Interkulturelle Wirtschaftspsychologie

Fakultät

Wirtschafts- und Sozialwissenschaften

Version

Version 5.0 vom 23.09.2019

Modulkennung

22B0610

Modulname (englisch)

Intercultural Business Psychology

Studiengänge mit diesem Modul

Wirtschaftspsychologie (B.Sc.)

Niveaustufe

2

Kurzbeschreibung

Unternehmen haben angesichts der Globalisierung zunehmend interkulturelle Herausforderungen zu bewältigen. Durch Fusionen, Firmenauslagerungen, Kooperationen und auslandsorientierte Geschäfte wird interkulturelle Kompetenz eine zentrale Herausforderung für Unternehmen im Umgang mit Personal und bei der Entwicklung der Organisation. Auch bei der Entwicklung internationaler Marketingstrategien hat sich gezeigt, dass insbesondere kulturelle Einflussfaktoren den Erfolg einer solchen determinieren können. Beim Marketing wie auch bei der organisationsinternen Kommunikation sind Adressaten aus anderen Kulturkreisen zu berücksichtigen und der Umgang mit sozialen Spielregeln anderer Kulturen zu bewerkstelligen. Dieses Modul greift diese Herausforderungen auf. Es gibt dafür relevante Antworten auf die Fragen: In welchem Maße beeinflusst Kultur das menschliche Verhalten, z.B. die Einstellungen, Wahrnehmungen, Risikobereitschaft, Werthaltungen und Präferenzen von Kunden, Mitarbeitern, Managern etc.? Wie sollten Unternehmen ihre Marketing-Strategie bzw. ihre Marketing-Instrumente gestalten, wenn sie den kulturellen Besonderheiten der Zielmärkte Rechnung tragen wollen? Wie können Unternehmen organisationsintern den Faktor Kultur für eine nachhaltige Entwicklung nutzen?

Lehrinhalte
  1. Psychologische Ansätze zum Verständnis von Kultur und kultureller Kompetenz
  2. Erlernen von interkultureller Sensibilität und Kompetenz
    2.1 Kultur – Definition, Entstehung
    2.2 Akkulturation
    2.3 Kultur und Identität
  3. Kulturkreise und ihre spezifischen Werte und Verhaltensmuster sowie Kulturdimensionen, z.B.
    3.1 Zeit
    3.2 Raum
    3.3 Kollektivismus vs. Individualismus
    3.4 Unsicherheitsvermeidung
    3.5 Kulturdimensionen und Stereotypisierung
  4. Organisationspsychologische Kernfelder und interkulturelle Herausforderungen
  5. Management interkultureller Unterschiede in multinationalen Unternehmen, z. B.
    5.1 Beziehung zwischen Stammhaus und ausländischen Tochtergesellschaften
    5.2 Auslandsentsendung von Fach- und Führungskräften
  6. Markt- und Konsumentenpsychologie im interkulturellen Vergleich
Lernergebnisse / Kompetenzziele

Wissensverbreiterung

Wissensvertiefung

Können - instrumentale Kompetenz

Können - kommunikative Kompetenz
Die Studierenden verstehen ihre eigene kulturelle Geprägtheit und wissen von deren Einfluss auf ihr eigenes wirtschaftspsychologisches Handeln. Sie können interkulturelle Probleme erkennen und ggf. auch antizipieren;; sie sind in der Lage souverän damit umzugehen und Lösungen zu entwickeln, ja sogar Synergien freizumachen.
Können - systemische Kompetenz

Lehr-/Lernmethoden

Vorlesung, Kleingruppenarbeit, Übungen, Simulationsspiele

Empfohlene Vorkenntnisse

Sozialpsychologie

Modulpromotor

Genkova Petkova, Petia

Lehrende
  • Kumbruck, Christel
  • Genkova Petkova, Petia
Leistungspunkte

5

Lehr-/Lernkonzept
Workload Dozentengebunden
Std. WorkloadLehrtyp
45Vorlesungen und Übungen
Workload Dozentenungebunden
Std. WorkloadLehrtyp
30Veranstaltungsvor-/-nachbereitung
20Literaturstudium
30Kleingruppenarbeit
25Prüfungsvorbereitung
Literatur

Bennett, M. J. (1986). A developmental approach to training intercultural sensitivity. in J. Martin (Guest Ed.), Special Issue on Intercultural Training, International Journal of Intercultural Relations. Vol 10, No.2. 179-186. Berry, J. W. (1990). Psychology of acculturation: Understanding individuals moving between cultures. In R. W. Brislin (Ed.), Applied cross-cultural psychology (Vol. 14, pp. 232-253). Newbury Park: Sage. Dreyer, W. & Hößler, U. (2011). Perspektiven interkultureller Kompetenz. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht.Gelbrich, Katja & Müller, Stefan (2004): Interkulturelles Marketing. München: Vahlen.Genkova, Petia, Ringeisen, T. & Leong, F.T.L. (2013) (Hrsg.) Handbuch Stress und Kultur. Interkulturelle und kulturvergleichende Perspektive. Heidelberg: Springer.Hall, Edward T. (1966): The hidden dimension. New York: Anchor Press/Doubleday.Hofstede, Geert & Hofstede, Gert Jan (2006): Lokales Denken, globales Handeln: interkulturelle Zusammenarbeit und globales Management. 3. Aufl. München: dtv.House, R. J., Hanges, P. J., Javidan, M., Dorfman, P. W. and Gupta, V. (Editors) (2004). Culture, Leadership and Organizations: The GLOBE Study of 62 Societies. Thousand Oaks, CA: Sage. Kumbruck, Christel & Derboven, Wibke (2014). Interkulturelles Training. (3.ed.). Heidelberg: Springer.Lewis, Richard D. (1998): When cultures collide: Managing across cultures. London: Nicholas Breadley.Mead, George H. (1968): Geist, Identität und Gesellschaft. Frankfurt/M.: Suhrkamp.Over, Ulf (2011). Die interkulturell kompetente Schule. Eine empirische Studie zur sozialen Konstruktion eines Entwicklungsziels. Münster u.a.: Waxmann.Rothlauf, J. (2009). Interkulturelles Management. München. Oldenbourg Verlag.Thomas, Alexander (2003) (Hrsg.): Kulturvergleichende Psychologie. Göttingen: Hogrefe.Thomas, Alexander, Kinast, Eva-Ulrike & Schroll-Machl. Sylvia (2003) (Hg.): Handbuch interkulturelle Kommunikation und Kooperation. Band 1: Grundlagen und Praxisfelder; Band 2: Länder, Kulturen und interkulturelle Berufstätigkeit. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht. (insbesondere: Felser, Georg: Interkulturelles Marketing, Bd. 1, S. 257-273).

Prüfungsleistung
  • Mündliche Prüfung
  • Hausarbeit
  • Klausur 1-stündig und Assignment
  • Klausur 2-stündig
  • Referat
Prüfungsanforderungen

Die Studierenden weisen nach, dass sie wesentliche interkulturelle Erkenntnisse auf die Bereiche der Wirtschaftspsychologie „Personal und Organisation“ und „Markt“ anwenden können.

Dauer

1 Semester

Angebotsfrequenz

Wintersemester und Sommersemester

Lehrsprache

Deutsch

 

Kontakt

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49076 Osnabrück
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