Handlungsfelder der Organisationskommunikation

Fakultät

Institut für Kommunikationsmanagement

Version

Version 5.0 vom 17.02.2017

Modulkennung

74M0011

Modulname (englisch)

Areas of Organizational Communication

Studiengänge mit diesem Modul

Kommunikation und Management (M.A.)

Niveaustufe

4

Kurzbeschreibung

Die Organisationskommunikation leistet einen Beitrag zur Erreichung der strategischen und operativen ökonomischen sowie gesellschaftlichen Organisationsziele. Ihre Handlungsfelder koordinieren die Interaktion der Organisation mit ihren internen und externen Stakeholdergruppen und arbeiten vor dem Hintergrund der interessenspluralistischen Konstellation auf die Maximierung der Handlungsspielräume im Kundenmarkt, Ressourcenmarkt, Finanzmarkt sowie Meinungsmarkt hin. Darüber hinaus leisten sie durch die Schaffung von Strukturen zur systematischen Beobachtung des Organisationsumfelds und zur Verarbeitung der gewonnen Informationen einen Beitrag zur Entwicklung der Organisationsstrategie und zur Herstellung von Adaptionsfähigkeit der Organisation an die Volatilität ihrer Märkte. Im Verständnis des Stakeholder-Management-Ansatzes entfaltet die Organisationskommunikation durch die Integration von Wissensmanagement, Personalentwicklung, Innovation und Kommunikation (vgl. Karmasin 2007) ihren Wertbeitrag.

Der Wertbeitrag der Organisationskommunikation in der Praxis hängt wesentlich davon ab, dass über handwerkliche Fähigkeiten hinaus ein Verständnis ausgebildet wird, wie die strategische Planung und Praxis der Handlungsfelder auf die Erreichung der Organisationsziele wirkt und wie diese miteinander zu vernetzen sind.

Grund für Umbenennung und Neukonzeption: Die bisherige Trennung von „externer“ und „interner“ Kommunikation trägt nicht dem Verständnis von Organisation und Kommunikation Rechnung, das dem Stakeholder Management-Ansatz implizit ist (vgl. Karmasin 2007). Dieses Verständnis wird in der Umwidmung des Modul aufgegriffen und löst im Sinne eines integrierten, alle Stakeholder umfassenden Kommunikationsmanagements die Dualität von intern/extern auf.

Lehrinhalte
  • Implikationen des Stakeholder Management-Konzepts für die Organisationskommunikation und die Definition ihrer Handlungsfelder, die sich an interne und externe Stakeholder-Gruppen richten
  • Definition und Integration der Handlungsfelder
  • Wertschöpfungsbeiträge
  • Operatives Management der Handlungsfelder
  • Evaluation und Erfolgskontrolle der Handlungsfelder
Lernergebnisse / Kompetenzziele

Wissensverbreiterung
Die Studierenden, die dieses Modul erfolgreich studiert haben, besitzen ein breites Wissen über Erscheinungsformen und Funktionen der internen Organisationskommunikation. Sie können deren relevanten Ansätze beschreiben, in der Praxis auffinden und kritisch bewerten.
Wissensvertiefung
Sie verfügen über detailliertes Wissen und ein tiefgehehendes Verständnis hinsichtlich der unterschiedlichen Leistungsfähigkeit interner Kommunikationsinstrumente, die sie nach verschiedenen Kriterien kategorisieren können.
Können - instrumentale Kompetenz
Die Studierenden können nach erfolgreichem Modulabschluss die kommunikative Situation in Organisationen auf der Basis ihres Wissens theoretisch einordnen, darstellen und bewerten.
Können - kommunikative Kompetenz
Sie können die praktischen Handlungsfelder der internen Organisationskommunikation an konkreten Fällen kritisch beschreiben und bewerten, identifizieren die jeweils auftretenden Schwierigkeiten und sind in der Lage, konstruktive Impulse zur Optimierung der jeweiligen Anwendungsfelder zu setzen.
Können - systemische Kompetenz
Studierende, die dieses Modul erfolgreich studiert haben, können insgesamt Konzepte zur internen Organisationskommunikation einer kritischen Analyse unterziehen, daraus Schlussfolgerungen für eine Optimierung ziehen sowie neue interne Kommunikationsstrategien planen.

Lehr-/Lernmethoden

Die Veranstaltungen werden in Seminarform durchgeführt. Anhand konkreter Praxisbeispiele sowie auf der Basis fundierter Literaturkenntnisse erlernen und diskutieren die Studierenden Handlungsfelder der Organisationskommunikation, planen und entwickeln eigene Konzepte und überprüfen deren Praxistauglichkeit.

Empfohlene Vorkenntnisse

Grundlegende Kenntnisse des Kommunikationsmanagements

Modulpromotor

Schwägerl, Christian

Lehrende
  • Baum, Achim
  • Schwägerl, Christian
  • Fuhrberg, Reinhold
  • Osterheider, Felix
  • Steinkamp, Thomas
Leistungspunkte

10

Lehr-/Lernkonzept
Workload Dozentengebunden
Std. WorkloadLehrtyp
60Seminare
Workload Dozentenungebunden
Std. WorkloadLehrtyp
60Hausarbeiten
20Prüfungsvorbereitung
80Referate
80Literaturstudium
Literatur

Antos,Gerd/Ventola, Eija (2010) (Hg.). Handbook of Interpersonal Communication. Berlin.

Bentele, G./Fröhlich, R./Szyszka, P. (Hrsg.) (2013): Handbuch der Public Relations. Wiesbaden: VS Verlag.

Bergler, R. (2008). Identität und Image. In G. Bentele, R. Fröhlich, P. Szyszka (Hrsg.) Handbuch der Public Relations (S.321-334). Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.

Birkigt, K., Stadler, M. M., & Funck, H. J. (2002). Corporate Identity: Grundlagen, Funktionen, Fallbeispiele. München: Redline Wirtschaft bei Verl. Moderne Industrie.Bruns, Michaela (2011): Corporate Social Responsibility (CSR) – Gesellschaftliche Verantwortung als Wettbewerbsvorteil? Saarbrücken: VDM.

Brugger, Florian (2010): Nachhaltigkeit in der Unternehmenskommunikation. bedeutung, Charakteristika und Herausforderungen. Wiesbaden: Gabler.

Buchholz, U./Knorre, S. (2010). Grundlagen der Internen Unternehmenskommunikation. Berlin.

Buchholz, U./Knorre, S. (2012). Interne Unternehmenskommunikation in resilienten Organisationen. Berlin.

Einwiller, S./Landmeier, C. (2012). Interne Kommunikation: Digitale Strategien für Mitarbeiter und Führungskräfte. In: Zerfaß; A./Pleil, T. (Hg.). Handbuch Online-PR. Strategische Kommunikation in Internet und Social Web. Konstanz: UVK, 201-215.

Eisenegger, M. (2005). Reputation in der Mediengesellschaft : Konstitution, Issues Monitoring, Issues Management. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften

Fuchs-Gamböck, K. (2006): Corporate Social Responsibility im Mittelstand. München: Economica

Hansen, J. R. (2000). Professionelles Investor Relations Management. Landsberg/Lech: Verlag Moderne Industrie.

Hartz, R. (2009). „Die sprachliche Inszenierung von Konsens in Organisationen:Qualitative Befunde zu Mitarbeiterzeitungen.“ In: Habscheid, S.; Knobloch, C. Einigkeitsdiskurse. Zur Inszenierung von Konsens in organisationaler und öffentlicher Kommunikation. Wiesbaden: 177-206.

Huchzermeier, M. (2006). Investor Relations beim Börsengang. Konzept für mittelständische Unternehmen. Wiesbaden: Deutscher Universitäts-Verlag.

Ingenhoff, D. & Röttger, U. (2006). Issues Management : Ein zentrales Verfahren der Unternehmenskommunikation. In B. F. Schmid & B. Lyczek (Hrsg.) Unternehmenskommunikation : Kommunikationsmanagement aus Sicht der Unternehmensführung (S.317-350). Wiesbaden: Gabler.

Jäger, W./Rolke, L. (2011). Personalkommunikation. Interne und externe Öffentlichkeiten für HR-Themen gewinnen. Köln.

Jonker, J./Stark, W./Tewes, S. (2011) Corporate Social Responsibility und nachhaltige Entwicklung. Berlin: Springer

Karmasin, Matthias (2007). Stakeholder-Management als Grundlage der Unternehmenskommunikation. In: Piwinger, Manfred; Zerfaß, Ansgar (Hrsg.): Handbuch Unternehmenskommunikation. Wiesbaden: Gabler, S. 71-87.

Kleinberger Günther, U. (2008). „Softcommunication - spontane innerbetriebliche Kommunikation außerhalb vorgegebener Strukturen.“ In: Menz, F./Müller, A. (Hg.) Organisationskommunikation. München, S. 225-242.

Kuhnle, H., & Banzhaf, J. (2006). Finanzkommunikation unter IFRS. Grundlagen, Ziele und Gestaltung. München: Verlag Vahlen.

Langen, R. (2007). Die Sprache der Banken. Erfolgsrezepte für eine überzeugende Kommunikation mit Kapitalgebern. Leonberg: Rosenberger Fachverlag.

Luhmann, N. (2000). Organisation und Entscheidung. Opladen: Westdeutscher Verlag.

Mast, Claudia (2012). Unternehmenskommunikation. Ein Leitfaden. Konstanz: UVK. Mast, C.; Huck, S. (2008). „Internal Communication and Leadership.“ In: Zerfass, A., van Ruler, B., Sriramesh, Krishamurthy (Hg.) Public Relations Research. European and International Perspectives and Innovations. Wiesbaden. S. 147-162.

Maier, M., Schneider, F. M. & Retzbach, A. (Hrsg.). (2012). Psychologie der internen Organisationskommunikation. Göttingen: Hogrefe.

Müller, B. (2011). Empirische Identitätsforschung: Personale, soziale und kulturelle Dimensionen der Selbstverortung. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwi

Prüfungsleistung
  • Mündliche Prüfung
  • Hausarbeit
  • Referat
  • Klausur 2-stündig
Unbenotete Prüfungsleistung

Assignment

Dauer

1 Semester

Angebotsfrequenz

Nur Wintersemester

Lehrsprache

Deutsch

 

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