Das Internet der Dinge und die vernetzte Organisation

Das Internet hat die Art, in der Menschen kommunizieren, maßgeblich verändert. Nicht nur die Zahl der Möglichkeiten und Kanäle miteinander zu interagieren, hat sich extrem erweitert, sondern auch die Modi der Kommunikation. Aktuell informieren sich viele Menschen noch über klassische Websites oder interagieren mittels Social-Media-Tools wie Twitter, Facebook, WhatsApp etc.. Um dies zu tun, greifen sie auf Rechner, Tablets oder Smartphones zu. Durch das „Internet of Things" werden sich die Nutzungsmöglichkeiten nochmals stark verändern und vervielfachen.

Das Internet der Dinge

Ambient (quasi im Hintergrund) arbeiten Gegenstände des Alltags wie Handtaschen oder Heizungsthermostate, die das Nutzerverhalten beobachten, um Abläufe effizienter zu gestalten. Unser Projekt PACE wird ermöglichen, Gegenstände und Werkzeuge im beruflichen Umfeld über ihre Primärfunktion hinaus zur Kommunikation zu nutzen. Beispielsweise werden so Werkzeugkoffer auf Baustellen zu interaktiven Kommunikationszentren. Durch die dabei entstehenden und verbesserten ambienten Kommunikationssysteme entstehen Einsatzmöglichkeiten und neuartige Plattformen für die interne Kommunikation in Organisationen.
Die Kommunikation zwischen Mitarbeiter_innen und Management wird vereinfacht und die Wertschöpfung im Unternehmen kann durch die Verbesserung des Zugangs zu Informationen gesteigert werden.

Das geplante Forschungsvorhaben

Hier setzt das geplante Forschungsvorhaben an: So sollen in PACE erstens konkrete ambiente Kommunikationssysteme entwickelt werden, um zweitens zur Lösung konkreter Probleme der Organisationskommunikation beizutragen.
Ausgangspunkt der Forschung ist das in der Kommunikationswissenschaft unter dem Begriff „Rezipientenparadoxon“ bekannte Problem. Es steht, grob gesagt, für das vergebliche (!) Bemühen von Organisationen, trotz stetig steigender Kommunikationskanäle und -versuche alle relevanten Mitarbeiter_innen_gruppen zu erreichen.

Aufmerksamkeit gewinnen und neue Wege beschreiten

Um sich von bisherigen Massenanwendungen abzuheben und die Aufmerksamkeit der Mitarbeiter_innen zu gewinnen, ist es notwendig, in Sachen Informationsvermittlung andere Wege als bisher einzuschlagen und individualisierte, aber in ihrer Konzeption übertragbare, Lösungen zu entwickeln. Dabei ist den besonderen Rahmenbedingungen der ambienten Kommunikationssysteme Rechnung zu tragen: Für sie ist in PACE charakteristisch, dass die technische Infrastruktur unbemerkt in das Berufsumfeld einzieht. Deshalb müssen die betroffenen Mitarbeiter_innen bereits im Entwurfsprozess einbezogen werden, um Inhalte und Anwendungen bestmöglich auf deren Bedarfe anzupassen und so deren Akzeptanz zu steigern.

Ziele des Projekts

In diesem Kontext sollen – aufbauend auf Erkenntnissen der qualitativen Sozialforschung, der Kommunikationspsychologie, der Technologievorschau- sowie der Designforschung – gemeinsam partizipative Entwurfsmethoden zur Gestaltung ambienter Kommunikationssysteme erarbeitet, angewendet und evaluiert werden. Die Entwicklung und Reflexion eines Methodenbaukastens stellt somit einen wichtigen Baustein des geplanten Binnenforschungsprojektes dar.

Arbeitsrichtungen

Der Forschungsansatz hat insgesamt drei Arbeitsrichtungen:

A. Es werden neue sozialwissenschaftliche Erkenntnisse zum Rezipientenparadoxon gewonnen und Kommunikationsinstrumente zu dessen Lösung entwickelt.


B. Es werden (übertragbare) partizipative Innovations- und Entwurfsmethoden inklusive eines modularen Methodensets entwickelt.


C. Es wird beispielhaft ein ambientes Kommunikationssystem entwickelt, das mit den Kooperationspartnern zum Einsatz neuer bedarfsgerechterer Formen der Organisationskommunikation erprobt wird.


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