Diabetes-Projekt

Hintergrund

Diabetische periphere Neuropathien (DPN) stellen eine häufige Komplikation im Verlauf einer Diabeteserkrankung dar. Für eine effektive Behandlung ist die Früherkennung von essentieller Bedeutung, weshalb nationale und internationale Leitlinie ein jährliches Screnning auf DPN empfehlen. Die gegenwärtige Studienlage zeigt jedoch, dass häufig objektive Verfahren im klinischen Alltag häufig wenig praktikabel sind und häufig verwendete Verfahren nur einen fraglichen diagnostischen Nutzen aufweisen.

Ziele

Aufbauend auf einer früheren Studie erprobten wir einen modifizierten Monofilamenttest, welcher im Vergleich zu herkömmlichen Verfahren zeitsparend, leicht zu handhaben und für den Patienten schmerzfrei ist. Wir wollten nachweisen, dass unser Verfahren hinsichtlich  Sensitivität und Spezifität einer 128Hz-Rydell-Seifer-Stimmgabel bei der Detektion von DPN überlegen ist. Dazu führten wir eine Diagnostische Phase III Studie - in place validataion - durch.

Methode

Insgesamt 88 Kinder und Jugendliche welche an Diabetes Mellitus Typ 1 erkrankt waren wurden mit Hilfe einer Stimmgabel und des modifizierten Monofilamenttests auf DPN gescreent. Im Anschluss erfolgte bei allen Teilnehmern eine Messung der NLG beider Sural Nerven.

Schlussfolgerung

Entsprechend unseren Ergebnissen zeigten sowohl der modifizierte Monofilamenttest als auch die Stimmgabel nur einen geringen diagnostischen Nutzen bei der Detektion von DPN. Dies unterstreicht die Notwendigkeit der Entwicklung effektiverer Methoden zur Verbesserung des Screeningverfah-rens bei Kindern und Jugendlichen.

Publikationen

Hirschfeld, G., von Glischinski, M., Blankenburg, M., and Zernikow, B. Screening for peripheral neuropathies in children with diabetes - a systematic review. Pediatrics, 133(5), 2014.

Förderung

Deutsche Forschungsgemeinschaft (HI)

Projektmitarbeiter

M.Sc. Michael von Glischinski
Dr. med. Caroline Knop

Kooperationspartner

Prof. Dr. Boris Zernikow (Universität Witten/Herdecke)
PD. Dr. Markus Blankenburg (Olga Hospital Stuttgart)
Prof. Dr. Thomas Reinehr (Universität Witten/Herdecke)
Prof. Dr. Fuat Aksu (Universität Witten/Herdecke)
Dr. Jessica Hirsch (Universität Witten/Herdecke)

Kontakt

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