Digitalisierung und was noch: Worauf sich Finanzer in Städten, Gemeinden und Landkreisen einstellen müssen Freitag, 15. November 2019

Geballte Expertise im Bereich des Verwaltungsmanagements: Die Referen-tinnen und Referenten der Tagung zusammen mit dem Organisationsteam. Von links: Sarah Uhlenbusch, Heike Süring, Matthias Göcken, Berta Stuckenberg, Beatrice Dott, Marius Brockmeyer, Uwe Strakeljahn und Prof. Dr. Ursula Hertha Hübner und Prof. Dr. Andreas Lasar.

Über 80 Fachleute aus Kommunen und Wissenschaft diskutieren auf der 10. Fachkonferenz des Kompetenzzentrums für Verwaltungsmanagement der Hochschule Osnabrück

(Osnabrück, 15. November 2019) Digitalisierung bleibt in den Kommunen ein bestimmendes Thema, weitere Zukunftstrends und aktuelle Herausforderungen dürften dabei jedoch nicht außen vor bleiben, betonten die Referentinnen und Referenten der Fachtagung. „Es muss vor dem technikunterstützten Prozess und nach dem technikunterstützten Prozess etwas passieren. Das nimmt Ihnen keine Maschine der Welt ab“, mahnte Beatrice Dott, Referentin im Programmbereich Finanzmanagement der KGSt in Köln, die in einem Plenumsvortrag über die Digitalisierung typische Bereiche und Prozesse des kommunalen Finanzmanagements, sowie mit den daraus folgenden Anforderungen den Rahmen für die sich anschließenden Workshops absteckte.   

Eine konkrete Anforderung aus der Digitalisierung des Rechnungswesens ist die Einführung der E-Rechnung. „Wir haben hier konkrete Fortschritte gemacht, mussten am Anfang unseres Projektes aber viel Lehrgeld bezahlen“, berichtete Matthias Göcken, Fachdienstleiter Rechnungswesen und Sondervermögen bei der Stadt Osnabrück, und gab den Teilnehmenden viele Tipps für die erfolgreiche Umstellung der Rechnungsbearbeitung.

Business Intelligence, Neuregelung der Umsatzsteuerpflicht und Managen von Risiken

Über die Unterstützung des Controllings durch Business Intelligence (BI) bei der Stadt Melle berichteten der Leiter der Finanzen Uwe Strakeljahn und Projektleiter Marius Brockmeyer. „Der Einsatz von BI zur Steuerungsunterstützung hat den Aufwand zur Aufbereitung der Berichtsdaten erheblich reduziert, so dass sich unsere Führungskräfte auf die Analyse der Steuerungsdaten konzentrieren können“, so ihr vorläufiges Fazit.

Der Workshop von Heike Süring vom niedersächsischen Finanzministerium und Prof. Dr. Wolfgang Hufnagel zur Neuregelung der Umsatzsteuerpflicht durch § 2 b UStG sowie von Berta Stuckenberg, Referatsleiterin der Rechnungsprüfung beim Landkreis Helmstedt zum Managen von Risiken im Forderungs- und Schuldenbereich behandelten wichtige aktuelle Anforderungen an das kommunale Finanzmanagement.

Bestimmende Themen: Digitalisierung, demografischer Wandel und Wohnungsnot

Nicht nur die Digitalisierung, sondern auch der demografische Wandel trifft Städte und Gemeinden sowie Landkreise mit voller Wucht. Der Bedarf an Wohnungen im Landkreis Osnabrück wird in den nächsten Jahren weiterhin stetig steigen. „Wir müssen bauen, bauen, bauen. Wichtig ist aber zunächst ein Wohnraumkonzept aufzustellen“, meinte Dr. Horst Baier, Samtgemeindebürgermeister, der das Konzept der Gründung einer Wohnungsbaugesellschaft zur Schaffung von bezahlbarem Wohnraum der Samtgemeinde Bersenbrück vorstellte.

Prof. Dr. Christian Kröger zeigte im ersten Plenumsvortrag die Probleme der Währungsunion und mögliche Lösungen auf. „Die Transferunion wird kommen“, so seine Prognose für die Zukunft des Euroraumes.

Dr. Ulrich Keilmann, Direktor beim Hessischen Rechnungshof, rundete die Fachkonferenz mit der Vorstellung eines Siedlungsindexes für Kommunen ab. „Stark zersiedelte Gemeinden haben zusätzliche andere Finanzbedarfe. Der Gesetzgeber hat diese Problematik bereits aufgegriffen“, so seine Erkenntnis aus dem Siedlungsindex.

Hochschule Osnabrück bietet ein am Bedarf ausgerichtetes, umfassendes Studien- und Seminarangebot im Bereich der öffentlichen Verwaltung

Studiendekanin Prof. Dr. Ursula Hertha Hübner hob zu Beginn der Konferenz den wichtigen Beitrag hervor, den die Hochschule Osnabrück mit ihrem Studien- und Weiterbildungsangebot leiste, um Verwaltungsfachkräfte bestmöglich auf die Anforderungen der Berufspraxis einzustellen. „Wir haben unser Seminarangebot und unsere Studiengänge insbesondere vor dem Hintergrund der zunehmenden Anforderungen aus der Digitalisierung weiterentwickelt“, so Tagungsleiter Prof. Dr. Andreas Lasar.

Im Bereich Öffentliche Verwaltung bietet die Hochschule den Bachelorstudiengang Öffentliche Verwaltung und den berufsbegleitenden Masterstudiengang Public Management an. Neu hinzukommen wird ab dem Wintersemester 2020/2021 der für die Ausbildung von Beamtenanwärterinnen und Beamtenanwärtern konzipierte Bachelorstudiengang Allgemeine Verwaltung.

Das Kompetenzzentrum für Verwaltungsmanagement richtet darüber hinaus verschiedene Seminare im Bereich der Weiterbildung aus.

Weitere Informationen:

Prof. Dr. Andreas Lasar
Leiter des Kompetenzzentrums für Verwaltungsmanagement
Telefon: 0541 969-3474
E-Mail: a.lasar@hs-osnabrueck.de

Von: Andreas Lasar/ Isabelle Diekmann

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