Warum interessieren sich Google, Apple & Co. plötzlich für Autos? Montag, 4. November 2019

Prof. Lüdemann (6. v. rechts) mit weiteren Referenten der Hochschule Osnabrück sowie Marco Graf, IHK-Hauptgeschäftsführer (4. v. links), und Hochschulpräsident Prof. Dr. Andreas Bertram (4. v. rechts).

Auf der Veranstaltung "Wissensvorsprung" der Hochschule Osnabrück hat der Jurist Prof. Dr. Volker Lüdemann über das autonome Fahren als Treiber eines Strukturwandels in der Automobilindustrie und die Rolle der großen Digitalkonzerne aus dem Silicon Valley gesprochen.

Lüdemann eröffnete mit dem Vortrag „Warum interessieren sich Google, Apple & Co. plötzlich für Autos?“ die Veranstaltung. Die Idee des selbstfahrenden Autos und damit einer Mobilität, die erstmalig unabhängig vom Menschen funktioniert, sei in den USA bereits eine lukrative Geschäftsidee. Dabei komme es vor allem auf die Software an, das Gehirn des Fahrzeugs, so der Jurist. Mit dieser werde es möglich, dass Autos selbstständig Einkaufen fahren oder Kinder mit Robotertaxis zur Schule gebracht werden. Firmen wie Google und Apple wollen die Daten nutzen und damit Gewinne in Milliardenhöhe erzielen. Sie setzen laut Lüdemann darauf, dass das Geld in Zukunft nicht mehr mit dem Auto erwirtschaftet wird, sondern mit digitalen Diensten in und um das Auto herum. In Zukunft könnte so die wichtigste Wertschöpfung des Autos darin bestehen, den Menschen digitale Serviceangebote zu unterbreiten und sie zu Orten zu befördern, an denen sie ihr Geld ausgeben können. „Das Auto steht damit vor einem fundamentalen Bedeutungswandel“, fasste Lüdemann zusammen.

Knapp 100 Interessierte aus Wissenschaft und Wirtschaft kamen in diesem Jahr zum Wissensvorsprung auf dem Caprivi-Campus der Hochschule Osnabrück. Hier stellten acht Professorinnen und Professoren in zehnminütigen Vorträgen aktuelle Forschungsthemen dar. Eingeladen hatten die Hochschule Osnabrück, die Fördergesellschaft der Hochschule Osnabrück sowie die Industrie- und Handelskammer (IHK) Osnabrück – Emsland – Grafschaft Bentheim. Einen weiterführenden Bericht können Sie hier lesen.

Von: David Knollmann

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