Interdisziplinäre Perspektiven von Gesundheit und Krankheit



Version

Version 6.0 vom 20.10.2017

Modulkennung

22B1077

Modulname (englisch)

Interdisciplinary Perspective on Health and Disease

Studiengänge mit diesem Modul

Ergotherapie, Physiotherapie (dual) (B.Sc.)

Modulgruppe

Therapieberufe

Niveaustufe

1

Kurzbeschreibung

Dieses Modul befasst sich mit Aufgaben und Anforderungen in den Lebensphasen - hier mit dem Schwerpunkt Erleben von Gesundheit und Krankheit. Therapeuten sind in ihrer täglichen Arbeit stets mit Dimensionen von Gesundheit und Krankheit konfrontiert. Fokus dieses Moduls ist die Betrachtung von Krankheit und Behinderung als ein Gesundheitsproblem und als eine besondere Herausforderung im menschlichen Entwicklungsprozess. Die Studierenden lernen, wie sie Patienten und Kunden ressourcenorientiert bei der Bewältigung ihres Gesundheitsproblems unterstützen können. Die Studierenden lernen Grundlagen und Konzepte von Prävention, Gesundheitsförderung und Rehabilitation kennen und differenzieren. Das Modul dient außerdem der Auseinandersetzung mit der eigenen Gesunderhaltung und thematisiert dabei hygienische Maßnahmen, Stress und Suchtverhalten.

Lehrinhalte
  1. Verständnis von Gesundheit und Krankheit
    1.1 Sozialwissenschaftliches Gesundheitsverständnis als Gegenpol zu dem biomedizinischen Krankheitsbegriff
    1.2 Behinderung
    1.3 Chronische Erkrankungen und ihre Folgen
    1.4 Inklusion
    1.5 Modelle von Gesundheit und Krankheit
    1.5.1 Gesundheitsmodell der WHO
    1.5.2. ICF als Modell menschlicher Aktivität
    1.5.3 Salutogenese
  2. Bewältigung von Lebenskrisen
    2.1 Copingfaktoren
    2.2 Faktoren für erfolgreiche Krisenbewältigung (Resilienz)
    2.3 Förderung von Copingstrategien
    2.4 Theorien zu Verhalten und Verhaltensänderung
    2.4.1 Health Belief Modell
    2.4.2 Transtheoretisches Modell
  3. Einführung in die Rehabilitationswissenschaften
    3.1 Grundlagen der Rehabilitation
    3.2 Einrichtungen der Rehabilitation
    3.3 Medizinische, berufliche und soziale Rehabilitation
    3.4 Einführung und Selbstverständnis der Rehabilitationswissenschaften
    3.5 Theorien und Forschungsstränge der Rehabilitationswissenschaften
    3.6 Rolle der Ergo-/Physiotherapie in der Rehabilitation

    4: Prävention und Gesundheitsförderung
    4.1 Grundlagen und Stellung der Prävention
    4.2 Gesetzliche Grundlagen der Prävention
    4.3 Zielgruppen und Settings für Prävention und Gesundheitsförderung
    4.4 Gesundheitsgerechtes Verhalten und Gesundheitsförderung
    4.5 Präventionskonzepte in der Ergo-/Physiotherapie, Praxisbeispiele
    4.6 Persönliche Gesunderhaltung
    4.6.1 Hygiene
    4.6.2 Abhängigkeit und Sucht
    4.6.3 Stress und Stressreduktion, Arbeitsbelastungen von Therapeuten
Lernergebnisse / Kompetenzziele

Wissensverbreiterung
Die Studierenden kennen Modelle von Gesundheit und Krankheit, diskutieren auf dieser Basis die unterschiedlichen Betrachtungsweisen und können sie zum Verständnis der Gesundheitsprobleme ihrer Patienten oder Kunden heranziehen. Sie kennen Grundlagen und Konzepte von Prävention, Gesundheitsförderung und Rehabilitation und differenzieren Zuständigkeiten und Gegenstand. Sie identifizieren Faktoren für eine erfolgreiche Krisenbewältigung und wissen sie zu steuern. Sie kennen Kriterien für die Entwicklung von Präventionskonzepten und könne diese auf ein eigenes Konzept anwenden.
Wissensvertiefung
Anhand von Praxisbeispielen haben sie ein vertieftes Verständnis hinsichtlich der Anwendung der Konzepte zur Prävention, Gesundheitsförderung und Rehabilitation in der Ergo- und Physiotherapie. Die Studierenden verfügen über ein vertieftes Verständnis von Theorien und Konzepten der Rehabilitationswissenschaften und leiten Fragestellungen für die Praxis ab.
Können - instrumentale Kompetenz
Die Studierenden wenden Modelle von Gesundheit und Krankheit zum Verständnis menschlicher Funktionszustände an. Die Studierenden fördern die Compliance und Copingstrategien ihrer Patienten und Kunden auf der Basis anerkannter Theorien.

Die Studierenden entwickeln auf der Basis anerkannter Prinzipien ein eigenes Präventionskonzept. Sie wenden Methoden und Konzepte zur Prävention und Gesundheitsförderung aktiv an.
Können - kommunikative Kompetenz
Die Studierenden steuern mittels geeigneter Kommunikationswege die Compliance und Copingstrategien ihrer Patienten und Kunden. Sie unterstützen Patienten hinsichtlich ihres gesundheitsbezogenen Verhaltens und Lebensstils.
Können - systemische Kompetenz
Die Studierenden reflektieren ihr eigenes Gesundheitsverhalten und wenden Methoden zur eigenen Gesunderhaltung an. Sie beurteilen den Zustand sowie Überzeugungen und Motivation eines Patienten/ Kunden und leiten entsprechende Konsequenzen für ihr therapeutisches Handeln ab.

Lehr-/Lernmethoden

Vorlesungen

Empfohlene Vorkenntnisse

keine

Modulpromotor

Fischer, Andreas

Lehrende

Fischer, Andreas

Leistungspunkte

5

Lehr-/Lehrkonzept
Workload Dozentengebunden
Std. WorkloadLehrtyp
60Vorlesungen
Workload Dozentenungebunden
Std. WorkloadLehrtyp
40Veranstaltungsvor-/-nachbereitung
20Kleingruppen, Diskussionsforen
30Anfertigung / Vorbereitung Prüfungsleistung
Literatur

Bengel, J & Koch, U. (2002): Grundlagen der Rehabilitationswissenschaften, Springer, Berlin

Bonita, Beaglehole, Kjellström: Einführung in die Epidemiologie, 2. Auflage, Bern: Hans Huber( 2008)

Hurrelmann, Klaus (Hrsg.) Handbuch Gesundheitswissenschaften, 4., vollst. überarb. Aufl. Weinheim [u.a.]: Juventa-Verl., (2006)

Hurrelmann, Klaus: Lehrbuch Prävention und Gesundheitsförderung, Huber-Verlag, Bern (2007)

Prüfungsleistung
  • Hausarbeit
  • Klausur 1-stündig und Assignment
  • Klausur 2-stündig
  • Projektbericht
Dauer

1 Semester

Angebotsfrequenz

Nur Sommersemester

Lehrsprache

Deutsch

 



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