Mit Wasserspendern und Tiny Houses in eine nachhaltigere Zukunft Mittwoch, 7. November 2018

Die Studierenden des Projektes „Klimaschutz-Stiftung“ mit Prof. Dr. Hans-Jürgen Pfisterer (5.v.r.). Sie haben den mit 500 Euro ausgezeichneten ersten Preis des Präsidiumsprojekts „Gesellschaftliches Engagement“ gewonnen.

Studierende der Hochschule Osnabrück präsentieren Ergebnisse der Projektwerkstatt „WIR in der Gesellschaft“.

(Osnabrück, 7. November 2018) „Mit der Projektwerkstatt „WIR in der Gesellschaft“ geben wir Themen Raum, die so im Lehrplan noch keinen Platz gefunden haben. Hier arbeiten Studierende aller Fachrichtungen und Fakultäten zusammen an Projekten, die sich den gesellschaftlichen Herausforderungen widmen“, hob Prof. Dr. Thomas Steinkamp hervor. Steinkamp, Vizepräsident der Hochschule Osnabrück und verantwortlich für Internationalisierung und Gesellschaftliches Engagement, begrüßte damit Studierende und Gäste zur Abschlusspräsentation der Projektwerkstatt in der Caprivi-Lounge der Hochschule Osnabrück. „Dieses Format ist nicht nur beispielgebend, weil hier Personen verschiedenster Disziplinen zusammenarbeiten, sondern auch, weil die Projekte tatsächlich das Potenzial haben, realisiert zu werden.“

Ein Beispiel für deren Anwendungspotenzial lieferten die Studierenden im Projekt „Klimaschutz-Stiftung.“ Sie entwickelten unter anderem ein Konzept zur Reduktion von Plastikmüll durch den Einsatz von Wasserspendern in der Hochschule Osnabrück. Die Idee überzeugte und gewann den mit 500 Euro dotierten ersten Preis, den das „Gesellschaftliche Engagement“ ausgelobt hatte. Stimmberechtigt waren alle Teilnehmenden, die Stimmabgabe erfolgte anonym per Wahlzettel. Die Projekte „Possibility Management“ und „Tiny House Design“ belegten die Plätze zwei und drei. Auf den Rängen vier und fünf folgten die Projekte „Wir in der digitalen Gesellschaft – Lernen 2018“ und „Ungleichheit in Deutschland“.

Auch das Projekt „Tiny House Design“, initiiert von Martijn Volmer, Student der Freiraumplanung, bietet Potenzial für eine Umsetzung. Unterstützt von Van Bo Le-Mentzel, Architekt und Gründer der Tinyhouse University, konzipierten und bauten die Studierenden eigene Tiny Houses im Maßstab 1:10. „Die größte Herausforderung war es, eine vernünftige Grundskizze zu schaffen. Unser Haus hat eine Grundfläche von nur elf Quadratmetern. Da muss jeder Platz sinnvoll genutzt werden“, beschrieb Maschinenbau-Studentin Sandra Deddens die Aufgabe.

Ihre Kommilitonin Kerstin Große Kamphake ergänzte, „das Thema war sehr spannend und die Arbeit in der Projektgruppe auch. Wir studieren alle etwas anderes, trotzdem oder gerade deswegen konnte jeder etwas beitragen.“ Projektleiter Volmer zeigte sich beeindruckt von den Ergebnissen der Studierenden: „Die Tiny Houses haben in der Projektgruppe viel Zuspruch erhalten und alle waren mit vollem Einsatz dabei. Vielleicht bleiben es nicht nur Modelle. Die Hochschule verfügt über alle Kompetenzen, um so ein Tiny House tatsächlich zu bauen.“

„Im Projekt ‚WIR in der Gesellschaft – Lernen 2018‘ haben wir ein Padlet, also eine Art digitale Pinnwand, erstellt, mit allen Programmen und wichtigen Informationen, auf die wir an der Hochschule zugreifen können“, fasste Kevin Kunz, Maschinenbaustudent, die Funktion des eTools zusammen. „Viele von uns wissen nicht, was sie alles nutzen können. Das soll sich jetzt ändern“, ergänzte Jan Philipp Zahn. Das Padlet vereint Informationen zu den Office-Programmen der Hochschule, dem Literaturverwaltungsprogramm Citavi, dem internen Clouddienst Netcase und zu vielen weiteren Diensten. Zahn studiert ebenso wie seine Kommilitonin Blerina Lajci Betriebliches Informationsmanagement im ersten Semester. „Natürlich ist das Padlet noch im Anfangsstadium. Wir haben ja gerade mal fünf Tage lang daran arbeiten können. Aber für uns als Erstsemester war diese Projektwoche ein super Einstieg in das Studium und in die digitale Unterstützung, die wir an der Hochschule bekommen können“, unterstrich Lajci.

Verschiedene Facetten von Ungleichheit erkundeten die Studierenden in sechs Kleingruppen im Projekt „Ungleichheit in Deutschland“. Während eine Gruppe sich mit dem Ausmaß und den Hintergründen der Vermögensungleichheit befasste, ging eine andere den ungleichen Bildungschancen in Deutschland nach. Eine weitere Gruppe stellte in Befragungen von Passanten in Osnabrück fest, dass die meisten Menschen die Zunahme der Einkommensungleichheit in Deutschland über die letzten zehn Jahre überschätzen. So ergänzten sich die verschiedenen Perspektiven zu einem vielfältigen Bild der Ungleichheit in Deutschland.

„Die Projektwerkstatt ist eine gute Gelegenheit, Themen und Projekten zum gesellschaftlichen Engagement Raum zu geben. Sie rücken damit stärker in das Bewusstsein der Studierenden“, meinte Marek Löhr, Koordinator des Projektes. Christian Müller, ebenfalls Koordinator im Projekt „Gesellschaftliches Engagement“ ergänzte: „Hier kommen Studierende aus verschiedenen Fakultäten zusammen und arbeiten miteinander. Das öffnet den Blick für andere Perspektiven.“

Zum Padlet geht es hier: https://hsos.padlet.org/blerina/1n9rymy3o5k0

 

Weitere Informationen:
Marek Löhr
Koordination Projekt „Gesellschaftliches Engagement“
Telefon: 0541 969-7191      
E-Mail: m.loehr@hs-osnabrueck.de

Christian Müller
Koordination Projekt „Gesellschaftliches Engagement“
Telefon: 0541 969-2145
E-Mail: chr.mueller@hs-osnabrueck.de

Prof. Dr. Johannes Hirata
Fakultät Wirtschafts- und Sozialwissenschaften
Professor für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Internationale Wirtschaft
Telefon: 0541 969-3313
E-Mail: j.hirata@hs-osnabrueck.de 

Von: Laura Klünder

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