Studierende aus Florida zu Gast an der Hochschule Osnabrück Montag, 7. August 2017

Sina Zenke, Aiden Voorberg und Victoria Steinecker (v.l.) mit dem Modell ihres Amphibienfahrzeuges im Staudengarten am Campus Haste.

Kooperation mit der University of Florida: Studierende aus den USA nehmen am International Study Program der Hochschule Osnabrück teil

(Osnabrück, 07.08.2017) Scheibenkleister – das ist das deutsche Lieblingswort von Aiden Voorberg. Er studiert eigentlich an der University of Florida, war jetzt aber für sechs Wochen an der Hochschule Osnabrück zu Gast. Zusammen mit zwölf weiteren Studierenden aus Florida nahm er am „International Study Program“ der Hochschule teil, das unter dem Motto „Sustainability and Innovation in Engineering and Planning“ stand. Die Studierenden aus den USA beschäftigten sich am Campus Haste der Hochschule ausführlich mit den Themen Innovation, Energie und Mobilität.

„Mein Vater arbeitet für Siemens, deswegen wollte ich gerne mal nach Deutschland kommen und hier Land und Leute kennenlernen“, sagt Aiden Voorberg, „Für mich war immer klar, dass ich in die Fußstapfen meines Vaters treten werde und mit Gasturbinen arbeite. Nach der Zeit in Osnabrück stelle ich diese Pläne in Frage und sehe die Zukunft eher in Windkraftanlagen.“ Aber nicht nur bezüglich ihrer beruflichen Vorstellungen gab es für die Amerikanerinnen und Amerikaner neue Erkenntnisse. „Es sind die kleinen Unterschiede zwischen Deutschland und den USA, die auffallen. Dass man den Müll trennen muss oder dass es in Restaurants kein kostenloses Wasser gibt, kennen wir von Zuhause nicht“, so Nadine Ulmer, deren Großvater ursprünglich aus Deutschland kommt.

Auch in der Arbeitsweise unterscheiden sich die deutschen und amerikanischen Studierenden. „Die Amerikaner probieren vieles aus, sind mutiger, merken dann aber auch schnell, wenn etwas nicht klappt. Unsere deutschen Studierenden fragen dafür mehr nach, arbeiten aber konzentrierter“, berichtet Daniel Theidel, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Hochschule Osnabrück. Er war verantwortlich für die Projektwoche „3D-Modelling and Manufactoring“, in der die Studierenden aus selbst designten und produzierten 3D-Drucken ein Amphibienfahrzeug-Modell bauen durften. Das ist ein Fahrzeug, das sowohl an Land als auch auf dem Wasser fahren kann.

Abgesehen von den kleinen aber feinen kulturellen Unterschieden waren die Gäste aus den USA von dem International Study Program begeistert. „Das Programm klang schon in der Beschreibung sehr interessant, aber was uns jetzt hier vor Ort alles geboten wird, ist klasse“, betont Isabela Robby. Gast-Student Chris Lightcap ergänzt: „Hier ist alles sehr angewandt. Wir sitzen nicht den ganzen Tag in Vorlesungen, sondern verbringen viel Zeit in Laboren und können selbst praktisch arbeiten.“ Neben regulären Unterrichtseinheiten standen für die Teilnehmenden auch eine Nachtwächter- und Campustour, gemeinsames Grillen und Volleyballspielen sowie Studienfahrten nach Kalkriese, Berlin und zum Landschaftspark in Duisburg auf dem Programm.

„Es ist schön zu sehen, was aus der ganzen Planung und Organisation tatsächlich wird, wenn die Studierenden hier sind. Die gute Resonanz der Studierenden aus Florida und allen Beteiligten an der Hochschule zeigt, dass wir den richtigen Weg eingeschlagen haben“, sagt Nina Chapman, Koordinatorin des International Study Programs.

Die Kooperation zwischen der Hochschule Osnabrück und der University of Florida in Gainesville besteht bereits seit 2005 und wurde damals vom mittlerweile emeritierten Professor Dr. Hubert Werner ins Leben gerufen, der das Austauschprogramm bis 2016 organisierte. 2017 wurde das Studienangebot inhaltlich und organisatorisch neu strukturiert und steht nun mit Prof. Dirk Junker, Fakultät Agrarwissenschaften und Landschaftsarchitektur, und Prof. Dr. Ulrich Krupp, Fakultät Ingenieurwissenschaften und Informatik, unter neuer akademischer Leitung. Die organisatorische Umsetzung verantwortet das Center for International Mobility (CIM).

Das International Study Program, an dem auch Osnabrücker Studierende teilnehmen, besteht aus zwei Kursen, zu denen eine Gruppe von zehn Dozentinnen und Dozenten beider Fakultäten Lehrinhalte beiträgt. Durch die fakultätsübergreifende Zusammenarbeit ist es möglich, derzeit relevante Themen wie postindustrielle Entwicklung, technologische Innovationen in der Landwirtschaft und Mobilität zu untersuchen. „Exkursionen in den Landschaftspark Duisburg, den Bioenergiepark Saerbeck und auch zum Piesberg machen die theoretischen Ansätze aus dem Unterricht greifbar und sorgen somit dafür, dass die Studierenden den ganzheitlichen Charakter des Programms verinnerlichen und mit nach Hause nehmen“, meint Chapman. Im Gegenzug dürfen Studierende der Hochschule ein Semester an der University of Florida verbringen, ohne Studiengebühren zahlen zu müssen.

Weitere Informationen:
Center for International Mobility
Nina Chapman
Telefon: 0541 969-2991
E-Mail: n.chapman@hs-osnabrueck.de

Von: Julia Gravenstein, Laura Klünder

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