür das Masterstudium?

Das Masterstudium hat vor allem durch seinen Praxisbezug perfekt auf den Berufseinstieg vorbereitet. Das Arbeiten in Kleingruppen, häufig basierend auf konkreten Praxifällen zusammen mit regionalen Unternehmen, hat sehr gut den tatsächlichen Arbeitsalltag widergespiegelt und berufsrelevante Kompetenzen gefördert.

4. Welche ist die „entscheidendste Kompetenz“ die Sie aus dem Studium mitgenommen haben?

Die zwei wichtigsten Kompetenzen, die das Masterstudium gefördert hat, waren aus meiner Sicht lösungsorientiertes Denken und Eigenständigkeit. Das in den verschiedenen Kursen zuerst erlernte theoretische Wissen wurde immer dazu genutzt, um Lösungen für konkrete Anwendungsfälle zu erarbeiten. Theorie wurde somit direkt in die Praxis übersetzt. Dabei waren die verschiedenen Projektgruppen immer weitestgehend selbstbestimmt und konnten ihre Lösungsansätze frei entwickeln. 

Vier Fragen an...

... NORA THELEN - HEAD Of TALENT ACQISITION & EMPLOYER BRANDING BEI DR. OETKER

1. Was ist Ihre jetzige Position?

Aktuell bin ich als „Head of Talent Acquisition & Employer Branding“ bei Dr. Oetker für unsere jungen Nachwuchstalente und unsere Arbeitgebermarke zuständig. Natürlich mache ich das nicht alleine. Im Team stellen wir sicher, dass wir als Arbeitgeber dort präsent sind, wo auch die Kandidaten sind – vom Schüler, über Studenten und Absolventen bis hin zu Professionals. Wer sich für uns interessiert, hat dann die Möglichkeit, über Praktika, eine Ausbildung, ein duales Studium, internationales Traineeprogramm oder den Direkteinstieg bei uns zu starten.

2. Wie war Ihr Weg dorthin?

Ich muss direkt vorweg sagen, dass ich bis zum Ende des Bachelorstudiums der festen Überzeugung war, Journalistin zu werden. Daher habe ich während meines Bachelorstudiums in Sozial- und Wirtschaftswissenschaften an der Uni Bielefeld verschiedene Praktika in Presseabteilungen, beim Radio und der Zeitung absolviert. Das für mich entscheidende Praktikum kam erst ganz zum Schluss, als ich im Hauptstudium einen Personalschwerpunkt belegt hatte und mir die Themen so spannend vorkamen, dass ich mich aus meinem Auslandssemester heraus spontan nach Personalpraktika umgesehen habe. Damals war ein sechsmonatiges Praktikum in der Personalabteilung bei Dr. Oetker ausgeschrieben und ich habe mich kurzerhand beworben. Es klappte und das war letztlich ein Wendepunkt, denn danach wusste ich, dass Personal mein Thema ist! Und als ich während des Praktikums die Messe an der Hochschule Osnabrück begleiten durfte, war für mich klar: An dieser Hochschule bewerbe ich mich. Herausgekommen ist der Master in Business Management mit den damaligen Schwerpunkten Law and Human Resources und Change Management. Nach meiner Masterarbeit bei E.ON bin ich dort direkt im HR eingestiegen. Als dann nach knapp drei Jahren eine Stelle im Personalbereich bei Dr. Oetker ausgeschrieben war, die genau auf mein Profil passte, bin ich quasi „zurück zu den Wurzeln“ gegangen.

3. Welchen Nutzen hatte hierfür das Masterstudium?

Ohne den Master hätte ich weder die theoretische Vertiefung im Bereich Personal gehabt, noch die Möglichkeit in den vielen praxisorientierten Arbeiten, Gastvorträgen und Vorlesungen das Thema HR nochmal ganz neu und von der praktischen Seite kennenzulernen. Außerdem konnte ich ein weiteres Mal ins Ausland und habe somit einen weiteren Grundstein für den Jobeinstieg in einem internationalen Unternehmen gelegt.

4. Welche ist die „entscheidendste Kompetenz“ die Sie aus dem Studium mitgenommen haben?

Ich beantworte das mal zweigeteilt: Eine der wichtigsten fachlichen Kompetenzen, die ich heute sehr viel in meiner Arbeit nutze, ist Change Management. Der Studienschwerpunkt hat mir viel an die Hand gegeben, was ich heute im Job nutze und anwende, da ich verstehe, wie Change Prozesse ablaufen und begleitet werden sollten.

In Gänze betrachtet, ist eine der entscheidenden Kompetenzen aber der Umgang mit methodisch sehr unterschiedlichen Aufgabenstellungen und die daraus resultierende Fähigkeit, verschiedenste Probleme zu lösen und Herausforderungen anzugehen. Wir mussten in unterschiedlichen Teams, national wie international, vielfältige Aufgabenstellungen lösen – von Prozesssimulationen über Fallstudien bis hin zu Hausarbeiten und Klausuren. Das gibt Sicherheit im Umgang mit einem variierenden Aufgabenspektrum und zeigt, dass man sich Themen auch von verschiedenen Perspektiven aus nähern und verschiedene Lösungswege gehen kann. Dies ist gerade bei interdisziplinären Themen von Vorteil. 

 

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