Ideen für mehr E-Mobilität in Stadt und Landkreis Osnabrück Donnerstag, 18. Januar 2018

iele Bürgerinnen und Bürger aus Stadt und Landkreis Osnabrück interessieren sich für Elektromobilität, zweifeln aber an Technik und Infrastruktur und bemängeln hohe Kosten. Mit einer erlebnisorientierten Kommunikationskampagne könnte man dem Informationsdefizit entgegenwirken, sind sich die Studierenden um Mark Hotfiel sicher.

Studierende der Hochschule Osnabrück geben Handlungsempfehlungen für Masterplan Klimaschutz

(Osnabrück, 18. Januar 2018) Elektromobilität kann ein Baustein für mehr Klimaschutz in der Stadt und im Landkreis Osnabrück sein, weil es eine nicht unerhebliche, bislang jedoch ungenutzte Bereitschaft innerhalb der Bevölkerung gibt, künftig für Fahrten in die Stadt klimafreundlichere Verkehrsmittel zu nutzen, als den PKW, welcher vergleichsweise den eindeutig größten Anteil an Schadstoff-Emissionen im städtischen Verkehr verursacht. Das ergaben 300, von Studierenden der Hochschule Osnabrück ausgewertete Fragebögen von Bürgerinnen und Bürgern. Dieses und weitere Ergebnisse stellten rund 20 Studierende der Betriebswirtschaft im Rahmen eines Projektes zur E-Mobilität unter Leitung von Professor Wolfgang Bode zu Beginn des neuen Jahres in der Caprivi-Lounge Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung vor.

Da zugleich jeder zweite Befragte angab, zu wenig über Elektromobilität zu wissen und viele insbesondere die technische Reife anzweifelten, sowie die fehlende Infrastruktur und die hohen Anschaffungskosten kritisierten, ohne aber die oft nicht uninteressante Wirtschaftlichkeit zu kennen, rieten die Studierenden zu einer erlebnisorientierten Kommunikationskampagne, die neben Informationsmaterialien auch Infostände und Veranstaltungen umfassen sollte.
Eine Idee, die dem anwesenden Landtagsabgeordneten und Bürgermeister Burkhard Jasper direkt gefiel, „die Idee für eine umfassende Kommunikationskampagne bringe ich auf jeden Fall in den Stadtrat ein“.

Zudem rieten die angehenden Betriebswirte zur Errichtung einer Mobilitätsstation zum Beispiel am Hauptbahnhof, um die für Bürger wichtige Bequemlichkeit und Flexibilität sowie Vernetzung von Verkehrsmitteln zu gewährleisten. Ein Logistikdienstleister, der den Vortrag hörte, schlug vor, den Neumarkt zumindest für E-Fahrzeuge zur Durchfahrt frei zu geben. Es sei besser, Anreize zu schaffen, als mit Verboten zu frustrieren.

Eine weitere Studierendengruppe untersuchte, welche Aktivitäten es von Seiten der kommunalen Akteure in Politik und Verwaltung zur E-Mobilität bislang gegeben hat und empfahl deren weiteren Ausbau und stärkere Vernetzung. Um das von der Politik gesteckte Ziel einer, im Vergleich zum Jahr 1990, 95%igen Reduktion der CO²-Emissionen bis 2050 zu erreichen, bedürfe es einer vermehrten Zusammenarbeit zwischen Stadt und Landkreis. „Wir sprechen uns für die Einrichtung eines Runden Tisches aus, um die interkommunale Kommunikation zu verbessern. Neben Vertretern der Initiativen sollten zum Beispiel auch Vertreter der PlaNOS, der Stadtwerke aber auch der Handwerkskammer teilnehmen, um der Komplexität des Themas gerecht zu werden“, so Studentin Sarah Alschner.

„Die vorliegenden Erkenntnisse zeigen deutlich, dass ein umfassender Handlungsbedarf für eine komplexe Aufgabenstellung besteht. Die technischen Möglichkeiten und Entwicklungen sowie insbesondere die Bereitschaft der Bevölkerung, sich selber stärker einbringen zu wollen, machen wirklich Hoffnung, auch wenn Versuche und Maßnahmen immer wieder an schmerzhafte Grenzen der Wirtschaftlichkeit stoßen“, resümierte Bode.

Alle Teilnehmer waren sich darüber einig, dass nur ein Stadt- und Landkreis übergreifender Masterplan, der alle Aspekte der komplexen Materie berücksichtigt, brauchbare Erfolge bewirken kann.

Weitere Informationen:

Prof. Dipl.-Ing. Wolfgang Bode
Professor für betriebliche Logistik/Transportsysteme
Telefon: 0541 969-2947
E-Mail: w.bode@hs-osnabrueck.de

Von: Isabelle Diekmann

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